Archiv für August 2010

Bloß nicht denken!

31. August 2010

In den vergangenen Tagen und Wochen wurde uns ein neuer Heiland geboren.

Er war schon früher mit seinen asozialen und ausländerfeindlichen Verbalauswürfen aufgefallen.

Obwohl der „Wahrsager“ Thilo nachweisbar unter Halluzinationen leidet und selbige auch noch als „Analyse der Realität“ bezeichnet, hielt das weder „bürgerliche“ Politiker und derartige Medien davon ab, den Geisteszustand selbigen Heilandes zu loben und ihm kräftig auf die Schulter zu klopfen.

Nach tagelangen „Bravo!“-Rufen sah man sich bei Springer und Bertelsmann dazu ermuntert, noch mehr braunen Dreck auszuschütten.

Erst als Thilos „Genanalysen“ auftauchten und darin das Wort „Juden“ vorkam, war wohl der Bogen etwas überspannt.

Der israelische Empörungsrat trat plötzlich hervor (die Muslimhetze hatte ihm auch gut gefallen) und nach seiner Kritik gingen dann auch pflichtgemäß einige Schulterklopfer auf Abstand.

Der Brutalstmögliche wandt sich wie ein schleimiger Regenwurm zwischen „Klasse gemacht, Thilo!“ und „unangemessen!“… die meinungsfreie Anführerin der Hornissenkoalition wartete wie immer die mediale Windrichtung ab.

Erst als der „Wahrsager“ erkannte, dass eventuell sein 20.000-Euro-Job bei der Bundesbank auf dem Spiel stand, machte er einen vorsichtigen Rückzieher und bezichtigte seine Kritiker der „bewussten Fehlinterpretation“. Natürlich verbunden mit der Aufforderung, sein Buch zu kaufen. 🙂

Was er übersah: BILD & Co haben nicht über sein Buch berichtet, sondern daraus. Seine eigenen „Erklärungen“ sorgten schließlich dafür, dass der Spielraum für Interpretationen möglichst auf Nano-Größe schrumpfte.

Lesebefehl: Manfred Bleskin: Sarrazin ist Teil einer Hetzkampagne

Realitätsstörung

Da war also dieser Rechtsradikale in den Medien und obwohl seine Aussagen offensichtlich und nachprüfbar Hirngespinste sind, standen alle geschlossen hinter ihm und riefen „Ist doch wahr…!“

Ganz anders geht man hingegen mit jemandem um, welcher die Realität tatsächlich erwähnt und damit der jüngeren Siegergeschichte einen kleinen Kratzer verpasst: Mathias Platzeck.

Platzeck gab dem ehemaligen Nachrichtenmagazin ein Interview anlässlich des unbekannten und unbesungenen „Tages des Beschlusses der Volkskammer zum Beitritt der DDR zum Geltungsbereichs des Grundgesetzes.“

Platzeck im Spiegel:

Mit dem Beitritt habe eine „gnadenlose Deindustrialisierung Ostdeutschlands“ begonnen.

Die westdeutsche „Anschlusshaltung“ sei verantwortlich für „viele gesellschaftliche Verwerfungen bei uns nach 1990.

Den Ostdeutschen sei das Gefühl vermittelt worden, sie müssten alles wegwerfen, „es war alles Stasi und alles ideologieverseucht“.

Alles Aussagen, welche kein vernünftiger Mensch bestreiten kann.

Aber was geschieht plötzlich?

Empörung an allen Fronten!

WELT:

Scharfe Kritik an Platzecks Anschluss-Vergleich!

Der Theologe Richard Schröder bezeichnete die Formulierung als „weitab daneben“

Dieser „Theologe“ ist Chef des Propaganda-„Forschungsverbund SED-Staat“ der FU Berlin.

Theologe Schröder saß jahrelang im Beirat der Gauck/Birthler-Behörde. Bei „DDR“ bekommt er genauso Bluthochdruck wie der „Historiker“ Hubertus Knabe.

CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski: Platzeck „diskreditiert“ das demokratisch legitimierte DDR-Parlament.

„Wir sollten in der politischen Polemik auf Vergleiche mit der Nazizeit verzichten“, sagte Schröder WELT ONLINE

Hä? Wo hat der „SED-Regime-Forscher“ einen Nazivergleich entdeckt?

Nirgends…er stellt ihn einfach selbst her:

Den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes mit dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland im März 1938 in Verbindung zu bringen, „war schon 1990 vollkommen abwegig“.

Nun mal historische Tatsachen: Als Österreich „Heim ins Reich“ geholt wurde, geschah das durch die Wehrmacht. Dem „Anschluss Österreichs“ lag eine Propagandalüge, aber kein parlamentarischer Beschluss zugrunde.

Selbstverständlich hat das Dritte Reich darauf verzichtet, den Einmarsch in Österreich als Okkupation, Eroberung oder dergleichen zu bezeichnen. Stattdessen einigte man sich auf die verharmlosende Propagandafloskel „Anschluss“. Hört sich ja auch irgendwie netter an…nicht wahr?

Für den „Historiker“ Schröder ist die Nazi-Propaganda wahre Realität. Offensichtlich ist er der Meinung, „Anschluss“ sei die legitime Bezeichnung für einen militärischen Überfall.

Deshalb darf man den Anschluss der DDR nicht „Anschluss“ nennen sondern muss so tun, als sei etwas „vereinigt“ worden. Alles klar?

Man habe nicht wissen können, wie lange Gorbatschow an der Macht bleibt; außerdem stand die DDR vor der Zahlungsunfähigkeit.

Ahja… nicht das Kapitalistenregime mit dem korrupten „Kanzler der Einheit“ hat dazu gedrängt, die Systemkonkurrenz abzuschaffen…es war die Angst vor einem unbekannten Gorbatschow-Nachfolger!

Historisch gesehen grober Unfug: Der Zerfall des RGW (westdeutsch: „Ostblock“ oder „Warschauer Pakt“) hatte schon mit der Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze begonnen und wäre auch durch Stalin persönlich nicht mehr zu verhindern gewesen.

Und das die DDR „zahlungsunfähig“ gewesen wäre…das haben die Siegerhistoriker bis heute in ihren Lehrbüchern. Ganz im Gegensatz zu den real existierenden Gutachten über den Zustand der DDR 1990 von der Kohl-Regierung, der Bundesbank, der Deutschen Bank, der Weltbank u.a.

Sueddeutsche:

womöglich benutzte der Ministerpräsident diesen Terminus in Anlehnung an die Einverleibung Österreichs durch das nationalsozialistische Deutschland im Jahre 1938.

„Womöglich“… schreibt die Sueddeutsche. Der „Nazivergleich“ stammt also nicht von Platzeck, sondern entspringt der Fantasie des „DDR-Historikers“ Schröder.

Springers WELT war das natürlich egal.

B.Z. Berlin

Springers Ableger B.Z. zeigt dann auch prompt, das Platzeck Recht hat:

Platzeck: (…) „es war alles Stasi und alles ideologieverseucht“

B.Z.: Ehemalige Stasi-Mitarbeiter sind seine Regierungspartner.

Wen die Millionärspresse nicht mag, heftet sie gleich mal ein „Stasi“ an die Backe.

Platzeck kritisiert das, die Springerpresse liefert prompt den Beweis.

Ex-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld (CDU) weist die Kritik Platzecks als „SED-Propaganda“ zurück.

Angeblich sind Bürgerrechte ja universell und unteilbar. Es passt halt nicht wirklich in die Siegerlegende, dass einige „DDR-Bürgerrechtler“ ihre Ambitionen zusammen mit der DDR entsorgt haben.

Zumindest ist man so ehrlich, von „Ex“ zu sprechen. Warum sollte ein Bürgerrechtler auch der CDU beitreten?

„Die DDR-Wirtschaft war aufgrund der Politik der SED bankrott.“

Lasst euch doch mal was Besseres einfallen! Zur Abwechslung könnte man ja auch mal den Bankrott des Kapitalismus näher betrachten. Wirtschaftlich, politisch und moralisch.

Joachim Zeller (CDU) empört sich über den Begriff „Anschluss“ in Platzecks Wortwahl: „Der Begriff verbietet sich, weil er eine Analogie zum Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland herstellt.“

So werden Legenden gestrickt. Zukünftig steht also auch der Begriff „Anschluss“ auf der Tabu-Liste.

Obwohl Platzeck ihn nie derartig benutzt hat (er spricht von „Anschluss-Haltung der Westdeutschen„).

Es ist ja auch unbestreitbar, das sich westdeutsche Politiker und „Investoren“ im Osten aufgeführt haben wie Eroberer und Kolonialherren.

Nur sagen darf mans nicht… 😀

siehe auch:

So nicht, Herr Schäuble!

sowie

Schulden ohne Sühne

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Am 3. Oktober 1990 erfolgte der „Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes“.

15 Jahre später beschlossen zahlreiche „Ex-Bürgerrechtler“ und „Demokraten“, mehrere Millionen Menschen aus diesem Geltungsbereich wieder zu entfernen.

Nur weil die Kapitalbesitzer keine Verwendung mehr für sie haben.

Flux-Kompensator

28. August 2010

Die Wahrheit offenbart sich schrittweise!

Dachte ich erst, graue Herren würden mich verfolgen und mir meine Zeit stehlen, so bin ich heute um eine Erkenntnis reicher:

Irgendwie bin ich in den Wirkungsbereich eines Flux-Kompensators geraten und daher mit meinen Arbeiten vor-vorfristig (fast) fertig geworden.

Ich hatte sogar schon Zeit, mich mal wieder um das aktuelle Geschehen zu kümmern.

Dabei fiel mir auf, dass dieser geheimnisvolle Flux-Kompensator womöglich eine deutschlandweite Wirkung haben muss.

Erkannt habe ich dies am Medien-Jubelhype um den Neonazi und selbsternannten Rassengenetiker Thilo S. (Name der Redaktion bekannt)

Am kommenden Montag schon soll ein Buch von dieser Kreatur erscheinen. Einige Teile des Inhaltes hat der Vollversager und Nichtsleister Thilo S. aus „Mein Kampf“ und den NSDAP-Propagandakommentaren zu den Nürnberger Rassegesetzen enfach nur abgeschrieben.

Original von Adolf H. : „Während aus künstlich gehegten Friedenszuständen öfter als einmal die Fäulnis zum Himmel emporstank

Abschreiber Thilo S. : „die Sehschärfe der Deutschen getrübt für die Fäulnisprozesse im Innern der Gesellschaft

Wie sein Vorbild mit dem schmalen Schnauzbart findet auch Thilo S. in den Propagandamedien der Kapitalisten wieder(!) breite Zustimmung vor. Man zitiert sein Neonazi-Geschwätz nicht nur ausgiebig, sondern achtet sehr darauf, nur wohlmeinende Kommentare durch die Hauszensur freizugeben.

Ich bin es allerdings schon gewohnt, dass meine Kommentare z.B. von Springers WELT gelöscht oder auch vom FDP-Focus mit Hinweis auf irgendeine „Nettiquette“ der Öffentlichkeit vorenthalten werden.

Schließlich muss man (wie früher) den Anschein einer „breiten Zustimmung in der Bevölkerung“ herstellen.

Auffallenderweise findet man gleich dutzendfach Kommentare immer dergleichen Thilo S.-Fans in den Kommentarspalten.

Interessant ist ebenso die ständig wiederholte Aufforderung an die Kritiker, die Neonazi-Hetze doch bitte „mit Fakten zu widerlegen“ bevor man den großen „Wahrsager“ und Propheten Thilo S. kritisiert.

Solange die Sarrazin Gegner, nicht ein einziges sachliches Argument dagegen vorbringen, sondern nur Verunglimpfungen, weil sie sich sonst nicht zu helfen wissen, bleibt die Meinung Sarrazin als Wahrheit und Tatsachen so stehen …!!!

Soso…die „Meinung“ des Thilo S. ist also „Wahrheit und Tatsache“, welche es zu widerlegen gilt.

Der Flux-Kompensator scheint schon sehr gut zu funktionieren.

Schaut man sich den deutschen Qualitätsjournalismus der „freiheitlich-bürgerlichen“ Medienkapitalisten an, fühlt man sich schon wie im Jahr 1933.

Auch damals betrat ein von der Finanzwirtschaft gekaufter Nichtskönner und Nichtsleister die Bühne, um mit seinen Reden und Büchern „zu sagen, was das Deutsche Volk sich nur zu denken traut„.

Man erfand sogar mit dem „Volksempfänger“ ein ganz neues Medium, um selbiges Volk in den Untergang zu treiben.

Natürlich stets begleitet von Fackelzügen und Marschmusik.

Da will der brutalstmögliche rechtsradikale Ministerpräsident natürlich nicht nachstehen und ordnet in einer derartig aufgehetzten gesellschaftlichen Stimmung eben ein solches „Abschiedszeremoniell“ an.

Die radikalen Extremisten aus der hessichen Linke-Fraktion haben gleich kundgetan, diesen Aufmarsch zu boykottieren, was beim FDP-Focus gleich mal helle Empörung hervorruft.

Der gleiche Focus hat übrigens einen Wissenschaftler gefunden, welcher (vermeintlich) dem nicht-arischen, aber dennoch neofaschistischen Rassenhygieniker Thilo S. angeblich Recht gibt: Siegfried Lehrl, Psychologe und Intelligenzforscher.

Dumm ist nicht nur Thilo S., sondern es sind auch seine Medien-Freunde: Siegfried Lehrl hat sich noch nie mit „vererbter Intelligenz“ beschäftigt sondern bis heute mit der Frage: „Wie vermeidet man, durch geistige Untätigkeit zu verdummen?“. Er nennt das „geistige Fitness“.

Diese Problematik ist hingegen schon seit dem frühen Altertum bekannt: Wer damals wie heute jahrelang bei Wasser und Brot im Kerker dahinvegetierte, kam irgendwann als Volldepp und Wrack wieder an Tageslicht.

Herr Lehrl vertritt nun die These, das man auch heute noch Volksverdummung bekämpfen solle, indem die Menschen mehr“geistig gefordert“ werden müssten.

Ganz unrecht hat er nicht…aber sowas in der FDP-Volksverblödungspostille „Focus“ zu bringen entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Zumal die vom „Focus“ angekündigte „wissenschaftliche Bestätigung“ des Neonazi-Bundesbankers dann auch prompt ausbleibt.

Herr Lehrl bemängelt vielmehr, das die aussortierte „Unterschicht“ mit Hilfe der gesetzlich vorgeschriebenen Armut auch keinen Zugang zur geistig-intellektuell aktiven Bevölkerung hat.

Seine Schlussfolgerung lautet: „Armut schafft Dummheit!“ Also das genaue Gegenteil dessen, was Thilos Freunde eigentlich verkünden wollten.

Selbstverständlich hat man beim Focus aus Gründen politisch-motivierter Intelligenzfreiheit diesen Fauxpas nicht bemerkt. Das Interview steht immer noch im Netz.

Was hat uns der Flux-Kompensator noch gebracht?

Achjaaa…die Wiederholung der Mär „freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie“.

Da hat sich die RWE-Kanzlerin ja mal was gaaaanz Neues ausgedacht! Statt einer Besteuerung der Milliardengewinne sollen die Atommüllproduzenten „freiwillig“ an den übervollen Staatshaushalt spenden.

Das wird sicher ein genauso großer Erfolg wie die bisherigen „Selbstverpflichtungen“ z.B. bei den Lehrstellen vor ein paar Jahren oder auch bei der Euro-Einführung noch viel früher.

In der WELT erklärt uns der zionistische Kriegstreiber Wolffsohn, dass es nun „eine neue Mitte“ gäbe, bestehend aus einer freisinnigen, unverkrampften, entspannten, individualistischen…aber keineswegs reaktionären Gesellschaft. Diese „Neue Mitte“ würde dazu führen, das es vielleicht bald rechts von CDU und FDP eine neue Partei geben könnte. Gegründet von Vorbilddemokraten wie Bierdeckel-Merz, Fackelzug-Koch oder auch dem Spezialdemokraten Clement.

Der Flux-Kompensator hat uns somit in das Jahr 1920 zurückversetzt. Am 24. Februar 1920 entstand aus genau einem solchen Gesindel die NSDAP.

Bereits im Verlauf der vergangenen Woche haben BILD und WELT mehrfach in eigenen „Leserkommentaren“ erklärt, sie würden eine Sarrazin-Partei sofort wählen, sobald er eine solche Partei gründen würde.

Die Begleitmusik zum „SPD“-Neonazi Thilo S. lautete stets: „Er belebt die bürgerliche Meinungsfreiheit… er sagt doch bloß, was alle denken…er ist ein tabubrechender, erfrischender Querdenker…“ usw.

Und damals wie heute wird an die Gründung einer „neuartigen“ Partei gedacht, welche genauso „unverkrampft und entspannt“ sein soll wie die Partei des Adolf H., aus dessen Buch Herr S. so gern zitiert.

Und damals wie heute… die Massenverblödung sorgt wieder dafür dass niemand so recht wahrnimmt, was da erneut aus dem stinkenden braunen Morast hervorkriecht.

War noch was?

Ja…in Stuttgart ist grad eine korrupte Mafia dabei, mit Hilfe christlich-freiheitlicher „Demokraten“ mehrere Milliarden Euro aus der überfließenden Staatskasse an Banken, Baukonzerne und Anwaltskanzleien sowie einer Handvoll „Berater“ umzuverteilen.

Zur Tarnung reißt man den alten Bahnhof ab um danach erstaunt festzustellen, das man auf zerbröselndem Gips und Kalk keinen „unterirdischen Bahnhof“ bauen kann.

Im Auftrag der dort zuständigen Landesregierung hat der Verfassungsschutz den Bürgern auch prompt verkündet, sie seien nun „Instrumente der Linksextremisten„.

Ganz nach dem frühzeitlichen Motto: „Hilft garnichts mehr, muss ein Kommi her!

„Parteien aus dem linksextremistischen Spektrum wie DKP, MLPD und die Linke versuchen, den Protest seit längerem zu instrumentalisieren“, sagte der Vizepräsident des Landesamts für Verfassungsschutz, Frank Dittrich, zu FOCUS.

Na sicher doch…die Proteste richten sich schließlich nicht gegen einen Grund-und-Boden-Spekulanten, sondern die „demokratisch-legitimierte“ Landesregierung.

Und weil der normale Bundesbürger nicht nur die Obrigkeit respektieren, sondern zudem auch noch völlig unpolitisch zu sein hat, können die Prosteste nur von Linksradikalen angezettelt worden sein, oder?

Ein „Gebildeter“ kommentiert:

Ich als arbeitendes Mitglied der Gesellschaft kann es mir nicht leisten wegen so einer Sache Urlaub zu nehmen oder Stunden abzubauen. Daraus ist doch ersichtlich, dass es sich hauptsächlich um Leute handelt, die gar nicht arbeiten. Und dafür zahl ich Sozialabgaben? Eine Schweinerei!!

So sind sie, die heutigen „Bildungsbürger“.

Das ihn dieser Größenwahn der bundesdeutschen Korruptionsdemokratie womöglich zwischen 15 und 20 Milliarden Euro kosten wird scheint ihn keineswegs zu stören. So richtig furchtbar sind hingegen die „Sozialabgaben“.

Fundstück der Woche

Gesine Lötzsch (Linke) im aktuellen Wochen-Statement:

Ich hoffe, (…) dass Herr Steinmeier wieder in die Politik eingreifen kann…

Ach Gesine…schon sooo vergesslich?

Jedes Mal, wenn Steinmeier „in die Politik eingreifen“ konnte, hat er großes Unheil angerichtet.

Schröders Kofferträger und williger Lakai der Arbeitgeberverbände hat sich selbst zum „Oppositionsführer“ ernannt, obwohl er jede Form von Opposition gegen die schwarz-gelben Volldemokraten strikt ablehnt.

Steinmeiers „Opposition“ ist genauso stark ausgeprägt wie die „Richtlinienkompetenz“ der Bundeskanzler-Darstellerin.

Sooo… bevor ich ins Bett gehe, setze ich mir noch schnell meinen Hut aus Alufolie auf und hoffe, das der Flux-Kompensator nur ein furchtbarer Alptraum ist, aus dem ich morgen im Jahr 2010 aufwache.

Viel Hoffnung habe ich aber nicht…das sieht alles so furchtbar echt aus.

Gute Nacht, Deutschland!

Paranoia

23. August 2010

Ich werde verfolgt!

Von grauen Herren, welche mir jeden Tag mehrere Stunden Zeit stehlen!

Ein kurzer Blick auf die Uhr…. es ist 10.

5 Minuten später hat jemand die 0 durch eine 7, 8 oder sogar 9 ausgetauscht.

Und trotzdem habe ich jeden Tag das Gefühl, einfach garnichts mehr zu schaffen.

Zum Bleistift bloggen…. 😦

Aber wahrscheinlich kann ich am 1. oder 2. September wieder sagen:

Ab jetzt wird wieder zurückgeschossen!

(Ähnlichkeiten mit historischen Ereignissen sind wirklich zufällig!)

Wachstum angekommen!

13. August 2010

Na endlich! Gott sei Dank!

Nun ist das Wachstum auch bei mir angekommen!

Die Wachstumsraten in den Medien der Kategorie „Volksverblödung“ explodieren regelrecht.

So langsam bringt mich dieser Aufschwung in Schwierigkeiten… 😦

Gehörte es bisher zu meinen bevorzugten Bloggereien, mich seitenlang über irgendwelchen Unsinn aufzuregen und stundenlang (manche Beiträge nahmen bis zu 4 Stunden in Anspruch) real existierende Fakten zu recherchieren, bin ich in diesen Tagen einfach überfordert.

Die unglaubliche Menge an verschiedenen Themen in den Kapitalistenmedien macht es mir unmöglich, mir eine böswillige Frechheit herauszusuchen und zu kommentieren.

Im Ergebnis würde sich dieser Blog in eine Kopie/Nachahmung der Nachdenkseiten oder Duckhomes „aufgelesen und kommentiert“ verwandeln.

Aber wer braucht sowas? Zumal die nicht unbedeutende Gefahr besteht, das es mangels Kooperation zu Dopplungen und Wiederholungen kommt, welche schließlich einen „ist doch gar nicht so viel“-Eindruck erwecken.

Ich könnte ja eine Münze werfen…aber wo gibt es Münzen mit einem Dutzend Seiten?

Oder einen Wettbewerb beginnen? Eigentlich eine zeitgemäße Idee angesichts einer seit 10 Jahren andauernden wettbewerbsanbetenden Systemreligion.

Wer schafft pro Tag mehr hirnlose und verblödenden Artikel aufzuzählen?

Nachdenkseiten? Duckhome? wareluege? Oder vielleicht doch jemand ganz anderes?

Was soll das bringen? Am Ende käme nur wieder eine Statistik mit nichtssagenden Zahlen heraus.

Nur mal ein paar Beispiele der Themen, welche heute zur Auswahl standen, aber eben keine Auswahl zuließen:

Nach ihren Berichten über die sogenannte Korruptionsaffäre in Sachsen sind zwei Journalisten aus Leipzig wegen übler Nachrede zu je 2500 Euro Strafe verurteilt worden.

Sachsen ist nunmal CDU-regiert…

Vor 20 Jahren verlangten die Bürger in Sachsen noch „Pressefreiheit“.

Vor 49 Jahren ließ die DDR-Führung die Berliner Mauer hochziehen, um die Flüchtlingsströme nach West-Berlin zu stoppen.

Vor 49 Jahren ließ die DDR-Führung die NATO-Angriffspläne „Deco II“ (intern)  veröffentlichen und verhinderte damit „den begrenzten Krieg zur Befreiung Mitteldeutschlands„.

Polen hat den mutmaßlichen Agenten des Mossad an Deutschland ausgeliefert. Stunden später kommt der Israeli frei. Er darf sogar das Land verlassen.

Man stelle sich vor, dieser staatliche Auftragsmörder wäre kein Israeli, sondern (hier nach eigenem Gutdünken einen beliebigen Staat mit Moscheen einfügen)….

Die garantierten Renditen von Lebensversicherungen könnten wegen der anhaltenden Niedrigzinsen bald sinken.

Die gesetzlich vorgesehene Mindestverzinsung betrifft nicht nur Lebensversicherungen, sondern auch Riester-Renten…

„Wir erleben derzeit einen Aufschwung XL“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP).

Jaaaa….wenn man mit dem Aufschlag nach dem freien Fall 2009 vergleicht…

Im Vergleich zu normalen Jahren liegt die Wirtschaft aber immer noch am Boden. Dieser Super-Hyper-Turbo-Mega-Aufschwung müsste nur noch ein kleines Jahrzehnt anhalten, um zumindest wieder auf den Stand von 2007 zu kommen. Und nochmal mindestens 10 Jahre, um die Krisenfolgen auszugleichen.

Sollten die Kapitalisten dieses Land allerdings nächste Woche immer noch regieren, werden Nacktscanner bald überall aufgestellt. Zum Schutz der öffentlichen Sicherheit…

In der Diskussion um die Rente mit 67 hat Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) seine Partei vor einer Abkehr vom Reformkurs gewarnt.

Hierarchie: Erst die „Arbeitgeber“, dann ihre „Experten“, dann ihre Medien und nun kommen ihre Marionetten zu Wort. Stets mit dem alten „Das muss so…das weiß doch jeder!„-Pseudoargument.

Dabei weiß ich heute nichtmal, was nächste Woche ein Stück Butter kostet…

Aber ich weiß bis auf 3 Stellen hinter dem Komma, wieviele Arbeitslose und Rentner es in 40 Jahren gibt. Kann man den Schröder und das ganze Pack nicht einfach vom Rand der Erdscheibe schubsen?

Das erste iranische Atomkraftwerk geht bald in Betrieb – und bedroht den Weltfrieden.

Braucht es noch mehr Beweise für die Notwendigkeit einer präventiven Befreiung der iranischen Ölquellen aus den Händen dieser radikalen Islamisten? Atomstrom! Sowas Weltfriedenbedrohendes können sich auch nur die Moslems einfallen lassen! Feuer frei!

Auch wohlhabende Kinder sollen Chipkarte benutzen.

Der Hartz-Superminister Clement sagte einst mit voller Zustimmung der Springer-Presse:

Bedürftige sollen nicht jede Leistung in Anspruch nehmen, welche der Staat anbietet. Man muss sich solidarisch mit den Steuerzahlern zeigen!“

Erst erlaubt man den Wohlstandsbürgern den Griff in die Sozialkassen um dann anschließend wieder über „Sozialmissbrauch“ und „Kostenexplosion“ zu klagen.

Wie könnte man solche „Fehlentwicklungen“ wohl eindämmen? Frau von den Laien? Herr Westerwelle? Irgendwelche Vorschläge?

Zudem war dies auch in der Vergangenheit stets die Reihenfolge bei einer wirtschaftlichen Belebung: Erst erholen sich die Firmen, meist aufgrund der Exporte, dann ziehen die Investitionen an und schließlich auch der Konsum.

Diese Vergangenheit war Vorgestern. Seit Gestern haben die oberen 10% die „Hartz-Sperre“ eingebaut, welche eine Teilnahme der Bevölkerung am derzeitigen und zukünftigen Wachstum wirkungsvoll und kompromisslos verhindert.

Der Hundt kläffte ja schon was von „Lohnzurückhaltung“ und irgendeinem omnösen „zarten Pflänzchen“.

Hermann Gröhe, CDU-Generalsekret:

Wer die Grundrechenarten beherrscht, weiß, dass die Rente mit 67 ein Gebot der Fairness zwischen den Generationen ist

a+b+c+d=67

a= Zahl der Beitragszahler

b= Höhe der Beitragszahlungen

c= Höhe des Beitragssatzes

d= Summe der Reformen zur Föderung sozialverträglichen Frühablebens

Weder a, b, c oder d sind bekannt. Wer gehört doch gleich nochmal zur „bildungsfernen Schicht“?

Der Begriff der Gerechtigkeit wird derzeit überstrapaziert. Die Folge sind mitunter geradezu sinnfreie Begriffsungetüme.

Zum Bleistift die allseits beliebte „Chancengerechtigkeit“.

Starke Unternehmen sorgen für Wohlstand und sichern unsere Zukunft.

Doch auch ihnen gegenüber gilt der Grundsatz, dass der Mensch niemals den Menschen zum bloßen Mittel degradieren darf.

Von wem kam eigentlich die Idee, Menschen als „Humankapital“ zu bezeichnen?

Die Drogeriekette Schlecker hat ein neues Hintertürchen entdeckt, um sich der eigentliche vereinbarten Abgeltung der Überstunden zu entledigen: Statt Geld bekommen die Mitarbeiter Stundengutschriften.

Wie sinnvoll in einem Unternehmen ohne Auftragsbücher und chronischem (gewolltem) Personalmangel…

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Das waren jetzt 13 mögliche Themen für heute. Daran habe ich jetzt 1,5 2 Stunden gesessen.

Und ich bin nicht dafür bekannt, mir stets Gedanken um wohlfeile Ausdrucksformen zu machen. 😀

Feynsinnig wurde gefragt, ob Blogs überhaupt bei der „jüngeren Generation“ bis 30 ankommen.

Ich wäre schon froh, wenn mir eine Antwort auf die Frage „Wie macht man Menschen zu Blog-Lesern?“ einfiele. Unabhängig davon, zu welcher Generation sie gehören.

Internet = Shopping-Wunderland

Früher dachte man noch, das Internet könne eines Tages zur „unerschöpflichen Quelle des Wissens“ werden. Bis jemand den Button „bezahlen“ erfand…

PS: Ich habe schon wieder die Quellen-Links vergessen. 😦

Sorry… ich war nur auf n-tv.de, Focus-Offline und WELT-Inline unterwegs. Die anderen freien und unabhängigen Qualitätsmedien von heute hätte ich mir sicherlich erstmal erträglich saufen müssen. Aber wer kann schon nach erfolgreichem Komasaufen noch irgendwelche Tasten finden?

Porno am Nachmittag

10. August 2010

Pornos sind alle gleich (habe ich mal irgendwo gehört 😉 ).

In Pornos sieht man immer das wirklich wahre Leben: Willige sexhungrige Weiber, stundenlang standhafte Hobby-Bodybuilder (also ganz normale Leute) und kurz vor dem Ende der Darbietungen wird geschrien und gestöhnt, bis auch der Nachbar auf der anderen Straßenseite weiß, was gerade für ein Film läuft.

Pornos entspringen merkwürdigen Phantasien merkwürdiger Drehbuchautoren. Sie setzen sich an ihre Schreibmaschine und tippen, wie sie sich ihr (Sex)Leben wünschen.

Ein „authentischer“ Porno wäre auch sterbenslangweilig und würde niemanden interessieren.

Porno am Nachmittag

Jeden Tag von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr liefert der Bertelsmannsender RTL jugendfreie Pornos frei Haus. Da echte Pornos um diese Zeit für Ärger sorgen würden,beschränkt sich das Privatfernsehen auf die Ausstrahlung von Sozialpornos.

Merkwürdige Drehbuchautoren mit eingeBILDeter Realität erfinden sogenannte „DokuSoaps“.

Das sind künstliche Pseudo-Dokumentationen, welche in einer Art und Weise gedreht werden, welche den gezielten Eindruck erwecken soll, es würde „das wahre Leben“ dokumentarisch beobachtet.

Die Schauspieler werden so geschminkt und hergerichtet, wie sich der typische „Mehr-Netto-vom-Brutto!“-Wähler einen HarztIV-Empfänger vorstellt.

Die Schauspieler liefert eine Casting-Agentur, die für eine „Aufwandsentschädigung“ (ist beim Alg2 anrechnungsfrei) HartzIV-Empfänger anheuert, welche vorzugsweise über eine Pisa-Bildung und einen sehr übersichtlichen Wortschatz und Satzbau verfügen sollen.

Für ein kleines Taschengeld eine kleine Aufwandsentschädigung schauspielern sie dann, was das Drehbuch vorschreibt. Der zuständige Dramaturg lässt dann die Kamera etwas wackeln und durch Türspalte oder Schlüssellöcher hindurchschauen. Der zuständige Tonmeister achtet dann darauf, an welchen Stellen des Drehbuches ein „Piiieeeep“ eingefügt werden soll.

RTL nennt diese angeblichen Dokus „Mitten im Leben!„, „Verdachtsfälle“ und „Familien im Brennpunkt„. Erst ganz am Schluss erfährt der Zuschauer für eine Viertelsekunde, dass es sich um „fiktive Handlungen fiktiver Personen“ handelt. Also um reines Fernsehtheater…früher auch „Fernsehspiel“ genannt.

Aber ob die RTL-Zuschauer diese eingeblendete Zeile überhaupt bemerken und damit etwas anzufangen wissen…ich habe da große Zweifel.

In meinem Bekanntenkreis werden diese Shows übrigens auch „Hartz-TV“ genannt.

In der ZEIT hat man sich auch mit diesen Sozialpornos befasst und erklärt sie mit einem „gesteigerten Realitätshunger“ der Zuschauer.

Angeblich würden solche „Dokusoaps“ deshalb so erfolgreich sein, weil:

In Zeiten der Medialisierung aller Bereiche der Gesellschaft wachse beim Publikum ein enormes Bedürfnis nach Authentizität.

Es wird also allen Ernstes behauptet, diese Shows seien „realistisch, allerdings für die Einschaltquoten etwas übertrieben inszeniert“.

Vorurteile und Voyeure

Rein zufällig (wie könnte es auch anders sein im Bertelsmann-TV?) folgen diese „Dokusoaps“ den allgemeinen Sozialschmarotzer-Kampagnen von Politik und Medien.

Die heutigen Hartz-Pornos am RTL-Nachmittag laufen in dieser Form seit August 2009. Also (wieder rein zufällig) seit Beginn des letzten Bundestagswahlkampfes.

Im Zentrum stand von Anfang an nie die Realität, sondern die BILDhafte Darstellung des „typischen Sozialschmarotzers“, welcher in dieser Form allerdings nur in den kranken Schrumpfhirnen von Leuten wie Wolfgang Clement, Thilo Sarrazin, Hans-Werner UnSinn oder auch dem spätrömisch-dekadenten Guido W. existiert.

Das Ziel ist offenkundig: Man will die jahrelang hergestellten Vorurteile und Meinungen über Arbeitslose mit künstlichem Bildmaterial verstärken und so zur allgemeinen „Tatsachen-Beobachtung“ machen.

Wenn dann die BILD mal wieder den Arno dübelt und wochenlang erzählt, wie hinterhältig, faul und abzockend der HartzIV-Empfänger doch ist, kann der Zuschauer jederzeit sagen:“Das ist wirklich so! Das habe ich im Fernsehen gesehen!

Auf die Idee gebracht wurden die „Reality-Doku“-Erfinder übrigens von Wolfgang Clement.

Im Frühjahr 2006 tauchte der Ex-„Superminister“ mit einer Hetzschrift über „Sozialschmarotzer und Sozialstaatsparasiten“ auf. Darin begründete er seinen Hass auf die Schwachen mit „persönlichen Beobachtungen“ einer vorher ausgestrahlten ZDF-„Doku“.

Das war der Teil des deutschen Fernseh“journalismus“ mit der „Kuhle im Bett“ und der „gebrauchten Zweitzahnbürste im Bad“.

Der ZDF-Erfolg war beispiellos. Alle hielten diese „Doku“ für echt und niemand kam auf die Idee, dass die Macher vielleicht monatelang tausende HartzIV-Empfänger mit den „Sozialfahndern“ aufsuchen mussten, nur um eine Handvoll „typischer Beispiele“ zu sammeln.

Niemand fragte danach, ob nicht evtl etwas „nachgeholfen“ wurde oder was mit dem Rohmaterial am Schneidetisch gemacht wurde.

Bertelsmann-RTL war der Aufwand anscheinend zu groß…weshalb man pünktlich zur nächsten Bundestagswahl dazu überging, die „HartzIV-Realität“ ganz einfach selbst zu erfinden.

Da muss man sich auch nicht mehr darüber wundern, weshalb allerorten die Laien-Gutscheine so gelobt werden „damit das Geld auch bei den Kindern ankommt!

Auch der Hype „Bildung Bildung über alles“ wird plötzlich erklärbar, wenn man sich die Drehbuchtexte, die Wortwahl und Artikulation der HartzIV-Darsteller anhört. Dagegen war Slatko (hieß der so?) das reinste Sprachgenie…gleich nach Goethe und Schiller!

Natürlich darf in den tageweise angemieteten Dreh-Wohnungen keinesfalls ein übergroßer Fernseher samt Chipstüten, Bierflaschen und übervollem Aschenbecher fehlen.

Es wäre wirklich absurd und realitätsfern, einen nichtrauchenden, nichttrinkenden altfernseherbesitzenden HartzIV-Sozialschmarotzer zu zeigen,welcher mit seinen Kindern im Hof spielt oder mit ihnen im Stadtpark Kastanien zum Basteln sammelt.

Wer solche Fantasiegestalten zeigt, verschafft „bürgerlich-liberalen“ Koalitionen schließlich keine Wählerstimmen….

Drehbuch-Controller bei „Betrugsfälle“

RTL-Niveau: Diese „Realitäts-Darstellerin“ hält tatsächlich ein Papp-Band in die Kamera!

Der Praktikant für die Schrift-Einblendungen war wohl gerade nicht da…. 😀

Experte Klodt

9. August 2010

In der rechtsdrehenden ZEIT darf der IFW-Experte Henning Klodt mal so richtig zeigen, was man heute unter „Wirtschaftswissenschaft“ versteht.

Das IfW (Institut für Weltwirtschaft in Kiel) gehört zu den führenden neoliberalen Propagandaeinrichtungen. Präsident des IfW ist Dennis Snower, welcher stets durch chronische Inkompetenz auffällt.

Am 22. Juli 2010 haben Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker in der ZEIT erklärt, warum das jahrelange Festhalten an der Exportfixierung zwangsläufig zu Krisen führt und weshalb es so wichtig ist, durch höhere Löhne den lohndumping-angetriebenen Export zu bremsen und eine stabile Binnenwirtschaft zu etablieren.

Selbstverständlich kann es die INSM-Propagadapostille nicht lassen, Flassbeck als „linken Ökonomen“ zu bezeichnen.

Nun gut…Schwamm drüber.

Der Beitrag von Flassbeck und Spiecker sorgt im neoliberalen Expertenclub für helle Empörung. So sah sich das IfW Kiel dazu ermutigt, seinen Leiter des Zentrums für Wirtschaftspolitik, Henning Klodt, an die Front zu schicken.

Experte Klodt ist kaum bekannt, da seine Weisheiten selbst den neoliberalsten Medien zu blöd sind.

In der ZEIT schreibt er nun als „Antwort“:

Wir haben kein Lohnproblem!

Es stimmt: Deutschland darf sich nicht auf den Export verlassen.

Doch Wachstum entsteht nicht durch höhere Löhne, sondern über mehr Bildung.

Soso… ergibt das einen Sinn? Mal sehen:

Die Gewerkschaften gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr, seit im Zuge der Deutschen Wiedervereinigung der Organisationsgrad (…) dramatisch gesunken ist.

Warum das so ist…scheinbar hat der Herr Experte keine Ahnung. Ihm langt die bloße Feststellung.

Und auch die Regierung ist weder willens noch in der Lage, den lohnpolitischen Kurs vorzugeben.

Gott sei Dank! Seit 5 Jahren quält mich der furchtbare Alptraum, ein gewisser VW-Personalchef hätte sich beim Rumhuren in Brasilien irgendwelche „Arbeitsmarktreformen“ ausgedacht, um mit gesetzlicher Armut und Sanktionen das Lohnniveau abstürzen zu lassen.

Nur ein böser Alptraum…schließlich sagt mir der Herr Experte, dass es eine solche Regierung in Deutschland nicht gibt und auch nie gegeben hat.

Und dies hat nichts mit schlaffen Gewerkschaften oder unternehmerfreundlichen Regierungen zu tun, sondern mit Hartz IV.

Oh Gott! Doch kein Alptraum!

Die Hartz-Gesetze haben also einen neuen Niedriglohnsektor geschaffen, in dem „viele neue Arbeitsplätze“ entstanden sind.

Und das auch noch ganz ohne schlaffe Gewerkschaften oder unternehmerfreundliche Regierungen?

Wie konnte es dann zu solchen Gesetzen kommen? Möchte der Herr Experte Klodt mir etwa erzählen, der Gott „Globalisierung“ hätte Peter Hartz mit den Hartz-Geboten auf Steintafeln zum Genossen der Bosse „SPD“-Bundeskanzler geschickt?

Und wieder tischt uns ein „Experte“ die 10 Jahre alte Story von den „alternativlosen Reformen“ auf.

Die tief greifenden Reformen im Sozialbereich haben eine derart weitreichende Reintegration ehemaliger Problemgruppen in den Arbeitsmarkt bewirkt

Der Kern des Pudels, wie Goethe sagen würde.

Nicht etwa ein Arbeitskräftebedarf der Wirtschaft hat Arbeitsplätze geschaffen, sondern die „Reform des Sozialstaates“.

Wie geht sowas? Indem man den Sozialbereich derart wegkürzt, dass bezahlte Arbeit wie auch Arbeitnehmerrechte zum Ausnahmefall werden. Dann kann man nicht nur echte Arbeitsplätze durch Teilzeit- und Leiharbeit ersetzen, sondern auch noch fröhlich an den Statistiken herummanipulieren.

Und schon werden die Hartz-Reformen verschiedener nicht-unternehmerfreundlichen Regierungen zum „Erfolgsmodell“. Hurra!

Doch der Abbau der strukturellen Arbeitslosigkeit in Deutschland vollzog sich (aus Gründen, die nicht zuletzt bei der Qualifikationsstruktur der Arbeitslosen zu suchen sind) in erster Linie durch eine Ausweitung des Niedriglohnsegments.

Strukturelle Arbeitslosigkeit wurde abgebaut? Und warum stieg sie in einer Konjunkturkrise derart an, das man (fast unbegrenzt) Kurzarbeit ermöglicht hat?

Ohne diese Kurzarbeit-Aktion von CDU und „SPD“ wäre das eigentliche Konjunkturproblem der Nicht-Exportwirtschaft offen erkennbar geworden. Und das durfte nicht passieren.

Wir haben ja schließlich Strukturprobleme, nicht wahr?

(aus Gründen, die nicht zuletzt bei der Qualifikationsstruktur der Arbeitslosen zu suchen sind)

Na sicher doch. Arbeitslose sind alle ungebildet und unqualifiziert. Zumindest die große Mehrheit von knapp 15% der HartzIV-Sozialschmarotzer. 😀

Die Ausweitung des Niedriglohnsektors konnte natürlich nicht ohne Konsequenzen für die Produktivitätsstrukturen bleiben.

Ursache und Wirkung…

Der Herr Experte ist also der Meinung, dass man vom Lohnniveau eines Arbeitnehmers auf seine Qualifikation schließen könne… selten so gelacht! 😀

Dank der gottgegebenen Hartz-Gesetze ist es auch für Höchstqualifizierte zumutbar (unter Androhung existenzgefährdender Strafen), seine volle Qualifikation und damit Produktivität in einen Hungerlohnarbeitsplatz einzubringen.

Huhn und Ei des Experten Klodt: Aus dem Einkommen schlussfolgert er eine geringe Qualifikation, welche er dann als Legitimation für das geringe Einkommen benutzt.

Nennenswerte Qualifikationsansprüche scheint das IfW Kiel an seine Direktoren nicht zu stellen. 🙂

Sie übersehen, dass eine expansive Lohnpolitik in Deutschland an der Grundkonstellation in den Schuldenländern gar nichts ändern würde. Sie würde zwar die deutschen Exporte bremsen, aber die Vorstellung, dadurch würden die griechischen Exporte quasi automatisch steigen, ist in einer global verflochtenen Weltwirtschaft mehr als naiv.

Wer hier wohl naiv ist…

Es ist durchaus richtig, das steigende Löhne in Deutschland nicht automatisch zu höheren Importen aus Griechenland führen.

Aaaaaber: Der Herr Experte Klodt ignoriert schlicht die Auswirkungen auf den Euro-Wert.

Der künstlich „stark“ gehaltene Euro macht es den Griechen nahezu unmöglich, zu kostendeckenden Preisen zu exportieren. Egal wohin auf dieser Welt.

Und der Nicht-Euroraum-Tourismus (externe Geldquelle!) kommt mit zunehmender Euro-Stärke völlig zum Erliegen.

Wenn die Vereinigten Staaten ihr Defizit in den Griff bekommen und der chinesische Nachfragesog nach deutschen Investitionsgütern nachlässt, wird die deutsche Wirtschaft automatisch geringere Exportüberschüsse erzielen.

Und dann? Was passiert wohl mit dem Heiligen Wachstum, wenn die Exporte in absehbarer Zeit wieder auf 2009er Niveau abstürzen?

Mal sehen, was der Experte sagt:

Wenn die Exportüberschüsse zurückgehen, wird die wirtschaftliche Dynamik nicht mehr im gleichen Maße wie früher vom industriellen Sektor ausgehen können.

Zumindest diese Erkenntnis hat sich schon zum IfW ausgebreitet. Grund zur Hoffnung?

Natürlich nicht:

Stattdessen wird der an der Binnennachfrage orientierte Dienstleistungssektor in den Vordergrund rücken – insbesondere die modernen, von den Informations- und Kommunikationstechnologien geprägten unternehmensnahen Dienstleistungen.

Hmmm… das ergibt schon wieder keinen Sinn.

Wenn die Exporte (wieder) einbrechen, ist in Wirtschaft und Politik erstmal „Sparen!“ angesagt.

Wer sollte da noch irgendwelche Dienstleistungen in Anspruch nehmen? Man denke nur mal an das Schicksal der unternehmensnahen Dienstleistung Leiharbeit zu Beginn der Krise.

Selbige wurden schneller storniert, als die Sklaventreiber die Kündigungen verschicken konnten!

Manchen „Experten“ ist in ihren Wahnvorstellungen und ihrem Aberglauben wirklich nicht mehr zu helfen…

Wie dagegen die von Flassbeck und Spiecker empfohlene Strategie, auf breiter Front die Löhne zu erhöhen, diesen Strukturwandel befördern soll, ist schwer nachvollziehbar.

Klar…die Realität ist für einen IfW-Experten natürlich völlig unverständlich. Erst Recht, wenn sie nicht zu seinen „Theorien“ passt.

Erklärbär für IfW-Experten:

Jeder Strukturwandel (z.B. die Industrialisierung vor 150 Jahren) wird ausgelöst durch Nachfrage.

Erst als die Nachfrage die Produktion der Manufakturen überstieg, wurde in industrielle Dampfmaschinen und Elektrizität investiert.

Auch der Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft (ich habe allerdings erhebliche Zweifel daran) kann nur durch Nachfrage nach Dienstleistungen in Gang gesetzt werden, nicht durch krisenbedingten Rückgang der Industrieproduktion.

Nur… wer sollte derartige Dienstleistungen in Anspruch nehmen, wenn die Konten und Taschen der unteren 90% der Bevölkerung bereits durch die Industriebesitzer geleert wurden?

Was der „Leiter des Zentrums für Wirtschaftspolitik“ beim IfW bis heute nicht kapiert hat:

Die Nachfrage schafft das Angebot, nicht umgekehrt. Das ist noch nie anders gewesen.

Wozu sollte ich etwas anbieten, was niemand haben will, Herr „Experte“ Klodt?

Welche Dienstleistungen wird der Industriesektor Maschinenbau der Bevölkerung wohl anbieten, wenn es tatsächlich zu einem „Strukturwandel“ von der Industrie hin zu Dienstleistungen käme?

Die letzte Epoche derartiger „unternehmensnaher Dienstleistungen“ bestand übrigens aus Tagelöhnern im goldenen Mittelalter. 😉

Eine Erklärung, wie man Wachstum nicht durch höhere Löhne, sondern nur durch höhere Bildung erreichen will, habe ich übrigens nicht gefunden.

Stattdessen nur Lobgesang auf angeblich „geringqualifizierte“ Tage- und Hungerlöhner.

Ja was denn nun, Herr „Experte“?

Sie vertrauen offensichtlich weiterhin darauf, mit Hilfe der Hartz-Gesetze des Kapitalistenregimes aus gut- und hochqualifiziertem „Humankapital“ von Sozialleistungen abhängige Niedriglöhner machen zu können.

Wie sagte doch gleich der INSM-Erfinder Kannegießer in derselben ZEIT?

„Sozial ist, was Arbeit schafft“

( © NSDAP 1932)

Rechte und Pflichten

8. August 2010

Recht

Aus den USA kommt die Propagandameldung „Milliardäre wollen Vermögen spenden!„.

Kaum jemand erfährt etwas über die Hintergründe und Bedingungen. Zum Bleistift nichts darüber, dass diese „Spenden“ erst nach dem Tod der Milliardäre (es zählt nur der natürliche Tod) fließen sollen oder über den Verdacht, mit dieser „Spendenbereitschaft“ eine Erhöhung der Vermögenssteuer zur Finanzierung einer gesetzlichen Krankenversicherung für Arme zu verhindern.

Nirgends ist „Geiz ist geil“ stärker verbreitet als unter den Reichen und Superreichen.

Nun hat diese Spenden-Ankündigung das heimatliche asoziale Pack aufgeschreckt. Nachdem sie es nun in 20 Jahren mühevoller Arbeit im Schweiße ihres Angesichts geschafft haben, sich von den Lasten „Steuern“ und „soziale Verantwortung“ zu befreien (Eigenverantwortung ist schließlich moderner), taucht nun ein Gespenst am Horizont auf.

Nein…DAS Gespenst geht noch nicht um in Europa…

Es ist vielmehr die panische Angst davor, nun auch etwas von seinem Vermögen spenden zu sollen.

Spenden sind freiwillig. Mit ausreichendem Druck aus Öffentlichkeit und Medien kann man diese Freiwilligkeit aber „unterstützen“.

Vorbeugend schickt man daher seine Medienhuren auf den Strich, um derartige Wünsche gleich abzuwürgen.

Für den Stürmer die BILD erledigt das der erzkatholische Werteprediger und Hetzer Peter Hahne.

Wie üblich schreckt er nicht davor zurück, allerlei Lügen und Legenden zu benutzen, um seinen Auftrag zu erfüllen.

Gedanken am Sonntag

Sollen unsere Reichen auch die Hälfte spenden, wie Gates & Co.?

Super-Reiche werden Wohltäter für Mega-Arme, denn in den USA existiert kein funktionierendes Sozialsystem, sodass in den mondänen Großstädten oft wenige Meilen von den abgeschotteten Villen des Geld-Adels entfernt die Bruchbuden derer stehen, die weder Kranken- noch Rentenversicherung haben.

Ob die Super-Reichen wirklich zu „Wohltätern für Mega-Arme“ werden, ist keineswegs sicher. Zumal die Super-Reichen keine Sozialämter betreiben, um mit den Mega-Armen überhaupt in Kontakt zu kommen. Im Gegesatz zum bösen Staat…

Und dass die Armen in den USA keine Krankenversicherung haben, geht hauptsächlich auf millionenschwere „Spenden“ der Reichen an einzelne Republikaner und Demokraten zurück, welche der nachträglichen „Meinungskorrektur“ dienten.

Das einkommensstärkste Zehntel unserer Bevölkerung bringt mehr als die Hälfte des Staatshaushaltes auf.

Sind wir hier bei „Westerwelles Märchenstunde“?

Früher hat der geBILDete Guido W. bei jeder Gelegenheit behauptet, die oberen 10% würden für die Hälfte aller Steuern aufkommen. Später wurde er widerlegt: Sie kommen nichteinmal für die Hälfte der Einkommenssteuern auf.

Bei Peter Hahne wird aus „50% Steuereinnahmen“ dann mal schnell „50% Staatshaushalt„. Inklusive der jährlichen Neuverschuldung.

Und dabei zahlen die Vermögenden keinen einzigen Cent in irgendwelche Sozialversicherungen ein…

Und in den USA zu spenden bedeutet, dass man vom Staat gleich ein Drittel als Steuerersparnis zurückbekommt.

Na wie gut, das „unsere“ Reichen nie auf die Idee kämen, Spendenquittungen fürs Finanzamt zu sammeln.. 😉

Nein, die deutschen Reichen können von den US-Milliardären nichts lernen.

Es gibt bei uns 17 000 Stiftungen, die für Soziales, Kultur und Wissenschaft Hervorragendes leisten, ohne viel Gedöns darum zu veranstalten.

Zu diesen Stiftungen gehören auch soziale Wohltaten wie die Bertelsmann-Stiftung oder die Schwarz-Stiftung des Lidl-Konzernchefs. Das diese Konzernstiftungen ausschließlich dazu dienen, den eigenen Konzernbossen die Steuererklärung zu versüßen…wen interressierts?

Die Stars und Sport-Asse, die sich aus Deutschland in Richtung Steuerparadies verabschiedet haben, sollten verpflichtet werden: zum Zahlen, zum Spenden.

Autsch! Peter Hahne, welcher eben noch die „schwere Bürde der Hälfte des Staatshaushaltes“ der reichen 10% beklagt hat, will steuerflüchtige „Leistungsträger“ wirklich „zum Spenden verpflichten“??

Er wäre der Erste, welcher mit inbrunst die Freiwilligkeit von Spenden gegen den „gierigen Staat“ verteidigt.

Und warum sollte man auch spenden, wenn man doch eh schon die Hälfte des Staatshaushaltes finanziert?

Getreu dem Motto:

Lieber 5 Euro spenden und sich als Held feiern lassen als 10 Euro Steuern zu zahlen!

Auch der Irre Ulf Poschardt von der WELT kann es nicht lassen, ein Zerrbild der Wirklichkeit zu verbreiten:

Neiddebatte:

Das deutsche Zerrbild vom feisten Reichen

Wichtige Voraussetzung für derlei Engagement aber wären niedrigere Steuersätze und damit größere finanzielle Spielräume für die Wohlhabenden.

Die Steuerreformen der letzen 10 Jahre inkl. der Abschaffung von Vermögenssteuern und mehrfacher Absenkung des Spitzensteuersatzes, der Abschaffung der Heuschreckensteuer und die Absenkung der Zinssteuer auf 25% sowie die defacto-Abschaffung der Erbschaftssteuer haben allerdings eher die Armut als die Spendenbereitschaft erhöht.

Die deutsche Umverteilungsmaschinerie betoniert eine Misstrauenskultur gegen Bestverdiener.

Ahja…eine Misstrauenskultur gegen Bestverdiener.

Die sog. „Umverteilungsmaschine“ war in den letzten 10 Jahren mit Unterstützung der Reichen-Medien vielmehr damit beschäftigt, eine umfassende Missbrauchskultur gegen die Bedürftigen zu schaffen.

Poschardt selbst verbringt den größten Teil seiner „Wertschöpfung“ damit, stets Zerrbilder über „den entmündigenden Sozialstaat“ und die „ausgebeuteten Reichen“ herzustellen.

Zur Spendenbereitschaft der Reichen und Superreichen siehe auch:

Parteispenden über 50.000 Euro 2009 (Bundestag)

Pflichten

Der „Wirtschaftsweise“ Wolfgang Franz:

„Jeder Hilfebedürftige kann den ungekürzten Regelsatz bekommen, aber er muss dafür arbeiten. Vorzugsweise auf dem ersten Arbeitsmarkt.“

Wolfgang Franz fordert öffentlich, gleich mehrere Grundrechte für Millionen Bundesbürger abzuschaffen.

Nur weil sie keinen Job haben.

Nicht er, sondern die Linke steht am Pranger und unter Beobachtung des Verfassungsschutzes!

Staats- und Verfassungsfeinde des Kapitals werden hingegen als „Vordenker“ gefeiert und zu Regierungsberatern ernannt.

Dazu gehört dann auch, dass man seine HartzIV-„Sozialleistung“ bei den Kapitalisten „auf dem ersten Arbeitsmarkt“ abarbeiten soll.

Früher hätte man neben Leuten wie Wolfgang Franz sog. „Bekennerschreiben“ gefunden…

Wie sangen einst „Die Toten Hosen“? Früher war alles besser… 😉

Sobald aber ein Arbeitsloser auf diversen Internetportalen über seine bürgerlichen Rechte informiert wird, brüllen Clement, Westerwelle & Co gleich „Anleitung zum Sozialbetrug!

Des Armen Pflicht…des Reichen Recht.

Gesetze fesseln nicht, sie befreien. Den Armen von der Willkür des Reichen.

Auch Spenden und deren Verwendung unterliegen dieser Willkür.

Daher die aktuell propagierte Meinung:

Spenden ja…aber nur als Steuerersatz. Und freiwillig natürlich…