Archiv für Oktober 2010

Tatort Internet

30. Oktober 2010

Für den 11. Oktober kündigte der seriöse und investigative Familien- und Jugendsender RTL 2 die Doku-Soap „Tatort Internet“ an.

Zum großen Erstaunen der westlichen Wertegemeinschaft wurde der erste Teil allerdings nicht am 11. Oktober, sondern schon am 7. Oktober ausgestrahlt.

Angekündigt wurde:

„Tatort Internet – Webverbrecher im Visier“

Betrugsfälle im Internet und die illegalen Methoden der Blender im Netz“

Bekanntlich wurde daraus nichts. Stattdessen stand die Blondine des nächsten BILD-Bundeskanzlers im RTL2-Studio und bediente den üblichen RTL2-Zuschauer mit „Kinderschänder“-Voyeurismus nach Drehbuch.

Weniger Aufmerksamkeit von BILD & Co erhielt hingegen folgende Meldung:

ehemaliges Nachrichtenmagazin:

Fahnder aus Deutschland haben in einer international koordinierten Polizeiaktion eine Bande von Online-Banking-Betrügern ausgehoben.

Den Angaben zufolge sollen die Cracker rund 1,65 Millionen Euro abgefischt haben, ein Schaden von weiteren 1,2 Millionen Euro sei durch den erfolgreichen Zugriff jedoch verhindert worden.

Die Staatsanwaltschaft sprach von „einem der umfangreichsten Ermittlungsverfahren gegen Verbreiter von Schad-Software und Online-Betrüger, das es bislang in Deutschland gegeben hat“.

Laut Vorankündigungen des Bertelsmann-Senders RTL2 sollte sich „Tatort Internet“ mit genau derartigen Fällen befassen und darüber aufklären…

Theo und BILD

Springers Kampfpresse nutzt den CSU-Parteitag, um wieder Stimmung für einen Kanzlerwechsel zu machen.

Die richtlinienkompetenzfreie Merkel soll auf Wunsch der Friede Springer durch den blauadligen Steuervermeider Guttenberg ersetzt werden.

Entsprechend fällt auch der „Bericht“ über den CSU-Parteitag aus:

Doch der Adelsmann aus Oberfranken brauchte nicht einmal 18 Minuten und eine fulminante Rede zur Sache – schon lag ihm der Parteitag zu Füßen: Leidenschaftlicher Applaus, Standing Ovations!

und zu Merkels Begrüßungsrede:

Sie mühte sich 50 Minuten lang, aber sie schlug keine emotionalen Funken. Sie wärmte nicht mit einer Parteitagsrede die Herzen der Delegierten.

Doch Stimmung, nein Stimmung kam keine auf im Saal, kein Wir-Gefühl, keine Begeisterung. Nach gut 50 Minuten wurde sie mit höflichem Beifall, er währte 2 Minuten und 20 Sekunden – nett verabschiedet.

Übrigens…

Dem Theo wird angedichtet, er wollte nicht als Star der CSU auftreten und hätte kein Interesse am Kanzleramt.

Das wäre für einen professionellen Selbstdarsteller und leistungslosem Emporkömmling aus dem Dunstkreis Seehofers, Stoibers und der „Atlantik-Brücke“ doch sehr ungewöhnlich.

Der Verdacht liegt nahe, dass hier eine „Bescheidenheits“-Legende erschaffen wird, um Guttenberg als Seehofer-Nachfolger zum „im Volk beliebten Top-Kanzlerkandidaten“ aufblasen zu können.

Als standesdünkelnder Vertreter des Radikal-Neoliberalismus kann er sich der Gunst der Millionäre und Milliardäre aus Wirtschaft und Medien sicher sein.

Selbst der dumm-naive Plasberg hat schon eine eigene „Guttenberg“-Sondersendung zustande gebracht.

Koch und der Baukonzern

Nun ist es offiziell: Einer der Hauptakteure der hessischen Landespolitk stellt seine bisherige CDU-Marionette Roland Koch als „Vorstandsvorsitzenden“ ein.

Kein Mensch weiß, was den Handlanger des Frankfurter Bankenviertels, der Fraport und der Flughafen-Baukonzerne sowie der hessischen „Steuervermeider“ zu diesem Job befähigt.

Der FDP-Focus hat auch keine Erklärung und lässt einen „Personalberater“ zu Wort kommen:

Tiemo Kracht, Geschäftsführer der Kienbaum-Personalberatung:

„Je höher man aufsteigt, desto weniger ausschlaggebend ist das pure Fachwissen“

Und dabei wurde uns jahrelang eingeredet, man hätte als „Un- oder Geringqualifizierter“ am Arbeitsmarkt keine Chance und erst recht keine Ausssicht auf einen gutbezahlten Job…

Merke:

Qualifizierung und Ausbildung dienen der Arbeit. Zum Geld verdienen reicht ein gut gefülltes Adressbuch in einem Land, in dem Korruption als Standortvorteil gilt.

Bund der Steuervermeider

Die Wirtschaftslobbyisten des selbsternannten „Bundes der Steuerzahler“ haben mal wieder ihr jährliches „Schwarzbuch“ herausgebracht.

In der WELT erklärt Chef-Lobbyist Dräke:

„Steuergeldverschwendung ist kein Kavaliersdelikt – deshalb muss sie hart bestraft werden“

Ok…alles klar.

Dieser obskure Verein möchte eine zusätzliche Behörde (hihi) schaffen, welche dann als „Steuerverschwender-Ankläger“ auftritt.

Nette Idee… hat nur einen winzig kleinen Schönheitsfehler: staatliches Koma wäre die Folge.

Vom kleinen Angestellten eines neumodischen „Bürgerbüros“ bis hoch zum Bundesminister würde niemand mehr eine Entscheidung treffen, welche über einen (noch zu definierenden) „Freibetrag“ hinausgeht.

Aus Angst vor „harter Bestrafung“ würde niemand mehr den Mut haben, eine angeblich zweifelsfreie Entscheidung mit Steuergeldverwendung zu treffen.

Es gibt sicher auch eine Vielzahl von Fehlentscheidungen, aber im Blick der Öffentlichkeit stehen immer wieder irgendwelche freistehenden Autobahnbrücken ohne Autobahn oder ähnliche Elemente künstlerischer Landschaftsgestaltung.

Problembeispiel: Im Jahr 2010 wird mit dem Bau eines neuen Bahnhofes (tiefergelegt, Sportauspuff, Breitreifen) in Stuttgart begonnen.

Bahn, Finanz- und Bauwirtschaft, Politik und Medien führen wochenlang einen Regentanz auf, sodass alsbald viele Milliarden Euro Steuergeld und Staatsverschuldung vom Himmel regnen mögen.

Im Jahr 2025 (Nur 5 Jahre mehr als geplant! Juhu!) wird der unterirdische Bahnhof eröffnet.

Im Jahr 2026 tritt dann ein EU-Gesetz in Kraft, welches auf Wunsch der Autokonzerne den Betrieb von Eisenbahnen verbietet.

Und nun? Heißt es dann auch „Steuergeldverschwendung! Skandal!“ ???

Im WELT-Artikel steht gleich zu Beginn, dass man in Bergen auf Rügen versucht hat, mit Hilfe von Regenwürmern einen ständig nassen Fußballplatz so aufzulockern, dass das Wasser versickern kann.

Eigentlich eine gute Idee…dass Regenwürmer sowas tun, lernt man spätestens in der 2. Klasse.

Was keiner ahnen konnte: die dummen Würmer haben in Biologie nicht aufgepasst und gruben nicht tief genug.

Was den „Bund der Steuerzahler“ natürlich nicht daran hindert, eine „Verschwendung“ in Höhe von 7036 Euro anzuprangern.

Hätte man es „richtig“ gemacht (Entwässerung, Neubau usw), hätte dieser Sportplatz glatt das Hundertfache gekostet.

Genützt hätte es nichts: Der BdSt hätte sich darüber beklagt, dass man „soviel Geld für einen Dorfsportplatz verschwendet“ hätte.

das Letzte

Ebenfalls in der WELT darf ein gewisser Hans E. Müller (80) das heutige (noch existierende) Gesundheitssystem zum puren Kommunismus erklären:

Das Gesundheitssystem, Kommunismus in Reinform

Die Gesetzliche Krankenversicherung ist organisierte, kollektive Verantwortungslosigkeit.

Hans E. Müller gehört zu jenen Leuten, welche 1945 voller Begeisterung als Hitlerjungen am Volkssturm teilgenommen haben, um „den Weltuntergang durch Bolschewisten und Kommunisten zu verhindern„.

Heute, 65 Jahre später, ist dieser alterssenile Hetzer in der Lage, via Springer-Medien alles zum „Kommunismus“ zu erklären, was eigentlich bisher unter „sozial“ bekannt war.

Bedürfnisse sind im Gegensatz zu Kapital, Vermögenswerten und Arbeitsleistung nicht mess- und zählbar.

Arbeitsleistung ist mess- und zählbar? Und die Bezahlung erfolgt anhand von Mess-Ergebnissen?

Es konnte allerdings nur in einem Sozialstaat mit gesetzlich verordneter Solidarität funktionieren, der starken Schultern mehr aufbürdet und schwache entlastet.

Bööööse…gaaaaanz böööööse!

Die zuvor lebensnotwendigen sozialen Kleinraum- und Familienstrukturen wurden durch den Sozialstaat überflüssig und deshalb brüchig oder sie sind völlig zerbrochen und haben neue Verlierer geschaffen.

Jaaaa…früher war alles besser! Da hatten Familien noch 10 Kinder, welche schon mit 8 Jahren auf Feldern und in Fabrikhallen der Reichen „für die Familie“ arbeiten durften.

Und der böse Sozialstaat hat diese „Familiensolidarität“ in kommunistischer Manier zerstört. Wie schrecklich!

Weil sich aber unser zerebrales Belohnungssystem durch die mit der Lohnsteuer gesetzlich eingezogenen Sozialabgaben…

Jemand sollte dem 80jährigen Greis langsam mal erklären, dass die Sozialsysteme durch Beiträge und nicht durch Steuern finanziert werden.

Ihr gehörten nicht nur die zehn Prozent der Ärmsten, sondern 90 Prozent der Gesamtbevölkerung an und sie garantierte den Versicherten kostenlose Behandlung jeder auftretenden Krankheit, Lohnersatz, Zusatzurlaub und schließlich sogar ein Rundum-Wohlfühlpaket mit Kururlaub, zu dem selbst ärztlich verordnete Auslandsreisen, Golf- und Reitsport gehörten.

Auslandsreisen, Golfen und Reiten auf Kassenrezept?

Ich mag nur ungern kritisieren…aber derartiges haben bisher nichtmal Privatversicherer wie Westerwelle oder Rösler behauptet.

Für die Patienten war damit der kommunistische Idealzustand einer für den Einzelnen kostenlosen Bedürfnisbefriedigung erreicht:

Jeder wird so behandelt, wie es seine Krankheit erfordert.

Boah! Das ist also Kommunismus!

Letztlich hat der Einzelne zu entscheiden, ob er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, krank sein und krankfeiern will oder ob er keinen Arzt sehen, allein gesund werden und arbeiten will.

Genau! Und wenn man dann morgens als kalte Leiche aufwacht, weil die „Magenverstimmung“ dann doch ein geplatztes Magengeschwür war, hat man sich eben eigenverantwortlich falsch entschieden. Ganz einfach!

Denn in der solidarisch organisierten GKV wurde den Gesunden nicht nur die Arbeit der Kranken aufgebürdet, sondern auch das seit ewigen Zeiten geltende Gesetz, dass Krankheit zu Armut und Not führt, außer Kraft gesetzt

Das darf natürlich nicht sein, dass Krankheit NICHT automatisch zu Armut und Not führt!

Die einzig effektive Möglichkeit, beim Einzelnen das persönliche Interesse an einem sparsamen Umgang mit den medizinischen Ressourcen zu wecken, ist der finanzielle Anreiz, wie er sich in der Schweiz als Selbstvorbehalt oder in der Kfz-Versicherung als Schadensfreiheitsrabatt glänzend bewährt hat.

Nette Idee…hat nur einen winzig kleinen Haken:

Beim Auto kann ich mir aussuchen, ob ich zuzahle oder auf die Versicherung verzichte und mit kaltverformtem Blech an der Karosse herumfahre.

Wenn mich allerdings ein Zipperlein plagt, dessen Ursache und Folgen ich mangels 20jährigem Medizinstudium aller Fachrichtungen nicht einschätzen kann…was dann?

In den allermeisten Fällen ist hier keineswegs ein Arzt notwendig, sondern nur eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zum legalen Krankfeiern.

Ahja… DAS ist also sein Problem. Die Möglichkeit einer ärztlichen Bescheinigung, arbeitsunfähig zu sein.

Er hätte wohl kein Problem damit, wenn „krankfeiern“ nur durch Bescheinigung des Notarztes nach erfolgreicher Wiederbelebung am Arbeitsplatz legal wäre.

Und dann natürlich unbezahlt…ist ja klar.

Ebenfalls der pure Kommunismus (und daher ganz besonders übel):

Eliminierung des Geldes aus der Arzt-Patienten-Beziehung

ärztliche Behandlung völlig unabhängig von der wirtschaftlich-finanziellen Situation des Patienten

Information:

Der nette Herr Hans E. Müller ist ehemaliger Medizinaldirektor und Leiter des Medizinaluntersuchungsamts Braunschweig.

Er war als höhergestellter Beamter natürlich zu 80% vom Staat versichert. Für die Differenz bekam er einen Zuschuss, um sich eine private Krankenversicherung ohne Gehaltseinbußen leisten zu können.

Als Pensionär ändert sich daran nichts.

zu wenig Arbeitslose

23. Oktober 2010

(sorry…ist mal wieder lang geworden 😀 )

Wenn man an seine eigenen Lügen glaubt, verhaspelt man sich gern mal.

Täglich werden wir mit immer neuen Jubelmeldungen über eine angeblich „geringste Arbeitslosenzahl seit 20 Jahren“ genervt.

Zum Glück hat bis heute kaum jemand den Unterschied zwischen „Zahl“ (offiziell) und „Anzahl“ (real) bemerkt.

Grundlagenkrise?

Das Prinzip des Kapitalismus basiert auf Ausbeutung durch PE an PM.

PE an PM? Das war die Kapitalismus-Abkürzung im Lehrbuch der sozialistischen Staatsbürgerkunde.

Privateigentum an Produktionsmitteln

Die Konzentration der verfügbaren und vorhandenen Produktionsmittel (auch Kapital genannt) als Eigentum einiger Weniger führt zwangsläufig zu einem Mangel an verfügbaren Kapital bei der Mehrheit.

Dieser Mehrheit bleibt also nichts anderes übrig, als „am Markt“ das feilzubieten, was es besitzt: die eigene Arbeitskraft.

Nun wurde im Laufe der letzten paar tausend Jahre immer mehr menschliche Arbeitskraft durch technische Arbeitskraft ersetzt.

Es begann mit dem Faustkeil der Neandertaler und geht bis heute weiter hin zu vollautomatischen Produktionsanlagen.

Damit reduzieren sich zwangsläufig die Möglichkeiten der Menschen, für ihre Arbeitskraft noch Käufer zu finden.

Zumal eine kapitalistische Ordnung nur mit einer kapitalistischen Gesetzgebung funktioniert. Und so kam es, das nur menschliche Arbeit ein „Kostenfaktor“ ist, während technische Arbeit in vollem Umfang lohn- und abgabenfrei dem Kapitalbesitzer gehört. Und damit selbstverständlich auch der volle Profit aus dem Verkauf dieser Wertschöpfung.

Nun liegt es in der Natur der Sache, dass Menschen flexibler und leichter zu beschaffen sind als Maschinen, deren „Qualifikation“ nur einen sehr eng begrenzten Rahmen von Tätigkeiten abdecken kann.

Eine Bohrmaschine kann nunmal nur Werkzeuge um die eigene Achse drehen, aber nichts verbiegen, anheben oder in ein Regal einräumen.

Die unbedingte und alternativlose Not der Menschen zum Verkauf ihrer Arbeitskraft zwingt sie dazu, mit Maschinen zu konkurrieren. Angesichts der Wettbewerbsbedingungen mit Lohn- und Abgabenfreiheit der chipgesteuerten Konkurrenz sehen die Kapitalbesitzer, ihre Politik und ihre Medien nur eine Lösung: Der „Arbeitnehmer“ muss ebenfalls lohn- und abgabenfrei werden.

Da sind dann die „Arbeitskosten zu hoch„, die „Löhne nicht wettbewerbsfähig“ oder auch die „Lohnzusatzkosten schädlich .

Die aus der ungerechten Verteilung des Kapitals und der damit erzeugten Wertschöpfung resultierende Arbeitslosigkeit ist dann automatisch ebenfalls ein passendes Argument, um noch mehr einkommenslose Leistung zugunsten der leistungslosen Kapitaleinkommen zu erpressen.

Damit diese Erpressung funktioniert und die Kapitalbesitzer ihrem schändlichen Treiben ungestört nachgehen können, wird der dumme arbeitende Pöbel mit sich stets wiederholenden Legenden ruhiggestellt.

Das Prinzip ist schon viele hundert Jahre alt: Man hat früher den Menschen eingeredet, ihr irdisches Leben müssten sie demütig und unterwürfig erdulden, damit ihnen eines Tages der Weg ins Paradies offensteht.

Heute glaubt kaum noch jemand ausserhelb der bekannten katholischen Kinderschändersekte an ein Paradies, so dass jenes inzwischen durch „Wachstum und Wohlstand“ ersetzt wurde. Obwohl „Wachstum und Wohlstand“ nur bei den Einkommen der Kapitalbesitzer stattfindet, wird man mit dieser Heilslehre des Kapitalismus immer noch auf Gläubige treffen.

Um diesen Aberglauben zu stärken, werden in die allgemeine Kapitalismuspropaganda zeitweise diverse Jubelmeldungen eingeflochten. Zum Beispiel über eine angeblich sinkende Arbeitslosigkeit.

Für viele Glaubensbrüder an den Stammtischen oder mit BILD unterm Arm werden diese Meldungen stets als „Zeichen für Wachstum und Wohlstand“ interpretiert. Eine klassische Massenhypnose.

Damit verbunden ist aber auch der ideologische Widerspruch des Kapitalismus:

Während man real daran arbeitet, die Arbeitslosigkeit zum Zwecke der Optimierung der Ausbeutungsbedingungen zu erhöhen, reduziert man mit dem Glauben an eine sinkende Arbeitslosigkeit gleichzeitig die Chancen des eigenen Erfolges.

Und nun?

Man muss das medial propagierte Absinken der Arbeitslosigkeit durch andere Druckmittel ersetzen.

Die aktuelle Dabatte wird daher auf das Thema „Zuwanderung“ umgeleitet. Man erzählt die Mär, in Deutschland würden bald die Lichter ausgehen, wenn man nicht jedes Jahr mindestens hunderttausende Gastarbeiter „mit erleichterten Zuwanderungsbedingungen“ ins Land holt. Natürlich nicht auf Dauer und auf gar keinen Fall mit einem gesetzlichen Mindestlohn! Das wäre ja der pure Kommunismus, nicht wahr?

Dummerweise ist im billigen osteuropäischen Ausland kaum jemand so blöd, um sich im Agenda2010-Deutschland eine lebenswerte Zukunft vorstellen zu können.

Um trotz dieser Tatsache die Kombination aus hoher Arbeitslosigkeit und hohen Profiten zu erhalten, hat sich das Kapitalistenpack mal wieder in die Tiefen des Frühkapitalismus begeben.

Nach der profitablen „Rente mit 67“-Erfindung (Leute über 58 verlieren nicht nur ihren Kündigungsschutz, sondern auch große Teile ihres Lohnen wegen „rückläufiger, altersbedingter Produktivität„) folgt nun die bei allen Kapitalisten beliebte

Erhöhung der Wochenarbeitszeit

Beim Springer-Konzern (wo sonst?) dürfen die ersten Wirtschaftsfaschos schonmal den Herd anheizen, auf dem die dummgläubige Bevölkerung weichgekocht werden soll.

BILD:

Bald kommt die 45-Stunden-Woche

Wir werden in den nächsten Jahren immer länger arbeiten müssen!

Da haben sich die bekannt-berüchtigten „Wirtschaftsexperten“ mal wieder mit einem „Vorschlag“ zu Wort gemeldet.

BILD ignoriert das natürlich und erklärt diese Kapitalistenforderung prompt zur alternativlosen Tatsache.

Die Wochenarbeitszeit in Deutschland wird mittelfristig bis auf 45 Stunden steigen.

Grund ist der zunehmende Fachkräftemangel.

Nur so ließen sich alle Aufträge abarbeiten.

Schon heute ist es so, dass man bei Auftragsspitzen seitens der Kapitalisten die tägliche Arbeitszeit verlängern kann. Das wird auch bis an die Grenze des Gesetzes ausgenutzt, bis dann schließlich billige Leihsklaven rekrutiert werden.

Prof. Klaus Zimmermann, zu BILD: „Mittelfristig geht es nicht ohne längere Arbeitszeiten. 37,5- oder 38-Stunden-Wochen sind in jedem Fall vorbei. Die effektive Arbeitszeit könnte bis auf 45 Stunden pro Woche steigen.”

Zimmermann ist Chef des DIW und ein überzeugter „Arbeit-macht-frei“-Experte mit klaren Tendenzen zur Wiederholung der ruhmreichen Arbeitsmarktpolitik des 3. Reiches.

Inklusive Lagerhaltung und (unbezahltem) Reichsarbeitsdienst…

Er spricht von „effektiver Arbeitszeit“, welche nach Meinung des DIW stets mindestens 1,5 Stunden niedriger ausfällt als die „reguläre Arbeitszeit“.

Wenn er also von „45 Stunden“ redet meint er eine reguläre Wochenarbeitszeit von mindestens 50 Stunden.

Das gehört aber immer noch zur „Neuen Sozialen Marktwirtschaft“, da man „früher“ ja schließlich 12 bis 16 Stunden für den Kapitalisten-Wohlstand an den dampfmaschinen-angetriebenen Fließbänder gefaulenzt hat.

2009 betrug die tariflich vereinbarte Arbeitszeit in Deutschland durchschnittlich 37,7 Stunden/Woche. Das ist eine Stunde weniger als im EU-Durchschnitt.

Und was ist mit der realen Arbeitszeit?

Schauen wir mal, was Herr Jahnke dazu zu sagen hat:

reale Wochenarbeitszeit 3. Quartal 2008

Wie kommt dieser Unterschied zustanden? Es gibt nicht nur eine Vielzahl von Tarif-Ausnahmen, sondern auch eine Vielzahl von Unternehmen, in denen es gar keine Tarifverträge und somit „tarifliche Arbeitszeiten“ gibt.

Das Gesetz erlaube sogar noch längere Arbeitszeiten, so der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Prof. Michael Hüther. Danach sind bis zu 48-Stunden Arbeit pro Woche möglich.

Eben. Aber das reicht den Ausbeutern nicht. Sie wollen die Ausnahme zum Normalfall machen:

Wirtschaftsverband UMW: „Die 45-Stunden-Woche sollte zum Normalfall werden. Wir brauchen längere Arbeitszeiten, damit wegen des Fachkräftemangels nicht noch mehr Aufträge verloren gehen.”

Auch Prof. Blum (intern) vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) darf sich zu Wort melden.

„Wir können den Wohlstand nur halten, wenn Unternehmen mehr Freiheiten bei der Gestaltung der Arbeitszeiten bekommen.

Na sicher doch. Der allgemeine „Wohlstand“ steigt zusammen mit den „Freiheiten der Unternehmer zur Arbeitszeitdiktatur“?

Dann müsste doch der Wohlstand zu Lebzeiten eines Karl Marx um ein Vielfaches höher gewesen sein als heute, oder?

Schließlich gab es damals noch keine Arbeitszeitgesetze, Tarifverträge oder die Idee einer 35-Stunden-Woche.

Der Wohlstand muss sogar so groß gewesen sein, das man damals die Kinder schon nach 10 statt wie vorher nach 12 Stunden Arbeit nach Hause schicken konnte.

Wow! In welch‘ düsteren Zeiten wir doch ohne 72-Stunden-Woche leben müssen! Skandal!

Während die einen von „Fachkräftemangel“ und „demografischem Problem“ faseln, hat sich der schlaue Herr Blum noch einen ganz anderen Grund ausgedacht: die Rente mit 67!

Ja…wirklich! Herr Blum rechtfertigt die Erhöhung der Wochenarbeitszeit mit der Erhöhung der Lebensarbeitszeit!

Allerdings nicht in BILD (das wäre zu auffällig), sondern in Springers WELT:

Eine Wochenarbeitszeit von 45 Stunden wird laut IWH-Forscher Blum bald zur Normalität. Und es könnte noch weiter nach oben gehen.

WELT nennt den Extremisten Blum einen „Spitzenökonom„. Dabei stellen seine Aussagen nur die Spitze der größten anzunehmenden Frechheit dar.

Blum führt den Anstieg der Arbeitszeit auch auf die Rente mit 67 zurück. Es sei unmöglich, schwere körperliche Tätigkeiten bis in dieses hohe Alter auszuüben.

Und nun raten wir mal, welcher „Spitzenökonom“ des IW Halle jahrelang für die 67er-Rente Propaganda gemacht hat…

Aber es kommt noch besser (und dümmer):

Deshalb müssten viele Arbeitnehmer im Alter zwischen 50 und 55 Jahren umgeschult werden. Ein Dachdecker könnte etwa eine Ausbildung zum Altenpfleger absolvieren.

Der Staat sei finanziell nicht in der Lage, die Beschäftigten während dieser Umschulungszeit zu unterstützen. „Deshalb muss ein Arbeitnehmer in den Jahren zuvor auf seinem Arbeitszeitkonto ein Puffer aufgebaut haben, von dem er in dieser Phase zehren kann“, sagt Blum.

Ok… er will also einen Dachdecker ab 55 zum Altenpfleger (vermutlich eine leichte körperliche Tätigkeit) umschulen und bis zur Rente mit 67 seine invaliden Kollegen im Pflegeheim betreuen lassen.

Genial!

Und damit das die Kapitalisten kein Geld kostet, soll man also zukünftig „alternativlos“ die reguläre 45-Stunden-Woche einführen.

„Deshalb muss ein Arbeitnehmer in den Jahren zuvor auf seinem Arbeitszeitkonto ein Puffer aufgebaut haben, von dem er in dieser Phase zehren kann“, sagt Blum.

(Anmerkung: Es muss „einen“ Puffer heißen. Aber dieser Fehler (ein statt einer, einen, eines) scheint in Deutschland inzwischen überall zur Norm zu werden)

Jaaaa…da isses ja wieder, das beliebte „Arbeitzeitkonto“!

Irgendwas kommt mir daran aber merkwürdig vor:

Innerbetrieblich gibt es diese Arbeitzeitkonten schon: Bei Auftragsspitzen wird unbezahlte Mehrarbeit angesammelt, um sie dann später in bezahlte Frei-Tage umzuwandeln. Sofern es die Firma zum Zeitpunkt der „Umwandlung“ noch gibt…

Aber wie soll das bei „Lebensarbeitzeit“ über mehrere Jahre oder Jahrzehnte gehen?

Was passiert beim Wechsel das Arbeitgebers, wenn beim neuen Chef gar keine 45-Stunden-Woche anfällt?

Oder was ist, wenn die Firma Pleite geht und die eingesparten Lohngelder zur Insolvenzmasse werden?

Auch dafür hat der clevere Herr Blum eine Lösung:

Der Lohn soll in eine Versicherung eingezahlt werden, welche dann nach „Freistellung mit 50 oder 55 Jahren“ für Lebensunterhalt UND Umschulung aufkommen soll. Nach Meinung des Herrn Blum solle die Armutsagentur in dieser Phase einen Großteil des Nettogehaltes übernehmen.

Das ist dermaßen absurd, dass es schon wieder weh tut.

Warum?

Was Herr Prof. Blum hier vorschlägt ist (fast) eine ganz normale…Arbeitslosenversicherung!

Selbige stellt bereits heute (für 12 Monate) Geld für Lebensunterhalt und Umschulungen/Weiterbildungen etc. zur Verfügung.

Herr Blum möchte also nichts anderes, als in einem ersten Schritt die paritätische Finanzierung und damit die Kapitalistenbeteiligung an der Sozialversicherung für Arbeitslose abschaffen.

Erst für die Ü50-Arbeitnehmer, dann für alle.

Damit schließt sich der Kreis:

Die Erhöhung der Wochenarbeitslosigkeit steigert die Profite mit Hilfe der Erpressbarkeit der Arbeitnehmer durch höhere Arbeitslosigkeit und zusätzlich wird auch noch das Risiko selbiger Arbeitslosigkeit komplett auf die Arbeitnehmer abgewälzt.

Der an den Kapitalbesitz gebundene Wohlstand steigt weiter ungebremst an, während vom erarbeiteten „Wohlstand“ nur noch eine blasse Erinnerung übrig bleibt.

Da fehlt dann bloß noch der Vorschlag, die tägliche Mehrarbeit zum „Lohn“ in Höhe einer Versicherungspauschale von 3 Euro/Stunde abzurechnen…

Fabelwesen

20. Oktober 2010

Sooo….nun ist die Technik wieder in Gang gebracht.

Ich hoffe doch, ihr habt euch nicht allzu sehr gelangweilt und auch mal die anderen Blogs besucht.

Ich habe eben noch einen schnellen „Rundblick“ gewagt und festgestellt, das zur Integrationshysterie, zur tiefergelegten Stuttgart-21-Propaganda und den anderen Vorkommnissen schon ausreichend geblogt wurde.

Dem hätte ich weder feynsinnig noch freidenkerisch oder mit Blick aus dem Entenhaus etwas hinzuzufügen.

Fabelwesen

Fabelwesen?

In der literarischen Kunst der Fabeln werden menschliche Verhaltensweisen in Persona diverser Tiere dargestellt, um eine Botschaft oder auch eine Kritik zu übermitteln.

Für die fabelhafte Ursula von den Laien gäbe es da verschiedene Möglichkeiten: hinterhältiger Fuchs, böser Wolf, intriganter Affe, dumme Ziege usw.

Aber realistisch betrachtet ist Ursel nur ein dummes und korruptes Huhn.

Heute hat die Ursula Grund zum Feiern: Das schwarz-gelbe Regierungspack hat ihrem HartzIV-Verfassungsbruch zugestimmt.

Nun rennen die Medien verzückt im Kreis und erzählen die Mär vom „großen Wurf“.

Nur in ein paar Nebensätzen (wenn überhaupt) kommen noch mehr bis heute verschwiegene Details zu Tage.

So hat man z.B. „nebenbei“ beschlossen, die für 2011 vorgesehene Regelsatzanpassung an die Inflation zum 1. Juli 2011 mit der exorbitanten „Erhöhung“ von 5,00 Euro zu verrechnen.

Begründung: Mit der Regelsatzänderung ändert man auch gleich den Anpassungszeitpunkt auf den 1. Januar.

Das ergibt allerdings wenig Sinn, da die Vorjahres-Inflation am Neujahrstag noch gar nicht bekannt ist und daher nur Sparpaket-freundlich geschätzt werden kann.

Ausserdem ist im Moment nicht erkennbar, woher die Bundesregierung das Wissen nimmt, diese 5 Euro wären ein Inflationsausgleich für 2010, wo sie doch angeblich die 5 Euro aus dem „Grundsicherungs-Bedarf“ errechnet haben will.

Irgendwie kommt mir das alles ziemlich suspekt vor…

Einen unglaublich schleimigen Lobgesang auf die Verfassungsbrecherin hat die „Parlamentskorrespondentin“ des Focus, Martina Fietz, verfasst.

Frau Fietz hat ihr „Handwerk“ vor 20 Jahren als CDU-Hofberichterstatterin bei Springers WELT gelernt und ist nun im Focus unterwegs, um das neoliberale Gesindel mit Heiligenscheinen und teilweise recht absurden Legitimationsfantasien zu versehen.

Geschickte Taktiererin am Werk

Nun macht sich die CDU-Politikerin daran, die Opposition einzubinden.

Ihre Strategie dabei ist klar: Sie beruft sich immer wieder auf das Bundesverfassungsgericht.  Unausgesprochen schwingt dabei die Frage mit, ob denn etwa die Opposition diese Verbesserungen verhindern wolle?

Solange die Medien den Menschen einreden, die Leyen-Refom wäre eine „Verbesserung“, sitzen die sog. „SPD“ und die Grünen sowieso mit im Boot der Lügnerin.

Die oppositionsheuchelnde „SPD“ wie auch die Grünen haben ja schon „Kompromissbereitschaft“ verkündet. Angeblich verlangt die „SPD“ als Gegenleistung die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes, welchen sie selbst bekanntlich mehrfach strikt abgelehnt hat.

Am Ende wird wohl bloß Frau Kraft aus NRW mit einem „Nein“ übrig bleiben….

Denn Karlsruhe hat keine höheren Regelsätze verlangt, sondern legt lediglich Wert darauf, dass die Bemessungsgrundlagen klar und nachvollziehbar sind.

Diesem Anspruch wird von der Leyens Gesetzentwurf nun gerecht.

Achja? Woher weiß Frau Fietz das, wenn doch „ihre“ Ursel sich strikt weigert, Bemessungsgrundlagen und Berechnungen zur Überprüfung offenzulegen?

Möglicherweise steht am Ende dieser Gespräche tatsächlich eine Vereinbarung über den Mindestlohn.

Schließlich hat die CDU-Politikerin schon deutlich gemacht, dass sie die einzelnen Stundenlöhne weniger als Problem ansieht, als die Wochenarbeitszeit.

Und damit kommt die nächste Nebelkerze angeflogen.

Man wird strikt behaupten, mit den Löhnen in Deutschland sei ja alles in Ordnung, nur das faule Pack weigert sich, lang genug zu arbeiten, um davon Leben zu können.

Dabei ignorieren wir geflissentlich die Tatsache, dass man ganz bewusst mit den Hartz-Reformen dafür gesorgt hat, dass 2 Teilzeitplätze billiger sind als ein Vollzeit-Arbeitsplatz.

Auch die Leyendarstellerin ist ja der Meinung, mit Armut könne man die Menschen „aktivieren“, ihren 400-Euro-Job in einen echten Arbeitsplatz umzuwandeln. Ich wüsste schon gern, wie diese „eigenverantwortliche Arbeitsplatzumwandlung“ in der Praxis aussehen soll, wenn der „Arbeitgeber“ keinerlei interesse daran hat…

Absehbar ist, dass von der Leyen sich kompromissbereit zeigen wird. Die von ihr favorisierte Chipkarte hat sie selbst erst einmal hintenan gestellt.

Ahja… inzwischen weiß jeder, das dies Chipkarte schon aus technischen Gründen niemals bis zum 1. Januar eingeführt werden kann. Aber Frau Fietz benutzt diese Tatsache, um der Laien-Uschi „Kompromissbereitschaft“ anzudichten.

Gehts nicht noch ein bisschen verlogener?

Doch…da geht noch mehr:

Die Tochter des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht zeigt bei ihrem aktuellen Vorgehen wieder einmal, dass sie das politische Geschäft beherrscht. Schon häufig hat sie Verhandlungsgeschick bewiesen.

Verfassungsfeindlichkeit, kriminelle Machenschaften und das Böse himself hat Ursula offensichtlich väterlicherseits geerbt.

Und wie sie das „politische Geschäft“ beherrscht, hat die Laiendarstellerin schon als gescheiterte Stoppschild-Familienministerin bewiesen. Sie ließ sich auch nicht davon abbringen, als selbst die BILD einräumen musste, das ihre Idee einfach nur Unsinn war.

Wobei sie dann auch noch „Verhandlungsgeschick“ bewiesen haben soll, ist ebenso ein Rätsel. Schließlich hat sie in Niedersachsen und bei Merkel nur mit gleichgesinnten Asozialen regiert. Was gäbe es da zu verhandeln?

Von der Leyen jedenfalls spricht nun von einem konservativen Kurs in die Moderne.

Nunja…wenn man das goldene Mittelalter mit seinen Tagelöhnern und Bettlern als „Moderne“ bezeichnet…

Fünf Euro – Kabinett beschließt Hartz-IV-Reform

So schreibt es ein anonym gebliebener Redakteur der WELT.

Dazu gehören Zuschüsse zu Schulmaterial und für Ausflüge sowie für Freizeitaktivitäten.

Aha… „Zuschüsse für Schulmaterial“. Man erinnere sich: Für Bildung war bisher garnichts im Regelsatz vorgesehen.

Und auch jetzt soll es nur einen „Zuschuss“ geben. Was ja nichts anderes heißt, als dass der größte Teil des Schulbedarfes auch weiterhin aus dem übrigen Budget für Lebensmittel oder Bekleidung abgezweigt werden muss.

Für Mittagessen in Schulen und Kitas gibt es einen Zuschuss von 2 Euro pro Mahlzeit.

Jaaaa…aber gleichzeitig hat man bei den Kindern 1 Euro wegen „eingesparter Ernährungsausgaben zu Hause“ wieder gekürzt. Nur so (und anderen derartigen Methoden) war es überhaupt möglich, den verfassungswidrigen Kinderregelsatz unverändert zu lassen.

Natürlich darf auch der Widerling Poschardt seinen Kommentar zu diesem Regierungsbeschluss abgeben:

Der Sozialstaat ist unbequem – Und das ist gut so

Die Korrekturen der Regelsätze setzen das richtige Zeichen: Der Sozialstaat ist nicht für jene da, die sich findig in ihm arrangieren.

Wie dumm muss man eigentlich sein, um einen Job bei Springers WELT zu bekommen?

Der Sozialstaat ist sowieso nur für jene da, die vorher ihre Bedürftigkleit bis aufs letzte Hemd nachgewiesen haben.

Und die Tatsache der Bedürftigkeit macht es schon zwingend notwendig, sich mit diesem Sozialstaat zu „arrangieren“. Was sollte man auch sonst tun, wenn nichtmal ein ordentlicher Arbeitsplatz mit 40-Stunden-Woche dazu ausreicht, unabhängig von Sozialleistungen zu leben?

Sozial ist, was Menschen aus der Abhängigkeit der Transfers treibt.

Poschardts Welt…

Aktivierung“ durch Armut ist bei ihm „sozial“.

Warum nicht „Sozial ist, was Menschen aus der Abhängigkeit der Transfers lockt????

Weil man dazu die Menschen für ihre Arbeit fair bezahlen müsste? Oder einen Mindestlohn einführen, welcher am nächsten Tag den Untergang des Abendlandes samt christlich-jüdischer Leidkultur zur Folge hat?

Man muss die „faulen Wohlstandsbürger auf HartzIV“ nur richtig antreiben, damit sie ihren Lebenswandel ändern und ihr Geld mit Arbeit verdienen! Genau so ist es!

Nunja…nicht ganz: Mehr als 1,4 Millionen Menschen widerlegen Poschardts Hirngespinste jeden Tag.

Sie lassen sich in Jobs treiben, in denen sie ohne Aussicht auf Besserung weiterhin in Abhängigkeit leben müssen. Und wer sich weigert, seine Arbeitskraft für einen Hungerlohn zu verkaufen, wird strikt und unnachgiebig vom Staat für seinen Ungehorsam gegenüber den Kapitalisten bestraft.

Lug und Trug mit Ansage

Am 14. Februar 2010 gab Frau von der Leyen der BILD ein Interview zum gerade gesprochenen Urteil des Bundesverfassungsgerichtes.

Dazu traf sich Uschi mit BILD und „HartzIV-Mädchen Sharon„.

Sharons Eltern hatten in Karlsruhe geklagt.

Die Laienministerin erklärte im Februar:

Maßstab sind die typischen Ausgaben der 20 Prozent der unteren Einkommen, die ihren Lebensunterhalt selber verdienen.

Ok…

Das würde bedeuten:

Die unteren 20% derjenigen, die ihren Lebensunterhalt (und zwar den ganzen) selber verdienen.

Tatsache ist hingegen heute: Die Referenzgruppe besteht fast ausschließlich aus den unteren 15% derjenigen, welche zusätzlich zu ihrem HartzIV-Bezug noch ein Einkommen haben aus Arbeit, Renten u.ä.

Aber nirgends war bisher „Wortbruch!“ oder „Lügen-Uschi!“ zu vernehmen.

Kopfgeld

20. Oktober 2010

Ich biete 5 Euro demjenigen, welcher mir den Erfinder meiner unzulänglich stabilen Steckdosenleiste mit lose eingelegten Kontakten und nach nur 6 Monaten wackligem On/Off-Schalter bringt.

Tot oder lebendig!

Aromatherapie

14. Oktober 2010

Jeder kennt das: Man greift in den Schrank, holt eine Packung Kaffee heraus, öffnet sie und dann…hmmmmm.

Einfach genial, was da in die Schnuppernase kriecht.

Selbst bei mir wirkt das, obwohl ich eher die Erfindung des Grafen Grey in heißem Wasser bade.

Nun haben wir also wiedermal Oktober und ein frisches Kaffeearoma weht durchs Land.

Die sog. „Wirtschaftsforscher“ haben ihren gammligen Kaffeesatz umgerührt und die Medien verteilen ihn mit viel heißer Luft.

Und wie das bei Drogenjunkies so ist: alle verfallen in einen hysterieartigen Freudentaumel. Allerdings halluzinieren sie keine rosa Elefanten oder fliegende Kaninchen, sondern…. ein Super-Mega-Wirtschaftswachstum!

Selbstverständlich ist Springers WELT ganz vorn dabei wenn es darum geht, den Leuten mit dieser heißen Luft voller Kaffeesatzausdünstungen die Sinne zu verwirren.

Super-Konjunktur für viele Jahre

Führende Wirtschaftsforscher sind zuversichtlich wie nie: Deutschland stehe vor vielen „guten Jahren“ – aus mehreren Gründen.

Namentlich genannt wird allerdings nur das Ifo-Institut des Prof. UnSinn. Er meldet sich für diese Lachnummer allerdings nicht selbst zu Wort, sondern ein gewisser Kai Carstensen.

Prof. UnSinns „Konjunkturchef“ hat seine brot- und sinnlose Kunst beim IfW Kiel gelernt. Dem „Wirtschaftsforschungsinstitut“ des Prof. Dennis Snower.

Und weil die Welt nunmal eine Kugel ist und alle Wege bekanntlich nach Rom führen: Snower gehört zum „Freundeskreis“ des Ifo-Institutes und des IZA des Arbeitslosen-Versteigerers Zimmermann.

Nicht das noch jemand den Unsinn glaubt, „unsere“ Wirtschaftslobbyisten würde unabhängig voneinander im Kaffeesatz rühren und die Regierung „beraten“.

Wir bekommen also nun „über viele Jahre“ ein Turbo-Mega-Hyper-Super-Wirtschaftswachstum.

soso… mal schauen:

Die Prognostiker erwarten, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 3,5 Prozent wachsen wird.

Ok…in diesem Jahr sollen es 3,5% werden. Suuuuuper!

Allerdingens… für die stärkste Wirtschaftsmacht Europas sind 3,5% einfach nur ein Trauerspiel.

Selbst so große Industrienationen wie Albanien oder Portugal verfallen in helle Panik, wenn das Wachstum dort auf 3,5% zurückgehen sollte. In Spanien hat man sogar (vor der Kreditklemme) einen „Nationalen Krisenrat“ einberufen, um aus der 3%-Rezession wieder herauszufinden.

Und in neoliberalen Kapitalismus-Wunderland? Da erklärt man lausige 3,5% doch glatt zur „Super-Konjunktur„.

Vor soviel Sachverstand kann man nur noch auf die Knie fallen…und heulen.

Für 2011 erwarten die Forscher zwar ein deutlich geringeres Wachstum von nur noch zwei Prozent; dieser Wert liegt aber immer noch weit über dem langfristigen deutschen Trendwachstum.

Hmmm…. *kopfkratz*

Diese „Experten“ bestimmen die deutsche Wirtschafts,- Arbeitsmarkt- und Reformpolitik seit inzwischen 10 Jahren.

Rückblickend stellen selbige „Fachleute fest“: 2% Wachstum liegen über dem langfristigen Trend der Vergangenheit.

Das kann doch nur bedeuten: Die bis heute von neoliberalen Wahnvorstellungen geprägte Wirtschaftspolitik hat mit einem Wachstum von weniger als 2% nichtmal die Euro-Inflation ausgleichen können.

Damit sind die Kaffeesatzumrührer und ihre Heißluft-Medien auf ganzer Linie gescheitert.

Was sie aber nicht davon abhält, trotzdem ungeniert weiterzumachen. Mit tatkräftiger Unterstützung des schwarz-gelben Lumpenpacks.

Wie sagte Albrecht Müller doch gleich? „Es sind Drogensüchtige. Wirkt die Droge nicht, erhöhen sie einfach die Dosis.

Die Zahl der Arbeitslosen soll 2011 im Jahresdurchschnitt auf 2,9 Millionen sinken

Ok…wir haben heute 6,7 Mio Arbeitslose und nochmal mind. 5 Mio unfreiwillig unterbeschäftigte Niedriglöhner.

Beachten wir nur die Arbeitslosen, müssten 2011 mal eben 3,8 Mio Arbeitsplätze vom Himmel fallen.

Was natürlich eine sehr realistische Annahme ist, zumal das Wachstum ja gleichzeitig um 1,5% zurückgehen soll.

Übrigens…seit wir von geballter Kompetenz wie Merkel, Westerwelle, Brüderle und Leyen regiert werden, sind wöchentlich (Durchschnittswert) 11.424 Arbeitsplätze abgeschafft worden. Hauptsächlich im nutzlosen und unbedeutenden „Binnenmarkt“. Während des Schröder-Regimes (vor den Hartz-Reformen) waren es durchschnittlich pro Woche ca. 5000.

Im Jahr 2011 werden laut „Experten“ also wöchentlich 84.500 Arbeitsplätze entstehen.

Noch Fragen?

Die Inflation soll im kommenden Jahr wieder leicht anziehen und im Jahresdurchschnitt bei 1,6 Prozent liegen.

Jaaa…so eine Inflation ist natürlich so richtig gut fürs Wirtschaftswachstum, nicht wahr?

Geringe Finanzierungskosten beflügeln Investitionen, Konsum und Hausbau – das dürfte die Binnennachfrage ankurbeln.

Aha…bisher war man immer der Meinung, das kreditfinanziertes Wachstum nur ein kleines Strohfeuer sei und man bekanntlich niemals mehr Geld ausgeben dürfe als man einnimmt.

Hat zumindest eine namentlich nicht bekannte schwäbische Hausfrau mal erzählt.

Die stärkere Nachfrage aus dem Inland käme just zur richtigen Zeit. Denn das Exportwachstum wird in den kommenden Monaten bereits stark nachlassen.

Da kommt sie aus dem Sack gehüpft, die Miezekatze.

Die ganze Kaffeesatz-Aromatherapie beruht also ausschließlich auf der Annahme, die Bürger würden hemmungslos auf Kredit shoppen, um damit den bevorstehenden Exportrückgang auszugleichen.

Dabei macht der Export ja nur 50% des BIP aus, nicht wahr? Also kein Problem, Leute!

„Beim privaten Konsum ist erstmals seit mehreren Jahren mit einem starken Anstieg zu rechnen“

ein paar Sätze weiter:

sollen die Ausgaben der privaten Haushalte 2011 um 1,4 Prozent steigen

Ok…das hat mich nun gänzlich überzeugt!

Die Inflation soll auf 1,6% steigen, die Konsumausgaben um 1,4% und daraus soll dann ein Wirtschaftswachstum entstehen, welches den größten Teil der heutigen Exportquote ersetzen soll.

*nochmal_kopfkratz* (Mir stehen schon wieder die Haare zu Berge)

Steigen die Preise um 1,6%, muss man für die gleiche Menge an Waren und Dienstleistungen 1,6% mehr Geld ausgeben.

Der Kaffeesatz duftet aber nur nach 1,4% mehr Ausgaben. Nach Adam Riese und Eva Zwerg macht das einen Umsatzrückgang im Binnenmarkt um mindestens 0,2% aus. Also eindeutig „ein starker Anstieg„.

Wachstum…wir kommen!

Ebenfalls in WELT:

Herbstgutachten

Arbeitnehmer können sich auf Lohnplus freuen

Achja?

Das verfügbare Einkommen, in das neben Löhnen auch Sozialleistungen oder Kapitalerträge einfließen, steige im nächsten Jahr um 2,8 Prozent,

Nur zur Erinnerung: Die Hälfte des Volkseinkommens besteht aus Kapitaleinkommen. Die andere Hälfte teilen sich Arbeitnehmer, Rentner, Arbeitslose, Beamte usw.

Vom Anstieg des „verfügbaren Einkommens“ profitieren die Kapitalbesitzer also zu mindestens 1,4%.

Von der verbleibenen Hälfte wird aber auch nur ein winziger Teil konsumrelevant:

Bei Arbeitslosen, Geringverdienern und Rentnern wird sich das Einkommen nicht konsumsteigernd erhöhen. Bei den Spitzenverdienern wird es wie auch bei den Kapitalgewinnlern nicht konsumsteigernd eingesetzt.

Also verbleiben nur eine Handvoll Leute mit sichtbaren Einkommenserhöhungen.

Aber auch deren Verwendung ist bereits geregelt: Herr Rösler hat ja bei Maischberger schon festgelegt, wozu das „mehr Netto“ verwendet werden soll: für die zusätzlichen monatlichen Prämienzahlungen für private Kranken,- Pflege- und Rentenversicherungen.

Was die „Wirtschaftsexperten“ und die Medien natürlich in keinster Weise davon abhält, Aufschung und „Konsum-Boom“ vorherzusagen.

Realitätsbewusstsein sieht anders aus. Ganz anders.

Deutschland, hör endlich auf zu jammern!

So fordert die WELT-„Journalistin“ Andrea Seibel.

Frau Seibel gehört zum harten Kern der neofaschistischen Hetzer des Springer-Konzerns.

Sie bringt ständig Kommentare im Stil von:

Regierung setzt dem ruinösen Sozialstaat ein Limit

Der Sozialstaat hat die Länder an den Rand des Bankrottes gebracht. Die Minimalerhöhung des Hartz-IV-Satzes zeigt den richtigen Weg.

Heute verlangt sie nun, dass wir endlich mal mit dem Jammern aufhören sollen.

Die Kanzlerin ist angesehen, die Handhabung der Finanzkrise ist im internationalen und besonders europäischen Vergleich gelungen, der Export stabil, die Binnennachfrage hervorragend, die Arbeitslosenzahlen unter der Drei-Millionen-Grenze.

Das Erschreckende ist: Die Seibel glaubt den Unfug den sie da schreibt!

mit Stuttgart 21 feiert die Fortschrittsfeindlichkeit fröhliche Urstände

Ahja… Was an Mafia-Strukturen zwischen CDU und FDP, Bahn und Baukonzernen „fortschrittlich“ sein soll, ist mir grad nicht erkennbar. Aber zum Glück bin ich nicht allein.

Man muss sich von Deutschland räumlich, d.h. physisch entfernen, um einen anderen Blick auf das Land zu bekommen.

Ein anderer Blick will heißen: einen positiven.

Ok!

Frau Seibel kann „das Jammern“ (haben in der WELT schonmal die Reichen „gejammert“???) also nicht verstehen. Schließlich sieht sie „mit Abstand zu Deutschland“ eine angesehene Kanzlerin, eine gelungene Finanzkrisen-Politik, stabile Exportquoten, eine „hervorragende“ Binnennachfrage und eine sensationell niedrige Arbeitslosenquote.

Ich gehe jede Wette ein… der Stoff, den sich Frau Seibel für derartige Artikel in die Nase zieht ist selbst den kolumbianischen Drogenbaronen zu heikel…

Wer in Stuttgart „feiernde Demonstranten“ sieht, der sieht auch rosa Elefanten auf fliegenden Kaninchen reiten. Da bin ich mir ganz sicher.

Focus am Montag

11. Oktober 2010

Soooo…. im Hintergrund läuft einer meiner Lieblingsoldies als Stimmungsdoping und ich habe mich dazu entschlossen, mich mutig auf die Merkwürdigkeiten zu stürzen, mit denen der Focus mit seinem neuen Chefredakteur Weimer an der medialen Volksverdummung teilnimmt.

Mit Wolfram Weimer hat der Focus einen echten Glückstreffer gelandet.

Weimer ist eine gelungene Mischung aus Joseph Goebbels, Dieter Hundt, NPD und FDP, der INSM, der BILD und des Stürmers u.a. bekannten Feinden der Arbeiterklasse.

Was Wikipedia über den neuen Chefredakteur des Focus zu berichten hat, lässt alle denkbaren und undenkbaren Alpträume auf einmal Wirklichkeit werden. Ganz nach dem Motto:

Wenn du denkst „schlimmer geht nicht mehr„, kommt von irgendwo ein Typ wie Weimer her!

Aus Wikipedia:

In der Ordnungspolitik vertritt er wirtschaftsliberale Positionen. So fordert er die Reduzierung der Staatsquote und umfassende Deregulierung.

Falls noch jemand daran gezweifelt hat, dass der Focus das verfassungs- und sozialstaatsfeindliche Kampfblatt der FDP und derer Parteispender aus Finanz- und Industriekapitalisten ist.

Die Warnungen vor dem Klimawandel hat er unter anderem als „Öko-Horrorshow“ und „Panikmache“ bezeichnet, die Ergebnisse des Weltklimarats zieht er in Zweifel.

Ein ignoranter, selbstgefälliger Ewiggestriger….

In der Integrationsdebatte kritisiert Weimer „naiven Multikulturalismus“ und spricht von einer „Multi-Kulti-Lüge“.

Deutschland den Deutschen oder wie?

Wenngleich er sich des Öfteren islamkritisch geäußert hat, bewertet er die sog. Rückkehr der Religion im Allgemeinen positiv und sieht darin die Chance für eine kulturelle Renaissance des Abendlands.

Der Hesse Weimer vertritt den gutbürgerlich demokratischen katholischen Fundamentalismus, wie es ihn im fortschrittlichen goldenen Mittelalter gab.

Aber schauen wir uns mal an, was er in seinen Themen der Woche (als Ersatz für Markworts „Tagebuch“) zu sagen hat:

Vielleicht hätte Christian Wulff den Text von Vargas Llosa lesen sollen, dann wäre in seiner Rede zum 3. Oktober die Gutmenschen-Verwechslung von Abendland und Morgenland nicht passiert.

Der Bundespräsident 3. Wahl hat lediglich gesagt, das der Islam mit den 1,5 Mio hier lebenden Muslimen nun auch in Deutschland vertreten ist und man das einfach als Tatsache akzeptieren soll.

Die christlichen und zionistischen Fundamentalisten spuckten gleich Gift und Galle. Auch Weimer kann es nicht lassen, wie ein rechter Nationalist von „Gutmenschen“ zu reden.

Unsere Verfassung, unser Jahreszyklus, unsere Kultur, unser kollektives Unterbewusstsein, unsere Werte (inklusive großer Toleranz) sind die einer christlichen Nation.

Seit wann? Der Angenagelte hat (angeblich) zu Lebzeiten die Zocker, Geldwechsler und Zinswucherer aus dem Tempel gejagt in einem klassischen Tobsuchtsanfall.

Und was machen jene, welche heute ständig von „christlichen Werten“ reden? Sie geben dem Kapitalisten- und Spekulantenpack einen gottgleichen Status.  Jesus würde im Grabe rotieren, wenn er sehen könnte, was heutige „Christen“ in seinem Namen für Verbrechen an der Menschheit begehen.

Übrigens…die Kultur unserer „christlichen Nation“ ist keineswegs christlich, sondern heidnisch.

Das sieht man gut an Weihnachten. Ein angeblich „christliches Fest“, welches seine Herkunft allerdings in der Wintersonnenwende der unchristlichen Kelten hat. Auch einen Weihnachtsbaum sucht man in der Bibel vergebens. Für die Christen ist der 25. Dezember also einfach nur ein religiöser Feiertag…allerdings ohne irgendwelche kulturellen Eigenschaften.

STUTTGART Da quälen uns Öko-Fundamentalisten seit Jahren mit ihrer Miesmacherei gegen Autos und Flugzeuge. Bahn sollten wir gefälligst fahren. Doch nun organisieren ausgerechnet die den Barrikadensturm gegen einen Bahnhof.

Wow! Ein Barrikadensturm! Davon weiß zwar ausser Weimer keiner was, aber es hört sich herrlich radikal und gefährlich an, nicht wahr?

Wären frühere Generationen so eingestellt gewesen, hätte Stuttgart gar keinen Bahnhof, von Daimler, Bosch, Porsche und Wohlstand ganz zu schweigen.

Nur nochmal zur Erinnerung: Die frühere Generation der Daimlers, Boschs und Porsches lebte in einer frühkapitalistischen Monarchie. Und keinem Stuttgarter der „früheren Generation“ wurde jahrelang das Märchen erzählt, er würde in einem „demokratischen Rechtsstaat“ leben.

Offensichtlich sehnt man sich in der Focus-Chefredaktion zurück zu den glorreichen Zeiten, welche 2 Weltkriege inkl. Hungersnöte usw hervorgebracht haben.

Aber nun zum redaktionellen Focus:

Stuttgart 21:

Außenminister Westerwelle ermahnt die Stuttgart-21-Gegner: Ohne Zukunftsprojekte wie dieses könne Deutschland weltweit nicht mithalten.

Ergibt das irgendeinen Sinn?

Die „Zuverlässigkeit des Rechtsstaates“ sei „ein genauso wichtiges Rechtsgut wie das Demonstrationsrecht“.

Jaaa… der neue Stuttgarter Bahnhof als Beweis für die Existenz für Rechtsstaat und Demokratie in Deutschland. Das aktuell letzte und sinnloseste „Argument“ der Stuttgart21-Politiker.

Das ausgerechnet Westerwelle…naja. 😀

Vorschlag: Um der Welt „Freiheit, Wohlstand, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ zu bringen, exportieren wir zukünfitg keine Bundeswehrsoldaten mehr, sondern „unterirdische Bahnhöfe“.

Sobald der Irak, Afghanistan, der Iran, China oder auch Israel einen echten deutschen unterirdischen Bahnhof haben, können wir ihnen Freiheit, Wohlstand, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bescheinigen und alle Kriege beenden. Tolle Idee, oder?

Dann lässt Focus auch noch einen CSU-nahen „Soziologen“ auftreten, dessen Theorie zum „Bürgerprotest“ einen leuchtenden Höhepunkt in der Stuttgart21-Propaganda darstellt:

Für mich sind das erste konkrete Vorboten einer alternden, womöglich unbeweglicheren Gesellschaft. Zu sehen auch an den Demonstranten am Stuttgarter Bahnhof.

Ahja…die Bürgerproteste gegen den Stuttgarter Hofschwindel haben also ihre Ursache in einer „alternden Gesellschaft“?

Und deshalb hat die Volkspolizei (achneee…die wurde ja abgeschafft) Staatspolizei Kinder und Jugendliche niedergeknüppelt?

Die Stuttgarter Demonstrationen als Anzeichen des „demografischen Problems einer überalternden Gesellschaft“…

Oh man… mit solchen „Soziologen“ konnte man sich früher nur in ihren Gummizellen unter Aufsicht unterhalten. Heute laufen sie frei herum.

FOCUS Online: Aber woher kommt deren Aggression?

Kein Scherz! Der Focus spricht tatsächlich von der „Aggression“ der Demonstranten, nicht der Regierung und ihrer Polizeitruppen. Sowas nennt man heute „Journalismus“

Konrad Freiberg, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP):

Die Demonstrationen rund um Stuttgart 21 und die Castor-Transporte zeigten, dass das Gewaltpotenzial in der Gesellschaft gestiegen sei.

Genau! Nun auch noch Castor und Bahnhof in einen Topf werfen! Weil man ja aus Äpfeln und Birnen einen leckeren Obstsalat zusammenrühren kann, nicht wahr?

„Polizei kein Politikersatz“

So lautet JETZT die Absatz-Überschrift im Focus. Heute Mittag gabs an dieser Stelle noch einen Freudschen:

Politik kein Polizeiersatz“ hieß es vorhin noch. 😀

Lesebefehl: Stuttgarter Polizei-Provokateure in Zivil

Natürlich darf sich im FDP-Focus auch der Populist und Dummschwätzer Christian Lindner als FDP-Generalsekret zu Wort melden.

Er hat zwar nichts zu sagen, soll aber mit seinem Geschwurbel der sog. „SPD“ einreden, dass der Volksheld und Deutschland-Retter Steinbrück für die FDP der bessere „SPD“-Kanzlerkandidat sei als Wendehals und Freischwimmer Gabriel.

Mit der SPD von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder, Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und dem ehemaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement wäre das (eine Koalition 2009) aber vielleicht möglich gewesen, so Lindner.

Was sagt das über Schröder, Steinbrück und Clement aus?

Der sog. „SPD“ sagt das garnichts, sie halten weiter treu zu Schröders Stiefellecker Steinmeier.

Jeder normale Mensch würde ohne zu zögern vom Dach springen, wenn jemand „Du bist FDP-kompatibel!“ zu ihm sagen würde. In der „SPD“ hingegen ist man vermutlich auch noch stolz darauf.

Hotte Seehofer: Kampfansage an Schmarotzer und Zuwanderer

„Wer ein Arbeitsplatzangebot oder eine notwendige Qualifizierung ablehnt, dem müssen die Sozialleistungen gekürzt oder – in Wiederholungsfällen – komplett gestrichen werden.“

„Da haben wir in Deutschland noch nicht die letzte Tapferkeit entwickelt“, sagte der CSU-Vorsitzende dem FOCUS.

Nur zur Erinnerung: Was der bayerische Chef-Demagoge hier fordert, ist schon seit über 5 Jahren Realität.

Während die Haderthauer mit ihrer Ablehnung der Leyen-Chipkarte den „linken Rand“ der CSU abfischen wollte, so bedient der „Herz-Jesu-Sozialist“ nun die Interessen der Sklavenhändler und Tagelöhner-Ausbeuter.

Besonders interessant ist der verwendete Begriff „Tapferkeit„. Der HartzIV-Abhängige ist also in den Augen des bayerischen Ministerpräsidenten eine Art Feind… ein Volksschädling, welchen man mit Tapferkeit bekämpfen muss.

Wenn der aufgehetzte Mob dann die ersten „Sozialschmarotzer“ auf den Straßen erschlagen hat…gibt es dann eine der neuen Tapferkeitsmedaillen in Stil des Eisernen Kreuzes?

Wirtschaftsnobelpreis: Die neue Sicht auf den Arbeitsmarkt

Na mal schauen, wofür man heutzutage den sog. „Wirtschaftsnobelpreis“ bekommt.

Der „Wirtschaftsnobelpreis“ ist übrigens kein echter Nobelpreis. Er wird nicht von der Nobel-Stiftung, sondern der schwedischen Reichsbank vergeben.

Der Kernbeitrag ist die sogenannte „Suchtheorie“ auf dem Gebiet der Arbeitsmarktökonomik.

Nach dem neoklassischen Modell funktioniert der Arbeitsmarkt wie ein ganz normaler Gütermarkt:

Bei einem Überangebot an Arbeitskräften müssten diese einfach nur niedrigere Löhne akzeptieren und die Arbeitslosigkeit würde verschwinden.

In der preisgekrönten „Suchtheorie“ beschäftigt man sich mit der Arbeitsmarkt-Kommunikation, wonach Arbeitslose und Arbeitnehmer nur dann erfolgreich „zusammenfinden“, wenn sie voneinander wissen. Nicht, wenn die Löhne auf Null sinken.

Je besser die Suchenden auf dem Arbeitsmarkt übereinander Bescheid wissen, desto leichter finden sie sich.

Eigentlich logisch.

FOCUS Online: Aber beschreibt die Suchtheorie dann nicht nur, was ohnehin gängige Praxis auf dem Arbeitsmarkt ist?

Und da wirds dann wieder typisch.

Seit 20 Jahren vertritt man in der „Praxis des Arbeitsmarktes“ die neoklassische Theorie, welche auch von deutschen „Experten“ und „Wirtschaftswissenschaftlern“ wie Prof. UnSinn vertreten wird:

Denn bei einem Überangebot an Arbeitskräften müssten diese einfach nur niedrigere Löhne akzeptieren und die Arbeitslosigkeit würde verschwinden.

Auf dieser als falsch nachgewiesenen Theorie bauen bis heute die Hartz-Reformen auf, wonach Armut und Sanktionen Arbeitslose „aktivieren“ und „anreizen“ sollen, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren.

„Unseren“ ganzen „Arbeitsmarktexperten“ müsste man öffentlich sagen:

Sie haben ein grundsätzliches quantitatives Defizit an kleinen Trinkgefäßen mit Henkel in ihrem Küchenmobiliar!

Für den „Wirtschaftsnobelpreis“ gibt es ca. 1 Mio Euro Preisgeld.

Das bekommt die INSM jeden Monat vom Kapitalistenpack und bezahlt davon Leute wie Merz, Clement, Hüther, Straubhaar, Raffelhüschen, Baring usw…

Zensursula 2.0

8. Oktober 2010

Guttenberg…RTL 2…“Tatort Internet“

Sooo…weils grad Mode ist und mir der „Beise“ vom Freidenker vor der Nase weggeschnappt wurde, gebe ich zu Steffi Guttenbergs „Tatort Internet“ auch mal nen Löffel Senf dazu.

Ob mein Senf nun süß, medium oder extra-scharf ist, müsst ihr selbst entscheiden.

Eigentlich hatte ich eben noch vor, einen Artikel zum Thema „Ist ein 13jähriges Mädchen wirklich noch ein Kind?“ schreiben. Aber das wäre eine viel zu lange Abhandlung geworden.

Zumal „Dr. Sommer“ auch von Jüngeren mit Interesse gelesen wird, man in BILD gern mal schwangere „Kinder“ im Alter von 13 bis 15 zeigt, das Wahlrecht auf 16 Jahre geändert werden soll, man mit 16 oder 17 schon Auto fahren darf… u.v.a.m.

Interessanter wären da schon die „Täter“ gewesen. Aber es lässt sich kaum feststellen, ob es sich wirklich um „Perverse“ gehandelt hat oder einfach nur um komplexbeladene „Müntefering-Typen“, welche „was Junges aufreißen“ wollten.

Zu einer „Verführung Minderjähriger“ wäre es sowieso nicht gekommen. Zum Einen, weil keine Minderjährige beteiligt war und zum anderen, weil die erste Begegnung ja schon in einem harmlosen Umfeld abgebrochen wurde.

Es gab also keine „Täter“ und auch keine „Opfer“, auch wenn die Medien diese Rollenzuteilung mit voyeuristischer Lust gern so vornehmen.

Auch strafrechtlich bewegt man sich auf sehr dünnem Eis. Nach mehrmaliger Verschärfung diverser Gesetze kann ein 17jähriger mit seiner 16jährigen Freundin nur bis zu seinem nächsten Geburtstag hemmungslosen Sex haben. Sobald sie ihn an seinem 18. Geburtstag wachküsst, ist er ein krimineller Kinderschänder, den ihre Eltern in den Knast bringen können. Am Tag davor hätte sich weder ein Staatsanwalt noch ein Richter dafür interessiert.

Tatort Internet?

Allein der Titel ist schon grober Unsinn, weil das Internet bekanntlich keinen Ort besitzt. Der „Tatort“ wäre maximal das Hotelzimmer gewesen.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis auch ein Paar, welches sich ineinander verliebt hat, als sie noch 15 und er schon 23 war. Heute sind sie fast 10 Jahre verheiratet, haben 1 Kind und kein Mensch interessiert sich für den Altersunterschied.

Und wer wie ich die Entwicklung dieser Beziehung „in Echtzeit“ miterlebt hat, wäre nie auf den Gedanken gekommen, er könnte irgendwelche „seltsamen Neigungen“ haben.

Vielleicht hat den beiden damals auch geholfen, das sie mit 15 Jahren schon sehr ansehnlich entwickelt war…

Empörungsproduktion

Mit derartigen TV-Shows und der dabei begleitenden Medienpropaganda wird der empörungsheuchelnden „Schwanz ab!“-Fraktion sowie den machtbesessenen Zensurfanatikern neuer Stoff geliefert.

Nachdem sich die FDP in der Bundesregierung aufgrund „freiheitlicher Gundsätze“ gegen die von Kauder, Bosbach, Schäuble, v. d. Leyen  & Co geforderten Zensurmaßnahmen (je nach Tageszeit wegen „den Terroristen“ oder „den Kindern“) ausgesprochen hat, muss nun mit neuem Futter die Diskussion neu angefacht werden.

Da trifft es sich gut, dass Frau Kandesbunzlerin nun beschlossen hat, mit dem „durchregieren“ anzufangen.

Also nimmt man mit Hilfe hochseriöser Medien einen neuen Anlauf, um das „deutsche Internet“ mit Stoppschildern dichtzumachen.

FAZ-Fernsehkritik

Ein Musterbeispiel für diese Kampagne liefert die FAZ der hessischen CDU ab. Wer einen Widerling wie Roland Koch zum Ministerpräsidenten hochschreibt liefert auch sonst nur hirnfreie Propaganda ab:

Hinter der fadenscheinigen Warnung vor „Zensur“ im Internet verschanzen sich Männer, die es auf Sex mit Minderjährigen anlegen.

Klasse! 😀

Der zukünftige Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo hat die chinesische Internetzensur beklagt und wurde dafür eingesperrt.

Die Bundesregierung muss gegen die Preisverleihung unbedingt protestieren… denn Zensurkritiker sind Männer, die es auf Sex mit Minderjährigen anlegen.

Denn so viel zeigen die ergebnislosen Verhandlungen über eine wirksame Strafverfolgung der Kinderpornographie im Internet: Ohne prominente Köpfe und Kampagnen-Journalismus bewegt sich bei dem Thema überhaupt nichts.

Hä? ergebnislosen Verhandlungen über eine wirksame Strafverfolgung????

Diese „ergebnislosen“ Verhandlungen haben schon während der Großen Koalition dafür gesorgt, das heute so ziemlich alles strafbar ist, was mit Kindern zu tun hat. Selbst wenn eine 16jährige ein Nackedei-Foto von sich an ihren Freund mailt läuft die deutsche Justiz zur Hochform auf.

Hierzulande können sich die Täter immer noch hinter der fadenscheinigen Warnung vor „Zensur“ im Internet verschanzen, um sich ungehindert an Minderjährige heranzumachen.

Liebe FAZ…ständige Wiederholung macht aus einer Propagandalüge keine Wahrheit.

Ob man sich bewusst sei, dass in jedem kinderpornographischen Bild ein realer Missbrauch dargestellt werde, fragt Stephanie zu Guttenberg

Der Bikini kostet 18,95 € + 3,95 € Versand. Einfach nach „Kindermode“ googlen. 😉

Abbildungen von minderjährigen Personen in unnatürlich geschlechtsbetonter Haltung. Dazu kommt es nicht darauf an, dass die Personen tatsächlich minderjährig oder entkleidet sind. Urteil nach § 4 Abs. 1 Nr. 9 JMStV Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße Az: 6 K 1243/06.NW

 

Und nun, Frau Guttenberg?

Deshalb hat der Prangereffekt, auf dem „Tatort Internet“ beruht, nichts Obszönes. Die Täter lassen einem keine Wahl.

Ahja…

Es geht also keineswegs um „Aufklärung über Gefahren im Internet“ und auch nicht um die Strafverfolgung von Kriminellen…es ist der mittelalterliche Pranger, welcher die neugierigen Gaffer heute noch an die Schauplätze ziehen soll.

Selbstverständlich gab es damals wie heute keine Fehlurteile oder dergleichen, nicht wahr?

Übrigens…die BILD war bei dieser neuen Internetzensur-Kampagne mal wieder ganz vorn mit dabei. Und damit den „investigativen Journalisten“ nicht die echten oder falschen Täter ausgehen, liefert BILD natürlich sachdienliche Hinweise:

Screenshot aus: Wie werden diese Perversen jetzt bestraft?

Antwort: Natürlich gar nicht! Nichtmal die Planung eines Mordes ist strafbar.

Und natürlich kommt auch bei BILD der unvermeidliche Einar Koch wieder zu Wort:

Die Sendereihe rüttelt Deutschland auf – und sie ist ein Weckruf an die Politiker in Berlin!

Kein Argument ist zu schäbig, um damit nicht das eigene Informationsmonopol zu rechtfertigen.

Spuren, die Online-Kriminelle im Netz hinterlassen, dürfen nicht gespeichert werden.

Nicht? Und was ist mit der 6-monatigen Vorratsdatenspeicherung?

Die Strafbarkeit auch schon des Versuchs der Kontaktaufnahme muss eindeutiger geregelt werden, früher einsetzen und härter ausfallen.

Da eröffnet sich ein weites Feld für Interpretationen eines Gummiparagraphen.

Was wäre eine strafbare Kontaktaufnahme? Ein Kind nach dem Weg fragen? Einem Kind an der Quengelkasse des Supermarktes einen Streifen Kaugummi aus dem Regal angeln?

Selbst ein Blick kann schon als „Kontaktaufnahme“ interpretiert werden…

Bleibt die Frage: Warum müssen eigentlich TV-Reporter Kinderschänder jagen – und die Arbeit der Polizei machen?

Weil derartige Fallenstellerei ohne jegliche Beweiskraft nicht zu den Aufgaben der Polizei gehört? Könnte das sein?

Vor allem hier gilt: Wehret den Anfängen!

Genau! Burkapflicht für alle bis 18 Jahre! Und erwachsene Männer dürfen nur noch in Begleitung eines BILD-Sittenwächters auf die Straße gehen oder aus dem Fenster schauen!

Und öffentliches Baden ist natürlich auch zu verbieten!

übrigens….

Wäre das „deutsche“ Internet ein rechtsfreier Raum, hätte mein Blog ein Impressum. 😉