Willkommen zurück, INSM!

Lange war es still bei der gemeinnützigen Wohltätigkeitsorganisation INSM (Hinweis: das „SM“ hat übrigens was mit Arbeitern, Arbeitslosen und Rentnern sowie Lust am Quälen zu tun).

Offensichtlich fühlte sich der SM-Club der Arbeitgeber recht wohl in der marktkonformen Demokratie.

Aber nun gilt es angesichts bevorstehender Wahl, die Politik in die „richtigen“ Bahnen zu lenken.

Die Situation ist aber auch ungünstig! Die sog. „Mitte“ aus schwarzem Block, ehemaligen Sozialdenokraten, den neuerdings margentafarbenen Demokratiefreien und der „Alternativen“ Illusion drängelt sich soweit rechts, dass Konrad Adenauer dagegen wie ein Linksextremist wirkt.

Im Wahlkampf orientieren sich die selbsternannten „demokratischen Parteien“ konsequent an der einzig wahren, echten PARTEI:

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Also versucht man mit Hilfe der „freien und unabhängigen“ Medien, wenigstens die LINKE als angebl. „Links-Terror-Sympathisanten“ zu bekämpfen.

Was macht man da nun als selbsternannte „Initiative“????

Man ergreift selbige um zu zeigen, woher der Wind in Zukunft zu wehen hat.

Anlass der Wiederauferstehung war der 40. Todestag von Ludwig Erhad, dem Gewerkschaftsfeind und angebl. „Erfinder der sozialen Marktwirtschaft“.

Zu diesem Anlass lud die INSM den Sozialexperten Clement und den Wirtschaftspolitik-Fachmann Karl-Theodor zur Eröffnung der INSM-eigenen „Ludwig-Erhard-Ausstellung“ in den Reichstag ein.

Natürlich ist das Presseorgan der INSM „WELT“ dabei, um die Ergüsse der beiden „Fachpolitiker“ ihren Sozialstaats- und fremdenfeindlichen Lesern zu übermitteln:

Wolfgang Clement, ehemals SPD, inzwischen parteilos, bekleidete das Amt zwischen 2002 und 2005. Heute ist er unter anderem Kuratoriumsvorsitzender der Initiative. 

Echt jetzt? Unglaublich!

Das Land habe erheblichen Reformbedarf, etwa in der Bildungspolitik, sagt Clement.

Genau! REFORMBEDARF! Das wirtschaftlich und politisch am Boden liegende Deutschland braucht dringend notwendige alternativlose Reformen!

Kann den mal jemand auf Alzheimer untersuchen?

„Zigtausend junge Leute von außerhalb unserer Grenze“ müssten in das Bildungssystem integriert werden.

In welches der 16 Bildungsssteme sollen diese jungen Leute „integriert“ werden, die ja noch nichteinmal im Land sind? Warum gehen die nicht einfach in eine der vielen Schulen, welche die Bundeswehr am Hindukusch und anderswo baut verteidigt?

Er schimpft über die geplante Aufhebung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern in der Bildungspolitik: „Das wird dann alles noch intransparenter.“

Na sicher doch! „Intransparenz“ ist ja wohl das Hauptproblem, nicht wahr? Oder geht es vielmehr darum, dass der Bund eines Tages die gedeihliche „Kooperation“ der Schulen mit der Wirtschaft untersagen könnte?

Auch regt sich Clement über gebührenfreie Kitas auf: „Nicht alle Wohltaten müssen gleich übers ganze Land verteilt werden, sondern nur an diejenigen, die es wirklich benötigten.“

Wen Clement für „bedürftig“ hält, weiß man ja schon seit der HARTZ IV-„Gestaltung“ 2014. Wer keinen Job hat oder anderweitig kein „Leistungsträger“ ist, soll die Gören gefälligst zu Hause oder bei der Oma aufwachsen lassen! Vorschulbildung und soziale Kompetenzen sind eh überbewertet. Nicht wahr, Herr Clement?

Und er sieht in dem von Schulz angedachten Chancenkonto, das jedem Bürger eine bestimmte Summe Geldes für Weiterbildungen garantieren soll, eine Gefahr. Dieser Erhard widersprechende Etatismus sei freiheitsgefährdend.

Ahja… Der von den ehemaligen Sozialdemokraten (die sind Clement übrigens „zu links“) angedachte 5000-Euro-Bildungsgutschein ist also „freiheitsgefährdent“???

Sind die bedürftigen Bürger damit nicht mehr von der erbettelten Gnade der „Jobcenter“ abhängig, ist natürlich deren „Freiheit“ beim Umgang mit dem Bildungsgutschein nicht mehr gegeben. Klar, das dem ehemaligen „Superminister“ von Schröder sowas nicht gefällt.

„Ich kann nicht eine Forderung nach der anderen herausquäken, ohne auch nur ansatzweise erkennen zu geben, wo das Geld herkommen soll.“

DAS Universal-Totschlag“argument“ der Sozialstaatshasser!

Und Karl-Theodor beweist eindrucksvoll seine fundamentale Kompetenzfreiheit:

„Deutschland ruht sich auf seinem Handelsbilanzüberschuss aus, ohne zu bedenken, dass unser Wohlstand von anderen als Bedrohung empfunden wird.“

1.) Wessen Wohlstand meint er?

2.) Kein Mensch hat je „unseren Wohlstand“ im Zusammenhang mit den Exportübschüssen kritisiert, Karl-Theodor!

Er warnt vor einem dauerhaften Flüchtlingsstrom aus Afrika, wenn man den demografischen Wandel nicht als internationales Problem begreife.

Die bekannte Legende der Kolonialisten. Nicht das Plündern und Marodieren westlicher Konzerne in Afrika ist das Problem, sondern „Der Schwarze schnackselt gerne

Ein Grundsatz an Regeln für die globalisierte Welt – um Wohlstand langfristig auch national zu sichern. Eine Forderung, die die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft schon lange vertritt.

Mich dünkt, ich kann wohlfeil und reinen Herzens auf diese „Regeln für die globalisierte Welt“ verzichten.

Wie diese Regeln dann in der Realität aussehen, bringt Schäubles Frau Rottenmeier „schwäbische Hausfrau“ gerade den faulen Griechen bei:

Vor ihrem Arbeitgeber hatte sie in den letzten fünfzehn Monaten, ebenso wie viele ihrer Kollegen auch keinen Lohn erhalten. (…) Das oberste Gericht, der Areopag, hatte allerdings vor knapp einer Woche beschlossen, dass auch die monatelange Nichtauszahlung von Löhnen keine wesentliche Einschränkung des Arbeitsvertrags bedeutet. (Telepolis)

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