Archiv für März 2011

ausgelagert

22. März 2011

Glaubt man dem deutschen Qualitätsjournalismus, soll es in Deutschland wohl „2 Lager“ geben. Gemäß dem Vorbild der USA (Demokraten und Republikaner).

Zum „bürgerlichen“ Lager gehören die Mafiaverbände CDU, CSU und FDP.

Zum „linken Lager“ sollen demnach SPD/VP, Grüne und Linke gehören.

Kaum war die Wahl gelaufen, begann in Politik und Medien die große Aufregung. Die unbeschreibliche Furcht ging um, dass der depperte Bullerjahn zum Verräter an der Agenda2010 und den Hartz-Gesetzen werden könnte, indem er dem Wulf Gallert von den Linken auch nur eines Blickes würdigt.

Natürlich war diese Furcht unbegründet. Bullerjahn fiel nichts besseres ein als die Erklärung, keinen Linken zum Ministerpräsidenten zu wählen. Punkt.

Somit umging er ziemlich ungeschickt die Frage nach sozialdemokratischer Politik und Koalitionsgesprächen mit der Linken in Sachsen-Anhalt.

Stattdessen bestand er darauf, als drittplatzierter Verlierer im Status eines „Juniorpartners“ selbst im Chefsessel Platz zu nehmen. Dafür muss man volles Verständnis aufbringen, denn schließlich ist ein solches Verlangen hochgradig undemokratisch und somit offensichtlich „zeitgemäß“. Zumindest fanden unsere Medien daran nichts kritikwürdig.

der Koalitionswähler

Als Teilnehmer dieser Wahl habe ich den Stimmzettel selbst in den Händen gehalten und kann somit als authentischer Augenzeuge davon berichten:

Man konnte am letzten Sonntag 2 Stimmen abgeben. Auf der linken Seite standen die Namen der Direktkandidaten, auf der rechten Seite die Namen der teilnehmenden Parteien.

Mehr war nicht. Also schnell 2 Kreuze gemalt, gefaltet, in die Papp-Box gesteckt und wieder nach Hause.

War ganz einfach und hat auch garnicht weh getan.

Aber was geschah dann? Nachdem die Wahllokale geschlossen hatten?

Die Medien von A wie ARD bis Z wie ZDF waren voll mit der absurden Behauptung, man hätte in Sachsen-Anhalt eine „Große Koalition“ gewählt.

Hallo? Als Augenzeuge dieser demokratischen Resterampe kann ich versichern, dass dies bei den verwendeten Stimmzetteln überhaupt nicht möglich war!

Wirklich nicht!

Auffallend bei dieser „Wahl-Korrektur“ war, dass niemand mehr von irgendwelchen „Lagern“ sprach. Kein Wort darüber, dass das „bürgerliche Lager“ komplett verloren hat und mit den hinzugekommenen Grünen das angebliche „linke Lager“ eine komfortable Mehrheit erreichte.

Die Begründungen für die realitätsverleugnende Behauptung, die Wähler hätten „sich für eine Fortsetzung der Großen Koalition“ entschieden, sind (man ahnt es schon) hochgradig abenteuerlich.

Ich greif mir mal ein Beispiel der hessischen CDU heraus…

In der FAZ erklärt ein gewisser Daniel Deckers:

Klarer Auftrag, große Zuversicht

Entgegen der alten Faustregel, dass eine große Koalition die Extreme stärkt, haben die Wähler in Sachsen-Anhalt CDU und SPD unmissverständlich den Auftrag gegeben, auch in der neuen Legislaturperiode zusammenzustehen.

Gemäß der „alten Faustregel“ hat die Große Koalition tatsächlich die Extremisten der NPD gestärkt. Nur ein paar Prozentchen weniger Wahlbeteiligung und den Magdeburger Landtag hätte dasselbe Schicksal ereilt wie den Dresdner oder den Schweriner Landtag.

CDU und SPD unmissverständlich den Auftrag gegeben

Hmmm…

Die CDU-Wähler wollten sicher eine „bürgerliche“ Regierung und die SPD-Wähler eine eher „linke“ Mehrheit im Landtag. Und keine der beiden genannten Parteien hat als Wahlziel „große Koalition“ auf ihre Plakate gedruckt.

Aber es kommt noch viel irrer:

Rekordergebnisse für Rechtsextreme, dazu die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Flächenländer, über Jahre hinweg die höchste Arbeitslosenquote und dann noch die niedrigste Wahlbeteiligung

Seit 2002 regierte in Sachsen-Anhalt die CDU. Erst zusammen mit den gelben Widerlingen, dann mit der Verräterpartei des Herrn Bullerjahn.

Und der „großartige“ Erfolg dieser „bürgerlichen“ CDU?

Rekordergebnisse für Rechtsextreme, dazu die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Flächenländer, über Jahre hinweg die höchste Arbeitslosenquote und dann noch die niedrigste Wahlbeteiligung

Darauf kann man doch wahrlich stolz sein, nicht wahr?

Von 1990 bis 1994 war S.-A. CDU-regiert. In diesen 4 Jahren (ver)brauchten die „bürgerlichen“ 3 Ministerpräsidenten, welche sich jeweils wegen Selbstbereicherung und Korruption nur wenige Monate im Amt halten konnten. Von 1994 bis 2002 regierte Reinhard Höppner die SPD-Minderheitsregierung mit „Duldung“ durch die PDS als „Magdeburger Modell“.

2002 konnte die „Landesregierung als Geisel der Kommunisten“ die Bevölkerungsflucht stoppen, die Arbeitslosigkeit tatsächlich absenken und 2002 sogar einen entschuldungsfähigen Haushalt vorlegen.

Aber nach Machtübernahme des Verbrechers Schröder wurde das „Magdeburger Modell“ dermaßen von allen Seiten unter Feuer genommen, dass 2002 knapp die CDU mit Herrn Böhmer die Wahl gewann. erst mit der FDP, dann mit dem Schröder-Fan Bullerjahn.

Es kam, wie es kommen musste: Sachsen-Anhalt verkam zu einem Armenhaus und Lieferanten billigster Arbeitskräfte für die niedersächsische Industrie.

Jedes Jahr verlassen 30.000 Menschen das „von der CDU erfolgreich regierte“ Sachsen-Anhalt.

Jedes Jahr! Seit 10 Jahren!

Dass der SPD-Spitzenkandidat Bullerjahn anders als vor fünf Jahren eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei nicht ausgeschlossen hat, dürfte ihm nicht Stimmen gebracht, sondern ihn Zustimmung gekostet haben.

Hä? Wie bitte?

Seit Bekanntgabe der ersten Vor-Umfragen hatte Bullerjahn als Wiedermal-Drittplatzierter einer rot-roten-Koalition eine Absage erteilt mit der Erklärung, keinen Ministerpräsidenten der Linken zu wählen. Damit blieben ihm als Wähler nur noch seine eigenen Parteimitglieder.

Deckers behauptet also frech das Gegenteil dessen, was tatsächlich geschehen ist.

Die Linke konnte hingegen noch zulegen bei einem stabilen Wähleranteil trotz 7% höherer Wahlbeteiligung.

Nach Adam Riese und Eva Zwerg verlor die CDU damit mehr als die angeblichen 3% und die Linke gewann hinzu trotz 0,7% „Wählerschwund“.

Wenn man schon eine „Koalitionswahl“ unterstellt, müsste man eigentlich zwangsläufig auf Linke-SPD kommen mit einem Ministerpräsidenten der Linken.

Alles andere ergibt einfach keinen Sinn.

Vor allem aber unterschied sich die Ausgangslage vor der Wahl am Sonntag fundamental von jener im März 2006: die Arbeitslosigkeit um schier unglaubliche acht Punkte gesunken, Sachsen-Anhalt mit dem höchsten Wirtschaftswachstum weit und breit und am Ende sogar einem leicht positiven Wanderungssaldo.

Ahja…irgendwo auf dieser Welt scheint es noch ein zweites „Sachsen-Anhalt“ zu geben.

Arbeitslosigkeit um schier unglaubliche acht Punkte gesunken

Was fällt auf? Mit Einführung von „HartzIV“ ging es mit den Zahlen tatsächlich abwärts.

Die CDU-geführten Landesregierungen nutzten exzessiv die neuen Methoden der Arbeitsmarktpolitik „1-Euro-Job“ und „Bürgerarbeit“. Bei jeder neuen Möglichkeit, an der Statistik herumzuschrauben rief die Landesregierung „Hier! Hier! Wir wollen die ersten Tester sein!

Der CDU-regierte Landkreis Harz hat übrigens mit seiner „Vorbild-Optionskommune“ den Staatsterror in Deutschland wieder eingeführt (Sanktionsquote 3,9%, Bundesdurchschnitt 2,5%).

Die amtlichen Verstöße gegen das SGB II sowie die bis heute unerklärbar hohe Sanktionsquote könnten bergeweise Aktenordner füllen.

Zumindest ist es der ach so tollen CDU-SPD-Landesregierung vollkommen egal, dass diese Optionskommune im Harz seit ihrer Erfindung 2004 keinen einzigen Tag gemäß den gesetzlichen Anforderungen funktioniert hat.

An der statistischen Absenkung der Arbeitslosigkeit hat die Landesregierung also nur insoweit Anteil als das sie einfach nur skrupellos agiert.

Warum dann nochmals auf jenes rot-rote Bündnis setzen, das dem Land schon einmal wie ein Mühlstein um den Hals hing?

So fragt Herr Deckers aus Hessen.

Dabei war Höppners tolerierte(!) Minderheitsregierung die bisher einzige Landesregierung, die während ihrer Amtszeit tatsächlich ein Glücksfall für die Bürger war.

Der Mühlstein waren eher die CDU-Regierungen des Herrn Böhmer.

Bis heute waren die Minster seiner Regierung nichtmal den eigenen Bürgern bekannt.

———————

Solche und ähnliche Artikel und Kommentare findet man heute ein allen Medien. Das Ziel ist klar: Das Wahlergebnis soll so „hingedreht“ werden, dass die sog. „SPD“ als Verräterpartei wieder unter den Rockzipfel der CDU kriecht.

Jedenfalls war man schnell dabei einen „Wählerwunsch nach Stabilität und Zuverlässigekeit“ herbeizuinterpretieren, um doch noch das schwarz-gelbe Lumpenpack in BaWü zu retten.

Ein Musterbeispiel für die SPD-Manipulation lieferte gestern der MDR mit „Fakt ist…“.

Natürlich ging es keineswegs um irgendwelche Fakten.

Man hatte Bodo Ramelow aus Thüringen(!), den CDU-Hetzer Arnold Vaatz aus Sachsen und (wie könnte es anders sein) den rechtsradikalen Merkel-Anbeter Hugo Müller-Vogg von der BILD ins Studio eingeladen.

Der dumme Hugo war die ganze Sendung hindurch damit beschäftigt, die ollen Parolen der BILD von 1990 zu wiederholen: Angefangen von den geheimnisvollen „Schweizer Nummernkonten“ bis hin zur Aussage, die Linke wolle Demokratie und Marktwirtschaft abschaffen.

am Dienstag ist alles vorbei

Montagabend hat Bullerjahn (wie überraschend…) „exklusive Gespräche“ mit der CDU vereinbart.

Damit war das Ziel der Legitimation seines undemokratischen Verhaltens erreicht und das Thema „Regierungsbildung Sachsen-Anhalt“ ist am heutigen Dienstag aus den Medien verschwunden.

Grad so, als würde es schon eine Koalition samt Regierung geben.

Und keiner fragt danach, warum Bullerjahn ausgerechnet bei der CDU einen Vize-Posten akzeptiert, aber nicht bei der Linken.

Ebenso interessiert offensichtlich nicht, warum der chronische Wahlverlierer Bullerjahn keine „personellen Konsequenzen“ zieht. Bei der FDP war das nach der Niederlage gleich die erste Diskussion…

Man liebt den Verrat…der Verräter ist uninteressant.

Übrigens…heute ist wieder Anstalts-Tag im ZDF um 22:15 Uhr 😉

Und morgen gibt es in der ARD eine Sensation! Nach 1,5 Jahren politischer Enthaltsamkeit kriecht der selbsternannte „Oppositionführer“ Steinmeier wieder unter seinem Stein hervor, um sich bei „hart aber fair“ als die „bessere“ Alternative zu Westerwelle zu präsentieren.

Bisher war seine „Oppositionsarbeit“ ja geprägt vom Gewinsel „Ich will auch wieder an Merkels Tisch sitzen!“ 😀

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Qualwahl

20. März 2011

Geschafft!

Bin ich!

Hab ich!

Ich bin geschafft. puuhhh….

Bis heute Vormittag war ich unterwegs, um Wahlkampf zu machen.

Allerdings ging es nicht um einen normalen Wahlkampf zugunsten einer ewiggestrigen, extremistischen Partei. Vielmehr waren wir unterwegs, um Bekannte und Freunde zu überreden, überhaupt zur Wahl zu gehen.

Die letzte Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigte deutlich die Resignation der Bevölkerung. Auch in diesem Jahr trafen wir mehrheitlich auf das Nichtwähler-Motto „Bringt ja doch nichts!“.

Nun…sie hatten wohl recht.

Die Gelblinge wurden durch Grünlinge ersetzt, der neoliberale Bullerjahn (völlig hirnlos der Typ) wird wieder ins kuschlige Nest der korrupten CDU kriechen.

Es ist schon sehr abenteuerlich, was CDU und VP (Verräterpartei) wieder vorhaben. Sie wollen bis 2020 „schuldenfrei“ werden, was einen jährlichen Schuldenabbau (ohne Zinsen) von 2 Milliarden(!) Euro entspricht. Dazu will man eine Schuldenbremse in die Landesverfassung einbauen und mal wieder im öffentlichen Dienst sowie den Verwaltungen radikal entlassen.

Ex-Wirtschaftsminister und neuer Ministerpräsident Haselhoff tönt in jede Fernsehkamera, wie toll er doch die Arbeitslosigkeit reduziert hat.

Kein Wunder: Jeden Monat fliehen mehr als 2000 Menschen während gleichzeitig Sachsen-Anhalt Weltmeister bei 1-Euro-Jobs und „Bürgerarbeit“ ist.

Aber wenigstens sind die Gelblinge nicht mehr dabei. Im benachbarten Wahlkreis kandidierte für die Demokratiefreien eine Person, welche ich schon seit 1983 sehr gut kenne. Damals war diese Person dunkel-dunkelroter Parteisekretär mit permanentem Ekel vor allen Antragstellern (Ausreisewilligen).

Und heute? Da grinst mich dieses verlogene Gesocks von einem FDP-Wahlplakat an! Ich kann gar nicht beschreiben, wie es mich geschüttelt und geekelt hat. Was für ein Wendehals…

Früher erklärte er mit großem Eifer, wie wichtig doch Wohl und Zufriedenheit der Werktätigen sei und heute…

Was war alles in der „Woche der wunden Füße“?

unteilbar

Die Griechen erkannten schon früh, dass das Atom „das Unteilbare“ sein müsse.

Dem modernen Menschen war das zu doof und er baute Atomspaltungsfabriken.

Eine davon verglüht gerade in der romantischen Morgensonne Japans. Natürlich behaupten deutsche Politiker und Medien bis heute, die Kernschmelze sei Ergebnis eines Erdbebens und eines Tsunamis.

Blödsinn! Ein simpler Stromausfall hat gereicht, um das Unteilbare unkontrollierbar sich selbst teilen zu lassen.

Natürlich gibt es bei deutschen Atommüllherstellern weder Erdbeben noch Tsunamis. Aber was passiert, wenn auch hier der Strom für die Kühlwasserpumpen ausfällt?

Oder wenn (wie 2008) die Kraftwerke abgeschaltet werden müssen, weil das Kühlwasser im Hochsommer nicht mehr kühl genug die Isar hinunterfließt? Was ist, wenn es irgendwo einen Erdrutsch gibt, welcher wie eine Staumauer wirkt?

Zumindest bleibt ein Rest Hoffung, dass die Leute heute nicht so blöd sind, wie die Bundesregierung glaubt.

Obwohl die „Experten“ schon wieder überall herumerzählen, für Ökostrom bräuchte man ein neues Stromnetz und die Strompreise würden sich verdoppeln.

Isolation

Die Imperialisten haben Libyen den Krieg erklärt. Wie schon beim Irak: „Böser Diktator sitzt auf Erdöl“.

Dabei hätten man den ollen Gaddafi schon zu Beginn der Aufstände an die Kette legen können.

Aber nööö…man wartet erst ab, ob die Ölexporte weitergehen. Ist das nicht der Fall, erfolgt umgehend der Luftangriff.

Und was macht die selbsternannte Freiheitsstatue? Ist stolz auf die „Enthaltung“. Haha!

Als die Linke den Afghanistan-Krieg ablehnte, galt sie fortan als „verantwortungslos“ und man erklärte, die Linke würde Deutschland „international isolieren“.

Und was macht Westerwelle? Er heuchelt noch schnell den „Friedenskämpfer“ und erklärt gleichzeitig, die Nato-Streitkräfte in Afghanistasn zu „entlasten“.

Jede Wette…die Bundeswehr inkl. Luftwaffe zieht als „Friedensmission“ in den Libyen-Krieg!

Egal wer diesen Bürgerkrieg gewinnt: Die Bundesregierung ist fein raus: Sie kann zu beiden Seiten später sagen, den „Feind“ nicht unterstützt zu haben. Ob es sich dabei um Gaddafi oder die Bevölkerung handelt ist Merkel und Westerwelle sowieso egal. Alles was zählt, ist der Ölpreis.

Was ein Unglück!

Frau Merkel hat mal wieder den Regierungsheli der Luftwaffe zum CDU-Wahlkampf in BaWü missbraucht. Leider fielen die Turbinen erst aus, nachdem Merkel schon ausgestiegen war.

Hätten die beiden Piloten nicht vor Merkels Landung mit ihren Fallschirmen abspringen können?

Was nützt ein abgestürzter Hubschrauber, wenn Merkel nicht drin sitzt? Garnichts!

in der Kürze liegt die Würze…

BILD empört sich über Einweg-Humankapital? Warum soll es den Japanern besser gehen als deutschen Leihsklaven und Tagelöhnern, liebe BILD?

Rettungsschirm kostet 25 Milliarden Euro zusätzlich

Für die Ausweitung des EU-Rettungsfonds plant Finanzminister Schäuble eine Milliardensumme ein. Bezahlt wird das über höhere Neuverschuldung.

Für die Rettung von Spekulanten-Profiten ist dem schwarz-gelben Gesindel nichts zu teuer. Auch die Schuldenbremse spielt plötzlich keine Rolle mehr.

Aber wehe, die Sozialschmarotzer sollen einen menschenwürdigen Regelsatz bekommen! Dann droht der sofortige Weltuntergang samt Staatspleite!

Kommunen verzocken Millionen aus Gemeindekassen

Die Deutsche Bank hat Städten riskante Zinswetten verkauft. Einige haben viel Geld verloren, das nun für Schulen und Schwimmbäder fehlt.

Statt unsere Steuern zu erhöhen, solltet ihr lieber die Steuergelder an den Kapitalmärkten vermehren!

So sprachen sie, die „Experten“, Berater, Lobbyisten und „Wirtschaftswissenschaftler“.

Aber da Kommunen nicht so wichtig sind wie die Profite der Bank-Aktionäre, wird Schäuble wohl kaum 25 Mrd. Euro für ein „Kommunal-Rettungspaket“ zur Verfügung stellen. Das wäre schließlich der pure Kommunismus!

längeres Arbeitsleben sichert die Renten

Um die Rentensysteme zu stabilisieren, müssen die Arbeitnehmer in Zukunft länger arbeiten, wie aus einer am Donnerstag vorgestellten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Alterssicherung in 42 Industrie- und Schwellenländern hervorgeht.

Wow! Die OECD hat die Rentenalter von 42 Industrienationen verglichen und stellt fest: „längeres Arbeitsleben sichert Renten“

Ich will ja kein Spielverderber sein…aber wie kann man das Rentenalter von 42 völlig verschiedenen Rentensystemen vergleichen? Hallo? Was soll der Scheiß?

„spürbaren Plus“ für Rentner

Die 20 Millionen Rentner in Deutschland erhalten ab 1. Juli mehr Geld. Ihre Bezüge steigen um ein Prozent.

Leyen erklärte: „Ich freue mich, dass trotz des Ausgleichs für die Rentengarantie bereits in diesem Sommer ein spürbares Plus für die Rentnerinnen und Rentner möglich ist.

Boah ey! Eine Rentenerhöhung von satten 0,9%!

Liebe Uschi von den Laien: Leute wie dich hat man früher in Nürnberg erst vor Gericht und dann an die Wand gestellt.

Diabetiker bekommen keine Teststreifen mehr

Die obersten Arzneimittelprüfer vom unabhängigen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hatten die sechs einschlägigen Studien zum Thema ausgewertet. Sie kamen zu dem Ergebnis, «dass sich ein Nutzen der Blutzuckerselbstkontrolle durch die verfügbaren Studien nicht belegen lässt».

Ahja…das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.

Hatte Rösler nicht erst im letzten Jahr diesem Institut einen neuen Chef aus der Pharmaindustrie verpasst?

Nun gut…ich erklär mal für die Nicht-Insider:

Es gibt 2 Arten von Diabetes (falsch: „Zuckerkrankheit“).

Typ 1 und Typ 2.

Typ 1 kommt hauptsächlich bei Kindern vor (Gendefekt) und wird mit Insulinspritzen behandelt. Im Unterschied zu früher sind diese Spritzen allerdings pure Hightech und völlig schmerzfrei.

Bei Typ 2 kommt es zum sog. „Altersdiabetes“. Bei diesem Typ treten die normalen Alterungserscheinungen auch in der Bauspeicheldrüse auf. Diese können durch die Einnahme von Tabletten eine Weile kompensiert werden.

In unseren neumodernen Zeiten gibt es aber den Typ 2 verstärkt auch in jüngeren Jahren…beginnend ab einem Alter um 40 (+/- 5 Jahre).

Hauptsächlich hervorgerufen durch billige Industrienahrung, angereichert mit Kohlehydraten, Fett etc.

Das ist billig für die Armen und macht irgendwie satt.

Manchmal kann die Bauchspeicheldrüse noch selbst Insulin produzieren, allerdings mit Mängeln in Qualität und Quantität. Bis zur völligen Einstellung der Insulinproduktion helfen spezielle Diäten und Tabletten.

Aber auch damit ist irgendwann Schluss und es erfolgt die Umstellung auf Insulinspritzen.

Ber Dicken und Kranken verzichtet man gleich auf die Tabletten, da die vorhandene Stoffwechsel-Störung natürlich auch die Wirkstoffe der Tabletten betrifft. Von den Nebenwirkungen ganz abgesehenen…

Diabetiker „auf Pille“ müssen trotzdem täglich ihren Blutzuckerspiegel selbst messen, um die Wirkung der Tabletten zu überprüfen.

Wenn die Bauchspeicheldrüse von einer Stunde auf die andere ihre Arbeit einstellt, nützen auch die tollsten Tabletten nichts mehr.

Wird dieser Moment verpasst, steigt der Blutzuckerspiegel trotz Tabletten drastisch an, bis hin zum diabetischen Koma und Herzstillstand.

Erschwerend kommt hinzu, dass man diese Tabletten nicht feindosieren kann. Da gilt immer „ganz oder garnicht“.

Nun will man also die Teststreifen für die Tabletten-Nehmer nicht mehr von den Krankenkassen bezahlen lassen.

Toll! So kommen nochmal monatlich 50-70 Euro (je nach Messgerät) an Extra-Kosten hinzu.

Ein alle paar Wochen vom Arzt gemessener Wert zur längerfristigen Blutzuckereinstellung sei besser und reiche aus.

Vom „relativen Insulinmangel“ bis zum diabetischen Koma inkl. krankenkassenverträglichem Frühableben dauert es im Normalfall etwa 3-5 Tage.

Dummerweise wird Diabetes nur durch Zufall erkannt. Meist leiden die Patienten bei Überzuckerung Kohlehydratüberschuss des Blutes an nicht-eindeutigen Symptomen wie Bauchschmerzen, Krämpfen, Müdigkeit, Schweißausbrüche usw.

Sind Haus- oder Notarzt nicht besonders clever, erfolgt die richtige Behandlung erst nach Auswertung der Blutproben im Labor. Aber bis dahin kann es manchmal schon zu spät sein.

Ohne einen solchen Zufall gäbe es diesen Blog heute nicht. 😉

E10-Unverträglichkeit

10. März 2011

Nun haben das korrupte schwarz-gelbe Gesindel, die Ölkonzerne und die Autokonzerne beschlossen, den „Bio“-Sprit E10 mit Gewalt „erfolgreich“ zu machen.

Dazu möchte man mehr Info-Flyer verteilen.

Da angeblich nur 7% der Autos kein E10 vertragen, muss man also die übrigen 93% nur besser informieren.

So einfach ist das!

Beim Studieren der DAT-Liste (krieg ich nun nen Dr.-Titel??) fiel mir folgendes auf:

Jene Automobile, welche E10 vertragen, sind im Jahr 2000 oder später hergestellt worden.

Nur wenige Ausnahmen fand ich mit früheren Baujahren.

Sollte dies also bedeuten, dass in Deutschland 93% aller Benzin-Autos  10 Jahre oder jünger sind?

Mit Blick aus dem Fenster kamen mir ernste Zweifel.

Dann noch schnell gegoogelt und siehe da:

Mehr als 20 Prozent der Autos sind sogar mehr als 12 Jahre alt. (GTÜ-Bericht Sept. 2010)

Ahja…20% also. Und das NACH der Abwrackprämie 2009!

Bedenkt man noch, dass ja nicht alle Autos 2009 bzw. 2010 zur HU bei TÜV, Dekra oder GTÜ waren, lässt sich ein 40-50% Anteil alter Autos mit Baujahr vor 2000 sicher unterstellen.

Davon ziehen wir noch die Diesel ab und kommen auf einen Anteil Benziner von mindestens 30%, welche baujahrbedingt kein E10 vertragen.

Dazu zählen muss man aber auch jene Autos, welche trotz neueren Baujahres nicht E10-tauglich sind.

Schließlich wurde der E10-Sprit erst 2008 in die Planungen aufgenommen…

Obwohl die Autohersteller „zusichern“, welche Autos mit E10 fahren können, gibt es dennoch keine einzige Garantie.

Was auch sinnlos wäre, da der Autofahrer niemals einen E10-Schaden tatsächlich nachweisen kann.

Und die Ölkonzerne freuen sich ein Loch in den Bauch angesichts der vom schwarz-gelben Lumpenpack gelieferten Vorlage für drastische Preiserhöhungen.

Und die „Klimakanzlerin“?

Die ist abgetaucht. Schließlich weiß sie schon seit 3 Jahren, dass dieser „Bio-Sprit“ der Umwelt erheblich mehr schadet als nützt.

Das wurde spätestens bei der Einführung des sog. „Biodiesel“ sichtbar.

Was soll der Blödsinn?

In Deutschland gibt es eine weltweit einmalige Besonderheit.

Hier hängt die Zahl der Leute, welche ein Auto bauen, vom CO²-Ausstoß des Autos ab.

Ja…wirklich!

Verantwortlich für diese Merkwürdigkeit ist ein gewisser Herr Wissmann.

Selbiger Chef-Lobbyist der Autokonzerne war früher einmal Bundesverkehrsminister.

Als man nun in der EU über das CO²-Problem diskutiert hat, wollte man den CO²-Ausstoß auf 120 g/km begrenzen.

Sowas geht natürlich nur bei sparsamen Autos, welche die parteispendenden „deutschen Premiumhersteller“ nicht im Angebot haben.

So erklärte Wissmann den Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen, wenn man die Industrie zu sparsamen Autos zwingen würde.

Die Klimakanzlerin glaubte diesen Schwachsinn, faselte was von „Wettbewerbsfähigkeit“ und setzte durch, dass nur eine Reduzierung auf 130 g/km beschlossen wurde.

Aber auch das war natürlich den „Premiumherstellern“ von Audi über BMW bis zu Mercedes noch zuviel.

Schließlich befanden sie sich im globalen Wettbewerb mit japanischen, italienischen, französischen und spanischen Kleinwagenherstellern. 😀

So kam man auf die Idee, dem Sprit ganz einfach die doppelte Menge „Bio-Ethanol“ beizumengen.

Schließlich ist „Bio“ ja Bio, nicht wahr?

War jetzt nur blöd, dass es garnicht genug Bio-Abfälle gibt, um Bio-Ethanol auch „Bio“ herstellen zu können.

Dumm gelaufen…

Aber anstatt nun die Notbremse zu ziehen und z.B. der Industrie CO²-Vermeidung zu befehlen, setzt man nun knallhart auf die Losung „Freie Fahrt für reiche Bürger!“

Sind die Spritpreise erstmal bei 1,65€ oder 1,70€ angekommen, wird sowieso weniger gefahren und die CO²-Bilanz der „Klimakanzlerin“ wird wieder EU-konform.

Wozu diese Aufregung? In Brasilien fährt man schon seit vielen Jahren mit E 85 und sogar E 100!!

Ganz einfach: Brasilien ist ein Sonderfall.

Dort fahren zwar auch VWs, Toyotas usw herum…aber die werden in Brasilien für den besonderen brasilianischen Markt hergestellt.

Und nun ratet mal, warum der in Brasilien gebaute VW Fox in Deutschland das einzige VW-Modell ist, welches eine uneingeschränkte E10-Freigabe hat…

Super E10…abwracken ohne Abwrackprämie!

Kapitalismuskritik

5. März 2011

Nur lesen wenn viel Zeit und Langeweile!

Gottes Werk und Teufels Beitrag

So lautet der Titel eines Films.

So könnte aber auch der Kapitalismus beschrieben werden.

Ok…ich fang mal am Anfang an:

Heute las ich über die „erfolgreichen“ Pro-Guttenberg-Demos. Haben gestern noch hunderttausende(!) Betrügerfans die Rückkehr ihres Heilandes gefordert, war heute schon „die Luft raus“.

Oh man…wie peinlich! 😀

Und während ich so sinn- und antriebslos durchs Internet treibe, fällt mein Blick beim ehemaligen Nachrichtenmagazin auf die Kolumne eines gewissen Georg Diez.

Diese Person bildet sich ein, etwas von Kultur zu verstehen und selbige Kultur auch kritisieren zu dürfen.

Ich gebe zu…meine Verbindungen zu dem, was die Bourgeosie „Kultur“ nennt, sind nicht sonderlich umfangreich.

Ich gehe weder ins Theater noch ins Kino. Meine Kultur besteht eher in zivilisierten Umgangsformen (meistens) sowie dem Genuss kritischer Literatur (Wer ausser mir hat schon Heines Wintermärchen als Staulektüre im Auto liegen?) sowie dem hinterfragenden Konsum allerlei Filme und TV-Serien.

Es gibt auf der Welt sicherlich viele Millionen „Star Trek“-Fans. Und fast alle wünschen sich ein Leben an Bord der „Enterprise“ oder der „Voyager“.

Ob sie wohl wissen, das sie sich damit ein Leben im Kommunismus wünschen?

Wohl kaum… Gene Roddenberry hätte seine Serie inmitten des Kalten Krieges der 60er Jahre sicher nicht produzieren dürfen.

Aber ich schweife mal wieder ab…

Also:

Bei Spiegel-Online fiel mein Blick auf eine Kolumne, welche mit dem Wort „Kapitalismuskritik“ im Titel meine Aufmerksamkeit erregte.

Ein gewisser Georg Dietz möchte in seiner Kolumne die Welt davon überzeugen, dass Kapitalismuskritik heutzutage eine dumme Sache sei.

Als Trojaner für diese Idee erwählte er das Theater…genauer gesagt: das Stück: „Die Weber“.

Natürlich ist seine Kolumne nichts als Unsinn.

Seine „sieben Lügen des politischen Theaters“ hier zu zerpflücken wäre reine Zeitverschwendung. Derartig primitive Pro-Kapitalismus-Legenden sind einfach nur peinlich.

Aber in seinem Pamphlet taucht ein Satz auf, welcher mich nicht in Ruhe lässt:

Damals ging es um Ausbeutung der Arbeiter, heute geht es darum, dass die Arbeit an sich verschwindet.

Gottes Werk

Am Anfang erschuf ich Himmel und Erde…achneee, war irgendwie anders damals.

Gott erschuf den Menschen nach seinem Ebenbild

Interessant… dieser Gott hat 6 Tage lang was getan und am siebten Tag (und allen darauf folgenden Tagen) der endlosen Faulheit gefrönt.

Wenn wir Ebenbilder dieses Gottes sind…was läuft hier eigentlich schief?

Was soll diese blasphemische Anbetung des Götzen „Arbeit“?

Vor 2,6 Mio Jahren (so ungefähr) begann die Steinzeit. Und damit die Umwandlung des Menschen zum Gott. Zu seinem eigenen Gott.

Der Mensch begann, Steinwerkzeuge zu benutzen und wurde damit selbst zum Schöpfer.

Warum nur? Er kam doch ohne Steinwerkzeuge auch ganz gut zurecht!

Die treibende Kraft der menschlichen Entwicklung und seiner Evolution bis auf heutiges Niveau war nie etwas anders als Faulheit!

Der Faustkeil versetzte den Steinzeitbewohner in die Lage, seine eigene Arbeitsleistung zu reduzieren. Er wurde produktiver als mit bloßen Händen.

Er sparte Kraft, er sparte Zeit. Das Tagwerk war in ein paar Stunden vollbracht und er konnte sich der Erfindung des Müßiggangs widmen. Der Steinzeitmensch malte seine Höhlenwände hübsch an, schnitzte aus Holz und Knochen kleine Figürchen, welche er seiner Höhlenbraut zum Geschenk machte.

Dieses Leben gefiel dem Menschen so gut, dass er es nicht beim Faustkeil belassen wollte. Er erfand eine unüberschaubare Vielzahl von Werkzeugen, machte sich Gedanken über neue Materialien (Bronze- und Eisenzeit) und fügte seiner Freizeit immer mehr sinnlosen Zeitvertreib hinzu: Von der Erfindung der Musik bis hin zum Theaterspiel.

So geht das nun schon 2.600.000 Jahre und in dieser Zeit gab es keinen einzigen Tag…keine einzige Minute, in welcher die Menschheit auf dem Weg zum Ziel „Nie mehr arbeiten!“ eine Pause eingelegt hätte.

Heute werden soviele Erfindungen gemacht, dass täglich auf der Welt irgendwelche Messen stattfinden, um die Menschheit mit diesen Erfindungen bekannt zu machen.

Auch hier in Deutschland sind die Menschen besonders fortschrittlich. Nur die Hälfte der Bevölkerung muss überhaupt noch arbeiten. Die andere Hälfte wird zur Versorgung der Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen schlicht nicht gebraucht.

Man könnte auch sagen: In Deutschland ist man auf dem Weg zum eigenen Gott am 5. Tag angekommen.

Aber wie kommt es dann, dass 40 Mio Menschen Tag für Tag stundenlang arbeiten müssen, während andere zwar nicht gebraucht werden, aber trotzdem in Armut leben?

Teufels Beitrag

Die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit, welche mit der Steinzeit begann, fand vor einigen tausend Jahren (historisch gesehen erst gestern) ein jähes Ende.

Mit der Erfindung des „Eigentums“.

Irgendwann kam irgendwer auf die Idee, sich den Weg zum eigenen Gott abzukürzen: Er raffte alles greifbare Kapital zusammen (auch mit Gewalt) und erpresste fortan seine Mitbürger zum Frondienst.

Wenn sie nicht verhungern wollten, musste sie sich das notwendige Kapital (Pflug, Ochse, Wagen etc) bei ihm „ausleihen“. Der erste Kapitalist verlangte natürlich einen Zins…eine „Rendite“. Selbige bestand in dem Zwang, seine Arbeitsleistung für seinen Lebensunterhalt als Fronarbeit mit zu verrichten. Er frönte dem Nichtstun und lebte dennoch glücklich und zufrieden. Der erste menschliche Gott entstand.

Und weil der anstrengungslose Wohlstand ihm genauso gefiel wie den Steinzeitmenschen, erhöhte er die Leistung der Fronarbeit immer mehr, so dass auch noch eine stete Steigerung seines Vermögens und Kapitalbesitzes stattfand.

Diesen Vorgang nennen wir heute „Ausbeutung“. Der Kapitalismus wurde zum Selbstläufer: Immer mehr Rendite erlaubte immer mehr Aneignung von Kapitalbesitz in Form von Ländereien, Rohstoffen usw.

Selbst Kriege änderten daran nichts: Es wurde ja immer nur ein Kapitalbesitzer durch einen Anderen ausgetauscht…

Vom Himmel in die Hölle

Das „Eigentum“ an Kapital macht all das zunichte, was als Entwicklung in der Steinzeit begann.

Nicht mehr die Befreiung von der Last der Arbeit ist die treibende Kraft, sondern nur noch die weitere Mehrung des Reichtums derer, die sich schon (mit Gewalt) befreit haben.

Der Kapitalismus in all seinen Spielarten (von der Sklavenhaltergesellschaft bis heute) steht im krassen Widerspruch zur Natur des Menschen.

Während die Kapitalisten die „Gier“ als „natürliche menschliche Eigenschaft“ darstellen, um ihr verkommenes, asoziales und zutiefst unnatürliches Verhalten zu rechtfertigen, liegt der Wunsch nach Freiheit (von der Arbeit) und Freizeit tatsächlich seit Millionen Jahren in den Genen des Menschen.

Der Mensch ist von Natur aus weder „Leistungsträger“ noch „Elite“. Er ist ein gesellschaftsabhängiges „Rudeltier“.

Es ist heute unbestritten, dass isoliert lebende Menschen irgendwann den Verstand verlieren.

Es ist keineswegs „Gier“, welche jede Woche Millionen Menschen in die Lotto-Annahmestellen treibt. Fragt man die Lottospieler, besteht ihr „Gewinnziel“ darin, nicht mehr arbeiten zu müssen.

Aber ein solcher Zustand lässt sich im Geld- und Zinssystem des Kapitalismus eben nur mit entsprechend viel Geld erreichen.

Hingegen ist von den herrschenden Kapitalbesitzern (Macht durch Kapitalbesitz) stets zu hören, wie ungeheuer wichtig doch ein „Arbeitsplatz“ bei ihnen sei.

Ihre politischen Handlanger werden nicht müde, stets von „Vollbeschäftigung“ und „Arbeit für alle!“ zu reden.

Wie unnatürlich und widerlich!

Der Mensch wurde zum Menschen durch den Wunsch, möglichst wenig Arbeit verrichten zu müssen.

Kapitalbesitz formte den gleichen Menschen hingegen zu „Humankapital“.

Wo gelangt man wohl hin, wenn man die steinzeitliche (also natürliche) Entwicklung bis in die Neuzeit fortgeschrieben hätte?

Wenn damals wie heute alle Rohstoffe und Werkzeuge (vom Fauskeil bis zum Industrieroboter) allen Menschen zur Verfügung stünden und nicht nur einer Handvoll „Eigentümer“ ?

Wir hätten tatsächlich Vollbeschäftigung!

Nicht nur die „Unterschicht“, auch die „Oberschicht“ könnte/müsste für den eigenen sowie den fremden Unterhalt arbeiten. Fremder Unterhalt? Natürlich: Schließlich kann man weder Kinder noch Alte verhungern lassen, oder? Das wusste sogar schon der Erfinder des Fauskeiles vor 2,6 Mio Jahren.

Aaaaber: Wenn wir die notwendige Arbeit (also ohne die Fronarbeit für Zins, Rendite, Dividenden usw) auf alle Arbeitsfähigen aufteilen… bräuchte jeder nur 2-3 Stunden am Tag mit Arbeit verbringen.

Und dabei würde jeder mindestens genauso entlohnt werden wie heute. Geld als Tauschmittel wäre natürlich weiterhin nötig und der Mensch wäre trotzdem in der Lage, seinen Wohlstand auch dann stetig zu steigern, wenn er nicht (so wie heute) zu einer besitzenden Oberschicht gehört.

Eine solche Gesellschaft läge wirklich in der Natur des Menschen. Sie begann in der Steinzeit und endete in dem Augenblick, als Menschen durch Gewalt das Eigentum anderer Menschen wurden.

Wie könnte man wohl eine Gesellschaft nennen, welche nicht den persönlichen, sondern die allgemeinen Wohlstand (quasi automatisch) steigert?

Mal überlegen…

Ein anderes Wort für „gemeinschaftlich“ ist „sozial“.

Warum nennen wir ein solches System nicht einfach „Sozialismus“ ?

Krieg der Welten

Sozialismus funktioniert nicht! Die „Wende“ hats bewiesen!

Wirklich?

Nunja… man kann das glauben. Man kann aber auch nachdenken.

Die Natur kennt keine „gleiche Gesellschaft“. Weder bei Wölfen noch bei Löwen oder Elefanten gibt es Rudel ohne „Anführer“.

Was passiert mit einem „Leitwolf“, welcher seine eigenen Interessen über die Interessen des Rudels stellt?

Ihm wird schlicht die Gefolgschaft verweigert. Notfalls schließen sich andere „Untergebene“ zusammen, um den egoistisch gewordenen Anführer wegzubeißen.

Der Leitbulle bei den Elefanten ist nicht deshalb der Anführer, weil er seine Macht mit Hilfe seiner Größe und Kraft erzwingt. Er ist Anführer, weil ihm die Gruppe zutraut, über genügend Kraft und Weisheit zu verfügen, um die Herde vor allerlei Gefahren zu schützen.

Er erhält zwar an der Wasserstelle das Vorrecht, würde aber niemals auf die Idee kommen, das Wasser für sich zu beanspruchen, um vom Rest der Herde irgendeine Gegenleistung für die Tränke zu verlangen.

In der Natur erfolgt die Gefolgschaft freiwillig. Die Macht des Anführers ist auf die Kontrolle der Einhaltung gesellschaftlicher Regeln beschränkt.

Natürlich muss man in einer sozialistischen Gesellschaft in anderen Maßstäben und Normen denken.

Um den Faktor „Macht“ zu streuen, haben die Griechen die „Demokratie“ erfunden.

Auch der Sozialismus braucht „Anführer“. Irgendwer muss ja im Streitfall „das letzte Wort“ haben.

Damit dieser/diese Anführer die Bodenhaftung nicht verlieren (Streben nach Macht ist natürlich, Streben nach Eigentum nicht), bedarf es einer demokratisch organisierten Gesellschaft. Einen „demokratischen Sozialismus“.

Nun liegt es im ureigensten Interesse der Kapitalbesitzer, „Demokratie“ und „Sozialismus“ als Widerspruch darzustellen.

Hingegen erklären sie ihren eigenen, nur ihrem Vorteil dienenden, Kapitalismus zur einzig wahren „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“.

Aber kann eine „Grundordnung“ demokratisch sein, in welcher sich Macht an der Menge des persönlichen Kapitalbesitzes orientiert?

Kann eine „Grundordnung“ freiheitlich sein, wenn 90% der Menschen dem Zwang unterliegen, für die Nutzung von Produktionsmitteln bei deren Eigentümern unbezahlte Fronarbeit ableisten zu müssen?

Welche Gesellschaftsform ist denn nun „natürlich“ und welche ist „wider die Natur des Menschen“?

Wenn mal wieder ein Kapitalist verkündet, es sei „das wichtigste, Menschen in Arbeit zu bringen“ sollte man ihn fragen, warum jede Woche Millionen Menschen Lotto spielen, obwohl es dort gar keine Arbeitsplätze zu gewinnen gibt.

Und wenn dann einer seiner Marionetten auf der Bühne steht und „Arbeit für alle!“ ruft…ist das dann Versprechen oder Drohung? Meint er wirklich „alle“ ???

Natur des Menschen

Arbeit liegt nicht in der Natur des Menschen. Das Gefühl „Langeweile“ hingegen beweist, das „beschäftigt sein“ eher seiner Natur entspricht.

Ich bin faul! Ja…wirklich!

Ich sitze hier am Computer und schreibe, was mir grad durch den Kopf geht. Ich bin beschäftigt, arbeite aber nicht.

Wenn ich auf den Button „publizieren“ klicke, kann die ganze Welt das Ergebnis dieser Beschäftigung lesen.

Als ich diese Beschäftigung erlernt habe, gab es noch kein Internet.

Ich müsste diesen Text tausendfach auf der Schreibmaschine tippen und mit der Post an meine unbekannten Leser schicken. Was für ein Stress!

Ich bin faul!

Anstatt zu Fuß in die nächste Stadt zu gehen (würde etwa 3 h dauern) um dort fürs Wochenende einzukaufen, fahre ich mit dem Auto, welches dann auch noch meine Einkaufstaschen für mich nach Hause schleppt.

Ich bin faul!

Ich stelle mich nicht stundenlang knietief in einen eiskalten Fluss, um dort meine Klamotten zu waschen.

Ich gehe ins Bad, stopfe den Kram in eine Maschine und drücke einen Knopf. Eine Stunde später macht es „pling“ und ich kann die Wäsche auf die Leine hängen. Fast trocken und sauber.

Ich bin faul!

Ich bin Mensch…kein Humankapital anderer Leute!

Damals ging es um Ausbeutung der Arbeiter, heute geht es darum, dass die Arbeit an sich verschwindet.

„Verschwindet“ die Arbeit wirklich oder ist es nicht vielmehr so, dass die Kapitalbesitzer die Fronarbeit durch ihre eigenen Maschinen und ihre eigene Technik erbringen lassen?

Wie soll ein System überhaupt funktionieren, in welchem Menschen durch andere Menschen zur Fronarbeit gezwungen werden, ihnen aber die Möglichkeiten zu selbiger unentgeltlicher Arbeit genommen werden?

Würde man den profitablen Lohnanteil der Maschinenarbeit in eine Sozialkasse…

Dumme Idee…hatten schon die Linksextremisten mit ihrer „Wertschöpfungsabgabe“ vor 20 Jahren.

Es rettet uns kein Gott, kein Kaiser noch Tribun!

Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun!

Helau…

was war…was wird

4. März 2011

Montag, 28.02.2011

Des Barons „Fanclub“ läuft zur Hochform auf.

Die Medien sind voll mit Jubelmeldungen über angeblich hunderttausende „Fans und Unterstützer“.

Kein Wunder…wurden doch diverse „Fanseiten“ von PR-Agenturen und „Jungliberalen“ eingerichtet und mit großem Aufwand indirekt beworben.

Was wirklich dahinter steckt, ist allerdings nur dem geübten Auge erkennbar:

Welcher Staat mag wohl eine rot-weiß gestreifte Flagge haben?

Wohin mag wohl die „Atlantik-Brücke“ führen?

Dienstag 01.03.2011

Um 10:30 Uhr meldet BILD, dass  Chefredakteur Dieckmann seiner Guttenberg-Marionette den Rückzug befohlen hat.

45 Minuten später tritt der Politik-Schauspieler vor „ausgewählte Medienvertreter“ und verkündet die BILD-Beschluss.

Als Begründung führt er „Belastung durch die Konzentration der Medien auf seine Person“ an.

Wäre ich nicht gerade mit beschäftigt gewesen… es hätte mich sicher vom Stuhl gehauen.

Ausgerechnet der Typ, welcher wie kein anderer Polit-Clown nur wegen dem jahrelangen Medienhype überhaupt existiert hat! Man fasst es nicht!

Anschließend war im Deutschlandfunk (aus sentimentalen Gründen noch im Mittelwelle-Empfang) gleich ein gewisser Herr Kauder zur Stelle, welcher fast einen Heulkrampf bekam.

Da war von einem „Politik-Profi“ die Rede und ich war nah dran, den Radiomoderator anzurufen und zu fragen, weshalb er mitten im Marionetten-Rücktritt das Thema wechselt.

Aber dann…der Kauder meinte tatsächlich den Guttenzwerg!

Dann kam gleich noch das Regierungs- und Medienmotto für den Rest der Woche: „Zweite Chance!“

Wie bitte? Hä?

Mooooment mal! Angeblich war doch die Pomaden-Omme als Kriegsminister so ein toller Kerl…frei von Fehl und Tadel. Weshalb bräuchte er da eine „2.Chance“?

Und eine „2.Chance“ beim Versuch, ohne Lug und Trug einen Dr.-Titel zu bekommen hatte doch niemand in Frage gestellt!

Seltsam. Ein paar Tage zuvor erklärte uns derselbe Kauder, dass man den Betrüger und Täuscher von der Rolle des Regierungspolitikers trennen müsse und nun doch wieder nicht?

Irgendwie verwirrend…

Mittwoch, 02.03.2011

Der Coup ist geglückt!

Kein Mensch redet mehr von Hartz V oder den zufälligen Zufällen, welche dem Herrn Baron zu Hilfe kamen, als er mit einem (fast durchgefallenem) „ersten Staatsexamen“ doch noch die Berechtigung zur Dissertation bekam. Für rotblütige Studenten mit einem „befriedigend“ wäre sowas nicht denkbar gewesen.

Auch interessierte niemanden mehr die zeitliche Differenz von 21 Monaten zwischen dem Führen des „Dr.“ und der später erfolgten Anerkennung der sog. „Doktorarbeit“.

Hatte Lügen-Theo nicht stets erklärt, dieser Titel sei für ihn „ohne primären Wert“ gewesen?

Ebenso geriet aus dem Blickfeld, dass der Lebenslauf des fränkischen Adelsmanns selbst eine einzige Täuschung ist.

Donnerstag 03.03.2011

Nach rund 24stündigen Spekulationen wurde bekannt, dass Bundesinnenminister de Maizere nun für die militärische Kriegsführung zuständig ist (ausgerechnet der Typ mit dem Schäuble-Terror-Wahn).

Wie schon beim kriminellen „Mister Universum“ der BILD sowie der CSU zauberte man auch dieses Mal wieder einen nahezu unbekannten CSU-Politiker aus dem Hut, um ihn auf den Stuhl des Merkelschen Innenministeriums zu setzen.

Hans-Peter Friedrichs von der CSU als Innenminister…dabei galt doch bisher die Linke als „radikal und extremistisch“!

Wer Friedrichs nicht kennt, wird ihn noch kennenlernen! Versprochen!

Friedrichs gehört zum nationalistischen tiefbraunen Sumpf der CSU.

Wer in seiner Gegenwart nicht unaufgefordert „Für Volk und Vaterland!“ brüllt, wird unverzüglich zu einem Fall für BKA und „Verfassungsschutz“.

Er gehört zu den Strippenziehern diverser „Versammlungsgesetze“ sowie der Neudefinition des Begriffes „Staatsgewalt“.

Als Bundesinnenminister muss Friedrich künftig in der Koalition das weiß-blaue Law-&-Order-Banner hochhalten (BILD)

Besonderes Engagement zeigt der Herr Friedrichs beim Thema „Internetkontrolle“ sowie „Vorratsdatenspeicherung“.

Die Einschränkung des Überwachungsstaates auf „Terroristen und schwere Straftaten“ soll auf Wunsch des Herrn Friedrichs abgschafft werden.

Das LKA Bayern setzt bereits den sog. „Bundestrojaner“ ein in Fällen von „Verleumdung“, also sog. „Meinungsdelikte“.

Nachtigall…ick hör dir trampeln!

Freitag 04.03.2011

In seiner hochpeinlichen „Rücktrittsrede“ hatte Lügen-Theo noch erklärt, sein Zögern hätte (u.a.) folgenden Grund:

Und es gehört sich, ein weitgehend bestelltes Haus zu hinterlassen, weshalb letzte Woche noch einmal viel Kraft auf den nächsten, entscheidenden Reformschritt verwandt wurde, der nun von meinem Nachfolger bestens vorbereitet verabschiedet werden kann. (Zeit)

Heute kam allerdings heraus: Ausser dem „Aussetzen der Wehrpflicht“ herrscht im „gut bestellten Haus“ des Kriegsministeriums das reine Chaos.

Für eine „Bundeswehrreform“ gibt es weder ein Konzept noch eine Finanzierung oder einen Plan. Nichts!

Was auch nicht wirklich verwundert:

Schließlich hatte „Gutti“ lediglich die Umwandlung der bundesdeutschen Wehr in eine imperale HartzIV-Söldnertruppe geplant.

Zur Verteidigung…nicht Deutschlands, sondern des Zugriffs bundesdeutscher Parteispender-Konzerne auf Rohstoffe und Märkte in fremden Ländern und fernen Kontinenten.

Und welche Propagandainstitution wäre für die Anwerbung des billigen Kanonenfutters besser geeignet als die BILD?

Wie schon im goldenen Mittelalter sollen heute Bettler und Tagelöhner für Ruhm, Ehre und Reichtum der herrschenden Klasse in den Krieg ziehen.

Und dabei gelten die Linken als die „Ewiggestrigen“… 🙂

Mit nicht zu übersehender medialer Gewalt soll ein Comeback des kriminellen Barons eingeleitet werden. Selbst die hirnfreie Bundesmerkel würde ein Comeback „begrüßen„.

Prompt wird dann auch verkündet:

Nach seinem Rücktritt will Guttenberg nach Informationen der „Bild“-Zeitung alle ihm zustehenden Übergangsgelder den Familien der bei Auslandseinsätzen gefallenen Bundeswehrsoldaten spenden. (n-tv.de)

Ist das nicht nett? Nunja…wir übersehen dabei geflissentlich, dass die gleiche Person als Soldaten-Minister sich stets geweigert hat, aus seinem Kriegs-Bugdet auch nur einen lumpigen Cent für verletzte und traumatisierte Kriegsheimkehrer auszugeben. Selbst den neue „Tapferkeitsorden“ hat er nur jenen zukommen lassen, welche in zugelöteten Zinksärgen ins heldenhaft am Hindukusch verteidigte Deutschland heimkehrten.

Zusätzlich „sponsort“ der von Ämtern und Skrupeln befreite Freiherr seiner CSU ein „Bürgerbüro“, welches er dann 2013 zum eigenen Wahlkampf zu verwenden gedenkt.

So wurde bereits heute der Grundstein gelegt für die nächste Guttenberg-Legende: der „Bürger-Politiker“.

War noch was?

Achjaaa… die Aktion „Pack dein Essen in den Tank!“ mit dem E10-Sprit scheint wohl gescheitert zu sein.

Schuld daran ist natürlich niemand.

Dabei hätte dieser Reinfall verhindert werden können: Die „Mindestquote“ bei den Tankstellen war genauso falsch wie der Verzicht auf eine „E10-Tauglichkeitsgarantie“ bei den Autoherstellern.

Offiziell wird zwar behauptet, 90% der Autos seien für diesen „Öko-Sprit“ geeignet…aber kein einziger Hersteller wagt es, dies auch zu garantieren.

Somit haben es Ölkonzern- wie Autoherstellerlobbyisten erfolgreich geschfft, das komplette Risiko des E10-Super auf die Büger abzuwälzen.

Er riskiert nicht nur eigenverantwortlich sein Auto, sondern wird auch noch über Preiserhöhungen zur Kasse gebeten, wenn die Konzerne ihre Mindestquoten nicht erreichen.

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Friede Springers WELT vom Freitag:

Kanzlerin Merkel glaubt an Guttenbergs Comeback

Seine Doktorarbeit habe mit der Ministertätigkeit nichts zu tun gehabt.

Ob Frau Merkel auch so reden würde, wenn mal wieder in BILD steht „Linke-Politiker war von 1974 bis 1976 bei der Stasi!!!“ ???

Oder wenn Klaus Ernst seinen „Luxus-Porsche“ in die Waschanlage fährt?

Nach Nullrunde sollen Renten jetzt wieder steigen

Rentner können sich in diesem Jahr wieder auf eine Erhöhung ihrer Bezüge einstellen.

Sind schon wieder Wahlen irgendwo?

Nunja…bei einer satten Erhöhung von sagenhaften 1% werden die Rentner wohl auch dieses Mal wieder ihre Stimmen an die schwarz-gelben Ganoven vergeben.

Altersstarrsinn oder Altersirrsinn?

Der rasante Abstieg des Euro-Sünders Griechenland

Die Schuldenlast erdrückt die Griechen und die Wirtschaft rutscht immer tiefer in die Rezession.

Achneee….

Wie war das noch mit der „Griechen-Rettung“? Merkel und Schäuble bestanden darauf, das Griechenland per „Hausaufgaben“ die Agenda2010 durchführt und sich aus der Bankenrettungs-Krise „herausspart“.

Und passiert ist dort das Gleiche wie hier in Deutschland. Nur ist Griechenland keine Hightech-Industrienation in der Mitte Europas, welche per gesetzlichem Lohndumping mehr exportiert als konsumiert.

Dumm gelaufen…

Die Guttenberg-Aktivisten haben Respekt verdient

Die Guttenberg-Fans haben dasselbe Recht auf Respekt und Anerkennung wie diejenigen, die ihn aus verletztem Akademikerstolz zum Teufel wünschten.

Naja, ich weiß nicht…

Ob man den von BILD & Co Verblendeten wirklich „Respekt und Anerkennung“ entgegenbringen sollte?

Sollte man sie nicht eher darauf hinweisen, dass sie ein Trugbild anbeten?

Ost-Arbeitnehmer spüren nichts vom Aufschwung

So ein Blödsinn!

Natürlich wissen wir alle, dass lange Arbeitzeiten bei gleichzeitig tariffreien Niedriglöhnen wie in der Kolonie „Ostdeutschland“ für Vollbeschäftigung, Wachstum und Wohlstand sorgen.

Wie kommt ausgerechnet der dumme Borstel auf die Idee, sowas zu behaupten? Frechheit!

Oder sollte man auch bei der WELT inzwischen bemerkt haben, dass sich die Leser-Kommentatoren nur noch über den Wachstumsjubel der Wirtschaft und ihres Ministers Brüderle lustig machen?

Trotz Hartz-IV-Reform, deren eigentliches Ziel es ja war, die Langzeitarbeitslosen wieder in Lohn und Brot zu bringen

Jaja…und gelbe Schmetterlinge falten saure Südfrüchte. Alles klar, Herr Borstel!

Aber clever ist er schon, der Chef der WELT-Abteilung „Hass dem Sozialstaat“.

Es sind natürlich die „Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten“, bei denen der legendenhafte „Aufschwung“ nicht ankommt.

Und was empfiehlt das dumme Schwein?

Beschäftigungsbarrieren für Geringqualifizierte müssen weiter abgebaut werden

Genau DAS hat man im Osten 20 Jahre lang getan!

Keine Tarifbindung, extra-niedrige Sozialleistungen (HartzIV „Ost“), Sonderregeln für Kündigungsschutz u.v.a.m.

Dabei gibt es bereits seit dem Tag der „Währungsunion“ im Osten keine Wirtschaft mehr, welche „unter dem Druck der Globalisierung“ steht…

Dazu:

Der Aufschwung ist vor allem ein Aufschwung der Profite. Die Unternehmer haben 2010 ein Plus von mehr als 13 Prozent eingesackt. Die Herren der Dax-Konzerne legen im gesamten Jahr sogar einen Anstieg um satte 210 Prozent hin!

In Stundenlöhnen gerechnet gab es nur einen „Zuwachs“ von 0,1 Prozent; nach Abzug der Preissteigerung errechnet sich eine Lohnsenkung um 1,7 Prozent!

(Michael Schlecht, Chefvolkswirt Linke-Fraktion im Bundestag)

Die Skala beginnt bei der HartzIV-Einführung 2005. Die graue Line markiert den Stand des Jahres 2000.

(geklaut bei Joachim Jahnke)