Archiv für Mai 2009

Hurra! Die Krise ist zu Ende!

27. Mai 2009

Na endlich! Wir haben sie überstanden, diese furchtbare Krise!

Neeee…. nicht die Finanzmarktkrise. Auch nicht die Wirtschaftskrise!

Hä? Gab es sonst noch Krisen?

Ja!

Es gab eine mehrmonatige Krise bei den neoliberalen Dummschwätzern, welche nach dem Absturz ihrer neofaschistischen Ideologie in eine tiefe Krise ihrer Glaubwürdigkeit gefallen waren.

Nachdem sich nun die erste Aufregung gelegt hat und einige mediale Ablenkungsmanöver (zum Glück gibs für solche Krisen immer noch die Stasi) die Wirtschaftskrise als „Top-Thema“ auf die 2. Seite verschoben haben, geht der neoliberale Wahn ungeniert weiter.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit werden zunehmend wieder die bekannten Hackfressen diverser „Wirtschaftsinstitute“ in den Medien platziert. Schon fast täglich wird man mit dem sinnfreien Geschwafel des Wendehalses Prof. UnSinn auf allen Kanälen konfrontiert.

Man merkt ihm aber zumindest an, das er selbst nicht daran glaubt, was er heute sagt. Die frühere Aggression, welche er stets mit Inbrunst gegen Arme und Arbeitslose auslebte, fehlt heute völlig. Nichtssagende Floskeln bestimmen heute seine Existenz in den Medien, welche es offensichtlich nur darauf abgesehen haben, den Dummschwätzer vom Ifo „im Bild“ der Öffentlichkeit zu halten.

Wobei die Angst eher unbegründet ist, das man eine derartig asoziale Gestalt je vergessen könne.

Ähnlich geht es Thomas Straubhaar vom Hamburger HWWI.

Im Spiegel darf er (mal wieder) die Realität meisterhaft verdrehen, um die Glaubwürdigkeit an sich und seine kranke Ideologie des Neoliberalismus durch die Krise zu retten.

Unter der Überschrift „Globalisiert die Krise nieder!“ lässt er seinen Wahnvorstellungen und schrägen Fantasien auf 2 Seiten freien Lauf. Der von Stefan Aust ins rechts-konservative Lager verschobene „Spiegel“ verzichtet auf eigene Kommentare und Anmerkungen. Das verwundert nicht, kämpft doch der Spiegel auf einem immer kleiner werdenden Schlachtfeld um die letzten noch verbliebenen zahlungskräftigen Werbekunden. Da muss man sich heutzutage natürlich noch intensiver um die Gunst des Kapitalistenpacks bemühen, um noch ein paar Anzeigen verkaufen zu können. Diese zunehmende Radikalisierung ist übrigens in fast allen Medien zu beobachten.

Aber lesen wir nun die weisen Worte der Wissenschafts-Hure Straubhaar:

Globalisierungskritiker könnte man zu den Gewinnern der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise zählen. Jetzt bekommen sie durch die größte Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg scheinbar die Bestätigung ihrer Thesen serviert.

Ebenso liefert diese Krise die Bestätigung dafür, dass Straubhaar & Co jahrelang nur Unfug gepredigt haben. Aber das sagt er nicht. Dabei wäre Einsicht der erste Weg zur Besserung…

Auch hierzulande heißt es jetzt aus der Politik, Deutschlands Wirtschaft sei zu stark auf den Export ausgerichtet. Es gelte nun, die Binnennachfrage zu stärken.

Allein die Wortwahl des 2. Satzes macht deutlich, das Straubhaar rein garnichts begriffen hat. Er hält einen funktionierenden Binnenmarkt heute immer noch für überflüssig.

Gefordert werden auch Strukturhilfen für notleidende Unternehmen – ohne Rücksicht darauf, dass damit ausländische Konkurrenten benachteiligt werden.

Achneee…plötzlich kritisiert Straubhaar „fehlende Rücksicht“ auf ausländische Konkurrenten? Hallo? Er selbst steht seit Jahren an vorderster Front wenn es darum geht, mit Hungerlöhnen und Deregulierungen aller Art den deutschen Industriekonzernen rücksichtslos „Wettbewerbsvorteile“ zu verschaffen. Mindestlöhne und Kündigungsschutz waren und sind für ihn „kommunistische Staatswirtschaft“.

Auch ist das alte Plädoyer für juristische Schutzwälle wieder zu hören – vor allem gegen ausländische Investoren.

Jemand sollte Herrn Straubhaar mal darüber informieren, dass „ausländische Investoren“ nur gefräßige Heuschrecken sind, welche mehr Geld und Vermögen aus einem Land holen als sie hinein-„investieren“. Das ist schließlich das Geschäftsmodell jeder kapitalistischen Wirtschaft. „Mehr nehmen als geben“ lautet die Devise. Die Heuschrecken dabei auszubremsen ist für Straubhaar einfach unvorstellbar.

der ungeliebten Globalisierung den Garaus zu machen, eint linke Anti-Globalisierungskritiker und rechte Abschottungsideologen.

Ähhhmmmm… was Globalisierungskritiker sind, weiß ich. Aber was sind Anti-Globalisierungskritiker? Das Gegenteil? Also Leute wie Straubhaar, UnSinn & Kollegen?

Zumindest gibt er zu, vereint mit rechten Ideologen zu sein. 😉

Aber in seiner geistigen Einfalt hat er bis heute nicht erkannt, dass Kritiker der Globalisierung selbige nicht abschaffen, sondern ändern wollen.

Da werden Argumente oft in einer Verpackung präsentiert, die vorgibt, das Wohl der Armen zu vertreten. In Wahrheit aber geht es nur um die eigenen nationalen Interessen.

Wessen nationale Interessen vertritt denn Straubhaar seit Jahren? Doch nur jene der hiesigen nationalen Wirtschaftsverbände! Und die handeln strikt nach dem Wohl ihrer Eigentümer und vertreten keine gesellschaftlichen Interessen. Ihnen kann die nationale wie globale Armut nicht groß genug sein. Was für ein widerwärtiger Heuchler!

Für die Armen und Ärmsten gibt es zur Globalisierung keine Alternative.

Das ist richtig. Aber die heutige Globalisierung bringt den Armen und Ärmsten keine Rettung, sondern den Tod. Straubhaar verweigert bis heute die Anerkennung der Tatsache, das es beim „Globalisierungs-Gewinner“ Deutschland eine stetig wachsende Zahl von Armen und Ärmsten gibt. Nicht trotz, sondern wegen der „modernen Globalisierung“, welche Straubhaar als „wissenschaftlicher“ Lobbyist mit zu verantworten hat.

Vor allem nicht, weil die Bevölkerungen in Armutsregionen weiter wachsen werden, im Gegensatz zu den schrumpfenden und alternden Gesellschaften Europas.

Ein bisschen Demografie als Würze darf natürlich nicht fehlen.

Ich hätte da eine Idee: Wie wäre es, wenn wir weiter auf Leute wie Straubhaar hören? Dann wird aus Deutschland ebenfalls eine Armutsregion, in der die Bevölkerung hemmunglos wächst! Dann wäre DAS Problem doch wohl gelöst, oder?

Man könnte aber auch fragen, was an schrumpfenden Bevölkerungszahlen eigentlich schlecht sein soll? Bereits heute sind mehrere Millionen Menschen allein hier im Land schlicht „überflüssig“ für die Erarbeitung der Profite.

Bereits in 20 Jahren wird Chinas Bevölkerung auf 1,4 Milliarden angestiegen sein.

Prophet Straubhaar lässt wieder die hellseherische Sau raus. Dabei weiß er selbst, das mit zunehmenden Wohlstand die Leute nicht mehr, sondern weniger Kinder kriegen. Genau diese Tatsache wird von Straubhaar auch immer wieder angeführt, wenn er sich über die „schrumpfenden und alternden Gesellschaften Europas.“ (siehe oben) beklagt. Sollte man also in China die Sklaverei in den Fabriken der ausländischen „Investoren“ einschränken oder gar abschaffen, kann sich Straubhaar eine neue Kristallkugel zum Hellsehen besorgen. 😉

Schon um für diese Massen bessere Lebensbedingungen zu schaffen, ist eine Teilhabe an den Erfolgen der internationalen Arbeitsteilung unverzichtbar.

Nur blöd, dass die heutige Form der Globalisierung darauf ausgerichtet ist, die Erfolge der internationalen Arbeitsteilung vollständig an die Eigentümer globaler Konzerne auszuzahlen.

Entgegen oft geäußerten Meinungen sind Massenarmut, Elend und Not nicht die Folge der Globalisierung. Gerade die Globalisierung – und oft nur sie – kann helfen, die schrecklichen Folgen von Machtmissbrauch, Korruption und Nepotismus zu überwinden und die Menschen vor der Willkür und Ausbeutung der Machthaber zu schützen.

Die Globalisierung schützt also vor Armut, Korruption, Machtmissbrauch und Ausbeutung?

Krank….Idioten wie Straubhaar sind einfach nur krank!

Nordkorea, Kuba, Burma, früher das Taliban-Regime in Afghanistan oder heute einige afrikanische Länder veranschaulichen überdeutlich, welchen horrenden wirtschaftlichen, aber auch gesellschaftlichen Preis die Massen für eine Abschottung von der Außenwelt zu bezahlen haben.

In der real existierenden Realität (von der Straubhaar offensichtlich keine Ahnung hat) werden z.B. Nordkorea und Kuba seit 50 Jahren durch die „westliche Wertegemeinschaft“ von der Aussenwelt abgeschottet und boykottiert. Alle Medien berichten in heller Aufregung über die neuen Atombomben- und Raketentests Nordkoreas. Kein Wort wird darüber verloren, das Südkorea, die USA und Japan in diesem Jahr das größte Militärmanöver seit dem vereinbarten Waffenstillstand (mit Nordkorea) veranstalten.

Jetzt die Globalisierung für Hunger, Massenelend, Armut, Unfreiheit und Unterdrückung in die Verantwortung zu ziehen, ist der falsche Weg. Ursache und Wirkung werden damit vertauscht.

Achja? Welche aufstrebenden demokratischen Industrienationen auf dem afrikanischen Kontinent sind denn bekannt? Die Globalisierung hat die weltweite Armut nicht bekämpft, sondern verstärkt. Gut zu sehen an der Globalisierungs- und Exportfixierung des Agenda2010-Deutschlands.

Straubhaar lebt in Hamburg. Dort gibt es nicht nur die höchste Millionärsdichte Deutschlands, sondern auch eine grassierende Armut unter der „normalen“ Bevölkerung. Mangelnde Teilnahme an der Globalisierung kann man der Hafenstadt Hamburg allerdings nicht nachsagen….

Dabei werden die Länder außerhalb Nordamerikas und Europas künftig weniger denn je die Rolle der verlängerten Werkbänke spielen wollen.

Das ist richtig. Allerdings wird die NATO keine Hemmungen zeigen, eine solche Veränderung gewaltsam zu verhindern. Wohl dem, welcher im Ernstfall nuklear zurückschlagen könnte!

Stattdessen werden weltumspannende Netzwerke mit unterschiedlichen, aber gleichberechtigten Partnern die globale Arbeitsteilung vorantreiben.

Gleichberechtigte Partner? Hallo? Dazu müsste man erst den Kapitalismus abschaffen, in dem bekanntlich stets das Recht der Stärkeren gilt.

Sie werden dafür sorgen, dass die Globalisierung heute nicht am Ende ist, sondern erst am Ende des Anfangs.

Deutschland wird am Hindukusch verteidigt und die Agenda2010 ist auch nur das Ende vom Anfang?

Welche „Strukturreformen“ werden Neofaschisten wie Straubhaar im nächsten Jahr fordern, wenn die Globalisierungsgewinner wieder das alte Lied von der „globalen Wettbewerbsfähigkeit“ singen? Kaum anzunehmen, das Straubhaar und Konsorten dann Maßnahmen fordern, welche zu einer Verringerung von Armut und Ausbeutung führen.

insm_huren

bekannte Huren der Neuen Sozialen Marktwirtschaft (INSM)

Liebes Grundgesetz…

26. Mai 2009

Liebes Grundgesetz!

Nachdem nun Deine Feinde und Mörder den 60. Jahrestag Deiner Existenz gefeiert haben, möchte auch ich Dir alles Gute wünschen, auch wenn Dein Tod nach Ratifizierung der „EU-Verfassung“ unter dem Tarnbegriff „Vertrag von Lissabon“ bereits beschlossen ist.

Kein Wort verloren Deine Henker in ihren Ansprachen darüber, dass Du bereits gefesselt und geknebelt in der Todeszelle sitzt.

Vor 60 Jahren sollte ein neues Leben beginnen. Nachdem der Faschismus in der Version „Hitler 1.0“ durch militärische Übermacht von Außen bezwungen wurde, begannen die Menschen damit, von einer Zukunft in Glück, Frieden und Wohlstand zu träumen. Ein paar Auserwählte brachten ihre Träume dann zu Papier, banden ihre Träume zu einem kleinen Buch und nannten es Grundgesetz.

Leider blieb es bei einem schönen Traum. Ich persönlich wuchs in einem Land auf, welches eine vom Volk beschlossene und somit echte Verfassung besaß. Mein Blick auf dich war und ist ungetrübt, da ich nicht mit den merkwürdigen Interpretationen deines Inhaltes durch die heute herrschende Klasse aufgewachsen bin. Für mich warst du stets das Wort, welches geschrieben stand.

Und es gibt viele Worte in Dir, welche heute noch zum Träumen einladen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Achjaaa…. wie schön wäre doch solch ein Zustand! Aber in einer von Besitzenden regierten Welt konnte man es nicht lassen, selbst dem Begriff „Würde“ einen Wert zu geben. Schließlich mussten die Herrscher ja eine Grenze finden, um die Einhaltung Deiner Worte heucheln zu können. Man entschloss sich also, die Würde des Menschen am Füllstand seines Kontos zu bemessen. Natürlich hatte dieses Vorgehen niemals etwas mit dem Sinn in Deinen Worten zu tun. Oder ist es vielleicht würdevoll, wenn jemand würdelos in aller Öffentlichkeit an den „Tafeln“ anstehen muss, um ein paar Reste Bioabfall aus den Konsumtempeln der Wohlstandsbürger zu erhaschen?

Die staatliche Gewalt achtet und schützt nur die Würdenträger, welche auf Grund ihres Reichtums nur Hohn und Spott für die Besitzlosen und damit Würdelosen übrig haben.

Aber auch jene, welche in Karlsruhe über Dein Wohl wachen sollten, haben Dich schon längst verraten. Sie sorgen nur noch dafür, dass die herrschende Klasse durch hoheitliche Neuinterpretationen Deiner Worte in ihrer Macht und Gier unbehelligt bleiben kann.

Im Satz 3 des Artikel 1 stehen diese Worte:

Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Hat denn bis heute niemand gemerkt, dass die Würde des Menschen sowie die Menschenrechte nicht zu den nachfolgenden Grundrechten gehören, welche die Gesetzgebung bestimmen sollen?

Sollte es wirklich so sein, das die Menschenwürde und die Menschenrechte in diesem Land keine unmittelbar geltende Rechte sind?

Deine Autoren hatten die Achtung der Würde und der Menschenrechte als Lehre aus der Vergangenheit als Selbstverständlichkeit angenommen. Aber wie das Leben so spielt….die folgenden Generationen waren nicht gewillt, in die Fußstapfen Deiner Schöpfer zu treten. Sie heuchelten 60 Jahre lang „Demokratie und Sozialstaat“, aber in den Hinterzimmern der Macht unterwarfen sie sich der Diktautr der Kapitalbesitzer. Kaum war der Zwang zur Heuchelei zusammen mit der „Mauer“ zu Staub zerfallen, legten sie Dir und Deinem Volk die Schlinge um den Hals. Sie beteten die Götter der Globalisierung an, während sie diese Schlinge immer fester zuzogen.

Ich hätte Dir gern darüber erzählt, wie Deine Träume Schritt für Schritt Realität wurden, aber das kann ich nicht.

Deine Worte haben für immer weniger Menschen in Deinem Land Bedeutung. Eine Vielzahl von Gesetzen und „Reformen“ haben Dir den Boden unter den Füßen weggerissen. Nun baumelst du am Galgen der Kapitalisten und suchst verzweifelt einen Halt unter Deinen Füßen. Das Volk, welches einst an Dich glaubte, steht dabei und denkt, Du würdest nur ein lustiges Tänzchen aufführen.

Durch ihre Reihen schlürfen Lügner und Heuchler, welche auf den Lippen ihrer Medien ein fröhliches Lied pfeifen, um diesen Eindruck noch zu verstärken.

Wenn Dein Todestanz zu Ende ist, werden sie sich erheben und dem Volk höhnisch zurufen: „Beklagt euch nicht, eure Freude über diese Show war nicht zu übersehen!

Dann werden sie Dich ersetzen. Durch eine „EU-Verfassung“, deren Worte stets nur einen einzigen Satz zum ultimativen Gesetz erhebt: Der Wille der Wirtschaft ist unantastbar!.

Deine Freunde wollen Dich an die Hand nehmen, Dich retten vor der Diktatur des Kapitals. Aber Deine Feinde stellen sich Dir und ihnen in den Weg. Deine Feinde verlangen von jedermann, er müsse mit „beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes stehen“. Aber kann es in Deinem Sinne sein, wenn sich das Bürgertum zusammenfindet, um Dich mit Füßen zu treten und auf Dir herumtrampeln?

Ihre Macht basiert auf Dummheit. Der Dummheit der Stammtische und der unkritischen Konsumenten der Medien-Propaganda.

Deine Macht bestand immer aus dem Wissen. Das Wissen darüber, dass die Macht einiger Weniger den Untergang Aller zur Folge hat. Dieses Wissen und damit Deine Macht sind systemisch systematisch ausgelöscht worden. Deine Killer versprühten das süße Gift von „Wachstum und Wohlstand“, hatten aber stets nur die Leichenfledderei an ihren Opfern im Sinn.

Kein einziges der in Dir erwähnten Grundrechte blieb unangetastet. Mit den Floskeln „Terror“, „Demografie“ und „Globalisierung“ haben deine Mörder immer mehr Menschen aus Deinem Geltungsbereich entfernt. Heute muss man nur arbeitslos, alt oder mittellos, einen seltsam klingenden Namen haben oder einfach nur Dein Freund sein, um als Staatsfeind durch Straßen und Titelseiten gehetzt zu werden.

Sag mir, was wir tun können, um Dich zu retten!

Wie schaffen wir es, Deinen Worten zu folgen um aus diesem Land einen demokratischen und sozialen Bundestaat zumachen?

Wie können wir die Staatsgewalt den Neofaschisten entreissen, um sie in die Hände und Verantwortung des Volkes zu legen?

Wieviel Not und Elend müssen erst noch über uns kommen, bis wir Deinen Worten wieder Kraft und Inhalt geben?

Deine und unsere Feinde schmieden schon lange die Ketten, mit denen sie uns fesseln, um ihre Macht zu sichern und uns am Widerstand zu hindern.

Wann wird es zu spät sein? Wann werden die Meschen aufwachen und feststellen, dass sie jede Chance auf Rettung durch demokratische Mittel einfach verschlafen haben?

Du kannst darauf keine Antwort mehr geben. Sie haben Dich bereits Deiner Stimme beraubt und durch die Gesänge von Lobbyisten und angeblichen „Experten“ ersetzt.

Wir werden die Antworten selbst finden müssen. Aber dazu müssen wir gemeinsam darum kämpfen, die dazugehörenden Fragen laut und vernehmbar zu stellen.

Wirf einen Blick in meine Blogroll. Dort findest Du viele Freunde, welche treu an Deiner Seite stehen. Ob sie sich nun Duckhome oder ad sinistram nennen, Gerd E. Flegel oder Egon W. Kreutzer heißen, auf ihren Seiten zum Nachdenken auffordern oder mit Feynsinn über diese Welt aufklären…jeder gibt was er kann, damit eines Tages alle bekommen, was sie brauchen.

Wusstest Du eigentlich, das man Dich gratis und portofrei beim Deutschen Bundestag bestellen kann? Dort kann man Dich in einen virtuellen Warenkorb legen und Du wirst ein paar Stunden später von einem unterbezahlten und gehetzten Zumwinkel-Opfer in einen Briefkasten gestopft. Sogar 3fach!

Das sieht dann so aus:

grundgesetz

Ist das nicht toll? So kann jeder in dir lesen und von einem besseren Leben träumen, solange es Dich noch gibt.

Die Wahrheit kann und muss man nicht kaufen, denn sie ist keine Ware.

Aber die Lüge ist eine Ware, für die das Kapitalistenpack täglich viele Millionen Euro ausgibt. Geld, welches sie durch Wucher und Betrug „erwirtschaftet“ haben. Gestohlen haben sie es denjenigen, welche nicht in widerlichen Absichten handeln, sondern für ihren Lebensunterhalt arbeiten!

grundgesetz_2

Einen Finger kann man brechen…ein Faust nicht!

In diesem Sinne:

revolution

Focus der Reichen

25. Mai 2009

Der Chef des Focus heißt Helmut Markwort. Er ist bekennender FDP-Fetischist und in seiner Eigenschaft als „Journalist“ ein sehr eifriger Arschkriecher der Reichen und Mächtigen.

Alles Soziale ist ihm widerwärtig, Reichtum und Macht gehören für ihn (wie für alle Faschisten) zusammen wie Butter und Brot.

Nachdem sein Focus nun in mühevoller Arbeit wochenlang den Bundespräsidenten des Frankfurter Bankenviertels Horst Köhler zum Super-Mega-Star des Deutschen Volkes aufgeblasen hat, feiert die Kanaille der Abzocker und Ausbeuter fröhlich die „neue Kraft“ der schwarz-gelben Volkszertreter.

Wie es sich für einen Dummschwätzer der asozialen FDP gehört, befahl er denn auch gleich seinem „Ressortleiter Debatte“ Thomas Wolf einen Artikel über die „ungerechten“Steuern für Reiche, Spitzenabsahner und ähnlich vom Schicksal Benachteiligte.

Unter der Überschrift „Reiz des Reichtums“ liefert er ein treffliches Beispiel medialer Verblödungstaktik.

Nachdem er dem gläubigen Focus-Leser lang und breit darüber „aufgeklärt“ hat, welche furchtbaren Parteien („SPD“, Grüne, Linke) bei den armen, hungerleidenden „Leistungsträgern“ Steuern erheben wollen, beginnt er ein wirres Spiel nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“.

Von den unteren 50 Prozent der Steuerpflichtigen kommen lediglich 6,2 Prozent, von den unteren 20 Prozent gar nur 0,3 Prozent des Steueraufkommens.

Eine Gerechtigkeitslücke sieht wahrlich anders aus.

Völlig richtig! Gerechtigkeit sieht anders aus! Aber ganz anders, als diese neoliberale Maulhure meint: Dass die „unteren 20%“ auf nur 0,3% der Lohnsteuer kommen liegt keineswegs an einem „ungerechten“ Lohnsteuersystem. Vielmehr ist die Ursache darin zu suchen, das Deutschland nach diversen „Reformen“ den weltweit größten Anteil an Hungerlöhnern in den westlichen Industrienationen hat. In der EU ist Deutschland die einzige Nation, in der man auch als Fachkraft nicht davor geschützt ist, für weniger als den Steuerfreibetrag ausgebeutet zu werden.

Aber DAS interessiert den Schreiberling des Boulevardblattes der Steuerhinterzieher FDP-Wähler natürlich nicht.

Und selbst das BMF kommt auf seiner Website zum Schluss: „Es ist ein Märchen, dass Reiche kaum Steuern zahlen.“

Das BMF ist das Bundesfinanzministerium. Schaut man sich die Steuerpolitik dieses Ministeriums der letzten 10 Jahre an, verwundert diese Lüge freilich nicht. Schon immer seit der Machtübernahme der Wirtschaftsbosse des Herrn Schröder wird mit diesem Unfug die Umverteilung der Steuerlast von Oben nach Unten legitimiert. Aktuell beträgt der Spitzensteuersatz (auf dem Papier!) 42%. Die reale Steuer“last“ beträgt allerdings nur etwa 20%. Also 5 Prozent mehr als der Eingangs-Steuersatz.

Hä? Wie geht denn sowas?

Gaaaanz einfach:

Sie erinnnern sich doch an die elendige Diskussion über das „ausufernde und unverständliche“ Steuerrecht? An die Debatten darüber, dass Deutschland (angeblich) das umfangreichste Steuerrecht der Welt hat?

Das Problem des Umfanges der Steuergesetze liegt in den Ausnahmeregeln! Schon seit der Adenauer-Regierung befahl die herrschende Klasse, man müsse ihnen bei der Steuerpflicht stets Ausnahmen gewähren.

Nun konnte man aber aus verständlichen Gründen in einer „Demokratie“ nicht in jedes Gesetz hineinschreiben: „Diese Steuer gilt nur für den Pöbel, aber nicht für die Eliten!

Also fand man eine riesige Menge an Klauseln und Phrasen, um diesen Zustand durch Verkomplizierung herzustellen.

Statt „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.“ schrieb man in die Steuergesetze:

„Das maximale Volumen subterraner Agrar-Produkte steht in reziproker Relation zur spirituellen Kapazität des Produzenten“

Verstanden? Gut!

Und so kommt es, das Arbeitsplatzbesitzer im Büro auch noch ein „Arbeitszimmer“ steuermindernd anerkannt bekommen, während Arbeitsplatzbesitzer am Fließband erst die Regierung verklagen müssen, um wenigstens den Weg zur Arbeit als „Werbungskosten“ geltend machen zu können. Nutzt man all die Feinheiten des Steuerrechtes aus, z.B. nicht benötigtens Einkommen an den Börsen verzocken als „Altersvorsorge-Anlage“, kann man seinen Steuersatz von 42% mehr als halbieren. Zuzüglich natürlich des Ehegattensplittings, welches den Besserverdienern bekanntlich mehr nützt als verheirateten „Bedarfsgemeinschaften“ aus einem Gering-/Normalverdiener und einem Hartz4-Opfer.

Aber nun weiter im Focus:

Der Durchschnittsverdienst der Deutschen liegt bei rund 44 000 Euro pro Jahr – und hier werden für Steuern und Sozialabgaben sogar 53 Prozent fällig.

Bei dieser Angabe handelt es sich (wie üblich im neoliberalen Dummschwatz) nicht um das Durchschnittseinkommen, sondern um das Medianeinkommen. Typisch ist auch die unzulässige Vermengung von Steuern und Sozialbeiträgenabgaben. Bekanntlich sind die Sozialbeiträge nicht einfach „weg“, sondern dienen der sozialen Absicherung von Krankheit, Arbeitslosigkeit und Alter.

Aber „Sozialversicherungen“ sind im neoliberalen Focus schon immer widerliches Teufelszeug gewesen.

Dann folgt eine unglaubliche Manipulation nach dem Motto: Die Reichen sind alle arm dran:

Lebt dieser Arbeitnehmer (mit 125.000 Euro brutto/Jahr!!!)in „wilder Ehe“ – in „Patchwork“-Zeiten nichts Ungewöhnliches – mit zwei Kindern, kostet die Absicherung der Familie stolze Summen.

Bei mehr als 10.000 Euro/Monat (!!) gibt es kaum „Patchwork“familien. In diesen Kreisen macht der Steuerberater von sich aus einen Hochzeitstermin klar und der eigene Rechtsanwalt legt ungefragt den obligatorischen „Ehevertrag“ zur Unterschrift vor.

Gut zu sehen an die vielen „Kurzzeit-Ehen“ und „Blitz-Hochzeiten“ unter Promis aus Politik, Unterhaltung und Wirtschaft.

Eine private Krankenversicherung für die vierköpfige Familie schlägt mit jährlich rund 10 500 Euro zu Buche,

Na und? Soll er doch zur AOK gehen, da kann er Frau und Gören „mitversichern“. Kein Mensch zwingt ihn zur PKV mit Luxus-Vorzugsbehandlung!

Naja…ok: Der Sozialrassist und „Ärztepräsident“ Jörg-Dietrich Hoppe hat in Tradition eines gewissen Dr. Mengele die Selektionsrampe im Wartezimmer gefordert. Da könnte eine PKV-Karte schon als Lebensretter dienen… Elendiges Faschistenpack!

eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit rund 2400 Euro

Was soll der Schwachsinn denn? Leute mit mehr al 10.000 Euro Monatseinkommen müssen schon klinisch tot sein, um „berufsunfähig“ zu werden.Schließlich arbeiten sie am Schreibtisch und nicht auf Dächern, in Backstuben oder wuchten täglich 20 Tonnen Müll auf die Kippvorrichtung eines Müllwagens.

und eine private Lebens- oder Rentenversicherung zur Altersvorsorge mit weiteren rund 5000 Euro.

Selbst schuld, wenn man freiwillig(!) jedes Jahr 5000 Euro beim Börsen-Monopoly verzockt. Das ist übrigens mehr, als ein Hartz4-Empfänger im ganzen Jahr zum Leben hat. Für Nahrung, Kleidung, Stromrechnung etc.

Und hat der „Reiche“ ein Haus im Wert von 500 000 Euro gebaut – und damit Jobs in der Bauindustrie gesichert -, kosten fünf Prozent Zinsen und ein Prozent Tilgung jährlich weitere 30 000 Euro.

Jaja…ein kleines Häuschen für eine halbe Million Euro kosten 6% im Jahr, also 30.000 Euro.

Natürlich ist man bei so einer Bruchbude keineswegs „reich“, man sichert sogar Jobs in der Bauindustrie!

Zumindest schimmert durch, das dieser „Durchschnittsverdiener“ einen sicheren Job haben muss. In Zeiten eines von Peter Hartz und Wolfgang Clement völlig deregulierten Arbeitsmarktes kann es sich allerdings kein normaler Mensch leisten, sich mit einer halben Million Euro an einen Ort fest zu binden. Abgesehen von der Frage, woher er einen Kredit in dieser Größe bekommen soll…

Unterm Strich schrumpft das üppige Bruttojahresgehalt also auf etwa 22 000 Euro – rund 1900 Euro monatlich – mit denen die Kosten für Essen, Kleidung, Kindergarten, Schule, Auto und Urlaub bestritten werden müssen.

Ooohh…bitte mal eine Tüte Mitleid! Selbstverständlich nimmt dieser Hungerleider keinerlei Sozialleistungen in Anspruch, weder Kindergeld noch irgendeinen Steuerfreibetrag.

Und weil ihm nach Einrichtung eines Luxus-Lebens kaum noch Geld zum Überleben bleibt, soll der Staat also Mitleid zeigen und die Steuern noch weiter senken. Ja…gehts noch?

Klischees von Champagner schlürfenden Nichtstuern entpuppen sich da rasch als billige Polemik.

Das auch vom Focus gern gepflegte Klischee vom faulen Sozialschmarotzer auf Hartz4 mit Super-LCD-Fernseher, Handysammlung und Bierwampe ist natürlich keine billige Polemik, nicht wahr?

Wer das Rezept gegen die finanzielle Schieflage im Schröpfen der Reichen sieht, hat auf Sand gebaut. (…) Stattdessen würde ein solches Negativsignal allenfalls weitere Vermögende vertreiben.

Jaja…das scheue Reh!

Aber halt…war hier nicht eben noch von dem armen Durschnittsverdiener mit mehr als 10.000 Euro (in Worten: Zehntausend) Monatseinkommen die Rede?

Warum spricht man plötzlich von der Vertreibung Vermögender? Versteht das jemand?

Man muss wohl schon sehr tief in den rektalen Körperöffnungen der Kapitalbesitzer stecken, wenn einem ein solcher Fauxpas nicht selbst auffällt.

Und selbst wenn die Vermögensbesitzer abhauen…was solls? Dieses Pack zockt jeden Tag aus Staat und Gesellschaft mehr Profit ab als es jemals an Steuern zahlen wird. Lasst sie ziehen! Ich trage ihnen ihre Geldkoffer gern persönlich über die Schweizer Grenze!

Man lebt in diesem Land nicht trotz, sondern wegen der Reichen in Armut!

Aber warum sollten sie ihren Kapitalbesitz behalten dürfen, wenn sie das Land fluchtartig im Stich lassen? Schließlich kann ich mein altes Auto auch nicht einfach am Straßenrand „verschrotten“ in der Erwartung, es würde niemanden interessieren!

Ausserdem…. das Geschwafel vom scheuen Reh hat noch einen Haken:

Wer in Deutschland als „Durchschnittsverdiener“ mehr als 10.000 Euro bekommt und ein Haus im Wert von 500.000 Euro besitzt, kann nicht einfach in ein Steuerparadies umziehen. Was passiert mit dem Haus? Wie kommt er zur Arbeit? Täglich von Zürich nach München in die Focus-Radaktion pendeln? Autsch…

Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio warnte schon vor Jahren, die wirklich Reichen könnten sich dem deutschen Steuersystem problemlos und ganz legal durch Auswanderung entziehen.

In der kommunistischen Unrechts-Diktatur „USA“ ist das nicht möglich. Da wird man immer steuerpflichtig, egal woher man auf diesem Planeten Geld bekommen hat.

Aber auch Udo di Fabio gehört zum herrschenden Recht der Herrschenden. Er fordert seit Jahren Steuersenkungen für Reiche, aber nie eine grenzüberschreitende Steuerpflicht nach dem Prinzip der Staatsbürgerschaft bzw. der Quellensteuer.

Kein Wunder, das er von neoliberalen Pack der Medienhuren immer wieder gern als „verfassungsrechtlicher Kronzeuge“ aufgeboten wird.

Und nun raten Sie mal, welcher Verfassungsrichter das Märchen erfunden hat, die (alte) Vermögenssteuer sei „verfassungswidrig“ gewesen?

Weder er noch die Medien haben jemals klargestellt, das nicht die Vermögenssteuer, sondern die Art der Erhebung unzulässig war.

reichensteuer

BILD-Geschichten

20. Mai 2009

Geschichte #1:

BILD steht voll im Wahlkampf für Friede-Springer-Freundin Angela M.

Nun sind ja bekanntlich einige Ungereimtheiten im DDR-Lebenslauf der Frau Bundesmerkel aufgetaucht. Also bemüht sich BILD, diese Merkwürdigkeiten zu legitimieren. BILD nutzt dazu Aussagen aus der Merkel-Wahlwerbung „Menschen bei Maischberger“:

„Wir haben oft in Gaststätten an die Lampe geklopft und gesagt: ‚Wenn ein Mikrofon drin ist – einschalten!‘ “

Entweder ist Frau Kandesbunzlerin paranoid oder sie hat eine ausufernde Fantasie. Hier soll wohl das Klischee „Die Stasi war immer und überall…“ bedient werden. Kein Mensch in der DDR hat sich je so verhalten. Zum Beispiel standen in den DDR-Gaststätten die Lampen nicht auf dem Tisch, sondern hingen wie überall in der Welt von der Decke herunter.

Sie habe zu DDR-Zeiten manchmal an Ausreise gedacht, aber einzelne Gelegenheiten zur Flucht – etwa während einer Besuchsreise nach Hamburg – nicht genutzt.

Angela M. fuhr 1986 zu einem Familienbesuch nach Hamburg (BRD). Sie war damals bekanntlich noch viele Jahrzehnte vom ausreisefähigen Rentenalter entfernt. Und wenn man dann noch „West-Verwandtschaft“ besaß und Mitglied im höchsten wissenschaftlichen Gremium der DDR, MUSSTE man zwangsläufig mit dem MfS „ins Bett gehen“. Ohne 120%-Staatstreue sowie volles Vertrauen der Stasi hätte sie unter diesen Umständen niemals eine „Reisegenehmigung für das NSW“ bekommen. (NSW = NichtSozialistisches Wirtschaftsgebiet)

„Ich habe dazu oft genug Stellung genommen. Ich war selbstverständlich und viele Jahre in der FDJ.“ Solche Vorhaltungen seien „nicht der deutschen Einheit dienlich“ sagte sie.

Da die Wahlkampfdirektive der CDU gegen die Linke ausschließlich aus solchen Vorhaltungen besteht, kann man Frau Merkel getrost als schamlose Heuchlerin betrachten.

„Ich habe mir ein Leben als Wissenschaftlerin ausgesucht. Ich habe mir ein Studium ausgesucht, damit ich nicht so viele Kompromisse eingehen musste.“

Anders ausgedrückt: Frau Merkel ist in jeder Beziehung „anpassungsfähig“. Natürlich würde BILD die hochgeschätzte Frau Bundeskanzlerin niemals als Wendehals oder Opportunistin bezeichnen.

„Man sollte nichts verschweigen, aber auch nicht diese Schwarz-Weiß-Diskussionen führen, die uns allen nicht weiterhelfen.“

Ist schon recht, Angela! Was die CDU betrifft, muss man natürlich fein differenzieren und lügen, bis sich die Balken biegen. Bei anderen Leuten kann die DDR-Vergangenheit nicht schwarz genug gemalt werden. Zumindest hast du den Medien schonmal zu verstehen gegeben, das es auch in der CDU noch einige Stasi-Untiefen gibt…

Auf die Frage, ob der frühere DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker ein Diktator war, antwortete Merkel: „Im Sinne der Diktatur der Arbeiterklasse und ihres Machtanspruches war er natürlich dieser Diktatur verpflichtet.“

Eigentlich müsste BILD jetzt den sofortigen Rücktritt von Frau Merkel fordern. Schließlich hat sie sich in aller Öffentlichkeit geweigert, die DDR als Diktatur zu bezeichnen!

Aber zumindest gibt sie zu, das ihr die Diktatur des Kapitals lieber ist als eine Diktatur der Arbeiterklasse. Vielleicht hätte sie in ihrem Leben auch einmal arbeiten sollen? 😉

Geschichte #2

Nachdem sich nun schon einige Medien und „Experten“ dazu geäußert haben, das „HartzIV“ wohl nun in der Krise unbezahlbar werden würde, nimmt sich auch BILD dieses Themas an.

Allerdings nach dem bewährten Stammtisch-Motto „Arbeitslose sind faule und gierige Sozialschmarotzer!„.

Zu diesem Zwecke „berichtet“ BLÖD BILD aus einem Berliner Sozial HartzIV-Gericht.

Michael K. ist einer von 7 Millionen Deutschen, die von Hartz IV leben: 351 Euro Regelsatz plus Miete. Plus Nebenkosten. Plus Möbel.

Ahja… Plus Möbel. Da wäre aber noch mehr drin gewesen. liebe BILD. Zum Bleistift Plus Mercedes oder Plus 4 Handys oder Plus 100-Zoll-Plasma-Fernseher oder Plus Armani-Anzüge oder Plus Jährliche Kreuzfahrten

Nene…so geht das nicht! Wenn man schon Unfug zum Zwecke der Volksverhetzung verbreitet, sollte man wenigstens so richtig zulangen! 😉

Alle wollen Geld oder zu viel gezahltes nicht zurückgeben.

So sind sie halt, diese Sozialschmarotzer! Was für pöse Purschen!

Reinhard W., Mitte 50, wirres Haar, ist in Sorge…

Nichtmal zu Friseur gehen diese Sozialstaatsparasiten! Merkt euch das liebe BILD-Leser!

Ob Beate S. (eine dralle Frau um die 40 mit Neonjacke) und Heiko Sch. (ein junger Mann um die 20 mit Tarnhose) in „eheähnlicher Gemeinschaft“ leben, wird um 11.40 Uhr unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt.

Und anständige Klamotten haben die auch nicht! Eine dralle Frau (Hallo BILD, da gehört noch „in hautengen Leggins“ hin!) und ein junger Mann in Tarnhose (ist bestimmt einer von diesen gewalttäigen Linken) verleugnen auch noch vor Gericht ihre eheähnliche Gemeinschaft. Frechheit! Dabei sieht doch jeder (Vor Glück nimmt sie ihren Mitbewohner in den Arm.) dass die Beiden nur den Staat betrügen wollen!

Catherine G., 28, Lehramtsstudentin mit Tochter (2) hat eine Menge Bescheide und zu viel Geld bekommen.

Typische HartzIV-Empfänger! Mit 28 noch Studentin und dann auch noch mit Kind!

Obwohl sie im Unrecht ist, darf die junge Frau das Geld behalten – wegen Formfehler!

Genau! Nicht das Gericht entscheidet über Recht oder Unrecht, sondern BILD. Und nur BILD! Wir brauchen dringend neue Reformen! In der Justiz und dem Sozialstaat! Es kann doch nicht sein, das ein Richter eine andere Meinung hat als Springers Hetzblatt…

Der arbeitslose Michael K., ein bulliger Mann mit Bart, ist umgezogen. Das Amt hat den Umzug bezahlt. Die neue Wohnung auch. Jetzt streitet er um die Warmwasserpauschale – das sind in Berlin 6,53 Euro. Der Berliner Senat zieht 6,53 Euro ab, weshalb machmal sogar um diese 31 Cent gestritten wird. Michael K. will gar keine Pauschale zahlen, weil er in einer WG wohnt. Er gewinnt.

Kann sich dieser „bullige Mann mit Bart“ nicht einfach rasieren und für sein Geld arbeiten? Wieder so ein typischer Hartz-4-Empfänger!

Ich möchte nur informativ darauf hinweisen, das der Senat sowieso das Warmwasser als Wohnkosten mitzahlen muss, da Warmwasser nicht im Regelsatz enthalten ist. Ausserdem zahlt das Amt den Umzug nur, wenn es ihn selbst vorher angeordnet hat.

Geschichte #3

Bild macht nicht nur für Dieter-Hundt-Zäpfchen Angela Merkel Wahlkampf, sondern auch für den BankenBundespräsidenten Hotte Köhler:

Gesine Schwan hat Probleme. Allem Anschein nach kostet sie ihre Weigerung, die DDR als „Unrechtsstaat“ zu bezeichnen, entscheidende Stimmen bei der Bundespräsidentenwahl.

Jaaaa…so geht das natürlich nicht, Frau Schwan! Entweder Sie unterwerfen sich der offiziellen Siegergeschichte oder es ist Aus mit Ihnen! Wo kämen wir denn hin, wenn man andere Meinungen gelten ließe als die des Kapitalistenpacks der von BILD anerkannten „Historiker“?

Geschichte #4

Hans-Hermann Tiedje ist einer der Chef-Dummschwätzer Kommentatoren von BILD. In seinem Kommentar befasst er sich mit der Armuts-Landkarte. Und weil man auf gar keinen Fall die kapitalistischen Besitz- und Machtverhältnisse für die ausufernde Armut verantwortlich machen darf, findet Tiedje mal wieder die wahre Schuldige: die DDR!

Dieser Osten, so viel steht fest, ist weder von Kohl noch Brandt, weder von Schröder noch von Frau Merkel arm gemacht worden.

Es steht aber eigentlich etwas ganz anderes fest: Der Osten ist von Kohl und Horst Köhler arm gemacht worden! Dafür gibt es Beweise. Für Ihre hirnrissigen Behauptungen nicht, Herr Tiedje!

Als der Unrechtsstaat DDR zusammenbrach, war er komplett bankrott. In keiner Weise konkurrenzfähig. Zukunftslos. Eine Pleite-Diktatur, kaputtgewirtschaftet nicht von seinen Bürgern, sondern von der Staatspartei SED.

vergeich-brd-ddr (pdf)
Die Auslandsverschuldung der DDR betrug im Jahr 1990 ganze 20,3 Mrd. DM.

Das waren weniger als 10% des BIP der DDR 1990. Die Verschuldung des jeder Hinsicht überlegenen Kapitalismus der BRD betrug im Jahr 1990 mit 929 Mrd. DM mehr als 40% des BIP. Das war VOR der sog. „Wiedervereinigung“.

Wer war 1990 komplett bankrott. In keiner Weise konkurrenzfähig. Zukunftslos. Eine Pleite-Diktatur, kaputtgewirtschaftet, Herr Tiedje?

Die Ost-Armut von heute ist direkte Folge der SED-Politik. Die SED nennt sich heute Linke.

*gähn* Wie übermächtig muss doch der Sozialismus gewesen sein, wenn dem Osten Deutschlands der importierte Kapitalismus 20 Jahre lang nichts anhaben konnte? Und was bedeutet diese „Erkenntnis“ des Herrn Tiedje für die Mär vom „Erfolgsmodell deutsche Marktwirtschaft“? Aber keine Sorge, BILD-Leser stellen keine Fragen. Sie glauben einfach, was Vollpfosten und Hetzer wie Tiedje erzählen…

Der moderne Kapitalismus ist garantiert auch in seiner größten Krise dem Sozialismus überlegen. Turmhoch.

Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie damals in der DDR die staatlichen Banken reihenweise bankrott gingen, volkseigene Betriebe und Kombinate Massenentlassungen verkündeten, die DDR-Bürger von Arbeitslosigkeit und staatliche beschlossenen Rentenkürzungen heimgesucht wurden und „Kinderarmut“ zum Top-Thema von Politik und Medien wurde.

Ääähhmmm…Moment mal! Irgendwas habe ich hier gerade verwechselt…

Waren das nicht alles Dinge, welche erst 20 Jahre NACH der DDR stattgefunden haben?

Könnte das sein?

Geschichte #5 (kein Link)

Die Wahl zum 5. Thüringer Landtag findet am 30. August 2009 statt.

Der MP-Kandidat der BILD CDU ist immer noch der wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Dieter Althaus.

gewinner_althaus

Kennt jemand die Kandidaten der anderen Parteien? (nicht schummeln! nicht googlen!)

BILD kennt sie nicht…

Reiche definieren Armut selbst

19. Mai 2009

Deutschland besitzt eine neue Landkarte. Die Armutskarte des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

In dieser Landkarte sind die einzelnen Bundesländer aufgeführt mit Angaben zum Anteil der Armen an der Gesamtbevölkerung.

armutskarte

In Zeiten, in denen der Begriff „soziale Unruhen“ wieder auf der Tagesordnung steht, ist eine solche Karte natürlich in der herrschenden Klasse der Reichen und Superreichen unbeliebt.

Ihre Nervosität steigt eh schon an, da sich der Pöbel nicht in Demut dem „Sachzwang“ beugen will, seinen Arbeitsplatz zu Re-Finanzierung der Spielsucht der Kapitalbesitzer (z.B. Merckle, Schaeffler, Porsche usw) zu opfern.

Also macht man, was man immer macht: Man beauftragt seine Medien, die Definition von Armut solange zu verbiegen, bis es keine Armut mehr gibt.

Beispielhaft für diese mediale Volksverblödung steht (wieder einmal) Springers BILD. Aber auch fast alle anderen Medien von A wie ARD bis Z wie Zeit schließen sich dieser Propaganda an.

Entgegen der real existierenden Realität lassen die Reichen in ihren Medien die Armutsgrenze per „Durchschnittseinkommen“ definieren. Man trägt offensichtlich die Hoffnung in sich, die Zielgruppe dieser Volksverblödung (Wer könnte das wohl sein?) bemerkt nicht den Unterschied zwischen Durchschnittseinkommen und Medianeinkommen.

BILD schreibt dann auch befehlsgemäß:

Kommen morgen tausend neue Millionäre nach Deutschland, steigt das Durchschnittseinkommen – und wir haben rechnerisch noch „mehr Arme“, die darunter liegen. Verlassen tausend Millionäre das Land, sinkt plötzlich auch die Zahl der „Armen“.

Mit Blick auf die Armutskarte wird dann auch klar: In Bayern und Baden-Württemberg gibt es also keine Millionäre und Milliardäre, weil sie (fast) alle nach Meck-Pom und Sachsen-Anhalt ausgewandert sind. Arme Südländer!

Die Milliardärsdichte im Osten muss besonders hoch sein, da in Ostdeutschland weniger Menschen insgesamt leben als die Südländer Wähler zwischen 30 und 40 Jahren haben.

Eine ziemlich bescheuerte Vorstellung, nicht wahr? Während am Starnberger See lauter Obdachlosenasyle zu bewundern sind, kann man im reichen Osten vor den Filialen von Feinkost-Käfer keinen freien Parkplatz für seinen RollsRoyce finden! Welch soziale Ungerechtigkeit!

Daran ändert auch keine Statistik etwas, die Armut wahllos definiert, um Gleichmacherei zu rechtfertigen.

Selbstverständlich nuss auch BILD im Auftrag der HartzIV-Empfängerin Friede Springer den Knüppel „Sozialneid“ mit dem Begriff „Gleichmacherei“ aus dem Sack holen. Damit auch jeder weiß, das „Armut“ nicht das Resultat kapitalistischer Machtverhältnisse in Wirtschaft und Politik ist, sondern eine Erfindung sozialneidischer Unruhestifter.

Durchschnitt vs. Median

Beim Durchschnittseinkommen werden alle Einkommen addiert und dann durch ihre Anzahl geteilt. Mathematik in der 3. Klasse.

Beim Median-Einkommen wird anders gerechnet: Man ermittelt eben nicht alle Einkommen, sondern nimmt die oberen und unteren 20% der Einkommen aus der Berechnung heraus. Somit beträgt das maximale Einkommen in der Statistik etwa 3500Euro/Monat. Das Durchschnittseinkommen der verbleibenden 60% in der Mitte dient dann den Statistikern als Grundlage.

Die ärmere Hälfte hat höchstens, die reichere Hälfte mindestens das Medianeinkommen.

Damit werden Einkommen aus Arbeit stärker gewichtet als Einkommen aus Vermögensbesitz.

Aber das ist den Kapitalisten natürlich unangenehm. Sie wollen weiter den Glauben verbreiten, das Arbeitseinkommen eine von ihnen gewährte Wohlfahrtsleistung ist, während sie selbst als „Eliten und Leistungsträger“ bis zur völligen Erschöpfung für ihre Millionen und Milliarden arbeiten.

Natürlich dürfen auch die allseits berüchtigten bekannten „Experten“ nicht fehlen:

Michael Bräuninger vom Hamburger Institut HWWI: „In Regionen mit niedrigeren Einkommen sind auch die Lebenshaltungskosten niedriger, z. B. Mieten. Die Menschen verdienen zwar weniger, müssen aber fürs tägliche Leben auch weniger zahlen“

Das „Hamburger Institut HWWI“ ist nichts anderes als die faschistische Proppagandafestung des Herrn Straubhaar.

Diese Aussage ist eine typische Nebelkerze. Theoretisch(!) sollte es nach marktwirtschaftlicher Heilslehre so sein, das sich Preise an der Kaufkraft orientieren.Die Existenz eines „Bundeskartellamtes“ beweist allerdings, das nicht die Kaufkraft, sondern auschließlich der höchstmögliche Profit die Preisfindung bestimmt. So steht es übrigens auch in allen Lehrbüchern der Marktwirtschaft.

Meck-Pom gehört zu den „strukturschwachen Regionen“. Dieser Begriff bedeutet nicht nur einen Mangel an Produktionspotenzial und Arbeitsplätzen, sondern auch einen Mangel an „Wettbewerb“. So werden dann auch ganze Landstriche von Konzernen wie Edeka beherrscht, während sich andere Handelkonzerne bevorzugt in den größeren Städten bzw. im „Berliner Speckgürtel“ tummeln.

Allein schon der Transport- und Logistikaufwand in derart entvölkerten Regionen macht jedes Niedrigpreis-Angebot zu reinem Wunschdenken.

Der zweite „Experte“ Fachmann Roland Döhrn kommt vom RWI. Dem „Institut“ der Wirtschaftsverbände:

„Dadurch ergibt sich eine komische Situation: Selbst wenn jeder Bundesbürger 1000 Euro mehr im Monat zur Verfügung hätte, würde der Anteil der Armen hierzulande kaum sinken.“

Achjaaaa… wie herrlich primitiv können doch Experten Fachmänner sein!

Die Aussage des Herrn Döhrn ist schon allein deshalb völliger Unsinn, weil die Wirtschaft keine Millisekunde zögern wird, um in einem entsprechendem Umfang die Preise, Mieten und Kreditzinsen zu erhöhen.

Der Staat würde in neoliberaler Tradition die Gegenfinanzierung über eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer vornehmen.

Wie gewonnen…so zerronnen.

Das hat aber nichts mit statistischen Verfahren zu tun, sondern ausschließlich mit kapitalistischen Machtverhältnissen!

Ohne diesen Zustand wäre mit 1000 Euro mehr Einkommen die Armut in Deutschland ganz einfach abgeschafft.

Es ist ja nicht so, dass das Geld dafür nicht da wäre…es wird nur ständig in die Taschen der Oberen Zehntausend gestopft, welche davon keine soziale Gerechtigkeit, wohl aber „Experten“ wie Döhrn finanzieren.

Fachmann Roland Döhrn ist beim RWI der PR-Agent „Konjunkturexperte“.

Seine Aufgabe ist es, regelmäßig in den Medien das Märchen zu erzählen, das Lohnerhöhungen jeglicher Art den unvermeidlichen Weltuntergang zur Folge haben.

Das RWI wird im neofaschistischen Deutschland unter der Diktatur des Kapitals selbstverständlich als „gemeinnützig“ eingestuft.

Wie die „gemeinnützigen“ Positionen und Empfehlungen des RWI aussehen, kann man sich auf deren Homepage hier ansehen.

median_einkommen

Als Milliardär würden Sie Ihre Medien doch auch anweisen, das Durchschnittseinkommen (gelb) und nicht den Median (rot) als Quelle der Armutsdefinition darzustellen, oder?

Wäre doch toll, wenn die Leute glauben würden, dass eine Absenkung der Einkommen ein Mittel zur (statistischen) Armutsbekämpfung ist… 🙂

Hans-Werner ist geisteskrank

18. Mai 2009

Schizophrenie ist eine Diagnose für psychische Störungen des Denkens und der Wahrnehmung.

Schizophrenie ist nicht heilbar.

Hans-Werner UnSinn hat übers Wochenende Ausgang bekommen. Er durfte die Geschlossene Abteilung der neoliberalen Irrenanstalt „Ifo-Institut“ für ein Interview mit der „Welt“ verlassen.

Obwohl sich die „Journalisten“ von Welt jede erdenkliche Mühe gegeben haben, Hans-Werner „normal“ aussehen zu lassen, wird dennoch in diesem Interview seine völlige geistige Degenerierung deutlich.

Es ist nicht zu übersehen, dass der arme Hans-Werner weiterhin in völliger geistiger Umnachtung lebt, welche sein Denken und seine Wahrnehmung der Realität vollständig in die Welt der faschistischen Ideologie überführt hat.

Diese Diagnose ist bekanntlich nicht neu, wird aber durch den aktuellen Auswurf verbaler Diarrhoe aus seiner Hackfresse noch verstärkt.

WELT ONLINE: Sind Sie zu den Systemkritikern übergewechselt?

Hans-Werner Sinn: Ich bin nicht übergewechselt, sondern war immer ein Kritiker des mangelhaften Bankenregulierungssystems.

Seltsam…

In seinem letzten Buch „Ist Deutschland noch zu retten?“ prangert er heftig jede Form von Finanzmarkt-Regulierung als „Hemmschuh für dringend notwendige Finanzinvestoren“ (neudeutsch: Heuschrecken) an. Er leidet also auch noch an Demenz und Altzheimer. Aber eigentlich typisch für die „Wirtschaftsexperten“ des Jahres 2009.

Wir brauchen nicht überall mehr Regulierung. In bestimmten Bereichen, etwa dem Arbeitsmarkt, ist unser Wirtschaftssystem überreguliert. Löhne und Preise gehören nicht reguliert, weder direkt noch indirekt.

Wie bitte? Der Arbeitsmarkt ist „überreguliert„?

Seit dem 1. Januar 2005 gibt es keine Regeln mehr für den Arbeitsmarkt. Die Faschisten in den Chefetagen haben die Macht zur Diktatur übernommen. Wie in den Arbeitslagern des 3. Reiches haben „Arbeitnehmer“ keinerlei Einfluss auf die Zumutbarkeit der Arbeitsbedingungen mehr. Im heutigen Arbeitsmarkt wurden sogar die Bürgerrechte der Artikel 1, 2, 6, 9, 11, 12 und 13 des Grundgesetzes zwecks „Deregulierung“ für Arbeitslose ausser Kraft gesetzt.

HansWurst Sinn meint also, das man die Löhne nicht regulieren sollte? Eine eindeutige gesistige Störung in der Wahrnehmung! Was passiert denn mit dem Lohn als „Preis der Arbeitskraft“, wenn es ein millionenfaches Überangebot an Anbietern gibt? Der Preis (Lohn) fällt ins Bodenlose! Somit müssen (nach marktwirtschaftlichen Regeln) auch die Preise entsprechend fallen. Was passiert bei fallenden Preisen? Die Produktion von Gütern und Investitionen in Produktionsmitteln werden mangels Profit eingestellt, die Markt-Wirtschaft kollabiert.

Das wird auch von Prof. UnSinn in seinen Vorlesungen gelehrt, aber in der Öffentlichkeit predigt er das Gegenteil. Kaum vorstellbar, das bei solch schwerer Schizophrenie noch Elektroschocks oder öffentliche Auspeitschung eine Besserung bewirken können.

Die Dänen haben noch genauso viel Gier wie ihre Vorfahren, doch sie sind heute anständige Leute, die ihren Eigennutz produktiv einsetzen, weil sie in der Marktwirtschaft agieren, wo man sich Reichtum erarbeitet, anstatt ihn sich zusammenzustehlen.

Nur zur Information: Die Überlieferung, Wikinger seien kriegerische Eroberer gewesen, ist nachgewiesen falsch. Wikinger waren als Händler auf den Nordmeeren unterwegs und haben nie andere Länder erobert. Grönland und Island wurden von den Wikingern friedlich besiedelt.

Die Marktwirtschaft ist eine Friedensordnung, die die Gier des Menschen begrenzt und kanalisiert, und nicht das Gegenteil.

Marktwirtschaft ist brutal und gewalttätig. Gegen alles und jeden, welcher dem Profit der Kapitalisten im Wege steht!

„Was könnte die kapitalistische Produktionsweise besser charakterisieren als die Notwendigkeit, ihr durch Zwangsgesetz von Staats wegen die einfachsten Reinlichkeits- und Gesundheitsvorrichtungen aufzuherrschen?“ (Karl Marx – Das Kapital)

Statt Kriege gegeneinander zu führen, um sich gegenseitig zu berauben, versucht man, durch Handel reich zu werden.

Stellt sich bloß die Frage, warum deutsche Handelsvertreter am Hindukusch in Tarnfarben herumballern laufen. Die Handelsbeziehungen der USA im Irak sind Beweis dafür, das Hans-Werner nur die Wahrheit sagt und nichts als die Wahrheit!

WELT ONLINE: Deutschland als Exportweltmeister exportiert dagegen Kapital. Müssen wir lernen, mehr zu konsumieren?

Sinn: Nein, wir müssen lernen, mehr zu investieren, denn das tun wir zu wenig.

Lieber Hans-Werner! Falls du noch eine Hirnzelle besitzt, dann benutze sie jetzt bitte und beantworte eine einfache Frage:

Würdest du in einen Bananenfrachter investieren, wenn die Leute nur noch von Wasser, Brot und Steckrüben leben? Denk mal darüber nach! (Ich weiß…“Denken“ ist nicht deine Stärke…)

Im Übrigen müssen wir nach der Krise erst mal unsere Staatsschulden bezahlen. Dazu werden wir die Steuern erhöhen oder die Staatsausgaben im Sozialbereich reduzieren müssen.

Eine Vermögenssteuer kann man nicht erhöhen, wenn es keine gibt. Und der weitere Abriss des Sozialstaates wurde von Herrn UnSinn auch schon in früheren Aufschwungszeiten gefordert. Kein Argument ist ihm zu dumm, um den neoliberalen Aberglauben und die faschistiode Ideologie seiner Zunft auf die Spitze zu treiben.

Denn sie (die Amerikaner) müssen langsam ihr Konsumniveau reduzieren und anfangen zu sparen, statt auf Kosten anderer Länder zu leben.

Auf jeden Fall werden die Deutschen den Gürtel enger schnallen müssen, zum Ausgleich dafür, was die Amerikaner sich erlaubt haben.

Hans-Werner wird jetzt 1000x aufschreiben: Autos kaufen keine Autos!

WELT ONLINE: Wie soll Deutschland dann wieder auf Wachstumskurs kommen?

Sinn: Wir müssen uns ein neues Geschäftsmodell suchen. Besser wäre es, die Maschinen in Zukunft im Inland aufzustellen.

Öööhhmm…

Ein neues Geschäftsmodell? Wie soll das gehen bei „Wirtschaftsexperten“, welche seit Jahren dem neoliberalen Aberglauben verfallen sind und unter marktradikalen Wahnvorstellungen leiden?

Und was sollen diese Maschinen machen, wenn sie im Inland aufgestellt werden? Wenn die Deutschen auf Empfehlung dieses Volltrottels „den Gürtel enger“ geschnallt haben, werden auch keine Maschinen mehr gebraucht. Na gut…ich hätte da ein paar Vorschläge für mittelalterliche Foltergeräte. Und eine geignete Testperson fällt mir auch gerade ein… Ein tolles neues Geschäftsmodell!

Die Industrie muss sich neue Kunden in Russland, Asien und vor allem in Deutschland selbst suchen.

Die Russen haben selbst Probleme, Asien besitzt nur wertloses Papier mit dem Aufdruck „Dollar“ und den deutschen Binnenmarkt haben Wirtschaftsexperten wie er schon seit Jahren in die Knie gezwungen. Von was redet dieser Kerl eigentlich?

Deutschland hat strukturelle Probleme.

War ja klar…

Und wieder die alte Leier von den strukturellen Problemen. Eines der größten strukturellen Probleme ist, das sein Ifo-Istitut keine geschlossene Anstalt ist.

Wir haben die niedrigste Investitionsquote aller westlichen Industrieländer.

Achneee…

Und wenn die Leute jetzt noch weniger kaufen, wird mehr investiert? Hans-Werner, du brauchst dringend neue Medikamente!

Wir müssen die Ersparnisse für viel mehr Investitionen im Inland verwenden. Ansonsten können wir nicht wachsen.

Merkst du eigentlich nicht, das du dich ständig wiederholst? Mal ganz abgesehen davon, das 80% der Deutschen inzwischen keine Ersparnisse mehr haben. Schließlich mussten wir ja dringend den Arbeitsmarkt deregulieren, gelle?

Wenn 42 Prozent der erwachsenen Deutschen von Transfereinkommen leben, dann ist das einerseits ein Ärgernis, andererseits sind diese 42 Prozent geschützt vor den Folgen der Krise.

Boah! 42% der erwachsenen Deutschen sind faules, arbeitsscheuse Gesindel! Das ist ein Ärgernis!

Naja…nicht wirklich: In diesen 42% sind auch 20Mio Rentner enthalten. Somit werden aus 42% ganz schnell (etwa) 20%.

Und diese 20% sind zu mehr als der Hälfte das Ergebnis der von Hans-Werner UnSinn selbst geforderten „Reformpolitik“. Dazu gehören „ausgemusterte“ Arbeitslose genauso wie die „Aufstocker“, welche zu Hungerlöhnen arbeiten und sich nach einer 40h-Woche in der Fabrik noch beim Sozialamt oder den Tafeln einreihen müssen.

Wie war das mit dem Zauberlehrling? „Oh weh, Oh weh! Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los.“ 🙂

Und zum Schluss bekommt Hans-Werner von WELT noch die Möglichkeit, seine Wahnvostellungen reinzuwaschen:

WELT ONLINE: Ökonomen haben den GAU nicht vorhergesehen. Warum soll man jetzt noch auf Wirtschaftswissenschaftler hören?

Irrtum! Die Ökonomen warnen seit 10 Jahren davor, aber die „Wirtschaftswissenschaftler“ erklärten stets, diese Ökonomen seien „rückständige, unmoderne Sozialnostalgiker“.

Sinn: Auch ein Arzt kann den Ausbruch der Krankheit nicht prognostizieren.

Natürlich kann er das, du Dummkopf! Wenn ich jeden Tag 5 Schachteln Zigaretten rauche, werde ich mit Sicherheit nicht an Altersschwäche sterben. Eher an den Schatten auf den Röntgenbildern.

Aber er kann sie diagnostizieren und therapieren.

Bei dir kann man nichts mehr therapieren. 😉

Außerdem kann er vorher vor ungesundem Lebenswandel warnen.

Aber wer hört schon auf solche Warnungen, wenn Hans-Werner „Reformen“ für 300% Profit verlangt?

Ich selbst habe die lasche Bankenregulierung immer wieder kritisiert und auf die Gefahren hingewiesen, sowohl in wissenschaftlichen als auch in populärwissenschaftlichen Schriften.

Achja? Und warum weiß niemand davon? Nie hat jemand gesagt: „Prof. Sinn fordert stärkere Regulierung der Banken!“. Ich habe Google gefragt: 0 (Null) Treffer!

Du lügst wieder einmal, bis die Balken brechen!

Mit vielen anderen Ökonomen habe ich ferner vor dem hohen Leistungsbilanzdefizit der USA gewarnt.

Hör mit diesen Lügen auf! Jahrelang hast du dich darüber gefreut und gefordert, die deutsche Wirtschaft müsse die Gelegenheit durch massives Lohndumping zur Exportsteigerung nutzen.

Du bist ein widerlicher Bastard, Hans-Werner!

http://www.breitseite.net

Wahlkampf-Drehbuch

17. Mai 2009

(sorry…ist wieder ein etwas längerer Text geworden)

Es war einmal…

Vor langer langer Zeit entstand in der alten Bundesrepublik eine neue Partei. Sie nannte sich „Die Grünen“ und strebten nach mehr Umweltschutz. In dieser Zeit entdeckte man ganz überrascht das Sterben der Wälder und einen ziemlich sauren Regen.

Viele Bürger nahmen diese Situation ernst und fanden eine „Öko-Partei“ gut.

Ganz anderer Meinung waren die Industriebarone jenes Staates. Sie wollten weiterhin hemmungslos ihren Reichtum mehren, ohne auf Flora und Fauna Rücksicht nehmen zu müssen. Und da man „hemmungslos“ nicht weiter steigern kann, nahmen sie ungeniert den Tod tausender Menschen in Kauf, denen bei „Smog“ schlicht die Luft zum Leben fehlte.

Eine solche Partei wurde daher auch schnell zum politischen Störenfried. Bisher war die kleine FDP der machtbestimmende Faktor gewesen. Sie fühlte sich frei und ungebunden genug, um auch mal „zwischendurch“ einen Regierungs- und Politikwechsel unter Ausschluss der Wähler und der Demokratie herbeizuführen.

Seit dieser Zeit bestimmt das Koalitions- und Lagerdenken das politische Geschehen dieses Landes. Natürlich blieb dies nicht unbemerkt und die SPD musste sich dazu durchringen, zusammen mit den „Grünen“ ein eigenes Lager als Alternative zu CDU und FDP zu gründen.

Groß war die Angst des Kapitals, ihre schwarzen und blau-gelben Handlanger könnten eines Tages von einer (damals noch) sozialdemokratischen und umweltfreundlichen SPD/Grüne-Koalition ersetzt werden.

Nach einigen Beratungen und Diskussionen eingte man sich darauf, die „Grünen“ zu spalten. Püntklich zu jedem Wahlkampf unterschied man die Grünen dann in „Fundis“ und „Realos„. Die „Fundis“ wurden zu „Öko-Fundamentalisten“ und die „Realos“ zu „Real-Politikern“ erklärt.

Was war der Unterschied?

Die „Fundis“ stritten für eine ökologische Politik, was sie in den Augen der Herrscher des Landes zu „Fundamentalisten und Extremisten“ machte. Das Kapitalistenpack ließ keine Gelegenheit aus, um kübelweise Schimpf und Schande über diese „Fundis“ zu kippen.

Den „Realos“ hingegen kam es in erster Linie auf eine Regierungsbeteiligung an. Sie vertraten die Auffassung, man könne die herrschende Klasse zur Reduzierung ihrer Gier zu Gunsten der Umwelt „überreden“.

Sie stellten damit zwar das heilige Primat des Profits in Frage, ernteten aber bei den Kapitalbesitzern nur Gelächter. Sie wurden nicht ernst genommen und somit stillschweigend toleriert.

So sah dann auch die mediale Berichterstattung aus: Die „Fundis“ waren „Wirrköpfe und Extremisten mit dem Ziel, alle Arbeitsplätze zu vernichten“ während die „Realos“ als „chancenlos“ dargestellt wurden.

Diese Spaltung zeigte Erfolg: Vielen Bürgern waren die Grünen jahrelang „suspekt“ und damit „unwählbar“. Schließlich wusste niemand, ob man von den Grünen nach einer Wahl „Fundi- oder Realpolitik“ bekommen würde.

An dieser Spaltung durch die Medien konnte auch das Tschernobyl-Unglück nur wenig ändern.

Erst nach mehreren verlorenen Wahlen kapitulierten die „Fundis“ und überließen den „Realos“ das Feld. Damit konnten die Kapitalisten und ihre Medien leben.

Realpolitik bedeutet in Deutschland nichts anderes als „Politik als Unterwerfung unter die Befehle der Reichen“.

Zum Ende der 90er Jahre wendete sich das Blatt. Die Reichen und Mächtigen wurden unzufrieden mit ihren korrupten CDU- und FDP-Politikern. Seit der Abschaffung der DDR verlangten sie das Opfer „Sozialstaat“ auf dem Altar ihrer Macht. Dummerweise waren Kohl & Co nicht so radikal wie gewünscht und handelten nur sehr zögerlich.

Da die Entwicklung des Kapitalismus zum Faschismus unter Ausschaltung jeglicher sozialer Verantwortung eine „natürliche“ Entwicklung ist, suchte man sich nun einen neuen gehorsamen Lakaien. Man fand ihn in einem machtgeilen niedersächsischen Rechtsanwalt, welcher zusammen mit „grünen“ Realos ohne zu Zögern jeden Befehl des Kapitals ausführte.

Fortan waren die „Grünen“ nicht nur bereit, das Thema „Umweltschutz“ auf eine imaginäre „globalen Verantwortung“ abzuschieben, sondern auch die von den Faschisten der Wirtschaft geforderten Eroberungskriege zu führen.

Man nannte diese Machtausdehnung „Reformpolitk“ und redete allen Bürgern ein, man müsse sich nun „Sachzwängen“ beugen. Am Ende verweigerten sich die Wähler beiden Lagern, so dass das Kapital zum bewährten Mittel des Wahlbetrugs greifen musste, um mit einer Bande aus „SPD“ und CDU weiterregieren zu können.

Geschichte wiederholt sich….

Da weder „Reformpolitik“ noch „Sachzwänge“ trotz flächendeckendem Medienterrors glaubwürdig blieben, zerfiel die „SPD“ und es bildete sich eine neue Kraft: die WASG.

Sie bestand aus Sozialdemokraten und Gewerkschaftern und wollte eine linke „Wahlalternative für Soziale Gerechtigkeit“ werden.

Schnell erkannte man, dass die WASG im Westen genauso scharf bekämpft wurde wie die PDS aus dem Osten. Daraus ergab sich unweigerlich die Erkenntnis, das man „irgendwie“ Gemeinsamkeiten haben musste, wenn man vom Kapital und seinen Medienhuren in so gleicher Weise angegriffen wird. Man zögerte nicht lange und schloss sich zusammen. Ganz nach der alten Weisheit „Gemeinsam sind wir stark!

Man hatte seitens der Medien und ihrer Auftraggeber inhaltlich keine Chance gegen die gemeinsame „Linke“. Die jahrelang inbrünstig vorgetragenen „Argumente“ zur Abschaffung der sozialen Absicherung der Bürger wurden immer wieder von den Linken in platzende Seifenblasen verwandelt. Somit konzentrierte man sich darauf, einzelne Personen aus Partei und Fraktion der Linken als „Populisten“, „Demagogen“, „DDR-Wiederhabenwoller“, „Stalin-Fans“ u.ä. zu bezeichnen.

Hat nicht funktioniert. Dumm gelaufen…

Nun stehen nicht nur erneut Wahlen vor der Tür, sondern auch der allseits gepflegte Aberglaube an den unfehlbaren Marktradikalismus gerät ins Schwanken.

Wohin der Bürger auch schaut…die einzige Partei, welche in ihren Aussagen Recht behalten hat, ist: die Linke!

Welch eine Katastrophe!

Schnell versuchten die Parteien des Kapitals, „linke Themen“ zu besetzen. Plötzlich schmierten sie den Bürgern den Honig des Mindestlohnes und anderer sozialer Notwendigkeiten heuchlerisch ums Maul. Da war plötzlich wieder die Rede von „Regulierung“ und auch das Wort „Enteignung“ fand Zugang zu den Maulhuren von „SPD“ und CDU.

Glaube versetzt Berge

Doch diese Heuchelei sozialer Verantwortung fand in der Bevölkerung keine Glaubwürdigkeit mehr. Man wunderte sich, als die „SPD“ im Bundestag ihre eigene Mindestlohn-Forderung einstimmig ablehnte und nahm zur Kenntnis, das die Gewerkschaften „ihrer“ SPD keine Einladungen mehr zu 1. Mai-Demos schickten. Stattdessen warnten selbige Gewerkschafter plötzlich vor sozialen Unruhen, welche die Politik von „SPD“ und CDU hervorbrachte.

Das es diese sozialen Unruhen bereits seit den Montags-Demonstrationen gegen die Hartz-Gesetze 2005 gibt, wurde von den Medien allerdings mit keinem einzigen Wort erwähnt.

Nun glaubt man, mit dem Drehbuch „Grünen-Spaltung“ die Linke wieder unter die 5%-Hürde versetzen zu können.

Nachdem mit viel Getöse eine gewisse Frau Kaufmann von der Linken zur „SPD“ gewechselt ist, redet man nach alter Tradition nun den Wählern ein, die Linke sei in „Fundis“ und „Realos“ gespalten und somit „unwählbar“.

Mit einer übergroßen Schlagzeile macht die Welt des Springer-Imperiums den radikal-verbalen Anfang:

Wie West-Linke die Linkspartei von innen zerstören

So lautet die Überschrift. Damit wird auch gleich „klargestellt“, die Linkspartei sei bereits inmitten der „Zerstörung“ und die WELT wolle jetzt nur noch die Gründe darstellen.

Allerdings…von „Zerstörung“ kann keine Rede sein. Schließlich wurde die „SPD“ auch nicht „zerstört“, als nicht 3, sondern 30.000 Mitglieder der Schröder-Müntefering-SPD innerhalb von 3 Jahren davonliefen.

Die Parteiaustritte in Berlin legten es offen: In der Linken tobt der Kampf zwischen ostdeutschen Pragmatikern und westdeutschen Ideologen.

Ahja… heute heißen die Fundis also „Ideologen“ und die Realos nennt man „Pragmatiker“. Gut zu wissen…

Die West-Linke war schon immer von Sektierertum und ideologischer Selbstgerechtigkeit geprägt. Jetzt propagiert sie wieder ihre sozialistische Heilslehre.

Somit wäre dann auch klargestellt, wen der Bürger zukünftig als „böse“ ansehen soll. Wurde die Agenda2010 jemals als „kapitalistische Heilslehre“ bezeichnet?

Als „Beweis“ für die Spaltungs-These präsentiert die Welt den Herrn Wechselberg und die Frau Kaufmann. Beide verließen in den letzten Tagen die Linke, weil sie von der gesamten Basis für ihre schamlose Anbiederung an die „SPD“ kritisiert wurden. Frau Kaufmann wechselt dann auch gleich das Parteibuch, als sie nicht wieder zur EU-Wahl aufgestellt wurde.

Mit ihrem voriges Wochenende verabschiedeten Wahlprogramm habe sich die Linke als politik- und regierungsfähige Kraft verabschiedet.

Klar doch! In diesem Land wird man erst für „regierungsfähig“ erklärt, wenn man die uneingeschränkte Macht des Kapitals akzeptiert und respektiert. Schröder tat dies und durfte dann auch „Genosse der Bosse“ werden. Lafontaine tat dies nicht und wurde zum „Wegläufer“ erklärt.

Kaufmann beklagt vor allem die Totalverweigerungshaltung gegenüber dem europäischen Verfassungsvertrag.

Ähhmm…wie war das mit „ein bisschen schwanger“, Frau Kaufmann?

Wechselberg prangert in erster Linie die irrealen finanz- und arbeitsmarktpolitischen Versprechungen an, mit denen die Die Linke hausieren geht.

Was daran „irreal“ ist, wird natürlich weder von Wechelsberg noch von Welt erklärt. Macht auch nichts…die „Halbierung der Arbeitslosigkeit durch die Hartz-Reformen“ gilt bis heute als „Realpolitik“. Ebenso ist die von dieser Agenda2010-Realpolitik ausgelöste Krise in Deutschland ganz real.

Ein bizarres Bündnis von Gewerkschaftsfunktionären aus der ehemaligen Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit (WASG), linksradikalen westdeutschen Sekten und der orthodoxen Kommunistischen Plattform um Sahra Wagenknecht habe das „pragmatische Ost-Zentrum“ der Partei in die Minderheit gedrängt.

Immer feste druff auf das Kommunistenpack!

bizarres Bündnis, linksradikale Sekten, orthodoxen Kommunisten…

Na, wenn das nicht überzeugend ist! Da hat sich Springers „Hetzblatt für Intellektuelle“ aber wieder mächtig ins braune radikal-verbale Zeug gelegt.

Geeint werde diese seltsame Allianz von Milieus, die sich zu Zeiten der alten Bundesrepublik noch spinnefeind waren, durch ihren „Anti-Sozialdemokratismus.“

Ahja…eine „seltsame Allianz“ also. Könnte es sein, das diese Schreihälse die Sozialdemokratie immer noch der „SPD“ zuordnen? In welcher realpolitischen Realität leben diese Medienhuren eigentlich?

Auch die in linksradikalen Sekten organisierten westlichen Linken betrachtet die SPD als politischen Hauptfeind.

Selbstverständlich wird keine einzige dieser „Sekten“ im gesamten Artikel benannt. Warum auch? Diese „Sekte“ ist nichts anderes als die ehemalige WASG, welche aus Ex-SPD-Mitgliedern besteht. Aber DAS verschweigt die WELT. Ausserdem: „Sekte“ hört sich doch toll unheimlich und böse an, nicht wahr?

Der Springer-Konzern folgt übrigens bedingungslos dem Sektenführer Ratzinger… 😉

das zentrale Motiv Oskar Lafontaines, der die Nostalgiker und Sektierer fördere, um die auf Mäßigung gegenüber der SPD bedachten Realos in der Partei klein zu halten.

War ja klar. Wieder eine dieser albernen Behauptungen. Dabei hat Lafontaine selbst hunderte Mal lediglich 3 Bedingungen genannt, um die „SPD“ wieder in eine Bundesregierung zu bringen: Hartz-Gesetze, Auslandskriege und Rücknahme der Renten-„Reformen“. Noch mäßiger als Lafontaine kann man der „SPD“ nicht gegenübertreten. Ich hätte diese Agenda2010-Partei schon lange wegen verfassungsfeindlicher Aktivitäten verboten und ihre Führung bei Wasser und Brot in einen dunklen, feuchten Kerker geworfen. Aber ich darf ja nicht… 🙂

In der alten Bundesrepublik hatte diese Linke noch jedes Projekt, das sie in die Hand nahm, in die sektiererische Selbstzerstörung getrieben.

Achja? Beispiele? Fehlanzeige! Im vergangenen Jahr jubelte die WELT übrigens noch darüber, das in Hessen einge DKP-Genossen aus der Linken wieder ausgetreten sind. Die Linke war ihnen nicht kommunistisch genug. 😉

Jetzt scheint die Linkspartei an der Reihe zu sein, in die die Ost-Realos der ehemaligen PDS so große Hoffnungen auf eine politikfähige, moderne Linke gesetzt hatten.

In den Augen der Öffentlichkeit ist man laut WELT also „politikfähig und modern“, wenn man genauso beliebig wird wie Grüne und FDP es sind? Wozu braucht es dann überhaupt noch eine Opposition? Die Kapitalisten sicher nicht, die wollen mit Merkel bekanntlich „durchregieren„.

Natürlich darf auch hier die Stasi nicht fehlen:

Erst einmal haben die West-Sektierer in Person des früheren Stasi-Zuträgers und heutigen europapolitischen Sprechers der Links-Fraktion im Bundestag, Diether Dehm, den Reformern klar gemacht, dass jetzt erst einmal sie am ideologischen Drücker zu sein glauben.

Und schon werden die „Realos“ zu „Reformern“ erklärt und ihre Kritiker sind selbstverständlich „Stasi-Zuträger“. Sowas kann man doch auf keinen Fall wählen, oder?

Und im letzten Satz legt sich der Hase in den Pfeffer:

Begehrt das „realpolitische Ostzentrum“ jetzt nicht lautstark gegen die feindliche Übernahme durch das linksdogmatische Sektengeflecht auf, könnte es für die Rettung ihres Projekts einer „modernen Linken“ schon bald zu spät sein.

Man trug/trägt also im erlauchten Kreis der Reichen und Mächtigen den Wunsch in sich, aus der Linkspartei eine „moderne“ Schröder-SPD zu machen. Nun sieht man dieses „Projekt“ in Gefahr, da die „Realpolitiker“ auf den bisherigen Parteitagen immer weiter an Zustimmung durch die Basis verloren haben.

Also alles wie gehabt: Man blättert wieder im alten Wahlkampf-Drehbuch und leiert die selben Dialoge und Monologe herunter wie schon zu Zeiten der „Grünen“.

Sobald die CDU am 29. Juni (nach der EU-Wahl!) „ihr“ Wahlprogramm vorstellt, werden die Medien wie schon 2005 in hysterischen Jubel ausbrechen. Bis dahin kann die CDU noch fleißig die „Rosinen“ aus den Programmen der anderen Parteien herauspicken und sich so einen „Wettbewerbsvorteil“ verschaffen.

Neben diesen unverbindlichen „Highlights“ wird darin wieder nur sinnfreies BlaBla stehen, wie schon bei SPD, Grünen und FDP zu sehen war.

Merkt euch:

Die Linke kann und darf man nicht wählen, weil sie von links-kommunistischen Sekten beherrscht wird, welche die kapitalistischen Machtverhältnisse bekämpfen!

Oskar Lafontaine ist ein ganz böser Mensch, welcher sich an der ehrlichen SPD persönlich rächen will!

Was ihr wählt ist uns egal, wir besitzen eh alle anderen Parteien! Aber wählt bloß nicht die Linkspartei, welche nichteinmal Korruptions Spendengelder von uns bekommt!

merkel_hundtdie Kanzlerin und der König von Deutschland