Wieso Weshalb Warum

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Schon seit mehreren Jahren bin ich im Internet unterwegs, um mich täglich mit Informationen und Nachrichten zu versorgen.

Als gelernter DDR-Bürger musste ich auch lernen, das eben gerade Nachrichten und Informationen in den Medien manipuliert, zensiert oder auch nur erfunden werden. Viele Bundesbürger und einige Einwohner der von Westdeutschland okkupierten Gebiete „Neufünfland“ glauben tatsächlich, das Verbot der Zensur wäre ein vom Grundgesetz geschütztes Gut. Irrtum! Das Verbot der Zensur betrifft nur die Regierung und ihre Behörden. Bei privaten Medien (aber auch im ÖRR) gilt immer die Meinung des Eigentümers als einzig gültige Wahrheit.

Ich will hier im Blog meine täglichen „Fundstücke“ sammeln und kommentieren. Na mal sehen, ob ich das hinbekomme…

a) Die Wirtschaft kann ihre Gier nach Profit nur mit Hilfe kapitalistischer Rahmenbedingungen (Gesetze) stillen. Sie benutzt gegenüber der Politik zur Einflussnahme daher Lobbyisten und sog. „Experten“, welche dann in Regierung und Ministerien als „Berater“ aktiv werden.

b) Politiker sind gewählte „Volksvertreter“. Das ergibt die Möglichkeit, auch abgewählt oder per „Skandal“ zurückgetreten zu werden. Um nicht zu Alg2-Empfängern zu werden, bieten sie sich der Wirtschaft als Vermittler zu ihren bisherigen Kollegen an. Sie erwarten für diese Seilschaften und Einblicke ins innerparlamentarische Geschehen einen Berater- oder Honorarjob. Sie schaffen sich das notwendige Wohlwollen durch unbedingten Gehorsam gegenüber den Lobbyisten. Von Vorteil ist auch die Möglichkeit, in den Medien als „Ex-Minister“ o.ä. die Propagandasprüche der Wirtschaft „aus Sicht der Politik“ nachzuplappern. Das nennt man dann „nachgelagerte Korruption“ und ist übrigens nicht strafbar. Strafbar wäre nur dem Empfang von „Zuwendungen“ VOR einer Aktion eines Politikers.

c) Die Wirtschaft finanziert die Medien! Wie jeder weiß (oder wissen sollte), kosten Privatmedien (TV-Sender und Internetseiten) den Konsumenten kein Geld. Um diese Kosten zu tragen, bekommen die Medien (bzw. deren Eigentümer) viel Geld (Werbung) von der Wirtschaft. Es besteht also eine direkte Abhängigkeit der Medien vom Wohlwollen der Kapitalbesitzer.

d) Um dieses Wohlwollen im Sinne von Werbeverträgen zu bekommen, müssen sich die Medien ganz im Sinne ihrer Werbekunden in der Öffentlichkeit darstellen. Ein Medium, welches für mehrere Millionen Euro Werbung für Pustekuchen macht, wird diesen Pustekuchen wohl kaum einer objektiven Beurteilung (mit evtl. negativem Ergebnis) unterziehen und dem Konsumenten davon abraten.

e) Die Medien nehmen massiv Einfluss auf das Bild eines Politikers. Das nennt man „Meinungsbildung“. Ein Politiker kann als Genie oder als Versager dargestellt werden. Davon hängt sein persönlicher Einfluss auf die Politik ab. Die Medien können also im Auftrag ihrer Werbekunden einen Politiker pushen oder auch „verbrennen“. Beliebtes Mittel ist die Darstellung als „Retter der Nation“ oder eben auch der „Skandal“.

f) Um ihre Auftragspropaganda verbreiten zu können, muss eine Zeitung oder ein TV-Sender erstmal konsumiert werden. Das geschieht dadurch, indem man sich für den Konsumenten interessant macht. Ein belliebtes Mittel dazu ist die „Exklusivstory“. Das Medium bekommt direkt vom Politiker interne Informationen („aus gut unterrichteten Kreisen“) oder auch „Exklusivinterviews“ wie z.B. zu Wahlen, im Sommerurlaub o.a. Anlässen. Auch hier wird die Gelegenheit genutzt, um die Wünsche der Kapitalisten als „politische Notwendigkeit“ in den Medien darstellen zu können.

Der Depp in diesem Spiel ist immer der Bürger. Als geBILDeter Konsument kann er Information und Werbung/Propaganda nicht mehr unterscheiden.

Sobald sich Staat, Politik und Gesellschaft dem Willen der Wirtschaft unterwerfen, ist der Wechsel vom Kapitalismus zum Faschismus vollzogen.

In Deutschland fand dies durch Gerhard Schröder statt, welcher nach eigener Aussage „nur die Bild und das Fernsehen“ zum regieren brauchte. Mit der Agenda2010 wurde die Wirtschaft zum politisch bestimmenden Faktor in Deutschland. Der Inhalt dieser „Agenda“ („Fahrplan“) stammt ausnahmslos aus den Schubladen der Wirtschaft, ihrer Verbände und pseudowissenschaftlichen Institute. Die Übernahme der Macht war für die Wirtschaft sehr einfach, da Gerhard Schröder selbst keine Konzepte besaß und die Gewerkschaften (zB. DGB, IG Metall) mehrheitlich treue SPD-Anhänger waren. Nur mit einem Kanzler Schröder war es möglich, marktradikale CDU-Politik als „sozial“ und „demokratisch“ darzustellen sowie den DGB-Chef Sommer zur Aussage „Wir werden diese Reformen kritisch begleiten!“ zu bewegen. Jeder Versuch, den Faschismus zu verhindern, wurde von Wirtschaft, Politik und Medien mit Floskeln wie „Globalisierung“ bzw. „Demografie“ im Keim erstickt.

Ein williges und käufliches Werkzeug der Faschisten (das sind KEINE Nazis…nicht verwechseln!) war Peter Hartz.

Peter Hartz wollte mit seinen Reformen die Arbeitslosigkeit
halbieren. So die offizielle Version.
Aber:

Die Hartz-Gesetze hatten zu keinem Zeitpunkt das Ziel, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Die „Prognose“ des Herrn Hartz war nichts anderes als eine bewusste Täuschung, eine Lüge.

Peter Hartz war zur damaligen Zeit Personalvorstand des VW-Konzerns. Seine primäre Aufgabe bestand also in der betrieblichen Personalpolitik. Ziel eines jeden Personalmanagers ist es, möglichst hoch qualifizierte Mitarbeiter zu einem möglichst geringen Preis (Lohn) anzuwerben. Allerdings stehen ihm dabei die Tarifverträge im Weg, die er mit den Gewerkschaften bzw. Betriebsräten ausgehandelt hat.

Der Personalchef befindet sich also in einer schwierigen Situation: Er muss gegenüber den Gewerkschaften/Betriebsräten die Interessen der Aktionäre nach qualifizierter Arbeit zu einem möglichst niedrigen Preis durchsetzen. Dies gelingt im Allgemeinen dadurch, das Vorstandssprecher wie auch anhängige Politiker stets auf die hohe Arbeitslosigkeit verweisen und betonen, höhere Löhne würden Arbeitsplätze kosten. Peter Hartz kann also niemals ein Interesse an einer Reduzierung der Arbeitslosigkeit gehabt haben. Das hätte ihn bei der nächsten Hauptversammlung der Aktionäre den Job gekostet. Vielmehr bestand sein Interesse darin, den Faktor „Arbeitslosigkeit“ als Druckmittel in den Tarifverhandlungen noch intensiver einzusetzen. Dazu brauchte er ein Werkzeug aus einer höheren Instanz: ein Gesetz.

Bekanntlich ist das Land Niedersachsen Großaktionär des VW-Konzerns. Daraus ergab sich auch eine enge Freundschaft zum früheren Ministerpräsidenten Niedersachsens, Gerhard Schröder. Diese Freundschaft gab Herrn Hartz die Möglichkeit, sich Gesetze auszudenken, mit denen er seine Position bei den Tarifverhandlungen massiv verbessern konnte. Er war zwar nicht in der Lage, per Gesetz die Arbeitslosigkeit zu erhöhen, er konnte aber die Angst davor massiv verstärken. Es macht bei Arbeitnehmern einen erheblichen Unterschied aus, ob sie vor Arbeitslosigkeit „einfache“ Angst oder eben „panische“ Angst haben. Diese Situation sorgt bei den Gewerkschaften für eine höhere „Bereitschaft“ zu Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerungen. Entsprechend positiv haben sich dann ja auch die Politiker geäußert, die für die „Lohnzurückhaltung“ nur lobende Worte fanden.

Die Hartz-Gesetze sind also keinesfalls gescheitert. Im Gegenteil: sie waren sehr erfolgreich. Die Arbeitnehmer in diesem Land sind einem erhöhten Konkurrenzdruck seitens der Arbeitslosen ausgesetzt: Selbige Arbeitslose sind (bedingt durch die Hartz4-Armut, die Schikanen usw.) bereit, auch qualifizierte Tätigkeiten zu Niedriglöhnen auszuüben. Verschärft wird der Druck dadurch, das ein Arbeitsloser keine legale Arbeit ablehnen darf. Damit wird Solidarität der Arbeitslosen mit den Arbeitnehmern gegen Lohndumping per Gesetz verhindert. Das über 30% aller Arbeitnehmer nach Verabschiedung der Hartz-Gesetze im Niedriglohnsektor (Alg2-Niveau oder knapp darüber) sind, spricht für einen Erfolg dieser Gesetze.

Es gibt für einen Personalchef zwei Wege, um sein Ziel zu erreichen: Bestechung oder Erpressung. Die gewerkschaftlich gut organisierten VW-Mitarbeiter waren nicht erpressbar, also wurden die Betriebsräte jahrelang bestochen. Peter Hartz hatte aber den Willen, das Blatt zu wenden. Aus Bestechung sollte (wohl aus Kostengründen) nun Erpressung werden. Die durch seine Gesetze geschaffene Situation hat dieses Ziel erreicht. Allerdings ist sein früherer Umgang mit den Betriebsräten aufgeflogen, so das er aus Gründen der öffentlichen Moral nicht mehr tragbar war.

Die heutigen Debatten haben ihre Ursache in der Tatsache, das die Bürger leichtgläubig auf einen Scharlatan hereingefallen sind. Keines der offiziell von Peter Hartz abgegebenen Versprechen wurde eingelöst. Einzig die Situation zwischen Arbeitslosen, Arbeitnehmern und Arbeitgebern wurde verschärft. Seien wir doch mal ehrlich: Welchen Personalvorstand interessieren denn Rentenkassen, Staatshaushalt oder Volkswirtschaft? Einzig das Wohlwollen der Aktionäre ist von Bedeutung, um regelmäßig bei den Hauptversammlungen „Entlastung“ und eigene Gehaltserhöhungen zu bekommen.

Leider hat die Abhängigkeit unserer Politiker vom Wohlwollen des Kapitals dazu geführt, dem Personalvorstand des VW-Konzerns blind zu folgen. Erst wurden alle Warnungen ignoriert, dann begann der große Katzenjammer. Nachdem sich die Versprechen des Herrn Hartz als heiße Luft erwiesen, herrscht nun völlige Ratlosigkeit. Man sucht die Schuld nicht in den eigenen Reihen, sondern bei den Opfern dieser Politik: über die Medien wird ständig behauptet, die Arbeitslosen seien unwillig, würden den Sozialstaat nur ausnutzen und für eine „Kostenexplosion“ verantwortlich sein. Da es keine (offiziell anerkannte) Alternative zu den Hartz-Reformen gibt, wird eben daran festgehalten. Mit ständig neuen Forderungen nach weiteren Verschärfungen der Reformgesetze. Dabei bedient man sich der gleichen Mittel und Methoden: Weitere Entrechtung und Verarmung. Die Folge: steigende Profite und steigende Arbeitslosigkeit. Aktuell schimpft man in der Politik auf die „Abzocker“, die zusätzlich zu ihrem Niedriglohn noch ergänzendes Alg2 erhalten. Unterschlagen wird dabei, dass diese Ergänzung den Niedriglohn nicht auf Tarifniveau, sondern lediglich auf Alg2-Höhe anhebt. Es ist erschreckend, das es keinem Vertreter der großen Koalition auffällt, das die Wirtschaft verstärkt ihre Lohnkosten auf die Steuerzahler abwälzt. Eine solche Entwicklung kann nur scheitern, da sie gleichzeitig zu einer weiteren Absenkung (zusätzlich zu den höheren Ausgaben) der Steuereinnahmen führt.
Herr Hundt hat bestimmt ein Bild von Peter Hartz in seinem Büro, das er jeden Tag auf Knien anbetet.

PS: Alles ist käuflich! Für nur 250 Billionen Euro verbreite ich jede gewünschte „Wahrheit“! Versprochen! 😉

PPS: Viele meiner Seiten entstehen nach einem akutem Anfall aus Zorn und Wut über die gerade entdeckte Verdummungspropaganda . Ich bitte daher, wie gelegentlich auftretenden Wechstabenverbuchsler u.ä. Tastaturbedienungsfehler großzügig zu übersehen.

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24 Kommentare - “Wieso Weshalb Warum”

  1. Morla Says:

    „Als gelernter DDR-Bürger musste ich auch lernen, das eben gerade Nachrichten und Informationen in den Medien manipuliert, zensiert oder auch nur erfunden werden“, schreiben Sie.

    Wieso mussten Sie das erst lernen? Wir haben doch zu DDR-Zeiten geradezu eine kunst entwickelt, zwischen den Zeilen zu lesen.

    Ich musste mich da in der bundesdeutschen Medienwirklichkeit „nur“ mächtig umgewöhnen.

    Denn: Fanden wir damals vielleicht ab und an ein Körnchen wahrheit in all den 200prozentigen Heilsmeldungen, so finde ich heute nur sehr sehr mühsam überhaupt nur die klitzekleinste Andeutung von Wahrheit.

    Insofern haben Sie recht und ich finde es prima, dass Sie Ihrem Unmut über die sogenannten „Medien“ dieser Zeit immer wieder kundtun.

  2. G. G. Says:

    Eine sehr gute Darstellung der Situation. Nicht ganz verstanden habe ich die Unterscheidung von Faschisten und Nazis. Ist da ein Unterschied? Wollen nicht beide System Menschen vernichten?

    Verweisen möchte ich auf das „Dritte Reich“ und die Bedeutung des Wortes „Arbeit“ in dieser Gesellschaft. Hierzu fällt mir die KZ-Tor-Aufschrift „Arbeit macht frei“ ein. Daneben konnte man dann in Auschwitz noch „Es gibt einen Weg zur Freiheit. Seine Meilensteine heißen: Gehorsam, Fleiß, Ehrlichkeit, Ordnung, Sauberkeit, Nüchternheit, Wahrhaftigkeit, Opfersinn und Liebe zum Vaterland!“ lesen. Dabei war das Ziel der KZ die Vernichtung von Menschen. Schlimmer geht es nicht mehr.

    In Wikipedia kann man da sehr viel interessantes lesen: RAD = Reichsarbeitsdienst, NSDAP = Arbeiterpartei, Arbeitslager, Amt für Schönheit der Arbeit, … Sehr aufschlußreich ist der Eintrag „Asoziale (Nationalsozialismus)“ und „Aktion Arbeitsscheu Reich“.

    Hier mal ein Link der Bundeszentrale für politische Bildung zum Begriff „Arbeitsscheu“:
    http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=DONS7M

    Warum kommt mir das alles nur so vertraut und bekannt vor?

    Doch bei den Nazis stehen zu bleiben ist falsch. Wer hatte sie finanziert? Schon das spricht Bände! Woher hatten sie ihre Ideen (und damit meine ich gerade nicht das Germanentum)? Wenn man in diese Richtung weiterforscht, dann wird es einem den Atem verschlagen, wenn man erkennt wie tief wir manipuliert wurden und werden.

    Das traurige aber ist: Heute steht uns das Wissen zur Verfügung, wir haben ein Grundgesetz, die Menschenrechte, wir dürfen uns miteinander austauschen. Die große Mehrheit der Menschen rennt lieber in den Selbstmord als das es aufwacht und versucht zu retten, was noch zu retten ist.

    Ich hoffe, mein Kommentar war nicht zu schulmeisterlich. Bitte bleiben sie mit ihren aufweckenden Texten am Ball!

  3. wareluege Says:

    Faschisten sind Kapitalbesitzer (Kapitalisten), denen die wirtschaftliche Macht über ihren Kapitalbesitz unzureichend erscheint. Sie streben nach zusätzlicher Macht über Staat, Politik und Gesellschaft. Diese zusätzliche Macht können sie dann nutzen, um noch mehr Profite aus ihrem Kapitalbesitz zu erlangen. (Bertelsmann-Stiftung, INSM u.a. „Reforminitiativen“)

    Nazis sind hingegen dumme Menschen, welche sich von den Faschisten ideologisch instrumentalisieren lassen. Die Macht der Faschisten verschlechtert die Lebensbedingungen der Bevölkerung. Um nicht gegen die Faschisten aufzubegehren und ihre Macht zu beenden, werden Nazis eingesetzt. Selbige glauben an Dinge wie „Herrenrasse“ (sie haben in ihrem beschränkten Horizont ja sonst nichts, woran sie glauben können) und erfüllen den Auftrag des Kapitals zur Ablenkung der öffentlichen Meinung auf Aussenstehende.
    Im 3. Reich waren „die Juden“ für die Wirtschaftskrisen verantwortlich, nicht die wahren Schuldigen: die Spekulanten und Kapitalisten.
    Heute zeigen die Nazis mit dem Finger auf „die Ausländer“, welche ja angeblich „dem Deutschen die Arbeit wegnehmen“. Das ist natürlich Unsinn zur Begründung der von den Kapitalisten geschaffenen Arbeitslosigkeit sowie deren „Sozialreformen“. Ob nun Ausländer oder Deutscher…niemand kann sich einen Arbeitsplatz „nehmen“.
    Das begründet auch den großen Zuspruch der Nazis in Ostdeutschland: Da in der DDR „alles gelogen“ war, ist man auf die Heuchelei der Kapitalisten von „blühenden Landschaften“ besonders tief hereingefallen. Damit die Ostdeutschen aber nicht die Fehler im Westimport „Kapitalismus“ suchen, müssen eben wieder „die Ausländer“ als Prügelknaben büßen. Das die Zahl der Ausländer in Ostdeutschland heute niedriger ist als in der DDR, sagen weder Nazis noch Faschisten.

  4. Peter Says:

    Ein schönes Schaubild, das die Grundproblematik unseres (politischen) Systems treffend (wenn vielleicht auch teilweise etwas überspitzt) skizziert!


  5. Hi,

    Klasse Seite. Wir haben deinen Feed https://wareluege.wordpress.com/feed/ gerade in unseren Parteibuch Ticker aufgenommen, hoffen, das ist in Deinem Sinn. Da laufen allerdings nur „Beiträge“ rein, keine „Seiten“.

    Besten Gruß und Toi Toi Toi
    Ein Katzenfreund
    Redaktion http://www.mein-parteibuch.com

  6. king balance Says:

    Die Kreditexzesse, die Gelderschaffung ohne Wertschöpfung, die Spekulation statt Produktion geht nun anscheinend seine bitteren Ende entgegen. Jeder der glaubte, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann wird jetzt eines Besseren belehrt.

    Die mit Verantwortlichen stellen sich heute hin und rufen:

    Steinbrück fordert statt Dividendenzahlungen Sicherung von Jobs!!!

    Arbeitsplatzsicherung statt Dividendenausschüttung – dazu ruft Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die Unternehmen in der «Bild am Sonntag» auf. Unternehmen haben seinen Worten nach in dieser Krise eine besondere Verantwortung gegenüber den Beschäftigten.

    Einen schönen Sonntag Allerseits!

  7. lieben Says:

    Interessante Informationen.

  8. Silberling Says:

    Also jetzt ist endgültig SCHLUSS! Wir haben im Parteibuch-Ticker deinen Blog gefunden. Die Redaktion von Glasdemokratie.to hat beschlossen, diesen Blog sofort in den eigenen Ticker zu übernehmen! Gute Beiträge, erstklassige Einschätzungen, Aufklärung PUR.

  9. wareluege Says:

    Danke! 🙂


  10. ein interessanter Beitrag. Danke!

  11. Anonymous Says:

    „Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein
    Gewerbe zu sein.“

    Danke für das bereichernde Marx-Zitat. Hat mehrstündiges, aber ganz wundervolles und auch in anderer Hinsicht sehr ergiebiges Tauchen nach dem genauen Ursprung ausgelöst (MEW Bd. 1, S. 71). Allerdings besteht Marx dort auch auf den Eigenwert von Pressefreiheit (für alle außer der des Zensors), die ganz unabhängig von der Frage der Gewerbefreiheit zu behandeln ist.

    Das folgende könnte Rosa Luxemburg zu ihrer berühmten Formulierung inspiriert haben:

    „Kein Mensch bekämpft die Freiheit; er bekämpft höchstens die Freiheit der anderen.“ (Marx: MEW Bd. 1, S. 51)

    Gruß hh

  12. Knuddelbacke Says:

    Vollkommen richtig erkannt- “Kein Mensch bekämpft die Freiheit; er bekämpft höchstens die Freiheit der anderen.” (Marx: MEW Bd. 1, S. 51)

    Der Politfachmann sagt zu diesen Szenario:
    Das größte Glück für die Herrschenden ist die Dummheit der Beherrschten.

    “Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.” deshalb vergleiche man mal die Leitlinien der öff… rechtl.. von 2005 und 2009.. Da fehlt ein Punkt…

    MDR-Verzocker: MDR soll sich mit Investmentfonds verzockt haben..
    Ja, ja GEZ Gebührenerhöhungen haben auch einen Grund:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,619303,00.html

  13. Knuddel Says:

    Eine wirklich interessante Seite.

    Trotzdem gibt es auch hier viele Denkfehler.

    Wie soll eine (unterstellte) Unternehmer-Gewinnmaximierung funktionieren, wenn es nur noch (so als Ziel unterstellt) arme Billig-Lohn-Empfänger gibt.

    Mit denen kann kein (hier so bezeichneter) Kapitalist Umsatz generieren.

  14. wareluege Says:

    Dieses Problem sollte mit der einseitigen Exportfixierung der „Reformer“ gelöst werden. Dazu gehörten die Hartz-Gesetze genauso wie die Mwst.-Erhöhung.

  15. Buerste Says:

    Mögen Sie und Ihre spitze Feder uns noch lange erhalten bleiben!
    Ich lese Ihre Meinungen, Kommentare mit großem Vergnügen und kann nur hoffen, dass der entpolitisierte, manipulierte deutsche Michel endlich wach wird. Sonst muss ich mir ehrlich die Frage stellen, warum ich damals in Brockdorf als junger Mensch meine Knochen hingehalten habe. Für wen?

  16. Flying Circus Says:

    @Knuddel:

    „Wie soll eine (unterstellte) Unternehmer-Gewinnmaximierung funktionieren, wenn es nur noch (so als Ziel unterstellt) arme Billig-Lohn-Empfänger gibt.“

    Der Denkfehler ist aber keiner des Blog-Betreibers.

    Falls Sie einen stabilen Magen haben: lesen Sie mal die Äußerungen des Prof. Sinn nach. Stichwort: „Markträumende Löhne“.

    Was den vom Blogbetreiber angesprochenen Export angeht, das ist natürlich auch seitens der Wirtschaft zu kurz gedacht, denn Druck auf die Löhne wird ja überall gemacht. Langfristig wird also überall zu Drückerlöhnen produziert werden, während der Konsum dann …

    Gier und Weisheit passen eben nur schlecht unter einen Hut.

  17. Rainer Says:

    „….herrscht nun völlige Ratlosigkeit.“ Stimmt nicht: schaue er hier:
    http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=20072009ArtikelPolitikDuremont1
    Diese Schweine wissen immer wieder, wie sie noch mehr abzocken können.

  18. bojenberg Says:

    habe ueber die feynsinn online-awards http://feynsinn.org/?p=1169 hergefunden. interessante seite. auch als ungelernter brd-buerger. 😉 kommt definitiv in meine rss liste.


  19. Bin über einen Tipp bei Feynsinn auf dein Blog gestoßen und hab dich flugs verlinkt, und zwar hier:

    http://home.arcor.de/wolf-dieter.busch/html/Links.htm

    Zu deinen Beiträgen. Pluspunkt: du schreibst eigendenkerisch, selten genug. Minuspunkt: zwanzig Kilometer zu lang.

    Aber nimm das bitte nicht persönlich. Ist konstruktiv gemeint, und der Pluspunkt überwiegt!

    Gruß Wolf-Dieter


  20. Gute Ansätze, aber ich habe trotzdem wesentliche Kritik:
    Wenn du sagst, dass wir seit Schröder im Faschismus leben, dann müsste man sich nach dieser Logik fragen, was denn vorher für ein System in Deutschland herrschte? Wenn es der Kapitalismus bzw. Staatsmonopolkapitalismus war, wäre die Frage, was diesen dann eigentlich im Gegensatz zum Faschismus ausmacht?

    Das Problem bei dir ist, dass deine Definition von Faschismus unwissenschaftlich ist und eher eine Meinung darstellt. Hier müsstest du eigentlich eine politisch-ökonomische Definition liefern, die sich nicht ausschließlich (!) an den Beziehungen bzw. Wechselwirkungen zwischen den Systemelementen orientiert, sondern an den Systemelementen (zB.: Eigentums- und Produktionsverhältnisse, Verteilungs- und Austauschverhältnisse) selbst orientiert.


  21. In den Kommentaren habe ich nun eine sehr verkürzte, psychologische Definition von dir gefunden.
    „Faschisten sind Kapitalbesitzer (Kapitalisten), denen die wirtschaftliche Macht über ihren Kapitalbesitz unzureichend erscheint. Sie streben nach zusätzlicher Macht über Staat, Politik und Gesellschaft. Diese zusätzliche Macht können sie dann nutzen, um noch mehr Profite aus ihrem Kapitalbesitz zu erlangen.“
    Laut dieser Definition wären zB alle Mittelständler auch Faschisten, weil sie ökonomisch von den Großkonzernen abhängig sind und danach streben mehr „Macht“ zu erlangen, um diese Abhängigkeit zu durchbrechen.
    Tut mir Leid, aber so ein lockerer, undurchdachter Umgang mit dem Faschismus-Begriff verwässert diesen und führt zu einer Verharmlosung des Faschismus bzw. zu einer Verteufelung von Unschuldigen.

  22. wareluege Says:

    Ich bin Blogger und kein scheinpromovierter „Dr.“. Sorry für meine Unvollkommenheit…

  23. wareluege Says:

    Mittelständler verfügen (meistens) nicht über eine gesellschaftliche, politische oder staatliche Macht.
    Erst wenn sie in Konzerngröße ein gewisses Erpressungspotenzial erreicht haben…dann werden sie zur Gefahr für die Menschheit.

    Dazu müsste man sich die Frage stellen: „Warum wurden in der DDR nicht ALLE privaten Unternehmer enteignet sondern nur jene mit einer bestimmten Unternehmensgröße?“ (von vorhergehenden politischen Aktivitäten von Unternehmern mal abgesehen)

  24. Hans-H Says:

    „PPS: Viele meiner Seiten entstehen nach einem akutem Anfall aus Zorn und Wut über die gerade entdeckte Verdummungspropaganda . Ich bitte daher, wie gelegentlich auftretenden Wechstabenverbuchsler u.ä.
    Tastaturbedienungsfehler großzügig zu übersehen.“

    Das Zitat habe ich von Deiner Seite oben „geklaut“; und ich würde da gerne drüber hinwegsehen, wenn mal wieder was käme. Aber so frage ich Dich: Sind Zorn und Wut verraucht, so dass bei Deinem Blog seit Mai nichts mehr kommt? Hast Du es aufgegeben, hast keine Zeit mehr oder bist Du gar erkrankt? In jedem Fall schade; ich habe Dein Blog immer gemocht und schaue auch jetzt noch hin und wieder hier rein.

    Hans-H.


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