Ohne Stasi gehts halt nicht….

Es ist wieder Wahlkampfzeit! Hurra!

Nachdem sich nun die Verräterpartei im Saarland zur herrschaftlichen Freude pflichtgemäß an den Rockzipfel der unchristlichen Undemokraten gehängt hat, wird nun in NRW kräftig Stimmung gemacht.

Naja…nicht wirklich. Rot-Grün wartet einfach nur den nächsten Wahlsieg ab, die CDU weiß noch nicht mit wem, und ob, wenn ja und überhaupt… und die korrupten Menschenhasser mit dem Verantwortungsflüchtlling Lindner vorneweg hoffen noch auf genügend Wählerstimmen, um nicht in der anonymen Menge „Sonstige“ zu verschwinden.

Die Piraten feiern schonmal ihren nächsten Erfolg, wobei immer deutlicher erkennbar wird, das sie sich zu einer „FDP mit Internetzugang“ entwickeln werden.

Was bleibt da noch?

Genau! Die Linke!

Bei der letzten NRW-Wahl war sie das Zünglein an der Waage. Nur hat sich Hannelörchen nicht getraut, die Linke mit in die Regierungskoalition aufzunehmen. Bis zur Haushaltsdebatte und dem Schwindel „Nach 2 Mal Ablehnung in den Debatten ist der Haushalt verfassungswidrig!“ fand der rot-grüne Tanz auf dünnem Eis ein unrühmliches Ende.

Nun könnte man ja auf die Idee kommen, zukünftig mit den Linken….

Aber halt! Das geht ja nun garnicht! Eine Partei in Regierungsverantwortung, welche sich der allgemeinen Missachtung des Grundgesetzes widersetzt…das geht ja nun wirklich nicht! Undenkbar!

Aber was tun, nachdem Gregor Gysi im Bundestag den ESM-Hochverrat der Merkel-Regierung aufgedeckt hat?

Man tut, was man in solchen Fällen immer tut: Man gräbt ein paar Stasi-Akten aus und brüllt verzweifelt „Skandal! Skandal!„.

So geschehen am 1. April in Springers WELT.

Allerdings handelt es sich dabei um einen perfiden und geschmacklosen Aprilscherz, wie ich gleich beweisen werde:

Gysi verschwieg Kontakte zur DDR-Staatssicherheit

Gregor Gysi hat immer beteuert, er habe nie mit der Stasi zusammengearbeitet oder an sie berichtet. Die „Welt am Sonntag“ hat Dokumente entdeckt, die es schwer machen, das zu glauben.

Aha… mit der Stasi zusammengearbeitet oder an sie berichtet. Jeder gewöhnliche Bürger denkt doch jetzt: „Der Gysi war ein Spitzel und hat Leute an die Stasi verpetzt! So ein Schuft!

Allerdings…der ganze Artikel gehört komplett in die Schublade „arglistige Täuschung der Öffentlichkeit“.

Aber nicht durch Gysi…sondern durch Springers Kampfblatt „WELT“.

Der ganze Artikel quält sich mühsam und sehr umständlich konstruiert zum Hasen, der da irgendwo im Pfeffer rumliegen soll.

Unglaubliche 3 (!) Sätze Inhalt hat dieser Artikel wirklich. Nämlich jene:

Dann kommt der entscheidende Satz: „Ich habe zu keinem Zeitpunkt über Mandanten oder sonst jemanden wissentlich und willentlich an die Staatssicherheit berichtet.“ (…)

In dem ganz offiziellen Gespräch am 16. Februar 1989 hat Gysi die beiden MfS-Offiziere zweifelsohne über „sonst jemand“ unterrichtet – nämlich über den „Spiegel“-Redakteur Schwarz.

Der Vermerk zitiert Gysi: „Am 15.02.1989 erschien Schwarz zum Interview mit Techniker für den Tonbandmitschnitt, Stenotypistin und einem Juristen.“

Also…was haben wir da nun ausgegraben, liebe WELT-„Journalisten“?

Ein Dokument aus dem Jahr 1989 aus dem hervorgeht, dass sich Gysi als Rechtsanwalt mit dem „Spiegel“ treffen musste, weil die Staatsführung offensichtlich zu feige war.

Fakt ist also: Gysi wandte sich an die Stasi mit der Idee „Wenn schon keiner auf mich hört, dann vielleicht auf das MfS„. Naja…auch Gysi kann mal irren.

Wichtiger als dieses Treffen selbst ist allerdings die neuzeitliche Interpretation von „sonst jemand“ in der eidesstattliche Versicherung Gysis, die Stasi „weder über Mandanten noch sonst jemanden unterrichtet zu haben„.

Diese Aussage bezog sich bis zum 01.04.2012 ausschließlich auf den Vorwurf, Gysi sei ein „Stasi-Spitzel“ gewesen. Und in dieser Interpretation wurde sie auch bisher von allen Gerichten anerkannt.

Nunja…bis zum 01.04.2012.

Plötzlich reicht es schon, dass Gysi vor mehr als 20 Jahren in einer Beschwerde(!) nur den Namen eines am ungewolltem Interview beteiligten Spiegel-„Journalisten“ nannte, um ihm eine Lüge bei der eidesstattlichen Versicherung anzudichten.

Und die ganze versammelte Meute der bundesdeutschen Qualitätsmedien stürzt sich auf das pseudojournalistische Gammelfleisch, welches die hochseriöse Springerpresse der Öffentlichkeit vor die Füße wirft.

Und weil jeder noch so hirnlose Aprilscherz noch einen Lacher braucht, darf sich natürlich auch ein kompetenter CDU-Funktionär zu Wort melden:

„Ich bin davon überzeugt, dass er die Abgeordneten über seine Kontakte zur DDR-Staatssicherheit belogen hat. Damit ist er als Volksvertreter diskreditiert“

So spricht er…der CDU-Politiker Thomas Strobl.

Falls es dazu kommen sollte, falls also die Staatsanwaltschaft den Anfangsverdacht einer falschen eidesstattlichen Versicherung prüfen will, müsste zunächst die Immunität des Bundestagsabgeordneten Gregor Gysi aufgehoben werden. Das wäre für die Linkspartei, die mitten in wichtigen Landtagswahlen steckt, ein schwerer Schlag – und ebenso für Gysi persönlich.

Und nun schauen wir mal, was Wikipedia über den o.g. Herrn Strobl zu berichten hat:

Er ist seit 2011 Landesvorsitzender der CDU in Baden-Württemberg und Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages.

Zusammenfassung:

Gysi hat 1989 während einer Beschwerde den Namen eines Interview-Partners erwähnt. Das macht ihn natürlich zu einem hinterhältigen Stasi-Spitzel! Schließlich hatte das MfS ja keine Ahnung davon, dass sich in der DDR „Spiegel“-Journalisten aufhielten, um Interviews zu führen. Nicht wahr, liebe WELT?

Noch Fragen zum aktuellen Wahlkampf?

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2 Kommentare - “Ohne Stasi gehts halt nicht….”

  1. Anonymous Says:

    das wird ja doch wieder ein schlag ins wasser….

  2. Hetman Says:

    jedes jahr der gleiche scheiss, wird das denen nicht langweilig?


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