Archiv für Dezember 2009

Stillstand

30. Dezember 2009

Leere
Egal
Liegt es am Wetter?

Oder liegt es daran, dass schon alles gesagt wurde?
Von der 30%-Kürzung beim Alg2 über die mediale Reinwaschung von Bagatellkündigungen bis zur 25%-Mwst zur „Wachstumsbeschleunigung“…

Ich fühle mich leer.
Irgendwie ausserhalb.
Teilnahmsloser Zuschauer.

Sisyphus rollte den Stein den Berg hinauf. Immer und immer wieder.
Fast auf dem Berg angekommen, rollte sein Stein wieder hinunter.

Alle Mühe vergebens.

Gibt es zum Sommerloch auch ein Pedant im Winter?
Schröders Steinmeier erfand die Agenda 2010 und schimpft über die Folgen.
2011 kommt die EU-Dienstleistungerichtlinie und der Spinner warnt vor „Dumpinglöhnen“. Einfach nur peinlich….

Den Orden „Held der Arbeit“ haben sich die Zensoren von Focus und WELT verdient. Die veröffentlichte „öffentliche Meinung“ kennt nun keine abweichenden Toleranzen mehr.

Die „Weltmacht“ bereitet die Invasion des Jemen vor und gleichzeitig noch einen Bürgerkrieg im Iran.

Es ist mir egal. Keine Ahnung warum.

Donnerstag ist Phoenix-Tag.
Nach dem Geblubber der Bundesmerkel gibts um 20:15 Uhr die Jahresend-Ausgabe der „Anstalt“.
Danach werde ich mich ins Auto setzen und auf einen schönen verschneiten und bitterkalten Aussichtspunkt fahren.

Zu Silvester bekommt man den einzig gültigen Eindruck über den Zustand dieses Landes.
Den ganzen Tag über böllern die Kinder in den Straßen, abends dann die angetrunkene Jugend und um Mitternacht…? (Briefkasten abbauen nicht vergessen!)

Früher war der Himmel mindestens eine Stunde lang von bunten Raketen hell erleuchtet.
Aber heutzutage? Was gäbe es zu feiern?
Das Ende von 2009? Wohl kaum, wo doch um 0:00 Uhr ein Jahr beginnt, welches noch viel mehr Unheil erwarten lässt.
Die Pyro-Kapitalisten rechnen mit 109 Mio Euro Ausgaben für Feuerwerk.

109 Mio auf 82 Mio Leute…macht 1,33€ pro Nase.

Zieht man davon noch die Show-Knallerei diverser „Events“ ab, wird es wohl sehr still werden, wenn die Kinder abends nach Hause müssen.

Vor 5 Jahren, 2004, wurden übrigens noch 14 Mio Euro mehr „verböllert“. Trotz der Mio-Spenden wegen der Tsunami-Katastrophe.

Egal…

Apropos Katastrophe:

Die Unwetterzentrale schreibt:

Sehr wahrscheinlich überflutet die frostige Arktikluft dann an Neujahr Norddeutschland, die Luftmassengrenze verlagert sich dann in die Mitte Deutschlands. Für den Samstag (02.01.2010) deutet sich dann winterliches Wetter mit Frost, Eis und Schnee für die Mitte und den Süden Deutschlands an.

auch nicht neu…

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Anti-Werbung

27. Dezember 2009

Nachdem ich nun Weihnachten mit der buckligen Verwandtschaft samt potentiellen Heiratsschwindlern, notorischen Hochstaplern und Erbschleichern hinter mich gebracht hatte, konnte ich nun endlich auf die Suche nach dem depperten WordPress-Passwort gehen.

Wie man sieht: ich habe es gefunden!

Anti-Werbung

In den letzten Tagen taucht im TV vermehrt ein Werbespot von „totalestempo.de“ auf.

Weil zu den guten Gaben unter der geschmückten und leuchtenden Krüppelfichte (die sind ab 27. Dezember übrigens viel billiger!) alljährlich auch ein Computer oder Laptop gehört, versucht eine ominöse Firma aus den USA per Werbefernsehen ein paar tausend Leute über den Gabentisch zu ziehen.

Man bewirbt eine Super-Mega-Hyper-Software, welche per „Diagnose“ von PC-Problemen für mehr Zuverlässigkeit und Turbo-Speed sorgen soll.

Man muss sich dafür eine kostenlose(!) Software herunterladen, welche den PC dann scannt.

Zur Beseitigung der (angeblich!) gefundenen Fehler muss man dann bloß noch 29,95 Euro an eine unbekannte Firma in den USA überweisen, um einen „Aktivierungscode“ zu erhalten.

Toll! Super! Klasse!

Kaufen! Kaufen! Kaufen!

Weihnachten…

Und weil Weihnachten war, werde ich euch nun in strikt antikapitalistischer Manier ein Gratis-Geschenk im beworbenen „Wert“ von 29,95€ machen:

Die im Werbefernsehen beworbene Super-Software zur „PC-Optimierung“ gibt es seit vielen Jahren völlig gratis im Internet.

Ich habe seit 5 Jahren gute Erfahrungen mit dem kostenlosen EasyCleaner von ToniArts gemacht, welcher sogar noch mehr kann als diese „totalestempo.de“-Software.

Ausserdem empfehle ich für „totalen Internet-Speed“ die aktuelle Version des DFÜ-Optimierers.

Die gesparten 29,95€ solltet ihr aber nicht zu Silvester in Schall und Rauch verwandeln.

Besser wäre es, die Kohle unters Kopfkissen zu packen für die bevorstehende 25%-Mwst. oder die 30%-HartzIV-Kürzung.

Wer auf Kurzarbeit ist, muss sein Kurzarbeitergeld vom Amt sowieso nachträglich versteuern und „Lohnverzicht zur Sicherung von Arbeitsplätzen“ steht auch schon wieder auf den Spickzetteln der Kapitalistenbrut und ihrer „Experten“.

PS: Gegen Werbemüll hilft weiterhin Ad-Aware, gegen Schnüffler und Spione hilft XP-Antispy und gegen Viren u.ä. Zeug natürlich AntiVir.

Lügner und Heuchler

16. Dezember 2009

Fall 1:

Ein Wirtschaftsprofessor findet die Glücksformel (WELT)

Glücksforschung ist gerade modern. So hat die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ von einem Forscher eine Formel entwickeln lassen, die Glück in Anlehnung an das Bruttosozialprodukt misst. Das Ergebnis liest sich wie ein Lob auf die Tugenden des Kapitalismus.

Na was denn sonst? Nachdem die neoliberalen Sekten mit ihrer Missionierung des totalen Kapitalismus so herrlich aufs Maul gefallen sind, versuchen sie es jetzt mit Aberglauben und Esoterik.

Aktuelles Mietmaul: „Wirtschaftsprofessor“ Ulrich van Suntum.

Und was macht „uns“ nach Meinung der INSM „glücklich“?

„Der 1-Euro-Jobber wird nicht glücklicher, wenn Josef Ackermann weniger Geld hat“

So sieht er aus, der Blick von oben nach unten. Natürlich wird nicht danach gefragt, ob dem 1-Euro-Jobber eine Annäherung seines Einkommens an das des „Leistungsträgers“ Ackermann etwas mit Glück zu tun hätte.

Politisch gewinnt van Suntum die nicht neue Erkenntnis daraus, Kombilohnmodelle und Workfare-Programme seien besser als die reine Zahlung von Arbeitslosengeld.

Arbeit macht frei….ääähhmmmm… glücklich.

Welt Online Moderatoren

Liebe Leser, Die Kommetarfunktion für diesen Artikel wurde deaktiviert.

Das ist in letzter Zeit verdächtig häufig vorgekommen, dass die WELT-Online-Redaktion in den Kommentaren nicht die erhoffte Zustimmung findet….

Fall 2:

Verbraucher rasseln in die Schuldenfalle (Focus)

Wegen der Wirtschaftskrise werden im nächsten Jahr nach Einschätzung von Experten noch mehr private Haushalte in die Überschuldung geraten.

Nur wenige Haushalte haben nach Darstellung des IFF ihre prekäre Lage selbst herbeigeführt. Überzogenes Konsumverhalten oder unwirtschaftliche Haushaltsführung stehen bei den Ursachen für Überschuldung weit unten.

Hauptgrund für Schulden ist ein niedriges Einkommen; acht von zehn überschuldeten Haushalten sind arm und verdienen weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens.

Jahrelang haben neoliberale Systemmedien wie der Focus überall herumerzählt, Armut und Schulden seien Zeichen von fehlender Eigenverantwortung sowie „Leben über seinen Verhältnissen„.

Bertelsmann lässt via RTL den „Schuldenexperten“ Zwegart auftreten, um die finanztechnische Inkompetenz von Schuldnern zur Schau zu stellen. Wobei noch die Frage geklärt werden muss, ob es sich dabei nicht genauso um „Schuldnerdarsteller“ handelt wie in diversen „HartzIV-Dokus“ mit der Familie Fesselmann

Als vorbeugende Maßnahme gegen Überschuldung empfehlen die Experten vor allem mehr Grundwissen über Geldangelegenheiten.

Die wirksamste Maßnahme gegen Überschuldung wäre allerdings ein nicht-kapitalistisches Wirtschaftssystem. Mehr Grundwissen in Geldangelegenheiten ändert allerdings nichts an der Überschuldung wegen zu niedriger Einkommen.

Egon W. Kreutzer über Schulden und Schuldenbremsen <— anklicken und lesen!

Fall 3:

Franz Josef Wagner (Chefhetzer der BILD):

Es ist deprimierend, wie in Deutschland ein Mensch nieder­geschrieben wird. Zack – und Du bist ein Idiot. Wir erleben gerade alle den Aufstieg eines Politikers, und er wird sofort niedergemacht.

Unser Land ist übersät von Wadenbeißern, Kläffern. Dauernörglern.

Vor allem das BILD-Personal besteht aus Wadenbeißern, Kläffern und Dauernörglern.

Politiker wie Ypsilanti, Lafontaine oder auch Platzeck können ganze Opern davon singen.

Es ist wahrlich deprimierend, dass dem Hetzer Wagner noch niemand die widerliche Hackfresse mit einem Berlin-Souvenir…

Frey-ZEIT beim ZDF

10. Dezember 2009

Der hessische Berlusconi hat es geschafft. Neuer Chefredakteur des ZDF wird der rechtslastige katholische Fundamentalist Peter Frey.

Selbstverständlich gab es im Vorfeld massenhaft Kritik an den Vorgängen rund um die Entscheidungsfindung.

Und so sah sich die ZEIT der Hardcore-Neoliberalen Josef Joffe, Michael Naumann und Ex-Kanzler Helmut Schmidt genötigt, der Person Peter Frey notdürftig ein positives Image zu verpassen.

Rein zufällig (ich schwöre!) ein paar Stunden, bevor die „Wahl“ des Herrn Frey zum Chefredakteur bekannt wurde.

Peter Frey: Der Mann vor der Tür

Peter Frey ist engagierter Katholik und gilt als moderat links.

Hallo? Peter Frey ist „moderat links„?

Warum hat das bis heute niemand bemerkt? Zumindest Roland Koch hätte doch wohl Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Frey um jeden Preis zu verhindern!

Frey signalisiert Kompetenz und Bescheidwissen darüber, was hinter geschlossenen Türen gesprochen wird.

Das war bei den Sommerinterviews nicht zu übersehen. Während er Merkel & Konsorten mit triefender Schleimspur in die rektalen Körperöffnungen gekrochen ist, hat er bei Lafontaine einfach nur die Sau rausgelassen.

Unvergessen, wie der „kompetente“ Frey sich anschließend 2 Mal (!) via Internet für seine ideologischen Ausfälle rechtfertigen wollte. Bis heute blieb allerdings ungeklärt, was der Rücktritt Lafontaines 1999 mit der Bundestagswahl 2009 zu tun haben sollte.

Den Parteien steht der moderate Linke unterschiedlich fern, Gefolgsmann einer Partei ist der sachorientierte Journalist nicht.

Achja?

Hmmm…irgendwie habe ich beim Lesen seiner Texte im ZDF-Blog eine andere Meinung bekommen.

Zur Hessen-Wahl 2008 schrieb Frey:

Das Erbe von Ypsilanti und Beck wird die Sozialdemokraten offenbar länger beschäftigen als Müntefering und Steinmeier lieb sein kann. Die Verunsicherung über den Wortbruch, den Kurs gegenüber der Linkspartei, ist größer als der Appeal des Kanzlerkandidaten.

und über Merkel:

Ihr  Schwenk zu mehr Staat, mehr Schulden und ihre Kehrtwende bei den Steuersenkungen verunsichert das „bürgerliche Publikum“ – dann doch lieber gleich FDP wählen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein „moderater Linker“ sowas von sich geben würde.

Das passt doch eher zu Gestalten wie Westerwelle und Niebel.

Oswald Metzger (INSM) und Peter Frey (Bertelsmann-Stiftung) auf einem Plakat der Katholischen Akademie Berlin für ein Podiumsgespräch über „Medienethik„.

Peter Frey ist seit 2006 „Botschafter“ der Bertelsmann-Stiftung beim „Centrum für angewandte Politikforschung“ an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Dort ist auch ein berüchtigter Professor des Ifo-Institutes tätig.

Das nennt man dann wohl „Netzwerke und Seilschaften“.

Noch Fragen?

PS: Wird Roland Koch in den nächsten Jahren zum „Lieblingspolitiker“ der ZDF-Talkshows?

Ein Licht ist erloschen…

10. Dezember 2009

Jörg Huffschmid

Am 5. Dezember 2009 verstarb Jörg Huffschmid im Alter von 69 Jahren.

Er leitete bis 2005 das Institut für Europäische Wirtschaft, Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik der Universität Bremen und war Gründungsmitglied der AG Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandum-Gruppe). Jörg Huffschmid war für Attac sehr wichtig. Er hat die globalisierungskritische Bewegung von Beginn an unterstützt.

Huffschmid war Mitglied des wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland. Attac Österreich unterstützte er auf zahlreichen Konferenzen mit Vorträgen.

Da er sich 50 Jahre lang wissenschaftlich mit dem kapitalistischen Grundübel „Kapitalbesitz =  Machtbesitz“ befasste, wurde sein Tod von der Milliardärspresse genauso ignoriert wie sein Leben und Wirken.

Einige Texte von ihm kann man sich unter http://www-user.uni-bremen.de/~huffschm als pdf herunterladen und lesen.

Danke, Jörg!

Marxist

Genosse

Mensch

WELT ohne Klimawandel

9. Dezember 2009

Im dänischen Königreich findet derzeit ein sogenannter „Klimagipfel“ statt.

Dort treffen sich allerlei Staatsoberhäupter und Klimahysteriker, um die Welt vor einem „Klimawandel“ zu bewahren.

Alles Unsinn!

Es gibt weder einen Klimawandel noch eine Klimaerwärmung!

Hier habe ich den Beweis:

Wie gut zu sehen ist: Der globale Bereich zwischen Nordpol und Mittelmeer hat sich allein in den Monaten von August bis Dezember spürbar abgekühlt. Ein einwandfreier und wissenschaftlicher Beweis dafür, das es keine Klimaerwärmung gibt.

Der Vergleich mit meinen täglichen eMails von WetterOnline.de seit 2003 (Mailservice hier) hat gezeigt, das es in den letzten 7 Jahren im Dezember stets kälter war als im August.

Auch diese Langzeitstudie beweist eindeutig, das sich das Klima nicht erwärmt, dass es also gar keinen Klimawandel gibt.

Nun haben die Öko-Terroristen vor einiger Zeit einen sog. „Treibhauseffekt“ erfunden und haben das Gas Kohlendioxid zum „Klimakiller“ aufgebauscht.

Alles Quatsch!

Welt ohne Klimawandel

Der stets um Wahrheit und Aufklärung bemühte Springer-Konzern beschäftigt in seiner WELT-Redaktion einen weltweit anerkannten Klimaexperten: Ulli Kulke.

Obwohl er von den Klimahysterikern allerorten stets kritisiert wird, lässt er sich nicht beirren und kümmert sich weiterhin in BILD und WELT darum, dass Wirtschaftswachstum richtigerweise stets höher bewertet wird als die sinnlosen Versuche, den sog. „Klimawandel“ aufzuhalten.

Rohstoffe wie Erdöl und Kohle sind auf rein natürliche Art entstanden und deren Verbrennung gehört zum natürlichen Bedürfnis der Energiegewinnung. Ebenso natürlich ist es, dass dabei auch Abgase entstehen, die von der Natur natürlich unbedingt gebraucht werden.

Ulli Kulke schreibt in WELT:

Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat beschlossen: Kohlendioxid ist gesundheitsgefährdend. Na toll! Das ist noch prickelnder, als das große Weltuntergangskino.

Denn ohne CO2 gäbe es weder Pflanzen, noch Tiere, noch Menschen. Und unsere Gesundheit könnte noch viel mehr vertragen.

Die EPA befand jetzt von Amts wegen: Kohlendioxid ist gesundheitsgefährdend – also auch sämtliche CO² – haltigen Getränke, sofern wir den Bescheid ernst nehmen wollen.

Damit hat der Klimaexperte des Springer-Konzerns zweifelsfrei recht!

Die Lügner bei Wikipedia behaupten hingegen, eine CO²-Konzentration von 8% in der Atemluft würde tödlich wirken. Wie kann Kohlendioxid „gesundheitsgefährdend“ sein, wenn man daran lediglich ersticken kann?

Andererseits ist damit jener Stoff auf den Index gekommen, der seit vielen Hundert Jahren unser Leben prickelnd gestaltet, prickelnder noch als gutes Weltuntergangskino.

Genau! Ohne Kohlendioxid wäre Bier schal und ungenießbar; sprudelndes Mineralwasser wäre so erfrischend wie kalter Kaffee.

Ohne CO2 in der Luft gäbe es weder Pflanzen, Tiere noch Menschen. Und seinen Gehalt in der Atmosphäre mögen wir ja über Gebühr erhöht haben, doch unsere Gesundheit könnte leicht das 30-Fache dieses Zuwachses verkraften.

Richtig! Wir müssen noch viel mehr Kohlendioxid erzeugen und freisetzen, damit es auf unserer Erde wieder grünt und blüht!

Derzeit beträgt der Anteil an CO² in der Luft etwa 0,038%. Erst ab dem zehnfachen Wert von 0,3% bestehen gesundheitliche Risiken bei dauerhafter Einwirkung (MIK-Wert).

Eine Frage hätte ich da noch, Herr Kulke:

Wenn Kohlendioxid für Mensch und Tier ungefährlich ist, warum hat dieselbe Natur bereits vor mehreren Millionen Jahren bschlossen, das atmende Lebewesen Kohlendioxid bereits bei der halben Konzentration ausatmen sollen?

Gehört die Natur etwa auch zu den CO²-Hysterikern?

Würden Sie bitte diese Eigenart als „Irrtum der Natur“ entlarven, indem Sie mal für 30 Minuten unter Wasser die Luft anhalten? Danke im voraus!

Aber der Klimaexperte Kulke vom Springer-Konzern hat noch ganz andere Entdeckungen gemacht:

Bereits vor einem Jahr hat er festgestellt, dass in den Wintermonaten (Polarnacht) der im Sommer 2008 aufgetaute Nordpol wieder zugefroren ist!

Ein eindeutiger Beweis dafür, dass es keinen Klimawandel gibt, oder?

Na gut… früher ist der Nordpol auch im Hochsommer nie aufgetaut…aber was beweist das schon?

Der Bahnhof der Harzer Schmalspurbahnen auf dem Brocken am 9. Dezember 2009 um 11:00 Uhr.

Vor 20 Jahren, am 3. Dezember 1989, wurde der Brocken nach dem „Mauerfall“ wieder frei zugänglich.

Damals hätte sich kein Mensch vorstellen können, eines Tages einen schneefreien Brocken im Dezember zu erleben.

Früher war der Brocken im „Brockenwinter“ für 6 Monate (176 Tage) konstant mit Schnee bedeckt.

Dieser Zeitraum hat sich inzwischen halbiert. 😦

Zumindest ist Springers „Klimaexperte“ Kulke in Berlin besser aufgehoben als auf der zukünftigen Nordsee-Insel „Hamburg“. 😀

Achtung! Dieser Artikel kann Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.

Pulle statt Pille

7. Dezember 2009

In Deutschland bekommen die falschen Leute Kinder!

So tönen es kompetente Sozialpolitiker von Westerwelle über Sarrazin bis hin zu Söder und Mißfelder.

Alle vertreten eine gemeinsame Ideologie: Mehr Geld für Arme bekämpft nicht die Armut, sondern wird eh nur versoffen.

Natürlich ist das nicht die ganze Wahrheit. Es geht ihnen vielmehr darum, mit allen Mitteln eine Reduzierung der Armut bei Almosenempfängern zu verhindern, um der Wirtschaft den Weg ins mittelalterliche Tagelöhnertum zu ebnen.

Das Zauberwort heißt „Lohnanspruch“. Wer am Hungertuch nagt, ist auch mit einem Appel und nem Ei zufrieden und muss daher kein Schnitzel mit Kartoffeln und Grünzeug angeboten bekommen für seine Arbeitskraft.

Als der arbeitsscheue Steuergeldschmarotzer Thilo Sarrazin lauthals verkündete, in Deutschland würde man massenhaft „Kopftuchmädchen“ produzieren um Sozialleistungen abzuzocken, war die Milliardärspresse vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen.

Man bejubelte ihn als „Wahrsager“ und einige forderten prompt das Bundesverdienstkreuz für den „Querdenker“.

Man betonte stets, Sarrazin würde unter dem Schutz der Meinungsfreiheit stehen und daher könne man ihm keine Volksverhetzung vorwerfen.

Führendes Sprachrohr in dieser Hetzkampagne „reich gegen arm“ war natürlich der Springer-Konzern mit BILD und WELT.

Oliver Möllenstädt

FDP-Freiheitsstatue Westerwelle ist der Meinung, man müsse bedürftigen Sozialleistungsempfängern das Kinderkriegen verbieten. Das nationaldeutsche Mutterkreuz „Ursula von der Leyen“ schloss sich dieser Meinung an und erfand das einkommensabhängige Elterngeld.

Für Arme wurde das Elterngeld halbiert, für Wohlhabende und Besserverdiener auf 1800 Euro / Monat erhöht.

Man gönnt sich und seinen Wählern ja sonst nichts…

In Bremen stellte man nun nach 5 Jahren HartzIV überrascht fest, das im Alg2-Regelsatz keine Ausgaben für Verhütungsmittel vorgesehen sind.

Also will man verhütungswilligen HartzIV-Empfängern einen Sonderzuschuss aus der Stadtkasse gewähren, um dieses Problem zu lösen. Quasi eine regionale HartzIV-Erhöhung.

Und nun ratet mal, wer dagegen ist!

Der FDP-Oppositionspolitiker Dr. Oliver Möllenstädt.

Der liberale Nachwuchs-Westerwelle sagt:

„Eine Erhöhung des Regelsatzes werden die Empfängerinnen eher in den nächsten Schnapsladen tragen, als diesen in Vorsorge und selbstbestimmte Familienplanung zu investieren.“

In Bremen werden jedes Jahr 500.000 Euro dafür ausgegeben, um Schwangerschaftsabbrüche bei Sozialleistungsempfängern zu finanzieren.

Wer schonmal im eigenen Umfeld mit dieser Problematik konfrontiert wurde kann ungefähr abschätzen, was für Qualen für die betroffenen Frauen, ihre Partner, Familien und engsten Freunde damit verbunden sind.

Als Möllenstädt von der BILD auf seinen Schwachsinn hingewiesen wurde, erklärte er:

Man sollte den Frauen lieber die Pille aushändigen, als dafür die Zahlungen pauschal zu erhöhen.

Drogensüchtigen händigt man ersatzweise Methadon aus, Bedürftigen die Pille. Na Klasse!

Wie stellt sich der Herr Liberale das denn vor?

Sollen die Betroffenen dafür extra einen Antrag beim Sozial- oder Gesundheitsamt stellen?

Sollen sie eine „Eingliederungsvereinbarung zur Familienplanung“ unterschreiben mit der Pflicht, während des Sozialleistungsbezuges nicht schwanger zu werden?

Werden sie bei Verstoß gegen das Schwangerschaftsverbot dann mit Leistungskürzuungen und Zwangsadoption bestraft?

Was gibts noch von diesem vorbildlichen Nachwuchs-Demokraten?

„Wenn einige Hartz-IV-Kunden keine Lust haben und keine Leistungsbereitschaft zeigen, müssen endlich die Daumenschrauben angezogen werden.“

Na ja, ich gebs zu: Das war jetzt nicht sonderlich überraschend.

Offensichtlich ist dieser Freie Demokrat Möllenstädt aus Bremen fest davon überzeugt, dass bei den HartzIV-Empfängern noch viel zu selten gehungert wird.

Dr. Oliver Möllenstädt ist 31 Jahre alt, hat nie in seinem Leben gearbeitet und stattdessen „Wirtschaftswissenschaft“ studiert. Seit 16. Mai 2009 gehört er zum Bundesvorstand der FDP.

Im Wahlkreis Bremen II – Bremerhaven erzielte Möllenstädt zur Bundestagswahl 7,1%.

Inga Nitz (Linke) im gleichen Wahlkreis 14,2%.

Aus einer Rede des Herrn Möllenstädt zur Gleichbehandlung von Leiharbeitern und Stammbelegschaften:

Gerade in dem Beitrag der Kollegin Frau Nitz ist deutlich geworden, dass Sie offenbar der Auffassung sind, in der Leiharbeit herrschten durch die Bank menschenunwürdige Verhältnisse, dort bestünde Lohndumping und Ähnliches mehr. Dies ist schlicht und ergreifend nicht die Wahrheit.

(…) Und deshalb würde ich vorschlagen, dass einmal generell hinterfragt wird, ob es nicht ratsam wäre, das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz mittelfristig ganz abzuschaffen.

Er will nicht die Leiharbeit, sondern das regulierende Gesetz dazu abschaffen.

Willkommen im freiheitlich-demokratischen Tagelöhnerstaat im Herzen Europas!