Archiv für April 2011

Keimzeit

23. April 2011

Im Märzen der Bauer… achnee…jetzt nicht.

Es ist Ostern. Das Osterhasi hoppelt fröhlich über Felder, auf denen das erste Grün sprießt.

Dumm für das Osterhasi, das sein braunes Fell nun dem Jägersmann besser auffällt als zu Zeiten gleichfarbigen Ackerbodens noch vor ein paar Wochen.

Die Saat ist aufgegangen

Man hält es kaum für möglich: Was in dunkler Zeit gesät, strebt im Frühling kraftvoll an die Oberfläche.

Wer jetzt denkt, es ginge mir hier um eine neuzeitliche Neuauflage des Osterspaziergangs…der irrt.

Zeit für eine Korrektur:

Die Saat des Bösen ist aufgegangen

Die sog. „SPD“ hat sich nun doch dazu entschlossen, ein Sammelbecken für Rassisten, Rechtspopulisten, Asoziale und sonstigen Abschaum zu werden.

Mit großer Freude nahm das wohlhabende Bürgertum mitsamt seiner reaktionären Medien die Kapitulation der sog. „SPD“ zur Kenntnis.

Wie alles begann…

Im Jahre 2009 stellte die Verräterpartei im September fest, dass sie nichtmal mehr zum Kanzlerwahlverein für die CDU taugt.

Groß war die Sorge der herrschenden Klasse, die „SPD“ könnte sich nun besinnen und der Agenda2010-Irrlehre abschwören.

Um derartige Aktivitäten schon im Keime zu ersticken, holten die Puppenspieler von Springer und Bertelsmann einen gewissen Thilo S. hinter seinem Schreibtisch hervor, damit er nun öffentlich seinen Hass und seine Abscheu gegen einkommensferne Schichten zum Ausdruck bringen konnte.

Der Coup gelang: Die „SPD“ verzichtete auf einen Parteiausschluss und legte somit eine Art Treueschwur für den neudeutschen Sozialrassismus ab. Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten zu derartigen Vorgängen in der Morgendämmerung des 3. Reiches waren keinesfalls zufällig.

Später dann sah das Kapitalistengesindel mit weiterer Sorge, dass sich ihre korrupte schwarz-gelbe Lobbyistenregierung zu einem Totalreinfall entwickelte.

Ausgerechnet die religiösen Fanatiker der FDP-Sekte mit ihrem Wahn „Kapitalismus = Demokratie“ stürzten auf Fast Drei Prozent ab, anstatt vom dummen Pöbel als neue Heilsbringer verehrt zu werden. Da scheiterte auch der Beliebtheits-Automatismus des Aussenministeramtes an spätrömischer Dekadenz.

Also musste noch einmal Öl ins Feuer gegossen werden, um die Verräterpartei von einem ideologischen Seitenwechsel abzuhalten.

Nochmals durfte Springers Marionette Thilo S. an die Meinungsfront, um seine „bitteren Wahrheiten“ zu verkünden. Natürlich scherte sich bei ihm niemand um die aufkommenden Plagiatsvorwürfe, obwohl er allzu offensichtlich ohne Quellenangabe bei seiner Deutschland-Abschaffung aus „Mein Kampf“ und diversen Goebbels-Reden zitiert hat.

Monatelang konnte man nun daran arbeiten, wieder reaktionäres und rechtsradikales Gedankengut in Deutschland zu etablieren.

Immer fein garniert mit Phrasen wie „Das musste endlich gesagt werden!“.

Auch nicht neu für jene, welche die Vorgeschichte der Nazis kennen…

Als die sog. „SPD“ nun einen weiteren Versuch unternahm, die braune Ratte loszuwerden, tobte prompt ein Sturm der Entrüstung. Von allen Seiten schossen die Kanoniere der Kapitalisten-Artellerie mit der angeblichen „Meinungsfreiheit“. Das Ziel wurde schnell klar: Die „SPD“ zu einem Sammelbecken für jene zu machen, welche wegen der gesellschaftlichen Ablehnung der NPD keine Wahl- und Medienchancen hatten.

Nun ist die „SPD“ wieder vor BILD & Co auf die Knie gefallen und hat wiedereinmal die Kapitulation erklärt.

Dabei hatte die Verräterpartei durch ihre Vorgeschichte mit der Agenda2010 nie eine Chance:

Hätte sie Thilo S. vor die Tür gesetzt, wäre er prompt zum Märtyrer ernannt worden und die „SPD“ zu einer „unwählbaren Partei“.

Mit ihrer Kapitulation hingegen ist sie zwar wieder fest in die Reihen des rechten und sozialrassisitschen Bürgertums zurückgekehrt, wird aber nun auch die letzten Mitglieder und Wähler vergrault haben, welche noch an eine Rückkehr der Verräterpartei zur Sozialen Demokratie geglaubt haben.

erfolgreiche Aussaat

Unmittelbar nach Verkündung der Kapitulation begannen die Puppenspieler mit ihren Freudentänzen:

Springers Kampfpresse jubelt:

Thilo Sarrazin bleibt in der Partei! Riesen-Blamage für die SPD-Spitze

Und er kämpft, bis zum Schluss. Jetzt hat er gewonnen, zum zweiten Mal: Ex-Senator und Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin (66) bleibt SPD-Mitglied!

Natürlich darf die obligatorische „BILD-Blitz-Umfrage“ nicht fehlen, wonach (wen wunderts eigentlich?) angeblich 78% der BILD-Verblödeten gegen einen Parteirauswurf waren.

Und genüsslich wird dann nochmal alles zitiert, was der BILD an dem Sozialrassismus so gefiel:

Weil Städte und Gemeinden die Heizkosten zahlten, gingen die Bedürftigen oft verschwenderisch mit Energie um.

Dann darf natürlich auch der Kommentar zur BILD-„Meinungsfreiheit“ nicht fehlen:

Sieg für die Meinungsfreiheit

Thilo Sarrazin bleibt Genosse – und die gesamte Parteispitze ist bis auf die Knochen blamiert.

Hmmm… dabei hatte man doch immer soviel Wert darauf gelegt, dass dieser Hetzer als „freier Bürger“ seine Hasspredigten veröffentlicht hat und nicht als „Genosse“.

Dass Sarrazin nun in der SPD bleibt, ist ein Sieg für die Meinungsfreiheit – und eine schallende Ohrfeige für alle Politiker, die unbequemen Querdenkern den Mund verbieten wollen.

Übersetzung BILD-deutsch: Mit dem Fall Thilo S. haben wir endgültig die Machtverhältnisse klargestellt. Wer sich nicht BILD & Co unterwirft, wird zum Abschuss freigegeben.

Ins gleiche Horn bläst der WELT-Parteiendompteur Torsten Krauel:

Die Volksmeinung war und blieb eine andere, auch unter SPD-Anhängern. Das machte offenbar Eindruck.

Soso… „Volksmeinung“. Und an den Türen der Kapitalisten klebt immer noch der Hohn-Aufkleber „Wir sind (auch) das Volk!

Jegliche Hoffnung in die „SPD“ kann damit endgültig begraben werden. R.I.P. „SPD“!

Zur Klarstellung über den derzeitigen und zukünftigen Stauts der Verräterpartei lässt der FDP-Focus einen gewissen Jost Kaiser zu Wort kommen:

Sozialdemokratischer Verfolgungswahn

Die Partei habe die Ideale der Sozialdemokratie verraten. Das ist natürlich Quatsch. Parteien ändern sich, Politik auch. Die SPD ist ein Opfer des Zeitgeistes geworden.

Und wer bestimmt den „Zeitgeist“?

„Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“

George Orwell „1984“

Der „Verrats“-vorwurf muss einem natürlich schon deshalb verdächtig erscheinen, weil er so alt ist, wie die Partei selbst.

Na sowas aber auch… wer hätte das gedacht?

Unter Beteiligung der Sozialdemokraten – erst in der rotgrünen Regierung, später in der Großen Koalition – knackte später der Anteil des Sozialetats am Bundeshaushalt 2009 sogar erstmals 50-Prozent-Marke, nachdem er in den frühen 90er-Jahren noch bei einem Drittel gelegen hatte.

Boah ey! 2009 lag der Anteil der Sozialetats bei über 50%? Waaaahnsinn!

Mooooment mal! Was war denn 2009 für ein Jahr? Gab es da nicht so eine kleine bedeutungslose Wirtschaftskrise mit unbedeutend marginal angestiegener Arbeitslosigkeit samt staatlich subventionierter Kurzarbeit?

Hmmm… war das was? Zum Glück gab es im 2009er Bundeshaushalt keinen Posten mit der Bezeichnung „Banken-Profitrettung“. Würde man diese Ausgaben dazurechnen…achnee..lieber doch nicht.

Zu den Hartz-Gesetzen behauptet er:

Wenn es sozialdemokratischer Verrat ist, Menschen in Arbeit zu bringen, dann war es einer. Die Arbeitslosenquote hat seither radikal abgenommen.

Man sollte Herrn Jost Kaiser mal die Drogenfahndung ins Haus schicken. Da findet man bestimmt Substanzen, welche noch garnicht erfunden sind. 😀

Jahrzehntelang stand die Frage der Versöhnung zwischen „Arbeit“ und „Kapital“ als wichtigstes Thema auf der bundesrepublikanischen Agenda.

Diese „Versöhnungsagenda“ endete bereits am 3. Oktober 1990 um 0:00 Uhr. 10 Jahre später hat sich die Verräterpartei dem „neuen Zeitgeist“ angepasst und wurde damit zum Liebling der Kapitalbesitzer und ihrer Meinungsdiktatur.

was sonst noch verbreitet wurde

Alkoholismus und Antisemitismus haben viel gemein

…stellt Israels WELT-Beauftragter und Berufszionist Broder fest.

„Lupenreine Antisemiten“ halten Antisemitismus für eine Erfindung der Juden. Besonders gut lässt sich das am Beispiel einer Linken-Politikerin zeigen.

Inge Höger von der niedersächsischen Linken hat die Vermutung(!) geäußeret, hinter dem Mord an Vittorio Arrigoni könnte Israel selbst stecken, um in Gaza Unruhe zu stiften und die Hamas mal wieder zu „Obersuperschurkentopterroristen“ zu machen.

Eine nicht ganz abwegige Idee…

Als lupenreine Antisemitin dagegen muss sie nicht befürchten, sich zu blamieren, wenn sie rhetorisch anfragt, wer “von diesen furchtbaren Verbrechen” profitiert.

Lupenreiner Zionismus: Wer auch nur die geringsten Zweifel am zionistischen Regime in Israel mit „Gottes auserwähltem Volk“ äußert, ist erstmal ein „Antisemit“.

So wie die Nazis ihre Bestrebungen für „typisch deutsch“ bezeichneten, so erklären die Zionisten sich heute zu „normalen Juden“.

Wie kommt es aber zu solch einem hasserfüllten Angriff des Zionistern Broder auf Frau Höger?

Sie war an Bord der “Mavi Marmara”, wenn auch nur auf dem Frauendeck, und wäre beinah in Gaza angekommen, wenn die Israelis das Schiff nicht abgefangen hätten. Sie will es wieder versuchen.

Noch Fragen?

das Letzte

WELT-Parteiendompteur Krauel (siehe oben) meint:

Die Schröder-Hasser der Linken müssen abtreten

Schröder ist schon lange weg…aber die Linke ist immer noch da.

Also sollte man sich fragen, was die Linke mit der Person Schröders zu tun hat.

Mit einem Reformparteitag, auf dem die Partei sich der Realität des 21.Jahrhunderts stellt, könnte sie eines Tages den Anschluss an SPD und Grüne finden.

Wenn die Linke auf einem solchen „Reformparteitag“ einen derartigen „Anschluss“ an Verräterpartei und Grüne findet, endet sie genauso wie die DDR nach ihrem „Anschluss“ an die westdeutsche Diktatur des Kapitals. Sie verschwindet einfach in der Überflüssigkeit.

In der Sache ist jede Politik links von der SPD problematisch genug, mit ihren Sandkastenspielen aus Umverteilung und Vergesellschaftung und Karl Marx als geistigem Ahnen.

Es wird wohl nichts weiter als ein zufälliger Zufall sein, dass die Medien das Gleiche „problematisch“ finden wie die herrschende Klasse.

Vermutlich, weil ihre Eigentümer dazugehören. Könnte das sein? Ist das die vielbeschworene „freiheitlich-demokratische Grundordnung“?

Und nun raus zum traditionellen Osterspaziergang!

zurück aus der Hölle

20. April 2011

Es war einmal…

…ein großes Weh und Klagen.

Irgendwie, irgendwo, irgendwann ist in meinem GKV-versicherten Luxuskörper ein winzig kleines Lebewesen eingedrungen.

Vermutlich während ich mal wieder im heimischen Garten herumgebuddelt habe.

Der ortsansässige Medizinmann schickte mich dann auch gleich in die Notaufnahme mit den Worten „Das soll sich mal ein Fachmann ansehen!“.

So geschah es dann auch und selbiger Experte kam, sah und holte das Skalpell.

Am nächsten Tag wurde ich dann wieder wach und war von grün gekleideten, maskierten Terroristen umgeben.

Sie pumpten mich tröpfchenweise mit allerlei Chemikalien voll und erklärten mir: „Mit viel Glück sind Sie Ostern wieder zu Hause!“

Na klasse…und das in einem Zustand, in dem ich nichtmal Tag und Nacht unterscheiden konnte!

Irgendwann am nächsten Tag (ich vermute, es war der Mittwoch letzter Woche) kam ich dann in die Gesellschaft weiterer Opfer der Terroristen Schmidt, Rösler & Co.

Damit begann eine Woche mentaler Qualen. Die Langeweile zwang mich zum Konsum der BILD und fremdausgewählter Fernsehprogramme, während ich mich nur hilf- und wehrlos meinem Schicksal ergeben konnte.

Da kann man in Echtzeit beobachten, wie täglich mit Nachrichten manipuliert wird, ohne irgendetwas unternehmen zu können.

Meine „Mitbewohner“ konnten sich kaum noch an das Leben „vor der Rente“ erinnern, so dass sie sich eh nur für das Osterwetter und die geplanten Feiertagsbesuche von Kindern, Enkeln und Urenkeln interessierten.

Und jeden Tag erfuhr ich hochwichtige Dinge darüber, wer vor 50 Jahren mal wen geheiratet hat, wer mit wem verwandt und verschwägert ist, wer alles in den letzten 20 Jahren den Löffel abgegeben hat und dergleichen mehr.

Hölle! Hölle! Hölle!

Und ganz ohne Vorwarnung sprach heute ein Weißkittel zu mir: „Das sieht ja schon ganz gut aus! Wir geben Ihnen einen Brief für die weitere Behandlung an Ihren Hausarzt mit und dann können Sie heute nach Hause!

Boah! Was ein Segen! Mehr als eine Woche lang habe ich in jeder Sekunde die Tatsache verflucht, das traute Heim ohne meinen Laptop samt UMTS-Stick verlassen zu haben.

Ich bin wieder da!

Freude! Freude! Freude!

Was hab ich „verpasst“? Silvana hat den Guttenzwerg gemacht, FDP-Retter Rösler amputiert weiter fröhlich an den GKV herum, Ackermännchen wurde endlich zum „gefährlichsten Manager der Welt“ erklärt und das Kapitalistengesindel lässt ihre Marionetten die Linke in eine Existenzkrise schreiben.

Dabei ist doch gar kein Wahlkampf! Oder doch?

Das schwarzgelbe Lumpenpack manövriert das Land weiter unbeirrt in den Untergang:

Am 1. Mai dürfen endlich osteuropäische Leiharbeiter zu osteuropäischen Tarifen (sofern überhaupt vorhanden) den deutschen Arbeitnehmern die mindestlohnfreie Globalisierung besonders nahe bringen. Die „Arbeit muss sich wieder lohnen!“-Schreihälse können ihre Begeisterung über den Import von Billigsklaven kaum verhehlen.

Jeder Versuch, mit Hilfe eines Mindestlohnes den radikalen Kommunismus einzuführen ist gescheitert.

Genauso der Versuch, mehr als hunderttausend Kapitalismusopfer zu „Bürgerarbeitern“ zu machen. Dabei wäre das soooo schön gewesen: Die Bürgerarbeit wird über EU-Mittel bezahlt, die „Bürgerarbeiter“ fallen aus der Statistik und dienen billig dazu, die Angestellten im öffentlichen Dienst ordentlich unter Druck zu setzen.

Natürlich haben die Leyenministerin und ihre Kumpane mal wieder die Realität unbeachtet gelassen: Die Kommunen verdienen im Unterschied zum 1-Euro-Jobber nichts zusätzlich mit der „Bürgerarbeit“ und Verdi ist der Meinung, man solle die neuen Sklaven nach Mindesttarif entlohnen.

Statt 200 – 300 Euro zusätzlich zu kassieren, müssten die „kommunalen Arbeitgeber“ nun auch noch was drauflegen auf die 1080 Euro brutto für die 30h-Woche. Angesichts der von Rot-Grün und Schwarz-Gelb jahrelang praktizierte Verarmung der Kommunen zum Zwecke des neoliberalen „Steuerwettbewerbs“ ist das Ergebnis nicht wirklich verwunderlich.

leyenhafter Erfolg

Ganz großes Thema ist der Erfolg der Leyenministerin beim sog. „Bildungspaket“.

Nachdem sie per „Sparpaket“ 2010 die Rettung der Dividenden der Bankenaktionäre durch HartzIV-Empfänger beschlossen hat, folgt nun der nächste Sozialbetrug.

Die Bundesministerin für dummes Grinsen und Kindesmissbrauch (zum Zwecke der Erpressung der Eltern zur Annahme von Jobs zu Hungerlöhnen) war wahnsinnig stolz auf ihr „Bildungspaket“.

Doch dummerweise spielte auch in ihrer „Ich bin ja sooo sozial“-Illusion die Realität keine Rolle.

Nun jammert man an allen Fronten darüber, dass der Ansturm unendlich dankbarer HartzIV-Sozialstaatsschmarotzer auf ihr revolutionäres „Bildungspaket“ irgendwie nicht stattfindet.

Und natürlich sind die allseits beliebten und erprobten „Erklärungen“ schon wieder auf allen Titelseiten:

„Bildungsgutscheine lassen sich nicht versaufen“ lässt z.B. die WELT der Multimilliardärin und Herrscherin Friede Springer verkünden.

Auf allen anderen Seiten der Meinungsproduzenten sieht es ähnlich aus.

Dabei ist eine echte Erklärung vorhanden…nur darf sie niemand wissen:

Dieses „Bildungspaket“ wurde gezielt an den mutmaßlichen Empfängern Leistungsberechtigten vorbei erfunden:

1.)

Das Bildungspaket kann „rückwirkend“ beantragt werden. also für eine Zeit, in der die „Leistungsberechtigten“ sich weder das Schulbrot noch einen Verein für ihre Kinder leisten konnten.

2.)

Die Anwendung dieses „Bildungspaketes“ wurde bewusst so gestaltet, dass Kinder und Eltern nun öffentlich als HartzIV-Empfänger erkennbar werden. Wenn sich Eltern in den letzten Jahren große Mühe gegeben haben, die Armut der Kinder zu verbergen, wird dieses Bestreben durch Nutzung des „Bildungspaketes“ zunichte gemacht. Man hätte auch den Anträgen ein großes gelbes „A“ zum „gut sichtbaren“ Aufnähen beilegen können.

3.)

Neben dem (nun zuzahlungspflichtigen) Schul-Mittagessen (bekommen gerade 30% der Schüler tatsächlich) gibt es viel bejubelte 10 Euro für Vereinsmitgliedschaften.

Dabei gibt es dann gleich mehrere Probleme: Bisher konnten sich nur die Wenigsten einen Verein fürs Kind leisten. Es besteht schlicht kein Bedarf für „rückwirkende Beitragsübernahmen“. Weiter muss bedacht werden, dass Vereine mehr kosten als nur 10 Euro im Monat, welche ja nicht nach Bedarf, sondern als pauschaler Zuschuss gewährt werden. Selbst der kleinste Dorfverein (ob nun Taubenzüchter oder Bolzplatzkicker) erwartet von seinen Mitglieder weit mehr als nur einen Mitgliedsbeitrag. Und die Kosten für Vereinsveranstaltungen oder das obligatorische Vereinstrikot sollen natürlich aus dem verfassungswidrig gekürzten Regelsatz bezahlt werden.

Es gibt für ein Kind keine größere Demütigung, als unter Gleichaltrigen als „andersartig“ aufzufallen. Und wenn man sich dann noch jeden Monat neue Ausreden einfallen lassen muss, warum man nicht an Vereinsaktivitäten teilnehmen kann, welche einen finanziellen Aufwand mit sich bringen…

Aber der Erfolg der Laien-Uschi ist ihr gewiss! Gegenüber der Öffentlichkeit kann sie mit einer „Sozialleistung“ angeben, welche praktisch nicht existiert und kann den demütigungsverweigernden Eltern öffentlich Vorwürfe aus dem Fundus bekannter Sozialrassisten von Clement bis Sarrazin machen.

Und dabei darf man die Wirkung auf die Stammtische nicht vergessen, wenn sie am Ende des Jahres durch „effiziente Arbeitsmarktpolitik“ mal wieder ein paar Milliarden Euro für das nächste Steuergeschenk an irgendwelche Parteispender gespart hat.

Dazu passt dann natürlich auch der Hype um die angeblichen „Sanktionsrekorde“.

Fast 38 Prozent der Widersprüche gegen Sanktionen wurde im Jahr 2010 voll stattgegeben. Rund 55 Prozent der Klagen gegen Sanktionen wurden gewonnen.

(selbstverständlich ignorierte Presseerklärung von Katja Kipping)

Hmmm… 38% + 55% = 93%

Also sind nur 7% der von den Medien gefeierten Sanktionen wirksam geworden.

Vermutlich sind es aber weniger, wenn man die Justiz dieses „Rechtsstaates“ gegenüber einkommens- und damit rechtlosen Mitbürgern berücksichtigt.

Aber irgendwie muss man ja die Legende vom „arbeitsscheuen Sozialschmarotzer“ aufrecht erhalten, nicht wahr?

Angesichts der Erfahrungen mit derartigen Kampagnen und darauf folgenden „Reformen“ hege ich den begründeten Verdacht, dass es anlässlich der ab 1. Mai geltenden „Arbeitnehmerfreizügigkeit“ statt eines Mindestlohnes eine neue Arbeitsmarktreform geben wird…

Vermutlich mit Abschaffung der Faktoren „sittenwidriger Lohn“ und „ortsüblicher Lohn“.

Denn sowas gibt es weder in der Ukraine noch in Rumänien. Schließlich kann das Kapitalistenpack nicht dulden, dass sich ausgerechnet die unterste Unterschicht „den Herausforderungen der Globalisierung durch Sozialromantik entzieht„, gelle?

Soziale Marktwirtschaft

Je rascher die Arbeiterklasse den über sie gebietenden Reichtum vermehrt und vergrößert, unter desto günstigern Bedingungen wird ihr erlaubt, an der Vergrößerung der Macht des Kapitals zu arbeiten.

Zufrieden, sich selbst die goldnen Ketten zu schmieden, woran die Bourgeoisie sie hinter sich herschleift.

Karl Marx, Lohnarbeit und Kapital, 1849

Marx hat sich nicht geirrt.

Der Irrtum liegt bei jenen, welche den heutigen Radikalkapitalismus zu einer „Sozialen Marktwirtschaft“ verklären.

Zerfallsprozesse

3. April 2011

Irgendwo in Japan zerfällt immer noch eine große Portion Uran unkontrolliert zu Plutonium und ähnlichen Kram.

Bei mir zerfällt auch einiges: zum Beispiel meine ganzen schönen Terminplanungen.

Aus einem harmlosen „komm mal für 5 Minuten vorbei…musst mal was helfen“ werden dann schnell mal 5 Tage!

Und alles nur, weil eine angeblich „renomierte“ Softwarefirma einen Heidenspaß daran hat, wichtige terminabhängige Funktionen möglichst unauffindbar zu verstecken.

Nichtmal das tolle „Support-Hotline-Center“ konnte weiterhelfen: „Ja..da gibt es diese Funktion…aber wo die zu finden ist, weiß hier auch keiner!“

Oh man…ich reg mich schon wieder sinnlos auf….

Es ist Sonntag Nachmittag, 17:00Uhr und mein Wochenende beginnt gerade.

Rückblickend kann ich aber mit einiger Genugtuung feststellen, dass nicht nur ich mich inmitten diverser Zerfallsprozesse befinde:

Das gelbe Lumpenpack zerfällt gerade genauso schnell wie meine Terminplanung.

Wie Guttenberg damals nach Afghanistan, ist die Westerwelle erstmal nach Asien abgedüst, um seinen Lakaien das Spielfeld der Eitelkeiten zu überlassen.

Von Springer bis Bertelsmann sind die Medien auf Rösler konzentriert.

Da das Brüderle und die Homburgerbei den Landtagswahlen untergegangen sind, ist zumindest dieser Kelch an uns vorüber gegangen. Allerdings ist die Marionette Rösler auch nicht besser.

Er wird auch weiterhin seine „politische Kompetenz“ aus den Pressemeldungen der FDP-Parteispender beziehen und nicht merken, dass ihm der großspurig angekündigte „Umschwung“ der FDP zu einer „sozial-ökologischen Bürgerpartei“ eh niemand mehr abkaufen wird.

Christian Lindner hat sich ja damit selbst bei Springers WELT schon zur Lachnummer gemacht.

Genauso wie die Neuerscheinung „Anti-Atom-Kanzlerin“ Merkel.

Was da abläuft, ist schon bemerkenswert: Krampfhaft versuchen Atomlobby, Wirtschaft und Springer-Presse sie wieder auf den „Pfad der Tugend“ zurückzuschreiben. Angeblich müsse sie an der Kernkraftverlängerung festhalten, um „Vertrauen und Zuverlässigkeit“ zu vermitteln. Haha…selten so gelacht!

Dabei ist die Show „Öko-Merkel“ nur zu leicht zu durchschauen:

Ihr sinnfreies „Moratorium“ (welches nicht den geringsten Effekt auf irgendetwas hat) ist so angelegt, das RWE das Ding vor Gericht problemlos einkassieren kann.

Die großmäulig angekündigten „Sicherheitsüberprüfungen“ sind die Lachnummer des Jahrhunderts.

Was wird denn da „geprüft“? Man will prüfen, welche Gefahren die Funktion eines AKW beeinträchtigen können. Also die Liste mit den Erdbeben, Tsunamis, Flugzeugabstürzen, Bränden, Überschwemmungen usw.

Alles Unsinn, wie man gerade in Japan gut sehen kann.

Einzig sinnvoll wäre eine Sicherheitsprüfung nach dem Motto „Was machen wir, wenn der Strom ausfällt, das Dach einstürzt, die Rohre brechen oder die Pumpensteuerung einen „Kernel-Error“ auf dem Monitor anzeigt?“

Also die Sicherheit einer Atommüllfabrik NACH einem Störfall. Und da kann man in Japan beobachten, dass in einem solchen Fall die totale Hilflosigkeit bei Konzernen und Regierungen Einzug hält.

3 Wochen „Kampf gegen den GAU“ und bis heute weiß niemand, ob es schon eine Kernschmelze gegeben hat oder nicht. Stattdessen werden wie in Tschernobyl Kamikazeeinsätze durchgeführt. 25 Jahre nach Tschernobyl gibt es immer noch keine Notfallmaßnahmen. Nirgends!

Für die deutschen Konzerne geht es inzwischen um Alles oder Nichts. Täglich werden neue Horrorgeschichten verbreitet über unbezahlbaren Strom, Stromausfälle u.ä. Unsinn.

EnBW-Lobbyist Oettinger verlangt sogar einen „Aufschlag“ von 1,5-2 Cent für „Netzinvestitionen“.

Hallo? Kommt der Kerl noch klar?

Jahrzehntelang haben die wohltätigen und gemeinnützigen AKW-Konzerne zusätzliche Milliarden von Verbrauchern und Staat abgezockt „für die Erneuerung der Energienetze“.

Wo ist all die Kohle hin? Wo hat sie denn stattgefunden, die jährlich angekündigte „Investitionsoffensive“ bei jeder Preiserhöhung?

Statt nun die Aktionäre als Eigentümer zur Kasse zu bitten, werden die schrottigen Strommasten und -leitungen verstaatlicht.

Sowas nennt man dann wohl „soziale Marktwirtschaft“….

Was sonst noch auf- und zerfällt:

Libyen: noch ein Krieg ohne Sinn und Verstand. Anstatt Gaddafis Truppen an Luftangriffen auf Zivilisten zu hindern, gerät die Nato nun völlig ausser Kontrolle. Erstmal will man Gaddafi loswerden und anschließend wohl nachdenken, wie man möglichst unauffällig die libyschen Ölquellen an BP & Co privatisieren kann. Nur blöd, das man die Nummer mit den „Massenvernichtungswaffen“ schon beim Irak vergeigt hat…

Brennelemente verschwunden

Der Umgang mit radioaktivem Material wird offenbar in Deutschland recht lax gehandhabt. Im Kernforschungszentrum Jülich fehlen jedenfalls über 2000 Brennelementekugeln.

Die letzten Worte eines Kernforschers? „Wat is ne kritische Masse?

Israel verlangt Aufhebung des Goldstone-Berichts

Im Windschatten der Kernschmelze und des Nato-Krieges in Libyen versucht der zionistische Schurkenstaat, seinen verbrecherischen Krieg „Gegossenes Blei“ nachträglich zu legitimieren.

Die täglichen Luftangriffe auf „Hamas-Aktivisten“, deren Verbrechen es ist, auf dem Markt einzukaufen oder in Gaza mit dem Auto zu fahren, werden schon lange von den Medien ignoriert.

Auch die aktuellen Pläne zur weiteren Isolation und Spaltung der Palästinenser finden kaum Beachtung. Stattdessen hegt man die Hoffung auf einen „Aufstand gegen die Hamas“ in Gaza. Fragt sich nur, wer dann wen womit unterstützt und wann es zu einer weiteren „Selbstverteidigung“ des Zionistenstaates kommt.

In Israel ist der Terror zurückgekehrt

Mindestens eine Tote und mehr als 30 Verletzte bei Anschlag in Jerusalem – Täter deponierten Sprengsatz an Bushaltestellte

Was man nicht erfährt: Dieser Bus gehörte zu den illegalen Siedlungen im besetzten Westjordanland. Genau genaugenommen handelte es sich also nicht um „Terror“, sondern um legitimen Widerstand gegen Besatzer.

Wenn Israel in Gaza „Widerstand“ leistet ist das ok…machen Palästinenser das Gleiche, ist es „Terror“.

Deutsche Staatsfinanzen stehen vor dem großen Knall

Und wie Thilo Sarrazin und Frank Schirrmacher bereits erkannten, liegt die wahre fiskalische Herausforderung in der deutschen Demografie der nächsten Jahrzehnte.

Die Angst geht um….

Erst haben die Reichen und Mächtigen mit Hilfe ihrer Zockerbanken in ungezügelter Gier nach Rendite die westliche Welt samt ganzen Staaten in den Abgrund gestürzt, dann haben sie sich von ihren Regierungsmarionetten ihre verspielten Milliarden mit Schuldscheinen ersetzen lassen.

Soweit lief alles wie geschmiert. Aber nun ist nicht zu übersehen, wie sie sich mit den ganzen Bankenrettungen übernommen haben. Nun geht die Angst um…die Angst davor, das jemand auf die Idee kommen könnte, dort Steuern zu erheben, wo Geld im Überfluss vorhanden ist.

Also erklärt man mal wieder den „ausufernden“ Sozialstaat zur Wurzel allen Übels, um sich selbst ausser Sichtweite zu bringen. Dazu passen dann auch solch tolle „Nachrichten“ wie Hartz-IV-Missbrauch steigt auf Rekordniveau. Nichts Neues im Westen…

Aus Zeitmangel schnell noch

das Letzte:

„Volkes Stimme“ kann nicht Grundlage für Regierungshandeln sein, wenn sich Deutschland nicht zur Bananenrepublik degradieren will.

(FAZ-Kommentar)