Archiv für März 2010

WELT der Marxwirtschaft

29. März 2010

Ein überaus wichtiges Thema des Springer-Konzerns sind die Mänädscher (deutsch: „Leistungsträger“) – Gehälter des Nicht-Krisenjahres 2009.

Voller Stolz wird verkündet, wie die (mehrheitlich kriminellen) „Geschäftsführer“ der Kapitalbesitzer für ihre Machenschaften reich belohnt wurden.

Mal wieder an der Spitze: Joe Ackermann mit einer „leistungsgerechten Vergütung“ in Höhe von 9,551 Millionen Euro.

Dafür muss ein Durchschnittsverdiener lediglich 318 Jahre wirklich arbeiten.

Im Bilanzjahr 2009 kehrte die Deutsche Bank wieder in die schwarzen Zahlen zurück und verdiente knapp 5,2 Milliarden Euro.

Selbstverständlich verliert Springers WELT kein Wort darüber, wie sich Ackermännchen an diversen „Rettungspaketen“ der Merkel-Regierung für seine Kreditkunden (IKB, HRE) bereichert hat.

Ausgerechnet jene, welche ständig die Heiligkeit der „Marktwirtschaft“ anbeten, empfinden keinerlei Scham am neumodernen „Sozialismus für Reiche“. Dabei besitzen sie auch noch die maßlose Frechheit, von „verdienen“ zu reden!

Marxwirtschaft

Obwohl sich zu o.g. Artikel nur wenige Leser im Kommentarbereich geäußert haben, ist dem Kapitalistenpack nicht so recht wohl in seiner Haut.

Vorsorglich schickt man daher den Redaktions-Dummschwätzer Olaf Gersemann (intern) an die Front.

Selbstverständlich muss auch in diesem Jahr wieder die „Neiddebatten-Keule“ zum Einsatz kommen.

Managergehälter sind nicht Sache der Politik! behauptet Gersemann und liefert ein Prunkstück neoliberaler Dummheit und spätkapitalistischer Demenz Dekadenz ab:

Mit schöner Regelmäßigkeit wird in Deutschland eine Neiddebatte um Spitzengehälter geführt.

Bisher gab es weder Zeit noch Gelegenheit, eine „Neiddebatte“ überhaupt zu beginnen…

Die Politik fühlt verpflichtet, sich einzumischen. Staatlich verordnete Höchstbezüge entsprechen nicht den Regeln der Marktwirtschaft.

Ahja…er spricht von „Regeln der Marktwirtschaft“. Ich frage mich gerade, welche „Marktregeln“ hier wohl gemeint sein könnten?

Mir liegt der Verdacht nahe, bei den Managergehältern handelt es sich lediglich um die Macht zur Willkür der Kapitalbesitzer. Das ist allerdings kein „Marktrecht“, sondern lediglich Eigentumsrecht im Kapitalismus. Der Kapitalbesitzer entscheidet quasi „marktunabhängig“, wieviel ihm ein skrupelloser Angestellter wert ist.

Wobei zu Bedenken ist: Joe bekam für seinen Raubzug am Steuerzahler knapp 10 Mio Euro. Die Aktionäre als seine Arbeit- und Auftraggeber kassierten 5 Milliarden(!) Euro im „Krisenjahr“ 2009.

Also das 500fache!

5.000.000.000 Euro fürs Nichtstun, nur fürs „besitzen“. Eine tolle Leistung, welche sich auch ganz toll gelohnt hat!

Aber nun zum lustigen Teil des Gersemann-Kommentars:

Viele Dinge unterscheiden marxistische und marktwirtschaftliche Wirtschaftssysteme.

Stimmt…

Marxisten hängen der sogenannten Arbeitswertlehre an, sie glauben, sie könnten den Wert geleisteter Arbeit objektiv bestimmen – und damit auch eine angemessene Lohnhöhe.

Hmmm….

Marxisten sind laut Gersemanns WELTanschauung also jene, welche den Wert geleisteter Arbeit objektiv bestimmen – und damit auch eine angemessene Lohnhöhe.

Somit wäre eindeutig und zweifelsfrei klargestellt: Hans-Werner UnSinn, Michael Hüther, Dieter Hundt, Guido Westerwelle und Wolfgang Clement sowie viele andere Mindestlohn-Ablehner sind pure Marxisten und damit Hardcore-Kommunisten!

Boah! Wer hätte das gedacht?

Sobald es um den Mindestlohn geht, steigen selbige Kommunisten auf die Barrikaden und verkünden, sie könnten den „Grenzlohn“ eines Arbeitnehmers genau bestimmen und somit beweisen, das ein Mindestlohn  jene arbeitslos macht, welche mit ihrer objektiv betimmten Arbeitsleistung die Höhe der Mindest-Entlohnung nicht erreichen.

Oh man…und ich Trottel habe immer gedacht, Kommunisten reden wie Gysi und sehen aus wie Wagenknecht.

So kann man sich irren…

Eine Marktwirtschaft funktioniert ganz anders: In ihr bilden sich Preise im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.

Und weil das ein grundsätzliches Prinzip der „Marktwirtschaft“ ist, gibt es in fast allen Staaten mit kapitalistischer Diktatur Dinge wie „Kartellaufsicht“ oder wie hier „Bundeskartellamt“.

In einer Arbeitsstunde mögen noch so viele Fertigkeiten, Anstrengung und Herzensblut stecken: Ihr Wert ist im Privatsektor einer Marktwirtschaft stets davon abhängig, ob ihr Produkt auf zahlungsbereite Käufer trifft.

Hier legt sich der Hase (unbeabsichtigt) in den Pfeffer:

Gersemann spricht von „zahlungswilligen Kunden“. Das ist im Zusammenhang von „Arbeit und Lohn“ pure Heuchelei.

Den nicht-zahlungswilligen Käufern der Ware „Arbeitskraft“ hat der Staat als rot-grüne Bundesregierung sehr wohl (und bis heute von den Medien bejubelt) dabei geholfen, die Regeln der Marktwirtschaft mit Hilfe der Hartz-„Reformen“ ausser Kraft zu setzen.

Da gab es in den feudalen Einheitsmedien keinen einzigen „Journalisten“, welcher die Abschaffung des „Marktes“ im Arbeits“markt“ kritisiert hat.

Es wurde im Land der „sozialen Marktwirtschaft“ sogar zur Straftat erklärt, als Anbieter der Ware „Arbeitskraft“ mit dem Käufer über den Preis zu verhandeln.

Wer dennoch als „Arbeitnehmer“ nach den Regeln des Marktes seine Arbeitsbedingungen verhandeln wollte, wurde seit den Hartz-Gesetzen vom Staat(!) mit Sanktionen bis zum völligen Existenzentzug bestraft!

Auch hierbei gilt: Jede Einmischung des Staates in die „Lohnfindung“ ist purer Kommunismus!

Meist bewegen sich die Gewinne und die Gehälter des Spitzenmanagements im Gleichlauf.

Aha…die Mänädscher-Gehälter haben also keineswegs etwas mit „Leistung“ im Sinne von „Arbeit“ zu tun, sondern ausschließlich mit dem Endergebnis in Form reinen Profites.

Wer diesen Profit wirklich erarbeitet hat und mit einer subjektiven Wertschätzung (Betonung auf „*schätzung“) leben muss interessiert wie üblich niemanden ausser den Marktradikalen der Linken. Sowas aber auch!

Aber Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften darauf festzulegen, dass die Vergütung des Vorstands „in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen“ stehen (Artikel 1 VorstAG), ist eben nicht Aufgabe der Politik.

Hingegen sieht es Gerstemann als unbedingte (alternativlose) Aufgabe der Politik, eine angemessene Vergütung von Arbeitenden mit allen Mitteln zu verhindern.

Es kann ja schließlich nicht sein, das der „Arbeitnehmer“ in seiner grenzenlosen Gier auch noch zum „Lohnnehmer“ wird.

Soll das Proletenpack doch froh sein, für die wohltätigen Kapitalbesitzer arbeiten zu dürfen! Ansonsten müssten sie sich ja von denselben Wohltätern als Schmarotzer und Parasiten beschimpfen lassen.

Arbeit macht nunmal frei!

Im Marxismus ist eine solche Intervention folgerichtig. In einer Marktwirtschaft ist sie schlicht eine Anmaßung

Hä? Ja…wie denn nun?

Marxwirtschaft?

Im Marxismus ist staatlicher Einfluss auf die Entlohnung also folgerichtig?

Demnach herrscht im CDU/FDP-regierten Deutschland seit dem 1. Januar 2005 der Marxismus.

Hingegen ist es in einer Marktwirtschaft eine Anmaßung, wenn von Politikern die Managergehälter kritisiert werden. Erst recht in einer Zeit, in der sich mehrere Millionen „Arbeitnehmer“ nicht die Butter aufs Brot leisten können.

Wir wurden reingelegt!

In Deutschland herrscht seit mehr als 5 Jahren der pure Kommunismus und uns wird Tag & Nacht eingeredet, hier gäbe es eine „soziale Marktwirtschaft“.

Frechheit! Nichtmal ich habe diesen stalinistisch-marxistischen Systemwechsel bemerkt, Herr Gersemann!

Gefickt eingeschädelt!

Aber eine Frage hätte ich da noch:

Wann erfolgt endlich die Umwandlung von privatem Kapitalbesitz in gesellschaftliches Eigentum?

DAS ist das Wesensmerkmal des Marxismus, du Mediennhure des Kapitals!

Marxisten hängen der sogenannten Arbeitswertlehre an, sie glauben, sie könnten den Wert geleisteter Arbeit objektiv bestimmen – und damit auch eine angemessene Lohnhöhe.

Es wird Zeit, das sich die INSM der „marxistischen Plattform“ anschließt.

Dann könnten die oben abgebildeten Marxisten auch endlich mal die Berechnungsformel zur objektiven Arbeitswertbestimmung vorlegen.

Denn wir alle wissen ja: Übersteigt der Lohn den Wert der Leistung eines Arbeitnehmers, ist seine Arbeit „zu teuer“ und er verliert seinen Job…

Rettet die Marktwirtschaft! Am 9. Mai in NRW die Linke wählen!

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Die größte Freiheit des Menschen ist das Recht, „Nein!“ sagen zu können.

Die herrschende Klasse hat das „Nein!“ der Arbeiterklasse unter Strafe gestellt. (SGB II § 31)

Tötet Elena!

23. März 2010

Mit dem Aufruf dieser Blogseite haben Sie sich automatisch dazu verpflichtet, an der Verfassungsklage gegen „Elena“ teilzunehmen.

Um Ihrer Pflicht nachzukommen, müssen Sie nun diesen >> Link << anklicken und die auf der aufgerufenen Webseite erscheinenden Formulare ausfüllen.

Sollten Sie Ihrer gutbürgerlichen Pflicht nicht nachkommen, werden Sie zeitnah von der schwarz-gelben „Regierung“ sowie den in diesem Land herrschenden Arbeitgeberverbänden in Ketten gelegt.

Elena

Unter „Elena“ versteht man den „Elektronischen Entgeltnachweis“ für Arbeitnehmer und Angestellte.

Es werden seit dem 01.01.2010 folgende Daten über Lohnsklaven in einer zentralen Datenbank erfasst:

  • Bruttoentgelt und Steuerklasse
  • Kinderfreibetrag
  • Angaben zur Tätigkeit, wöchentliche Arbeitszeit
  • Renten-, Sozialversicherungs-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherungabzüge
  • Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer
  • Name und Anschrift, Geburtsort, -datum und -name
  • Angaben zu Arbeitgeber und Betrieb
  • Anzahl, Beginn und Ende sowie „Arten“ von Fehlzeiten (z.B. Krankheit, Mutterschutz, Pflegezeit, Elternzeit, Wehrdienst/Zivildienst, usw.)
  • Höhe und Art sonstiger steuerpfl. Bezüge (Weihnachts- u. Urlaubsgeld, zusätzl. Monatsgehälter, Gratifikationen,Tantiemen, Urlaubsabgeltungen, Abfindungen …)
  • Höhe und Art von steuerfreien Bezügen (z.B. Pensionskasse-Zuwendungen durch den Arbeitgeber, Kurzarbeitergeld, steuerfreie Fahrtkostenzuschüsse, Zuschüsse bei Mutterschaft usw.)
  • Zeitpunkt des Beginns sowie voraussichtliches und tatsächliches Ende einer Ausbildung
  • Arbeitgeber-Zuschuss zur freiwilligen Kranken- und Pflegeversicherung
  • Grund von Arbeitszeitänderungen
  • Arbeitsstunden – aufgeschlüsselt in Arbeitsstunden jeder einzelnen Kalenderwoche des Monats
  • Urlaubsanspruch und tatsächlich genommene Urlaubstage, Urlaubsentgelt
  • Angaben zu befristeten Arbeitsverhältnissen
  • Angaben zu Entlassungen und Kündigungen
  • Auskunft über bereits erfolgte Abmahnungen im Vorfeld von Kündigungen
  • Schilderung von „vertragswidrigen Verhalten“ des Angestellten/Arbeiters
  • Vorruhestandsleistungen und -gelder, Abfindungen

Diese Daten müssen per Gesetz von den „Arbeitgebern“ jeden Monat erfasst und übermitelt werden.

Offiziell soll Elena 2012 „einsatzbereit“ sein. Die betroffenen Arbeitnehmer sind übrigens die Letzten, welche erfahren, was über sie gespeichert wurde.

Kombiniert man diese Daten auch noch mit der bisher eingeführten Steuer-ID aller Bundesbürger, entsteht daraus die größte und umfangreichste Bevölkerungsdatenbank der Geschichte.

Problemstellung

In der heute herrschenden Illusion einer „Sozialen Marktwirtschaft“ wird immer wieder scheinheilig beteuert, wie wichtig es den sog. „Arbeitgebern“ doch wäre, Arbeitsplätze zu schaffen.

Selbstverständlich gelingt die Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland nur, wenn selbige „Arbeitgeber“ völlig frei sind.

Frei von Steuern, Sozialbeiträgen, Löhnen und Moral.

Ohne diese grundlegenden und alternativlosen Vorraussetzungen kann die Arbeitslosigkeit natürlich nicht abgebaut werden. Ist doch logisch, oder?

Bei der Ausbildungsverweigerung benutzte man den Begriff „nicht ausbildungsfähig“.

Mit dieser Floskel wollte man den Staat (und damit die Bürger) dazu zwingen, die betriebliche Berufsausbildung durch eine steuerfinanzierte kommunale Ausbildung zu ersetzen. Die „Arbeitgeber“ wollen sich mit diesem neuen System dann gratis die Rosinen aus dem Kuchen der frisch ausgebildeten Fachkräfte picken.

Bei den Arbeitslosen verlief/verläuft es ähnlich. Man bezeichnet sie als „nicht arbeitswillig“ und verlangt vom Staat entsprechende „Umerziehungsmaßnahmen“. Mit Hilfe von 1-Euro-Jobs soll den Arbeitslosen der „Lohnanspruch“ abgewöhnt werden. Die in den Hartz-Gesetzen etablierten Sanktionen sollen Arbeitslose zu willenlosem Gehorsam und völliger Unterwerfung unter ihre „Geldgeber“ erziehen.

Nun sind die „Arbeitnehmer“ an der Reihe.

Die mit Elena gesammelten Daten eignen sich vorzüglich dazu, unter allerlei Begründungen  jene Bürger von zukünftiger Arbeitsvermittlung auszuschließen, welche Fehlzeiten wegen Krankheiten in der Datenbank haben oder schonmal abgemahnt oder gekündigt wurden.

Wer in seiner „Elena-Akte“ das Wort „Streikteilnahme“ stehen hat, braucht sich zukünftig nicht mehr um einen Arbeitsplatz bemühen. Er kommt Dank Elena gleich auf die „schwarze Liste der Unerwünschten“.

Selbstverständlich werden diese Zusammenhänge heute noch von Arbeitgeberverbänden und Regierung bestritten. Aber wozu sollten diese Daten sonst dienen?

Der Berechnung von Renten und Sozialleistungen? Oder der Steuerfahndung? Werden Wohngeldzuschüsse bei Geringverdienern von Fehlzeiten, Abmahnungen und Streiktagen abhängig gemacht?

Welchem Elena-Benutzer kann die Information über „vertragswidriges Verhalten“ nützen?

Zumal der Arbeitgeber als „Eintrager“ nicht einmal nachweisen muss, das seine Angaben wahrheitsgemäß sind. Bei Änderungswünschen hat der Arbeitnehmer seine Unschuld zu beweisen!

Mitmachbefehl!

Wie funkti0nierts?

Am Donnerstag, dem 25. 03. 2010 ist Einsendeschluss.

Ihr meldet euch auf der oben verlinkten Webseite an, gebt eure Daten an und erhaltet per eMail eine pdf-Datei. Selbige wird ausgedruckt, unterschrieben und in einen Umschlag gefaltet.

Noch 55 Cent Porto drauf und ab in den Briefkasten!

In den Medien war „Elena“ nie ein Thema.

So erzeugt man „schweigende Mehrheiten“…

Presseshow

22. März 2010

Wochenend und Sonnenschein…. *träller*

Neee…nicht wegklicken…mein glockenfeines Gesangstimmchen ist ja nicht zu hören.  *räusper*

Ok, Wochenende:

Der 6-Billionen-Euro-Mann

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen hat sich mal wieder zu Wort gemeldet.

Der Zauberlehrling der INSM geht im Moment auf Tour mit seinem Satireprogramm „Es sind in Wahrheit 6 Billionen Euro Staatschulden!

Da Bernd bis heute als hochintelligenter Wissenschaftler-Darsteller keine Ahnung davon hat, was man unter „Umlagesystem“ versteht, hat er kurzerhand mal eben die zukünftigen Rentenansprüche und Sozialleistungen in seine „Berechnungen“ mit einbezogen.

Selbstverständlich greifen die systemischen Einheitmedien seine Halluzination auf und verbreiten fröhlich Verschuldungs-Panik sowie allerlei Vorschläge zur Kürzung von Sozialleistungen Staatsausgaben.

Allerdings hat Bernd nicht erwähnt, in welchen Zeiträumen er seinen 6-Billionen-Euro-Jackpot plündern will.

WELT schreibt:

Nach aktuellen Berechnungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen im Auftrag der Stiftung Marktwirtschaft, klafft in den öffentlichen Haushalten eine Nachhaltigkeitslücke im Umfang von 6,2 Billionen Euro.

„Noch viel stärker als die sichtbare Verschuldung von Bund, Ländern und Kommunen schlagen die Schulden, die in unserem Sozialstaat versteckt sind, zu Buche“, sagte Raffelhüschen zu WELT ONLINE.

Auftraggeber dieser „Studie“ ist die Stiftung Marktwirtschaft.

Die Auftraggeberin der Studie ist nach eigenen Angaben eine unabhängige Denkfabrik, marktwirtschaftlich orientiert und finanziert sich aus Spenden und Publikationen. Sie gilt als wirtschaftsliberal.

Den Professor Doktor Bernd Raffelhüschen (heute ist er mal „Forscher“ und „Finanzwissenschaftler“) erreicht man übrigens unter

raffelhueschen(at)stiftung-marktwirtschaft.de

Bernd ist Vorstand einer Stiftung, welche bei ihm „Studien“ bestellt.

Sowas nennt man bei der Unterschicht übrigens Selbstbedienungsmentalität.

Natürlich ist diese Studie (mal wieder)  völliger Unsinn.

Beispiel:

Man gibt pro Woche 100 Euro für seinen Lebensunterhalt aus.

Raffelhüschen schaut in den Kalender, stellt fest das der August 4 Wochen hat und erklärt dem verblödeten Volk: „Es gibt für den Monat August eine implizierte Verschuldung von 400 Euro! Es muss daher unbedingt gespart werden!

Das man Ausgaben nicht nur durch Verschuldung, sondern auch durch Einnahmen finanzieren kann, ist dem Kapitalisten-Stricher Raffelhüschen offenbar völlig unbekannt.

Zumindest kann er sich ja mit seiner „Stiftung Marktwirtschaft“ dem Thema „Selbstfinanzierung“ widmen. Zumindest solange, wie die Kapitalisten seine Stiftungen und Institute sowie die Medien finanzieren, in denen er sich wie ein Dorftrottel aufführen kann.

Hugo und linke Grundsätze

Die Parteiführung der Linken hat einen Vorschlag für ein Grundsatzprogramm in die parteiinterne Diskussionsrunde geworfen.

Inhaltlich steht nichts drin, was man nicht schon seit 20 Jahren kennt.

Trotzdem ist die Springer-Hetzpresse in große Aufregung geraten.

Die WELT faselt etwas von „Linksruck der Linkspartei!“ (boah ey…!) und Merkel-Arschkriecher Hugo Müller-Vogg ruft erstmal wieder nach der DDR:

Die DDR ist seit 20 Jahren tot, gescheitert an ihrer eigenen verlogenen Ideologie.

Typische Siegergeschichte. Die DDR scheiterte nicht an „ihrer Ideologie“ sondern vielmehr daran, sich von der Idee (Ideologie) des Sozialismus zu weit entfernt zu haben.

Klassenkampf und Diffamierung der sozialen Marktwirtschaft als Kapitalismus

Andersrum wird ein Schuh draus, Hugo!

Nur das von dir angebetete Kapitalistenpack hat ein Interesse daran, den Kapitalismus als Diktatur des Kapitals mit den wohlfeilen Worten „Soziale Marktwirtschaft“ zu verharmlosen. Die Steigerung von Kapitalismus ist „Faschismus“ oder eben auch „Neue Soziale Marktwirtschaft“.

Wenn alle Banken so wirtschaften wie die Landesbanken oder die Staatsbank KFW, dann ist die BRD wirtschaftlich bald so bankrott wie einst die DDR.

Tja….hätten die „Staatsbanken“ so erfolgreich gewirtschaftet wie die Privatbanken HRE, Commerzbank, Dresdner Bank, Deutsche Bank oder auch Sal Oppenheim hätten wir heute überall blühende Landschaften.

Und wäre die BRD heute so „Pleite“ wie die DDR mit ihren 20 Mrd. Euro Staatsschulden…

Stattdessen liegt die Neuverschuldung allein 2010 der erfolgreichen „Sozialen Marktwirtschaft“ schon höher als die gesamte DDR-Schuld von 40 Jahren.

„Die Linke“ bekennt sich – auf dem Papier – zur Demokratie. Doch will sie den „Systemwechsel“ erzwingen: durch „aktive Gegenwehr“ und politische Streiks.

Demokratie ist kein System, sondern ein Zustand. Allerdings ein Zustand, welchen Kapitalbesitzer im Kapitalismus in der Sozialen Marktwirtschaft niemals zulassen werden.

Hottes Mehrwertsteuer

Inzwischen sind die zahlreichen Forderungen selbsternannter „Wirtschaftsexperten“ nach einer 25%-Mehrwertsteuer zur „Krisenfinanzierung“ wieder in den Hintergrund getreten. Für Präsidenten-Marionette Hotte Köhler ergab sich nach seinem peinlichen Schweigen zum Hornissen-Debakel und den Reden des Guido Goebbels nun die Gelegenheit, die Mwst wieder in die Diskussionen zu bringen.

Dem FDP-Focus sagte Köhlers Hotte:

Wir sollten zum Beispiel darüber nachdenken, ob der Preis von Benzin nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte.

Gute Idee in einer Zeit, in der die Ölkonzerne an den Preistafeln wieder Amok laufen!

Natürlich protestelte der Blätterwald lautstark, genauso wie Autoclubs und Autohersteller.

Was folgt? Köhler hat Steuererhöhungen ins Gespräch gebracht und schon bald wird man sich „alternativ“ wieder an die Mehrwertsteuer erinnern.

Wir erinnern uns dann aber nicht mehr an die FDP-Protestheuchelei 2007 bei der Müntefering-Merkel-Steuerorgie zur „Refinanzierung“ der Steuergeschenke an Leistungswegträger wie Zumwinkel, Ackermann & Co.

Iran-Krieg

Nachdem die Kriegstreiber bis heute vergeblich versucht haben, aus dem iranischen Atomprogramm einen Grund für einen Angriffskrieg zu konstruieren, haben sie sich etwas Neues ausgedacht:

BILD: Iran bildet Taliban-Kämpfer aus

Radikalislamische Taliban-Kämpfer sollen im Iran ausgebildet werden, um in Afghanistan erfolgreich Anschläge gegen Nato-Truppen durchzuführen!

Der Iran habe einen regelrechten Trainingsplan entwickelt und biete die grausame „Schulung“ seit diesem Winter an.

Die Aufständischen werden laut „Sunday Times“ drei Monate lang in Lagern an der iranisch-afghanische Grenze trainiert.

Die „Sunday Times“ ist übrigens die britische Mischung aus BILD, WELT, Focus und FAZ.

Das Letzte

Das Bayerische Fernsehen gibt dem Chefredakteur und Chefhetzer des Focus, Helmut Markwort, jeden Sonntag am „Sonntags-Stammtisch“ die Gelegenheit, seine neoliberalen Hasspredigten einer breiten Öffentlichkeit zu verkünden.

FDP-Markwort lädt sich dazu jede Woche Gäste ein, welche die Aufgabe haben, seinen merkwürdigen Äußerungen zuzustimmen und ihm mit einer „Maß“ zuzuprosten.

Gestern war einer dieser Stammtisch-Gäste der Kabettist Bruno Jonas.

Markwort kam sehr empörend auf die Anklage der französischen Ministerin Lagarde zu sprechen, welche der deutschen Exportindustrie zu Recht Markt- und Wettbewerbsverzerrung durch staatlich gefördertes Lohndumping vorwarf.

Bruno Jonas gab sich ebenfalls empört und leugnete die jahrelange Lohndumpingpolitik der deutschen Kapitalbesitzer und ihrer politisch-korrupten Marionetten.

Bruno…du bist disqualifiziert!

Zumindest gab es gestern auch noch etwas Anständiges im Fernsehen.

Sogar im Doppelpack: Pispers und Gäste sowie die Wiederholung der Anstalt vom 16. März bei 3sat.

ausgeflattert

17. März 2010

Ich war/bin also nicht der Einzige, den der derzeitige Rechtsruck „heim ins Reich“ überfordert hat.

Mit einer sehr umfassenden Wohnungsrenovierung habe ich (mehr oder weniger erfolgreich) versucht, wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

Jeden Tag findet man die furchtbarsten Hetzereien in den Medien. Entweder von angeblichen „Journalisten“ selbst, oder auch von Politikern, Medienhuren und Mietmäulern.

Da fällt es manchmal schon schwer, aus der Masse der Artikel und Kommentare von BILD bis ZEIT einen Fall herauszupicken.

Ganz zu Anfang…vor 1,5 Jahren war es noch relativ einfach. Während der Großen Koalition der Willigen des BDI und des Arbeitgeberverbandes äußerten sich die berühmt-berüchtigten „Experten“ mit ihren radikal-extremistischen „Reformvorschlägen“ noch zurückhaltend.

Ich konnte mir ein paar hinterhältige Sätze herauspicken und mich darüber hermachen.

Heute ist das anders. Heute gibt es defacto keine Hemmungen mehr. Nahezu jeder dahergelaberte Satz von Politikern und „Experten“ könnte entweder direkt aus dem „Stürmer“ oder aus Goebbels Schreibstube kommen.

Und weil das noch nicht reicht: Zahlreiche Kommentare und Interviews sind inzwischen auf mehrere Seiten Länge ausgedehnt.

Bisher konnte ich noch etwa 2h pro Artikel aufbringen (inkl. Recherche usw). Aber inzwischen muss ich bereits meine Mittagspause mit einbeziehen und am Abend dann weitermachen.

Aber an manchen Tagen geht garnichts. Da drehen die Medien voll auf und überbieten sich im Stundentakt mit neuen Desinformationen zur Volksverdummung.

ausgeflattert

Nun hat es auch den feynsinnigen Flatter erwischt. Burnout!

Nach Frank Benedikt (Auto-Antropophag) und Klaus Baum ist nun auch Flatter urlaubsreif.

Das bleibt nicht aus, wenn eine Handvoll Blogger gegen tausende Schmierfinken diverser Medienkonzerne in die Schlacht ziehen. Dazu kommen dann noch die Talkshows im Fernsehen mit zahlreichen „Prominenten“ aus den Propagandaeinrichtungen der Wirtschaft.

Allein was Springers WELT täglich in die leeren Hirne ihrer Leser bläst, könnte locker ein WELTblog mit einem halben Dutzend Mitarbeitern voll beschäftigen. In 2 Schichten und Überstunden…

Werter Flatter…

Mach ne Pause! Wenn mal wieder die „Luft raus“ ist: manchmal hilft es, sich bei youtube eine Bundestags- oder Wahlkampfrede von Gysi, Lafontaine, Ernst oder Wagenknecht anzusehen.

Und wenn es nur dazu dient, wieder „in Stimmung“ zu kommen…

getroffene Hunde

15. März 2010

Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde hat die deutsche Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der „Agenda2010“ scharf kritisiert.

In wahren Worten erklärte sie, dass anhaltendes Lohndumping und fortlaufende Entsozialisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes in Deutschland den anderen EU-Staaten große Probleme bereitet.

Angesichts des jahrelangen deutschen Lohndumpings ist die Wettbewerbsfähigkeit anderer EU-Staaten durch die Agenda2010-Reformen bewusst und gezielt zerstört worden.

Das Ergebnis wurde in der derzeitigen Krise deutlich sichtbar:

Während sich die deutschen Industriebarone rühmen, auf Kosten der übrigen Bevölkerung mit einem blauen Auge und nahezu ohne Vermögensverluste durch die Krise zu schweben, geraten andere Länder in Existenznot.

Wie üblich werden sie von der Springer-Hetzpresse auch noch getreten und bespuckt, während sie am Boden liegen. Man nennt sie verächtlich „Pleite-Griechen“.

Dabei sieht es in anderen EU-Staaten nicht besser aus: Irland, Italien, Spanien und Portugal stehen ebenfalls am Rande des wirtschaftlichen Abgrunds.

Selbstverständlich herrscht in den Medien des deutschen Kapitals helle Aufregung.

Nahezu alle Systemmedien dementieren heftigst die Aussagen der Frau Lagarde und fahren auch prompt schweres Geschütz auf:

Focus

IW-Chef Hüther: „Deutschland betreibt kein Lohndumping“

Es gab kein Lohndumping in Deutschland. Wir haben trotz der moderaten Zuwächse in den vergangenen 13 Jahren noch immer die dritthöchsten Lohnkosten in Europa.

Es ist nicht so, dass der Konsum bei uns am Boden liegt.

Was für ein Heuchler…

ZEIT

Die Bundesregierung wies die Kritik zurück und verwies auf die Tarifautonomie: Deutschland sei kein Land, in dem der Staat Löhne oder Konsum festlege, sagte Vize-Regierungssprecher Christoph Steegmans.

Jemand sollte der Bundesregierung mal erklären, was die Hartz-Gesetze sind und wie sich die Merkel-Mehrwertsteuer auf den Konsum auswirkt…

WELT

Der Präsident des Bundesverbandes für Groß- und Außenhandel (BGA), Anton F. Börner:

„Deutschland habe nur seine Hausaufgaben gemacht. Davon hätten auch die anderen EU-Länder profitiert. „Schließlich ist Deutschland der größte Beitragszahler in den EU-Haushalt“.“

Ahja…Deutschland hat also „seine Hausaufgaben“ gemacht? So reden in dieser Situation nur geistesgestörte Egomanen mit völligem Realitätsverlust.

Sein Hinweis auf den EU-Haushalt ist besonders frech: Während er und seine Industriellen-Kumpanen sich mit Hilfe von Leiharbeit und Lohndumping im Export ein paar Extra-Milliarden in die prallen Taschen stopfen, muss der normale Bundesbürger den EU-Haushalt mitfinanzieren.

Du bist Deutschland!

„Unser Erfolgsrezept ist nicht der Preis“, sagte der Sprecher. „Unsere wichtigsten Verkaufargumente sind Qualität und Innovation.“ Allein über den Preis könne die deutsche Industrie mit Niedriglohnländern wie China nicht konkurrieren.

Was der Chef-Exportlobbyist nicht sagt:

Die deutsche Industrie konkurriert überhaupt nicht mit China!

Die deutschen Kapitalisten exportieren Industriegüter, Maschinen usw. Die Chinesen hingegen Billigklamotten, Billigspielzeug u.ä. Discount-Konsumartikel.

Die Chinesen haben es bis heute nicht geschafft, zumindest irgendwelche Autos in die EU zu exportieren, ohne kräftig auf die Nase zu fallen beim ersten Crashtest.

Deutsche Autokonzerne hingegen haben sich schon vor 25 Jahren in China breitgemacht. VW hat sogar die komplette Passat-Stufenheck-Produktion in den 80er Jahren nach China ins eigene Werk bei Peking verlagert.

Daran verdienen die VW-Eigentümer heute noch Millionen!

WELT:

Ausgerechnet Frankreich! Das Land, das mit seiner staatlichen Industriepolitik ständig den internationalen Wettbewerb verzerrt, fordert nun die Bundesregierung auf, den Außenhandelsüberschuss zu verringern. Deutschland müsse seine Inlandsnachfrage stärken, damit die anderen europäischen Volkswirtschaften leichter aus den roten Zahlen herauskommen.

Niemand hat mit seiner staatlichen Wirtschaftspolitik den „internationalen Wettbewerb“ so sehr verzerrt wie die deutschen Regierungen in den letzten 10 Jahren.

In keinem anderen Land der Welt wird ein Bürger vom Staat mit Existenz-Entzug bestraft, wenn er vom Arbeitgeber diktierte Arbeitsbedingungen nicht widerspruchslos akzeptiert.

FAZ

In der FAZ darf sich auch die Glos-Kopie Brüderle als Wirtschaftsminister-Darsteller zu Wort melden:

Dass Länder, die in der Vergangenheit über ihre Verhältnisse gelebt und ihre Wettbewerbsfähigkeit vernachlässigt haben, jetzt mit dem Finger auf andere zeigen, ist zwar menschlich und politisch verständlich, aber trotzdem unfair.

Nanu? Hieß es in den Kreisen der Kapitlaistenmarionetten von Schröder über Hotte Köhler bis hin zu Merkel nicht immer: „Deutschland hat über seine Verhältnisse gelebt!„??

Ja…wie denn nun?

Die notwendigen strukturellen Reformen zur Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit sind ja durchaus schmerzlich, wie das griechische Beispiel zeigt. An ihnen führt aber kein Weg vorbei, und eine konsequente Umsetzung bringt auch Erfolg.

Am großdeutschen Wesen soll die Welt genesen…

Aber an dem Hinweis, die Deutschen würden zu wenig konsumieren und importieren, ist schon was dran?

Das ist ja kein Ergebnis einer wirtschaftspolitischen Strategie, sondern der Entscheidungen von Unternehmen, Arbeitnehmern und Konsumenten weltweit.

Sicher doch… die Hartz-Reformen waren das Ergebnis einer globalen demokratischen Entscheidung…

Sag mal Brüderle…gehts noch?

Für die Löhne sind bei uns die Tarifvertragspartner zuständig, und das soll auch so bleiben. Im Übrigen liegt die deutsche Industrie trotz der relativen Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre bei den Lohnkosten weiterhin an der Weltspitze.

Ahja…die Lohnkosten! Welche denn? Die der deutschen Leiharbeiter? Oder die der 1-Euro-Jobber? Oder die hohen Lohnkosten der HartzIV-Aufstocker?

Die Lohnkosten in Deutschland sind so unglaublich hoch, dass man morgen früh eine allgemeine 30%-Lohnerhöhung beschließen könnte, ohne das sie irgendwelche Auswirkungen auf Preise oder „Wettbewerbsfähigkeit“ hätte.

Lediglich die Einkünfte der Industriebarone und ihrer Aktionäre würden sich auf EU-Durchschnitt reduzieren.

Aber natürlich kann eine FDP-Wirtschaftsmarionette seine Parteispender nicht öffentlich in dieser Art erwähnen…

In der sueddeutschen darf sich auch Medienhure Marc Beise wieder zu Wort melden:

Ein schwarzer Montag für Deutschland. Erst setzt die französische Finanzministerin Christine Lagarde dem Nachbarland einen Schuss vor den Bug (…)

Dann kommt das SPD-Präsidium zusammen und vollzieht signalhafte Korrekturen von der Hartz-IV-Politik früherer SPD-Regierungsjahre.

Und zu guter Letzt fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) aus Solidarität mit den wirtschaftsschwachen südlichen Euro-Staaten ein Austrocknen des hiesigen Niedriglohnsektors.

Ob dieser „schwarze Montag“ wohl in die Geschichtsbücher eingehen wird?

Höhere Sozialausgaben und am besten auch Steuern, Mindestlöhne auf breiter Front, noch mehr Staatseinfluss, ein strengeres Kündigungsschutzrecht: Das Instrumentarium ist wohlbekannt, wie man eine Wirtschaft in die Knie zwingt.

BlaBlaBla…

Deutschland hat Probleme genug, aber ist vergleichsweise besser als andere durch die große Krise gekommen, dank der konzertierten Tatkraft von Wirtschaft, Tarifparteien und Politik.

Wer ist „Deutschland“?

Und die Tarifparteien üben seit Jahren Mäßigung zu Lasten der Einkommen der Arbeitnehmer, aber zugunsten von deren Jobs und allgemein der deutschen Wettbewerbsfähigkeit.

Merckle, Märklin, Quelle und noch viele andere binnenmarktorientierte Unternehmen verkünden Dank „Lohnzurückhaltung“ jede Woche neue Rekord-Umsätze.

Und erst die deregulierten Leiharbeits-Unternehmen! Deren Verwaltungen müssen selbst am Wochenende  im Akkord Arbeitsverträge unterzeichnen und paketweise zum Postamt schleppen!

Was für ein unglaublicher Reformerfolg!

Beise…du hast nicht mehr alle Latten am Zaun!

Wer vorankommen will, orientiere sich am Beispiel der Erfolgreichen und versuche nicht, diese auf sein eigenes schwächeres Niveau herunterziehen.

Am großdeutschen Wesen…das hatte ich schonmal, oder?

Stulle statt Spaghetti

WELT:

Kantinenbetreiber klagen: Arbeitnehmer verzichten aus Kostengründen häufiger auf die warme Mahlzeit im Personalrestaurant. Die Mitarbeiter essen wieder mehr mitgebrachte Pausenbrote.

Restaurantbesuche sparen sich die Verbraucher angesichts der Krise, melden die Marktforscher der GfK. Selbst wenn es um das meist subventionierte Essen im Betrieb geht.

Was sagte INSM-Schwätzer Hüther im Focus?

Es ist nicht so, dass der Konsum bei uns am Boden liegt.

Ganz und gar nicht!

Denn die Wirtschaftsflaute drückt nicht nur über eine Konsumzurückhaltung der Belegschaft auf die Umsätze.

„Wenn Bänder stillstehen, kommen automatisch auch weniger Mitarbeiter in die Betriebsrestaurants“, sagt Stefanie Heckel vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga).

Dehoga…das sind die mit dem Westerwelle-„Wachstumsbeschleunigungsgesetz“. 😉

Wieso stehen denn „die Bänder still“, wenn Deutschland doch so ein großes „Krisen-Vorbild“ ist?

Das kann ja gar nicht sein!

Der Hamburger Trendforscher Peter Wippermann jedenfalls sieht bereits eine „Stulle-statt-Schnitzel“-Tendenz.

„Das fantasievolle Pausenbrot aus der eigenen Küche liegt voll im Trend.“

Na sicher doch…wenn sich die „lohnzurückhaltende“ Belegschaft nichtmal mehr Schnitzel mit Pommes leisten kann, wird das Pausenbrot eben zum „neuen Trend“ erklärt.

Was für eine wunderbare Märchenwelt!

Oben an der Spitze sitzen die Sadisten, unten quälen sich die Masochisten.

Und die Sadisten-Medien setzen alles dafür ein, um diese Märchenwelt Realität werden zu lassen.

Warum passiert sowas bei den Franzosen nicht?

Weil dort (im Unterschied zu Deutschland) Wirtschaft und Regierung noch Respekt vor dem eigenen Volk haben.

Von den Franzosen lernen heißt…den aufrechten Gang zu lernen.

In Deutschland folgte der Monarchie nicht die demokratische Republik, sondern das radikal-kapitalistische 3. Reich.

IZAs WELT

14. März 2010

Demagogie:

„Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt.“

Rentenfalle

In der WELT gibt es heute einen „Kommentar“ zu Rentenfalle und Demografie zu lesen. Der Autor dieses Machwerks heißt Olaf Gersemann.

Herr Gersemann schreibt:

Wir können zum Beispiel heute schon sagen, wie viele einheimische Arbeitskräfte (und damit Rentenbeitragszahler) es 2025 in Deutschland höchstens geben wird –weil jene Menschen heute samt und sonders schon geboren sind.

Ok… im Jahr 2025 wird es Vollbeschäftigung geben. Alle einheimischen Arbeitskräfte werden also in 15 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz besitzen.

Am 17. April 2025 wird es heiter bei 23°C, am Abend etwas Wind.

Die Lottozahlen vom Samstag, dem 26. April 2025: 12, 8, 23, 5, 26, 11. Die Zusatzzahl lautet: 42 (alle Angaben wie immer ohne Gewähr).

Bereits im laufenden Jahr, das hat der Versicherungskonzern Allianz gerade errechnet, erreicht Europa eine wichtige demografische Wegmarke: Erstmals gibt es mehr Menschen im Renteneintritts- als im Schulabgängeralter.

Autsch… der Allianz-Konzern hat „gerechnet“. Ob die immer noch die gleichen Rechenkünstler haben wie bei ihrer Dresdner Bank und ihren „Volksrenten“?

Deutschland kommt ziemlich genau in fünf Jahren in den demografischen Zangengriff.

Huuuhhh….jetzt müssen wir aber ganz dolle Angst haben!

Dringend geboten und vergleichsweise einfach um- und durchzusetzen wäre es vor allem, für ältere Bürger stärkere Anreize zu schaffen, länger auf dem Arbeitsmarkt zu bleiben.

Na sicher doch… mit „Anreizen“ löst man jedes Problem! Ob nun bei HartzIV, den Krankenversicherungen oder den faulen Säcken ab 60.

Anreize…wir brauchen Anreize! Unbedingt!

Wer heute mit 55 oder älter als „altersbedingter Lowperfomer“ seinen Job verliert, wird aus jeder Form der Arbeitsvermittlung ausgeschlossen. Er wird nichtmal als „arbeitslos“ mitgezählt.

Stattdessen lässt man ihn nach einem Jahr auf HartzIV fallen. Da per Gesetz „jede Möglichkeit, die Bedürftigkeit zu reduzieren“ genutzt werden muss, wird von Amts wegen ein Rentenantrag gestellt. Dagegen kann man sich nicht wehren. Wird dem amtlichen Rentenantrag stattgegeben, erfolgt die Frühverrentung mit einer Rentenkürzung von ca. 20%.

Solche Aussichten sind natürlich überhaupt kein Anreiz, sich ab 50 an seinen Job zu klammern…notfalls auch mit „Lohnverzicht„.

In Deutschland sind nicht einmal vier von zehn Bürgern im Alter zwischen 60 und 64 Jahren erwerbsfähig. Warum sollten es nicht sechs von zehn sein können?

Kann es sein, dass der Dummschwätzer Gersemann erwerbsfähig nicht von erwerbstätig unterscheiden kann?

Selbstverständlich darf in Springers WELT auch die übliche Umfragen-Manipulation nicht fehlen:

Wenn man sich die (übriggebliebenen) Leserkommentare ansieht, könnte man sich die Haare raufen. Jede Menge Versicherungsvertreter, FDP-Eigenverantworter und natürlich die üblichen Rechtsradikalen mit ihren Parolen vom „national befreiten Rentensystem“.

zensiert

Natürlich hat die WELT Online-Redaktion auch meinen Kommentar über Nacht verschwinden lassen.

Hier die Langversion:

Olaf Gersemann gehört den IZA Policy Fellows seit 2005 als Gründungsmitglied an.

IZA Policy Fellows? Hä? IZA?

Genau! IZA! Das „Institut zur Zukunft der Arbeit“ von Steuerzahler Steuervermeider Zumwinkel.

Direktor der Abteilung „Arbeitsmarktpolitik“ ist ein gewisser Prof. Hilmar Schneider. Selbige Unperson hat vor einiger Zeit tief in die Mottenkiste der Nazi-SS gegriffen und vorgeschlagen, man solle doch HartzIV-Empfänger in Null-Euro-Jobs der Wirtschaft versteigern und den Erlös zu Steuersenkungen verwenden.

Seine Nazi-Vorbilder von der SS vermieteten allerdings Juden aus KZ- und Arbeitslagern. Ebenfalls zum Null-Lohn zu Gunsten der Staatskasse.

Aber der „Ökonom“ Gersemann ist nicht der einzige IZA Policy Fellow (Policy Fellow = Mietmaul, Medienhure, gekaufter Dummschwätzer).

Zu seinen Kollegen gehören zahlreiche (aus Funk und Fernsehen bekannte) Experten:

  • Buschkowsky, Heinz (Bürgermeister von Berlin-Neukölln)
  • Demmer, Kurt (IKB Deutsche Industriebank)
  • Däke, Karl-Heinz (Bund der Steuerzahler)
  • Ederer, Günter (Autor und Produzent diverser HartzIV-„Dokus“)
  • Fickinger, Nico (Arbeitgeberverband Gesamtmetall, INSM)
  • Gerster, Florian (Ex-Arbeitsminister mit Faible für vergoldete Türklinken…sponsored by Arbeitslosenversicherungsbeiträgen)
  • Göring-Eckardt, Katrin (Grüne, aber eher FDP-verbunden)
  • Hahlen, Johann (Staatssekretär des Oberdemokraten Schäuble)
  • Hoffmann, Axel (Vize-Vorstand „Friedrich Naumann Stiftung“ der FDP)
  • Horn, Karen (IW Köln, Hüthers „wissenschaftliche Journalistin“, INSM)
  • Klimmer, Markus (McKinsey-Regierungsberater)
  • Merz, Friedrich (der Typ mit der Bierdeckel-Steuer für Reiche, INSM)
  • Niebel, Dirk (FDP u.a.verfassungsfeindliche Vereine)
  • Rürup, Bert (Ex-Minister für Vermögensberater und Versicherungskonzerne)
  • Sarrazin, Thilo („SPD“-Sozialexperte)
  • Schöneberger, Markus (Medienhure für Bertelsmann, RTL, WELT, Focus, FAZ usw)
  • Straubhaar, Thomas (Direktor Hamburger Institut für Weltwirtschaft, INSM)
  • Tiemann, Heinrich (Staatssekretär von Wolfgang Clement)
  • Walter, Norbert (Ex-„Chefvolkswirt“ Deutsche Bank)
  • Monika Wulf-Mathies (wechselte die Seiten von ÖTV zu Zumwinkels Post-AG in den Vorstand)
  • Wüllenweber, Walter (Stern, Autor diverser Hetzschriften gegen die Sozialsysteme)

Da hat sich der kriminelle IZA-Präsident Zumwinkel eine feine Propaganda-Mannschaft zusammengestellt.

Direktor des IZA ist ein gewisser Prof. Klaus F. Zimmermann.

Er ist gleichzeitig Direktor des DIW und „Botschafter“ der INSM.

Über Auftraggeber und „Freundeskreis“ des Autors Gersemann erfährt man in der WELT natürlich nichts.

Kein Wohlstand für alle!

13. März 2010

2009 – es wird offiziell festgestellt, dass der Aufschwung der Jahre 2006-2008 nahezu spurlos an den Werktätigen vorbei gegangen ist. Einzige Ausnahme: ein Boom bei den Sklavenhändlern (vulgo: Leiharbeit).

Ebenfalls 2009 stellt man fest, das man sich „völlig überraschend“ in einer Wirtschaftskrise befand, was auch prompt zu einem Boom bei der Arbeitslosigkeit derselben Leiharbeiter führte.

Aber es geschah 2009 noch mehr:

Die Verursacher dieser Krise erklärten sich für systemisch und verlangten vom Opfer ihrer Untaten die Erstattung ihrer Spekulationsverluste.

Frau Bundesmerkel und ihr hochkompetenter Finanzminister Steinbrück fackelten nicht lange, griffen tief in die Taschen der Bürger und stopften den Eigentümern diverser Banken sowie zahlreichen spekulierenden Gesellschafts-Parasiten hunderte Milliarden Euro in ihre nimmersatten Mäuler.

Ein Haupttäter Hauptopfer dieser Krise war die Deutsche Bank. Sie hatte wie immer ihre dreckigen und bluttriefenden Finger überall mit drin und konnte somit global hemmungslos auf Raubzug gehen: Vom kleinen Häuslebauer in den USA bis hin zum steuerzahlenden Bundesbürger, welcher auf Wunsch der BILD den Gangster Ackermann für einen „vorbildlichen“ Manager halten soll.

Anfang des Jahres 2010 verkündete Ackermann stolz, die Deutsche Bank hätte erfolgreich „gewirtschaftet“ und man würde daher den 580.000 Aktionären einen Profit von 5.000.000.000 (in Worten: fünf Milliarden) Euro auszahlen.

5 Milliarden Euro fürs Nichtstun.

5 Milliarden Euro Arbeitsleistung fremder Leute, welche ihren eigenen Lebensunterhalt in den meisten Fällen nicht ohne staatliche Hilfe bestreiten können…

Angesichts der von selbigen gierigen Kapitalisten in die WELT gesetzten Diskussionen um Kürzungen bei Renten und HartzIV sowie ganz allgemein um die typischen „Reformen des Sozialstaates“ durch den nebenberuflichen Teilzeit-Aussenminister Westerwelle wurde es selbst dem Kapitalistenpack langsam unwohl.

Wie konnte man Millionen Menschen um den Lohn für ihre Arbeit und ihre Steuergelder betrügen und gleichzeitig mehrere Milliarden Euro „verdienen“, ohne dass der Pöbel durch die Schlossallee zieht und die „führenden Köpfe“ auf Holzspießen vor sich her trägt?

Wachstum ohne Wohlstand

Wie immer in solchen kritischen Situationen schicken die Reichen und Mächtigen ihre „Experten“ in die Medien, um die „gesellschaftliche Wahrnehmung“ zu manipulieren und in ihrem Sinne zu verändern.

Diesmal suchte sich die Deutsche Bank ihren treuen „Gesellschaftswissenschaftler“ Meinhard Miegel aus.

Mal wieder…

Miegel war schon sehr aktiv für die Deutsche Bank tätig als es darum ging, Millionen Menschen mit Hilfe der Privatrenten-Propaganda um ihre Ersparnisse zu betrügen.

Sie finanzierte ihm zu diesem Zweck sein „Institut für Wirtschaft und Gesellschaft e.V.“ (man beachte die Reihenfolge), welche nach erfolgreicher Mission im Jahr 2008 still und heimlich wieder geschlossen wurde.

Miegel als professionelles Mietmaul blieb nicht untätig und schuf sich ein „Denkwerk Zukunft – Stiftung für kulturelle Erneuerung“.

Selbstverständlich mit den gleichen Aufgaben und Auftraggebern. Auch dieses „Denkwerk“ gehört zum Netz der Porpaganda des Kapitals. Mit engen Verbindungen zur INSM, zum „Bürgerkonvent“ und zum „Frankfurter Zukunftsrat“.

Ausserdem ist Miegel tätig in der „Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen“ zusammen mit dem allseits beliebten „Wissenschaftler“ Bernd Raffelhüschen.

Die „Rechte zukünftiger Generationen“ bestehen darin, für Vermögens- und Kapitalbesitz keine Steuern zu zahlen und ohne gesellschaftliche Verantwortung millionenschwere Erbschaften verprassen zu können. Selbstverständlich unterhält man enge Kontakte zum selbsternannten „Bund der Steuerzahler“ u.ä. Lobbyvereinen der oberen 5%.

Nun wurde Miegel vom FDP-nahen Focus zu einem Interview gebeten:

Wohlstand als Religionsersatz

In diesem „Interview“ lässt sich Miegel auf 5 Seiten darüber aus, das auch in Zukunft wirtschaftliches Wachstum vom allgemeinen Wohlstand der Bevölkerung „entkoppelt“ werden muss. Er beruft sich dabei auf den ökologischen Aspekt wirtschaftlicher Tätigkeiten als Argumentation für seine „wissenschaftlichen Erkenntnisse“:

Ich plädiere nicht für eine Abkehr vom Wachstum. Vielmehr sage ich, dass es das Wachstum, an das wir uns in vielen Jahrzehnten gewöhnt haben, in den frühindustrialisierten Ländern künftig nicht mehr geben wird.

An welches Wachstum war man denn gewöhnt? An das typische Wirtschaftswachstum, welches auch ein Wachstum an Wohlstand für die Bevölkerung zur Folge hatte. Früher nannte man dies „Zeichen für soziale Marktwirtschaft“.

Das Wachstum der Wirtschaft kommt bei der Bevölkerung nicht mehr als materielle Wohlstandsmehrung an.

Das ist ein Naturphänomen, ausgelöst durch die vom Himmel gefallene „Globalisierung“.

Oder vielleicht doch ganz anders?

Weil wir uns zunehmend in der Lage von Menschen befinden, die eine überschuldete Erbschaft angetreten haben. Denn spätestens seit Ende der 1970er-Jahre beruht das Wirtschaftswachstum in den frühindustrialisierten Ländern – je länger, je mehr – auf dem rasanten Verbrauch natürlicher Ressourcen, namentlich fossiler Energieträger, der weitgehend kostenlosen Nutzung der Umwelt als Müllkippe und dem Verschleiß von Gesellschaft.

Was Miegel nicht sagt: Wirtschaftswachstum beruhte schon immer auf dem Verbrauch natürlicher Ressourcen. Allerdings hat eine forcierte Politik der „Liberalisierung und Deregulierung“ der Wirtschaft dazu geführt, das dieser Ressourcenverbrauch hemmungslos und verschwenderisch wurde („Wegwerfgesellschaft“). Dass dies keineswegs gesellschaftliche, sondern profitsteigernde Gründe hatte, zeigt die Gründung der „Grünen“ Ende der 70er Jahre.

Hinzu kommt, dass zur zusätzlichen Stimulierung des Wachstums immer größere Schuldenberge aufgetürmt wurden.

Wahr ist: Seit 30 Jahren gilt „Stimulierung der Wirtschaft ist teuer, führt zu Verschuldung und ist nur ein Strohfeuer“.

Eine Ideologie, welche Miegel bis heute vertritt. Was er hier als „Ursache“ präsentiert, hat seit 30 Jahren nicht mehr stattgefunden.

Wenn man allerdings ein milliardenschweres Steuergeschenk an Baron Finck als „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ bezeichnet…

Werden künftig die Leistungen von Umwelt und Natur ordnungsgemäß bezahlt und zugleich die Schuldenberge abgebaut, haben wir zwar alle Hände voll zu tun, aber diese Arbeit schlägt sich nicht mehr nieder in der Mehrung materiellen Wohlstands.

Ahja…wenn es also kein „Wohlstandswachstum“ mehr gibt, sind Staatsverschuldung und Umweltschutz daran schuld.

Das Umweltschutz auch materiellen Wohlstand schaffen kann (Solarenergie, Recycling usw) wird schlicht geleugnet. Ebenso, das eine intakte Umwelt schon für sich einen gewissen Wohlstand darstellt.

Und natürlich (wie könnte es anders sein?) müssen die Staatschulden bei einer wohlhabenden Minderheit durch Wohlstandsverlust der großen Mehrheit bezahlt werden.

Man könnte ja auch das Geld, welches sich der Staat borgt, über Steuern bei den gleichen Leuten holen.

Aber das war schon in der kommunistischen Diktatur des Helmut Kohl ganz ganz schlimm, nicht wahr?

Während des längsten Teils der Geschichte gab es kein Wachstum, und trotzdem haben die Menschen gearbeitet…

Da hat er Recht! In der Geschichte der Menschheit gab es tatsächlich (fast) nur Phasen, in denen die arbeitenden Menschen kein Wachstum sahen. Das waren die Zeiten des Feudalismus und des Kapitalismus. Waren?

Wenn er allerdings ganz allgemein „Wirtschaftswachstum“ meint…dann ist Miegel einfach nur ein verlogener Spinner.

Für die Beschäftigung entscheidend ist nicht die Zahl der Menschen, sondern deren Produktivität.

Achneee… „Forscher “ Miegel hat die Produktivität entdeckt! Und morgen schon schwätzt er über die Sozialsystem, dass sie wegen der „Demografie“ unbedingt gekürzt und privatisert werden müssen.

FOCUS Online: Und die soziale Sicherung? Wir zählen immer weniger arbeitende Menschen und immer mehr Leistungsempfänger. Woher soll denn das Geld für Leistungen kommen ohne Wirtschaftswachstum?

Miegel: Unser heutiges Wohlstandsniveau pro Kopf der Bevölkerung liegt fünf- bis sechsmal höher als 1950. Wir werden keinen Absturz auf die Lebensbedingungen dieses Jahres erleben. Aber es ist nicht auszuschließen, dass sich das Niveau um ein Zehntel, vielleicht sogar um ein Fünftel verringern wird.

Damit für seine abzockenden Geldgeber alles wie bisher weiter geht, muss der Wohlstand der Bevölkerung um 10-20% reduziert werden.

In der Folge werden die Leistungen in allen Bereichen der sozialen Sicherung sinken.

Miegel stellt also fest, das wir eine stetig steigende Produktivität haben, welche bei ausfallendem Verbauch und Konsum zu Arbeitslosigkeit führt.

Aber die Idee, diese Produktivität gesellschaftlich gleichmäßiger zu verteilen und damit auch den Wohlstand, ist dem „Wissenschaftler“ Miegel noch nicht gekommen. Wäre ja auch blöd für die Deutsche Bank, wenn ihre Aktionäre von ihrem unverdienten Reichtum etwas abgeben müssten…

FOCUS Online: Sie würden also das Absenken dieser Unterkante (Existenzminimum, HartzIV) akzeptieren?

Miegel: Wenn die politische Entscheidung so ausfällt – also die Mehrheit der Bevölkerung der Ansicht ist, das müsse so gehandhabt werden -, wäre das für mich eine Möglichkeit.

Jaja,,,die Illusion einer „herrschenden Demokratie“. Schon Helmut Kohl hat vor 30 Jahren damit aufgehört, politische Entscheidungen nach dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung zu treffen.

Aktuelles Beispiel: die Aufstockung und Verlängerung des Afghanistan-Kreuzzuges.

Wenn nach Schätzungen der EU zwei Billionen Euro aufzubringen sind, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, ist das nichts anderes als die Bezahlung für etwas, das wir bereits genossen haben.

Wir„? Wer ist „wir„? „Wir“ haben uns mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, das „unsere“ Autoindustrie mit Grenzwerten bei Feinstaub und Abgasen belastet wird. „Wir“ haben immer mit Massenentlassungen gedroht, falls „wir“ Geld für Umweltschutz-Bauteile ausgeben sollten. „Uns“ waren die jährlichen Gewinne viel wichtiger! Erst die bösen Japse und Koreaner haben „uns“ vor 20 Jahren dazu gezwungen, aus „aufpreispflichtigem Katalysator“ eine Sereinausstattung zu machen.

Zum Glück konnten „wir“ bei der Umwelt-Abwrackprämie die Abgas-Grenzwerte verhindern, welche die Öko-Terroristen und Klimawandel-Schwindler immer gefordert haben.

Wir sind Deutschland!

Wem es nicht gelingt, immaterielle Wohlstandsquellen für sich zu erschließen, der wird künftig arm dran sein. Daran sollte es keine Zweifel geben.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Heinrich Heine, September 1844

Was meine ich? Wenn niemand zu Abstrichen bereit ist, könnten wir massenhaft erleben, was sich bereits jetzt andeutet. Da werden zum Beispiel Theater geschlossen oder Mitarbeiter entlassen, weil Mittelkürzungen unvermeidlich sind.

Warum eigentlich? Es wäre doch auch möglich, dass sich alle Beteiligten auf ein etwas niedrigeres materielles Niveau einstellen und erklären: Zwar sind unsere Einkommenskürzungen nicht schön, aber wir werden weiter Theater spielen, so wie wir dies mit der finanziellen Ausstattung, sagen wir des Jahres 1995, getan haben.

Ganz schlimm wäre es, wenn die Bevölkerung auf materielle Wohlstandseinbußen mit einer Haltung des Wir-machen-nicht-mehr-mit reagieren würde. Das würde zu wirklichen Problemen führen.

Das wäre wirklich schlimm! Wacht der deutsche Michel auf und sagt Wir-machen-nicht-mehr-mit, werden Leute wie du eine schnelle und scharfe Klinge im Nacken spüren! Nur für den Bruchteil einer Sekunde, aber dafür nachhaltig!

Geld oder allgemeiner Besitz wird bei uns gleichgesetzt mit Leistung.

Von wem wohl?

Mit der Aufklärung vermittelte die tradierte Gottesvorstellung vielen Menschen keinen Lebenssinn mehr.

Da ist es ja, das „Eiapopeia vom Himmel“ des „Gürtel-enger-schnallen“-Wanderpredigers Miegel von der Deutschen Bank.

Deshalb muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass sich das große Sinn- und Heilsversprechen dieser Gesellschaft – die immerwährende materielle Wohlstandsmehrung – nicht länger einlösen lässt.

Und Leute wie du und der Focus sorgen dafür, das eine wohlhabende Minderheit von diesem Bewusstsein verschont bleibt.

PS: Selbstverständlich führte der Focus dieses „Interview“ aus reiner Sorge um die Zukunft und nicht etwa, weil ein Dummschwätzer ein Buch verkaufen will!