Archiv für November 2008

das Zäpfchen der Kanzlerin…

5. November 2008

Wer steckt so tief im Hintern „unserer“ Bundeskanzlerin?

Der Populist und Demagoge Publizist Hugo Müller-Vogg.

Der Hugo ist überall zur Stelle, wenn für die Kanzlerin, Koch und sonstige neoliberale Schwachmaten die Öffentlichkeit getäuscht werden soll.

Natürlich lebt dieser Held in der BILD des Springer-Imperiums und lässt dort mehr oder weniger tief in die Ideologie seines Arbeitgebers blicken. Natürlich nicht nur dort, sondern überall!

Gern auch im Fernsehen bei diversen Talkshows, Bundestag-Interviews etc.

Heute kippt er wieder seinen stinkenden Hass über Andrea Ypsilanti aus, voll Hohn und Spott.
Hugos verbaler Auswurf
Das wäre nicht neu, das hat er immer schon gern getan. Neu hingegen sind die völlig hirnlosen Behauptungen, welche er seinem Freund Roland Koch andichtet, um ihn auf den Sockel eines „anständigen Politikers“ zu heben.
Aber BILD-Leser sind eh etwas „einfach gestrickt“, da wirkt das vielleicht.

>>Ypsilantis Scheitern hat alle Überlegungen Kochs, sich aus der Politik zu verabschieden, durchkreuzt.<<
Achja? Wann hätte Koch denn je von einem „Abschied aus der Politik“ gesprochen oder dies auch nur angedeutet? Hier wird suggeriert, dass es anständig vom „Verlierer“ wäre, den Rückzug anzutreten. Gemünzt auf Andrea Ypsilanti. Aber dann müsste er doch auch Koch kritisieren, welcher ja immer noch als Pattex-Koch im abgewählten Amt des Ministerpräsidenten verharrt!
Warum hat Koch sein Scheitern nicht eingestanden? Er war doch stolz darauf, „geschäftsführend“ im Amt zu bleiben und zusätzlich vom hessischen Steuerzahler auch noch Oppositionsgelder zu verlangen.

>>So wird sich der Hesse auf dem CDU-Bundesparteitag Anfang Dezember wieder als einer der Stellvertreter der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel zur Wahl stellen.<<
Kanzlerzäpfchen…
Er stellt sich nicht als „stellvertretender CDU-Vorsitzender“ zur Wahl sondern als CDU-Chef von Hessen.

>>Sollte Koch nach den Neuwahlen mit der FDP eine Regierung bilden können, dann gäbe es neben Merkel wieder einen starken Mann. Zudem einen, der sich – anders als der Niedersachse Christian Wulff – auch eine Aufgabe in Berlin zutraut.<<
Achso… die „starke Angie“ ist in Berlin von Schwächlingen umgeben! Das wird dem Kauder oder Pofalla aber gar nicht gefallen. Obwohl…irgendwie hat Hugo schon Recht. Zu den Inkompetenzlern muss er aber noch die Merkel hinzuzählen.
Aber wozu sollten die hessischen Rechten den Koch überhaupt wählen wenn er bereits plant, die Koffer zu packen und als Bundesminister oder Fraktionsfunktionär nach Berlin zu gehen?
Den Job als MP wird er dann wohl kaum noch schaffen…

>>Ypsilantis gescheiterte Wortbruch-Strategie lässt den Wirtschaftsflügel der Union ebenso aufatmen wie die Konservativen.<<
Ahhh… nun wird das Wahlergebnis schon zur „Strategie“ erklärt! Dann muss die böse Andrea ja wirklich eine Hexe sein, wenn sie eine Wahl vorhersehen und nach dem Blick in die Kristallkugel eine Strategie planen kann! Außerdem…seit wann gibt es in der CDU einen „Wirtschaftsflügel“ und einen „konservativen Flügel“?
Die CDU war immer schon ein williger, rechtskonservativer Ableger von ‚Arbeitgeber- und Industrieverbänden. Oder will Hugo etwa aus dem Einzelkämpfer Heiner Geißler einen „Flügel“ machen? Aber der ist eher linksliberal…
Und bei der „SPD“ gibt es dann wohl einen „Schröder-Flügel“ und einen „Agenda2010“-Flügel oder wie?

>>Mit Koch bleibt ihnen ein wortgewaltiger Anführer erhalten.<<
Genau! Mit dummen Worten und Gewalt kennt sich Law-and-Order-Koch ja bestens aus. Vor allem wenn es gegen Nicht-Arier und Nicht-Wirtschaftshörige geht.
>>Heute ist für den amtierenden Regierungschef wieder Alltag. Um 8 Uhr tagt das Kabinett, um 10 Uhr zeichnet er die hessische „Stiftung des Jahres“ aus und am Nachmittag eröffnet er das Klimaschutzforum.<<
Lieber Hugo…es gibt in Hessen keinen „amtierenden Regierungschef“ mehr! Koch ist nur noch „geschäftsführender Ministerpräsident ohne parlamentarische Mehrheit“.
Aber irgendwie hat die Zeit nicht gereicht für Herrn Hugo Müller-Vogg, die Realität wahrzunehmen. Oder es ist für ihn in seinem schlichten Gemüt nicht vorstellbar, dass ein CDU-Politiker in Deutschland nicht irgendwas regiert.

Und Roland Koch eröffnet ein Klimaschutzforum? Roland Koch? Der Vorkämpfer für Atommüll und Flughafenpest? Der Ministerpräsident, der mal schnell 250 Hektar hessischen Wald für eine Landebahn abholzen will?

Das Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz schreibt dazu:

„12. Hessisches Klimaschutzforum am 05. / 06. November 2008 in Wiesbaden
„Klimawandel als Herausforderung und Chance“
Ziel der Veranstaltung ist es, vor dem Hintergrund der ambitionierten Klimaschutzziele der europäischen Union (mindestens – 20% Treibhausgase bis 2020), dem Ziel der Bundesregierung (bis zu – 40% Treibhausgase bis 2020) und des hessischen „Aktionsplans Klimaschutz“ die Herausforderungen für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energiebereitstellung auszuloten.

Ahja… war ja klar. Kochs Regierung will die „Herausforderungen ausloten“ zu Klimaschutzzielen, welche schon vor vielen Jahren beschlossen wurde.
Und natürlich im Auftrag der Kernkraft-Lobbyisten als „sicher, bezahlbar und klimafreundlich“. Alles „Argumente“ der CDU für Atomkraft. War ja klar…

Ist doch voll der Öko, der tolle Herr Koch, oder?

PS: Die Bundesregierung will die Treibhausgase um 40% reduzieren. Hört sich im Vergleich zu den EU-20% ja auch voll umweltfreundlich an, oder?
Unfug! Der Bezugswert ist das Jahr 1990! Und damals gab es auch noch Industriebetriebe in Ostdeutschland! Allein die Treuhandanstalt hat das Versprechen der Merkel-Regierung zu ¾ erfüllt.
Den Rest der Emissionen kann man ja einsparen, wenn man den Arbeitslosen die Heizung abdreht und sie zur Kleidersammlung schickt, um sich dort dicke Pullover zu holen.
Bliebe bloß noch zu klären, weshalb die CDU 2 Dutzend Kohlekraftwerke(!) den Energiekonzernen erlauben will…
Böse Menschen vermuten ja, dass man der Bevölkerung einen Verzicht auf Kohlestrom anbietet im Tausch gegen neue „Öko-Kernkraftwerke“….
Aber sowas würden doch die Politiker mit der schwarzen Seele niemals tun, oder?

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verschwiegene Wahrheit über den 11. September 2001

5. November 2008

Der 11. September 2001. Ein Tag, der die Welt erschütterte. Erschütternd war weniger die Tatsache, dass in New York 2 Hochhäuser abgerissen wurden, obwohl noch über 3000 Menschen darin waren. Das war einfach nur ein Verbrechen, auch Mord genannt.

Erschütternd waren vielmehr die Reaktionen der Politik und der Medien, welche uns bis heute belügen und betrügen.

Der nachfolgende Text keine Verschwörungstheorie. Jeden genannten Sachverhalt, jede „unsinnige Behauptung“ können Sie jederzeit überprüfen. Nutzen Sie einfach eine Suchmaschine Ihrer Wahl und googlen (uppss…) Sie mit den richtigen Suchbegriffen.

Am 11. September 2001 ließ die US-Regierung mit Zustimmung des Eigentümers das WTC per „Terroranschlag“ abreißen. Ein klein wenig Wissen in Statik, Stahlbau und Physik aus der 6. Klasse sowie alltägliche Materialkunde („Aluminium ist ein Leichtmetall“ zum Beispiel) führen zu der Erkenntnis, das man mit einem zivilen Verkehrsflugzeug mit weniger als 100 Tonnen Gesamtgewicht niemals eine Stahlbaukonstruktion vom Typ des WTC zum Einsturz bringen kann. Völlig unsinnig ist die Behauptung, frei brennendes Leichtbenzin „Kerosin“ hätte den Stahl geschmolzen oder „weichgekocht“. Probieren Sie es aus: Alternativ zu einem WTC-Stahlträger müssten Sie einen guten alten Amboss aus einer Dorfschmiede so erhitzen, das er hell gelb leuchtet. Aber Sie dürfen als Brennmaterialien nur Leichtbenzin und Luft verwenden! Keine Schneidbrenner oder ähnliches. Zeitgleich müssen Sie versuchen, das Feuer mit einer Windstärke von 3-4 „auszublasen“. Wie Sie sicher in den Nachrichten gesehen haben, ist der Qualm nicht senkrecht aus dem WTC gestiegen, sondern wurde über viele Kilometer waagerecht über Manhattan geweht.

Und nicht vergessen: Sie haben nicht unbegrenzt Zeit! Und der Amboss darf auch im Feuer nicht bewegt werden!

Was haben wir gesehen oder besser: was wurde uns gezeigt?

In den Medien wurde über diese Anschläge berichtet nach dem Motto „America under Attack!“.

Das war die erste Lüge. Das WTC war eine rein private Institution und weder Regierungssitz von New York noch der USA oder irgendeines Ministerium o.ä.

Ganz im Unterschied zum Pentagon.

Bis heute hat niemand die Frage gestellt oder beantwortet: Warum ausgerechnet das WTC und nicht der Kongress, das Weiße Haus, die Börse o.ä.? Am „höchsten Gebäude New Yorks“ hat es nicht gelegen. Bodennahe Ziele sind mit einem Flugzeug viel leichter zu treffen als ein „Luftziel“ wie das WTC. Probieren Sie es einfach mit einem handelsüblichen Flugsimulator für den PC aus! Versuchen Sie, am Ende einer scharfen Kurve (Richtung ist egal) mit einer Boing 757 die Kugel des Berliner Fernsehturms zu treffen! Sie sind genau wie die Terroristen ein Anfänger und haben auch nur einen einzigen Versuch!

Sie werden es nicht schaffen! Keine Chance!

Was geschah wirklich?

Die US-Regierung erklärte: „Die USA sind angegriffen worden!“ Alle haben das geglaubt und waren tief besorgt. Plötzlich wurde ein „Osama Bin Laden“ als Anstifter aus dem Hut gezaubert.

Bis heute fehlt jeder Beweis einer Tatbeteiligung. Trotzdem wurde dieser Mann von den „Rechtsstaaten“ der westlichen Welt vorsorglich zum Tode verurteilt.

Die USA liefen schnell zum Nato-Hauptquartier und beantragten den „Bündnisfall“.

Was ist das?

Der Bündnisfall tritt ein, wenn ein Nato-Mitglied von einer fremden Macht angegriffen wird. Dann sind die Nato-Mitglieder zur kollektiven Verteidigung verpflichtet. Aber keine Angst: Die Nato war nie ein Verteidigungsbündnis!

Obwohl sich die USA nicht im Krieg befanden, es keine Kriegserklärung gab oder auch nur eine einzige Waffe abgefeuert wurde in den USA oder in Richtung USA, war die Nato sofort bereit, diesen „Bündnisfall“ zu erklären. Dummerweise gab es nie ein Nato-Protokoll zur Aufhebung eines solchen „Bündnisfalles“.

Fortan befanden sich alle Nato-Staaten im Krieg.

Aber gegen wen?

Da man keinem einzelnen Verdächtigen einen Krieg erklären kann, suchten sich die USA den Staat Afghanistan aus.

Die dortigen Taliban waren mit den USA eng befreundet, wie im Film „Rambo 3“ gut zu sehen ist. Allerdings war es mit dieser Freundschaft nicht weit her: Die US-Ölkonzerne um G.W.Bush wollten eine Pipeline vom Kaspischen Meer durch Afghanistan bauen. Aber die bösen Taliban wollten doch tatsächlich eine Gebühr von der Weltmacht USA haben! Pöse Purschen! Sowas kann sich Ex-Ölbohrer G.W.Bush doch nicht bieten lassen! Also führte er einen Regime-Change durch, um seine Pipeline zu bekommen.

Die USA stellten den Taliban ein Ultimatum: „Gebt Bin Laden raus oder wir bomben euch in die Steinzeit!“

Nun war es so, das es zwischen den Taliban und der Bush-Regierung keinerlei Auslieferungsabkommen gab. Es spielte also keine Rolle, ob die Taliban dem Bin Laden „Unterschlupf gewährt“ haben oder sie einfach nicht wussten, wo sich dieser Mann aufhielt. Egal wie es war, das Ultimatum wurde nicht erfüllt. In beiden Varianten völlig zu Recht.

Nach Ablauf des Ultimatums griffen die USA mit Tarnkappenbombern Kabul an. Ein Kriegsverbrechen, nichts anderes! Es gab dafür keinerlei Legitimation! Weder im Völkerrecht, dem Kriegsrecht, den UN-Statuten o.a.

Dummerweise war aber schon der Bündnisfall ausgerufen, so dass die USA nun die Kriegsteilnahme der Nato-Staaten anfordern konnten. Niemand (außer den bösen Kommunisten) hat sich daran gestört, dass diese Angriffe nichts mit „Selbstverteidigung“ zu tun hatten. Die Taliban besaßen ja nichtmal ein reguläres Militär!

Aber das störte nicht! Den deutschen Deppen wurde erklärt: „Deutschland wird am Hindukusch verteidigt!“ und wer wie Lafontaine, Gysi u.a. vom „völkerrechtswidrigem Angriffskrieg“ spricht, gilt sofort als „Extremist“ und „Terrorsympatisant“.

Zur Legende der „Massenvernichtungswaffen“ des Irak muss ich ja nichts weiter sagen, oder?

Was war das WTC?

Das WTC war die Terror- und Machtzentrale der „westlichen Wertegemeinschaft“. Dort residierten alle wichtigen global-agierenden Konzerne. Das WTC war das „Welthandelszentrum“, „World Trade Center“.

Dort liefen alle Fäden zu den Konzernmarionetten in den Regierungen, den Zentralbanken usw. der Welt zusammen.

Selbige Konzerne bestimmten vom WTC aus den gesamten Welthandel, die Währungen, die „Kredite“ an Entwicklungsländer u.v.a.m.

Für alle von Weltbank und Internationalem Währungsfond abhängigen Staaten dieser Welt war die Zerstörung des WTC ein Hoffnungsschimmer. Wenn Bin Laden, tatsächlich hinter diesen Anschlägen steckt, hat er weise gehandelt. Nicht die Börse, nicht die US-Regierung oder eine andere Institution sind für Krisen, Elend und Millionen verhungerter Menschen verantwortlich, sondern die Konzerne des WTC, welche mit ihren Handelsbedingungen jedes Land der Welt kontrolliert haben. Wohlverhalten wurde belohnt (Irlands Deregulierung und Steuerreformen), Widerstand gnadenlos mit militärischer Vernichtung bestraft (Serbien).

Ein gutes Beispiel ist auch das afrikanische Grundstück des Shell-Konzerns. Auf dem Globus unter der Bezeichnung „Nigeria“ zu finden.

Nur Staaten mit eigenen Nuklearwaffen können sich diese Macht vom Hals halten: China und das kleine Nordkorea zum Beispiel.

Nun haben Sie auch eine Erklärung dafür, warum der Internationale Währungsfond für Kredite an Staaten nicht nur Zinsen, sondern immer auch jede Menge „Reformen“ zu Gunsten „ausländischer Investoren“ verlangt: Sozialabbau, Steuerabschaffung, Subventionen….

Wer außer den WTC-Konzernen hätte denn einen Nutzen aus dieser „Hilfspolitik“?

Niemand wird am Hindukusch verteidigt! Dieser Krieg dient ausschließlich den Interessen westlicher Konzerne nach freiem Zugang zu fremden Öl und zu den asiatischen Staaten, welche dem Westen langsam zu stark werden.

Metzgerin der Frau Ypsilanti

3. November 2008

Heute war es soweit! Die Medien überschlagen sich mit Jubelmeldungen zur gescheiterten Probeabstimmung, bei der sich Frau Ypsilanti in Hessen der Stimmen ihrer eigenen „SPD“-Fraktion versichern wollte.

Diese Probeabstimmung ist gescheitert, genauso wie die Wähler von „SPD“, Grüne und Linke mit ihrem Votum gescheitert sind.

Medien, CDU und FDP sind voll des Lobes an Frau Metzger, welche „standhaft ihrem Gewissen treu geblieben“ sei. Ein Gewissen gegenüber ihren Wählern scheint diese Frau nie gehabt zu haben. Bis heute hat sie sich nicht für ihren Verrat entschuldigt. War sie doch wie alle anderen SPD-Landeskandidaten in den Wahlkampf gezogen, den Rechtsextremisten Roland Koch aus dem Amt zu verteiben. Dabei ging es aber nur um ihr Gewissen gegenüber der Familie ihres Mannes!

Wer ist diese Frau Metzger, von der vorher nie jemand gehört oder gelesen hat? Google und Wikipedia geben Auskunft.

Dagmar Metzger war 1961 zum Mauerbau 3 Jahre alt. Sie kann also unmöglich eine Erinnerung an den Mauerbau haben oder an ihre Großmutter. Zumindest ist die Tatsache aus ihren Erinnerungen erloschen, das die DDR-Rentner die ersten Bürger waren, welche im Falle familiärer Bindungen kurze Zeit nach dem Mauerbau „rüber“ konnten. Sie hat also vermutlich ihre Oma häufiger gesehen als ein Berliner Kind mit Großmutter im Ruhrgebiet oder in Süddeutschland…

Das sie auch nach 46 Jahren darunter „leidet“ (wie sie selbst sagt), ist zumindest zweifelhaft. Schließlich war sie nie bei einem Seelendoktor auf der Couch, um dieses tief sitzende Trauma zu verarbeiten.

Hat man bei ihr gesehen, das sie beim Anblick eines hessischen Abgeordneten der Linken einen hysterischen Anfall oder einen Weinkrampf bekommen hat? Mir sind derartige Vorkommnisse nicht bekannt.

Was streckt also dahinter?

Dagmar Metzger ist verheiratet mit dem Sohn von Günther Metzger. Selbiger Günther Metzger amtierte von 1981 bis 1993 als Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt. Er ist seit 1956 in der SPD.

Sein Vater Ludwig Metzger war von 1946 bis 1954 für den Wahlkreis Darmstadt-Stadt I direkt gewählter Landtagsabgeordneter in Hessen. Er gehörte dem Deutschen Bundestag von 1953 bis 1969 an und vertrat dort den Wahlkreis Darmstadt. Vom 29. Oktober 1957 bis zum 21. Januar 1970 war er auch Mitglied des Europaparlaments, wo er von 1966 bis 1970 Vizepräsident war.

Die nette Frau Metzger hat also in eine politisch sehr aktive und erfolgreiche Familie eingeheiratet. Ok…das kommt auch in besseren Familien vor. 😉

Wichtig ist allerdings ihr Schwiegervater, Günther Metzger.

Er gründete 1969 in der Bundestagsfraktion einen nach ihm benannten Metzger-Kreis, der als organisierter Vorläufer des heutigen Seeheimer Kreises gelten kann.

Dieser „Seeheimer Kreis“ galt damals wie heute als rechter Flügel der SPD. Deren Positionen sind nahezu deckungsgleich mit CDU und FDP. Der Seeheimer Kreis dient der SPD bis heute als Spendensammler bei Konzernen und Banken sowie als Stichwortgeber der „Agenda2010“-Vertreter um Schröder, Clement, Müntefering usw.

Hessen 2008

Frau Ypsilanti (sowie ihre Landes-SPD) wussten, das sie Koch nur mit einem wirklich sozialen und demokratischen Programm ablösen konnten. Und die SPD brauchte unbedingt einen Wahlsieg, denn seit 2005 hat es einen solchen für die SPD nicht mehr gegeben. Bundesweit!

Dies hätte aber zur Folge gehabt, das sich Frau Ypsilanti mit ihrer Landespolitik in Opposition zur Bundes-SPD gestellt hätte, welche lückenlos von den „Seeheimern“ beherrscht wird.

Wäre es den „Reformern“ möglich gewesen, eine SPD-Politikerin zu dulden, welche ausgerechnet in Hessen den Beweis dafür liefert, das diese „alternativlosen Reformnen“ doch nicht alternativlos sind? Niemals!

Also setzte man alles daran, ihren Wahlerfolg mit allen Mitteln zu verhindern.

Nun gehört es leider zum „guten Ton“ in Deutschland, alles links der SPD als Kommunisten, Stalinisten, Stasi-Spitzel, DDR-Wiederhabenwoller, Terrorsympathiesanten und natürlich auch als Extremisten und Verfassungsfeinde darzustellen. Ebenso gehört es zum „guten Ton“, sich von diesen „Verbrechern“ durch ständige Rechtsrucks fern zu halten.

Während des Wahlkampfes gab Frau Ypsilanti ein Interview, in dem sie durch mehrmalige (4 waren es) Nachfrage dazu genötigt wurde, zu den Linken „auf Abstand“ zu gehen. Wie in einer Demokratie üblich, gibt es bloß Koalition (miteinander), Opposition (gegeneinander) oder Duldung (je nach Fall). Da sie eine rot-grüne Koalition angestrebt hatte, fiel es ihr leicht, eine Koalition mit der Linken auszuschließen.

Man nahm dies in den Medien zur Kenntnis und prügelte nun pflichtbewusst auf die Linke ein. Ungeachtet der Absurdität der Vorstellung, die hessische Linke hätte die Mauer gebaut oder Menschen im Bautzner Stasiknast eingesperrt.

Nun kam der Wahltag, abends wurden die Stimmen ausgezählt und folgendes Ergebnis kam dabei heraus:

Das war für die Bundes-SPD, die CDU, die FDP, die Wirtschaftsverbände und die Medien der Super-Gau! Roland Koch hatte keine Mehrheit und Frau Ypsilanti weigerte sich in einem Krisengespräch mit Müntefering in Berlin, Koch in einer schwarz-roten Koalition zum Ministerpräsidenten zu wählen.

Dieses Gespräch wurde den Medien zugespielt, welche auch prompt mögliche SPD-Koalitionen unter Ausschluss von CDU und FDP errechneten. Am Ende kam heraus: Nur rot-rot-grün kommt in Frage!

Aber hatte Frau Ypsilanti nicht kurz vor der Wahl eine Zusammenarbeit (landläufig „Koalition“ genannt) ausgeschlossen? Um die Linke (wie in Berlin) in die Falle zu locken, fragte man scheinheilig bei der Linken in Hessen nach. Ergebnis: erstmal keine Koalition, sondern eine Tolerierung.

Offiziell und öffentlich erklärte die Linke: „Wir werden Frau Ypsilanti als Ministerpräsidentin unterstützen, so lange sie sich an ihr Wahlprogramm hält!“

Es hat also nie eine „Zusammenarbeit“ mit der Linken gegeben. Weder einen Tolerierungsvertrag mit Linken-Inhalten noch eine Koalition oder etwas gleichartiges. Und wer kann schon verhindern, von einer anderen Partei toleriert zu werden? Niemand kann das, auch SIE könnten das nicht!

Aber das spielte nun keine Rolle mehr. Diese Tolerierung wurde prompt zur Koalition (Zusammenarbeit) umdefiniert und der Begriff „Wortbruch“ war erfunden. Wie blutrünstige Bestien stürzten sich nun (fast) alle Medien auf „Lügilanti“ und „Tricksilanti“.

Warum gab Frau Ypsilanti nicht auf? Weil Demokraten so etwas nunmal nicht machen. Roland Koch tat sowas ja auch nicht. Sie hatte ihren Wählern versprochen, Koch abzulösen und eine andere Politik zu machen. Ihr Gewissen ließ diesen Verrat an den Wählern einfach nicht zu.

Nun war guter Rat teuer. Und wenn es um Berater geht, ist der Seeheimer Kreis nicht weit. Also schickte man die unbekannte, unbedeutende Frau Metzger an die Front. Sie faselte etwas unbeholfen von „Mauer“, „Stasi“, „Kommunisten“ und ihrem bislang unentdecktem Gewissen. Keine 5 Minuten später wurde sie zum Medienstar und fast alle „Demokraten“ von NPD bis CSU jubelten ihr laut zu. Man erhob sie zur „aufrechten Politikerin“ und erklärte das persönliche Gewissen zur einzig gültigen Kraft eines Politikers.

Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn man an die Gewissenlosigkeit von CDU-, FDP-, CSU- und Grünen-Politiker denkt. Die einen „vergessen“ einen deutschen Staatsbürger in Guatanamo, der andere vergisst die Herkunft seiner jüdischen Vermächnisse, die nächsten jubeln „Joschka“ zu, als er in „guter“ Tradition der Wehrmacht die Luftangriffe auf Jugoslawien organisierte (Youtube: „Es begann mit einer Lüge“) oder die Amigos der CSU, welche auch schonmal Leute wählen lassen, die schon lange auf dem Friedhof verbuddelt waren.

Niemand störte sich daran, als diese „Demokraten“ zusammen mit den Medien und Fraport unbemerkt das Wahlergebnis für ungültig erklärten.

Heute nun kam es zur letzten Probeabstimmung der SPD-Landtagsfraktion. Der Seeheimer Kreis zog seine Asse aus dem Ärmel, und seine Politik „Die SPD ist die CDU mit anderen Gesichtern“ doch noch zu retten. Ypsilantis Vize und innerparteilicher Konkurrent Jürgen Walter sowie die Landtagsabgeordneten Dagmar Metzger, Silke Tesch und Carmen Everts kündigten in Wiesbaden an, Ypsilanti nicht zur Chefin einer von der Linkspartei tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung zu wählen. Sie boten der Fraktion aber ihre weitere Mitarbeit an. Alle vier zählen zum konservativen SPD-Flügel, dem Seeheimer Kreis.

Bis auf Metzger hatte bis gestern bzw. heute niemand etwas von diesen Leuten gesehen oder gehört. In politischen Kreisen nennt man sowas Hinterhalt oder auch Putsch.

Während ich diese Zeilen schreibe, ist es auf meiner Uhr der 3. Novemder 2008, 16:30 Uhr. Hier meine Prognose (hab eben nochmal schnell den Kaffeesatz umgerührt und die Kristallkugel poliert):

Andrea Ypsilanti wird zurücktreten von ihren politiechen Ämtern. Jürgen Walter wird als Vize den Fraktionsvorsitz übernehmen und mit tatkräftiger Unterstützung der Medien und der Bundes-SPD eine Koalition mit der CDU vereinbaren, wobei Koch Ministerpräsident bleibt und Jürgen Walter das Sozialministerium bekommt.

Im Wahlkampf wird die CDU dann mit dem Finger auf Hessen zeigen und die Bürger auffordern doch lieber gleich das „Original“ zu wählen anstatt eine billige CDU-Kopie mit dem Kürzel „SPD“.

Am Ende wird es dann wieder eine große Koalition geben und Frau Merkel wird zusammen mit Herrn Koch dieses Land regieren.

Gute Nacht, Deutschland!

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Erklärbar:

1) In Berlin wurde die damalige PDS in die Falle getrieben: Ohne Koalition mit der SPD hätte man ihr sowas wie „Verantwortungsverweigerung“ vorgeworfen, was den politischen k.o. bedeutet hätte. Mit einer Koalition hält man ihr nun ständig vor, zusammen mit der SPD „ja doch die Hartz-Gesetze durchzuführen“, was kombiniert wird mit einem hämischen Grinsen: „Im Bundestag reden sie anders, als sie in Berlin handeln! Sowas braucht niemand zu wählen, alles Populisten und Demagogen!“.

Nun gut…aber welche Landesregierung kann Bundesgesetze ausser Kraft setzen oder deren Durchführung verweigern?

2) In einem aktuellen Interview erklärt Herr Müntefering als Wahlziel 30%+x, was angesichts der heutigen 25% schon mutig ist. Selbst wenn das Duo Müntefering-Steinmeier der SPD noch abenteuerliche 10% Zuwachs verschafft, müssten die Grünen immer noch auf mehr als 15% kommen für eine rot-grüne Regierungskoalition. Angesichts des Hamburger schwarz-grünen Senates müsste da schon ein grünes Wunder geschehen.

Offensichtlich wäre ein Scheitern einer neuen „Großen Koalition“ das politische Ende von Müntefering, Steinmeier, Steinbrück u.a. aus dem Schröder Dunstkreis. Sie kann dann nur noch Ottmar Schreiner an die Spitze holen und die „Seeheimer“ abservieren, oder die Selbstauflösung bekanntgeben.

Der heutige Wirtschaftsfaschismus wird dann die gesamte Medienmeute auf die „linke“ SPD hetzen, um beide Varianten zu verhindern. Wer könnte besser die Hartz-Gesetze und den Abriss des Sozialstaates legitimieren als eine „SPD“?

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Schlusswort für diese Seite: Eines Tages, in ein paar Jahren, werden wir vielleicht amerikanische Verhältmnisse haben. Dann kann das Grundgesetz, welches immer noch „Demokratie“ vorschreibt, endgültig dem Altpapier-Recycling zugeführt werden.

Ursache der Finanzmarktkrise: SIE! Ja, Sie!

2. November 2008

Nun hat es den Kapitalismus endlich erwischt! Mit einer Finanzmarktkrise!

Und wer ist schuld am Zusammenbruch des einzig wahren, gottgegebenen Wirtschaftssystems? Sie!

Ja! SIE sind schuld!

Alle Medien, Politiker, Banker und sonstige Dummschwätzer sind sich einig: Schuld hat ganz allein der Bürger! Er hat Geld angelegt in Dinge, von denen er keine Ahnung hatte und daher ist es nun gerecht, wenn er mit seinen Steuern die Suppe auslöffelt!

Das entspricht natürlich voll und ganz der Wahrheit, wie in meinem Artikel Sparen Sie schon oder hungern Sie noch? nachzulesen ist.

Selbstverständlich muss man solche Krisen zukünftig verhindern, ist doch klar!

Aber das geht nicht mit einem Eingriff in den freien, globalen Kapitalverkehr. Das widerspräche allen neoliberalen Wahnvorstellungen.

Ausserdem wäre dies ein eklatanter Bruch der von Merkel und Steinbrück, Steinmeier und Koch geforderten „EU-Verfassung“.

Was ist zu tun? Wenn Sie demnächst mal wieder ein paar Milliönchen von Ihrem Hartz4- oder Niedriglohnkonto auf Ihr Sparkonto in Liechtenstein oder in Monaco überweisen, müssen Sie sich natürlich mit Ihrem Banker verständlich absprechen. Sie wissen ja: Schuld an der Finanzkrise sind Sie! Sie haben einfach nicht verstaden, was Ihnen Ihr Banker über seine von Hans Eichel und Peer Steinbrück geförderten „innovativen Finanzprodukte“ erzählt hat!

Was ist zu tun?

Lernen!

Aber was soll man lernen?

Die Sprache der Banker! Nur so sind Sie ihnen ebenbürtig und können beeindrucken!

Fangen Sie erstmal mit folgenden Sätzen an. Sie können diese Sätze natürlich auch jederzeit im Familien- und Freundeskreis einsetzen, um mit Ihrem „BWL-Wissen“ anzugeben:

a) Richtigerweise durchwirkt der Vorlauf der Aufwandminimierung eine Generaloption des transloziierten Gewinns und selektiert selbständig ein medianisiert suboptimales Monopol hinter der Analyse des Vorlaufs.

b) Hätte die Workflow-Kontrolle gezeigt, dass die Prozessoptimierung trivial perfekt sein darf, wäre zu beachten, dass das zukunftsorientierte Betriebsvermögen fundiert ökonomisch neu anzusetzen wäre, auch wenn die modifizierte Effizienz endoskopisch betriebsintern katalysiert.

c) Haben unaufschiebbare Probleme erst einmal bewirkt, dass die naturnah ökonomische Investitionsrücklagen operativ induktiv dargestellt wird, kann und darf nicht geleugnet werden, dass die Dollarschwäche hermetisch antizipiert konventionsunabhängig ist, weil die fertige Gesamtsituation hermetisch lokal sich nicht zu erkennen gibt.

Alles klar? So geht das! So wird man ein erfolgreicher Dummschwätzer, dem man zuhört und auch Glauben schenkt. Sie können Zeitungen wirtschaftswissenschaftliche Interviews geben und sich in der ARD gleich neben Anne Will setzen, um es den Demagogen und Populisten Gysi und Lafontaine mal so richtig zu zeigen!

Ok…ich gebe ja zu, dass dafür 3 Sätze etwas wenig sind. Aber keine Sorge, es gibt noch viel mehr davon.

Benutzen Sie einfach den Bullshit-Generator, um sich noch mehr sprachliche Kompetenz zu den Problemen unserer Zeit zu verschaffen!

Der Bullshit-Generator liefert gescheit klingende aber völlig sinnfreie unverständliche Sätze.
Damit können Sie bei jeder Besprechung punkten, korrigiere, bei jedem Meeting reüssieren.

Viel Erfolg! 😉

Sparen Sie schon oder hungern Sie noch?

2. November 2008

Die Deutschen sparen wieder mehr

So ist es in den letzten Tagen in nahezu allen Medien zu sehen und zu hören. Jeden Monat seit inzwischen 8 Jahren wird eine steigende Sparquote verkündet. Ganz stolz von Deutschlands Obersparern Hans Eichel und Peer Steinbrück.

Sie und die anderen neoliberalen Halsabschneider, Vollpfosten und Hassprediger der Wirtschaftsinstitute bewerten dies als Zeichen für den Erfolg dieser Reformen, welche sie unter „Agenda2010“ zusammengefasst haben.

Nach Angaben der Bundesbank haben die Deutschen 2007 insgesamt rund 133 Milliarden Euro neu an Geldvermögen gebildet Die Summe entspricht 11,3 Prozent der verfügbaren Einkommen und ist damit die höchste Sparquote seit 1994. Jeder Einwohner sparte durchschnittlich 180 Euro pro Monat an. Das sind zehn Euro mehr als im vergangenen Jahr. (Quelle: http://www.faz.net)

Das sind ja tolle Nachrichten! Jeder Einwohner (statistisch gesehen) spart also jeden Monat 180 Euro! Wo bringen Sie dieses Geld hin? Unters Kopfkissen packen, aufs Sparbuch, ihrem allseits gelobten Banker überlassen?

Wie jetzt? Sie sparen nicht?

Wie kann das sein? Sie gehören doch nicht etwa zu der unbedeutenden Minderheit von 70% der Bevölkerung, welche überhaupt nicht sparen kann? Das ist natürlich Ihre eigene Schuld, Ihr persönliches Pech zur Unfähigkeit, „Eigenverantwortung“ zu tragen!

Wie jetzt? Sie glauben mir nicht?

Gut. Dann sind Sie auf dem Weg der Erkenntnis schonmal einen Schritt weiter.

Und weil dieser Weg lang und beschwerlich ist, helfe ich Ihnen ein wenig weiter.

Zuerst brauchen wir mentale Einstimmung in den linksextremen Populismus und die absurde Demagogie, mit der ich Sie nun konfrontieren werde:

Setzen Sie sich auf einen Stuhl.

Entspannen Sie sich.

Schließen Sie die Augen.

Nicht blinzeln!

Nicht einschlafen!

Jetzt stellen Sie sich vor, die gesamte deutsche Bevölkerung würde an Ihnen vorbeilaufen. Alle 80.000.000 Menschen. Alte, Junge, Greise, Babys….

Das ist einfach? Ok…etwas schwerer:

Jeder dieser Menschen ist so groß wie sein Vermögen. Ein Bürger mit einem durchschnittlich gefülltem Sparbuch ist also 1,75m groß.

30 Minuten lang sehen Sie niemanden. Diese Leute sind entweder verschuldet oder leben hart an der Grenze dazu.

Nach 45 Minuten laufen Menschen an Ihnen vorbei, welche endlich die Durchschnittsgröße erreicht haben.

5 Minuten später steht ein Riese von etwa 2 Metern vor Ihnen.

Weitere 5 Minuten später sehen Sie nur noch ein paar Schuhe vor sich, in Augenhöhe.

Nachdem Sie nun 59 Minuten und 30 Sekunden Auf Ihrem Stuhl die deutsche Bevölkerung betrachtet haben, wird Ihnen schwarz vor Augen. Absolute Dunkelheit! Kein Lichtstrahl dringt mehr zu Ihnen hindurch!

Eine Stimme wie ein Donnergrollen dringt an Ihr Ohr: Guten Tag, mein Name ist Albrecht, Theo Albrecht! Sie schauen zum Himmel hinauf und sehen….nichts!

Kein Wunder! Um den Chef des Aldi-Nord-Konzerns zu sehen, bräuchten Sie ein sehr starkes Fernglas.

Der Milliardär, der da gerade vor Ihnen steht, ist nämlich mehr als 40km groß! Aber keine Sorge: Niemand wird aus dieser Höhe zu Ihnen sprechen.

Weder er noch sein Bruder oder sonst irgendein Multimilliardär, welcher sich sein Vermögen mit harter Arbeit und vielen Entbehrungen…na, Sie kennen ja die Legenden der Reichen und Superreichen. Die Lebenserfahrung „Mit ehrlicher Arbeit ist noch niemand reich geworden!“ konnten diese Leute bis heute nicht widerlegen.

Sie werden zwar nichts hören (der Schall würde unterwegs „verhungern“), aber Sie werden vom Stuhl fallen. In den letzten 30 Sekunden dieses Experimentes wird jeder Schritt ein Erdbeben globalen Ausmaßes zur Folge haben. Nun wundern Sie sich auch nicht mehr darüber, dass diese Leute von den „Markt- und Freiheit“-Predigern für Götter gehalten und angebetet werden, oder?

Sie dürfen jetzt wieder die Augen öffnen und weiterlesen:

Haben Sie gemerkt, worauf ich hinauswill? Die bejubelte „Sparquote“ ist absoluter Unfug. Sie sagt rein garnichts aus. Viel wichtiger wäre die Zusatzinformation, wie sich das gesparte Geld in der Bevölkerung aufteilt. Wo sind sie also, die 89.000.000.000 Euro Sparguthaben? Zur Erinnerung: Das ist kein Betriebskapital o.ä., sondern tatsächliches Geld, welches man sich (fast) jederzeit am Bankschalter abholen kann/könnte!

Ich habe es nicht und Sie auch nicht. sonst wären Sie ja nicht hier sondern auf einer Webseite eines Anlageberaters, nicht wahr?

Um den Verbleib dieses Geldes herauszufinden, muss man sich zur Quelle begeben. Diese Quelle liefert uns das von linksextremistischen Populisten und Demagogen besetzte „Statistische Bundesamt“. Die Damen und Herren Statistiker haben eine Reihen von Zahlen und Daten gesammelt, welche freundlicherweise von Joachim Jahnke (Ex-Banker, aber einer von den Guten) in eine Grafik eingezeichnet wurden.

Jaaa….ich weiß: So richtig als „Überraschung“ kann man Ihre Gefühle jetzt nicht bezeichnen. Vermutlich wären Begriffe wie Hass und Wut wohl passender.

Und nicht vergessen: wir müssen seit 2000 (da begannen die Schröder-Reformen, nachdem man Lafontaine weggemobbt hatte) alle den Gürtel enger schnallen und für die Globalisierung Opfer bringen!

Lohnverzicht sichert Arbeitsplätze!

Unternehmens- und Vermögenssteuern vernichten Arbeitsplätze!

Die restlichen Parolen können Sie sich bei wohltätigen und gemeinnützigen Regierungsberatern wie McKinsey, Roland Berger, INSM oder der Bertelsmann Stiftung abholen.

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Disclaimer: Das Herunterladen sowie der Besitz von Bombenbauanleitungen ist strafbar!

Kurt Tucholsky? Kurt Tucholsky!

1. November 2008

Aktuell geistert durch das Internet ein angebliches Gedicht von Kurt Tucholsky zur Finanzmarktkrise.

Die darin enthaltenen Begriffe wie „Leerverkäufe“ und „Derivate“ entlarven dieses Gedicht als plumpe Fälschung. Hier sollte wohl ein systemkritischer Text mit dem Namen eines bekannten Dichters „aufgepeppt“ werden. Nun gut, Schwamm drüber.

Aber besagter Kurt Tucholsky hat tatsächlich ein vergleichbar-ähnliches Gedicht verfasst. Wie andere aufgeklärte Linke auch, konnte Kurt Tucholsky damals schon die Zukunft des Kapitalsimus vorhersehen. Dazu braucht man aber nun wirklich kein Studium in ML (Marxismus-Leninismus), sondern einfach nur simple Logik und einen Verstand mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu den kapitalistisch betriebenen Medien.

Ich habe mir dieses Gedicht mal herausgesucht und werde es mit meinen eigenen Kommentaren „bereichern“ (oder auch ruinieren). 😉

DIE HERREN WIRTSCHAFTSFÜHRER

Von Kurt Tucholsky (geschrieben am 18.8.1931)

Stets hat die Menschheit ihre Helden gehabt: Priester oder Ritter, Gelehrte oder Staatsmänner. Bis zum 14. Juli 1931 waren es für Deutschland die Wirtschaftsführer, also Kaufleute. Die Kaufleute sind Exponenten des Erwerbsinnes; sie haben immer ihre Rolle gespielt, doch wohl noch nie so eine große wie heute. Weil das, was sie in Händen halten, das wichtigste geworden ist, werden sie in einer Weise überschätzt, die lächerlich wäre, wenn sie nicht so tragische Folgen hätte. Die deutsche Welt erschauert, sie braucht Götzen, und was für welche hat sie sich da ausgesucht – !

Da fallen mir spontan die heutigen „Experten“ und ihre neoliberalen Institute ein. Die BILD hängt bekanntlich an den Lippen ihres Marktgötzen Prof. UnSinn

Man sollte meinen, daß der gesunde Menschenverstand wenigstens eines sehen könnte: den Mißerfolg. Aber damit ist es nichts. Niemand von denen, die diese Wirtschaftsführer bewundern, behielte auch nur einen Tag lang einen Chauffeur, der ihm die Karre mit Frau und Kind umgeworfen hätte, auch dann nicht, wenn dem Chauffeur die Schuld nicht nachzuweisen wäre. Er kündigt, denn solchen Chauffeur will er nicht. Aber solche Wirtschaftsführer, die will er.

Der Zweck des Kapitalismus ist der Profit der Kapitalisten. Und der Zweck heiligt bekanntlich jedes Mittel. Auch Krieg, Umweltvernichtung oder auch „nur“ ein paar Millionen verhungerter Kinder.

Der unbeirrbare Stumpfsinn, mit dem diese Kapitalisten ihre törichte Geldpolitik fortsetzen, immer weiter, immer weiter, bis zur Ausblutung ihrer Werke und ihrer Kunden, ist bewundernswert. Alles, was sie seit etwas zwanzig Jahren treiben, ist von zwei fixen und absurden Ideen beherrscht: Druck auf die Arbeiter und Export.

Druck auf Arbeitsnehmer und Exportfixierung? Das kennen wir doch irgendwoher? Achjaa…richtig: Agenda2010!

Für diese Sorte sind Arbeiter und Angestellte, die sie heute mit einem euphemistischen und kostenlosen Schmeichelwort gern >Mitarbeiter< zu titulieren pflegen, die natürlichen Feinde. Auf sie mit Gebrüll! Drücken, drücken: Die Löhne, die Sozialversicherung, das Selbstbewußtsein – drücken, drücken! Und dabei merken diese Dummköpfe nicht, was sie da zerstören. Sie zerstören sich den gesamten inneren Absatzmarkt.

Das schrieb er vor 75 Jahren, nicht vor 75 Stunden! Damals wie heute führte die Reduzierung der Sozialversicherungen direkt in die Katastrophe.

Sie scheinen ihn nicht zu wollen – dafür haben sie dann den Export. Was dieses Wort in den Köpfen der Kaufleute angerichtet hat, ist gar nicht zu sagen. Ihre fixe Idee hindert sie nicht, ihre Waren auch im Inland weiterhin anzupreisen; ihre Inserate wirken wie Hohn. Wer soll sich denn das noch kaufen, was sie da herstellen? Ihre Angestellten, denen sie zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel geben, wenn sie sie nicht überhaupt auf die Straße setzen? Die kommen als Abnehmer kaum noch in Frage. Aber jene protzen noch: daß sie deutsche Werke seien, und daß sie deutsche Kaufleute und deutsche Ingenieure beschäftigen – und wozu das? „Um den Weltmarkt zu erobern!“ So schlau wie die deutschen Kaufleute sind ihre Kollegen jenseits der Grenzen noch alle Tage.

Es setzt also überall jener blödsinnige Kampf ein, der darin besteht, einen Gegner niederzuknüppeln, der bei vernünftigem Wirtschaftssystem ein Bundesgenosse sein könnte.

Die angeblich „rote“ SPD hat die Linke zum Erzfeind ernannt und die CDU zum Koalitionspartner. Ähnliche Vorkommnisse am Vorabend des „3.Reiches“ sind NICHT zufällig.

Die Engländer preisen rein englische Waren an, die Amerikaner rein amerikanische, und das Wirtschaftsinteresse tritt als Patriotismus verkleidet auf. Eine schäbige Verkleidung, ein jämmerlicher Maskenball. Schuld – ? Vielleicht gehört eine große geistige Überlegenheit dazu, aus diesem traurigen Trott des Geschäftes herauszukommen und auch einmal ein bißchen weiterzublicken als grade bis zum nächsten Ultimo. Aber das können sie nicht. Sie machen weiter, wie sie es bisher getrieben haben. Also so: Niederknüpplung des Inlandskunden; Spekulation auf einen Export, der heute nicht mehr so durchzuführen ist wie sich die Herren das träumen; Überlastung der gesamten Industrie durch ein gradezu formidables Schreibwerk, das hinter dem Leerlauf der Staatsbürokratie um nichts zurücksteht.

Das war 1931!

Was da an Pressechefs, Syndicis, Abteilungsleitern, Bürofritzen herumsitz und Papierbogen vollschreibt, ohne auch nur das leiseste zu produzieren, das belastet uns alle. Aufgeblasen der Verwaltungsapparat – man sehe sich etwas das Verwaltungsgebäude der IG-Farben in Frankfurt am Main an: Das Ding sieht aus wie eine Zwingburg des Kapitalismus, weit ins Land dräuend. Früher haben die Ritter die Pfeffersäcke ausgeplündert; heute hat sich das gewandelt.

Heute heißt die Zwingburg des Kapitalismus „Deutsche Bank“, steht in Frankfurt/M und hat auf den Betrachter die gleiche Wirkung.

Wie immer in ungesunden Zeiten ist der Kredit in einer gradezu sinnlosen Weise überspannt. Das Wort >Wucher< ist ganz unmodern geworden, weil der Begriff niemand mehr schreckt, er erscheint normal. Nun haben aber Kartelle und kurzfristige Bankkredite die Unternehmungslust und die sogenannte >freie Wirtschaft< völlig getötet – es gibt sie gar nicht mehr. Fast jeder Unternehmer und besonders der kleinere ist nichts als der Verwalter von Bankschulden; geht’s gut, dann trägt er den ungeheuren Zins ab, und geht’s schief, dann legen die Banken ihre schwere Hand auf ihn, und es ist wie in Monte Carlo: die Bank verliert nicht. Und wenn sie wirklich einmal verliert, springt der Steuerzahler ein: also in der Hauptsache wieder Arbeiter und Angestellte.

Nein…das habe ich nicht aus der Zeitung von heute, das hat er wirklich 1931 geschrieben!

>Das Werk< , dieser Götze, hat sich selbständig gemacht, und stöhnend verrichten die Sklaven ihr Werk, nicht mehr Sklaven eines Herrn, sondern Sklaven ihrer selbst. Auch der Unternehmer ist längst zu einem Angestellten geworden, nur kalkuliert er für sich ein derartiges Gehalt heraus, daß er wenig riskiert. Die fortgeschrittenen Kommunisten tun recht daran, den Unternehmer nicht mehr damit zu bekämpfen, daß sie ihm Sekt und Austern vorwerfen, dergleichen verliert von einer gewissen Vermögensgrenze ab seine Bedeutung. Aber daß diese Kerle die Verteilung von Ware und Verdienst ungesund aufbauen, daß sie ihre Bilanzen vernebeln und den Angehörigen der wirtschaftlich herrschenden Klassen so viel Geld zuschieben, daß den anderen nicht mehr viel bleibt: das und nur das ist Landesverrat.

Ein Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten wollte die Ackermänner und ihre Auftraggeber ins Gefängniss werfen. Er wurde für diese Idee in den Medien geteert und gefedert. Dabei war sie gar nicht so neu, diese Idee…

Ohnmächtig sieht der Staat dem zu. Was kann er machen? Nun, er kann zum Beispiel eine Verordnung erlassen, wonach das zu verkaufende Brot sein Gewicht auf der Kruste eingeprägt erhalten muß, und das ist ein großer Fortschritt. Seine Gesetze berühren die Wirtschaft gar nicht, weil sie ihm ebenbürtig an Macht, weil sie ihm überlegen ist. Sie pariert jeden Schlag mit den gleichen Mitteln: mit denen einer ausgekochten Formaljurisprudenz, mit einer dem Staat überlegenen Bürokratie, mit Geduld. Schiebt ihm aber alle Lasten zu, ohne ihm etwa das Erbrecht zu konzedieren. Er hat zu sorgen. Wovon? Das ist seine Sache. Also unsre Sache. Für wen wir gelitten? Für wen wird gehungert? Für wen auf Bänken gepennt, während die Banken verdienen? Für diese da. Es ist nicht so, daß sie sich mästen, das ist ein Wort für Volksversammlungen. Sie mästen den Götzen, sie sind selber nicht sehr glücklich dabei, sie führen ein Leben voller Angst, es ist ein Kapitalismus des schlechten Gewissens. Sie schwindeln sich vom Heute in das Morgen hinein, über viele Kinderleichen, über ausgemergelte Arbeitslose – aber das Werk, das Werk ist gerettet. Selbst die >Frankfurter Zeitung< , die sich in einer gradezu rührenden Weise bemüht, diesen störrischen Eseln des Kapitalismus gut zuzureden, wobei jene wild hinten ausschlagen, gibt zu, daß >nach den Erhebungen, die das Institut für Konjunkturforschung und eine deutsche Großbank unabhängig voneinander durchgeführt haben, noch entbehrliche Läger im Werte von mehreren Milliarden vorhanden sind> – man male sich das angesichts dieser Not aus!

Die direkten (beruflichen) Nachkommen dieser Funktionäre erklärten uns vor ein paar Tagen noch, Deutschland sei sicher vor der Finanzkrise, „Dank der Reformen stabil aufgestellt!“

Aber die Läger bleiben. Und das Werk ist gerettet. Wo steht geschrieben, daß es gerettet werden muß? Warum ist die Menschheit nicht stärker als dieser Popanz? Weil sie den Respekt in den Knochen hat. Weil sie gläubig ist. Weil man sie es so gelehrt hat. Und nun glaubt sie. Noch ist die andre Seite stärker als man glaubt. Zu warnen sind all jene, die die Arbeiter sinnlos in die Maschinengewehre und in die weitgeöffneten Arme der Richter hineintreiben. Drei Jahre Zuchthaus – zwei Jahre Gefängnis – vier Jahre Zuchthaus… das prasselt nur so. Noch sind jene stärker. Die Arbeiterparteien sollten ihre Kräfte nicht in einem zunächst aussichtslosen Kleinkrieg verpulvern, solche Opfer haben einen ideologischen Wert, ihr praktischer ist noch recht klein. Drüben ist viel Macht. Also muß gekämpft werden.

Korrekt! Der Fehler ist nicht der Banker, sondern das System!

Aber so wenig ein geschulter Proletarier individuelle Attentate auf Bankdirektoren gutheißen kann, so wenig sind Verzweiflungsausbrüche kleinerer oder größerer Gruppen allein geeignet, ein System zu stürzen, das jede, aber auch jede Berechtigung verloren hat, Rußland zu kritisieren.

RAF…?

Wer so versagt, hat zu schweigen. Doch schweigen sie nicht. Sie haben Dreistigkeit, unter diesen Verhältnissen noch >Vertrauen< zu fordern, dieselben Männer, die das Unglück verschuldet haben. Und keiner tritt ab, nur die Gruppierung ändert sich ein wenig. Das verdient die schärfste Bekämpfung.

Jaaaa…. 500.000.000.000 Euro Steuergelder nur dafür, das „Vertrauen“ zu retten. Ist diese Niedertracht der Kapitalisten und ihrer hauseigenen Politiker noch zu übertreffen?

Kampf, ja. Doch unterschätze man den Gegner nicht, sondern man werte ihn als das, was er, immer noch, ist: ein übernotierter Wert, der die Hausse erstrebt und die Baisse in sich fühlt. Sein Niedergang wird kommen. Das kann, wie die gescheiten und weitblickenden unter den Kaufleuten wissen, auch anders vor sich gehen als auf dem Wege einer Revolution.

Naja… wo doch schon zeitweilige(!) Teilverstaatlichungen als „purer Sozialismus“ abgelehnt werden…

Ich denke nicht, dass sich die Kapitalbesitzer friedlich davon überzeugen lassen, den Kapitalismus durch etwas Vernünftiges zu ersetzen.

Bleiben die Wirtschaftsführer bei dieser ihrer Wirtschaft, dann ist ihnen die verdiente Revolution sicher.

Eben… ein Gespenst geht um in Europa! (nicht von mir, von Karl M. (Name der Redaktion bekannt) 😉