Zurück in die Vergangenheit

Es war einmal….

Es gab einmal eine Zeit, in der Menschen nach Ausbeutung ihrer Arbeitskraft als „nicht länger zu gebrauchen“ aussortiert und einer „Anschlussverwertung“ zugeführt wurden.

Diese Zeit zerfiel unter dem Donner hunderter Stalinorgeln zu einem Trümmerhaufen. Erst bei den Aufräumarbeiten entdeckten die Befreier der Roten Armee die Ergebnisse dieser „Anschlussverwertung“ in Form von Lampenschirmen u.ä. „Erzeugnissen“.

Und als sei das alles gar nicht so schlimm gewesen, redet heute ein perverser Gelbling mit Migrationshintergrund von „Anschlussverwertung“ in einem Satz mit „Ordnungspolitik“.

Manchmal kann man garnicht so schnell nachladen wie man…

Dabei ging es doch nur um sowas völlig profanes wie eine „Auffanggesellschaft“. Für ein halbes Jahr Zeitpolster sollten die Schlecker-Mitarbeiter vor dem Untergang in HartzIV bewahrt werden. Ein halbes Jahr nur…für Jobsuche, Weiterbildung, Qualifizierungen usw.

Aber selbst dieser Hauch Menschlichkeit war dem korrupten Gesindel dieser demoskopisch unsichtbaren „Partei“ schon zu viel.

Dabei hätte eine solche Auffangesellschaft eigentlich ein Kernanliegen der selbsternannten „Liberalen“ sein müssen: Ein halbes Jahr lang hätten die Schlecker-Mitarbeiter die Freiheit zur Eigenverantwortung bekommen, um sich weiterzubilden oder eben in Ruhe und ohne Druck einen Job zu finden, von und mit dem sie hätten leben können.

Selbst dem Lumpenpack der Verräterpartei war die Brisanz von 11.000 Neu-HartzIVlern an einem einzigen Tag bewusst. Klar…es ging ihnen auch nur um Wählerstimmen…aber zumindest hatten sie eine Idee, welche Art von Wählern sie gebrauchen können.

Aber die gelbsüchtigen Marionetten des Kapitals haben in ihrem Wahn bis heute nicht erkannt, dass ihnen niemand mehr die Mär von „“freie Marktwirtschaft = Wohlstand für alle“ abkauft.

Und prompt schreiten die Kapitalistenmedien zur Tat, um den Demokratiefreien einen „ordnungspolitischen“ Rettungsring zuzuwerfen. Ich habe aus der Vielzahl der aktuellen FDP-Jubelperser nur mal beispielhaft den Marktwirtschafts-Fanatiker Marc Beise von der Sueddeutschen herausgesucht:

Video-Blog des Marc Beise

Oder auch die rechtsreaktionäre WELT:

Schlecker und die Stunde der politischen Heuchler

Jetzt soll also die FDP Schuld daran sein, dass die Schlecker-Frauen arbeitslos sind. Schuld war aber die Unternehmensleitung.

Hä? Eine Auffanggesellschft hat ja nun rein garnichts mit irgendeiner „Rettung“ von Schlecker zu tun.

Aber irgendwie müssen Springers Schmierfinken ja ihre Politik-Götter wie Rösler & Co in Schutz nehmen, nicht wahr? Und wenns halt nur mit Lügen, Verdrehungen und Täuschungen geht…was solls?

Auch Lachmanns Kollege, der widerliche Hassprediger gegen Demokratie und Sozialstaat Poschardt, darf natürlich nicht fehlen:

Die FDP hat bei Schlecker alles richtig gemacht

Die Liberalen zeigen Angstfreiheit angesichts des Abgrunds. Im Fall Schlecker hat die FDP jedenfalls bewiesen, dass sie auch einmal ordnungspolitisch konsequent handeln kann.

Wenn 11.000 Menschen (nebst Familien) in den HartzIV-Abgrund geschubst werden ohne wenigstens den Versuch eines Auffangens zu unternehmen, dann ist das nicht nur Politik, sondern auch in Ordnung. Ordnungspolitik eben. Nur blöd, das bis heute keiner weiß, was in einer Marktwirtschaft der hemmungslosen Deregulierung diese ominöse „Ordnungspolitik“ eigentlich sein soll…

Wenig überraschend erscheint dabei die Empörung der rot-grünen Sozialpopulisten, die einmal mehr den Staat dazu benutzen wollten, die Folgen unternehmerischen Versagens zu bagatellisieren.

Recht so! Keine Gnade mit den Schwächlingen, die für ihren armseeligen Lebensunterhalt von 400 Euro jeden Tag 12h Regale einräumen und nebenbei noch an der Kasse sitzen. Ganz abgesehen davon, das Schlecker-Märkte auf Grund des ewigen Personalmangels stets beliebtes Ziel für Überfälle gewesen sind.

Sollen sie doch die volle Härte der Marktwirtschaft spüren, diese 11.000 Überflüssigen!

FDP-Chef Philipp Rösler aber steht den Sozialdemokraten in wenig nach: Ziemlich populistisch plädiert er für eine Erhöhung der Pendlerpauschale und damit für eine Subvention eines ökologisch fragwürdigen Lebensstils.

Cool…

Wer wie ich mal eben 185 km via Landstraße zur Arbeit hetzt (sind ja nur ca. 3,5h) pflegt also einen „Lebensstil“. Wenn auch „ökologisch fragwürdig“.

Natürlich fragt niemand, warum die Spritpreise heute höher sind als 2007…obwohl die Ölpreise am Weltmarkt heute 30% niedriger sind als damals.

Hatte ich eigentlich schonmal erwähnt, wie sehr ich die RAF vermisse…?

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