Willkommen zurück, INSM!

Verfasst 19. Juli 2017 von wareluege
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Lange war es still bei der gemeinnützigen Wohltätigkeitsorganisation INSM (Hinweis: das „SM“ hat übrigens was mit Arbeitern, Arbeitslosen und Rentnern sowie Lust am Quälen zu tun).

Offensichtlich fühlte sich der SM-Club der Arbeitgeber recht wohl in der marktkonformen Demokratie.

Aber nun gilt es angesichts bevorstehender Wahl, die Politik in die „richtigen“ Bahnen zu lenken.

Die Situation ist aber auch ungünstig! Die sog. „Mitte“ aus schwarzem Block, ehemaligen Sozialdenokraten, den neuerdings margentafarbenen Demokratiefreien und der „Alternativen“ Illusion drängelt sich soweit rechts, dass Konrad Adenauer dagegen wie ein Linksextremist wirkt.

Im Wahlkampf orientieren sich die selbsternannten „demokratischen Parteien“ konsequent an der einzig wahren, echten PARTEI:

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Also versucht man mit Hilfe der „freien und unabhängigen“ Medien, wenigstens die LINKE als angebl. „Links-Terror-Sympathisanten“ zu bekämpfen.

Was macht man da nun als selbsternannte „Initiative“????

Man ergreift selbige um zu zeigen, woher der Wind in Zukunft zu wehen hat.

Anlass der Wiederauferstehung war der 40. Todestag von Ludwig Erhad, dem Gewerkschaftsfeind und angebl. „Erfinder der sozialen Marktwirtschaft“.

Zu diesem Anlass lud die INSM den Sozialexperten Clement und den Wirtschaftspolitik-Fachmann Karl-Theodor zur Eröffnung der INSM-eigenen „Ludwig-Erhard-Ausstellung“ in den Reichstag ein.

Natürlich ist das Presseorgan der INSM „WELT“ dabei, um die Ergüsse der beiden „Fachpolitiker“ ihren Sozialstaats- und fremdenfeindlichen Lesern zu übermitteln:

Wolfgang Clement, ehemals SPD, inzwischen parteilos, bekleidete das Amt zwischen 2002 und 2005. Heute ist er unter anderem Kuratoriumsvorsitzender der Initiative. 

Echt jetzt? Unglaublich!

Das Land habe erheblichen Reformbedarf, etwa in der Bildungspolitik, sagt Clement.

Genau! REFORMBEDARF! Das wirtschaftlich und politisch am Boden liegende Deutschland braucht dringend notwendige alternativlose Reformen!

Kann den mal jemand auf Alzheimer untersuchen?

„Zigtausend junge Leute von außerhalb unserer Grenze“ müssten in das Bildungssystem integriert werden.

In welches der 16 Bildungsssteme sollen diese jungen Leute „integriert“ werden, die ja noch nichteinmal im Land sind? Warum gehen die nicht einfach in eine der vielen Schulen, welche die Bundeswehr am Hindukusch und anderswo baut verteidigt?

Er schimpft über die geplante Aufhebung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern in der Bildungspolitik: „Das wird dann alles noch intransparenter.“

Na sicher doch! „Intransparenz“ ist ja wohl das Hauptproblem, nicht wahr? Oder geht es vielmehr darum, dass der Bund eines Tages die gedeihliche „Kooperation“ der Schulen mit der Wirtschaft untersagen könnte?

Auch regt sich Clement über gebührenfreie Kitas auf: „Nicht alle Wohltaten müssen gleich übers ganze Land verteilt werden, sondern nur an diejenigen, die es wirklich benötigten.“

Wen Clement für „bedürftig“ hält, weiß man ja schon seit der HARTZ IV-„Gestaltung“ 2014. Wer keinen Job hat oder anderweitig kein „Leistungsträger“ ist, soll die Gören gefälligst zu Hause oder bei der Oma aufwachsen lassen! Vorschulbildung und soziale Kompetenzen sind eh überbewertet. Nicht wahr, Herr Clement?

Und er sieht in dem von Schulz angedachten Chancenkonto, das jedem Bürger eine bestimmte Summe Geldes für Weiterbildungen garantieren soll, eine Gefahr. Dieser Erhard widersprechende Etatismus sei freiheitsgefährdend.

Ahja… Der von den ehemaligen Sozialdemokraten (die sind Clement übrigens „zu links“) angedachte 5000-Euro-Bildungsgutschein ist also „freiheitsgefährdent“???

Sind die bedürftigen Bürger damit nicht mehr von der erbettelten Gnade der „Jobcenter“ abhängig, ist natürlich deren „Freiheit“ beim Umgang mit dem Bildungsgutschein nicht mehr gegeben. Klar, das dem ehemaligen „Superminister“ von Schröder sowas nicht gefällt.

„Ich kann nicht eine Forderung nach der anderen herausquäken, ohne auch nur ansatzweise erkennen zu geben, wo das Geld herkommen soll.“

DAS Universal-Totschlag“argument“ der Sozialstaatshasser!

Und Karl-Theodor beweist eindrucksvoll seine fundamentale Kompetenzfreiheit:

„Deutschland ruht sich auf seinem Handelsbilanzüberschuss aus, ohne zu bedenken, dass unser Wohlstand von anderen als Bedrohung empfunden wird.“

1.) Wessen Wohlstand meint er?

2.) Kein Mensch hat je „unseren Wohlstand“ im Zusammenhang mit den Exportübschüssen kritisiert, Karl-Theodor!

Er warnt vor einem dauerhaften Flüchtlingsstrom aus Afrika, wenn man den demografischen Wandel nicht als internationales Problem begreife.

Die bekannte Legende der Kolonialisten. Nicht das Plündern und Marodieren westlicher Konzerne in Afrika ist das Problem, sondern „Der Schwarze schnackselt gerne

Ein Grundsatz an Regeln für die globalisierte Welt – um Wohlstand langfristig auch national zu sichern. Eine Forderung, die die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft schon lange vertritt.

Mich dünkt, ich kann wohlfeil und reinen Herzens auf diese „Regeln für die globalisierte Welt“ verzichten.

Wie diese Regeln dann in der Realität aussehen, bringt Schäubles Frau Rottenmeier „schwäbische Hausfrau“ gerade den faulen Griechen bei:

Vor ihrem Arbeitgeber hatte sie in den letzten fünfzehn Monaten, ebenso wie viele ihrer Kollegen auch keinen Lohn erhalten. (…) Das oberste Gericht, der Areopag, hatte allerdings vor knapp einer Woche beschlossen, dass auch die monatelange Nichtauszahlung von Löhnen keine wesentliche Einschränkung des Arbeitsvertrags bedeutet. (Telepolis)

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Warum Hamburg?

Verfasst 13. Juli 2017 von wareluege
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Noch immer geistert die Frage „Warum ausgerechnet Hamburg für den G20-Gipfel?“ durch viele Köpfe.

Die offiziösen Antworten „Wegen der Hotels für die vielen Politiker und ihre Begleiter!“ oder „…muss in deutscher Großstadt möglich sein!“ sind nur eingeschränkt richtig.

Der wahre Grund für diese Auswahl liegt ein paar Jahre zurück.

Partei Rechtsstaatliche Offensive

Vor ca. 15 Jahren gab es in Hamburg einen rechtslastigen Innensenator mit dem Namen Ronald Barnabas Schill. In enger Kooperation mit der Hamburger BILD und dem Koalitionspartner CDU erklärte er Hamburg zur „Hauptstadt des Verbrechens“ und versprach, „energisch“ die Kriminalität zu bekämpfen.

Ole von Beust (CDU) ließ Schill dann freie Hand bei der Wahl der Mittel. Aus Karlsruhe holte Schill den Hardliner Dudde und machte ihn zum Chef der Bereitschaftspolizei.

Damit begann eine unheilvolle Entwicklung.

Sicherheitszonen

Schills Feindbilder waren „Ausländer“ und „Linke“. Unter seiner Führung als Innensenator wurde die Hamburger Polizei mit allerlei Waffen und Gerätschaften hochgerüstet.

Die Bereitschaftspolzei unter Dudde wurde immer häufiger zur gewaltsamen Auflösung von Demonstrationen und Bauwagen- und Zeltlager eingesetzt.

Während dieser Zeit schickten andere Bundesländer ihre Bereitschaftspolizei „zur Weiterbildung“ nach Hamburg.

Im Jahr 2003 erfand man dann in Hamburg die sog. „Sicherheitszonen“.

Diese „Sicherheitszonen“ wurden durch verschiedene Straßenzüge begrenzt. Die Hamburger Polizei entschied eigenmächtig(!) über die Einrichtung der „Sicherheitszonen“ sowie darüber, welche Regeln dort gelten. Die Bevölkerung wurde nicht informiert.

Im von der Polizei geschaffenen rechtsfreien Raum „Sicherheitszone“ wurden willkürlich Personen- und Taschenkontrollen durchgeführt, ebenso willkürlich Platzverweise ausgesprochen oder Passanten „erkennungsdienstlich behandelt“. Auch kam es öfter zu pauschalen 24h-Inhaftierungen zwecks „Gefahrenabwehr“.

aus der TAZ:

Interessant wird sein, ob der Hamburger Senat der Versuchung widerstehen wird, sich in diese unselige Entwicklungslinie zu stellen. Das verfassungswidrige Gefahrengebiet von 2014 und die Tatsache, dass der Schill-Protegé Hartmut Dudde den Einsatz rund um den G20-Gipfel leitet, sprechen nicht dafür.

Hinzu kommt, dass die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet hat, der das Versammlungsrecht einschränken wird. (…).

Zum einen werde der Straftatbestand eines Angriffs auf Polizeibeamte deutlich ausgeweitet. Zum anderen sollen Akte des zivilen Ungehorsams härter verfolgt werden: Eine Bewährung auf etwaige Freiheitsstrafen soll es nicht mehr geben.

So können auch die breiten zivilen Proteste, die für den G20-Gipfel zu erwarten sind, kriminalisiert werden.

Hamburg, das „Tor zur Welt“, das auf seine Liberalität so stolz ist, wird die Militarisierung politischer Großereignisse aller Voraussicht nach nicht zurückdrehen – im Gegenteil ist zu befürchten, dass im Juli 2017 an der Elbe der G20-Geschichte ein neues unrühmliches Kapitel hinzugefügt wird.

uniformierte Angreifer

Da diese Art der „Kriminalitätsbekämpfung“ nicht wirklich funktionierte, wurden die polizeilichen Mittel immer radikaler. Die Bereitschaftspolizisten wurden gezielt darauf trainiert, Gewalt gegen „linke Kriminelle“ und „linken Abschaum“ einzusetzen.

Auch der später ins Amt gekommenen Olaf Scholz unterstützte diese Innenpolitik und ließ der Polizei weitgehend „freie Hand“. So konnte er dann auch der ewigen Kanzlerin die Sicherheit der G20-Teilnehmer garantieren.

Während sich BKA, SEK und Verfassungsschutz um den Gipfel kümmerten, bekam die Bereitschaftspolizei den Auftrag, für ein „freundliches Hamburg“ zu sorgen. Anti-G20-Demonstrationen gehörten da nunmal nicht dazu.

Merkel konnte sich also darauf verlassen, dass man in Hamburg keine Skrupel bei der Zerschlagung von Demonstrationen und Protesten haben würde.

Und obwohl es bis heute keine Hinweise darauf gibt, dass die Randalierer etwas mit der sozialdemokratisierten Linken zu tun hatten, läuft auf allen Kanälen bereits die „Linke = Gewalt & Terror“ -Wahlpropaganda.

Bosbach bei Maischberger

Hat jemand den Maischberger-„Eklat“ vom BILD-Papagei Bosbach gesehen?

Nachdem ihm von Ditfurth und van Aken mehrmals die Deutungshoheit („Ich lasse nicht zu, dass hier sowas gesagt wird!“) entzogen wurde, verließ er nach heftigem Gebrüll und einigen Beleidigungen theatralisch das Studio.

Nur wenige Minuten später erschien in der WELT ein vorbereiteter Text zu diesem Bosbach-Auftritt. Aber das war sicher nur Zufall…

Obwohl die Veteidiger der Hamburger Polizei Bosbach, Lenders, Jörges und Bundesfamilienministerin(!) Barley (ehem. SPD-Generalsekretärin) auch vor Bosbachs Flucht in der Überzahl waren, bestand Maischberger darauf, dass auch Ditfurth die Runde zu verlassen habe. Maischberger wollte die angebliche „Parität“ aufrechterhalten.

Dass Jan van Aken als parlamentarischer Beobachter der Demos und damit einziger Augenzeuge (ausser Ditfurth) gegen Jörges vom STERN und Lenders von der Hamburger Polizei allein „angetreten“ wäre, fiel Maischberger offensichtlich gar nicht auf.

Jörges über den „Eklat“ im STERN:

Bosbach sei relativ spät erschienen und habe dann mit Moderatorin Sandra Maischberger im Flur gesprochen.

„Frau Maischberger, ich habe Ihnen vor zehn, fünfzehn Minuten gesagt, was ich mitmache und was nicht!“

Nach der Aufzeichnung sei Bosbach schon weg gewesen. Die restlichen Talkgäste hätten sich ganz entspannt unterhalten.

 

 

 

Wählt FDP!

Verfasst 12. Juli 2017 von wareluege
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(kann Spuren von Soja, Erdnüssen und Ironie enthalten)

Viele Menschen in Deutschland halten die FDP für eine korrupte Kapitalistenpartei.

Aber das ist ein historischer Irrtum! Tatsächlich ist die FDP aber eine linksradikale Partei, welche fest und untrennbar mit dem materiellen Marxismus-Leninismus verbunden ist.

Dass dies bis heute nicht erkannt wurde liegt ganz einfach daran, dass die FDP nie ernst genommen wurde. Das muss sich ändern! Gerade jetzt, wo die Linke von der politischen Leere der angebl. „Christen“ sowie der ehemaligen Sozialdemokraten profitieren könnte.

Ok…ich gebe es zu: Die linksradikal-kommunistische Orientierung der FDP ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Aber wenn man sich die Details ansieht….

1.) Steuern senken!

Niemand hat etwas dagegen, weniger Steuern zahlen zu müssen. Da sind sich alle einig. Aber wie stellt man das an, ohne gleichzeitig den Staat zu ruinieren, dessen Infrastruktur durch marktkonforme Politik von CDU/CSU und „SPD“ fröhlich zerbröselt?

Hier liefert die FDP eine typisch links-sozialistische Losung/Lösung: „Was man verteilen will, muss man erst erwirtschaften!“ In der DDR…(upps, sorry…muss ja sagen „menschenverachtendes SED-Regime“) hieß das übrigens „So wie wir heute arbeiten, so werden wir morgen leben!“.

Wenn man nun die FDP ernst nimmt und beide Zielsetzungen verbindet, kommt man unweigerlich zum Volkseigentum!

Denn nur so kann der Staat erwirtschaften, was er über die Staatskasse umverteilen muss.

Es besteht kein Zweifel: Die FDP setzt sich dafür ein, Konzerne zu enteignen und in Volkeigentum zu überführen, um mit den Profiten anstelle mit Steuern den Staat zu finanzieren. Sehr lobenswert!

2.) Sozialstaat abschaffen!

Auch hier finden sich viele versteckte Elemente linksradikaler Politik.

Jeder normale Mensch weiß, dass der Sozialstaat nur abgeschafft werden kann, wenn er überflüssig geworden ist. Auch die FDP als linke Partei weiß das!

Der Weg zu diesem Ziel führt natürlich über Punkt 1.). Erst wenn der Staat selbst umfangreich wirtschaftlich aktiv ist, kann er über Lohnerhöhungen etc. genug gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen, um schließlich keine staatlichen Sozialleistungen mehr zahlen zu müssen.

Auch dieses Ziel der linken FDP ist lobenswert!

3.) Bürokratieabbau!

Natürlich ist Bürokratie für die meisten wenig-gebildeten Mitbürger eine unschöne Sache. Nur wenigen Auserwählten ist bekannt, dass Bürokratie ein wesentliches Element für die Einhaltungskontrolle bestehender Gesetze ist. Und als links-rechtsstaatliche Partei wird die FDP natürlich stattdessen ganz unbürokratisch das gesetzliche Strafmaß für Wirtschaftsverbrechen, Steuerbetrug, Korruption usw. drastisch erhöhen. Damit ist sichergestellt, dass sich auch die arbeitsunwilligen Schmarotzer („Ich lasse mein Geld für mich arbeiten!“) freiwillig an die geltenden Gesetze halten.

Und dem Umwelt- und Klimaschutz dient der Verzicht auf Formulare, Anträge usw. ja schließlich auch, nicht wahr?

4.) Freiheit!

Der ungenannte große Vordenker der FDP, Karl Marx, stellte einmal fest:

Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört (…)

Es besteht also kein Zweifel daran, dass die Freiheitlich(!)-Demokratische Partei FDP alle Kraft dafür einsetzt, das kapitalistische Regime der Ausbeutung des Proletariats durch sog. „Eigentümer“ der Bourgeoisie zu beenden.

Die Beendigung des Kapitalismus hat die marxistisch-verbundene FDP ja schon seit ihrer Gründung 1948 in ihrem Namen eindeutig zum Ziel erklärt!

Auch das ist sehr lobenswert!

5.) mehr Demokratie!

Natürlich setzt sich die freiheitlich-demokratische(!) Partei FDP für die Schaffung einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ein, so wie alle linken Parteien (Linke, DKP, MLPD usw.) und das deutsche „Grundgesetz“ es vorschreiben.

Nun liegt es in der evolutionären Entwicklung der Menschheit begründet, dass es Demokratie nur und ausschließlich unter der Bedingung des gemeinschaftlichen Eigentums an den Produktionsmitteln (kurz: Sozialismus) geben kann.

Die im Kapitalismus herrschende „Grundordnung“ kann allein deshalb nie „demokratisch“ sein, weil die eigentumslose Gesellschaft immer auf die Gunst der wenigen Eigentümer der Produktionsmittel Rohstoffe, Landwirtschaft und Verarbeitung angewiesen ist.

Das daraus resultierende Erpressungspotential (bis hin zur Produktionsveweigerung von Lebensmitteln, Energie etc) gegenüber der Gesellschaft und ihres Staates machen jede Form mehrheitlich-orientierter Politik schon in der Theorie völlig unmöglich.

Die Überwindung des Kapitalismus zur Schaffung einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung war schon immer eine unverhandelbare Herzensangelegenheit der FDP!

Kein Zweifel!

gerade hat ihm jemand gesagt, welche Grundbedingungen (siehe 1 bis 5) für die Ziele der FDP  erfüllt werden müssen:

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Rückblick I

Verfasst 10. Juli 2017 von wareluege
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Was mir noch so unter den Nägeln brennt (bzw. brannte):

Russische Soldaten in der Ostukraine

Die westliche Wertegemeinschaft (kurz: NATO) verlangt vom bösen Iwan (aktuelle Version heißt „Putin“) den Abzug der russischen Soldaten aus der Ostukraine. Obwohl in den letzten 3 Jahren niemand die russische Armee in der Ostukraine gesehen hat, bleibt man bis heute bei dieser unsinnigen Forderung. Nicht um Frieden zu schaffen, sondern um Russland mit „Sanktionen“ kleinzukriegen.

Iwan Putin hat stets bestritten, russische Soldaten in die Separatistengebiete geschickt zu haben. Empört empörten sich die Putschisten und ihre Wertefreunde mit „Lügner! Lügner!“.

In ihrem ganzen Geifer um die „aggressive russische Aussenpolik“ haben sie allerdings eine Kleinigkeit übersehen:

Der ukrainische Waffenproduzent und Putsch-Präsident Poroschenko höchstselbst hat der Weltöffentlichkeit bewiesen, dass es in der Ostukraine KEINE russischen Soldaten, sondern tatsächlich „Urlauber“ gibt.

Nämlich auf der Pressekonferenz des Kriegstreibertreffens in München 2015:

poroschenko-in-muenchen-wie

Erinnert ihr euch?

Dazu eine kleine Anmerkung:

Weder in der russischen noch irgendeiner anderen Armee der Welt besitzen Soldaten zivile Ausweispapiere. Beim Eintritt ins Militär werden zivile Dokumente überall gegen Militärausweise, Soldbücher etc. umgetauscht. Das ist in Russland so, den USA und auch bei der Bundeswehr.

Man kennt das aus Kriegsfilmen: „Nur Name, Einheit und Dienstnummer nennen!“

Wenn man allerdings das Militär verlässt (für immer oder unbefristet beurlaubt) werden die Dokumente wieder „zurückgetauscht“.

Dies ist ganz offensichtlich in Russland geschehen.

Warum nur ist das niemandem aufgefallen, dass es beim russischen Militär Soldaten mit zivilen Reisepässen geben soll?

Und warum zur Hölle braucht ein Soldat beim „Überfall auf die Ukraine“ einen Reisepass? Hält der russische Angreifer etwa an der Grenze ordnungemäß an, um den ukrainischen Grenzbeamten den Reisepass zu zeigen???

Was soll denn das für ein „Überfall“ sein?

Russische Schützenpanzer aus Pappe?

Die britische Zeitung „The Guardian“ hatte zuvor von 23 russischen Schützenpanzern berichtet, die in der Nacht die Grenze zur Ukraine überquert hätten. Sie hätten dafür eine Lücke im Grenzzaun genutzt.
Manager Magazin

Diese britischen „Journalisten“ hatten eigentümlicherweise weder Fotoapparat noch Fotoknips-Handy o.ä. dabei. Schade eigentlich, nicht wahr?

Ich hätte zu gern gesehen, wie ein russischer Schützenpanzerfahrer mehrmals vergeblich gegen einen Maschendrahtzaun fährt, um dann entnervt aufzugeben und eine Lücke im Zaun zu suchen.

keine Chance gegen einen eilig zusammengeschraubten ukrainischen Grenzzaun: russischer Schützenpanzer

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Neulandrebellen???

Verfasst 9. Juli 2017 von wareluege
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Achtung! langer Text! 

Da bin ich also wieder. Nach ca. 6 Jahren im „Lebens-Neuland“ habe ich es leider nicht geschafft, mich der allgemeinen Verblödung anzupassen und zu einem braven Bürger zu werden.

Ich war (neben meiner Arbeit von mehr als 60h/Woche für einen halben Fingerbreit überm Mindestlohn) nicht ganz untätig. Ich habe versucht, meine unzüchtigen Gedanken und alternativen Meinungen in den Kommentarspalten der seriösen Medien unterzubringen. Und da wir in einem freien Land leben (so mit Meinungsfreiheit und so…) dauerte es dann auch nie lange, bis die Meldung kam „Ihr Account ist für die Kommentarfunktion gesperrt“. Zuletzt beim tragenden Pfeiler der Atlantikbrücke „ZEIT“. Dabei hatte ich nur gefragt, wieso den Palästinensern immer unpolitischer „religiöser Fanatismus“ vorgeworfen wird, während es niemanden interessiert, wenn der israelische UN-Botschafter bei der UNO die Siedlungs- und Vertreibungspolitik mit der Bibel in der Hand verteidigt. Das Ergebnis sah 30 Minuten später so aus:

kommentarfunktion zeit

Nun denn…

Irgendwann muss es ja doch mal raus und so hinterlies ich ab und zu mal einen Kommentar bei den Neulandrebellen. Nicht sehr befriedigend, Texte zu kommentieren, deren Ansichten man teilt. Mehr als ein „is so“ kommt da nicht.

systemkonformer Neulandrebell

Während meiner täglichen G20-Mediensichtungen landete ich natürlich auch bei den Neulandrebellen (neuer Tab) . Der Neulandrebell Tom Wellbrock bescherte mir allerdings unerwarteter Weise eine herbe Enttäuschung. Seinen „rebellischen“ Text hätten auch BILD, WELT, FAZ usw. problemlos veröffentlicht. Ganz auf Linie wettert er blindwütig gegen den „Schwarzen Block“ und deren Randalierer. Und ebenso systemkonform mit teilweise haarsträubend unlogischer Argumentation:

Erinnert Ihr Euch, wogegen Ihr demonstriert? Oder wofür? Habt Ihr darüber überhaupt mal nachgedacht? Gegen die Folgen des Klimawandels?

Na sicher doch… Intelligente Menschen halten „die Folgen des Klimawandels“ naturgemäß für eine Abfolge physikalischer und chemischer Prozesse, welche ausschlielich den Naturgesetzes unterworfen sind. Gegen Naturgesetze zu demonstrieren halte ich für ziemlich überflüssig.

Oder meinte Wellbrock vielleicht die Klimaflüchtlinge, welche von ihren überfluteten Küsten ins höhergelegene Deutschland fliehen? Was hat Wellbrock gegen Mikronesier oder Holländer? Oder besitzt er ein umweltfreundliches und sauberes Dieselauto und wohnt evtl. im Luftkurort Stuttgart?

Na egal.

Ihr, die Ihr kleine Läden verwüstet und Kleinwagen ansteckt, kennt wahrscheinlich nicht mal den Unterschied zwischen G20 und U 21. Und Ihr wollt Widerstandskämpfer sein? Dass ich nicht lache! Ihr seid vermummte Vollpfosten, die sich wahrscheinlich schon vor Jahren das letzte bisschen Vernunft aus dem Gehirn gepustet haben. Vielleicht mit Klebstoff. Oder was sich gerade anbot, wählerisch seid Ihr ja nicht, wie man sieht.  

So isses! Die „linksextremen Chaoten“ sind allesamt hirnlose klebstoffschnüffelnde Randalierer! Mehr nicht!

Somit hat auch Wellbrock offensichtlich einen großen Löffel vom medialen G20-Einheitsbrei der Wahrheitspresse geschluckt. Glückwunsch!

Auf meinen Kommentar hin, doch mal 2 Schritte zurückzugehen und sich das Gesamtbild anzusehen, wurde ich dann auch prompt von einem anderen Leser als „Troll“ bezeichnet. War ja klar…

Nun also meine Meinung:

unpolitische Politik?

Der „schwarze Block“ wird überall als „linksextreme Autonome“ bezeichnet. Dieses „linksextrem“ ist eine eindeutige politische Zuordnung.

In den Medien hingegen wird der politische Faktor des „Blocks“ hingegen vollständig ausgeklammert. Das „linksextrem“ dient ausschließlich dem Motto „Leute, ihr müsst vor ‚links‘ ganz dolle Angst haben und unsere ‚Mitte‘ wählen!“. Die Erklärung eines politischen Zusammenhangs mit dem G20-Gipfel wird hingegen nirgends geliefert. Es dreht sich alles nur um brennende Autos und kaputte Fenster.

Tatsachen zum Gipfel

Der G20-Gipfel ist eine durch nichts legitimierte Zusammenkunft selbsternannter „Weltführer“, welche ihren Führungsanspruch in rein kapitalistischer Tradition aus ihrer wirtschaftlichen Stärke herleiten. Karl Marx nannte dies schon vor 160 Jahren „politische Ökonomie“.

Der Gipfel basiert auf einer rein persönlichen Einladung der Bundeskanzlerin. Ist also genauso privat wie die jährlich stattfindende Münchner Kriegstreiberkonferenz. Der Verfassungsbrecher Olaf Scholz (als Müntefering-Nachfolger im Bundesarbeitsministerium) hat Hamburg als Versammlungsort vorgeschlagen.

Nach dem Ende des Gipfels waren sich alle Medien einig: „Irgendwie kam beim Gipfel nichts raus.“ Es ging ein wenig um Freihandel und um das Klima. Aber auch das spielte keine Rolle. Es gab lediglich die neue Zusage, den USA dabei zu helfen, ihre Klima-ignoranz „effektiver“ zu gestalten. Also werden die SUV von Chrysler & Co zukünftig mit „unserer“ Hilfe nur noch 14,8 statt 15 Liter Diesel verfeuern.

Ein Hoch auf unsere „Klimakanzlerin“! Da hat sie es dem wirtschafsfreundlichen Trump (also dem Gegenteil von ihr) mal so richtig gezeigt!

Aber das sind alles Nebelkerzen. Themengemäß hing es um die Neuaufteilung Afrikas in Kolonien mit industriellen Rohstoffen und Kolonien mit Ackerland für Monsanto & Co.

Vertreter afrikanischer Staaten waren nicht eingeladen.

Auf dem Hamburger Gipfel wurden neue Verbrechen gegen die Menschheit in Afrika beschlossen. Neuzeitliche „Entwicklungshilfe“ soll durch gemeinnützige „private Investoren“ geleistet werden. Das hilft dem Dow und dem Dax. Also den Eigentümern der Welt. Dazu gehörte auch das Ziel, die Chinesen aus Afrika zu verdrängen. Deren Entwicklungshilfe (Gegenleistung für Rohstoffe usw) besteht nämlich nicht aus Waffenlieferungen oder eingefrorenen Schlachtabfällen, sondern aus Straßen, Strom- und Wasserleitungen u.ä. unnützem Zeugs.

Die Struktur dieser G20-Zusammenrottung unterliegt keiner demokratischen oder juristischen Kontrolle.

Für die Bevölkerung gibt es also keine Mittel und Möglichkeiten, auf den Gipfel Einfluss zu nehmen. Die einzige Möglichkeit ist tatsächlich, den Gipfel unmöglich zu machen, damit er dort stattfinden muss, wo auch die Opfer mitreden können: die UNO in New York!

Wie bekommt man das hin?

Die Zielgruppe der „Randalierer des schwarzen Blocks“ war NICHT der Gipfel und auch NICHT der Hamburger Autofahrer oder Schaufensterbesitzer.

Es sollten allen zukünftigen(!) Ausrichtern solcher Zusammenkünfte klargemacht werden, dass die Durchführung eines G20-Gipfels im eigenen Land strikt vermieden werden sollte. Dabei geht es nicht nur um das Risiko weiterer Zerstörungsorgien, sondern auch um Aufwand und Kosten für sog. „Sicherheitskräfte“. Und der gewaltbereite Extremist aus dem schwarzen Block CDU/CSU Thomas DeMaizere hat ja auch in seiner vollendeten Dummheit vorgeführt, was Veranstalter für „Sicherheit und Ordnung“ aufwenden müssen. Hoffentlich kann sich zukünftig keiner leisten, einen „Gipfel“ mit ca. 500 Millionen Euro „Nebenkosten“ zu veranstalten!

Die Ergebnisse dieser „Folgen-Demonstration“ sind für die Opfer in Hamburg (von den schwerverletzten Demonstranten bis hin zu den Autobesitzern usw) natürlich ausgesprochen negativ.

Aber es ist verlogen und heuchlerisch, dabei von „nicht hinnehmbar“ zu reden.

1.) Eine Absage des Gipfels auf Grund einer politischen oder juristischen Entscheidung (Gerichtsurteil z.B.) wäre natürlich besser gewesen als „Abschreckung durch Zerstörung“ gegenüber zukünftigen Veranstaltern. Eine derartige Option stand aber nie zur Verfügung. Statt solche Gipfel prinzipiell zu hinterfragen, ruft man natürlich wieder nach „härteren Gesetzen“ und mehr „Handlungsfreiheit“ beim Waffeneinsatz der rechts-staatlichen Gewaltmonopolisten.

2.) Wen haben jemals die vom Wertewesten per Bomber und Drohnen zerstörten Autos, Häuser und Existenzgrundlagen von Serbien über Afghanistan bis Syrien interessiert? Wenn „wir“ gewaltbereite Randalierer in Militäruniformen zum Zerstören ins Ausland schicken, ist das „internationale Verantwortung“. Also legitim und gut.

3.) Die G20-Gipfelteilnehmer USA, Japan und Südkorea haben „im Windschatten“ des Gipfels ganz offiziell gegen den Protest Russlands und Chinas Luftangriffe auf Nordkorea geübt. Bewaffnete Bomber mit Geleitschutz durch raketentragende Jagdflugzeuge sind in Angriffsformation bis direkt an die Demarkationsline geflogen, bevor sie abdrehten. Das Militär der nordkoreanischen „Bedrohung für den Weltfrieden“ hat auf die von den Angreifern prinzipiell legitimierte „präventive Selbstverteidigung“ verzichtet.

n-tv.de

Obwohl erst vorgestern die Gelassenheit der „Bedrohung des Weltfriedens“ ebendiesen erhalten hat, ist diese Meldung selbst bei n-tv nur noch per Suchfunktion zu finden.

Unsere Empörung ist mit abgefackelten Autos am Straßenand in Hamburg schon vollkommen ausgelastet, nicht wahr? Da können wir uns nicht auch noch mit unbedeutenden kleinen „Übungen“ der US-amerikanischen Luftwaffe und ihrer friedensliebenden Verbündeten befassen!

Alles was dabei hilft, solche Treffen von Weltzerstörern (klimatisch bis wirtschaftlich) zukünftig zu verhindern, ist legitim!

Und Merkel weiß das auch:

Kanzlerin Angela Merkel hat den Opfern der Krawalle am Rande des G20-Gipfels schnellstmögliche Hilfe und Entschädigung zugesagt.
(wiedermal n-tv.de)

Nicht dass sie ein schlechtes Gewissen hätte… ihr sind aber die Folgen für die Findung zukünftiger G20-Orte bewusst. Also schnell aufräumen und saubermachen, damit bald keiner mehr von „G20“ redet. Auch die nichtssagende „Abschlusserklärung“ gehört dazu.

Integrationsverweigerer raus!

Verfasst 1. Mai 2012 von wareluege
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Sie wandern ungefragt ein, machen sich überall breit und verweigern jede Anstrengung zur Integration.

Und wenn sie dann als Migranten ein Geschäft eröffnen, verlangen sie von ihren Kunden Fremdsprachenkenntnisse, anstatt sich anzupassen an die Landessprache.

Sie betreiben eigene Parallelgesellschaften inklusive eigener Kultur und eigenen Schulen.

Selbst einfachste Mittel des täglichen Bedarfs importieren sie selbst aus ihrer alten Heimat, anstatt sich den Gepflogenheiten ihres Gastlandes anzupassen.

Intergrationsverweigerer! Und dann erst diese Arroganz, mit der sie fast alles ablehnen, was ihnen in ihrer neuen Heimat geboten wird!

Und die Auslandspresse der Ex-Heimat bejubelt auch noch diese integrationsunwilligen Zuwanderer!

Hier in Deutschland würde man solche Ausländer gnadenlos vor die Tür setzen und abschieben!

Aber die Engländer lassen sich ja alles gefallen…

Selbst Einwanderer, die Schweineohren essen! pfui bäh!

Eine Delikatesse namens Pig Ears

Ohne Stasi gehts halt nicht….

Verfasst 2. April 2012 von wareluege
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Es ist wieder Wahlkampfzeit! Hurra!

Nachdem sich nun die Verräterpartei im Saarland zur herrschaftlichen Freude pflichtgemäß an den Rockzipfel der unchristlichen Undemokraten gehängt hat, wird nun in NRW kräftig Stimmung gemacht.

Naja…nicht wirklich. Rot-Grün wartet einfach nur den nächsten Wahlsieg ab, die CDU weiß noch nicht mit wem, und ob, wenn ja und überhaupt… und die korrupten Menschenhasser mit dem Verantwortungsflüchtlling Lindner vorneweg hoffen noch auf genügend Wählerstimmen, um nicht in der anonymen Menge „Sonstige“ zu verschwinden.

Die Piraten feiern schonmal ihren nächsten Erfolg, wobei immer deutlicher erkennbar wird, das sie sich zu einer „FDP mit Internetzugang“ entwickeln werden.

Was bleibt da noch?

Genau! Die Linke!

Bei der letzten NRW-Wahl war sie das Zünglein an der Waage. Nur hat sich Hannelörchen nicht getraut, die Linke mit in die Regierungskoalition aufzunehmen. Bis zur Haushaltsdebatte und dem Schwindel „Nach 2 Mal Ablehnung in den Debatten ist der Haushalt verfassungswidrig!“ fand der rot-grüne Tanz auf dünnem Eis ein unrühmliches Ende.

Nun könnte man ja auf die Idee kommen, zukünftig mit den Linken….

Aber halt! Das geht ja nun garnicht! Eine Partei in Regierungsverantwortung, welche sich der allgemeinen Missachtung des Grundgesetzes widersetzt…das geht ja nun wirklich nicht! Undenkbar!

Aber was tun, nachdem Gregor Gysi im Bundestag den ESM-Hochverrat der Merkel-Regierung aufgedeckt hat?

Man tut, was man in solchen Fällen immer tut: Man gräbt ein paar Stasi-Akten aus und brüllt verzweifelt „Skandal! Skandal!„.

So geschehen am 1. April in Springers WELT.

Allerdings handelt es sich dabei um einen perfiden und geschmacklosen Aprilscherz, wie ich gleich beweisen werde:

Gysi verschwieg Kontakte zur DDR-Staatssicherheit

Gregor Gysi hat immer beteuert, er habe nie mit der Stasi zusammengearbeitet oder an sie berichtet. Die „Welt am Sonntag“ hat Dokumente entdeckt, die es schwer machen, das zu glauben.

Aha… mit der Stasi zusammengearbeitet oder an sie berichtet. Jeder gewöhnliche Bürger denkt doch jetzt: „Der Gysi war ein Spitzel und hat Leute an die Stasi verpetzt! So ein Schuft!

Allerdings…der ganze Artikel gehört komplett in die Schublade „arglistige Täuschung der Öffentlichkeit“.

Aber nicht durch Gysi…sondern durch Springers Kampfblatt „WELT“.

Der ganze Artikel quält sich mühsam und sehr umständlich konstruiert zum Hasen, der da irgendwo im Pfeffer rumliegen soll.

Unglaubliche 3 (!) Sätze Inhalt hat dieser Artikel wirklich. Nämlich jene:

Dann kommt der entscheidende Satz: „Ich habe zu keinem Zeitpunkt über Mandanten oder sonst jemanden wissentlich und willentlich an die Staatssicherheit berichtet.“ (…)

In dem ganz offiziellen Gespräch am 16. Februar 1989 hat Gysi die beiden MfS-Offiziere zweifelsohne über „sonst jemand“ unterrichtet – nämlich über den „Spiegel“-Redakteur Schwarz.

Der Vermerk zitiert Gysi: „Am 15.02.1989 erschien Schwarz zum Interview mit Techniker für den Tonbandmitschnitt, Stenotypistin und einem Juristen.“

Also…was haben wir da nun ausgegraben, liebe WELT-„Journalisten“?

Ein Dokument aus dem Jahr 1989 aus dem hervorgeht, dass sich Gysi als Rechtsanwalt mit dem „Spiegel“ treffen musste, weil die Staatsführung offensichtlich zu feige war.

Fakt ist also: Gysi wandte sich an die Stasi mit der Idee „Wenn schon keiner auf mich hört, dann vielleicht auf das MfS„. Naja…auch Gysi kann mal irren.

Wichtiger als dieses Treffen selbst ist allerdings die neuzeitliche Interpretation von „sonst jemand“ in der eidesstattliche Versicherung Gysis, die Stasi „weder über Mandanten noch sonst jemanden unterrichtet zu haben„.

Diese Aussage bezog sich bis zum 01.04.2012 ausschließlich auf den Vorwurf, Gysi sei ein „Stasi-Spitzel“ gewesen. Und in dieser Interpretation wurde sie auch bisher von allen Gerichten anerkannt.

Nunja…bis zum 01.04.2012.

Plötzlich reicht es schon, dass Gysi vor mehr als 20 Jahren in einer Beschwerde(!) nur den Namen eines am ungewolltem Interview beteiligten Spiegel-„Journalisten“ nannte, um ihm eine Lüge bei der eidesstattlichen Versicherung anzudichten.

Und die ganze versammelte Meute der bundesdeutschen Qualitätsmedien stürzt sich auf das pseudojournalistische Gammelfleisch, welches die hochseriöse Springerpresse der Öffentlichkeit vor die Füße wirft.

Und weil jeder noch so hirnlose Aprilscherz noch einen Lacher braucht, darf sich natürlich auch ein kompetenter CDU-Funktionär zu Wort melden:

„Ich bin davon überzeugt, dass er die Abgeordneten über seine Kontakte zur DDR-Staatssicherheit belogen hat. Damit ist er als Volksvertreter diskreditiert“

So spricht er…der CDU-Politiker Thomas Strobl.

Falls es dazu kommen sollte, falls also die Staatsanwaltschaft den Anfangsverdacht einer falschen eidesstattlichen Versicherung prüfen will, müsste zunächst die Immunität des Bundestagsabgeordneten Gregor Gysi aufgehoben werden. Das wäre für die Linkspartei, die mitten in wichtigen Landtagswahlen steckt, ein schwerer Schlag – und ebenso für Gysi persönlich.

Und nun schauen wir mal, was Wikipedia über den o.g. Herrn Strobl zu berichten hat:

Er ist seit 2011 Landesvorsitzender der CDU in Baden-Württemberg und Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages.

Zusammenfassung:

Gysi hat 1989 während einer Beschwerde den Namen eines Interview-Partners erwähnt. Das macht ihn natürlich zu einem hinterhältigen Stasi-Spitzel! Schließlich hatte das MfS ja keine Ahnung davon, dass sich in der DDR „Spiegel“-Journalisten aufhielten, um Interviews zu führen. Nicht wahr, liebe WELT?

Noch Fragen zum aktuellen Wahlkampf?