Keimzeit

Im Märzen der Bauer… achnee…jetzt nicht.

Es ist Ostern. Das Osterhasi hoppelt fröhlich über Felder, auf denen das erste Grün sprießt.

Dumm für das Osterhasi, das sein braunes Fell nun dem Jägersmann besser auffällt als zu Zeiten gleichfarbigen Ackerbodens noch vor ein paar Wochen.

Die Saat ist aufgegangen

Man hält es kaum für möglich: Was in dunkler Zeit gesät, strebt im Frühling kraftvoll an die Oberfläche.

Wer jetzt denkt, es ginge mir hier um eine neuzeitliche Neuauflage des Osterspaziergangs…der irrt.

Zeit für eine Korrektur:

Die Saat des Bösen ist aufgegangen

Die sog. „SPD“ hat sich nun doch dazu entschlossen, ein Sammelbecken für Rassisten, Rechtspopulisten, Asoziale und sonstigen Abschaum zu werden.

Mit großer Freude nahm das wohlhabende Bürgertum mitsamt seiner reaktionären Medien die Kapitulation der sog. „SPD“ zur Kenntnis.

Wie alles begann…

Im Jahre 2009 stellte die Verräterpartei im September fest, dass sie nichtmal mehr zum Kanzlerwahlverein für die CDU taugt.

Groß war die Sorge der herrschenden Klasse, die „SPD“ könnte sich nun besinnen und der Agenda2010-Irrlehre abschwören.

Um derartige Aktivitäten schon im Keime zu ersticken, holten die Puppenspieler von Springer und Bertelsmann einen gewissen Thilo S. hinter seinem Schreibtisch hervor, damit er nun öffentlich seinen Hass und seine Abscheu gegen einkommensferne Schichten zum Ausdruck bringen konnte.

Der Coup gelang: Die „SPD“ verzichtete auf einen Parteiausschluss und legte somit eine Art Treueschwur für den neudeutschen Sozialrassismus ab. Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten zu derartigen Vorgängen in der Morgendämmerung des 3. Reiches waren keinesfalls zufällig.

Später dann sah das Kapitalistengesindel mit weiterer Sorge, dass sich ihre korrupte schwarz-gelbe Lobbyistenregierung zu einem Totalreinfall entwickelte.

Ausgerechnet die religiösen Fanatiker der FDP-Sekte mit ihrem Wahn „Kapitalismus = Demokratie“ stürzten auf Fast Drei Prozent ab, anstatt vom dummen Pöbel als neue Heilsbringer verehrt zu werden. Da scheiterte auch der Beliebtheits-Automatismus des Aussenministeramtes an spätrömischer Dekadenz.

Also musste noch einmal Öl ins Feuer gegossen werden, um die Verräterpartei von einem ideologischen Seitenwechsel abzuhalten.

Nochmals durfte Springers Marionette Thilo S. an die Meinungsfront, um seine „bitteren Wahrheiten“ zu verkünden. Natürlich scherte sich bei ihm niemand um die aufkommenden Plagiatsvorwürfe, obwohl er allzu offensichtlich ohne Quellenangabe bei seiner Deutschland-Abschaffung aus „Mein Kampf“ und diversen Goebbels-Reden zitiert hat.

Monatelang konnte man nun daran arbeiten, wieder reaktionäres und rechtsradikales Gedankengut in Deutschland zu etablieren.

Immer fein garniert mit Phrasen wie „Das musste endlich gesagt werden!“.

Auch nicht neu für jene, welche die Vorgeschichte der Nazis kennen…

Als die sog. „SPD“ nun einen weiteren Versuch unternahm, die braune Ratte loszuwerden, tobte prompt ein Sturm der Entrüstung. Von allen Seiten schossen die Kanoniere der Kapitalisten-Artellerie mit der angeblichen „Meinungsfreiheit“. Das Ziel wurde schnell klar: Die „SPD“ zu einem Sammelbecken für jene zu machen, welche wegen der gesellschaftlichen Ablehnung der NPD keine Wahl- und Medienchancen hatten.

Nun ist die „SPD“ wieder vor BILD & Co auf die Knie gefallen und hat wiedereinmal die Kapitulation erklärt.

Dabei hatte die Verräterpartei durch ihre Vorgeschichte mit der Agenda2010 nie eine Chance:

Hätte sie Thilo S. vor die Tür gesetzt, wäre er prompt zum Märtyrer ernannt worden und die „SPD“ zu einer „unwählbaren Partei“.

Mit ihrer Kapitulation hingegen ist sie zwar wieder fest in die Reihen des rechten und sozialrassisitschen Bürgertums zurückgekehrt, wird aber nun auch die letzten Mitglieder und Wähler vergrault haben, welche noch an eine Rückkehr der Verräterpartei zur Sozialen Demokratie geglaubt haben.

erfolgreiche Aussaat

Unmittelbar nach Verkündung der Kapitulation begannen die Puppenspieler mit ihren Freudentänzen:

Springers Kampfpresse jubelt:

Thilo Sarrazin bleibt in der Partei! Riesen-Blamage für die SPD-Spitze

Und er kämpft, bis zum Schluss. Jetzt hat er gewonnen, zum zweiten Mal: Ex-Senator und Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin (66) bleibt SPD-Mitglied!

Natürlich darf die obligatorische „BILD-Blitz-Umfrage“ nicht fehlen, wonach (wen wunderts eigentlich?) angeblich 78% der BILD-Verblödeten gegen einen Parteirauswurf waren.

Und genüsslich wird dann nochmal alles zitiert, was der BILD an dem Sozialrassismus so gefiel:

Weil Städte und Gemeinden die Heizkosten zahlten, gingen die Bedürftigen oft verschwenderisch mit Energie um.

Dann darf natürlich auch der Kommentar zur BILD-„Meinungsfreiheit“ nicht fehlen:

Sieg für die Meinungsfreiheit

Thilo Sarrazin bleibt Genosse – und die gesamte Parteispitze ist bis auf die Knochen blamiert.

Hmmm… dabei hatte man doch immer soviel Wert darauf gelegt, dass dieser Hetzer als „freier Bürger“ seine Hasspredigten veröffentlicht hat und nicht als „Genosse“.

Dass Sarrazin nun in der SPD bleibt, ist ein Sieg für die Meinungsfreiheit – und eine schallende Ohrfeige für alle Politiker, die unbequemen Querdenkern den Mund verbieten wollen.

Übersetzung BILD-deutsch: Mit dem Fall Thilo S. haben wir endgültig die Machtverhältnisse klargestellt. Wer sich nicht BILD & Co unterwirft, wird zum Abschuss freigegeben.

Ins gleiche Horn bläst der WELT-Parteiendompteur Torsten Krauel:

Die Volksmeinung war und blieb eine andere, auch unter SPD-Anhängern. Das machte offenbar Eindruck.

Soso… „Volksmeinung“. Und an den Türen der Kapitalisten klebt immer noch der Hohn-Aufkleber „Wir sind (auch) das Volk!

Jegliche Hoffnung in die „SPD“ kann damit endgültig begraben werden. R.I.P. „SPD“!

Zur Klarstellung über den derzeitigen und zukünftigen Stauts der Verräterpartei lässt der FDP-Focus einen gewissen Jost Kaiser zu Wort kommen:

Sozialdemokratischer Verfolgungswahn

Die Partei habe die Ideale der Sozialdemokratie verraten. Das ist natürlich Quatsch. Parteien ändern sich, Politik auch. Die SPD ist ein Opfer des Zeitgeistes geworden.

Und wer bestimmt den „Zeitgeist“?

„Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“

George Orwell „1984“

Der „Verrats“-vorwurf muss einem natürlich schon deshalb verdächtig erscheinen, weil er so alt ist, wie die Partei selbst.

Na sowas aber auch… wer hätte das gedacht?

Unter Beteiligung der Sozialdemokraten – erst in der rotgrünen Regierung, später in der Großen Koalition – knackte später der Anteil des Sozialetats am Bundeshaushalt 2009 sogar erstmals 50-Prozent-Marke, nachdem er in den frühen 90er-Jahren noch bei einem Drittel gelegen hatte.

Boah ey! 2009 lag der Anteil der Sozialetats bei über 50%? Waaaahnsinn!

Mooooment mal! Was war denn 2009 für ein Jahr? Gab es da nicht so eine kleine bedeutungslose Wirtschaftskrise mit unbedeutend marginal angestiegener Arbeitslosigkeit samt staatlich subventionierter Kurzarbeit?

Hmmm… war das was? Zum Glück gab es im 2009er Bundeshaushalt keinen Posten mit der Bezeichnung „Banken-Profitrettung“. Würde man diese Ausgaben dazurechnen…achnee..lieber doch nicht.

Zu den Hartz-Gesetzen behauptet er:

Wenn es sozialdemokratischer Verrat ist, Menschen in Arbeit zu bringen, dann war es einer. Die Arbeitslosenquote hat seither radikal abgenommen.

Man sollte Herrn Jost Kaiser mal die Drogenfahndung ins Haus schicken. Da findet man bestimmt Substanzen, welche noch garnicht erfunden sind.😀

Jahrzehntelang stand die Frage der Versöhnung zwischen „Arbeit“ und „Kapital“ als wichtigstes Thema auf der bundesrepublikanischen Agenda.

Diese „Versöhnungsagenda“ endete bereits am 3. Oktober 1990 um 0:00 Uhr. 10 Jahre später hat sich die Verräterpartei dem „neuen Zeitgeist“ angepasst und wurde damit zum Liebling der Kapitalbesitzer und ihrer Meinungsdiktatur.

was sonst noch verbreitet wurde

Alkoholismus und Antisemitismus haben viel gemein

…stellt Israels WELT-Beauftragter und Berufszionist Broder fest.

„Lupenreine Antisemiten“ halten Antisemitismus für eine Erfindung der Juden. Besonders gut lässt sich das am Beispiel einer Linken-Politikerin zeigen.

Inge Höger von der niedersächsischen Linken hat die Vermutung(!) geäußeret, hinter dem Mord an Vittorio Arrigoni könnte Israel selbst stecken, um in Gaza Unruhe zu stiften und die Hamas mal wieder zu „Obersuperschurkentopterroristen“ zu machen.

Eine nicht ganz abwegige Idee…

Als lupenreine Antisemitin dagegen muss sie nicht befürchten, sich zu blamieren, wenn sie rhetorisch anfragt, wer “von diesen furchtbaren Verbrechen” profitiert.

Lupenreiner Zionismus: Wer auch nur die geringsten Zweifel am zionistischen Regime in Israel mit „Gottes auserwähltem Volk“ äußert, ist erstmal ein „Antisemit“.

So wie die Nazis ihre Bestrebungen für „typisch deutsch“ bezeichneten, so erklären die Zionisten sich heute zu „normalen Juden“.

Wie kommt es aber zu solch einem hasserfüllten Angriff des Zionistern Broder auf Frau Höger?

Sie war an Bord der “Mavi Marmara”, wenn auch nur auf dem Frauendeck, und wäre beinah in Gaza angekommen, wenn die Israelis das Schiff nicht abgefangen hätten. Sie will es wieder versuchen.

Noch Fragen?

das Letzte

WELT-Parteiendompteur Krauel (siehe oben) meint:

Die Schröder-Hasser der Linken müssen abtreten

Schröder ist schon lange weg…aber die Linke ist immer noch da.

Also sollte man sich fragen, was die Linke mit der Person Schröders zu tun hat.

Mit einem Reformparteitag, auf dem die Partei sich der Realität des 21.Jahrhunderts stellt, könnte sie eines Tages den Anschluss an SPD und Grüne finden.

Wenn die Linke auf einem solchen „Reformparteitag“ einen derartigen „Anschluss“ an Verräterpartei und Grüne findet, endet sie genauso wie die DDR nach ihrem „Anschluss“ an die westdeutsche Diktatur des Kapitals. Sie verschwindet einfach in der Überflüssigkeit.

In der Sache ist jede Politik links von der SPD problematisch genug, mit ihren Sandkastenspielen aus Umverteilung und Vergesellschaftung und Karl Marx als geistigem Ahnen.

Es wird wohl nichts weiter als ein zufälliger Zufall sein, dass die Medien das Gleiche „problematisch“ finden wie die herrschende Klasse.

Vermutlich, weil ihre Eigentümer dazugehören. Könnte das sein? Ist das die vielbeschworene „freiheitlich-demokratische Grundordnung“?

Und nun raus zum traditionellen Osterspaziergang!

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3 Kommentare - “Keimzeit”

  1. Cinderella Says:

    Alter Wein in neuen Schläuchen – heute wieder salonfähig:
    http://www.sozonline.de/2010/11/sarrazin-grotjahn-olberg/#more-1616
    http://www.duckhome.de/tb/archives/8353-Die-Dreierbande-der-Rassisten-in-der-SPD-Sarrazin,-Buschkowsky-und-Gabriel.html

    Wenn es nicht so traurig wäre . . .
    http://www.paramantus.net/?p=3660

    Mir ist angesichts der vielen Befürworter solch kranker Wichtigtuer längst das Lachen vergangen. Gibt es nicht schon ein Buch über die Selbstzerstörung der Menschheit? Man vergisst leider allzu oft: „Der Fisch stinkt immer zuerst am Kopf“. LG

  2. matthias Says:

    schlisse mich den sätzen hier aller an.danke für diesen blog

  3. Anonymous Says:

    Aufgelesen und kommentiert 2011-04-26…

    Sozialabbau 2011, Folge 5 Hartz IV: Hintergründe zur Sanktionszahl Hartz-IV-Schande: Was die BILD verschweigt Hartz IV – Falsche Fragen, falsche Antworten Bildungspaket – Nichts als Lug und Trug Arme Eltern sparen zuletzt bei Kindern Die meisten Leh…


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