Israels Holzfäller

Gestern früh drang israelisches Militär (mal wieder) in den Libanon ein.

Erst sicherten sie mit einem Kran einen Baum (damit er nicht in den Grenzzaun fällt) und dann machten sich bewaffnete israelische Soldaten daran, im Libanon eben diesen Baum zu fällen.

Das sah so aus:

Nachdem der libanesischer Grenzschutz dies bermerkte wurden die israelischen Soldaten aufgefordert, ihr Vorhaben aufzugeben und nach Israel zurückzukehren.

Selbstverständlich haben die bewaffneten Holzfäller des Schurkenstaates wie immer die staatliche Souveränität dieses Nachbarlandes ignoriert.

Nachdem die libanesischen Soldaten anschließend 2x in die Luft schossen, demonstrierten die IDF-Soldaten wie üblich ihre militärische Überlegenheit: Mit gezieltem Feuer aus Maschinengewehren sowie mit einem Granatwerfer, welcher auf dem Hummer hinten im Bild montiert war.

Die israelischen Soldaten schossen auf die libanesischen Soldaten, während die mobile Artillerie ein naheliegendes Dorf im Libanon angriff.

Dabei kamen 2 libanesische Soldaten, ein Dorfbewohner sowie ein israelischer Soldat und ein IDF-Offizier ums Leben.

Obwohl eindeutig erkennbar, dass sich Israels Miltär jenseits des Grenzzauns im Libanon aufhielt, behauptete die IDF-Pressesprecherin gestern im ZDF dennoch, es würde sich um israelisches Staatsgebiet handeln.

Weiterhin wurde behauptet, aus dem Libanon hätte es einen Raktenangriff der Hisbollah gegeben.

Allerdings war man in Israel schlecht koordiniert: die israelische Polizei erklärte kurz darauf, man hätte weder einen Raketenangriff beobachtet noch Spuren davon gefunden.

Allerdings ist diese Polizeimeldung ganz schnell wieder „untergegangen“.

Die israelische Militärsprecherin tischte dem ZDF schließlich am Abend noch eine neue Legende auf:

Angeblich hätte es nur eine Routine-Patroullie gegeben, welche von libanesischen Scharfschützen „geplant und gezielt“ angegriffen wurde.

Rein zufällig waren demnach der Granatwerfer und ein Panzer mit auf Patroullie, um sofort die israelische „Selbstverteidigung“ zu beginnen. Die nachfolgenden Angriffe auf den Libanon mit Unterstützung von Kampfhubschraubern dauerten 4 Stunden.

Schließlich wurde die Behauptung verbreitet, die Grenzverletzung und Baumfällung sei mit der UN-Schutztruppe abgesprochen gewesen.

Dies ist allerdings belanglos, da die UN-Schutztruppe über keinerlei staatliche Hoheitsrechte im Libanon verfügt.

Die deutschen Medien beweisen hierzu ein weiteres Mal was es bedeutet, „bedingungslos solidarisch“ mit dem zionistischen Militärregime zu sein:

Für den Stürmer der dem zionistischen Schurkenstaat zur Loyalität verpflichteten WELT ist mal wieder der Iran an allem Schuld.

Michael Stürmer ist verheiratet mit der israelischen Repräsentantin der Hebräischen Universität Jerusalem in Berlin.

Sein Aufsatz zur von Tel Aviv angeordneten Kriegshetze lautet:

Iran heizt die Krise im Nahen Osten an

Raketen und Scharmützel verschärfen die Lage im Nahen Osten. Vor allem der Iran hat ein Interesse an einer Eskalation.

Die Ägypter erklärten sogleich, von ihrem Territorium jedenfalls sei der Angriff nicht ausgegangen, und in der Tat hat das Land größtes Interesse daran, die Einkünfte aus dem europäischen und arabischen Tourismus nicht gestört zu sehen.

Noch wichtiger ist es dem Regime des alternden Pharaos Mubarak, den Friedenszustand mit dem Staat Israel zu bewahren.

Ahja…während Israel stehts als „einzige moderne Demokratie im Nahen Osten“ verharmlost wird, bezeichnet der Stürmer den ägyptischen Präsidenten als „alternden Pharao“.

Obwohl der Stürmer selbst zugibt, dass Ägypten (nach Zahlung mehrerer Milliarden Dollar Schmiergelder) mit Israel kooperiert, kann eine solche Beleidigung natürlich nicht ausbleiben.

Die Grenze zu Gaza-Hamastan wird streng bewacht.

Was fürn Ding? Gaza-Hamastan? Was soll das sein?

Die gemeinsame Visite des saudischen Königs Abdullah und des syrischen Diktators Assad vor wenigen Tagen in Beirut hatte ausdrücklich das Ziel, Krieg zu verhindern.

Abdullah ist gekaufter Büttel Israels und wird daher ordentlich mit „König“ bezeichnet.

Assad hingegen ist ebenfalls ein König, darf aber auf Anweisung Israels nur „Diktator“ genannt werden.

Das hat natürlich nichts mit Manipulation zu tun. Garnichts.

Jetzt folgte in Nordgaliläa an der Grenze zum Libanon ein Scharmützel, das zwei Soldaten der libanesischen Armee das Leben kostete.

Die ersten Toten waren 2 libanesische Soldaten. Aber da dies „nur Araber“ sind, müssen in Springers WELT die Israelis wohl irgendwie „höherwertig“ sein.

Wozu auch tote Untermenschen erwähnen…?

Das weckt sogleich den Verdacht, dass die Hisbollah die Hand im Spiel hatte.

Na sicher doch! Kommt ein israelischer Soldat bei Kämpfen im Libanon ums Leben, kann es sich nur um „Hisbollah-Terror“ gehandelt haben. Was denn sonst?

Tel Aviv, so ließ sich Ahmadinedschad vernehmen, werde brennen, wenn die Israelis – oder die Amerikaner – einen Angriff auf iranische Atomanlagen wagten.

Natürlich wird in den deutschen Medien die Bedingung „wenn die Israelis – oder die Amerikaner – einen Angriff auf iranische Atomanlagen wagten“ pflichtbewusst weggelassen.

Man beschränkt sich mal wieder auf „Ahmadinedschad droht Tel Aviv mit Vernichtung“.

Irgendwie muss man schließlich die Überschrift Iran heizt die Krise im Nahen Osten an begründen können, oder?

Der Guerilla-Terror dient vorerst dazu, Israel und den arabischen Nachbarn ihre Verwundbarkeit vor Augen zu führen.

Was für ein Guerilla-Terror? Achjaaa… Israel ließ ja verkünden, die Grenzpatroullie sei „aus dem Hinterhalt von Scharfschützen“ angegriffen worden.

Und weil es keine Scharfschützen gab, können es eben nur Iran-gesteuerte Hisbollah-Terroristen gewesen sein. Ist doch logisch!

Aussicht auf Frieden indes alarmiert die Apokalyptiker von Teheran. So entfesseln sie den Terror.

Wahr ist hingegen: die größte Angst vor Frieden im Nahen Osten hat die israelischen Regierung selbst.

Es gibt keinerlei Zweifel daran, dass Israel im Falle eines Friedens die besetzten Gebiete räumen und sich in die Grenzen von 1967 zurückziehen müsste. Ebenso müsste Israel die besetzten syrischen Gohlan-Höhen zurückgeben.

Zufälligerweise (rein zufällig…ich schwöre!) kommt es jedes Mal zu israelischen Militäreinsätzen, wenn eine Friedensverhandlung unter Vermittlung der USA oder der EU droht.

Das war schon bei der begonnenen ethnischen Säuberung des Gaza-Streifens 2008 der Fall.

Steht die Bedrohung „Friedensverhandlung“ vor der Tür, muss Israel um jeden Preis den „Beweis“ liefern, ständig bedroht und angegriffen zu werden. Nur mit diesem alternativlosen Status als „Opfer“ könnte Israel durchsetzen, die besetzten Gebiet „zum Eigenschutz“ behalten zu dürfen.

Dass die für die Palästinenser verbleibenden Gebiete schlicht unbewohnbar und frei von Grund- und Trinkwasser sind…was gehts Israel an?

Womöglich könnte der israelischen Angriff auf die libanesischen Grenzer auch mit der UN-Untersucheung zur Gaza-Hilfsflotte im Zusammenhang stehen…

Man musste die Hilfsflotte schließlich auf hoher See entern und deren Passagiere umbringen, weil man ja immer und überall von Vernichtung bedroht ist…oder?

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