grimmiges Märchen

Es war einmal…

eine Welt, aufgeteilt in „gut“ und „böse“.

Dummerweise wusste niemand so genau, welcher der beiden Teile nun gut oder böse war.

Also beschloss man auf beiden Seiten, für die jeweilige Bevölkerung jenes zu tun, was man dort für „gut“ hielt. Und so dachten eben beide Seiten, dass der jeweils andere Teil eben „böse“ sein musste. Wie sollte es auch anders sein?

Nach vielen vielen Jahren haben Schicksal, Missverständnisse und Korruption dazu geführt, dass der eine Teil vom anderen Teil verschlungen wurde.

Dieser in Fachkreisen „feindliche Übernahme“ genannter Vorgang fand am 3. Oktober 1990 um 0:00 Uhr statt. Ein von der herrschenden Klasse des Teiles mit der größeren Illusion willkürlich ausgewähltes Datum. Fortan war es dann auch nur noch Willkür, welche die Geschicke der Politik ebenso beherrschte wie das Schicksal der Bevölkerung. Es kam…wie es kommen musste: (den Teil lasse ich jetzt mal weg…den gibs nämlich schon feynsinnig von flatter)

Nach dem von flatter beschriebenen Prinzip wurden die Reichen also noch reicher und die Armen…na was wohl?

Und was macht man mit überflüssigem Reichtum? Man schafft ihn zur Bank und verlangt einen Zins dafür. So kennt es jeder Sparbuchbesitzer.

Dummerweise musste die Bank alsbald feststellen, das nichtmal mehr die Jahresleistung des gesamten Planeten ausreichte, um auch nur die in diesem Zeitraum fälligen Zinsen auf die Konten der Reichen zu überweisen. Dumm gelaufen…

Aber man war nie so dumm, wie man bei Konfrontation mit einem Linken bei Maischberger, Plasberg oder Will normalerweise aus der Wäsche guckt.

Da es nun nicht genügend reale Produkte zum Verkaufen gab, erfand man einfach welche. Man nannte sie „Finanzmarktprodukte“ und ließ ihnen über bankeigene „Ratingagenturen“ einen Fantasiewert bescheinigen. Und weil jede Fantasie irgendwann von der Realtät eingeholt wird…

Nun haben wir also ein „Euro“-Problem mit angekündigter Eurozonen-Auflösung.

Gefickt eingeschädelt! kann man da nur sagen.

Gut 10 Jahre zuvor erfanden die Reichen (und somit Mächtigen“) den „Euro“ als „gemeinsame Europa-Währung“. Alle haben sich wie die Blöden gefreut. Naja…fast alle. Ein berüchtigter Populist und Demagoge aus dem Saarland hob warnend den Zeigefinger und rief besorgt: „Hütet euch vor einer gemeinsamen Währung ohne gemeinsame Politik!“.

Man erkannte die Gefahr in seinen Worten und erklärte ihn kurzerhand via BILD und SUN zum „gefährlichsten Mann Europas!“

Da niemand bereit war, auf ihn zu hören, beschloss er, an diesem Verbrechen an seinem Volk nicht teilzunehmen und ging nach Hause.

Gleich am nächsten Tag gab es große Freude unter den Reichen und ihr „Dax“ stieg gleich sprunghaft ein paar Prozente an. Die Medien sorgten dann wie immer dafür, dass das völlig verblödete Volk dies auch noch gut fand.

Viele Jahre vergingen. Es wurde eifrig „reformiert“ bis man von seiner Hände Arbeit nichtmal mehr leben konnte und die Reichen nichtmal mehr wussten, WIE reich sie inzwischen geworden waren.

Und als das Kartenhaus ihrer Illusionen schließlich zusammenbrach, griffen sie ungeniert den Bürgern in die Steuerkasse, um sich ein weiteres Mal mit eigenen Händen mit andere Leute Geld aus dem Sumpf zu ziehen.

Ihr Euro leistete ihnen dabei stehts gute Dienste. Durch ihn und seine Vertragsbedingungen(!) konnten sie ihre mit radikalem Lohndumping gedopten Exporte bis hin zum Extremismus ausweiten. Nichtmal ein Milliardenvolk wie die Chinesen konnte da noch mithalten. Und so konnten sie Unmengen dieser Euros von ihren „Handelpartnern“ wie Vampire wieder aus den volkswirtschaftlichen Adern saugen. Im Ergebnis waren diese Euro-„Partner“ schließlich bis über beide Ohren verschuldet und somit pleite.

Nachdem die Reichen nun erlebt hatten, wie einfach man mit „Bankenrettung“ an staatliches Steuergeld herankommt, weiteten sie dieses „Geschäftsmodell“ auch gleich auf ganze Staaten aus.

Ihre Ratingsagenturen taten, was sie immer tun. Und somit wurden nicht nur einzelne Banken zum „Risiko“, sondern gleich ganze Staaten. Samt obligatorischen „Risikoaufschlag“ bei den Zinsen für den Kauf der Staatsanleihen.

Aufgrund ihres weiter stetig wachsendem Reichtums dämmerte ihnen bald, dass die von ihnen in Form von Zins und Zinseszins geforderte Geldmenge so gewaltig war, das die damit hervorgerufene Inflation den ganzen schönen Geldberg in wertloses buntes Papier verwandeln würde.

Also erdachte man eine neue Strategie: „Wenn Gewalt nicht mehr hilft, braucht es eben noch mehr Gewalt!“ Nicht sonderlich intelligent…aber wer hirnlos Reichtümer anhäuft, kann nunmal nicht nennenswert intelligent sein. Oder kennt ihr einen reichen Linken?

Nachdem ihnen der Euro 10 Jahre lang zuverlässig Macht und Reichtum sicherte, ist er ihnen nun unheimlich geworden. Sein Erhalt hätte für die Oberschicht gleich 2 fatale Konsequenzen: Inflation durch Gelddrucken oder Profitverlust durch „Schuldenschnitt“.

Also bemühen sie sich nun darum, diesen Euro alsbald wieder los zu werden. Schließlich können sie dann wieder ungeniert die Staaten Europas gegeneinander ausspielen und mit einer Vielzahl europäischer Währungen ihre Spielcasinos anheizen. Wie in guten alte Zeiten…

Natürlich müsste man die Götter des Exports dieser neuen Zeit opfern. Aber wer braucht die denn noch? Schließlich wird Geld nicht mehr per Wertschöpfung „verdient“, sondern viel einfacher mit einem beherzten Griff in die Staatskasse.

Das Leben kann sooo schön sein…nicht wahr?

Allerdings muss man aber auch daran denken, die ollen Euros möglichst günstig in Sachwerte wie Immobilien, Grundbesitz etc. umzuwandeln. Das geht am einfachsten und billigsten, wenn man die vormaligen Eigentümer ganz einfach zum Notverkauf zwingt.

Man folge bitte folgender Theorie, welche natürlich keinerlei Bezug zur real existierenden Realität hat:

Man nehme einen „Pleitestaat“ dessen „Pleite“ man selbst herbeigeführt hat. Dieser Staat besitzt nichts weiter als schöne Olivenhaine und herrlich weiße Strände, deren Anblick jedem Immobilienspekulanten und Tourismuskonzernchef einen Dauerständer beschert.

Dann nutze man die Krise dieses Landes, um als Gegenleistung für angebliche „Hilfen“ besondere Reformen zu erzwingen. Natürlich dienen diese „Hilfen“ nicht dem Land, sondern den reichen „Anlegern“ und ihren Banken in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Man warte ab, bis die betroffene Bevölkerung nichtmal mehr genug Geld fürs tägliche Brot hat und zwinge sie dann zur Zahlung einer unbezahlbar hohen „Immobiliensteuer“.

Anschließend schickt das Finanzamt dieses Staates (nunmehr besetzt mit „EU-Experten“) den Vollstrecker von Haus zu Haus. Aufgrund der Vielzahl der „Steuerschuldner“ (nur die Reichen darf man „Steuersünder“ nennen!) beschränken sich diese „Experten“ natürlich nur auf jene Häuser und Grundstücke, welche von den Banken und Konzernen wie TUI schon per Google-Earth als „lukrativ“ markiert wurden.

Wenn sich diese Grundstücke und Häuser nun in Staatsbesitz befinden, braucht man von der nunmehr völlig macht- und hilflosen Regierung nur noch die „Privatisierung zum Schuldenabbau“ verlangen. Und Schulden baut man bekanntlich beim Schuldner ab…also bei ausländischen Banken und ihren reichen „Anlegern“.

Und somit bekommt die BILD doch noch Gehör mit ihrem alten Ruf „Ihr müsst uns eure Inseln und eure Akropolis verkaufen!“ Und weil der Notverkäufer in Not ist…wen interessieren da schon reale Werte und Preise? Die „Pleitegriechen“ können doch froh sein, wenn man ihnen dafür überhaupt noch etwas vom Schuldenberg abträgt, oder?

Das Gleiche gilt natürlich für die Küstenstädte in Portugal, Spanien und bald auch Italien. Was für ein toller Zufall, nicht wahr?

Somit können die tapferen Schneiderlein Merkel, Schäuble und Sarkozy die „Euro-Rettung“ verkünden, die „Griechenland-Schuldenkrise“ für eingedämmt erklären, und ihren wiederbelebten Exportgöttern noch mehr Lohngelder auf dem alternativlosen Altar des „Gürtel-enger-schnallens“ opfern.

Und was macht die gelbe Randgruppe? Die ist dagegen! Warum? Gaaaanz einfach:

Erstmal braucht sie aus den Reihen der BILD-Gläubigen ein paar Wählerstimmen. Da ist „dagegen sein“ nach dem Erfolg der „Dagegen-Partei“ Grüne in BaWü wohl für Rösler irgendwie erfolgversprechend. Es reicht schließlich hin, dem verblödeten Volk ein wenig Theater vorzuspielen.

Nur die populistische und demagogische Linke hält an ihrer obskuren Idee fest, eine gemeinsame Währung mit einer gemeinsamen Finanz,- Wirtschafts- und Sozialpolitik zu verbinden.

Und wie soll das dann bitteschön weiterhin mit dem deutschen Lohndumpng funktionieren?

Es ist doch offensichtlich, das die pöse Linke nicht erkannt hat, das Deutschland keine einsame Insel ist, in der man isoliert vom Rest der Welt auf Vermögenssteuern und Mindestlöhne verzichten kann, oder?

Ööööhhmmm…. halt mal! Irgendwie ist da jetzt was durcheinander geraten.

Wie auch immer man zu „Mehr Netto als Brutto!“ kommt (ich empfehle lukratives „HartzIV-Aufstocken“!) kommt…solange in Deutschland das blödeste Volk der Welt lebt, kann es für die weitere Evolution der Menschheit nur von Vorteil sein, wenn wir endlich aussterben.

Wenn Thilo doch nur erkannt hätte, das jeder anatolische Ziegenhirte intelligenter ist als seine Millionen BILD- und Buchleser zusammen…

Gute Nacht, Deutschland!

PS: Die Bewertungen werden symbolisch an flatter weitergereicht!

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7 Kommentare - “grimmiges Märchen”

  1. akoll Says:

    Supergeiles „Märchen“. Trotz der Ernsthaftigkeit konnte ich manches mal darüber lachen. Sehr gut geschrieben! DANKE🙂

  2. Teja552 Says:

    Klasse geschrieben und es trifft die Vorgänge genau auf den Kopf, besser verpackt kann man das wohl nicht schreiben und ich fürchte auch das in Deutschland das blödeste Volk der Welt lebt, nichts garnichts schnallen sie hier oder jene die das erkennen sind wahrscheinlich nur Verschwörer……..

    Ich würde den Beitrag auch gerne weiterleiten wenn es dir Recht ist.

    Gruß Teja

  3. Teja552 Says:

    Werde mir in jedenfall deine Seite merken!

  4. Anonymous Says:

    Danke, nach langer Stille ein wunderbarer Artikel.

  5. wolli Says:

    Ich hatte befürchtet das dich die Dummheit in diesem Land um den Verstand gebracht hat. Verständlich wäre es. Aber die Auszeit hat deinen Texten nicht geschadet, bissig wie eh und je. Danke.

    mfg
    WW

  6. Anonymous Says:

    vielen Dank für diesen tollen Artikel ,den man sich mehrmals durchlesen muss.Wenn es nicht wahr wäre könnte man darüber lächeln.

  7. Bile Says:

    Ich lese gerade das „Schwarzbuch des Kapitalismus“
    und mir fiel sofort diese Textpassage zu dem Titel ein…

    Heine Heinrich

    Die schlesischen Weber

    Im düstern Auge keine Träne,
    Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
    Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
    Wir weben hinein den dreifachen Fluch –
    Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
    In Winterskälte und Hungersnöten;
    Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
    Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt –
    Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
    Den unser Elend nicht konnte erweichen,
    Der den letzten Groschen von uns erpreßt
    Und uns wie Hunde erschießen läßt –
    Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
    Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
    Wo jede Blume früh geknickt,
    Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt –
    Wir weben, wir weben!

    Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
    Wir weben emsig Tag und Nacht –
    Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
    Wir weben hinein den dreifachen Fluch,
    Wir weben, wir weben!

    (nach dem Weberaufstand 1844)
    …manche Dinge ändern sich nie…


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