Hellas und Hellau!

Die Narren sind wieder los.

Vor aller Welt Augen wird gerade die neoliberale Vernichtung Griechenlands geplant und beschlossen.

Nachdem man Griechenland nun mit Hilfe diverser Ratingagenturen und europäischer Großbanken samt ihrem Zinswahn sturmreif geschossen hat, erfolgt nun die neuzeitliche „Panzerschlacht vor Athen“.

Die Finanzindustrie hat ihre Puppen Merkel, Schäuble und Sarkozy tanzen lassen ums Goldene Kalb „Euro-Rettung“.

Herausgekommen sind weder Regen noch Fruchtbarkeit, sondern eine verschärfte Hardcore-Neuauflage der Agenda2010.

Unverhohlen droht man den Griechen mit einer „EU-Treuhandanstalt“, welche dann nach dem Vorbild Großdeutschlands das griechische Hab und Gut für einen symbolischen Euro an selbsternannte ausländische „Investoren“ verscherbelt.

Da passt es gut ins Konzept von „Kapitulation und Unterwerfung“, dass man auf Betreiben der Deutsche Bank-Filiale „Kanzleramt“ die derzeit notwendigen Gelder krampfhaft bis zum Ergebnis der sog. „Vertrauensfrage“ in Athen zurückhält.

Sollte Papandreou wie zu erwarten das „ok“ seines Parlamentes bekommen, wäre Griechenland trotz „Rettung“ nicht mehr zu retten.

Trotz? Naja…wohl eher „wegen“!

Das Kapitalistengesindel der westeuropäischen „Wertegemeinschaft“ lauert schon auf seinen Endsieg über Griechenland, die EZB und die EU insgesamt.

Mit gewetzten Messer werden sie über den Kadaver herfallen und ihn solange zerfleddern und ausrauben, bis auch der kleinste Rest Demokratie in ihrem gierigen Schlund verschwunden ist.

Dabei kommt es dem Kapitalistenpack ja garnicht auf irgendwelches bunt bedrucktes Papier aus den Tresoren der EZB an. Davon haben sie reichlich…mehr als genug.

Wie Vampire dürsten sie danach, den EU-Staaaten Schritt für Schritt mit Hilfe der Standardfloskel „Privatisierung!“ das Blut auszusaugen.

Und je größer die Not des Verkäufers, umso kleiner der Preis. Das kann man bei jeder Zwangsversteigerung auf der Welt gut beobachten. So strebt dann auch der Kapitalismus als System einer neuen Blütezeit entgegen: Denn worüber sollten Demokratien samt ihrer Parlamente noch Entscheidungen treffen, wenn alles in „Privateigentum“ umgewandelt wurde und jegliche Justiz vom Amtsgericht bis zum EU-Gerichtshof der neoliberalen Ideologie „Privat vor Staat“ unterworfen wurde?

Was braucht es da noch Politiker und Wahlen, wenn der Bürger eh recht- und wehrlos den Gnadenakten irgendwelcher Aktionäre und derer Vorstände ausgeliefert ist?

Wie das funktioniert, kann man gerade bei den „verfassungsmäßigen Eigentumsrechten“ der Energiekonzern-Aktionäre beobachten. Die Politik beschließt mit Ach und Krach die Illusion „Atomausstieg“ mit einer Vielzahl von Hintertürchen… und prompt erfährt man aus allen Qualitätsmedien, das selbige „Eigentumsrechte“ mehr wert sind als ein von der Bevölkerung geforderter Atomausstieg.

Wie seltsam doch, dass diese „Eigentumsrechte“ nicht für jene Sachwerte gelten, die man bereits in Asse II und Gorleben verbuddelt hat…

Was kommt nach der Privatisierung Griechenlands?

Da kämen zunächst erstmal Portugal, Spanien und Italien an die Reihe.

Wirft man mal einen Blick auf die Landkarte, stellt man problemlos fest, dass sich der Wurm langsam aber beständig vom Rand zum Kern der EU frisst. Der Vergleich mit einem wurmstichigen Apfel ist keineswegs weit hergeholt.

Man hätte rechtzeitig noch vor der derzeitigen „Apfelblüte XXXXL“ wirksame Pestizide aus dem Regal „Regulierung und Kontrolle“ einsetzen können, aber die Vermögensverwalter der herrschenden Klasse finden sich nicht nur zu ihren Partys im Kanzleramt ein.

Befehlsgemäß haben Merkel, Steinbrück und Schäuble das Raubtier von der Leine gelassen und reden nun der Bevölkerung ein, die Bestie mit immer neuen Futterorgien besänftigen zu können.

Und wer es noch nicht bemerkt haben sollte… Die siebenköpfige Raupe Nimmersatt hat bereits den fettesten Brocken von allen im Visier: Deutschland.

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit arbeitet das schwarz-gelbe Gesindel schon am deutschen Staatsbankrott. Man hat sich bereits auf Steuersenkungen „für kleine und mittlere Einkommen“ zwischen 10.000 bis 100.000 €/Monat geeinigt, übernimmt von den Großbanken hemmungslos „Risiken“ im Tausch gegen deutsche Staatsanleihen und wartet genüsslich auf das Jahr 2014.

2014?

Ja…2014! Was passiert 2014?

Ein Jahr vorher, also 2013 werden Friede Springer und Liz Mohn eine schwarz-rote Mehrheit in den Bundestag wählen lassen, in welcher dann alle Wirtschaftsmarionetten von CDU, CSU und „SPD“ in einer Regierung versammelt sind.

Man wird anschließend zum Ende des Jahres 2013 einen „Kassensturz“ machen und den bevorstehenden Staatsbankrott verkünden. Während sich die „sozialdemokratisierte“ CDU ins Gewand der Unschuld kleidet und mit dem Finger auf die (nicht mehr im Bundestag vertretene) FDP zeigt, werden Leute wie Steinbrück, Steinmeier & Co in panischer Aufregung durch die Talkshows tingeln und den Weltuntergang durch die 2016 in Kraft tretene „Schuldenbremse“ verkünden.

Die INSM wird (wie üblich) ihre Zombies 2014 wiedererwecken um zwecks „Einhaltung der Schuldenbremse“ den totalen Sozialabriss samt Totalprivatisierung Deutschlands fordern.

Nach einigen Verzögerungsspielchen (Merkel und Schäuble zeigen gerade, wie das geht) folgenden dann „Reformgesetze“, welche bei asozialen Kriminellen von Ackermann bis Hundt einen nicht mit Worten beschreibbaren Dauerorgasmus auslösen.

Und wenn nicht?

Was passiert, wenn die EU zerfällt und der Euro wieder durch nationale Währungen ersetzt wird?

Tja…dann passiert dummerweise genau das Gleiche.

Eine D-Mark wäre in einem solchen Fall dermaßen aufgewertet, dass die deutsche Wirtschaft das gleiche Schicksal ereilt wie der ostdeutschen Wirtschaft bei Einführung der Westmark in den besetzten Gebieten vom Harz bis zur Oder.

Zur „exportsichernden Abwertung“ wird es eine massive Preis-Inflation geben, um möglichst viel Geld zwecks Abwertung ins Ausland zu schaffen. Da die Bundesbank weiterhin auf „Preisstabilität“ und nicht auf Konjunktursicherung ausgerichtet sein wird, kommt diese Inflation natürlich nicht beim normalen Bundesbürger an. Der muss schließlich wieder „den Gürtel enger schnallen“ gegen die dann herbeigeführte „Inflationsexplosion“.

Wie man es dreht und wendet…die kapitalistische Misswirtschaft wird uns alle (oben und unten) zurück ins goldene Mittelalter führen, in der eine Handvoll Besitzender uneingeschränkte Macht über alles Kapital und über alle Tagelöhner und Lohnsklaven ausüben wird.

Mit ein wenig Verstand und noch weniger Selbsterhaltungstrieb könnte man ja dieser Horrorvision entgehen. Aber dazu müsste man eine Partei wählen, die sich in jeder Glaubenskrise der Machthaber am Nasenring durch die Manege führen lässt. Ob nun mit Hilfe eines fast 20 Jahre alten Porsche oder einer der traditionellen Antisemitismus-Kampagnen der Springer-Presse ist den „Pragmatikern“ dieser Partei inzwischen auch egal.

Sobald ihnen jemand ein Stöckchen vor die Füße wirft springe(r)n sie drüber, um ihre „Regierungs- und Koalitionsfähigkeit“ zu beweisen. Völlig ungeachtet der nicht zu leugnenden Tatsache, dass es inzwischen gar keine „Koaltitionspartner“ für eine echte linke Partei mehr gibt.

Selbst Sahra Wagenknecht lässt inzwischen öfter mal Dinge wie „marktwirtschaftlicher Sozialismus“ verlauten, obwohl eine solche Konstruktion schon in ihrer Theorie auf sehr wackligen Beinen steht.

Papandreou gewinnt Vertrauensabstimmung

Die griechische Regierung gewinnt eine Vertrauensabstimmung im Parlament. Nach mehrstündiger Debatte unterstützten die Abgeordneten mehrheitlich das neue Kabinett von Ministerpräsident Giorgos Papandreou und signalisierten damit ihre Rückendeckung für weitere Einsparungen.

So ist es gerade (23: 56 Uhr) bei n-tv.de zu lesen.

Soso… „Rückendeckung für weitere Einsparungen“ also.

Dann kann das große Fressen ja losgehen…

Es möge euch im Halse steckenbleiben auf das ihr daran verrecket, elendiges Spekulantenpack!

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One Comment - “Hellas und Hellau!”

  1. Anonymous Says:

    Aufgelesen und kommentiert 2011-06-22…

    Gute Konjunktur: Rentenbeitrag kann 2012 sinken Schwarz/Gelb billigt Konzept gegen den „Fachkräftemangel“ CDU will Haupt- und Realschule als „Oberschule“ fusionieren Zucker für die Bank. Peitsche für den „faulen Griechen“ Eine neuzeitliche „Panz…


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