Zerfallsprozesse

Irgendwo in Japan zerfällt immer noch eine große Portion Uran unkontrolliert zu Plutonium und ähnlichen Kram.

Bei mir zerfällt auch einiges: zum Beispiel meine ganzen schönen Terminplanungen.

Aus einem harmlosen „komm mal für 5 Minuten vorbei…musst mal was helfen“ werden dann schnell mal 5 Tage!

Und alles nur, weil eine angeblich „renomierte“ Softwarefirma einen Heidenspaß daran hat, wichtige terminabhängige Funktionen möglichst unauffindbar zu verstecken.

Nichtmal das tolle „Support-Hotline-Center“ konnte weiterhelfen: „Ja..da gibt es diese Funktion…aber wo die zu finden ist, weiß hier auch keiner!“

Oh man…ich reg mich schon wieder sinnlos auf….

Es ist Sonntag Nachmittag, 17:00Uhr und mein Wochenende beginnt gerade.

Rückblickend kann ich aber mit einiger Genugtuung feststellen, dass nicht nur ich mich inmitten diverser Zerfallsprozesse befinde:

Das gelbe Lumpenpack zerfällt gerade genauso schnell wie meine Terminplanung.

Wie Guttenberg damals nach Afghanistan, ist die Westerwelle erstmal nach Asien abgedüst, um seinen Lakaien das Spielfeld der Eitelkeiten zu überlassen.

Von Springer bis Bertelsmann sind die Medien auf Rösler konzentriert.

Da das Brüderle und die Homburgerbei den Landtagswahlen untergegangen sind, ist zumindest dieser Kelch an uns vorüber gegangen. Allerdings ist die Marionette Rösler auch nicht besser.

Er wird auch weiterhin seine „politische Kompetenz“ aus den Pressemeldungen der FDP-Parteispender beziehen und nicht merken, dass ihm der großspurig angekündigte „Umschwung“ der FDP zu einer „sozial-ökologischen Bürgerpartei“ eh niemand mehr abkaufen wird.

Christian Lindner hat sich ja damit selbst bei Springers WELT schon zur Lachnummer gemacht.

Genauso wie die Neuerscheinung „Anti-Atom-Kanzlerin“ Merkel.

Was da abläuft, ist schon bemerkenswert: Krampfhaft versuchen Atomlobby, Wirtschaft und Springer-Presse sie wieder auf den „Pfad der Tugend“ zurückzuschreiben. Angeblich müsse sie an der Kernkraftverlängerung festhalten, um „Vertrauen und Zuverlässigkeit“ zu vermitteln. Haha…selten so gelacht!

Dabei ist die Show „Öko-Merkel“ nur zu leicht zu durchschauen:

Ihr sinnfreies „Moratorium“ (welches nicht den geringsten Effekt auf irgendetwas hat) ist so angelegt, das RWE das Ding vor Gericht problemlos einkassieren kann.

Die großmäulig angekündigten „Sicherheitsüberprüfungen“ sind die Lachnummer des Jahrhunderts.

Was wird denn da „geprüft“? Man will prüfen, welche Gefahren die Funktion eines AKW beeinträchtigen können. Also die Liste mit den Erdbeben, Tsunamis, Flugzeugabstürzen, Bränden, Überschwemmungen usw.

Alles Unsinn, wie man gerade in Japan gut sehen kann.

Einzig sinnvoll wäre eine Sicherheitsprüfung nach dem Motto „Was machen wir, wenn der Strom ausfällt, das Dach einstürzt, die Rohre brechen oder die Pumpensteuerung einen „Kernel-Error“ auf dem Monitor anzeigt?“

Also die Sicherheit einer Atommüllfabrik NACH einem Störfall. Und da kann man in Japan beobachten, dass in einem solchen Fall die totale Hilflosigkeit bei Konzernen und Regierungen Einzug hält.

3 Wochen „Kampf gegen den GAU“ und bis heute weiß niemand, ob es schon eine Kernschmelze gegeben hat oder nicht. Stattdessen werden wie in Tschernobyl Kamikazeeinsätze durchgeführt. 25 Jahre nach Tschernobyl gibt es immer noch keine Notfallmaßnahmen. Nirgends!

Für die deutschen Konzerne geht es inzwischen um Alles oder Nichts. Täglich werden neue Horrorgeschichten verbreitet über unbezahlbaren Strom, Stromausfälle u.ä. Unsinn.

EnBW-Lobbyist Oettinger verlangt sogar einen „Aufschlag“ von 1,5-2 Cent für „Netzinvestitionen“.

Hallo? Kommt der Kerl noch klar?

Jahrzehntelang haben die wohltätigen und gemeinnützigen AKW-Konzerne zusätzliche Milliarden von Verbrauchern und Staat abgezockt „für die Erneuerung der Energienetze“.

Wo ist all die Kohle hin? Wo hat sie denn stattgefunden, die jährlich angekündigte „Investitionsoffensive“ bei jeder Preiserhöhung?

Statt nun die Aktionäre als Eigentümer zur Kasse zu bitten, werden die schrottigen Strommasten und -leitungen verstaatlicht.

Sowas nennt man dann wohl „soziale Marktwirtschaft“….

Was sonst noch auf- und zerfällt:

Libyen: noch ein Krieg ohne Sinn und Verstand. Anstatt Gaddafis Truppen an Luftangriffen auf Zivilisten zu hindern, gerät die Nato nun völlig ausser Kontrolle. Erstmal will man Gaddafi loswerden und anschließend wohl nachdenken, wie man möglichst unauffällig die libyschen Ölquellen an BP & Co privatisieren kann. Nur blöd, das man die Nummer mit den „Massenvernichtungswaffen“ schon beim Irak vergeigt hat…

Brennelemente verschwunden

Der Umgang mit radioaktivem Material wird offenbar in Deutschland recht lax gehandhabt. Im Kernforschungszentrum Jülich fehlen jedenfalls über 2000 Brennelementekugeln.

Die letzten Worte eines Kernforschers? „Wat is ne kritische Masse?

Israel verlangt Aufhebung des Goldstone-Berichts

Im Windschatten der Kernschmelze und des Nato-Krieges in Libyen versucht der zionistische Schurkenstaat, seinen verbrecherischen Krieg „Gegossenes Blei“ nachträglich zu legitimieren.

Die täglichen Luftangriffe auf „Hamas-Aktivisten“, deren Verbrechen es ist, auf dem Markt einzukaufen oder in Gaza mit dem Auto zu fahren, werden schon lange von den Medien ignoriert.

Auch die aktuellen Pläne zur weiteren Isolation und Spaltung der Palästinenser finden kaum Beachtung. Stattdessen hegt man die Hoffung auf einen „Aufstand gegen die Hamas“ in Gaza. Fragt sich nur, wer dann wen womit unterstützt und wann es zu einer weiteren „Selbstverteidigung“ des Zionistenstaates kommt.

In Israel ist der Terror zurückgekehrt

Mindestens eine Tote und mehr als 30 Verletzte bei Anschlag in Jerusalem – Täter deponierten Sprengsatz an Bushaltestellte

Was man nicht erfährt: Dieser Bus gehörte zu den illegalen Siedlungen im besetzten Westjordanland. Genau genaugenommen handelte es sich also nicht um „Terror“, sondern um legitimen Widerstand gegen Besatzer.

Wenn Israel in Gaza „Widerstand“ leistet ist das ok…machen Palästinenser das Gleiche, ist es „Terror“.

Deutsche Staatsfinanzen stehen vor dem großen Knall

Und wie Thilo Sarrazin und Frank Schirrmacher bereits erkannten, liegt die wahre fiskalische Herausforderung in der deutschen Demografie der nächsten Jahrzehnte.

Die Angst geht um….

Erst haben die Reichen und Mächtigen mit Hilfe ihrer Zockerbanken in ungezügelter Gier nach Rendite die westliche Welt samt ganzen Staaten in den Abgrund gestürzt, dann haben sie sich von ihren Regierungsmarionetten ihre verspielten Milliarden mit Schuldscheinen ersetzen lassen.

Soweit lief alles wie geschmiert. Aber nun ist nicht zu übersehen, wie sie sich mit den ganzen Bankenrettungen übernommen haben. Nun geht die Angst um…die Angst davor, das jemand auf die Idee kommen könnte, dort Steuern zu erheben, wo Geld im Überfluss vorhanden ist.

Also erklärt man mal wieder den „ausufernden“ Sozialstaat zur Wurzel allen Übels, um sich selbst ausser Sichtweite zu bringen. Dazu passen dann auch solch tolle „Nachrichten“ wie Hartz-IV-Missbrauch steigt auf Rekordniveau. Nichts Neues im Westen…

Aus Zeitmangel schnell noch

das Letzte:

„Volkes Stimme“ kann nicht Grundlage für Regierungshandeln sein, wenn sich Deutschland nicht zur Bananenrepublik degradieren will.

(FAZ-Kommentar)

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3 Kommentare - “Zerfallsprozesse”

  1. Anonymous Says:

    Aufgelesen und kommentiert 2011-04-04…

    Arbeitsmarkt März 2011 (PDF): Weiterhin deutlich über 7 Millionen Leistungsempfänger Ehrenamt-Aufwandsentschädigung wird von Hartz IV abgezogen Keine Wannseekonferenz für Hartz IV Opfer nötig Schwarz/Gelb kürzt Fördergeld für Existenzgründer aus Hartz…

  2. willi Says:

    Hast nix verpasst -der ganz normale Wahnsinn halt. Plutonium hat ein Halbwertszeit von von 24000 Jahren -die Halbwertszeit des öffentlichen Interesses an zerbröselner japanischer Brückentechnologie dürfte so in der Größenordnung des Moratoriums liegen. Für die ganz unentwegten gibt’s dann noch einen Stresstest für alle Kernkraftwerke und anschließend die Gewissheit, dass sie so sicher sind wie unsere Banken. Wobei sicher in unseren Zeiten bekanntlich bedeutet, dass alle für die Schäden aufkommen und darunter leiden werden, wenn es dumm läuft.
    Die Atomdiskussion wird genauso im Sande verlaufen und im alternativlosen Weiterwurschteln enden wie all die heiligen Schwüre nach Ausbruch Finanzkrise. Internationale Vereinbarungen, die es nie geben wird, Wirtschaftsstandort Deutschland, der gefährdet ist und so weiter.
    Höchstens wenn die strahlenden Ruinen von Fukushima einen nennenswerten Teil der japanischen Bevölkerung sofort dahinrafften wird es vielleicht anders laufen. Aber aller Voraussicht nach werden viele Japaner -jeder für sich allein- erst in 20, 30 Jahren an ihrem Krebs krepieren und man wird sich vielleicht noch an die Zauberlehrlinge von Tepco erinnern, währen der Konzern längst zu existieren aufgehört hat. Niemand zum Verklagen da. Pech für die Meerschweinchen.

  3. crisismaven Says:

    Ich habe mal versucht, das gesamte Ausmass der Japan-Atomkatastrophe, Risiken und Gefahren der Atomkraft und was sie fuer Europa bedeuten hier uebersichtlich zusammenzufassen:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=208864
    Dort auch Hinweise zum Umgang mit radioaktiv verseuchtem Wasser.


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