Fabelwesen

Sooo….nun ist die Technik wieder in Gang gebracht.

Ich hoffe doch, ihr habt euch nicht allzu sehr gelangweilt und auch mal die anderen Blogs besucht.

Ich habe eben noch einen schnellen „Rundblick“ gewagt und festgestellt, das zur Integrationshysterie, zur tiefergelegten Stuttgart-21-Propaganda und den anderen Vorkommnissen schon ausreichend geblogt wurde.

Dem hätte ich weder feynsinnig noch freidenkerisch oder mit Blick aus dem Entenhaus etwas hinzuzufügen.

Fabelwesen

Fabelwesen?

In der literarischen Kunst der Fabeln werden menschliche Verhaltensweisen in Persona diverser Tiere dargestellt, um eine Botschaft oder auch eine Kritik zu übermitteln.

Für die fabelhafte Ursula von den Laien gäbe es da verschiedene Möglichkeiten: hinterhältiger Fuchs, böser Wolf, intriganter Affe, dumme Ziege usw.

Aber realistisch betrachtet ist Ursel nur ein dummes und korruptes Huhn.

Heute hat die Ursula Grund zum Feiern: Das schwarz-gelbe Regierungspack hat ihrem HartzIV-Verfassungsbruch zugestimmt.

Nun rennen die Medien verzückt im Kreis und erzählen die Mär vom „großen Wurf“.

Nur in ein paar Nebensätzen (wenn überhaupt) kommen noch mehr bis heute verschwiegene Details zu Tage.

So hat man z.B. „nebenbei“ beschlossen, die für 2011 vorgesehene Regelsatzanpassung an die Inflation zum 1. Juli 2011 mit der exorbitanten „Erhöhung“ von 5,00 Euro zu verrechnen.

Begründung: Mit der Regelsatzänderung ändert man auch gleich den Anpassungszeitpunkt auf den 1. Januar.

Das ergibt allerdings wenig Sinn, da die Vorjahres-Inflation am Neujahrstag noch gar nicht bekannt ist und daher nur Sparpaket-freundlich geschätzt werden kann.

Ausserdem ist im Moment nicht erkennbar, woher die Bundesregierung das Wissen nimmt, diese 5 Euro wären ein Inflationsausgleich für 2010, wo sie doch angeblich die 5 Euro aus dem „Grundsicherungs-Bedarf“ errechnet haben will.

Irgendwie kommt mir das alles ziemlich suspekt vor…

Einen unglaublich schleimigen Lobgesang auf die Verfassungsbrecherin hat die „Parlamentskorrespondentin“ des Focus, Martina Fietz, verfasst.

Frau Fietz hat ihr „Handwerk“ vor 20 Jahren als CDU-Hofberichterstatterin bei Springers WELT gelernt und ist nun im Focus unterwegs, um das neoliberale Gesindel mit Heiligenscheinen und teilweise recht absurden Legitimationsfantasien zu versehen.

Geschickte Taktiererin am Werk

Nun macht sich die CDU-Politikerin daran, die Opposition einzubinden.

Ihre Strategie dabei ist klar: Sie beruft sich immer wieder auf das Bundesverfassungsgericht.  Unausgesprochen schwingt dabei die Frage mit, ob denn etwa die Opposition diese Verbesserungen verhindern wolle?

Solange die Medien den Menschen einreden, die Leyen-Refom wäre eine „Verbesserung“, sitzen die sog. „SPD“ und die Grünen sowieso mit im Boot der Lügnerin.

Die oppositionsheuchelnde „SPD“ wie auch die Grünen haben ja schon „Kompromissbereitschaft“ verkündet. Angeblich verlangt die „SPD“ als Gegenleistung die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes, welchen sie selbst bekanntlich mehrfach strikt abgelehnt hat.

Am Ende wird wohl bloß Frau Kraft aus NRW mit einem „Nein“ übrig bleiben….

Denn Karlsruhe hat keine höheren Regelsätze verlangt, sondern legt lediglich Wert darauf, dass die Bemessungsgrundlagen klar und nachvollziehbar sind.

Diesem Anspruch wird von der Leyens Gesetzentwurf nun gerecht.

Achja? Woher weiß Frau Fietz das, wenn doch „ihre“ Ursel sich strikt weigert, Bemessungsgrundlagen und Berechnungen zur Überprüfung offenzulegen?

Möglicherweise steht am Ende dieser Gespräche tatsächlich eine Vereinbarung über den Mindestlohn.

Schließlich hat die CDU-Politikerin schon deutlich gemacht, dass sie die einzelnen Stundenlöhne weniger als Problem ansieht, als die Wochenarbeitszeit.

Und damit kommt die nächste Nebelkerze angeflogen.

Man wird strikt behaupten, mit den Löhnen in Deutschland sei ja alles in Ordnung, nur das faule Pack weigert sich, lang genug zu arbeiten, um davon Leben zu können.

Dabei ignorieren wir geflissentlich die Tatsache, dass man ganz bewusst mit den Hartz-Reformen dafür gesorgt hat, dass 2 Teilzeitplätze billiger sind als ein Vollzeit-Arbeitsplatz.

Auch die Leyendarstellerin ist ja der Meinung, mit Armut könne man die Menschen „aktivieren“, ihren 400-Euro-Job in einen echten Arbeitsplatz umzuwandeln. Ich wüsste schon gern, wie diese „eigenverantwortliche Arbeitsplatzumwandlung“ in der Praxis aussehen soll, wenn der „Arbeitgeber“ keinerlei interesse daran hat…

Absehbar ist, dass von der Leyen sich kompromissbereit zeigen wird. Die von ihr favorisierte Chipkarte hat sie selbst erst einmal hintenan gestellt.

Ahja… inzwischen weiß jeder, das dies Chipkarte schon aus technischen Gründen niemals bis zum 1. Januar eingeführt werden kann. Aber Frau Fietz benutzt diese Tatsache, um der Laien-Uschi „Kompromissbereitschaft“ anzudichten.

Gehts nicht noch ein bisschen verlogener?

Doch…da geht noch mehr:

Die Tochter des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht zeigt bei ihrem aktuellen Vorgehen wieder einmal, dass sie das politische Geschäft beherrscht. Schon häufig hat sie Verhandlungsgeschick bewiesen.

Verfassungsfeindlichkeit, kriminelle Machenschaften und das Böse himself hat Ursula offensichtlich väterlicherseits geerbt.

Und wie sie das „politische Geschäft“ beherrscht, hat die Laiendarstellerin schon als gescheiterte Stoppschild-Familienministerin bewiesen. Sie ließ sich auch nicht davon abbringen, als selbst die BILD einräumen musste, das ihre Idee einfach nur Unsinn war.

Wobei sie dann auch noch „Verhandlungsgeschick“ bewiesen haben soll, ist ebenso ein Rätsel. Schließlich hat sie in Niedersachsen und bei Merkel nur mit gleichgesinnten Asozialen regiert. Was gäbe es da zu verhandeln?

Von der Leyen jedenfalls spricht nun von einem konservativen Kurs in die Moderne.

Nunja…wenn man das goldene Mittelalter mit seinen Tagelöhnern und Bettlern als „Moderne“ bezeichnet…

Fünf Euro – Kabinett beschließt Hartz-IV-Reform

So schreibt es ein anonym gebliebener Redakteur der WELT.

Dazu gehören Zuschüsse zu Schulmaterial und für Ausflüge sowie für Freizeitaktivitäten.

Aha… „Zuschüsse für Schulmaterial“. Man erinnere sich: Für Bildung war bisher garnichts im Regelsatz vorgesehen.

Und auch jetzt soll es nur einen „Zuschuss“ geben. Was ja nichts anderes heißt, als dass der größte Teil des Schulbedarfes auch weiterhin aus dem übrigen Budget für Lebensmittel oder Bekleidung abgezweigt werden muss.

Für Mittagessen in Schulen und Kitas gibt es einen Zuschuss von 2 Euro pro Mahlzeit.

Jaaaa…aber gleichzeitig hat man bei den Kindern 1 Euro wegen „eingesparter Ernährungsausgaben zu Hause“ wieder gekürzt. Nur so (und anderen derartigen Methoden) war es überhaupt möglich, den verfassungswidrigen Kinderregelsatz unverändert zu lassen.

Natürlich darf auch der Widerling Poschardt seinen Kommentar zu diesem Regierungsbeschluss abgeben:

Der Sozialstaat ist unbequem – Und das ist gut so

Die Korrekturen der Regelsätze setzen das richtige Zeichen: Der Sozialstaat ist nicht für jene da, die sich findig in ihm arrangieren.

Wie dumm muss man eigentlich sein, um einen Job bei Springers WELT zu bekommen?

Der Sozialstaat ist sowieso nur für jene da, die vorher ihre Bedürftigkleit bis aufs letzte Hemd nachgewiesen haben.

Und die Tatsache der Bedürftigkeit macht es schon zwingend notwendig, sich mit diesem Sozialstaat zu „arrangieren“. Was sollte man auch sonst tun, wenn nichtmal ein ordentlicher Arbeitsplatz mit 40-Stunden-Woche dazu ausreicht, unabhängig von Sozialleistungen zu leben?

Sozial ist, was Menschen aus der Abhängigkeit der Transfers treibt.

Poschardts Welt…

Aktivierung“ durch Armut ist bei ihm „sozial“.

Warum nicht „Sozial ist, was Menschen aus der Abhängigkeit der Transfers lockt????

Weil man dazu die Menschen für ihre Arbeit fair bezahlen müsste? Oder einen Mindestlohn einführen, welcher am nächsten Tag den Untergang des Abendlandes samt christlich-jüdischer Leidkultur zur Folge hat?

Man muss die „faulen Wohlstandsbürger auf HartzIV“ nur richtig antreiben, damit sie ihren Lebenswandel ändern und ihr Geld mit Arbeit verdienen! Genau so ist es!

Nunja…nicht ganz: Mehr als 1,4 Millionen Menschen widerlegen Poschardts Hirngespinste jeden Tag.

Sie lassen sich in Jobs treiben, in denen sie ohne Aussicht auf Besserung weiterhin in Abhängigkeit leben müssen. Und wer sich weigert, seine Arbeitskraft für einen Hungerlohn zu verkaufen, wird strikt und unnachgiebig vom Staat für seinen Ungehorsam gegenüber den Kapitalisten bestraft.

Lug und Trug mit Ansage

Am 14. Februar 2010 gab Frau von der Leyen der BILD ein Interview zum gerade gesprochenen Urteil des Bundesverfassungsgerichtes.

Dazu traf sich Uschi mit BILD und „HartzIV-Mädchen Sharon„.

Sharons Eltern hatten in Karlsruhe geklagt.

Die Laienministerin erklärte im Februar:

Maßstab sind die typischen Ausgaben der 20 Prozent der unteren Einkommen, die ihren Lebensunterhalt selber verdienen.

Ok…

Das würde bedeuten:

Die unteren 20% derjenigen, die ihren Lebensunterhalt (und zwar den ganzen) selber verdienen.

Tatsache ist hingegen heute: Die Referenzgruppe besteht fast ausschließlich aus den unteren 15% derjenigen, welche zusätzlich zu ihrem HartzIV-Bezug noch ein Einkommen haben aus Arbeit, Renten u.ä.

Aber nirgends war bisher „Wortbruch!“ oder „Lügen-Uschi!“ zu vernehmen.

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3 Kommentare - “Fabelwesen”

  1. Anonymous Says:

    Aufgelesen und kommentiert 2010-10-21…

    Gesetzentwurf: Bundesregierung will Redefreiheit weiter einschränken Hofberichterstattung rund um die verfassungswidrige Hartz-IV-Neuregelung Bildungsferne Schichten: Sozialschmarotzer tragen auch Nadelstreifen SPIEGEL-Propaganda zugunsten der Reichen,…

  2. landbewohner Says:

    gut, die betrügereien im zusammenhang mit h 4 neuberechnung haben auch andere fleissige rechner (platta) aufgelistet, hier aber kommt noch eine ausgezeichnete persönlichkeitsanlyse von albrechts töchterlein dazu. der apfel fällt nicht weit vom stamm oder manchmal scheint der sarazzin mit seinem genetischen schwachsinn scheinbar doch recht zu haben wie eben bei uschi und pappi.

  3. unschland Says:

    moment mal, der blöde sarazzin schwafelte ja von normaler vererbung, vdl ist aber adelig, dh. deren aberationen sind durch inzucht bedingt


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