INSM-Stricher

Der Peer…der hat ein Buch geschrieben.

Auf dem Strich“ achneee… „Unterm Strich“ heißt es wohl.

In der WELT der Diktatur des Kapitals darf sich Bierdeckel-Merz von der INSM zu diesem „Buch der Wahrheit“ äußern. Mit einer Buchkritik.

Man muss davon ausgehen, dass das herrschende Personal darüber besorgt gewesen sein könnte, dass sich Steinbrück in seinem Buch verplappert.

Aber der Peer kennt genau die Hand, welche ihn heute noch füttert und so kann INSM-Merz „Entwarnung“ geben.

Nachdem ich des Merzens Buchkritik gelesen habe hat sich bei mir der Eindruck verstärkt, dass sich Steinbrück mit seinem Buch die dreckige Weste porentief-rein waschen will.

Mit einigen Monaten Verspätung prangert er offensichtlich den Finanzmarktkapitalismus an, welchen er selbst erst großgezogen und gefüttert hat, um ihn dann anschließend unkontrolliert von der Leine zu lassen.

Auch Fritze Merz müht sich redlich, den ehemaligen Finanzminister der Deutschen Bank irgendwie „sauber“ aussehen zu lassen.

Vielleicht ist ja auch geplant, Steinbrück in die Riege der „Botschafter“ der extremistischen INSM zu locken?

Düstere Legenden

In seinem neuen Buch schleudert Ex-Finanzminister Steinbrück den Deutschen unbequeme Wahrheiten entgegen, schreibt Friedrich Merz.

Ochneeee….. nicht schon wieder einer mit „unbequemen Wahrheiten“. Bisher haben sich alle derartigen „Wahrheiten“ als üble Propaganda und Hirngespinste erwiesen.

Mit größter Sorge betrachtet er die eklatanten Entscheidungsdefizite der Europäischen Union. Anhand von Beispielen zeigt er auf, wie Europa gegenüber Amerika und vor allem gegenüber China immer weiter an Kompetenzen, Fähigkeiten und Einfluss verliert.

Jaja…diese Sorge ist auch schon uralt. Damals redete irgendein deutscher Kaiser davon, Deutschland bräuchte „Einen Platz an der Sonne“ und müsste wie die globale Konkurrenz Weltmacht mit afrikanischen Kolonien werden.

Heute das gleiche Spiel. Anstatt die Idee einer „Weltmacht“ in Frage zu stellen, denkt Steinbrück auch nur an die Weltherrschaft. Da verwundert es nicht, dass er seine Zeit lieber bei seinen Freunden im Frankfurter Bankenviertel verbringt als im Bundestag.

An Ronald Reagan und seiner „Schwester im Geiste“ Margaret Thatcher, und an deren Reformen (…) lässt er kein gutes Haar.

Reformen, die vor dreißig Jahren maßgeblich dazu beigetragen haben, Amerika und Großbritannien aus einer tiefen Rezession herauszuholen

Ach Merz…auch schon Altzheimer? Dieses Wunder ist bekanntlich weder dem „Reformer“ Reagen noch der inzwischen verrosteten Thatcher gelungen.

Reagan konnte den Zusammenbruch der USA nur mit Hilfe von Krieg und hemmungsloser Aufrüstung verhindern (zum Preis einer nicht mehr bezifferbaren Staatsverschuldung) und Thatchers Privatisierungs-„Reformen“ haben Großbritannien dauerhaft in ein Entwicklungsland verwandelt.

In einigen Wohngebieten Londons gibt es nur stundenweise sauberes Trinkwasser in den kaum bezahlbaren Wohnungen. Das findet Merz natürlich lobenswert.

Aber von Steuersenkungen zur Kräftigung des Wirtschaftswachstums hat Steinbrück noch nie viel gehalten

Wie bitte? Hallo? Kaum ein Finanzministger vor Steinbrück war so sehr davon überzeugt, dass Wirtschaftswachstum mit zahlreichen Steuergeschenken an die oberen Zehntausend ankurbeln zu müssen wie Steinbrück.

Denn in der Analyse und in den Schlussfolgerungen daraus liegt Steinbrück nicht weit von denen entfernt, (…) die mit ihm hoch besorgt sind um die explodierende Staatsverschuldung und die mangelnden Leistungsanreize in unseren Sozialsystemen.

Der Lockruf der INSM:

Komm doch zu uns Peer! Wir denken doch auch, dass der Staat ans Hungertuch gehört und die Sozialsysteme mehr Anreize zu Hungerlöhnen bieten sollen!

Trotzdem ist und bleibt Steinbrück auch in diesem Buch leidenschaftlicher Sozialdemokrat, wenn auch einer, der sich eher zu Helmut Schmidt hingezogen fühlt als zu Jungsozialisten und Karrieresozis, die eine Berührung mit der realen Welt der Arbeit bislang sorgsam vermieden haben.

Und ein paar Absätze später schreibt Merz über Steinbrück:

Er schöpft aus dem reichhaltigen Fundus eines Mannes, der sein bisheriges Leben weitgehend in der politischen Exekutive verbracht hat

Ja wie denn nun? Offensichtlich hat auch Steinbrück in seinem bisherigen Leben jede Berührung mit der Welt der Arbeit sorgsam vermieden, der olle Karrieresozi.😀

In der Beurteilung der Lage und den notwendigen Konsequenzen liegen beide (Steinbrück und Clement) nicht weit auseinander

Das hat auch nie jemand vermutet. Beide hassen leidenschaftlich alles, was irgendwie mit „sozial“ zu tun hat.

die massive Kritik, die Steinbrück an der Deregulierung der Märkte übt

Steinbrück kritisiert seine eigene Finanzmarkt-Deregulierungen?

Ich muss mich in einem Parallel-Universum befinden…

Hilfe! Ich will wieder nach Hause!

Das aber hatte selbst auf dem Höhepunkt der Debatte um Deregulierung und Privatisierung jedenfalls in Deutschland niemand jemals ernsthaft gefordert.

Laut Merz hat also nie jemand ernsthaft gefordert, die staatliche Aufsicht und Regulierung der Finanzjongleure abzuschaffen?

Was ist mit Steinbrücks Staatssekretär Jörg Asmussen? Was mit Merz selbst und seinen „Experten“-Freunden von der INSM?

Was war mit Henkel, Hüther, Ackermann, Straubhaar, UnSinn…? Hat es diese Leute nicht gegeben?

So entsteht ein Bild der Krise, wie sie sich von einer kleinen deutschen Industriekreditbank bis zu einem Euro-Staat hin entwickelt, ja voranfrisst.

Jaaaa….so ein Bild hätte man wohl gern. Die angeblich „staatliche“ IKB als Auslöser einer Finanzmarktkrise. Nicht etwa die Privatbanken von Lehman über die HRE bis hin zur Deutschen Bank, der Commerzbank oder auch dem Allianz-Konzern mit seiner Dresdner?

listet Steinbrück schließlich zehn Vorschläge auf, wie die Kapitalmärkte(…) in Zukunft domestiziert werden können.

Sie sind zum Teil bereits Gegenstand nationaler und europäischer Gesetzgebung.

Nur blöd, dass es bis heute keine derartige Gesetzgebung gibt. Aber Merz hat noch nie eine besondere Nähe zur Realität gehabt.

Übrigens…ratet mal, von wem Steinbrück „seine“ Vorschläge abgeschrieben hat!

http://www.youtube.com/watch?v=V3rt3o4Ryrk

Aber pssst….nicht verraten!😉

Was früher der „Populist und Demagoge“ ist heute der „Finanzexperte“. Nungut…er braucht nicht zu befürchten, jemals „seine“ Vorschläge umsetzen zu müssen. Und Buch-Papier ist ja geduldig…

Das gleich mehrfach bemühte Bild von einem Sozialstaat, der „im Schraubstock“ von Demografie, veränderter Berufswelt und Globalisierung die Luft zum Atmen verliert

Vom Callboy der Banken, Versicherungskonzerne und steuerbefreiten Millionäre hat man auch nichts anderes erwartet. Das trifft für Merz übrigens auch zu.😉

Er schreckt auch nicht davor zurück, einen stärkeren Einfluss der Bürger auf die Zusammensetzung der Parlamente etwa durch eine Änderung des Wahlrechts zu fordern, obwohl eine solche Reform den Machtanspruch der Hinterzimmer nicht nur in seiner Partei erheblich in Frage stellen würde.

Jaaa…eine Wahlrechtsänderung wäre eine feine Sache! Weg mit den Parteilisten!

Wer gewählt wird, bestimmen dann nur noch Springer, Bertelsmann, INSM und Anne Will.

Dazu muss dann aber auch gehören, die bürgerliche Wählerstimme nach Kontostand zu gewichten. Schließlich muss der unerträgliche Zustand beendet werden, dass unsere leistungstragenden Millionäre und ihre Interessen von der Politik völlig ignorieret werden!

Es kann doch nicht so weitergehen, dass die Politik nur an die faulen Nichtsleister denkt!

Übrigens… es ist die Linke welche der Verfassungsfeindlichkeit verdächtigt und von den Staatsspitzeln der CDU und der FDP beobachtet wird!

Offensichtlich haben diese beiden Herrschenden Steinbrücks Buch auch schon gelesen.😀

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