alles leer

Gestern wie heute habe ich die Debatten im Bundestag verfolgt. In freudiger Erwartung eines „Aufregers“, über den es sich zu schreiben lohnt.

Das Ergebnis war eine herbe Entäuschung.

Die schwarz-gelben Marionetten sind derartig in ihren Wahnvorstellungen gefangen, dass sie den Blödsinn offenkundig selbst glauben, den sie ständig verkünden.

Da wird die Realität derart im Mund herumgedreht, bis man erstaunt vernimmt, dass womöglich schon am nächsten Montag „Dank der guten Politik der Koalition“ der allgemeine Wohlstand ausbrechen wird.

Immer wieder wird wiederholt, dass „unsere Kinder auf einem Schuldenberg nicht spielen können“. Diese hirnlose Floskel dient ständig dazu, dem Sparpaket des asozialen Gesindels eine Legitimation zu verschaffen.

Inhaltlich herrscht völlige Leere. Zur Rechtfertigung der 67er Rente sowie der Kürzung von Sozialleistungen wird immer wieder behauptet, es gäbe einen „demografischen Wandel“ und das daher diese Sozialleistungen sowieso nicht mehr benötigt würden.

Völlig vergessen wird dabei die eigene Demografie-Propaganda, wonach man erst in 30, 40 oder 50 Jahren mit einer „Rentnerschwemme“ und einer „demografiebedingten Vollbeschäftigung“ rechnet.

Nach den Floskeln und Phrasen der schwarz-gelben Minister folgt im Protokoll immer die größte „Oppositions“fraktion.

Die sogenannte „SPD“.

Bei jeder Rede dieses asozialen Packs habe ich festgestellt: diese politische Randgruppe ist flüssiger als Wasser. Sie ist überflüssig.

Da wird mit viel Empörung „kritisiert“, wofür man selbst seit dem Schröder-Regime die volle Verantwortung trägt. Während man sich in der sog. „SPD“ jahrelang standhaft einem Mindestlohn verweigert hat, wird heute darüber geschimpft, dass es keinen Mindestlohn gibt.

Wer soll so einen Verein denn noch ernst nehmen? Spätestens im Wahlkampf 2013 wird diese „SPD“ wieder alles dafür tun, um sich wieder am Rockzipfel der CDU hängen zu dürfen: Man wird sich auf Kritik an der FDP beschränken und immer wieder betonen „Mit uns hätte Frau Merkel vieles besser hinbekommen!

Die ehemaligen „Bürgerrechtler“ der Grünen haben ebenfalls ihre völlige Beliebigkeit unter Beweis gestellt. Während Trittin in einstudierter Form den „linken Grünen“ gespielt hat, durfte Fritz Kuhn ordentlich gegen die Linke holzen, um den Grünen Anerkennung bei CDU und FDP zu verschaffen.

Der einzige Lichtblick war die Linke.

Aber auch da kam wenig kämpferisches. Bis auf Gysi gestern und Ernst heute fand man keine echte Konfrontationslinie. Vermutlich hatte man Probleme damit, die Verbrechen der schwarz-gelben Korruptlinge UND die aktuellen Haushaltspläne in der kurzen Redezeit unterzubringen.

Na mal sehen ob sich das ändert, wenn die Leyendarstellerin ihre HartzIV-„Berechnungen“ nächste Woche vorstellt.

Eigentlich hatte ich vor, mir eine paar besonders dreiste Aussagen und Behauptungen aus dem heutigen Plenarprotokoll herauszusuchen.

Aber daraus wurde nichts. Das Geschwurbel der Vertreter von CDU, FDP, SPD und Grünen als Große Koalition war genauso mit Inhalten gefüllt wie eine Seifenblase. Es kam nichts, was nicht schon bekannt war. Also beschränkte man sich darauf, das Bekannte zu wiederholen und mit manch absurden Behauptungen zu begründen.

Am Ende der Bundestagsreden herrschte jedenfalls völlige Leere bei mir.

Auch die Durchsicht der aktuellen „Nachrichten“ konnte daran nichts ändern.

Rösler nimmt die Einkommensverluste des letzten Jahres zum Anlass, um noch ein weiteres Mal die Beitragsbemessungsgrenze abzusenken, obwohl die „Betroffenen“ in ihren Positionen kaum bzw. keine Rückgänge zu verzeichnen hatten.

Die INSM stellt eine ihrer „Studien“ vor über die „Lebensqualität der Ostdeutschen nach 20 Jahren Kapitalismus„. Solche Studien sagen naturgemäß garnichts aus, solange man nicht weiß, wie es den Ostdeutschen heute in einer reformierten DDR ginge.

Interressant ist lediglich, das sich das Niveau der Westdeutschen in den letzten Jahren entweder überhaupt nicht geändert hat oder sogar schlechter geworden ist. Erkennbar wird auch, dass die von der INSM gefunden Zahlen (Farbfernseher, Telefon, Auto…) sich auch für die Ostdeutschen seit 1996 nicht mehr verändert haben. Irgendwie leer und sinnlos das Ganze.

Der Finanzmarkt-Stricher Steinbrück hat ein Buch geschrieben. Mit dem keineswegs ironisch gemeinten Titel „Unterm Strich“.

Wie beim Volksverhetzer mit Sonderpension wird auch hier wieder ein Medien-Spektakel veranstaltet.

Wie zu lesen ist, steht in dem Buch kaum etwas zur Finanzmarktkrise. Das war zu erwarten, denn schließlich darf „Retter“ Steinbrück nicht darüber reden, was wirklich hinter verschlossenen Türen geschehen ist.

Stattdessen ist sein Machwerk angefüllt mit Lobpreisungen auf die Agenda2010 und die sog. „Sozialreformen“.

Der Steinmeier-Truppe empfiehlt er natürlich, sich von Sozialschmarotzern wie auch Gewerkschaften fernzuhalten um „fettere Weiden“ abzugrasen.

Er glaubt tatsächlich, die sog. „SPD“ würde wieder Wahlen gewinnen, wenn sie sich der neuem Mode der Lobby-Korruption wie bei CDU und FDP anpasst.

In einem demokratischen Rechtsstaat hätte er sein Buch im Gefängnis schreiben müssen.

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