noch ein Flux

BILD am 06.09.2010

Thilo Sarrazin ist tot

Ganz Deutschland ist entsetzt!

Gestern Abend wurde der große Vordenker und Sozialdemokrat Thilo Sarrazin (65) während einer von vielen Fans und Anhängern besuchten Vorlesung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“ von einem offenbar geistig verwirrten Attentäter erschossen.

Augenzeugen der Bluttat berichteten dem herbeigeeilten BILD-Reporter: „Herr Sarrazin hat ganz sachlich und faktenreich aus seinem Buch vorgelesen, als ein junger Mann ans Rednerpult stürmte und auf Herrn Sarrazin schoss.

Die zum Personenschutz anwesenden Polizeibeamten konnten das Attentat nicht verhindern, aber den Täter festnehmen.

Wie aus Polizeikreisen bekannt wurde, trug der Täter schwarze Socken, gehört also mit großer Sicherheit zum sog. „Schwarzen Block“ der Linken.

BILD am 07.09.2010 (einen Tag später)

Sarrazin-Mörder legt Geständnis ab!

Auf der Pressekonferenz zum Attentat auf den beliebten Querdenker und Aufklärer Thilo Sarrazin wurden Einzelheiten aus dem Geständnis des Attentäters bekannt:

Der Täter wiederholte gegenüber der Polzei ständig den Satz „Ich musste es tun! Sie haben ja gar keine Ahnung!

In der Kleidung des irren Mörders fand die Polizei ein noch nicht identifiziertes elektronisches Gerät sowie offensichtlich gefälschte Ausweispapiere.

Aus diesen Papieren geht hervor, dass der angeblich Attentäter aus Groß-Germania stammt und „Historiker“ sein soll.

Die plumpe Fälschung der Ausweispapiere fiel sofort auf, da als Ausstellungsdatum der 15. Mai 2050 eingetragen war.

Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt.

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und nun zur „Realität“…

Der Präsident des „Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall“ und Erfinder der allseits beliebten „INSM“ (heute in Gestalt des „Historikers“ Prof. Arnulf Baring bei Plasberg vertreten) gibt n-tv ein Interview zu den Forderungen der IG Metall nach einer 6%-Lohnerhöhung.

„Elite und Leistungsträger“ Kannegießer sondert einen gar abenteuerlichen Unsinn ab zu dem, was normale Menschen „Realität“ nennen:

Wir sind aber die wichtigsten Abnehmer der Stahlbranche. Deshalb sind wir auch von dem betroffen, was dort passiert. Die Stahlbranche kommt aus einem ganz tiefen Tal.

Nochmal zum mitschreiben: Kannegießer ist Chef der Stahl-Arbeitgeber. Also DER Lobbyist der Stahlbranche und der Metallverarbeiter.

Er redet hingegen, als würde seine Branche „Opfer“ eines höheren Tarifbaschlusses „dort“ sein.

Dabei sitzt er selbst höchstpersönlich am Verhandlungstisch der IG Metall gegenüber.

Bestimmte Sektoren werden wachsen: Dienstleistungen, Bildung, Gesundheit, Altenpflege.

Diese Segmente werden zu einem Großteil finanziert durch die Einkommen, die dort entstehen, wo unsere Stärken liegen, und mit denen wir uns weltweit in die Arbeitsteilung eingeklinkt haben.

Das ist richtig. Die Sozialsysteme werden aus Arbeitseinkommen finanziert. Und selbige Arbeitseinkommen werden dummerweise fast nur im Export „erwirtschaftet“.

Aber:

Wenn man es mit Hilfe von Propanganda-Initiativen und gekauften Politikern schafft, die „erwirtschafteten Einkommen“ von den „realen Einkommen“ zu trennen, wird man selbst leistungsloser Multimillionär und schaut lachend zu, wie die Sozialsysteme mangels lohnabhängiger Beiträge zusammenbvrechen.

Löhne sind zwar Einkommen und Kaufkraft, aber eben auch Kosten.

Sinnvoller ist es da, jeden Monat 1 Mio Euro in die INSM zu „investieren“, nicht wahr?

Unsere Arbeitnehmer sind weltweit die bestbezahlten. Die Entwicklung der Löhne spiegelt aber auch die Qualifikationsstruktur wider.

Ob er nach diesem Interview wohl mit einer 3m langen Nase wie Pinocchio herumläuft?

In den letzten zehn, zwanzig Jahren ist ein Problem mit den Geringqualifizierten hinzugekommen, die den größten Anteil an den Langzeitarbeitslosen haben.

Schon seit 2006 ist offiziell bekannt, dass die „Geringqualifizierten“ mit einem Anteil zwischen 12% und 15% den größten Anteil an den Langzeitarbeitslosen haben.

Bei einer deratigen Qualifikation im Bereich „Mengenlehre“ ist es nicht verwunderlich, dass wir heute einen Super-XL-Aufschung haben. (zumindest bei den Kapitaleinkommen…wie immer)

Da sind die Löhne geringer. Es ging ja darum, zunächst einmal Arbeit zu schaffen.

Ganz nach dem Motto seiner großen historischen Vorgänger: Arbeit macht frei!

Wir stehen in einem internationalen Wettbewerb und wollen uns dort bewähren, wie es auch die Lissabon-Strategie vorsieht.

Wieder die alte Legende von der „Globalisierung“, welche allerlei „Reformen erfordert“.

Dass dieser Lohndumpingwettbewerb eine von den Kapitalbesitzern gewollte Strategie ist, gibt er zumindest zu. Allerdings merkts mal wieder keiner…

Arbeitslosigkeit ist für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft ein schlimmes soziales Problem.

Nanu? Hat er nicht eben noch erlogen, das Langzeitarbeitslosigkeit „im größten Anteil“ Geringqualifizierte betrifft?

Und wird INSM-Baring nicht heute Abend bei Plasberg wieder behaupten, Geringqualifizierte seien an ihrer Armut selbst schuld?

Zeitarbeit war stets als Instrument zum vorübergehenden Ausgleich von Ungleichgewichten gedacht. Es war nie die Absicht, eine Reservearmee mit niedrigen Löhnen zu schaffen.

Selten so schamlos gelogen, Herr Kannegießer! Zumal sie immer noch jeden Monat einen Judaslohn an ihren INSM-Botschafter Clement überweisen lassen.

Aber in unserer Wirtschaftsgeschichte waren es immer bildungsferne Schichten, die man motivieren und an bestimmte Arbeiten heranführen musste und konnte.

Jaja…wenn es um „Arbeitsanreize“ geht, brüllt Kannegießer immer(!) ganz laut nach dem Staat, welcher mal wieder die Sozialleistungen kürzen „muss“.

Er selbst kam bisher nie auf die Idee, selber „Arbeitsanreize“ zu schaffen. Selbst die polnischen Spargelstecher machen inzwischen einen großen Bogen um die „Neue Soziale Marktwirtschaft“, welche Kannegießer & Co hier eingeführt haben.

Aber es wird auch weiter Bereiche mit einfachen Arbeiten geben, für die wir Angebote machen müssen. Das ist besser, als Menschen zu alimentieren.

So ein dummes Schwein! Das System der „Aufstocker“ war eine der Grundforderungen seiner INSM bei den Hartz-Gesetzen.

Wir müssen hier und da vielleicht auch einen gewissen Druck ausüben, aber eben auch Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.

Beschäftigungsmöglichkeiten….wie wäre es zur Abwechslung mal mit „bezahlten Arbeitsplätzen“?

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2 Kommentare - “noch ein Flux”

  1. wareluege Says:

    Wieso gezwungen? Wegen dem „musste“?😉

  2. ebook leser Says:

    So ein Schritt weiter, die Bundesbank hat den Sarrazin entlassen, der Wulf wird ja nix dagegen einzuwenden haben. Jetzt ist der Gabriel am Zuge. Ich bin mal gespannt wie das bei der SPD jetzt vorangeht, denn der Gabriel hat sich ja am Wochende entsprechend geäussert.


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