Rachel Corrie

Rachel Corrie starb im Alter von 23 Jahren unter den Ketten eines israelischen Bulldozers in Rafah (Gaza).

Sie wurde zum Symbol der internationalen Solidarität mit den Insassen des KZ Gaza und zugleich zum Symbol für die israelische Geringschätzung nicht-jüdischen Lebens.

Obwohl sie zusammen mit vielen anderen Menschen am 16. März 2003 in Rafah gegen die willkürliche Zerstörung palästinensicher Häuser durch israelisches Militär protestierte, wurde aus ihrem Tod (selbstverständlich) in den israelischen Regierungsberichten „ein bedauerlicher Unfall“.

Obwohl sie US-Amerikanerin war, haben sich die glorreichen „Partioten“ des weißen Hauses nicht für sie oder die Umstände ihres Todes interessiert.

In den deutschen Medien beschränkt man sich bis heute darauf, dass sie „in Gaza ums Leben kam“. Durch wen und warum erfährt man natürlich nicht.

Heute nun ist ein Solidaritäts-Frachter mit ihrem Namen auf dem Weg nach Gaza.

Der Frachter ist ein „Nachzügler“ der Gaza-Flotille, da er wegen eines unerklärlichen Maschinenschadens aus Zypern in der vergangenen Woche nicht auslaufen konnte.

In der letzten Nacht traf die „Rachel Corrie“ nun im internationalen „israelischen“ Hoheitsgebiet ein.

Kurz nach 06:00 Uhr heute morgen befand sich das Schiff 25 Meilen vor Gaza. Allein diese Tatsache ist schon ein großartiger Erfolg. Nur nochmal zur Erinnerung: Soldaten des israelischen Terrorstaates stürmten die Gaza-Flottille am Montag bereits 80 Meilen vor der Küste!

Die „Rachel Corrie“ wurde ab einer Entfernung von 30 Seemeilen von 2 israelischen Kriegsschiffen (vermutlich wieder Zerstörer) verfolgt. Kurz vor dem Erreichen der Gaza-Hoheitsgewässer schalteten die Israelis ihre Störsender ein, so dass es seit kurz nach 06:00 Uhr keinen Kontakt mehr zum Schiff gibt.

Um 06:45 Uhr meldete die israelischen Haaretz, der Frachter wäre in den Gaza-Hoheitsgewässern angekommen. Ebenso wird gemeldet, das israelische Militär hätte geplant, das Schiff mit Bordwaffen zu beschießen, um es manovrierunfähig zu machen. Damit soll eine Bitte um „Rettung“ durch Israel erzwungen werden. Hilfe von aussen ist momentan für das Schiff nicht erreichbar.

terroristische Fracht

In den Laderäumen der „Rachel Corrie“ befinden sich neben zahlreichen Hilfsgütern wie medizinischen Geräten, Verbandmaterial oder auch Kinderspielzeug eine hochgefährliche, extremistische Terrorfracht: 550 Tonnen Zementsäcke.

Vor diesen Zementsäcken hat Israel große Angst!

Man könnte ja denken, die Hamas würde die schweren Zementsäcke über die Mauer werfen wollen, um Israel zu vernichten oder israelische Bürger in Angst und Schrecken zu versetzen…aber die Zementsack-Gefahr ist noch viel gemeiner und hinterhältiger: Der Schurkenstaat Israel befürchtet, man könne in Gaza mit dem Zement Bunker bauen!

Jawohl… Bunker!

Ausserhalb israelischer Wahnvorstellungen von der „immerwährenden ewigen Vernichtungsgefahr“ dienen Bunker im Rest der Welt dem Schutz von Menschen.

Man baut Bunker, um sich darin vor Angriffen mit Bomben, Granaten und Raketen zu schützen. Als Waffen sind Bunker schon auf Grund ihres unhandlichen Gewichtes ungeeignet.

Berücksichtigt man die hochmodernen militärischen Mittel der israelischen Armee IDF und die herkömmliche Bauweise der „Terrorwaffe Bunker“ wird schnell klar, dass ein einziger Schutzbunker gegen israelischen Luftangriffe mindestens ein Vielfaches dieser Zementmenge bräuchte.

Bunker werden übrigens nicht aus Zement, sondern aus Beton mit „Stahlskelett“ gebaut. Zement dient bei der Herstellung von Beton als Bindemittel zusammen mit Kies, Sand und Wasser.

Wovor hat Israel also Angst?

Der Zionistenstaat Israel hat einfach nur Angst davor, dass minderwertige Palästinenser die beinahe täglich stattfindenden Luftangriffe überleben könnten. Vor allem jene Palästinenser, welche als „Hamas“ demokratisch gewählt wurden und mit denen man eventuell über eine friedliche Konfliktlösung verhandeln müsste.

Nicht bedacht wird von Israel dabei: Wenn die Hamas „ausfällt“, könnten noch wesentlich radikalere Gruppen in Gaza an die Macht kommen und nicht nur den Rückzug Israels in die Grenzen von vor 1967 fordern, sondern eine „Endlösung der Judenfrage in Palästina“ anstreben.

Es wird irgendwie immer deutlicher, dass die rechtsradikale zionistische Regierung mit ihrer Kriegspolitik dem Dritten Reich näher steht als der menschlichen Zivilisation.

News:

Reuters meldet: Die Autopsie der türkischen Aktivisten hat ergeben, das etwa 6x auf jedes Opfer geschossen wurde. 5 Aktivisten starben durch Kopfschüsse aus unmittelbarer Nähe. Man geht von gewaltsamen Hinrichtungen aus.

(für Frank B.: Quellen: Twitter, freegaza.org, Google-News, Haaretz.com u.a.)😉

07: 30 Uhr: Die israelische Marine beobachtet die „Rachel Corrie“ weiter. Der Frachter wurde aufgefordert, den israelischen Hafen Aschdod anzusteuern. Passagiere und Besatzung haben abgelehnt.

07: 45 Uhr Israel droht damit, die „Rachel Corrie“ nach Ashdod „abzuschleppen“.

Per Lautsprecher wurden die Passagiere aufgefordert, sich gegenüber den Marinebooten zu identifizieren. Es besteht weiterhin kein Kontakt des Schiffes zur „Basis“ auf Zypern.

08:00 Uhr: Israel hat gegenüber der „Rachel Corrie“ die Behauptung wiederholt, es gäbe zwischen den Regierungen Irlands und Israels ein Abkommen darüber, die Fracht in den israelischen Hafen Ashdod zu bringen. Israel hat (mal wieder) gelogen. Das Schiff hat die volle Unterstützung der irischen Regierung.

08:10 Uhr: Die israelische Marine hat den Frachter an der Grenze zu den Gaza-Hoheitsgewässern gewaltlos gestoppt. Angeblich sei dies eine legale Maßnahme.

08:24 Uhr: freegazaorg befürchtet den Einsatz von Hubschraubern. Antwort auf die „Abschlepp-Drohung“: Wenn ihr die „Rachel“ abschleppen wollt, müsst ihr erst ihre Maschinen zerstören!“.

08:30 Uhr: Sky News meldet, das Schiff hätte eine zweite Aufforderung für Ashdod bekommen. Die Quelle ist bisher unbekannt. Der direkte Kontakt zum Schiff ist immer noch gestört.

09:00 Uhr: Von Gaza aus wurden 6 israelische Kriegsschiffe auf dem Weg zur „Rachel Corrie“ mit Fahrtrichtung Süd-West gesichtet.

Haaretz.com: Laut israelischem Army Radio soll der türkische Ministerpräsident Erdogan angeblich erwägen, persönlich auf einem Gaza-Hilfsschiff durch die Blockade zu fahren.

09:30 Uhr: In Gaza aufgefangener Funkspruch der israelischen Kriegsschiffe an die „Rachel Corrie“: „Fahren Sie direkt zum Militärhafen nach Ashdod oder wir werden Gewalt einsetzen!“

Die „Rachel Corrie“ lehnt weiterhin ab.

Ein israelischer Regierungssprecher bestätigt 3x Kontakt zur Rachel Corrie sowie die Absicht, Gewalt einzusetzen, falls die „Rachel Corrie“ weiterhin am Ziel „Gaza“ festhält.

Er hofft aber, dass die „Rachel Corrie“ vor der angedrohten Gewaltanwendung kapituliert und die Blockade offiziell anerkennt.

09:45 Uhr: Al Jazeera meldet, dass sich israelisches Militär auf das Entern des Schiffes vorbereitet.

Ein von der IDF verbreitetes Video stellt sich als üble Fälschung heraus.

09:50 Uhr: Die „Rachel Corrie“ lehnt weiterhin ab, die Hilfsgüter dem israelischen Militär in Ashdod zu „übergeben“. Die israelische Marine bereitet die Anwendung militärischer Gewalt vor.

bin wieder da…

gegen 12:00 Uhr: Die israelische Armee hat die „Rachel Corrie“ gewaltfrei mit Einverständnis der Besatzung geentert. Entgegen der Vereinbarung über eine Ladungskontrolle hat die IDF das Schiff in ihre Gewalt gebracht und entführt die „Rachel Corrie“ nach Ashdod.

Die israelische Regierung lässt verbreiten, man hätte an Bord Waffen gefunden und wäre auf Widerstand gestoßen. Dies ist definitiv falsch.

12:45 Uhr: Schwedische Hafenarbeiter sperren ihre Häfen vom 15. Juni bis zum 24. Juni für israelische Schiffe😀

Der Boykott ist vorläufig befristet.

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