BILD und das Morgengrauen

Wie immer zeigte sich Springers BILD sehr zurückhaltend in den Berichten über das aktuelle Kriegsverbrechen des Staates mit dem „von Gott auserwähltem Volk“.

Nachdem die Regierung dieses „göttlichen Volkes“ nach dem Terrorakt auf hoher See zum Ziel internationaler Proteste geworden war, musste man bei BILD gleich mal dem zionistischem Terrorregime beistehen.

Man ließ sich also die israelische Regierungspropaganda schicken und konstruierte daraus einen typischen „Bericht“ zur Legitimation der israelischen Aggressionspolitik:

Israel stürmt Schiffs-Flotte der Hamas-Helfer

Na klar… „Hamas-Helfer“.

Stellt sich bloß die völlig unbedeutende Frage, wie man der Hamas mit Elektro-Rollstühlen, Fertighäusern, Mullbinden, Krankenhausbetten und Wurstkonserven helfen könne bei der angeblich geplanten „Vernichtung Israels“. Aber BILD-Leser stellen keine Fragen (mehr)…

Bei dem Militäreinsatz der israelischen Militärs am Montag früh im Mittelmeer wurden mindestens neun Menschen getötet.

Bei Veröffentlichung des Artikels um 00:57 Uhr war bereits die Zahl von 19 Toten bestätigt worden.

Nach Angaben Israels hatten Aktivisten das Feuer auf die israelischen Soldaten eröffnet.

Achja? Mit was denn? Alle Schiffe wurden beim Beladen in Griechenland, der Türkei usw. von den örtlichen Zollbehörden überwacht, die Ladungspapiere geprüft und auf verbotene Güter untersucht.

Selbst mehrere Stunden nach der Entführung der Schiffe in den Schurkenstaat konnten die Piraten nichts weiter vorweisen als eine kleine Dose Reizgas (die Frauenhandtaschen-Version) und ein knapp 10 cm „langes“ Klappmesser eines Matrosen (Gesamtlänge!).

Das Militär wies sie darauf hin, dass der Gaza-Streifen eine geschlossene Militärzone ist.

Nanu? War Gaza nicht gestern noch „palästinensiches Autonomiegebiet“ wie das Westjordanland?

Daraufhin seien Elitesoldaten mit Strickleitern an Bord gekommen, wurden mit „schwerer Gewalt“, mit Messern und Knüppeln empfangen, so Benajahu

Avi Benajahu ist israelischer Militärsprecher. Auf den angeblich „authentischen“ Wackelbildern der IDF vom Überfall sind allerdings nirgendwo Strickleitern zu sehen.

Wahr ist hingegen, dass sich die israelischen Terror-Piraten aus ihren Hubschraubern abgeseilt haben. Kann man an Strickleitern herunterrutschen?

Am Montag Abend tauchten Videobilder auf, die zeigen, wie die Aktivisten Soldaten attackierten und verprügelten.

Ich habe mir das IDF-Propagandafilmchen mit dem Titel Close-Up_Footage_of_Mavi_Marmara_Passengers_Attacking_IDF_Soldiers auf Youtube natürlich mehrfach angesehen. Es ist deutlich zu sehen, dass die israelischen Piraten erst das Schiff überfielen, bevor andere Personen sich ihnen nähern konnten. Ebenfalls deutlich zu sehen sind die weißen Fahnen an den Bordwänden.

Allerdings ist durch die „überraschend“ schlechte Bildqualität nicht erkennbar, wer auf wen losgeht. Man kann lediglich eine Zivilperson im entfernten vorderen Teil des Schiffes sehen, welche einen Plastik-Stuhl in typischer Baumarktform über den Kopf hält.

Auf den Videobildern sind übrigens Datum und Uhrzeit unkenntlich gemacht worden. Ein eindeutiges Zeichen einer „Nachbearbeitung“.

Leider ist das Video rein zufällig zu kurz und zu schlecht, um die tatsächlichen Ereignisse klar erkennbar zu machen.

Die selbst ernannte „Solidaritätsflotte“ war am Sonntag trotz eindeutiger israelischer Warnungen von Zypern aufgebrochen, um die Seeblockade des Gaza-Streifens zu brechen.

Selbstverständlich verliert man in BILD kein Wort darüber, mit welchem Recht Israel eine Seeblockade durchführt oder welches Recht es zu irgendwelchen „Warnungen“ hat.

Die Polit-Aktion sollte das Terror-Regime in Gaza stützen, womöglich sogar Waffen für Israel-Gegner liefern und damit die Blockade Israels gegen den Terror der Hamas unterlaufen.

Seit mehr als 18 Stunden befinden sich die Schiffe in israelischer Gewalt und mehr als ein „womöglich“ hat man nicht zu bieten? Natürlich dient die Total-Blockade des angeblich „autonomen Palästinensergebietes“ Gaza nur dem Schutz vor dem „Terror der Hamas“ und nicht etwa der „Endlösung der Palästinenserfrage“.

Ich wäre auch „wütend“, wenn mir ein israelischer Terrorist durch die Schwimmweste hindurch einen Bauchschuss verpassen würde.

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