angekreuzt und abgehakt

Die „Schicksalswahl“ ist gelaufen.

Die Parteien mit den höchsten „historischen Verlusten seit Kaiser Nero“ haben sich beide zum Wahlsieger erklärt.

Herausgekommen ist ein sattes Unentschieden. So wie es jetzt aussieht, wird es in NRW wohl eine Große Koalition“ geben. Rüttgers faselt Dummzeuch von „mit allen demokratischen Parteien reden“, was ausgerechnet beim selbsternannten „Arbeiterführer“ an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten ist.

Die grüne Pfandflaschen-FDP sitzt wie immer zwischen den Stühlen und wartet auf das erste Angebot auf ein Ministerium. Zumindest erwägen die Grünen eine Koalition mit der Linken und lehnen eine bloße Duldung von Rot-Grün ab. Na mal sehen…

Pinkwart von der FDP hat stolz verkündet, nicht mit jenen zu reden, welche mit den „Extremisten“ sprechen.

Da es für die FDP eh keine Machtoption mehr gibt, kann er nun ungehemmt die Sau rauslassen. Als ob irgendwas an den demokratiefreien Liberalen nicht extremistisch wäre…

Frau Kraft aus dem Stall des Neuen Sozialen Demokraten Wolfgang Clement lässt womöglich die Koalitionsverhandlungen gleich von der BILD und den restlichen Kapitalisten-Medien führen.

Noch ein paar Tage „Kraftilanti“-Kampagne und schon wird sie wieder rechts abbiegen.

Die abgebliche „SPD-Linke“ Nahles hat ihr ja auch schon eine Koalition mit den gelben Demokratieverächtern vorgeschlagen.

Zumindest hat das letzte Sperrfeuer der Medien gegen die Linke kaum Wirkung gezeigt. Armin Fuhrer, welcher gern „Fakten über die DDR“ verbreitet, hat es im Focus noch am Vor-Wahltag geschafft, die Linke als „Nazipartei“ mit dem Artikel „SED: Die große Mutter der kleinen Nazis“ darzustellen.

Am 8. Mai feiert die Linkspartei wieder die „antifaschistische“ DDR. Selbst DDR-Gegner glauben die Mär vom Antifaschismus.

Achja? Am 8. Mai wird also die DDR gefeiert und nicht etwa die Kapitulation der Nazis?

Sehr interessant! Die deutsche Geschichte muss mal wieder korrigiert werden!

Der Rest seines Gelabers ist auch nicht besser. Fuhrer leugnet die antifaschistische DDR mit dem „Gegenbeweis“, das es in der DDR auch Entnazifizierungen anstatt Massenerschießungen von NSDAP-Mitgliedern gegeben hat.

Dabei ist die FDP (der Focus ist deren Hofpostille) selbst zutiefts kommunistisch. In meinem Wahlkreis sitzt ein ehemaliger Lehrer von mir für die FDP im Stadtrat. Und was war der nette Herr zu DDR-Zeiten? Ein überzeugter 120%iger mit dem Parteiauftrag, „persönliche Gespräche mit den Kindern von Antragstellern“ zu führen.

Ich wäre fast vom Stuhl gekippt, als ich seinen Namen auf der Kandidatenliste unter „FDP“ sah.

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Euroland ist abgebrannt

Die „demokratischen“ Politiker der Euro-Länder haben vor den spekulierenden Kapitalbesitzern kapituliert.

Anstatt selbige an die Kette zu legen, bürgen sie jetzt nicht nur für verzockte Pleitebanken, sondern nun noch für ganze Staaten.

Frau Bundesmerkel will „unser Geld, das Geld der Deutschen“ retten obwohl es „unser Geld“ schon seit 10 Jahren nicht mehr gibt.

Nun werden bei den Banken hunderte Milliarden Euro als Kredit aufgenommen um damit Kredite von hunderten Milliarden Euro abzusichern. Prompt stürzte der Wechselkurs zum Dollar ab und die Bank-Aktien erlebten einen Höhenflug.

Man hätte den Banken auch gleich Zugang zu den Gelddruckmaschinen geben können.

Selbstverständlich regiert der Neoliberalismus bis zum bitteren Ende: Die von obskuren Rating-Agenturen abgewerteten EU-Staaten sollen sich „gesundsparen“, um die Kürzungen bei Löhnen, Renten und Sozialleistungen direkt an die zockenden Kapitalisten weiterleiten zu können.

Dafür soll der IWF garantieren, welcher als Ersatz für die (teilweise) demokratisch gewählten Regierungen in diesen Staaten die Amtsgeschäfte führen soll.

Auch eine Idee „unserer“ christlichen und liberalen „Demokraten“.

Westerwelle kam gleich auf die glorreiche Idee, die Mitsprache in den EU-Gremien für die EU-Staaten vom Kontostand abhängig zu machen. Ganz so wie im demokratischen Mittelalter der Pfaffen und Fürsten.

Aber der Schuss könnte nach hinten losgehen!

Wenn die Staatshaushalte tatsächlich von unabhängiger Stelle berwertet werden…dann ist Deutschland der erste Kandidat für einen Euro-Rauswurf.

All das, was man den Griechen als „Manipulation der Staatsfinanzen“ vorgeworfen hat, findet sich in gleicher und ähnlicher Form auch in Deutschland.

Da gibt es unzähliger Schattenhaushalte, Kredite werden unter „Sondervermögen“ verbucht und zur Not lagert man Schulden in die Schublade „Wiedervereinigung“ aus.

Selbst die Merkelsteuer wurde als „Wachstumssteigerung“ 2007 verbucht!

Obwohl der Umsatz an Waren und Dienstleistungen durch die 19%-Mwst. zurückging, stieg 2007 das BIP. Wie das geht? Gaaaanz einfach: Man nimmt die Steuereinnahmen als Zeichen für „Wachstum“ mit in die BIP-Berechnung mit rein!

Offiziell hätte man die Mwst-Erhöhung herausrechnen müssen. Aber man hat erklärt, sie hätte sowieso keinen „messbaren Effekt“ gehabt und damit auf eine Nivellierung verzichtet.

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sparen sparen sparen!

Bis zur NRW-Wahl haben die schwarz-gelben Extremisten auf jegliche Hinweise verzichtet, wie sie mit Schuldenbremse und Steuersenkungen den Schuldenabbau vornehmen wollen. Obwohl es allen klar war, das es zu massiven Kürzungen staatlicher Leistungen kommen wird.

Wie zu erwarten war, hat die CDU mal wieder ihren brutalstmöglichen Roland Koch an die Front geschickt, um ein paar Nebelbomben zu werfen.

Aktuell schlägt er vor, bei der Kinderbetreuung und der Bildung zu sparen. Dazu erklärt er, die Schaffung von Kindergartenplätzen für „unfinanzierbar“.

Selbstverständlich wird sein „Sparvorschlag“ brutalstmöglich zurückgewiesen um als „Alternative“ den Stammtischen diverse Sparvorschäge aus den Bereichen HartzIV und Rente zu unterbreiten.

Ganz nach bewährtem Drehbuch der „alternativlosen Sachzwänge“.

Damit könnte dann auch der Loser Westerwelle wieder das Maul aufreissen über die faulen Sozialschmarotzer und die Privatisierung der Sozialversicherungen zu Gunsten der Eigentümer seiner Partei fordern.

Dann kommt wieder „statt Pflicht zur gesetzlichen Versicherung eine gesetzliche Pflicht zur Versicherung„.

Das wird auch Frau Kraft im Bundesrat nicht verhindern…schließlich „müssen alle demokratischen Parteien in der Krise zusammenhalten“.

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One Comment - “angekreuzt und abgehakt”

  1. Radioheadhörer Says:

    Die LINKE als Linksextremistisch zu bezeichnen, finde ich schon dreist. Jeder, der sich nicht Meinungskonform verhält, ist also schon ein Extremist.
    Wenn die SPD in NRW mit der FDP oder der CDU gemeinsame Sache macht, dann haben die „Genossen“ nicht das Geringste aus den letzten Jahren gelernt. Woher stammen denn die LINKE-Wähler aus NRW?
    In Brandeburg klappt das Bündis Rot/Rot auch ganz gut. Das hat sich die SPD mal getraut. Ich hab die Hoffnung ja noch nicht ganz augegeben …


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