moderne Dienstleistungen

Wenn Besatzer in Afghanistan töten, nennt man diesen Vorgang heute „lebensgefährliche, tödliche Dienstleistung„.

Dieser Neusprech ist eine Erfindung des Kriegshetzers, Folterfans und „Historikers“ Michael Wolffsohn.

Wolffsohn ist geborener Israeli, überzeugter Zionist und arbeitet an der Bundeswehr-Universität München.

Dort lehrt er zynischerweise „Neuere Geschichte“. Etwa ein Drittel der Bundeswehr-Uni-Absolventen hat bei einer Umfrage erklärt, einer rechten Militärdiktatur den Vorzug vor Demokratie zu geben.

Ossifizierung der Bundeswehr

(Text geklaut aus luzi-m.org)

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es im Osten der Republik so genannte Arbeitslose gibt, die Drecksjobs wie beim Militär offenbar lieber annehmen als weniger arme Menschen.

Der Historiker und Folterbefürworter Michael Wolffsohn beklagt in der Thüringer Allgemeinen eine zunehmende „Ossifizierung“ der Bundeswehr. Dies hänge eng mit der ökonomischen Situation in Ostdeutschland zusammen, sagte der blitzgescheite Wissenschaftler von der Bundeswehr-Universität München.

Wolffsohn zufolge ist die deutsche Armee auf dem Weg zur „Unterschichtenarmee“: „Die lebensgefährlichen, tödlichen Dienstleistungen sind den Unterschichten vorbehalten. Ich halte das für einen Skandal“.

Respekt erstmal für Ihre Wortschöpfung, Herr Wolffsohn. Den Beruf des Sterbens und Tötens für andere Interessen als „lebensgefährliche, tödliche Dienstleistung“ zu bezeichnen, das hat was. Leider kommt Ihr neuer Worthülsenvorschlag reichlich spät, wo doch Ihr oberster Dienstherr Guttenberg zumindest umgangssprachlich schon von Krieg spricht.

Außerdem, Herr Wolffsohn: dass die verarmten Ostdeutschen lieber für relativ viel Geld töten (und vielleicht sterben), als weiter arm zu sein, ist kein Skandal. Es gehört zu einem kapitalistischen Staat mit teilweiser Berufsarmee schlicht und ergreifend dazu. ein Blick in die USA etwa zeigt das schon seit langer, langer Zeit. Aber das ist für einen Militärhistoriker natürlich nicht so leicht zu verstehen.

Dass junge Ostdeutsche länger in der Bundeswehr dienen wollen, sieht nun der FDP-Abgeordnete Rainer Stinner aber nicht als Normalität im Kapitalismus, sondern als Zeichen für die Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr. „Die steigt, wenn andere Möglichkeiten nicht gegeben sind. Das ist nichts Schlechtes“, sagte er der Thüringer Allgemeinen.

Genau, Herr Stinner. Ebenso steigt z.B. auch die Attraktivität von Sägespäne als Nahrung, wenn andere Möglichkeiten nicht gegeben sind. Auf diese Weise ließe sich auch die Attraktivität von Zwangsarbeit steigern, wenn die Alternative hungern (oder Sägespäne) hieße, gell?

Ach, hat Ihnen der Guido schon erzählt? Nun denn …

(geklaut weil…ich hätte es auch nicht anders ausgedrückt)😉

Wer anderen eine Grube gräbt….

Die von der Hartz-Kommission erfundenen „modernen Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ werden nun auch verstärkt zum „sozialen Netz“ der Leistungeträger und Eliten.

Im Focus heulen sich ehemaligen „Leistungsträger und Führungskräfte“ darüber aus, dass sie in den Hartz-Gesetzen keinen Sonderstatus erhalten.

Nun erkennen diese „hochqualifizierten“ Arbeitslosen, dass sie nicht genug Bildung hatten um zu erkennen, das auch ein Leistungstragender Angestellter nichts weiter als ein Angestellter ist.

Jahrelang haben sie gegen „das faule HartzIV-Pack“ gehetzt, welches auf „ihre Kosten“ einen „Wohlfahrts-Sozialstaat“ genießt anstatt sich eigenverantwortlich um einen („wenn auch gering bezahlten!„) Arbeitsplatz zu bemühen.

Sie wählten fleißig diverse „Arbeitsmarktreformer“ von Schröder bis runter zu Westerwelle, welche ihnen einen neuen Status als „Elite“ sowie den staatlich subventionierten Ausstieg aus Sozialsystemen und Einkommenssteuer versprachen.

Jetzt ist der Beginn der realwirtschaftlichen Krise ein Jahr her und selbige Eliten reiben sich verwundert die Augen: Statt wie ihre Vorbilder nach oben zu fallen, reicht man ihnen grinsend einen HartzIV-Antrag.

Sinneswandel

Mit dem Eintritt in den „anstrengungslosen Wohlstand“ des Alg2 wird diesen ungebildeten Leistungsträgereliten nun bewusst, das sie auch nur Kanonenfutter des Kapitals gewesen sind.

Sie haben jahrelang die Fallgrube „Arbeitsmarktreformen“ ausgehoben und stürzen nun selbst ab:

Wütend ist sie. Zornig auf die Politiker, die Arbeitslose als faule Kerle abstempeln, die nichts leisten wollen und nur den Sozialstaat schröpfen. Petra Sommer hat im Juli vergangenen Jahres ihre Stelle verloren.

Achneee… früher hat sie noch patriotisch das gelbe „Mehr Netto vom Brutto“ gewählt als „schweigende Mehrheit“ und nun plötzlich sowas?

In dem Moment, in dem sie Hilfe gut gebrauchen könnten, kommt von den Mitarbeitern der Arbeitsagenturen kaum Unterstützung.

Warum auch? Ihr „Leistungsträger und Eliten“ habt doch selbst „zur Kostensenkung“ immer Eigeninitiative von Arbeitslosen gefordert und das Arbeitamt zu einer „Arbeitsagentur“ gemacht, welche sich nur noch um die „wirklich Bedürftigen“ kümmern sollte. Schon vergessen?

Während die Arbeitslosigkeit 2009 im Schnitt um 5,6 Prozent gestiegen ist, nahm die Zahl der Jobsuchenden unter ihnen um 6,1 Prozent zu.

Nanu? War „Job verlieren“ nicht immer ein Merkmal der „Un- sowie Geringqualifizierten“? Waren die „Eliten“ nicht immer fest davon überzeugt, man könne den Sozialstaat wegsparen, weil sie ihn sowieso niiiiieeee bräuchten?

Wer hat denn die wiederholten Absenkungen der Arbeitslosenversicherungsbeiträge stets gefordert und anschließend bejubelt?

Die Karrierefrau nimmt die Sachen gern selbst in die Hand. Das aber ist im Apparat der Arbeitsagentur nicht immer vorgesehen. Eigeninitiative trifft schnell auf Vorbehalte.

Achja? Seit wann?

Seit dem 1. Januar 2005 gibt es nur noch „Eigeninitiative“ als Geschäftsmodell der Armutsagenturen. Fehlende Eigeninitiative wird sogar bis zum kompletten Leistungsentzug hart bestraft. Irgendwie sind dem FDP-Focus mal wieder die „Fakten! Fakten! Fakten!“ abhanden gekommen.

Naja…Realitätsverlust gehört in diesen gesellschaftlichen Kreisen eh zum Alltag.

Als auch nach mehr als 120 Bewerbungen keine Aussicht auf Anstellung bestand, wollte sich Sommer zum Business-Coach weiterbilden.

Faules Leistungsträger-Gesocks! Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit!😀

Sie hatte ein Jahreseinkommen von 160 000 Euro plus Dienstwagen.

„Abgesehen von dem Unseriösen, hätte ich da höchstens 25 000 Euro Jahreseinkommen erwarten können.“

Hoffentlich hat man dir dein Alg2 gleich um 30% gekürzt! Hat dir keiner aus der verschmähten Unterschicht (ich weiß…mit solchen Nichtsnutzen wolltest du nie zu tun haben) erzählt, das mit der Abgabe des HartzIV-Antrages nicht nur alle Qualifikationen hinfällig werden, sondern auch jeder Anspruch auf Menschenwürde?

Alles ist zumutbar, was nicht im Strafghesetzbuch erwähnt wird! Obwohl es nur eine Frage der Zeit ist, bis Drogen- und Menschenhandel legalisiert werden. Bei der Sklaverei als neudeutsche „Leiharbeit“ hat es ja auch geklappt!

Mehr als fünf Jahre leitete der alleinstehende Mediengestalter in einem kleinen Unternehmen die Druckabwicklung. Zwar sei er bei der Arbeitsagentur gut aufgenommen worden, habe auch Adressen mit offenen Stellen bekommen. Doch zu Vorstellungsgesprächen habe dies nie geführt.

Unqualifizierter Versager! Der Mangel an Vorstellungsgesprächen ist einzig auf die Tatsache zurückzuführen, dass du keine ordentlichen Berwerbungen schreiben kannst, das du kein Benehmen hast, dich von Bier und Zigaretten ernährst und auch sonst nichts taugst!

Wer sich bemüht, ordentlich lebt und verantwortungsbewusst ist, bekommt jederzeit und überall einen gutbezahlten Job!

Langzeitarbeitslose Leistungsträger…das ist doch nur wieder Propaganda der Linksextremisten! Sowas gibt es doch in Deutschland garnicht!

Und was sagt dein Lobbyist vom „Verband Führungskräfte Chemie“ dazu?

Wie in der Krankenversicherung sollte ab einer gewissen Einkommenshöhe die Möglichkeit bestehen, sich für eine private Arbeitslosenversicherung zu entscheiden, fordert Stefan Ladeburg.

„Dann könnten gerade die Führungskräfte leichter auf private Vermittler zurückgreifen“

War ja mal wieder klar. Nun auch noch eine „Beitragsbemessungsgrenze“ in der Arbeitslosenversicherung, damit auch noch der letzte Rest sozialstaatlicher Beteiligung abgeschafft wird.

Und was soll der Unfug mit den „privaten Arbeitsvermittlern“? Abgesehen von der Tatsache, das es diese Branche nur zur Abzocke von „Vermittlungsgutscheinen“ gibt…

Auch private Vermittler können nur vermitteln, was da ist.

Sollten sich tatsächlich alle „Leistungsträger und Eliten“ aus der Arbeiotslosenversicherung verabschieden und nur noch bei privaten Arbeitsvermittlern registriert sein, dann gäbe es plötzlich in der offiziösen Statistik keine arbeitslosen „Eliten“ mehr. So wie bereits heute „privat Betreute“ nicht mehr mitgezählt werden.

Und somit wäre die Propaganda-Legende „Leistungsträger werden nicht arbeitslos“ mal wieder gerettet.

PS: Dieser Artikel kann Spuren von Ironie, Zynismus und Wahrheit enthalten.

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5 Kommentare - “moderne Dienstleistungen”

  1. Hetman Says:

    ich gönne es ihnen und hoffe, es trifft schnell noch mehr dieser typen – ich freu mich, wenn sie ihre eigene medizin schlucken dürfen

  2. mattys Says:

    bitterböser kommentar ,weiter so ich bin begeistert.
    leider trifft es zu wenig von den sogenannten eliten.
    es ist nur eine schande, wenn irgendwelche kurzarbeiter die zulieferer bei benz oder bmw, sind ihr leid im fernsehen klagen ((ach wir können nicht mehr ins kino gehen und nicht mehr ins theater) bei immer noch ca 2500euro netto

  3. theosoph Says:

    BRAVO !!!

    Das ist erst der Anfang. Das MONSTER aus Macht, Profithysterie und Marktkonkurrenz bis zum Krieg, frißt auch seine Frankensteins.(Seine Geburtshelfer also)Und verlasst Euch darauf: Es wird niemals satt !!
    Es wird fressen, bis der Planet kahl ist (verbrannte Erde). Kleiner Trost:
    es ist ein Monster auf tönernen Füßen, d.h., wenn es vollgefressen ist, wird es stürzen und niiiiieeeee-mehr aufstehen, weil es nur dieses eine Paar Füße hat. Muaaahhh !!!

    Oder anders und ganz lapidar gesagt:
    Der Kapitalismus frißt seine Kinder, nöch?!
    Tschühüß.

  4. Andreas Says:

    Joah, so ähnlich hab ich es auch kommentiert.

    http://www.duckhome.de/tb/archives/7893-Aufgelesen-und-kommentiert-2010-04-20.html

    Fehlt eigentlich nur noch die Einführung spezieller Arbeitsangebote für unsere arme arbeitslose Möchtegernelite. Ein-Euro-Jobs für den Pöbel und 100-Euro-Jobs für die „Leistungsträger“ …. wo ist die FDP, wenn man sie mal braucht ;o)

  5. bojenberg Says:

    Wolffsohn? Ist das nicht der Spacko, der damals auf allen Sendern bis zu letzt vehement das Maerchen verbreitet hat, Saddams Raketen reichen bis Berlin? Selbst als dieser Schwachsinn laengst von echten Experten wiederlegt wurde! Was fuer ein Schwachmat!


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