WELT der Marxwirtschaft

Ein überaus wichtiges Thema des Springer-Konzerns sind die Mänädscher (deutsch: „Leistungsträger“) – Gehälter des Nicht-Krisenjahres 2009.

Voller Stolz wird verkündet, wie die (mehrheitlich kriminellen) „Geschäftsführer“ der Kapitalbesitzer für ihre Machenschaften reich belohnt wurden.

Mal wieder an der Spitze: Joe Ackermann mit einer „leistungsgerechten Vergütung“ in Höhe von 9,551 Millionen Euro.

Dafür muss ein Durchschnittsverdiener lediglich 318 Jahre wirklich arbeiten.

Im Bilanzjahr 2009 kehrte die Deutsche Bank wieder in die schwarzen Zahlen zurück und verdiente knapp 5,2 Milliarden Euro.

Selbstverständlich verliert Springers WELT kein Wort darüber, wie sich Ackermännchen an diversen „Rettungspaketen“ der Merkel-Regierung für seine Kreditkunden (IKB, HRE) bereichert hat.

Ausgerechnet jene, welche ständig die Heiligkeit der „Marktwirtschaft“ anbeten, empfinden keinerlei Scham am neumodernen „Sozialismus für Reiche“. Dabei besitzen sie auch noch die maßlose Frechheit, von „verdienen“ zu reden!

Marxwirtschaft

Obwohl sich zu o.g. Artikel nur wenige Leser im Kommentarbereich geäußert haben, ist dem Kapitalistenpack nicht so recht wohl in seiner Haut.

Vorsorglich schickt man daher den Redaktions-Dummschwätzer Olaf Gersemann (intern) an die Front.

Selbstverständlich muss auch in diesem Jahr wieder die „Neiddebatten-Keule“ zum Einsatz kommen.

Managergehälter sind nicht Sache der Politik! behauptet Gersemann und liefert ein Prunkstück neoliberaler Dummheit und spätkapitalistischer Demenz Dekadenz ab:

Mit schöner Regelmäßigkeit wird in Deutschland eine Neiddebatte um Spitzengehälter geführt.

Bisher gab es weder Zeit noch Gelegenheit, eine „Neiddebatte“ überhaupt zu beginnen…

Die Politik fühlt verpflichtet, sich einzumischen. Staatlich verordnete Höchstbezüge entsprechen nicht den Regeln der Marktwirtschaft.

Ahja…er spricht von „Regeln der Marktwirtschaft“. Ich frage mich gerade, welche „Marktregeln“ hier wohl gemeint sein könnten?

Mir liegt der Verdacht nahe, bei den Managergehältern handelt es sich lediglich um die Macht zur Willkür der Kapitalbesitzer. Das ist allerdings kein „Marktrecht“, sondern lediglich Eigentumsrecht im Kapitalismus. Der Kapitalbesitzer entscheidet quasi „marktunabhängig“, wieviel ihm ein skrupelloser Angestellter wert ist.

Wobei zu Bedenken ist: Joe bekam für seinen Raubzug am Steuerzahler knapp 10 Mio Euro. Die Aktionäre als seine Arbeit- und Auftraggeber kassierten 5 Milliarden(!) Euro im „Krisenjahr“ 2009.

Also das 500fache!

5.000.000.000 Euro fürs Nichtstun, nur fürs „besitzen“. Eine tolle Leistung, welche sich auch ganz toll gelohnt hat!

Aber nun zum lustigen Teil des Gersemann-Kommentars:

Viele Dinge unterscheiden marxistische und marktwirtschaftliche Wirtschaftssysteme.

Stimmt…

Marxisten hängen der sogenannten Arbeitswertlehre an, sie glauben, sie könnten den Wert geleisteter Arbeit objektiv bestimmen – und damit auch eine angemessene Lohnhöhe.

Hmmm….

Marxisten sind laut Gersemanns WELTanschauung also jene, welche den Wert geleisteter Arbeit objektiv bestimmen – und damit auch eine angemessene Lohnhöhe.

Somit wäre eindeutig und zweifelsfrei klargestellt: Hans-Werner UnSinn, Michael Hüther, Dieter Hundt, Guido Westerwelle und Wolfgang Clement sowie viele andere Mindestlohn-Ablehner sind pure Marxisten und damit Hardcore-Kommunisten!

Boah! Wer hätte das gedacht?

Sobald es um den Mindestlohn geht, steigen selbige Kommunisten auf die Barrikaden und verkünden, sie könnten den „Grenzlohn“ eines Arbeitnehmers genau bestimmen und somit beweisen, das ein Mindestlohn  jene arbeitslos macht, welche mit ihrer objektiv betimmten Arbeitsleistung die Höhe der Mindest-Entlohnung nicht erreichen.

Oh man…und ich Trottel habe immer gedacht, Kommunisten reden wie Gysi und sehen aus wie Wagenknecht.

So kann man sich irren…

Eine Marktwirtschaft funktioniert ganz anders: In ihr bilden sich Preise im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.

Und weil das ein grundsätzliches Prinzip der „Marktwirtschaft“ ist, gibt es in fast allen Staaten mit kapitalistischer Diktatur Dinge wie „Kartellaufsicht“ oder wie hier „Bundeskartellamt“.

In einer Arbeitsstunde mögen noch so viele Fertigkeiten, Anstrengung und Herzensblut stecken: Ihr Wert ist im Privatsektor einer Marktwirtschaft stets davon abhängig, ob ihr Produkt auf zahlungsbereite Käufer trifft.

Hier legt sich der Hase (unbeabsichtigt) in den Pfeffer:

Gersemann spricht von „zahlungswilligen Kunden“. Das ist im Zusammenhang von „Arbeit und Lohn“ pure Heuchelei.

Den nicht-zahlungswilligen Käufern der Ware „Arbeitskraft“ hat der Staat als rot-grüne Bundesregierung sehr wohl (und bis heute von den Medien bejubelt) dabei geholfen, die Regeln der Marktwirtschaft mit Hilfe der Hartz-„Reformen“ ausser Kraft zu setzen.

Da gab es in den feudalen Einheitsmedien keinen einzigen „Journalisten“, welcher die Abschaffung des „Marktes“ im Arbeits“markt“ kritisiert hat.

Es wurde im Land der „sozialen Marktwirtschaft“ sogar zur Straftat erklärt, als Anbieter der Ware „Arbeitskraft“ mit dem Käufer über den Preis zu verhandeln.

Wer dennoch als „Arbeitnehmer“ nach den Regeln des Marktes seine Arbeitsbedingungen verhandeln wollte, wurde seit den Hartz-Gesetzen vom Staat(!) mit Sanktionen bis zum völligen Existenzentzug bestraft!

Auch hierbei gilt: Jede Einmischung des Staates in die „Lohnfindung“ ist purer Kommunismus!

Meist bewegen sich die Gewinne und die Gehälter des Spitzenmanagements im Gleichlauf.

Aha…die Mänädscher-Gehälter haben also keineswegs etwas mit „Leistung“ im Sinne von „Arbeit“ zu tun, sondern ausschließlich mit dem Endergebnis in Form reinen Profites.

Wer diesen Profit wirklich erarbeitet hat und mit einer subjektiven Wertschätzung (Betonung auf „*schätzung“) leben muss interessiert wie üblich niemanden ausser den Marktradikalen der Linken. Sowas aber auch!

Aber Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften darauf festzulegen, dass die Vergütung des Vorstands „in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen“ stehen (Artikel 1 VorstAG), ist eben nicht Aufgabe der Politik.

Hingegen sieht es Gerstemann als unbedingte (alternativlose) Aufgabe der Politik, eine angemessene Vergütung von Arbeitenden mit allen Mitteln zu verhindern.

Es kann ja schließlich nicht sein, das der „Arbeitnehmer“ in seiner grenzenlosen Gier auch noch zum „Lohnnehmer“ wird.

Soll das Proletenpack doch froh sein, für die wohltätigen Kapitalbesitzer arbeiten zu dürfen! Ansonsten müssten sie sich ja von denselben Wohltätern als Schmarotzer und Parasiten beschimpfen lassen.

Arbeit macht nunmal frei!

Im Marxismus ist eine solche Intervention folgerichtig. In einer Marktwirtschaft ist sie schlicht eine Anmaßung

Hä? Ja…wie denn nun?

Marxwirtschaft?

Im Marxismus ist staatlicher Einfluss auf die Entlohnung also folgerichtig?

Demnach herrscht im CDU/FDP-regierten Deutschland seit dem 1. Januar 2005 der Marxismus.

Hingegen ist es in einer Marktwirtschaft eine Anmaßung, wenn von Politikern die Managergehälter kritisiert werden. Erst recht in einer Zeit, in der sich mehrere Millionen „Arbeitnehmer“ nicht die Butter aufs Brot leisten können.

Wir wurden reingelegt!

In Deutschland herrscht seit mehr als 5 Jahren der pure Kommunismus und uns wird Tag & Nacht eingeredet, hier gäbe es eine „soziale Marktwirtschaft“.

Frechheit! Nichtmal ich habe diesen stalinistisch-marxistischen Systemwechsel bemerkt, Herr Gersemann!

Gefickt eingeschädelt!

Aber eine Frage hätte ich da noch:

Wann erfolgt endlich die Umwandlung von privatem Kapitalbesitz in gesellschaftliches Eigentum?

DAS ist das Wesensmerkmal des Marxismus, du Mediennhure des Kapitals!

Marxisten hängen der sogenannten Arbeitswertlehre an, sie glauben, sie könnten den Wert geleisteter Arbeit objektiv bestimmen – und damit auch eine angemessene Lohnhöhe.

Es wird Zeit, das sich die INSM der „marxistischen Plattform“ anschließt.

Dann könnten die oben abgebildeten Marxisten auch endlich mal die Berechnungsformel zur objektiven Arbeitswertbestimmung vorlegen.

Denn wir alle wissen ja: Übersteigt der Lohn den Wert der Leistung eines Arbeitnehmers, ist seine Arbeit „zu teuer“ und er verliert seinen Job…

Rettet die Marktwirtschaft! Am 9. Mai in NRW die Linke wählen!

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Die größte Freiheit des Menschen ist das Recht, „Nein!“ sagen zu können.

Die herrschende Klasse hat das „Nein!“ der Arbeiterklasse unter Strafe gestellt. (SGB II § 31)

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