Presseshow

Wochenend und Sonnenschein…. *träller*

Neee…nicht wegklicken…mein glockenfeines Gesangstimmchen ist ja nicht zu hören.  *räusper*

Ok, Wochenende:

Der 6-Billionen-Euro-Mann

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen hat sich mal wieder zu Wort gemeldet.

Der Zauberlehrling der INSM geht im Moment auf Tour mit seinem Satireprogramm „Es sind in Wahrheit 6 Billionen Euro Staatschulden!

Da Bernd bis heute als hochintelligenter Wissenschaftler-Darsteller keine Ahnung davon hat, was man unter „Umlagesystem“ versteht, hat er kurzerhand mal eben die zukünftigen Rentenansprüche und Sozialleistungen in seine „Berechnungen“ mit einbezogen.

Selbstverständlich greifen die systemischen Einheitmedien seine Halluzination auf und verbreiten fröhlich Verschuldungs-Panik sowie allerlei Vorschläge zur Kürzung von Sozialleistungen Staatsausgaben.

Allerdings hat Bernd nicht erwähnt, in welchen Zeiträumen er seinen 6-Billionen-Euro-Jackpot plündern will.

WELT schreibt:

Nach aktuellen Berechnungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen im Auftrag der Stiftung Marktwirtschaft, klafft in den öffentlichen Haushalten eine Nachhaltigkeitslücke im Umfang von 6,2 Billionen Euro.

„Noch viel stärker als die sichtbare Verschuldung von Bund, Ländern und Kommunen schlagen die Schulden, die in unserem Sozialstaat versteckt sind, zu Buche“, sagte Raffelhüschen zu WELT ONLINE.

Auftraggeber dieser „Studie“ ist die Stiftung Marktwirtschaft.

Die Auftraggeberin der Studie ist nach eigenen Angaben eine unabhängige Denkfabrik, marktwirtschaftlich orientiert und finanziert sich aus Spenden und Publikationen. Sie gilt als wirtschaftsliberal.

Den Professor Doktor Bernd Raffelhüschen (heute ist er mal „Forscher“ und „Finanzwissenschaftler“) erreicht man übrigens unter

raffelhueschen(at)stiftung-marktwirtschaft.de

Bernd ist Vorstand einer Stiftung, welche bei ihm „Studien“ bestellt.

Sowas nennt man bei der Unterschicht übrigens Selbstbedienungsmentalität.

Natürlich ist diese Studie (mal wieder)  völliger Unsinn.

Beispiel:

Man gibt pro Woche 100 Euro für seinen Lebensunterhalt aus.

Raffelhüschen schaut in den Kalender, stellt fest das der August 4 Wochen hat und erklärt dem verblödeten Volk: „Es gibt für den Monat August eine implizierte Verschuldung von 400 Euro! Es muss daher unbedingt gespart werden!

Das man Ausgaben nicht nur durch Verschuldung, sondern auch durch Einnahmen finanzieren kann, ist dem Kapitalisten-Stricher Raffelhüschen offenbar völlig unbekannt.

Zumindest kann er sich ja mit seiner „Stiftung Marktwirtschaft“ dem Thema „Selbstfinanzierung“ widmen. Zumindest solange, wie die Kapitalisten seine Stiftungen und Institute sowie die Medien finanzieren, in denen er sich wie ein Dorftrottel aufführen kann.

Hugo und linke Grundsätze

Die Parteiführung der Linken hat einen Vorschlag für ein Grundsatzprogramm in die parteiinterne Diskussionsrunde geworfen.

Inhaltlich steht nichts drin, was man nicht schon seit 20 Jahren kennt.

Trotzdem ist die Springer-Hetzpresse in große Aufregung geraten.

Die WELT faselt etwas von „Linksruck der Linkspartei!“ (boah ey…!) und Merkel-Arschkriecher Hugo Müller-Vogg ruft erstmal wieder nach der DDR:

Die DDR ist seit 20 Jahren tot, gescheitert an ihrer eigenen verlogenen Ideologie.

Typische Siegergeschichte. Die DDR scheiterte nicht an „ihrer Ideologie“ sondern vielmehr daran, sich von der Idee (Ideologie) des Sozialismus zu weit entfernt zu haben.

Klassenkampf und Diffamierung der sozialen Marktwirtschaft als Kapitalismus

Andersrum wird ein Schuh draus, Hugo!

Nur das von dir angebetete Kapitalistenpack hat ein Interesse daran, den Kapitalismus als Diktatur des Kapitals mit den wohlfeilen Worten „Soziale Marktwirtschaft“ zu verharmlosen. Die Steigerung von Kapitalismus ist „Faschismus“ oder eben auch „Neue Soziale Marktwirtschaft“.

Wenn alle Banken so wirtschaften wie die Landesbanken oder die Staatsbank KFW, dann ist die BRD wirtschaftlich bald so bankrott wie einst die DDR.

Tja….hätten die „Staatsbanken“ so erfolgreich gewirtschaftet wie die Privatbanken HRE, Commerzbank, Dresdner Bank, Deutsche Bank oder auch Sal Oppenheim hätten wir heute überall blühende Landschaften.

Und wäre die BRD heute so „Pleite“ wie die DDR mit ihren 20 Mrd. Euro Staatsschulden…

Stattdessen liegt die Neuverschuldung allein 2010 der erfolgreichen „Sozialen Marktwirtschaft“ schon höher als die gesamte DDR-Schuld von 40 Jahren.

„Die Linke“ bekennt sich – auf dem Papier – zur Demokratie. Doch will sie den „Systemwechsel“ erzwingen: durch „aktive Gegenwehr“ und politische Streiks.

Demokratie ist kein System, sondern ein Zustand. Allerdings ein Zustand, welchen Kapitalbesitzer im Kapitalismus in der Sozialen Marktwirtschaft niemals zulassen werden.

Hottes Mehrwertsteuer

Inzwischen sind die zahlreichen Forderungen selbsternannter „Wirtschaftsexperten“ nach einer 25%-Mehrwertsteuer zur „Krisenfinanzierung“ wieder in den Hintergrund getreten. Für Präsidenten-Marionette Hotte Köhler ergab sich nach seinem peinlichen Schweigen zum Hornissen-Debakel und den Reden des Guido Goebbels nun die Gelegenheit, die Mwst wieder in die Diskussionen zu bringen.

Dem FDP-Focus sagte Köhlers Hotte:

Wir sollten zum Beispiel darüber nachdenken, ob der Preis von Benzin nicht tendenziell höher als tendenziell niedriger sein sollte.

Gute Idee in einer Zeit, in der die Ölkonzerne an den Preistafeln wieder Amok laufen!

Natürlich protestelte der Blätterwald lautstark, genauso wie Autoclubs und Autohersteller.

Was folgt? Köhler hat Steuererhöhungen ins Gespräch gebracht und schon bald wird man sich „alternativ“ wieder an die Mehrwertsteuer erinnern.

Wir erinnern uns dann aber nicht mehr an die FDP-Protestheuchelei 2007 bei der Müntefering-Merkel-Steuerorgie zur „Refinanzierung“ der Steuergeschenke an Leistungswegträger wie Zumwinkel, Ackermann & Co.

Iran-Krieg

Nachdem die Kriegstreiber bis heute vergeblich versucht haben, aus dem iranischen Atomprogramm einen Grund für einen Angriffskrieg zu konstruieren, haben sie sich etwas Neues ausgedacht:

BILD: Iran bildet Taliban-Kämpfer aus

Radikalislamische Taliban-Kämpfer sollen im Iran ausgebildet werden, um in Afghanistan erfolgreich Anschläge gegen Nato-Truppen durchzuführen!

Der Iran habe einen regelrechten Trainingsplan entwickelt und biete die grausame „Schulung“ seit diesem Winter an.

Die Aufständischen werden laut „Sunday Times“ drei Monate lang in Lagern an der iranisch-afghanische Grenze trainiert.

Die „Sunday Times“ ist übrigens die britische Mischung aus BILD, WELT, Focus und FAZ.

Das Letzte

Das Bayerische Fernsehen gibt dem Chefredakteur und Chefhetzer des Focus, Helmut Markwort, jeden Sonntag am „Sonntags-Stammtisch“ die Gelegenheit, seine neoliberalen Hasspredigten einer breiten Öffentlichkeit zu verkünden.

FDP-Markwort lädt sich dazu jede Woche Gäste ein, welche die Aufgabe haben, seinen merkwürdigen Äußerungen zuzustimmen und ihm mit einer „Maß“ zuzuprosten.

Gestern war einer dieser Stammtisch-Gäste der Kabettist Bruno Jonas.

Markwort kam sehr empörend auf die Anklage der französischen Ministerin Lagarde zu sprechen, welche der deutschen Exportindustrie zu Recht Markt- und Wettbewerbsverzerrung durch staatlich gefördertes Lohndumping vorwarf.

Bruno Jonas gab sich ebenfalls empört und leugnete die jahrelange Lohndumpingpolitik der deutschen Kapitalbesitzer und ihrer politisch-korrupten Marionetten.

Bruno…du bist disqualifiziert!

Zumindest gab es gestern auch noch etwas Anständiges im Fernsehen.

Sogar im Doppelpack: Pispers und Gäste sowie die Wiederholung der Anstalt vom 16. März bei 3sat.

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2 Kommentare - “Presseshow”

  1. bojenberg Says:

    bin gestern versehendlich bei schleimbeutel beckmann (ARD) reingestolpert, wo sarah wagenknecht unsere arbeitsamts-uschi von der leiden auf die bretter geschickt hat! das war mal grosses kino!

  2. bojenberg Says:

    nachtrag:

    hier ist der spass fuer diese woche noch abrufbar.

    ard mediathek


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