Archiv für 17. Januar 2010

Ich will Krieg!

17. Januar 2010

Roland Koch, Ministerpräsident der Arbeitgeber- und Industrieverbände in der WirtschaftsWoche:

„Wir müssen jedem Hartz-IV-Empfänger abverlangen, dass er als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung einer Beschäftigung nachgeht, auch niederwertiger Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung.“

im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung

im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung

im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung

Ich will Krieg!

Unter Kriegsrecht gelten die Genfer Konventionen und Leute wie Koch können wegen einer solchen Äußerung ohne Verhandlung an die Wand gestellt werden. Als Kriegsverbrecher.

Aber wir sind nicht im Krieg. Noch nicht.

Was 1945 durch Kapitulation abgebrochen wurde, wird im Jahr 20 nach Neugründung Großdeutschlands fortgesetzt.

Die alten Machtstrukturen sind wiederhergestellt, Optik und Wortschatz der Neuen Zeit angepasst.

Nur der braune Unrat blieb unverändert. Er hielt sich versteckt, fraß tonnenweise Kreide und schuf die Illusion eines „sozialen Kapitalismus“.

Die Mittel und Methoden blieben. Man hetzt die Menschen mit Hilfe der Medien gegen eine wehrlose Bevölkerungsgruppe auf, um die uneingeschränkte Allmacht der Kapitalbesitzer und Sklavenausbeuter zu gewährleisten.

Schrittweise (wie 1933-1945) bereitet man die Massen auf die Bekämpfung von „Volksschädlingen“ vor. Früher war es „der Jude„, heute ist es „der HartzIV-Faulpelz„.

Haben wir versagt?

War es nicht die historische Aufgabe, „Nie wieder Krieg!“ und „Nie wieder Faschismus!“ zu verwirklichen und zu garantieren?

Wir haben versagt!

Wir haben gedacht, man könne das Kapitalistenpack zu Menschen umerziehen.

Aber wie hätte das funktionieren können, ohne ihnen die Basis ihrer Macht und ihrer Herrenmenschen-Ideologie, ihr Kapital, zu nehmen?

Nun ist es wieder soweit.

Ein Vertreter eines Vereins „guter Bürger“ mit dem Kürzel CDU (auch „bürgerliche Partei“ genannt) darf in aller Öffentlichkeit von einer bestimmten Bevölkerungsgruppe unbezahlte Zwangsarbeit im Zweifel in einer öffentlichen Beschäftigung fordern.

Zugleich setzt sich der hessische Ministerpräsident für höhere Hinzuverdienstgrenzen als Anreiz zur Annahme von Arbeit ein, wie er der „Wirtschaftswoche“ sagte.

Wer sollte denn diesen „Hinzuverdienst“ zahlen, wenn Arbeitslose zur Zwangsarbeit in der Privatwirtschaft gezwungen werden? Koch will ja nur in Ausnahmefällen eine „öffentliche Beschäftigung“ als HartzIV-Gegenleistung…

Politik muss die notwendige Härte haben, solche fordernden Elemente einzuführen und durchzusetzen, weil sie die Gegenleistung für eine sehr großzügige Unterstützung der Bürger und Steuerzahler sind.“

HartzIV als „sehr großzügige Unterstützung„?

Hotelbesitzer Baron August von Finck hat sich bei Merkel, Seehofer und Westerwelle eine Steuersenkung zum Preis von 1,9 Mio Euro gekauft.

Nur so als Information für jene, welche noch immer nach Sinn und Grund für die Mwst-Senkung im „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ suchen.

Selbstverständlich sind diese 1,9 Mio Euro „Demokratie-Finanzierung“ nur ein kleiner Bruchteil des durch das Gesetz entstehenden zusätzlichen Profites. Ich schätze mal, es werden nicht mehr als 5% davon in die Kassen der „Bürger-Parteien der Mitte“ geflossen sein.

Wer den Erfolg der Agenda2010 und der Hartz-Gesetze mit eigenen Augen sehen möchte, kann ja mal HIER klicken.

Ich will Krieg!

Friede den Hütten, Krieg den Palästen!