Frey-ZEIT beim ZDF

Der hessische Berlusconi hat es geschafft. Neuer Chefredakteur des ZDF wird der rechtslastige katholische Fundamentalist Peter Frey.

Selbstverständlich gab es im Vorfeld massenhaft Kritik an den Vorgängen rund um die Entscheidungsfindung.

Und so sah sich die ZEIT der Hardcore-Neoliberalen Josef Joffe, Michael Naumann und Ex-Kanzler Helmut Schmidt genötigt, der Person Peter Frey notdürftig ein positives Image zu verpassen.

Rein zufällig (ich schwöre!) ein paar Stunden, bevor die „Wahl“ des Herrn Frey zum Chefredakteur bekannt wurde.

Peter Frey: Der Mann vor der Tür

Peter Frey ist engagierter Katholik und gilt als moderat links.

Hallo? Peter Frey ist „moderat links„?

Warum hat das bis heute niemand bemerkt? Zumindest Roland Koch hätte doch wohl Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Frey um jeden Preis zu verhindern!

Frey signalisiert Kompetenz und Bescheidwissen darüber, was hinter geschlossenen Türen gesprochen wird.

Das war bei den Sommerinterviews nicht zu übersehen. Während er Merkel & Konsorten mit triefender Schleimspur in die rektalen Körperöffnungen gekrochen ist, hat er bei Lafontaine einfach nur die Sau rausgelassen.

Unvergessen, wie der „kompetente“ Frey sich anschließend 2 Mal (!) via Internet für seine ideologischen Ausfälle rechtfertigen wollte. Bis heute blieb allerdings ungeklärt, was der Rücktritt Lafontaines 1999 mit der Bundestagswahl 2009 zu tun haben sollte.

Den Parteien steht der moderate Linke unterschiedlich fern, Gefolgsmann einer Partei ist der sachorientierte Journalist nicht.

Achja?

Hmmm…irgendwie habe ich beim Lesen seiner Texte im ZDF-Blog eine andere Meinung bekommen.

Zur Hessen-Wahl 2008 schrieb Frey:

Das Erbe von Ypsilanti und Beck wird die Sozialdemokraten offenbar länger beschäftigen als Müntefering und Steinmeier lieb sein kann. Die Verunsicherung über den Wortbruch, den Kurs gegenüber der Linkspartei, ist größer als der Appeal des Kanzlerkandidaten.

und über Merkel:

Ihr  Schwenk zu mehr Staat, mehr Schulden und ihre Kehrtwende bei den Steuersenkungen verunsichert das „bürgerliche Publikum“ – dann doch lieber gleich FDP wählen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein „moderater Linker“ sowas von sich geben würde.

Das passt doch eher zu Gestalten wie Westerwelle und Niebel.

Oswald Metzger (INSM) und Peter Frey (Bertelsmann-Stiftung) auf einem Plakat der Katholischen Akademie Berlin für ein Podiumsgespräch über „Medienethik„.

Peter Frey ist seit 2006 „Botschafter“ der Bertelsmann-Stiftung beim „Centrum für angewandte Politikforschung“ an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Dort ist auch ein berüchtigter Professor des Ifo-Institutes tätig.

Das nennt man dann wohl „Netzwerke und Seilschaften“.

Noch Fragen?

PS: Wird Roland Koch in den nächsten Jahren zum „Lieblingspolitiker“ der ZDF-Talkshows?

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