linksradikale FDP?

Schon seit 3 Wochen ziehen sich die Koalitionsverhandlungen zwischen Pest und Cholera in die Länge.

Jeden Tag tauchen neue „Insiderberichte“ auf, die jedem Nicht-Millionär kalte Schauer des Grauens über den Rücken jagen. Da will man weiter privatisieren, liberalisieren, reformieren usw.

Was kaum einer bemerkt: Die FDP ist von Kommunisten unterwandert!

Jawoll! Kommunisten!

Das wird allerdings nur unter vorgehaltener Hand und abseits der Öffentlichkeit besprochen, aber im Focus ist es schwarz auf weiß nachzulesen:

Die Union hatte das FDP-Konzept für Steuersenkungen im Volumen von 35 Milliarden Euro mehrfach als unrealistisch abgewiesen.

Nanu? Die FDP-Forderungen werden mehrfach öffentlich als unrealistisch bezeichnet?

Wir erinnern uns:

Alle „seriösen und demokratischen“ Parteien haben seit 2005 ununterbrochen erklärt, dass die politischen Konzepte der Linken „unrealistisch und unfinanzierbar“ seien und die Wahlversprechen der Linken nur aus „Demagogie und Populismus“ bestünden.

Nun ist seit 3 Wochen zu beobachten, wie die „bürgerlichen“ Parteien nichteinmal die Grundsätze ihrer Koalition zu Papier bringen können. Dabei muss man allerdings bedenken, dass die Koalitionsverhandlungen erst seit der Bundestagswahl mehr oder weniger öffentlich geführt werden.

Und nun ist festzustellen: Die FDP ist mit unrealistischen, unfinanzierbaren und populistischen Forderungen in den Wahlkampf gezogen. Und sowas machen nur die bösen Kommunisten, nicht wahr?

Sie besitzt bis heute kein Finanzierungskonzept, welches selbst für die finanzpolitisch inkompetente CDU diskutabel wäre.

Damit erfüllt die FDP alle Eigenschaften einer linksradikalen, von Kommunisten gesteuerten Partei.

Die FDP hat angekündigt, einen Koalitionsvertrag nur zu unterschreiben, wenn dieser ein „faires, neues Steuersystem“ umfasst. Die Union kritisierte das FDP-Modell dagegen als „unseriös“. (Focus 29.09.2009)

Lächerlich! 2 Tage nach der Wahl stellt die CDU fest, dass die FDP „unseriöse“ (populistische) Wahlversprechen gemacht hat?

Keine Sorge!

Nein…die FDP ist weder links noch kommunistisch.

Sie ist eine Marionette der Kapitalbesitzer und somit in den Darstellungen der Medien immer „seriös und bürgerlich“.

Man spielt uns einen Koalitionsstreit zwischen „sozialdemokratisierter CDU“ und „bürgerlicher FDP“ vor, um die Zeit bis zum 9. November (geplanter Tag der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages) noch irgendwie zu überbrücken.

In Wirklichkeit geht es um etwas völlig anderes:

Man muss einen „harmlosen“ Koalitionsvertrag formulieren, um die Wiederwahl Rüttgers in NRW im Mai 2010 nicht zu gefährden.

Gleichzeitig muss es der gleiche Vertrag ermöglichen, nach der NRW-Wahl alle sozialpolitischen Hemmungen abzuwerfen, um so schnell wie möglich die feuchten Träume von Arbeitgeber- und Industrieverbänden Wirklichkeit werden zu lassen.

In einem Punkt sind sich schwarze Pest und gelbe Cholera einig: Je länger eine Reform existiert, umso schwieriger wird es, sie wieder rückgängig zu machen.

Also muss man die verbleibenden 3,5 Jahre (ab Mai 2010) zur Etablierung eines „Sozialsystems“ nutzen, in welchem es keine sozialen Sicherheiten mehr gibt.

Gedankenspiele

Nehmen wir einmal an, die Linke würde 2013 auf 75% kommen und Sahra Wagenknecht würde Bundeskanzlerin. 🙂

Es kann als ausgeschlossen gelten, dass es die Linke in nur 4 Jahren schafft, all die Verbrechen am einfachen Volk seit 1998 (immerhin wären das dann 15 Jahre!!!) wieder rückgängig zu machen.

Allein die verwaltungstechnische und -rechtliche Umwandlung des „Arbeitsmarktes“ in eine von den Hartz-Gesetzen befreite Organisationsstruktur wäre eine Mammutaufgabe. Noch dazu, wenn Dank diverser „Förderalismusreformen“ auch noch eine linke Bundesratsmehrheit notwendig wäre.

Nach den 4 Jahren „kommunistische Wahnsinns-Diktatur“ (BILD 2013) hätte die Linke womöglich nur die Hälfte der notwendigen Korrekturen geschafft.

Dann sehen wir wieder überall die Lobbyisten und Maulhuren in den Medien, wo sie lauthals über die „unfähige Linke mit ihren unerfüllten Wahlversprechen“ lästern.

Der typische BILD-Leser wird dann mit Schlagzeilen wie „Linke scheitert wie in der DDR“ bombardiert, bis er dann 2017 „seriöse“ Politiker wie Mißfelder, Söder oder Westerwelle wählt.

Wenigstens wird es dann die „SPD“ nicht mehr geben…aber wird das ein Trost sein?

Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!

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One Comment - “linksradikale FDP?”


  1. […] linksradikale FDP? « Ware: Lüge / Preis: variabel a few seconds ago from Afficheur […]


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