nuklearer Wahlkampf

Wie allgemein bekannt sein dürfte, möchten die Wirtschaftsmarionetten von CDU und FDP dieses Land unbedingt in eine strahlende Mülltonne für milliardenschwere Energiekonzerne machen.

Dummerweise stehen ihnen dabei das Schrödersche Ausstiegs-Moratorium sowie etwa 90% der Bevölkerung im Weg.

Nun tun die Massenvernichter das, was sie in solchen Fällen immer tun: sie benutzen „Wissenschaftler“, um ihre verbrecherischen Absichten zu legitimieren.

Vor ein paar Tagen berichteten die wirtschaftstreuen Medien euphorisch über eine „Studie von 100 Wissenschaftlern“, welche angeblich (rein wissenschaftlich natürlich) den weiteren Betrieb sowie den Neubau von zusätzlichen Atommüll-Produktionsstätten zur unbedingten Notwendigkeit erklären.

Natürlich darf Gentechnik- und Atommüll-Lobbyistin Schavan (CDU) damit nicht offiziell an die Öffentlichkeit, weil dies dem Koalitionsvertrag mit der Verräterpartei widerspräche.

Also lässt man „etwas durchsickern“.

Erst war nur von „100 Wissenschaftlern“ die Rede, nun werden auch die „wissenschaftlichen“ Institute genannt.

In der WELT wird unter dem Titel „Atomkraft? Ja, bitte!“ lang und breit „erklärt“ das man trotz der Atompolitik die CDU wählen sollte, weil deren „Energiepolitik“ mit Kernkraft ja nun „wissenschaftlich“ abgesegnet und begründet sei.

Die Atomkraft hat nach Einschätzung von rund hundert deutschen Experten durchaus noch Zukunft.

Laut einer Studie von drei renommierten Forschungseinrichtungen, der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (Acatech), der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, ist es sogar denkbar, dass in Deutschland „abhängig von politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen“ neue Kernkraftwerke gebaut werden

Ahja…abhängig von politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Es geht also nicht um die Frage der Notwendigkeit oder die Unmöglichkeit eines „Endlagers“, sondern nur um die „politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen“.

Diese „Wissenschaftler“ sollen also Politik und Gesellschaft solange „bearbeiten“, bis RWE, E.On & Co wieder eine strahlende Zukunft haben, um ihren Aktionären hemmungslos die Taschen zu füllen.

Moooooooment mal!

3 Institute…100 Wissenschaftler?

Ist das nicht ein recht merkwürdiges Verhältnis? Noch dazu für eine Studie unter strikter Geheimhaltung der Auftraggeberin Schavan?

Werfen wir doch einmal einen Blick auf diese „Wissenschaftler:

Deutsche Akademie für Technikwissenschaften (Acatech)

Zu den Aufgaben gehören der Dialog mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über die Rolle „zukunftsweisender“ Technologien. Ahja…“Dialog“ also.

Diese Akademie hat ihren Sitz im endlagerfreien Bayern und wurde zum Zwecke ihrer Gründung 2002 massiv von der deutschen Industrie finanziert.

Der Vorsitzende des Acatech-Senats ist der Bürgerkonventler und INSM-Lobbyist Roman Herzog.

Noch Fragen?

Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

Am 19. November 2007 erklärte Annette Schavan (CDU) die Leopoldina zur Deutschen Akademie der Wissenschaften.

Am 14. Juli 2008 wurde die Ernennung zur Nationalakademie durch Bundespräsident Horst Köhler begangen. Und wie sagt man als „wissenschaftliche Akademie“ artig „Danke“?

Noch Fragen?

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Die Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ist der Nachfolger der Akademie der Wissenschaften der DDR.

Die Umwandlung und Neugründung der Akademie erfolgte 1992 in typischer Vereinigungstradition: Man ersetzte die bisherigen Führungskräfte einfach durch im Westen unbrauchbar gewordenen Funktionäre.

Der Gründungspräsident Hubert Markl war bei der Max-Planck-Gesellschaft unbeliebt geworden, weil er deren Mitwirkung an den Massenmorden der Nazis von 1933 – 1945 aufdecken wollte.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist „wissenschaftlicher“ Zuträger für Ministerin Schavan zum Thema „Gentechnik ist toll!“ und steht in enger Verbindung zu diversen Industrie- und Finanzkonzernen, deren gesponserte Preise die Akademie übergibt. Dazu gehören Mercedes wie auch die Commerzbank.

.

Alle 3 Akademien gehören zu der von der CDU geförderten „Exzellenzinitiative“, bei der willigen Einrichtungen Steuergeldern zufließen, um das Finanzierungsverbot des Bundes gemäß „Förderalismusreform II“ zu unterlaufen.

Die Deutsche Akademie für Technikwissenschaften erklärte, man habe die Expertise ganz bewusst erst nach der Bundestagswahl veröffentlichen wollen.

Diese Schutzbehauptung ändert nichts an der Tatsache, das die Wähler und BILD-Gläubigen schon 2 Wochen vor selbiger Bundestagswahl „wissenschaftlich“ auf CDU-Kurs gebracht werden sollen.

Die Bestimmung eines Endlagers werde vor allem auch durch fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung erschwert.

Nicht etwa die technischen oder sicherheitsrelevanten Probleme erschweren die energiepolitische Machtübernahme der Kernkraft-Konzerne, sondern der dumme Pöbel!

Wie gut, das es da gleich 100 „Wissenschaftler“ gibt, nicht wahr?

„Durch eine Laufzeitverlängerung bestehender Kernkraftwerke wird Zeit gewonnen, die erneuerbaren Energien an den Markt heranzuführen und Energieeffizienzmaßnahmen wirken zu lassen“, heißt es dazu in einem soeben erschienenen Buch der CDU-Politikerin Katherina Reiche.

Die WELT bezeichnet Frau Reiche als „Forschungsexpertin“.

Duckhome ist da etwas anderer Meinung:

Atomkraft – Stellt sich Katherina Reiche nur dumm oder ist sie es? 🙂

Des weiteren ist Frau Reiche in der Vergangenheit wegen Insolvenzverschleppung, Steuerbetrug u.ä. „unternehmerischer“ Freiheiten auffällig geworden.

Aber das nur am Rande…

lager_asse

Foto aus Asse II

In Deutschland ist es streng verboten, auf diese Art Putzlappen aus einer Autowerkstatt zu lagern.  Wenn Sie allerdings Besitzer eines Atomkraftwerkes sind…

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