Schäubles Schlägertruppe

Wie Fefe heute berichtet, kam es bei der Berliner Demo gegen den Überwachungsstaat zu gewalttätigen Übergriffen der Polizei auf Demonstraten, Passanten und Demo-Zuschauern.

Es gibt auch ein youtube-Video zu den Ereignissen.

In einer Stellungnahme der Polizei auf Spiegel-Online hießt es:

In der Mitteilung der Polizei heißt es auch, ein 37-Jähriger – vermutlich der Radfahrer aus dem Video – habe „bei seiner Festnahme Verletzungen im Gesicht“ erlitten und sei ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Der Mann habe sich zuvor geweigert, einem gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis nachzukommen.

Das Video beweist das Gegenteil.

Ab Sekunde 26 ist deutlich zu sehen, wie das spätere Opfer sein Fahrrad nimmt und es von Demo und Polzei weg in Richtung Bürgersteig schiebt.

Während er also dem Platzverweis (falls es einen solchen überhaupt gegeben hat) Folge leistet, wird er von einem Polizeischläger (sorry… ein anderer Begriff wäre fehl am Platze) am T-Shirt gepackt und zu den Polizeifahrzeugen zurückgezerrt. Anschließend wird er von einem anderen Polizisten festgehalten, während er vom „Wegzerrer“ mehrere(!) Schläge ins Gesicht bekommt.

Gut zu sehen, wie sich ein halbes Dutzend Polizeibeamter als „Sichtschutz“ vor die Prügel-Kollegen stellt, um Foto- und Filmaufnahmen zu verhindern. (Zeit 0:57)

Nach Protesten von Demonstranten und Zuschauern wird das Opfer anschließend in ein Polizeifahrzeug verbracht.

Allerdings bringt man ihn nicht in ein Polizeirevier, sondern ins Krankenhaus!

Das Regimekritiker im „demokratischen Rechtsstaat“ Bundesrepublik von der Polizei verprügelt werden, ist bekanntlich nicht neu.

Aber ein Vergleich zu 1968 ist trotzdem nicht angebracht.

Passender wäre ein Vergleich mit 1936. Auch damals haben Demonstrationen gegen Veränderungen stattgefunden, welche die Nazis unter ihrem „Führer“ beschlossen hatten.

Die Steigerungsform waren dann Bücherverbrennungen und planmäßig durchgeführte „Säuberungsaktionen“.

Das diese Pläne bereits erstellt werden, beweist dieses Video vom G8-Gipfel in Heiligendamm.

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PS: Am 19. November 1932 schrieben 20 Vertreter der deutschen Banken und der Industrie einen Brief an Reichspräsidenten Hindenburg.

Inhalt: „Entweder du ernennst Hitler zum Reichskanzler oder ab Montag bleiben Fabriken und Banken geschlossen“

Im Oktober 2008 erklärte der Chef der Deutschen Bank der Bundeskanzlerin am Telefon: „Entweder du rettest unsere Kredite an die Hypo Real Estate oder am Montag bleiben die Banken geschlossen.“

Manche Tradition behält das Kapital über Jahrzehnte bei. Demokratie und Bürgerrechte gehören nicht dazu.

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