Expertin Dr. Elke J. Jahn

Elke ist eine Expertin!

Und weil sie eine Expertin ist, darf sie der ZEIT zwecks weiterer „Liberalisierung“ der Sklaverei Leiharbeit im Auftrag der Arbeitgeberverbände ein „wissenschaftliches“ Interview geben.
Bekanntlich heißen die favorisierten Regierungsmarionetten der Wirtschaft Merkel und Westerwelle. CDU und FDP sind beide fest davon überzeugt, mit noch radikaleren „Arbeitsmarktreformen“ im Sinne der zügellosen Ausbeutung vermögensfreier Mitbürger noch mehr Geld und feine Aufsichtsratposten als bisher „gespendet“ zu bekommen.

Also muss dem depperten Wähler mal wieder das Lied von der „Alternativlosigkeit“ solcher Maßnahmen gesungen werden, damit Merkel und Westerwelle auch ordentlich Wählerstimmen abgreifen können.

Nach den CDU-Debakeln im Saarland und auch in Thüringen scheint nun der Zeitpunkt gekommen, die alte Reformsoße der Gammelfleisch-Köche Hundt, Rogowski, Henkel und Clement wieder aufzuwärmen.

Die Küchenmamsel Elke legt sich dabei voll ins neoliberale Rüstzeug. Wie bei solchen Asozialen üblich, verbreitet sie eine Menge neoliberaler Phrasen und eine Reihe hanebüchener „Argumente“ für die Ausweitung von Sklaverei und Tagelöhnertum.

Der Trend zu immer flexibleren Jobs ist nicht aufzuhalten, sagt Expertin Elke Jahn. Gäbe es den Niedriglohnsektor Leiharbeit nicht, wäre die Arbeitslosigkeit weit höher

Mit diesem „Einsteiger“ der ZEIT wird schonmal klar die Richtung dieser „Wissenschaftlerin“ vorgezeichnet.

ZEIT ONLINE: Die Gewerkschaften wollen die Bedingungen verbessern, zu denen Leiharbeiter beschäftigt werden. Sie fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

Elke: Lohnunterschiede gibt es überall.
Jemand, der in der Metallindustrie die gleiche Arbeit verrichtet wie sein Kollege in der Textilindustrie verdient deutlich mehr.

Tolles Argument! Dumm nur, das es keines ist: Der Leiharbeiter in der Textilfabrik soll mindestens genauso gut verdienen wie sein fest angestellter Kollege neben ihm. Das hat mit den Lohnunterschieden zwischen verschiedenen Branchen rein garnichts zu tun. Sonst wäre es ja für Taxifahrer legitim, Formel-1-Gehälter zu fordern. Schließlich sitzt man ja auch stundenlang im Auto und fährt im Auftrag anderer Leute durch die Gegend… 😉

Equal Pay (Anm: Gleiche Bezahlung) würde aber die Kosten für Leiharbeiter in die Höhe treiben. Vermutlich würden Sie dann teurer als direkt eingestellte Mitarbeiter, denn die Zeitarbeitsfirma verlangt ja noch einen Aufschlag.

Elke ignoriert (oder verschweigt) frech den Sinn der Zeitarbeit. Sie wurde für den Fall personeller Engpässe (Urlaub, Krankheit) erfunden und nicht als „billige Alternative“.
Übrigens: Der „Aufschlag“ der Sklavenhändler beträgt 1/3 des Umsatzes. 1/3 geht für eigene Verwaltungskosten (Werbung etc.) drauf und 1/3 bekommt der Sklave als Bruttolohn.
Und trotzdem ist Leiharbeit in Deutschland billiger als reguläre Arbeit. Was sagt uns das über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter?

Lohnerhöhungen würden die Kosten für die Unternehmen so stark erhöhen, dass Betriebe ins Ausland gingen.

Na klar doch! Wenn Leiharbeit teurer wird, gehts ab ins Ausland? Komisch…in den Niederlanden ist Leiharbeit wesentlich teurer als reguläre Beschäftigung und da gibt es kein „Abwanderungsproblem“.

Arbeitsplätze würden abwandern – vor allem die Jobs von gering Qualifizierten, die es auf dem deutschen Arbeitsmarkt ohnehin schon besonders schwer haben.
Ich versuche gerade, mir die Abwanderung von Zeitarbeitsfimen ins Ausland vorzustellen.
Es gelingt mir nicht…

Aber immer noch sind überproportional viele Leiharbeiter als Hilfsarbeiter beschäftigt, und ihr Anteil nimmt ständig zu.
Hallo? Weiß diese Tusse überhaupt, wovon sie da redet? Leiharbeiter werden grundsätzlich(!) als „Hilfskräfte“ eingestellt, um sie flexibel einsetzbar zu machen.

Fast ein Drittel hat keine Berufsausbildung.
Was bedeutet: Mehr als 2 Drittel haben sehr wohl eine berufliche Qualifikation oder sogar ein Studium.

Wird Leiharbeit teurer, müssen wir einfach damit rechnen, dass Jobs verschwinden.
Das Märchen hatten wir eben schon! Denk dir mal was Neues aus, um Politik und Volk zu erpressen.

Viele Arbeitnehmer sind bereit, Einbußen in Kauf zu nehmen, um ihre Stelle zu behalten.
Auch du bist daran schuld, liebe Elke! Im Arbeitsamts-Institut IAB hast du die „wissenschaftlichen“ Grundlagen für die Entrechtung und Versklavung von Arbeitslosen an Herrn Clement geliefert.
Ohne diese Hartz-Gesetze gäbe es auch keine „Bereitschaft“ zur „freiwilligen“ Selbst-Versklavung.

ZEIT ONLINE: Aber Studien zeigten, dass es auf die Höhe des Mindestlohns ankommt. Ist er nicht zu hoch, vernichtet er keine Jobs.
Die Medienfreiheit der Holtzbrinck-Kapitalisten kennt natürlich nur die Propaganda des Kapitalistenpacks.

Elke: Lange hieß es, dort (in Großbritannien) habe der Mindestlohn keine negative Wirkung, er habe keine Arbeitsplätze gekostet. Mittlerweile ist das nicht mehr so, denn der Mindestlohn ist immer weiter gestiegen.
Ziemlich dämlich, diese Briten! Erhöhen doch glatt ständig den Mindestlohn, weil es nicht genug Arbeitslose auf der Insel gibt!
Oder lügt Elke einfach nur dumm rum?

ZEIT ONLINE: Gibt es eine Chance, den Trend zur Prekarisierung der Arbeitswelt aufzuhalten?
Elke: Ich würde es eher Flexibilisierung nennen.

Ok…zur Kenntnis genommen. In Zukunft heißt es nicht mehr „Proletarier aller Länder…“ sondern neumodern „Flexibilisierte aller Länder…

Als Exportland haben wir kaum eine Wahl, als uns darauf einzulassen, wollen wir wettbewerbsfähig bleiben.
Das nennt man wohl Exportfetisch. Andere Leute geilen sich an Lack und Leder auf, Elke und ihre Auftraggeber am Export, welcher mit Billiglöhnen nahezu steuerfrei die Profite in die Höhe treibt.

Elke: Der Kündigungsschutz ist beispielsweise ein großes Problem – und ein Grund für den Boom der Leiharbeit.
Ahja…
Mit diversen Reformen wurde der Kündigungsschutz in den letzten 10 Jahren immer weiter abgeschafft. Inzwischen greift er nur noch bei größeren Unternehmen und auch da erst nach 2 Jahren(!) Probezeit.
Der Boom der Leiharbeit ist wohl eher darin begründet, dass es Arbeitslosen bei Strafe verboten ist, einen Sklavenjob abzulehnen. Ohne diesen Zwang wäre die Zahl der verfügbaren Billig-Sklaven nicht so drastisch gestiegen seit 2005.

Ich bin immer noch erstaunt darüber, wie bedenkenlos manche eine Auszeit vom Job nehmen. Sie hören für ein halbes Jahr auf und kehren danach zurück, ohne Sorge, wieder eine Stelle zu finden.
Elke spricht von Dänemark. Allerdings hat dies nichts mit dem geringeren Kündigungsschutz zu tun, sondern mit der wesentlich umfangreicheren sozialen Absicherung der Arbeitnehmer dort. Elke gibt ja selbst zu, dass die Kündigungen nicht von der Unternehmerseite vorgenommen werden.

Elke: Zunächst würden bei einer solchen Flexibilisierung vermutlich viele Arbeitskräfte entlassen.

Vermutlich? Das hört sich aber nicht so recht wissend an für eine „Wissenschaftlerin“, welche die Präkarisierung Flexibilisierung seit vielen Jahren fordert.

Elke: Aber auf lange Sicht würde das die Spaltung des Arbeitsmarktes in gut gesicherte, feste Arbeitsplätze auf der einen und prekäre, unsichere Jobs auf der anderen Seite verhindern.
Richtig! Die Spaltung wird allein dadurch aufgehoben, dass es kaum noch gut gesicherte, feste Arbeitsplätze gibt.

Elke: In Dänemark sind Hilfsarbeiter in gewisser Weise finanziell sogar besser gestellt als Akademiker: Arbeitslose erhalten 80 Prozent ihres bisherigen Lohns, aber nur bis zu einer bestimmten Grenze. Der Arbeitsmarkt hier ist sehr flexibel.
Das kann er auch sein, solange niemand Angst haben muss, trotz Arbeit am Hungertuch zu nagen. Aber genau das war das Ziel deiner Hartz-Gesetze, wo man sich ja auch die Tagelöhner der „Personal-Service-Agenturen“ einfallen ließ. Du persönlich hast diese PSA als „Erfolg“ gelobt.

Elke? Wer ist Elke?

ZEIT schreibt:
Elke J. Jahn lehrt und forscht an der dänischen Universität Aarhus. Die Spezialgebiete der Ökonomin sind Leiharbeit, Regulierung des Arbeitsmarktes und Migration.

Naja…das ist ja wohl nicht ganz korrekt!

„Expertin“ Jahn ist unter dieser Adresse zu erreichen:

Dr. Elke J. Jahn
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Regensburger Straße 104
90478 Nürnberg
eMail: elke.jahn@iab.de

http://www.arbeitsmarkt.wiso.uni-erlangen.de/jahn.htm

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One Comment - “Expertin Dr. Elke J. Jahn”

  1. Anonymous Says:

    Mit Verlaub, solche Figuren wie Elke widern mich einfach nur an!


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