ZDF der Kapitalisten

Seit etwa 25 Jahren gibt es in Deutschland das Privateigentum an Fernsehsendern.

Nachdem der Vorzeige-Demokrat der CDU, Bimbeskofferwegträger Helmut Kohl, den Millionären und Milliardären ihre eigenen Propagandasender erlaubt hatte, gingen 1984 einen Tag später Sat1 und RTL „auf Sendung“.

Genau um 9:58 Uhr am 1.1.1984 ertönten aus einem Kellerstudio die Worte: „Meine sehr verehrten Damen und Herren, in diesem Moment sind Sie Zeuge des Starts der ersten privaten Fernsehveranstaltung in der Bundesrepublik Deutschland.“

Ausgestrahlt von einer gewissen „Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk“ (PKS), welche sich ein paar Monate später Sat1 nannte.

Seit diesem 1. Januar 1984 (1984? *grins*) hetzen die Medien- und Meinungseigentümer mit den übervollen Bankkonten gegen ARD und ZDF.

Während sich die armen, am Hungertuch nagenden Privatsender um jede Million ihrer „Werbepartner“ kümmern müssen und zu deren Gunsten entsprechende „Programmformate“ erfinden, bekommen ARD und ZDF Geld aus „Zwangsgebühren“.

Viel lieber wäre es diesen Vollblut-Demokraten, der undemokratische Zwang zu Rundfunkgebühren würde abgeschafft und sie könnten sich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch noch einverleiben.

In letzter Zeit ist die „Gebühren-Kritik“ der privaten Meinungsmacher und Verbreiter der Millionärs-Wahrheiten allerdings sehr leise geworden.

Das liegt ganz einfach daran, das sich ARD und ZDF der Meinungsdiktatur der Eigentümer der Privatsender auf Wunsch „unabhängiger“ führender Politiker aus CDU und „SPD“ unterworfen haben.

Seit den Erfolgen der Meinungsmanipulationen der Schnepfe Christiansen bei der „Reform-Revolution von oben“ können die Reichen und zugleich Mächtigen mit ARD und ZDF ganz gut leben.

Schließlich stellt vor allem das ZDF keine Konkurrenz im Wettkampf der Volksverblöder mehr dar.

Der letzte verbliebene Rest des ehemaligen „Rundfunkauftrages“ des ZDF besteht in einer 50minütigen Spätabendsendung, welche allerdings nur einmal im Monat ausgestrahlt wird.

Der nächste Termin ist übrigens der 8 September, 22:25 Uhr. 😉

Pünktlich zum Wahlkampf sendet das ZDF eine „Dokumentation“ mit dem Titel

Auferstanden aus Ruinen

Von der SED zur Linkspartei

Ich bringe hier mal kurz die „Sendeungs-Beschreibung“ des ZDF (Hervorhebungen von mir).

los gehts:

Der Kapitalismus ist für sie „der größte Feind für das Lebensglück der Menschen“. Manager mit Millionenabfindungen bezeichnen sie als „Asoziale“ und die „ungerechte Verteilung des Eigentums“ ist für sie die Hauptursache der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Wenn es um ihre Feindbilder geht, ist sich Deutschlands Linke einig, ansonsten aber brechen in der Partei die alten Flügelkämpfe wieder auf.

Zwei Jahre nach der offiziellen Vereinigung von Linkspartei, PDS und WASG sind die Genossen zerstritten wie nie. Doch allein durch ihre bloße Existenz hat die Partei das politische Koordinatensystem verschoben: Plötzlich werden auch alle anderen Parteien ein bisschen links: flächendeckender Mindestlohn, Managergehälter begrenzen, Rente mit 67 abschaffen und Hartz IV rückgängig machen. (hä? welche „anderen Parteien“?) Sogar die Mehrheit der CDU-Wähler unterstützt die populistischen Forderungen der Linken. Dass die SPD inzwischen die schlechtesten Wahlergebnisse in der bundesdeutschen Geschichte einfährt, hat auch mit der Konkurrenz am linken Rand zu tun.

Im Osten ist die LINKE Volkspartei, macht eine pragmatische Politik und hat in zwei Bundesländern sogar Regierungsverantwortung. Und im Westen konnte sie mit ihrem knallharten Oppositions- und Politikverweigerungskurs auch einen Teil der Wähler überzeugen.

Die Renaissance der Linken, zwanzig Jahre nach dem Mauerfall, ist umso erstaunlicher, als der Kommunismus mit dem Untergang der DDR auch politisch am Ende schien. Wie es gelang, die SED unter neuem Namen in das vereinte Deutschland hinüberzuretten, belastete DDR-Spitzenfunktionäre als Saubermänner zu präsentieren, und wie es vor allem gelang, das SED Parteivermögen in dunklen Kanälen verschwinden zu lassen, ist eines der spannendsten Kapitel der deutschen Vereinigung.

Stefan Aust und Claus Richter (war ja klar…die beiden rechts-außen Chefhetzer)  schildern die Geschichte der deutschen Linken in den vergangenen zwanzig Jahren seit dem Fall der Mauer. Ausführlich gehen die Autoren den Spuren der verschwundenen SED-Millionen nach und schildern die spektakulärsten Fälle. Weiter beschreiben die Autoren, wie die PDS in den Jahren nach der deutschen Einheit im Osten zur Volkspartei wurde, ohne die Stasi Verstrickungen und den Geldwäsche-Verdacht loszuwerden. Das gesamtdeutsche Comeback der Linken führte über die Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG), die sich 2004 vorrangig aus regierungskritischen SPD Mitgliedern und Gewerkschaftern konstituierte.

Die Linke in Deutschland, zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer – für diese Standortbestimmung sind die Autoren Stefan Aust und Claus Richter quer durch die Republik gereist, haben Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und andere Spitzengenossen begleitet, politische Freunde und Feinde befragt, mit Zeitzeugen gesprochen. Szenen und Bilder aus den Hochburgen der Linken zeigen, wie eine „rote Republik“ mit Oskar Lafontaine und Gregor Gysi in der Regierung aussehen könnte.

Boah!

Was für eine politisch-neutrale Dokumentation des „öffetnlich-rechtlichen“ CDU-Fernsehens!

Die Nordsee-Zeitung schreibt über diese Aust-„Doku“:

„Ich kenne die Beteiligten seit vielen Jahren. Sie wissen, dass ich ihnen politisch nicht nahe stehe, aber einen fairen Umgang pflege.“ sagt Stefan Aust.

im Wahljahr keine Stimmungsmache betreiben

„Aufklärungsjournalismus im klassischen Sinne“.

Der „klassische Aufklärungsjournalist“ Stefan Aust moderiert am Sonntag, dem 23. August um 22:15 Uhr zusammen mit der „populären Polit-Talkerin“ Sabine Christiansen bei Sat1 die Sendung „Ihre Wahl – Die Sat1-Arena“

Stefan Aust: „Wir kennen uns seit vielen Jahren beruflich und persönlich und schätzen die gegenseitige Arbeit. Da lag es nahe, irgendwann einmal etwas zusammen zu machen.“

Sabine Christiansen: „Wir sind unabhängige Journalisten.“

Stefan Aust arbeitet für den Bertelsmann-Konzern, Christiansen ist weiterhin für die INSM aktiv.

christiansen_aust

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One Comment - “ZDF der Kapitalisten”


  1. wir werden noch einiges erleben von dem kapitalistengesocks

    mit sich prostituierenden hiwigeschmeiss.

    wir müssen und können weiter klar und entschieden , diese

    machenschaften aufdecken, immer weitere bevölkerungskreise

    darüber informieren. besonders das internet nutzen.

    DIE LINKE auffordern sich nicht zu scheuen , den frey, plasberg, illner, aust, christiansen, will, und den anderen hiwis, (hilfswilligen) DEUTLICHER ENTGEGENZUTRETEN:

    WEIL ES KAUM MÖGLICH SEIN WIRD, einen dieser leute

    vom saulus zum paulus zu bekehren.


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