ZEIT für Hüther (INSM)

Der allseits berüchtigte „Wirtschaftsexperte“ Michael Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft (der Name entspricht den Eigentumsverhältnissen) und der neofaschistischen INSM bekommt in der rechtsliberalen „Zeit“ des Multimillionärs Holtzbrink mal wieder Gelegenheit zu einer Oskar-reifen Propaganda-Show.

Die ZEIT hat sich für die Kombination aus Überschriften und Inhalt wahrlich den Nobelpreis für neoliberale Heuchelei verdient.

Da bekommt der Spruch „Weniger ist Mehr“ eine INSM-typische Neu-Bedeutung.

Arbeitgeber wollen Aufschwung auch für Arme

Die kommende Bundesregierung soll für mehr Jobs und höhere Einkommen sorgen, fordert das Institut der Deutschen Wirtschaft – und kritisiert die vergangenen Reformen

So lauten die beiden Überschriften des Artikels.

Da kommt man aus dem Staunen schon fast nicht mehr heraus. Sollte das wirklich wahr sein? Haben die „Experten“ der Wirtschaft die Seiten gewechselt und ihren verlorenen Verstand wiedergefunden?

Natürlich nicht! Diese Überschriften haben nicht das Geringste mit den Aussagen im Artikel zu tun. Hier wird in guter alter Goebbels-Tradition eine „Krieg ist Frieden“- Propaganda unters dumme Volk gebracht.

Für seine verlogene und heuchlerische INSM-Versklavungspropaganda bedient sich Hüther der Argumentation der Agenda2010- und Hartz-IV-Gegner.

Das soll seinen Aussagen in diesen Krisenzeiten wohl eine kleine Prise Glaubwürdigkeit verleihen:

Der vergangene Aufschwung hatte aus Sicht vieler Bürger eine verteilungspolitische Schieflage. Die Einführung von Hartz IV habe das Sicherheitsempfinden der Menschen untergraben. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer zusammen mit der hohen Inflation hätten die Massenkaufkraft geschmälert.

Das könnte wörtlich in den Reden von Lafontaine, Gysi, Wagenknecht, Pau, Ernst u.a. Staatsfeinden, Populisten und Demagogen stehen. Man könnte wahrlich den Glauben gewinnen, Hüther wäre vom „anerkannten Wirtschaftsexperten“ zum „Linkspopulisten“mutiert.

Könnte man…wenn man dumm und leichtgläubig ist. Noch vor wenigen Tagen und Wochen hat INSM-Goebbels Hüther glatt das Gegenteil behauptet und selbige Zustände in den höchsten Tönen gelobt. Zusammen mit dem anderen Kapitalisten-Stricher Straubhaar vom HWWI sitzt Hüther nicht nur am Fressnapf der INSM, sondern hat auch ein ganz tolles Buch geschrieben.

Titel der Papierverschwendung: „Die Gefühlte Ungerechtigkeit – Warum wir Ungerechtiogkeit aushalten müssen, wenn wir Freiheit wollen“ (Econ Verlag 2009 ISBN-13: 978-3430300360)

Nanu? Eben noch ein Buch über „gefühlte Ungerechtigkeit“ und heute die „wissenschaftliche Feststellung“, dass es diese Ungerechtigkeit tatsächlich gibt. Naja…Hüther ist eben ein von der Wirtschaft bezahlter „Experte“.

Das IW fordert daher, die Grundsicherung für Arbeitslose umzubauen. Wer sich Geld hinzuverdient, sollte dies linear auf die staatliche Unterstützung angerechnet bekommen – das heutige System führe zu Sprüngen, weshalb sich Arbeit für viele nicht lohne.

Ahja…

Wirtschaftsfascho Hüther fordert also zur Bekämpfung der HartIV-Ungerechtigkeit eine HartzV-Reform? Ich weiß…dumme Frage. Hüther fordert Hartz 5 bis 8 schon seit 2005.

Und was für ein Reformvorschlag soll die Hartz-Gesetze nun „gerechter“ machen und dafür sorgen, das Arbeit sich wieder lohne?

Wer sich Geld hinzuverdient, sollte dies linear auf die staatliche Unterstützung angerechnet bekommen

Noch ein Grund mehr, Leute wie Hüther und Konsorten zum Zwecke des sozialverträglichen Frühablebens an die Wand zu stellen.

Warum?

Heute erfolgt die Anrechnung von Zusatzeinkommen bei HartzIV-Opfern nicht-linear. Es gibt einen Freibetrag von 100 Euro sowie eine „Versicherungspauschale“ in Höhe von 30 Euro. Somit kann man sich jeden Monat satte 130 Euro hinzuverdienen, ohne dass das Alg2 gekürzt wird. Das entspricht auch in etwa der Summe, welche man bei einem neofaschistischen 1-Euro-Reichsarbeitsdienst bekommt.

Und mit welchem Vorschlag wollen Arbeitgeber und ihr „Experte“ Hüther nun für höhere Einkommen sorgen, wie es die Überschrift suggeriert?

Mit einer linearen Anrechnung!

Aus dem neoliberalen Neusprech ins Deutsche übersetzt:

Das Kapitalistenpack fordert, dass Zusatzeinkommen bei HartzIV-Untermenschen ohne Freibeträge bereits ab dem ersten Euro abgezogen werden!

Die von der neoliberalen ZEIT verkündeten „höheren Einkommen“ gäbe es also nur dann, wenn man genug verdient, um seinen Anspruch auf das Alg2 zu verlieren. Statt 130 Euro im Monat wären dann (durchschnittlich) 500-600 Euro nötig, bevor man überhaupt auf „mehr als Alg2“-Niveau kommt!

Also unterm Strich nichts anderes als die Forderung nach Abschaffung von Zuverdienstmöglichkeiten.

Verbrechergesindel, elendiges!

Natürlich äußert sich Hüther wieder zum Thema Staatsverschuldung. Auch seine Vorschläge dazu stammen wie immer aus dem Fundus der INSM:

„Der beste Weg zum Schuldenabbau führt über konsequentes Sparen auf der Ausgabenseite – allerdings nicht bei den Investitionen“

Auf der „Ausgabenseite“ gibt es im Bundeshaushalt nur 2 nennenswerte Posten: die Investitionen und die Sozialsysteme. Die Investitonen will Hüther nicht kürzen…

„Die Politik neigt dazu, in solchen Situationen mit Steuererhöhungen den einfachsten Weg zu gehen.“ Dadurch würde aber das Wirtschaftswachstum zerschlagen. Als „Minimalprogramm“ bezeichnete es das IW, die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen zu entlasten – durch eine Abschaffung der sogenannten kalten Progression.

Clever, nicht?

Er benutzt die Argumentation zur Mehrwertsteuererhöhung, um sie für die Einkommenssteuer zu verwenden. Womit er dann wieder bei der alten Propagandafloskel wäre, wonach Steuern für Reiche der direkte Weg in den kommunistischen Weltuntergang wäre.

Bei seiner Argumentation „kalte Progression“ bedient er sich wieder nur teilweise beim Gegner.

Er verbindet „kalte Progression“ mit „kleinen Einkommen“, was nach heutigen Maßstäben einfach nur grober Unfug ist. Inzwischen ist ausserhalb der Kapitalisten-Propaganda allseids bekannt, das „kleine Einkommen“ im Niedriglohnsektor soweit gedrückt wurden, das man nur selten über den Steuerfreibeitrag kommt. Und bis zur tatsächlichen Progression ist es dann aber noch ein sehr weiter Weg.

mit_ohne_job800

Arbeitgeber wollen Aufschwung auch für Arme

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One Comment - “ZEIT für Hüther (INSM)”

  1. Hetman Says:

    tja, es ist zwar zeit, diesem pack mal zu zeigen, wo der hammer hängt, aber sind bestandteile eines volkes von arschkriechern und feiglingen.
    die deutschen lassen sich ja lieber vom verblödungsfernsehen einlullen.
    salesch und co lassen grüßen…


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