WELT für Merkel (INSM)

Eine besondere Idee zur Unterstützung des Wahlkampfes der Springer-Freundin Merkel (INSM BDI CDU) hatte die Chefredaktion der WELT.

Unter Einsatz aller verfügbaren Fantasie sowie akrobatischen Verrenkungen neoliberaler Hirnzellen ist es diesem Käseblatt tatsächlich gelungen, dem INSM- und BDI-Papagei Angela Merkel einen „Erfolg“ nachzusagen.

Applaus!

Da die bekannte Merkel-Politik bei Verarmung, Leiharbeit, Niedriglohnsektor und kapitalistischer Klassenjustiz für einen Wahlerfolg denkbar ungeeignet sind, hat man sich zu einer ziemlich blödsinnigen Propaganda entschlossen:

In einem Artikel mit dem Titel So entwickelte sich der Dax unter Kanzlerin Merkel wird eine neue Legende aufgebaut und gleichzeitig so etwas wie „soziale Gerechtigkeit“ geheuchelt.

Man erklärt, dass Merkels Politik sich nur unbedeutend von der „sozialistischen“ Politik eines Gerhard Schröder unterschieden würde.

Ein klares „Fischen um linke Wählerstimmen“ im trüben stinkenden Wasser neoliberaler Wahlkampfideologie.

Noch vor wenigen Wochen hatten sich die Springer-Postillen „BILD“ und „WELT“ darüber beklagt, das Angela M. mit ihrer „HRE-Enteignung“ auf dem Weg in den Kommunismus ist, die „Mitte“ verschrecken würde und sowieso nur mit Linksrucken beschäftigt sei. Heute erkennt man das Potenzial dieser verlogenen Heuchelei für den Wahlkampf.

Statt der erklecklichen Rendite, die Aktien theoretisch abwerfen sollten, brachte es der hiesige Leitindex Dax  nur auf ein Plus von 5,3 Prozent.

Umgerechnet sind das klägliche 1,35 Prozent pro Jahr – jedes Tagesgeldkonto hat im selben Zeitraum mehr abgeworfen, ohne den Angstschweiß und die schlaflosen Nächte, die mit der Geldanlage in Anteilscheinen einhergehen.

Jaja…die armen Spekulanten! Sind ständig in Angstschweiß gebadet und durchleben grauenvolle schlaflose Nächte.

Bitte mal eine Tüte Mitleid für die Abzocker leistungsloser Einkommen!

Diese kümmerliche Dividende der Merkel-Kanzlerschaft widerlegt anscheinend auch das Populärwissen, dass konservative Regierungen besser für die Sparer sind als sozialistische.

Ahja…

Diese fantasievolle Heuchelei der WELT-„Journalisten“ soll also ein Beweis dafür sein, dass sich die konservativ-liberalen Parteien keineswegs ausschließlch um das Wohl des zockenden Kapitalistenpacks kümmern. Sie scheinen laut Springer-Propaganda genauso „sozial-gerecht“ zu sein wie „sozialistische“ Regierungen.

1.)  Sozialistische Regierungen würden nie die Casino-Zockerei an Börsen dulden. In sozialistisch-geprägten Staaten gab es nie Aktienbörsen oder Aktienkonzerne. Aber womöglich will man nur die Gelegenheit nutzen, um der „SPD“ sowas wie „Sozialismus“ anhängen zu können.

2.) An den Börsen findet man keine „Sparer“, sondern ausschließlich Rendite-Spekulanten. Dieses arbeitsscheue Gesindel hat es auf die Profite aus unbezahlter Arbeitsleistung anderer, nichtreicher Mitbürger abgesehen.

Vorgänger Gerhard Schröder von der SPD bescherte Aktionären in den sieben Jahren seiner Regentschaft einen Jahresertrag von 1,28 Prozent – also nur unwesentlich weniger.

Damit wäre dann die Merkel-CDU vergleichsweise genauso „sozial“ und „demokratisch“ wie die Schröder-SPD. Manche Vergleiche hinken nicht, sondern liegen im Dreck.

Natürlich muss man in Springers WELT auch den wählenden Spekulanten eine ordentliche Portion Honig ums Maul schmieren:

Die Zahlen werden durch die Finanzkrise verzerrt, welche den Börsen seit 2007 den größten Einbruch seit 70 Jahren bescherten. Dies einkalkuliert schlugen sich bundesrepublikanische Dividendenpapiere in den vier Jahren Merkel immerhin besser als Titel anderer Industriestaaten.

So bescherten europäische Standardaktien ihren Besitzern seit dem zurückliegenden Urnengang ein Minus von 10,1 Prozent, internationale Anteilscheine stehen sogar fast 20 Prozent niedriger

Hmmm…

Was hat INSM-Merkel mit „europäischen Standardaktien“ zu tun? Ist das einfach nur sinnfreier Blödsinn oder soll Merkels Angela zur „Retterin der Wirtschaft“ aufgeblasen werden?

Das Ergebnis, dass die Farbe Schwarz dem Dax besser steht, behält nach der Studie des Strategen auch seine Gültigkeit, wenn der Dax mit anderen europäischen Indizes ins Verhältnis gesetzt wird. Umgekehrt bestätigt die Untersuchung den Gemeinplatz, dass eine starke Sozialdemokratie der Börse weh tut.

Ahja… die schwarzen Sozialstaatskiller der Merkel-CDU sind also die besseren politischen Handlanger der Börsenzocker, während eine „starke Sozialdemokratie“ eher das Gegenteil zur Folge hat.

Mooooment mal!

Was schrieben die WELT-Redakteure eben gerade ein paar Zeilen höher?

Vorgänger Gerhard Schröder von der SPD bescherte Aktionären in den sieben Jahren seiner Regentschaft einen Jahresertrag von 1,28 Prozent – also nur unwesentlich weniger.

Da steht „unwesentlich weniger“. Ja was denn nun? Entweder zocken die Spekulanten während einer starken Sozialdemokratie genauso ab wie unter Konservativen oder Schröder war kein Sozialdemokrat.

Unterstellt man beiden WELT-Aussagen ein Körnchen Wahrheit, dann ist Schröder nur deshalb SPD-Kanzler geworden, weil die CDU den Schmiergeld-Kohl loswerden wollte. Gefickt eingeschädelt!

Heute weiß man, das Schröder der beste Kanzler war, den sich die CDU als Kohl-Nachfolger wünschen konnte.

Wer sich den WELT-Artikel tatsächlich durchliest, wird eine bestimmte Merkwürdigkeit nicht übersehen:

Man erklärt offensiv den Zusammenbruch des DAX in der Wirtschaftskrise zum „Normalfall“, um die Legende von der „sozialdemokratischen“ Finanzmarktpolitik der Bundesmerkel überhaupt erfinden zu können.

Vollkommen verschwiegen werden die Spekulanten-Profite aus den Jahren von 2005 bis 2007, bevor das Kartenhaus zusammenbrach:

merkel-bilanz

Die grüne Linie zeigt die Einkommen aus Kapital- und Aktienbesitz, die kleine schwarze Linie die Einkommen von Gehaltsempfängern wie Ackermann, Mehdorn, Zumwinkel & Co.

Leistungsloses Einkommen entsteht aus einkommensloser Leistung.

Jeder einzelne Euro für Profit, Rendite und Zins entsteht durch Lohnbetrug, also unbezahlter Arbeit.

DAS ist der einzig existierende Grund, weswegen das Kapitalistenpack ständig über „zu hohe Lohnkosten“ jammert, Sozialabbau fordert und am liebsten schon Vorgestern das CDU-„Workfare“-Modell eingeführt hätte.

Denn bei diesem „Sozialmodell“ gibt es Arbeitslosengeld nur gegen Arbeitsleistung. Und wenn das Sozialamt (statt eines Lohnes) eine „Lohnersatzleistung“ auszahlt, dann steigen die DAX-Werte wie Raketen nach oben.

Es gibt allerdings keineswegs einen Zusammenhang zwischen den Wetten von Spekulanten und einer realen wirtschaftlichen Entwicklung.

Die täglichen Börsenberichte sind nichts weiter als kapitalistischer Voodoo-Hokuspokus.

Steigende Aktienkurse sind schlecht! Ganz schlecht!

Die Kurse steigen, wenn die Konzerne höhere Gewinne versprechen, welche die Aktionäre abgreifen wollen.

Und wie kommt man zu höheren Gewinnen? Indem man die Quote der unbezahlten Arbeitsleistung anhebt oder Wucherpreise ohne Gegenleistung verlangt. Das geht besonders gut, wenn man (wie die Energiekonzerne) Monopole besitzt.

Mit ehrlicher Arbeit ist noch niemand reich geworden! Reichtum entsteht ausschließlich durch Wucher und Betrug. Einen anderen Weg gibt es nicht!

Selbst Lottogewinne entstehen aus dem Geld (und damit der Arbeit) anderer Leute.

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3 Kommentare - “WELT für Merkel (INSM)”

  1. Hetman Says:

    falls die sklaverei (1-euro-job/workfare) wirklich verschärft wird, hoffe ich sehr das die versklavten sich an die gute alte methode der sabotage erinnern… ein schräubchen hier in die maschine, mit grippe zur arbeit, ein schraubenschlüssel dort ins getriebe… sorgen wir für massive ausfälle und gewinneinbrüche.


  2. […] WELT für Merkel (INSM) […]


  3. guten tag, wie sollen wir den eingelullten ihr eingelulltsein

    klarmachen.

    wie die einlullungsmethoden? das ist nur möglich, wenn alle

    menschenfreunde immer stärker den druck auf die

    schwarzgelben und ihre helfershelfer erhöhen.

    wenn du einen schweren eichenschrank verschieben willst,

    geht das nicht einem ruck, sondern nur durch immer stärkeres

    schieben. wir dürfen also in unserem kampf nicht nachlassen.

    unsere nächste umgebung einbeziehen. so immer weitere

    kreise ziehen,wie der in s wasser geworfene stein.

    nur über das internet erreichen wir nicht unser kampfziel.

    der glockenstadtbote aus dem schwarzen münsterland

    der glockenstadt gescher

    alfred lanfer


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