ein winziges Sommerloch

Das diesjährige Sommerloch hat eine Größe von etwa 100 Nanometern.

Das ist ziemlich klein wenn man bedenkt, dass man 0,00001 mm nur noch mit einem Elektronenmikroskop sehen kann.

Aber dieses Sommerloch ist vollkommen ausreichend, um mit einem furchtbar gefährlichen und tödlichen Grippevirus aus Mexiko gefüllt zu werden.

Da es im Wahljahr 2009 auf Grund neoliberaler Einheitsparteien und Einheitsmedien aus Politik und Gesellschaft nichts zu berichten gibt, stürzt sich die hungrige Medienmeute auf ein kleines, unschuldiges Virus. Dabei gehört das arme Vieh nichteinmal zu den anerkannten Lebewesen und stammt dazu noch aus der US-Kolonie „Mexiko“.

Jeden Tag werden wir mit neuen Horror-Pandemie- und Seuchenbotschaften medial verblödet. Nur in wenigen Nebensätzen wird auch mal erwähnt, dass es im Unterschied zur 08/15-Grippe in unseren Breiten nur ein paar Tassen heißen Tee und ein paar Tage Bettruhe braucht, um das kleine Virenvieh zu besiegen.

In den meisten Fällen verläuft die Schweinegrippe allerdings fast unbemerkt. Ein wenig Fieber, ein wenig Unwohlsein und mit ein paar Aspirin ist man dem  Schweinegrippen-Tod in letzter Sekunde von der Sense gesprungen.

Puuuuhhhh… Schwein gehabt!

Naja…nicht ganz.

Mit Schweinen hat diese Grippe herzlich wenig zu tun. Das schinkentragende Rüsselvieh dient lediglich als Nachweis-Indikator zur Unterscheidung verschiedener Grippearten und -viren.

Wie bei allen anderen Erkältngs- und Grippeerkrankungen auch, gibt es beim H1N1 ein paar Todesfälle. Diese beschränken sich aber nachweisbar auf Menschen, deren Immunsystem eh schon „hinüber“ war. Alte Menschen, Mangelernährte sowie Menschen mit spezifischen Vorerkrankungen des Immunsystems.

Panik! Pandemie! Seuche!

Dank der glorreichen Globalisierung (erfunden am 15. März 1493) kann sich dieses Virus nun wie Waren und Kapital per Schiff und Flugzeug weltweit verbreiten.

Das alles wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn diese Welt nicht inmitten einer schweren Krise stecken würde. Weder Waren noch besagtes Kapital werden noch in nennenswerten Mengen um den Globus geschickt.

Da dies aber nach neoliberaler Religion für die Menschheit unbedingt erforderlich ist, müsste nun eigentlich die Welt untergehen.

Tut sie aber nicht. In den Industrienationen hat man zur Rettung einer Handvoll superreicher Kapitalbesitzer diverse Konjunkturprogramme aufgelegt und erstaunlicherweise erkannt, das auch die einheimische Binnenmärkte doch nicht so gänzlich überflüssig sind, wie man jahrelang geglaubt hatte.

Damit die marktgläubige Menschheit nicht kostbare Zeit mit dem Grübeln über dieses Paradox verschwendet, muss nun erstmal ein neues Thema her. Mangels glaubwürdiger „Wirtschaftsexperten“ ist dies nun die Schweinegrippe.

Die Medien in Deutschland sind voll mit täglichen Horrorbotschaften und Panikattacken. Es werden ständig neue Infizierten-Zahlen gemeldet, obwohl niemand sagen kann, wieviele Grippefälle wirklich auf die „Super-Seuche“ zurückzuführen und wieviele Leute inzwischen wieder gesund sind.

Macht nichts! Panik ist immer gut! Vor allem für jene, welche solche Panik für sich auszunutzen wissen.

Da wäre zuerst einmal der Roche-Konzern, welcher mit seinem unnützen Tamiflu-Mittel bei Krankenkassen und Verbrauchern mehrere Milliarden Euro abkassieren will.

Auf Platz 2 in der Reihe lauern die Politik-Marionetten der Wirtschaft aus CDU, „SPD“ und FDP.

Für sie bietet dieses winzig kleine Virus die willkommene Gelegenheit zur weiteren Zerstörung des paritätisch finanzierten Gesundheitssytems.

Sonderbeitrag Gesundheitsfond

Am 1. Januar diesen Jahres trat der „Gesundheitsfond“ in Kraft. Ziel dieser (wieder einmal) neofaschistischen Erfindung war es, die Arbeitgeber schrittweise von „Sozialabgaben“ zu befreien um so in bekannter Salamitaktik die Krankenversicherungen der Bürger zu privatisieren.

Dazu erfand man den „Sonderbeitrag“. Während die Arbeitgeberbeiträge bei 7,3% festgesetzt wurden, müssen die Versicherten zusätzlich noch 0,9% aus eigener Tasche für die Pflegeversicherung aufbringen.

Zusätzlich ist bei finanzieller Unterversorgung der Krankenkassen ein Sonderbeitrag von 1% des Bruttoeinkommens zu zahlen. Um Armen und Arbeitslosen auch in die Taschen zu greifen, wurde ein pauschaler Sonderbeitrag in Höhe von monatlich 8 Euro „ohne Einkommensprüfung“ gesetzlich festgelegt.

Angesichts der bereits seit 2007 bekannten Wirtschaftskrise und dem damit verbundenen Anstieg der Arbeitslosigkeit kann man davon ausgehen, das genau diese Unterversorgung fest eingeplant war. Selbst als die Krise zur Realität wurde, wich man davon nicht ab.

Beschlossen und verkündet von genau jenen Parteien, welche ständig die Floskel „Mehr Netto vom Brutto“ in ihre Wahlkampfreden einbauen.

Nun hatte die Sache aber einen winzig kleinen Haken: Anstatt bei Krankheit zum Arzt zu gehen, kamen die Kranken weiterhin an ihre Arbeitsplätze. Die Ausgaben der GKV stiegen nicht, der Sonderbeitrag wurde zur theoretischen Möglickeit degradiert.

Aufgeregt berichteten die Medien vom „niedrigsten Krankenstand“ seit 30 Jahren, allerdings ohne den wahren Grund dafür zu nennen: die Agenda2010 und die damit verbundene Angst vor dem Jobverlust.

Das fanden Wirtschaftsbosse und ihre Politiker aber nicht so toll. Schließlich bieten Krankheitsfälle willkommene Gelegenheiten für Entlassungen und die GKV kann man damit auch wunderbar ruinieren. Gekoppelt mit den Beitragskürzungen durch massenhafte (teilweise auch unnötige) Kurzarbeit hätte man problemlos eine neuerliche „Kostenexplosion im Gesundheitswesen“ herbeireden können, um sich die Legitimation zu weiteren unsozialen „Gesundheitsreformen“ zu verschaffen.

Hilf uns, Virus!

Da war es ein großes Glück für das Kapitalistenpack, dass prompt ein „Super-Virus“ aus Mexiko eingeflogen wurde.

Man verbreitete Angst und Schrecken (auch „Terror“ genannt) unter der Bevölkerung und die Pharmaindustrie war auch prompt in der Lage, mehrere Millionen Ampullen „Impfstoff“ zu liefern.

Plötzlich galt die alte Regel nicht mehr, dass die Entwicklung von neuen Impfstoffen gegen neue Viren eine sauteure jahrelange Forschungsarbeit benötigt. Hier witterte man ein zusätzliches Milliarden-Geschäft und prompt erklärte man diesen Impfstoff für „wirksam“.

Obwohl es bis heute keinerlei Belge dafür gibt, dieses neue Virus überhaupt per Impfstoff bekämpfen zu können, sind Medien und Politik auf diesen Schwindel hereingefallen.

Schmidtchens Ulla verlor nicht nur ihren gepanzerten Audi in Spanien, sondern auch noch die kümmerlichen Reste ihres Verstandes. Naturgemäß hat das niemand bemerkt.

Sie orderte prompt mehr als 22 Millionen Ampullen „Impfstoff“ und will noch in diesem Jahr eine „Impfkampagne“ starten. Natürlich „freiwillig“ für den öffentlichen Dienst, Polizei, Rettungsdienste, Feuerwehren, Krankenhausbelegschaften etc.

Die Medien lobten diese Idee im Auftrag der Wirtschaft und Pharmakonzerne. Die gesetzlichen Krankenversicherungen aber haben ein gesundes Misstrauen gegenüber der Schmidt-Politik entwickelt.

Und so stellten sie die ketzerische Frage: Wer soll das bezahlen?

Wirtschaft und Politik waren sich einig: Das bezahlen die GKV aus den Beiträgen und erhalten so erstmalig die Gelegenheit, den „Sonderbeitrag“ zu erheben.

Und wenn diese Tür erstmal offen ist, kann man auch hindurchgehen. Nicht nur einmal, sondern zukünftig beliebig oft.

Die GKV haben denn auch prompt dagegen protestiert, von der Politik zu zusätzlichen Impf-Kosten gezwungen zu werden.

Genützt hat es nichts.

Trulla Schmidt sagt dazu:

Empfohlene Schutzimpfungen sind Pflichtleistungen der Kassen. Die Kassen tragen die Kosten der Impfung. Das sieht eine Verordnung vor, die noch im August beschlossen wird.“

Was also nicht passt, wird im August „per Verordnung“ passend gemacht.

Durch diese „Gesundheitspolitik“ entstehen den GKV Kosten von ca. 600 Mio Euro.

Da die GKV auf Grund von Krise, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit noch mehr als bisher unter Beitragsausfällen leiden, wird somit der „Zusatzbeitrag“ zu einer gesetzlich beschlossenen Sache.

Nach Ansicht der GKV müssen etwa 400 Mio Euro durch die „Zusatzbeiträge zum Gesundheitsfond“ von den Versicherten zusätzlich gezahlt werden.

So schafft ein mikroskopisch kleines Virus, woran Wirtschaftsverbände und ihre Politiker-Marionetten seit Jahren arbeiten: die Abschaffung der paritätischen Krankenversicherung.

Nach der „verbindlichen Impf-Empfehlung“ wird dann zur Grippezeit im Herbst die Impfpflicht für „gefährdete Bevölkerungsgruppen“ beschlossen.

Damit ist die Tür offen für die Neue Soziale Marktwirtschaft im Gesundheitswesen.

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