Konzernschutzministerin Aigner(CSU)

Sorry…es geht schon wieder um das ESL-Milchimitat.

Die Gentechnik- und Lebensmittelpatentlobbyistin Aigner sitzt in Merkels Regierung als „Verbraucherschutzministerin“.

Wie bei ihren Vorgängern ist es ihre Aufgabe, die Lebensmittelkonzerne vor den Verbrauchern zu schützen. Dazu gehört die bekannte Politik der Nichteinmischung in profitable Geschäftsmodelle des kriminellen Kapitals:

„Da, wo Schinken oder Käse draufsteht, muss auch Schinken oder Käse drin sein“, sagte gestern Aigner in Berlin. „Es sollte eine freiwillige Selbstverpflichtung der Gastronomie geben, solche Produkte nicht mehr anzubieten.“

Sicher doch…„Selbstverpflichtung“. Das haben wir von den gleichen Konzernen auch zur Einführung des Euro gehört, bevor sie dann das „DM“ mit „€“ überklebt haben.

Aber das waren ja bekanntlich alles Einzelfälle, nicht wahr?

Die letzten Monate waren der werten Dame aus Bayern sichtlich unangenehm. Immer wieder musste sie der Öffentlicheit erklären, das man den Herstellern von Soylent Green (achneee…noch nicht) Lebensmittel-Imitaten ruhig jeden Blödsinn glauben sollte. Sie wehrte die „Ampel“ genauso erfolgreich ab wie ein Verbot von genmanipulierten Maissorten und Kartoffeln.

So langsam kommt man aber in der Milchbranche ins Schlingern.

Erst tauschte man heimlich die bekannte Frischmilch durch eine pappige ESL-Plörre aus, dann stellte man fest, dass die Verbraucher trotz Preisdumpings dieses Zeug in den Regalen stehen ließen.

Nun schickt Frau Aigner ihre „Wissenschaftler“ an die Medien-Front.

Per Max-Rubner-Institut (gehört ihrem Ministerium und wird nebenbei mit diversen „Spenden“ aus der Industrie versorgt) lässt Aigner (CSU) folgende Worte verkünden:

Es gebe „keinen Hinweis für niedrigere Konzentrationen an Vitaminen in ESL-Milch“, teilte das Max-Rubner-Institut am Freitag mit.

Achja?

Vor (fast) genau 6 Monaten waren diese „Wissenschaftler“ aber ganz anderer Meinung. Also zu einer Zeit, als „ESL“ noch geheim unbekannt war:

Bei Milch geht von den vorhandenen Vitaminen bei der Kurzzeiterhitzung („Frischmilch“) ein Anteil zwischen 0 und 5 Prozent verloren, bei der H- Milch sind es zwischen 0 und 20 Prozent. Die ESL-Milch liegt in dieser Hinsicht zwischen den beiden.

(Quelle: Informationsdienst der Wissenschaft, 14. Januar 2009)

Im Januar stellte man also noch fest, dass bei der Herstellung von ESL-„Milch“ doppelt soviele Vitamine verloren gehen als bei normaler Frischmilch.

Heute lassen die Konzerne und ihre Aigner-Marionette die gleichen „Wissenschaftler“ verkünden, sie hätten keine Hinweise für niedrigere Konzentrationen an Vitaminen in ESL-Milch?

Offensichtlichtlich befinden sich CSU-gesteuerte Institute auf derselben Geisterfahrt wie die „wissenschaftlichen“ Institute der Wirtschaftsbosse.

Das ESL-Patent gehört einer gewissen „VA-Group GmbH für Food Processing“.

Wie die Referenzliste dieses Unternehmens beweist, haben inzwischen fast alle Milchkonzerne ihre Produktion auf ESL umgestellt.

Bedenkt man, welche Umsätze und Profite diese Konzerne weltweit realisieren, versteht man schnell die regierungsamtliche Heiligsprechung von „unbedenklichen“ Technologien zur Herstellung von Lebensmittel-Imitaten.

esl_galerie

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2 Kommentare - “Konzernschutzministerin Aigner(CSU)”

  1. Michael Mugge Says:

    Die Minister sollten demnächst direkt von der Wirtschaft gewählt werden. Es kann doch nicht sein, dass der Wähler da was mitzureden hat. Ach, moment, ist ja momentan sowieso auch nicht der Fall.

    Je mehr der Bundestag beleuchtet wird, je mehr Ratten sieht man, das nennt sich dann Demokratie.

  2. Sven Says:

    Ich versteh`s nicht. Das Institut wird zu 100% vom Staat finanziert. Wieso stellen sie Sachverhalte nicht einfach so dar, wie sie sind. Achso, wes` Brot ich ess… Staatsinstitute werden von der Politik beeinflußt und mit zunehmender Kommerzialisierung der Hochschulen diese von Wirtschaft und Politik. Die „Institute“ der sogenannten Wirtschaftswissenschaften sind erst der Anfang. Dazu auch: „http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2009/05/elsevier-veroffentlichte-sechs-scheinjournals-entschuldigt-sich.php“.


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