Giftmischer-Lobbyismus

Bettina Weiguny arbeitet für Roland Kochs FAZ. Nebenbei schreibt sie auch noch Bücher als Lobpreisung, Huldigung und Heiligsprechung diverser Konzerne und deren Eigentümer. Zum Bleistift 2005 ein Buch über C&A.

Frau Weiguny gehört zu jenen „Journalisten“, welche für Geld selbst ihre Großmutter an den Teufel verkaufen.

Im Jahr 2003 veröffentlichte sie ein Buch mit dem Titel „Das Beste aus dem Klosterladen. Natürlich genießen – Die besten Tipps“ mit der Kurzbeschreibung (Amazon):

Ob Käse, Wein, Kosmetik: Produkte „made im Kloster“ stehen für achtsame Herstellung, außergewöhnliche Qualität, Reinheit und Naturnähe. Überliefertes Wissen der Mönche.

Nun könnte man meinen, die nette Frau Weiguny hätte ein Faible für natürliche und gesunde Kost. Sie achtet so sehr auf Qualität, Reinheit und Naturnähe, dass sie in der Lage ist, ein Buch darüber zu schreiben.

Könnte man meinen….

Aber wenn dem so wäre, würde ihr Name nicht in diesem Blog erwähnt. 🙂

Frau Weiguny ist nichts anderes als eine typische „Journalistin“ des modernen deutschen Wirtschaftsfaschismus.

Seit einigen Tagen schon werden in den Medien die kleinen Lücken zwischen den „Verbraucherinformationen“ der Werbekunden gefüllt mit Artikelchen über den Betrug mit gefälschten Lebensmitteln und diversen Lebensmittel-Imitaten. Ich hatte mich schon Anfang Februar in einem Artikel mit diesem Thema befasst.

Nun hat das widerliche Kapitalistenpack die Nase voll von den Veröffentlichungen ihrer kriminellen Machenschaften. Anstatt sich nun das Büßerhemd überzustreifen, drückte man der Frau Weiguny ein paar hundert Euro in die Hand, um auf den Boten der schlechten Botschaften einzuprügeln.

Frau Weiguny bedankte sich dann auch gehorsam für die milde Gabe mit einem Hetzartikel gegen die Verbraucherschützer in der berüchtigten bekannten FAZ der CDU.

Hier wird sehr anschaulich deutlich, wie heutige „Journalisten“ Qualität, Reinheit und Naturnähe gegen 30 Silberlinge an die Machthaber Deutschlands verscherbeln.

Ihr Hetz-Artikel Schützt uns vor Verbraucherschützern! steht inhaltlich wie artikuliert in einer Ebene mit „Kauft nicht beim Juden!“ aus brauner Vorzeit.

Zu Beginn ihrer Hetzschrift erklärt sie allen Ernstes, die Verbraucherschützer hätten die Konsum-Industrie zum „Feindbild“ erklärt.

Keine Woche vergeht ohne Entlarvung angeblicher Mogelpackungen, versteckter Dickmacher oder ohne Sonderangebote, die keine sind.

Woran das wohl liegt? Bekanntlich können die Verbraucherschützer zu jedem Fall auch die Beweise für den Betrug bzw. Wucher vorlegen. Frau Weiguny suggeriert mit dem Begriff „angeblich“ das Gegenteil. Was den Kapitlaisten an der Realität nicht passt, wird passend gemacht…

Tatsächlich aber ist das eine Entmündigung des Bürgers.

Wollen wir im 21. Jahrhundert einkaufen wie in Nordkorea? Nein, wir sind aufgeklärte Kunden.

Sicher doch! Wer darüber informiert wird, was in den undurchsichtigen Verpackungen wirklich steckt, wird „entmündigt„. Alles klar!

Natürlich ist sowas der pure Stalin-Kommunismus („Nordkorea„). Und deshalb lehnt sie die Aufklärung ab, weil wir ja schon von Geburt an aufgeklärte Kunden sind. Die Panik in den Chefetagen der Konzerne muss gewaltig sein, wenn man derart schweres Geschütz auffahren lässt. Man mag angesichts solcher Texte nicht daran denken, was alles (noch) NICHT herausgekommen ist.

Übrigens… ca. 99,5% aller „aufgeklärter“ Kunden können mit „ESL-Milch“ als Begriff überhaupt nichts anfangen.

Wir wissen um die Finessen der Werbung. Wir erkennen, wo man uns verführen will. Deshalb ist der Supermarkt keine „Einkaufsfalle“, wie sich die Verbraucherzentrale Hamburg empört.

Natürlich werden wir schon im Kindergarten über die „Finessen“ der Marktetingexperten aufgeklärt. Und natürlich wissen wir, wo man uns verführen will!

Moooooment mal… wenn wir das alles wissen und selbiges auch bekannt ist…warum wird dann überhaupt noch Werbung gemacht? 😉

Und schon bekommt der Feind einen Namen: Hamburger Verbraucherzentrale.

Das sind nicht irgendwelche Verbraucherschützer…sondern DIE. Man findet „die Hamburger“ in nahezu allen Medienberichten über etliche Skandale. Ob nun der Schwindel mit den Riester-Renten, den Mogel(ver)packungen oder aktuell bei den künstlichen Lebensmittel-Imitationen.

Weil dort (im Supermarkt) „nichts mehr dem Zufall überlassen“ bleibe, weil wir „ganz unbemerkt zum unkontrollierten Kaufen angeregt werden“. Gut so!

Jaaaa! Gut so!

Äääähhhmmm….wie kann ein „aufgeklärter Kunde“ denn zum (hier ausdrücklich gelobten) unkontrollierten Kaufen angeregt werden? Liest Frau Weguny ihre eigenen Sätze nicht? Leidet sie unter Altzheimer oder ist sie einfach nur eine pöbelnde Medienhure des Kapitals?

Oder die Kinder erbetteln sich ein Überraschungsei, obwohl ich weiß, dass sie von der Extraportion Milch und Kakao nicht stark werden, sondern dick.

Liebe Bettina…du bist so dumm, dass es schon weh tut.

Im Ü-Ei sind keine Extra-Portionen Milch oder Kakao drin. Das Zeug besteht hauptsächlich aus Zucker und aromatischen Chemikalien. Und DAS macht deine Gören dick.

Woche für Woche verkaufen Verbraucherschützer uns für dumm.

Wer uns hier wohl für dumm verkaufen will…

Ist die Großpackung Merci teurer als die Einzelpackung, dann ist das „irreführend“, weil der Kunde von Familienpacks erwarte, dass sie günstiger seien.

Genau diese „Preisvorteil Großpackung“ wurde jahrelang aggressiv beworben. Nachdem die Kunden diese Werbung „geschluckt“ hatten, hat man die Familienpackungen zum Zwecke der Abzocke wieder teurer gemacht. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern nachgewiesene Tatsache!

Diese Irreführung hat also tatsächlich jahrelang stattgefunden. Nicht ohne Grund wurde der Handel schließlich gezwungen, Vergleichspreise (ml, kg) mit anzugeben, du dumme Nuss!

Die verhasste Zutat (Zucker) entdecken die Schützer überall: in Fruchtzwergen, Säften, Schokolade, Bio-Limos. Ja, irgendwoher muss die Süße ja auch kommen.

Laut Wikipedia kam bereits 1885 der zuckerfreie Süßstoff Saccharin auf den Markt. Da könnte die Süße z.B. auch herkommen, werte Frau Weiguny! Auch wenn diese Süßstoffe nicht ohne Nebenwirkungen sind…in haushaltsüblichen Mengen sind sie immer noch besser als die Produkte ihres Auftraggebers „Südzucker AG“.

Trotzdem zahlen wir für diese Art unnützer Lebenshilfe – mit unseren Steuergeldern: 70 Millionen Euro erhielten die Verbraucherzentralen 2008 von Bund, Ländern und Kommunen.

Jaaaa…. „unnütze Lebenshilfe“ Das muss immer wieder betont werden, damit es auch geglaubt wird, nicht wahr?

Und erst die 70 Mio Euro Steuergelder! Welch eine verantwortungslose Verschwendung! Allerdings ist das nur ein winzig kleiner Bruchteil der Gelder, welche die Industrie jährlich als „Werbekosten-Betriebsausgaben“ vom Finanzamt erstattet bekommt. 😉

Vor wem schützen sie mich denn? Vor Limonaden, die nicht nach Wasser schmecken. Vor Unternehmen, die Gewinne machen wollen und deshalb die Preise raufsetzen oder die Packungsgröße verkleinern und das als „Relaunch“ feiern wie Philadelphia. Frech ist das, aber banal.

Das ist nicht „frech“, sondern schlicht kriminell. Warum sollen Limonaden nicht nach Wasser schmecken, wenn nur Wasser, „naturidentische Aromastoffe“ und nen halbes Kilo Zucker drin sind?

Ausserdem….Ihre Art der Verharmlosung ist bestens bekannt aus den ganzen Lebensmittel-Skandalen, welche schon Menschenleben gekostet haben.

Ich muss Philadelphia ja nicht kaufen, auch keine ESL-Milch. Die schmeckt wie frische, wird aber anders hergestellt. Dann aber festgestellt: Ist okay, schmeckt wie frische.

Würdest du nicht lügen wie FAZ-gedruckt, wäre mir die künstliche ESL-Milch womöglich nie aufgefallen. Aber dies ist geschehen…bereits im Februar diesen Jahres. Seit dieser Zeit habe ich keine Milch mehr gekauft. Eine Tatsache, welche 1 Woche vorher wohl völlig undenkbar für mich gewesen wäre.

Wer lesen und rechnen kann, findet allein heraus, was die Anwälte der Entrechteten uns als Skandal verkaufen wollen.

Wie verkommen bist du eigentlich? Bis heute existiert keine Milchpackung in Deutschland mit dem Aufdruck „ESL Milch-Imitat“. Auch von „Analog-Käse“ als Nicht-Käse hätte ohne die Verbraucherschützer nie jemand erfahren. Oder vom „Doppelkeks mit Schoko“ ohne Schoko oder oder oder…

Den Rest dieses neofaschistischen Propagandamachwerkes der Kapitalisten erspare ich mir.

Es geht noch weiter mit dem Vorwurf, die Verbraucherschützer hätten nicht vor den Schrott-Anlagen der Banken, vor BSE oder dem Gammelfleisch gewarnt.

Also alles Dinge, welche man schließlich als „aufgeklärter Kunde“ in jedem Supermarkt meiden kann. Oder etwa nicht?

Huch…einen hab ich noch:

Vor Bionade hat Ökotest 2008 gewarnt wegen hoher Nickelwerte – und Nickel ist ein Reizwort bei Allergikern. Was dabei unterschlagen wurde: Die Nickeldosis einer Flasche ist geringer als die in einem Apfel.

Bionade?

Gibt es da nicht ein Buch drüber, welches man für 19,95€ bei amazon kaufen kann?

bionade_weiguny

Zufälle gibs, die glaubt kein Mensch!

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3 Kommentare - “Giftmischer-Lobbyismus”

  1. Hetman Says:

    aber in den meisten kommentaren ist die dame abgeblitzt…. der artikel war wohl etwas zu durchsichtig^^

  2. Sven Says:

    „Beim Erhitzen von Milch gehen einige temperaturempfindliche Vitamine verloren, beim Pasteurisieren etwa im Bereich von 10%, bei H-Milch (die auf 155°C erhitzt wird) bis zu einem Drittel (Tabelle hier). ESL-Milch dürfte irgendwo dazwischen liegen…Hier kommt natürlich die höhere Haltbarkeit der ESL-Milch ins Spiel: Die Vitamine gehen im Laufe der Zeit den Bach runter. Dementsprechend enthält ESL-Milch, die eine Woche im Kühlschrank steht, deutlich weniger Vitamine als das, was ursprünglich aus der Kuh kam. Allerdings eben auch deutlich weniger Krankheitserreger“
    Quelle: „http://fisch-blog.blog.de/2009/01/11/spass-mikroben-esl-milch-5359489/“
    Und bei einigen ESL-Sorten schmecke ich keinen Unterschied zur Frischmilch. ESL-Milch ist kein Imitat. Das nicht ESL-Milch draufsteht und nur auf die Vorteile hingewiesen wird, kann man natürlich kritisieren. Ich habe mich auch gewundert, als die ersten EXTRA LANGE FRISCH Packungen auftauchten.

  3. . Says:

    Lustigerweise gab es das Buch-Zeitungsartikel schonmal: In 2005 gab es das C&A-Buch und iin der Zeit einen Artikel über das Kopieren von Zara.


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