Focus der Reichen

Der Chef des Focus heißt Helmut Markwort. Er ist bekennender FDP-Fetischist und in seiner Eigenschaft als „Journalist“ ein sehr eifriger Arschkriecher der Reichen und Mächtigen.

Alles Soziale ist ihm widerwärtig, Reichtum und Macht gehören für ihn (wie für alle Faschisten) zusammen wie Butter und Brot.

Nachdem sein Focus nun in mühevoller Arbeit wochenlang den Bundespräsidenten des Frankfurter Bankenviertels Horst Köhler zum Super-Mega-Star des Deutschen Volkes aufgeblasen hat, feiert die Kanaille der Abzocker und Ausbeuter fröhlich die „neue Kraft“ der schwarz-gelben Volkszertreter.

Wie es sich für einen Dummschwätzer der asozialen FDP gehört, befahl er denn auch gleich seinem „Ressortleiter Debatte“ Thomas Wolf einen Artikel über die „ungerechten“Steuern für Reiche, Spitzenabsahner und ähnlich vom Schicksal Benachteiligte.

Unter der Überschrift „Reiz des Reichtums“ liefert er ein treffliches Beispiel medialer Verblödungstaktik.

Nachdem er dem gläubigen Focus-Leser lang und breit darüber „aufgeklärt“ hat, welche furchtbaren Parteien („SPD“, Grüne, Linke) bei den armen, hungerleidenden „Leistungsträgern“ Steuern erheben wollen, beginnt er ein wirres Spiel nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“.

Von den unteren 50 Prozent der Steuerpflichtigen kommen lediglich 6,2 Prozent, von den unteren 20 Prozent gar nur 0,3 Prozent des Steueraufkommens.

Eine Gerechtigkeitslücke sieht wahrlich anders aus.

Völlig richtig! Gerechtigkeit sieht anders aus! Aber ganz anders, als diese neoliberale Maulhure meint: Dass die „unteren 20%“ auf nur 0,3% der Lohnsteuer kommen liegt keineswegs an einem „ungerechten“ Lohnsteuersystem. Vielmehr ist die Ursache darin zu suchen, das Deutschland nach diversen „Reformen“ den weltweit größten Anteil an Hungerlöhnern in den westlichen Industrienationen hat. In der EU ist Deutschland die einzige Nation, in der man auch als Fachkraft nicht davor geschützt ist, für weniger als den Steuerfreibetrag ausgebeutet zu werden.

Aber DAS interessiert den Schreiberling des Boulevardblattes der Steuerhinterzieher FDP-Wähler natürlich nicht.

Und selbst das BMF kommt auf seiner Website zum Schluss: „Es ist ein Märchen, dass Reiche kaum Steuern zahlen.“

Das BMF ist das Bundesfinanzministerium. Schaut man sich die Steuerpolitik dieses Ministeriums der letzten 10 Jahre an, verwundert diese Lüge freilich nicht. Schon immer seit der Machtübernahme der Wirtschaftsbosse des Herrn Schröder wird mit diesem Unfug die Umverteilung der Steuerlast von Oben nach Unten legitimiert. Aktuell beträgt der Spitzensteuersatz (auf dem Papier!) 42%. Die reale Steuer“last“ beträgt allerdings nur etwa 20%. Also 5 Prozent mehr als der Eingangs-Steuersatz.

Hä? Wie geht denn sowas?

Gaaaanz einfach:

Sie erinnnern sich doch an die elendige Diskussion über das „ausufernde und unverständliche“ Steuerrecht? An die Debatten darüber, dass Deutschland (angeblich) das umfangreichste Steuerrecht der Welt hat?

Das Problem des Umfanges der Steuergesetze liegt in den Ausnahmeregeln! Schon seit der Adenauer-Regierung befahl die herrschende Klasse, man müsse ihnen bei der Steuerpflicht stets Ausnahmen gewähren.

Nun konnte man aber aus verständlichen Gründen in einer „Demokratie“ nicht in jedes Gesetz hineinschreiben: „Diese Steuer gilt nur für den Pöbel, aber nicht für die Eliten!

Also fand man eine riesige Menge an Klauseln und Phrasen, um diesen Zustand durch Verkomplizierung herzustellen.

Statt „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.“ schrieb man in die Steuergesetze:

„Das maximale Volumen subterraner Agrar-Produkte steht in reziproker Relation zur spirituellen Kapazität des Produzenten“

Verstanden? Gut!

Und so kommt es, das Arbeitsplatzbesitzer im Büro auch noch ein „Arbeitszimmer“ steuermindernd anerkannt bekommen, während Arbeitsplatzbesitzer am Fließband erst die Regierung verklagen müssen, um wenigstens den Weg zur Arbeit als „Werbungskosten“ geltend machen zu können. Nutzt man all die Feinheiten des Steuerrechtes aus, z.B. nicht benötigtens Einkommen an den Börsen verzocken als „Altersvorsorge-Anlage“, kann man seinen Steuersatz von 42% mehr als halbieren. Zuzüglich natürlich des Ehegattensplittings, welches den Besserverdienern bekanntlich mehr nützt als verheirateten „Bedarfsgemeinschaften“ aus einem Gering-/Normalverdiener und einem Hartz4-Opfer.

Aber nun weiter im Focus:

Der Durchschnittsverdienst der Deutschen liegt bei rund 44 000 Euro pro Jahr – und hier werden für Steuern und Sozialabgaben sogar 53 Prozent fällig.

Bei dieser Angabe handelt es sich (wie üblich im neoliberalen Dummschwatz) nicht um das Durchschnittseinkommen, sondern um das Medianeinkommen. Typisch ist auch die unzulässige Vermengung von Steuern und Sozialbeiträgenabgaben. Bekanntlich sind die Sozialbeiträge nicht einfach „weg“, sondern dienen der sozialen Absicherung von Krankheit, Arbeitslosigkeit und Alter.

Aber „Sozialversicherungen“ sind im neoliberalen Focus schon immer widerliches Teufelszeug gewesen.

Dann folgt eine unglaubliche Manipulation nach dem Motto: Die Reichen sind alle arm dran:

Lebt dieser Arbeitnehmer (mit 125.000 Euro brutto/Jahr!!!)in „wilder Ehe“ – in „Patchwork“-Zeiten nichts Ungewöhnliches – mit zwei Kindern, kostet die Absicherung der Familie stolze Summen.

Bei mehr als 10.000 Euro/Monat (!!) gibt es kaum „Patchwork“familien. In diesen Kreisen macht der Steuerberater von sich aus einen Hochzeitstermin klar und der eigene Rechtsanwalt legt ungefragt den obligatorischen „Ehevertrag“ zur Unterschrift vor.

Gut zu sehen an die vielen „Kurzzeit-Ehen“ und „Blitz-Hochzeiten“ unter Promis aus Politik, Unterhaltung und Wirtschaft.

Eine private Krankenversicherung für die vierköpfige Familie schlägt mit jährlich rund 10 500 Euro zu Buche,

Na und? Soll er doch zur AOK gehen, da kann er Frau und Gören „mitversichern“. Kein Mensch zwingt ihn zur PKV mit Luxus-Vorzugsbehandlung!

Naja…ok: Der Sozialrassist und „Ärztepräsident“ Jörg-Dietrich Hoppe hat in Tradition eines gewissen Dr. Mengele die Selektionsrampe im Wartezimmer gefordert. Da könnte eine PKV-Karte schon als Lebensretter dienen… Elendiges Faschistenpack!

eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit rund 2400 Euro

Was soll der Schwachsinn denn? Leute mit mehr al 10.000 Euro Monatseinkommen müssen schon klinisch tot sein, um „berufsunfähig“ zu werden.Schließlich arbeiten sie am Schreibtisch und nicht auf Dächern, in Backstuben oder wuchten täglich 20 Tonnen Müll auf die Kippvorrichtung eines Müllwagens.

und eine private Lebens- oder Rentenversicherung zur Altersvorsorge mit weiteren rund 5000 Euro.

Selbst schuld, wenn man freiwillig(!) jedes Jahr 5000 Euro beim Börsen-Monopoly verzockt. Das ist übrigens mehr, als ein Hartz4-Empfänger im ganzen Jahr zum Leben hat. Für Nahrung, Kleidung, Stromrechnung etc.

Und hat der „Reiche“ ein Haus im Wert von 500 000 Euro gebaut – und damit Jobs in der Bauindustrie gesichert -, kosten fünf Prozent Zinsen und ein Prozent Tilgung jährlich weitere 30 000 Euro.

Jaja…ein kleines Häuschen für eine halbe Million Euro kosten 6% im Jahr, also 30.000 Euro.

Natürlich ist man bei so einer Bruchbude keineswegs „reich“, man sichert sogar Jobs in der Bauindustrie!

Zumindest schimmert durch, das dieser „Durchschnittsverdiener“ einen sicheren Job haben muss. In Zeiten eines von Peter Hartz und Wolfgang Clement völlig deregulierten Arbeitsmarktes kann es sich allerdings kein normaler Mensch leisten, sich mit einer halben Million Euro an einen Ort fest zu binden. Abgesehen von der Frage, woher er einen Kredit in dieser Größe bekommen soll…

Unterm Strich schrumpft das üppige Bruttojahresgehalt also auf etwa 22 000 Euro – rund 1900 Euro monatlich – mit denen die Kosten für Essen, Kleidung, Kindergarten, Schule, Auto und Urlaub bestritten werden müssen.

Ooohh…bitte mal eine Tüte Mitleid! Selbstverständlich nimmt dieser Hungerleider keinerlei Sozialleistungen in Anspruch, weder Kindergeld noch irgendeinen Steuerfreibetrag.

Und weil ihm nach Einrichtung eines Luxus-Lebens kaum noch Geld zum Überleben bleibt, soll der Staat also Mitleid zeigen und die Steuern noch weiter senken. Ja…gehts noch?

Klischees von Champagner schlürfenden Nichtstuern entpuppen sich da rasch als billige Polemik.

Das auch vom Focus gern gepflegte Klischee vom faulen Sozialschmarotzer auf Hartz4 mit Super-LCD-Fernseher, Handysammlung und Bierwampe ist natürlich keine billige Polemik, nicht wahr?

Wer das Rezept gegen die finanzielle Schieflage im Schröpfen der Reichen sieht, hat auf Sand gebaut. (…) Stattdessen würde ein solches Negativsignal allenfalls weitere Vermögende vertreiben.

Jaja…das scheue Reh!

Aber halt…war hier nicht eben noch von dem armen Durschnittsverdiener mit mehr als 10.000 Euro (in Worten: Zehntausend) Monatseinkommen die Rede?

Warum spricht man plötzlich von der Vertreibung Vermögender? Versteht das jemand?

Man muss wohl schon sehr tief in den rektalen Körperöffnungen der Kapitalbesitzer stecken, wenn einem ein solcher Fauxpas nicht selbst auffällt.

Und selbst wenn die Vermögensbesitzer abhauen…was solls? Dieses Pack zockt jeden Tag aus Staat und Gesellschaft mehr Profit ab als es jemals an Steuern zahlen wird. Lasst sie ziehen! Ich trage ihnen ihre Geldkoffer gern persönlich über die Schweizer Grenze!

Man lebt in diesem Land nicht trotz, sondern wegen der Reichen in Armut!

Aber warum sollten sie ihren Kapitalbesitz behalten dürfen, wenn sie das Land fluchtartig im Stich lassen? Schließlich kann ich mein altes Auto auch nicht einfach am Straßenrand „verschrotten“ in der Erwartung, es würde niemanden interessieren!

Ausserdem…. das Geschwafel vom scheuen Reh hat noch einen Haken:

Wer in Deutschland als „Durchschnittsverdiener“ mehr als 10.000 Euro bekommt und ein Haus im Wert von 500.000 Euro besitzt, kann nicht einfach in ein Steuerparadies umziehen. Was passiert mit dem Haus? Wie kommt er zur Arbeit? Täglich von Zürich nach München in die Focus-Radaktion pendeln? Autsch…

Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio warnte schon vor Jahren, die wirklich Reichen könnten sich dem deutschen Steuersystem problemlos und ganz legal durch Auswanderung entziehen.

In der kommunistischen Unrechts-Diktatur „USA“ ist das nicht möglich. Da wird man immer steuerpflichtig, egal woher man auf diesem Planeten Geld bekommen hat.

Aber auch Udo di Fabio gehört zum herrschenden Recht der Herrschenden. Er fordert seit Jahren Steuersenkungen für Reiche, aber nie eine grenzüberschreitende Steuerpflicht nach dem Prinzip der Staatsbürgerschaft bzw. der Quellensteuer.

Kein Wunder, das er von neoliberalen Pack der Medienhuren immer wieder gern als „verfassungsrechtlicher Kronzeuge“ aufgeboten wird.

Und nun raten Sie mal, welcher Verfassungsrichter das Märchen erfunden hat, die (alte) Vermögenssteuer sei „verfassungswidrig“ gewesen?

Weder er noch die Medien haben jemals klargestellt, das nicht die Vermögenssteuer, sondern die Art der Erhebung unzulässig war.

reichensteuer

Advertisements
Explore posts in the same categories: Uncategorized

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: