Hans-Werner ist geisteskrank

Schizophrenie ist eine Diagnose für psychische Störungen des Denkens und der Wahrnehmung.

Schizophrenie ist nicht heilbar.

Hans-Werner UnSinn hat übers Wochenende Ausgang bekommen. Er durfte die Geschlossene Abteilung der neoliberalen Irrenanstalt „Ifo-Institut“ für ein Interview mit der „Welt“ verlassen.

Obwohl sich die „Journalisten“ von Welt jede erdenkliche Mühe gegeben haben, Hans-Werner „normal“ aussehen zu lassen, wird dennoch in diesem Interview seine völlige geistige Degenerierung deutlich.

Es ist nicht zu übersehen, dass der arme Hans-Werner weiterhin in völliger geistiger Umnachtung lebt, welche sein Denken und seine Wahrnehmung der Realität vollständig in die Welt der faschistischen Ideologie überführt hat.

Diese Diagnose ist bekanntlich nicht neu, wird aber durch den aktuellen Auswurf verbaler Diarrhoe aus seiner Hackfresse noch verstärkt.

WELT ONLINE: Sind Sie zu den Systemkritikern übergewechselt?

Hans-Werner Sinn: Ich bin nicht übergewechselt, sondern war immer ein Kritiker des mangelhaften Bankenregulierungssystems.

Seltsam…

In seinem letzten Buch „Ist Deutschland noch zu retten?“ prangert er heftig jede Form von Finanzmarkt-Regulierung als „Hemmschuh für dringend notwendige Finanzinvestoren“ (neudeutsch: Heuschrecken) an. Er leidet also auch noch an Demenz und Altzheimer. Aber eigentlich typisch für die „Wirtschaftsexperten“ des Jahres 2009.

Wir brauchen nicht überall mehr Regulierung. In bestimmten Bereichen, etwa dem Arbeitsmarkt, ist unser Wirtschaftssystem überreguliert. Löhne und Preise gehören nicht reguliert, weder direkt noch indirekt.

Wie bitte? Der Arbeitsmarkt ist „überreguliert„?

Seit dem 1. Januar 2005 gibt es keine Regeln mehr für den Arbeitsmarkt. Die Faschisten in den Chefetagen haben die Macht zur Diktatur übernommen. Wie in den Arbeitslagern des 3. Reiches haben „Arbeitnehmer“ keinerlei Einfluss auf die Zumutbarkeit der Arbeitsbedingungen mehr. Im heutigen Arbeitsmarkt wurden sogar die Bürgerrechte der Artikel 1, 2, 6, 9, 11, 12 und 13 des Grundgesetzes zwecks „Deregulierung“ für Arbeitslose ausser Kraft gesetzt.

HansWurst Sinn meint also, das man die Löhne nicht regulieren sollte? Eine eindeutige gesistige Störung in der Wahrnehmung! Was passiert denn mit dem Lohn als „Preis der Arbeitskraft“, wenn es ein millionenfaches Überangebot an Anbietern gibt? Der Preis (Lohn) fällt ins Bodenlose! Somit müssen (nach marktwirtschaftlichen Regeln) auch die Preise entsprechend fallen. Was passiert bei fallenden Preisen? Die Produktion von Gütern und Investitionen in Produktionsmitteln werden mangels Profit eingestellt, die Markt-Wirtschaft kollabiert.

Das wird auch von Prof. UnSinn in seinen Vorlesungen gelehrt, aber in der Öffentlichkeit predigt er das Gegenteil. Kaum vorstellbar, das bei solch schwerer Schizophrenie noch Elektroschocks oder öffentliche Auspeitschung eine Besserung bewirken können.

Die Dänen haben noch genauso viel Gier wie ihre Vorfahren, doch sie sind heute anständige Leute, die ihren Eigennutz produktiv einsetzen, weil sie in der Marktwirtschaft agieren, wo man sich Reichtum erarbeitet, anstatt ihn sich zusammenzustehlen.

Nur zur Information: Die Überlieferung, Wikinger seien kriegerische Eroberer gewesen, ist nachgewiesen falsch. Wikinger waren als Händler auf den Nordmeeren unterwegs und haben nie andere Länder erobert. Grönland und Island wurden von den Wikingern friedlich besiedelt.

Die Marktwirtschaft ist eine Friedensordnung, die die Gier des Menschen begrenzt und kanalisiert, und nicht das Gegenteil.

Marktwirtschaft ist brutal und gewalttätig. Gegen alles und jeden, welcher dem Profit der Kapitalisten im Wege steht!

„Was könnte die kapitalistische Produktionsweise besser charakterisieren als die Notwendigkeit, ihr durch Zwangsgesetz von Staats wegen die einfachsten Reinlichkeits- und Gesundheitsvorrichtungen aufzuherrschen?“ (Karl Marx – Das Kapital)

Statt Kriege gegeneinander zu führen, um sich gegenseitig zu berauben, versucht man, durch Handel reich zu werden.

Stellt sich bloß die Frage, warum deutsche Handelsvertreter am Hindukusch in Tarnfarben herumballern laufen. Die Handelsbeziehungen der USA im Irak sind Beweis dafür, das Hans-Werner nur die Wahrheit sagt und nichts als die Wahrheit!

WELT ONLINE: Deutschland als Exportweltmeister exportiert dagegen Kapital. Müssen wir lernen, mehr zu konsumieren?

Sinn: Nein, wir müssen lernen, mehr zu investieren, denn das tun wir zu wenig.

Lieber Hans-Werner! Falls du noch eine Hirnzelle besitzt, dann benutze sie jetzt bitte und beantworte eine einfache Frage:

Würdest du in einen Bananenfrachter investieren, wenn die Leute nur noch von Wasser, Brot und Steckrüben leben? Denk mal darüber nach! (Ich weiß…“Denken“ ist nicht deine Stärke…)

Im Übrigen müssen wir nach der Krise erst mal unsere Staatsschulden bezahlen. Dazu werden wir die Steuern erhöhen oder die Staatsausgaben im Sozialbereich reduzieren müssen.

Eine Vermögenssteuer kann man nicht erhöhen, wenn es keine gibt. Und der weitere Abriss des Sozialstaates wurde von Herrn UnSinn auch schon in früheren Aufschwungszeiten gefordert. Kein Argument ist ihm zu dumm, um den neoliberalen Aberglauben und die faschistiode Ideologie seiner Zunft auf die Spitze zu treiben.

Denn sie (die Amerikaner) müssen langsam ihr Konsumniveau reduzieren und anfangen zu sparen, statt auf Kosten anderer Länder zu leben.

Auf jeden Fall werden die Deutschen den Gürtel enger schnallen müssen, zum Ausgleich dafür, was die Amerikaner sich erlaubt haben.

Hans-Werner wird jetzt 1000x aufschreiben: Autos kaufen keine Autos!

WELT ONLINE: Wie soll Deutschland dann wieder auf Wachstumskurs kommen?

Sinn: Wir müssen uns ein neues Geschäftsmodell suchen. Besser wäre es, die Maschinen in Zukunft im Inland aufzustellen.

Öööhhmm…

Ein neues Geschäftsmodell? Wie soll das gehen bei „Wirtschaftsexperten“, welche seit Jahren dem neoliberalen Aberglauben verfallen sind und unter marktradikalen Wahnvorstellungen leiden?

Und was sollen diese Maschinen machen, wenn sie im Inland aufgestellt werden? Wenn die Deutschen auf Empfehlung dieses Volltrottels „den Gürtel enger“ geschnallt haben, werden auch keine Maschinen mehr gebraucht. Na gut…ich hätte da ein paar Vorschläge für mittelalterliche Foltergeräte. Und eine geignete Testperson fällt mir auch gerade ein… Ein tolles neues Geschäftsmodell!

Die Industrie muss sich neue Kunden in Russland, Asien und vor allem in Deutschland selbst suchen.

Die Russen haben selbst Probleme, Asien besitzt nur wertloses Papier mit dem Aufdruck „Dollar“ und den deutschen Binnenmarkt haben Wirtschaftsexperten wie er schon seit Jahren in die Knie gezwungen. Von was redet dieser Kerl eigentlich?

Deutschland hat strukturelle Probleme.

War ja klar…

Und wieder die alte Leier von den strukturellen Problemen. Eines der größten strukturellen Probleme ist, das sein Ifo-Istitut keine geschlossene Anstalt ist.

Wir haben die niedrigste Investitionsquote aller westlichen Industrieländer.

Achneee…

Und wenn die Leute jetzt noch weniger kaufen, wird mehr investiert? Hans-Werner, du brauchst dringend neue Medikamente!

Wir müssen die Ersparnisse für viel mehr Investitionen im Inland verwenden. Ansonsten können wir nicht wachsen.

Merkst du eigentlich nicht, das du dich ständig wiederholst? Mal ganz abgesehen davon, das 80% der Deutschen inzwischen keine Ersparnisse mehr haben. Schließlich mussten wir ja dringend den Arbeitsmarkt deregulieren, gelle?

Wenn 42 Prozent der erwachsenen Deutschen von Transfereinkommen leben, dann ist das einerseits ein Ärgernis, andererseits sind diese 42 Prozent geschützt vor den Folgen der Krise.

Boah! 42% der erwachsenen Deutschen sind faules, arbeitsscheuse Gesindel! Das ist ein Ärgernis!

Naja…nicht wirklich: In diesen 42% sind auch 20Mio Rentner enthalten. Somit werden aus 42% ganz schnell (etwa) 20%.

Und diese 20% sind zu mehr als der Hälfte das Ergebnis der von Hans-Werner UnSinn selbst geforderten „Reformpolitik“. Dazu gehören „ausgemusterte“ Arbeitslose genauso wie die „Aufstocker“, welche zu Hungerlöhnen arbeiten und sich nach einer 40h-Woche in der Fabrik noch beim Sozialamt oder den Tafeln einreihen müssen.

Wie war das mit dem Zauberlehrling? „Oh weh, Oh weh! Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los.“ 🙂

Und zum Schluss bekommt Hans-Werner von WELT noch die Möglichkeit, seine Wahnvostellungen reinzuwaschen:

WELT ONLINE: Ökonomen haben den GAU nicht vorhergesehen. Warum soll man jetzt noch auf Wirtschaftswissenschaftler hören?

Irrtum! Die Ökonomen warnen seit 10 Jahren davor, aber die „Wirtschaftswissenschaftler“ erklärten stets, diese Ökonomen seien „rückständige, unmoderne Sozialnostalgiker“.

Sinn: Auch ein Arzt kann den Ausbruch der Krankheit nicht prognostizieren.

Natürlich kann er das, du Dummkopf! Wenn ich jeden Tag 5 Schachteln Zigaretten rauche, werde ich mit Sicherheit nicht an Altersschwäche sterben. Eher an den Schatten auf den Röntgenbildern.

Aber er kann sie diagnostizieren und therapieren.

Bei dir kann man nichts mehr therapieren. 😉

Außerdem kann er vorher vor ungesundem Lebenswandel warnen.

Aber wer hört schon auf solche Warnungen, wenn Hans-Werner „Reformen“ für 300% Profit verlangt?

Ich selbst habe die lasche Bankenregulierung immer wieder kritisiert und auf die Gefahren hingewiesen, sowohl in wissenschaftlichen als auch in populärwissenschaftlichen Schriften.

Achja? Und warum weiß niemand davon? Nie hat jemand gesagt: „Prof. Sinn fordert stärkere Regulierung der Banken!“. Ich habe Google gefragt: 0 (Null) Treffer!

Du lügst wieder einmal, bis die Balken brechen!

Mit vielen anderen Ökonomen habe ich ferner vor dem hohen Leistungsbilanzdefizit der USA gewarnt.

Hör mit diesen Lügen auf! Jahrelang hast du dich darüber gefreut und gefordert, die deutsche Wirtschaft müsse die Gelegenheit durch massives Lohndumping zur Exportsteigerung nutzen.

Du bist ein widerlicher Bastard, Hans-Werner!

http://www.breitseite.net

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One Comment - “Hans-Werner ist geisteskrank”

  1. Flying Circus Says:

    Jaja, seines schönen Aufsatzes wegen „Autos kaufen Autos“ habe ich ihm vor Jahren mal per Mail Bescheid gestoßen. Natürlich in respektvollem, höflichen Tone, ich wollte ja eine Antwort haben. Leider hatte er wohl für ein kleines Licht wie mich, der ich ja nur Dipl.-Kfm. bin und daher von BWL nichts verstehe, keine Zeit über, um mich Unwürdigen auf den Pfad der Erleuchtung zu hieven. So ist mir natürlich auch nie klar geworden, warum Unternehmen (die heutzutage ja nun unter „langfristiger Planung“ so 1 bis 2 Jahre verstehen!) investieren sollen, wenn die Nachfrage schon nicht mehr am Boden, sondern unter der Erde liegt.

    Was den deregulierten Arbeitsmarkt angeht, der Herr Prof. (mit unkündbarer Stelle und schönem Einkommen, auch über diverse Nebenpöstchen!) fordert ja nun schon seit Jahr und Tag „markträumende Löhne“. Daß man von diesen „markträumenden Löhnen“ nicht würde leben können, kann man sich einfach ausmalen. Wer’s nicht glaubt: schaut Euch aktuelle Löhne von z.B. Sicherheitspersonal z.B. in Berlin an.
    Aber hey, die Differenz zahlt dann der Staat. Man darf sich dann also, wiewohl man mindestens seine 40 Wochenstunden kloppt, als „Parasit“, „Schmarotzer“, „Sozialschädling“ und dergleichen mehr beschimpfen lassen, muß sich Umzüge genehmigen lassen, Schnüffeleien im Privatleben hinnehmen und dergleichen mehr.

    Ich bin dafür, daß bei Professoren „markträumende Löhne“ eingeführt werden. Oder noch besser: sie meistbietend versteigert werden (auch so ne tolle Idee von Prof. Dr. HW Sinn). Ich würde sofort mitbieten. Ich hätte Verwendung. Mein Nachbar hat ein großes, verwildertes Grundstück, das müßte mal umgegraben werden …


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