Wahlkampf-Drehbuch

(sorry…ist wieder ein etwas längerer Text geworden)

Es war einmal…

Vor langer langer Zeit entstand in der alten Bundesrepublik eine neue Partei. Sie nannte sich „Die Grünen“ und strebten nach mehr Umweltschutz. In dieser Zeit entdeckte man ganz überrascht das Sterben der Wälder und einen ziemlich sauren Regen.

Viele Bürger nahmen diese Situation ernst und fanden eine „Öko-Partei“ gut.

Ganz anderer Meinung waren die Industriebarone jenes Staates. Sie wollten weiterhin hemmungslos ihren Reichtum mehren, ohne auf Flora und Fauna Rücksicht nehmen zu müssen. Und da man „hemmungslos“ nicht weiter steigern kann, nahmen sie ungeniert den Tod tausender Menschen in Kauf, denen bei „Smog“ schlicht die Luft zum Leben fehlte.

Eine solche Partei wurde daher auch schnell zum politischen Störenfried. Bisher war die kleine FDP der machtbestimmende Faktor gewesen. Sie fühlte sich frei und ungebunden genug, um auch mal „zwischendurch“ einen Regierungs- und Politikwechsel unter Ausschluss der Wähler und der Demokratie herbeizuführen.

Seit dieser Zeit bestimmt das Koalitions- und Lagerdenken das politische Geschehen dieses Landes. Natürlich blieb dies nicht unbemerkt und die SPD musste sich dazu durchringen, zusammen mit den „Grünen“ ein eigenes Lager als Alternative zu CDU und FDP zu gründen.

Groß war die Angst des Kapitals, ihre schwarzen und blau-gelben Handlanger könnten eines Tages von einer (damals noch) sozialdemokratischen und umweltfreundlichen SPD/Grüne-Koalition ersetzt werden.

Nach einigen Beratungen und Diskussionen eingte man sich darauf, die „Grünen“ zu spalten. Püntklich zu jedem Wahlkampf unterschied man die Grünen dann in „Fundis“ und „Realos„. Die „Fundis“ wurden zu „Öko-Fundamentalisten“ und die „Realos“ zu „Real-Politikern“ erklärt.

Was war der Unterschied?

Die „Fundis“ stritten für eine ökologische Politik, was sie in den Augen der Herrscher des Landes zu „Fundamentalisten und Extremisten“ machte. Das Kapitalistenpack ließ keine Gelegenheit aus, um kübelweise Schimpf und Schande über diese „Fundis“ zu kippen.

Den „Realos“ hingegen kam es in erster Linie auf eine Regierungsbeteiligung an. Sie vertraten die Auffassung, man könne die herrschende Klasse zur Reduzierung ihrer Gier zu Gunsten der Umwelt „überreden“.

Sie stellten damit zwar das heilige Primat des Profits in Frage, ernteten aber bei den Kapitalbesitzern nur Gelächter. Sie wurden nicht ernst genommen und somit stillschweigend toleriert.

So sah dann auch die mediale Berichterstattung aus: Die „Fundis“ waren „Wirrköpfe und Extremisten mit dem Ziel, alle Arbeitsplätze zu vernichten“ während die „Realos“ als „chancenlos“ dargestellt wurden.

Diese Spaltung zeigte Erfolg: Vielen Bürgern waren die Grünen jahrelang „suspekt“ und damit „unwählbar“. Schließlich wusste niemand, ob man von den Grünen nach einer Wahl „Fundi- oder Realpolitik“ bekommen würde.

An dieser Spaltung durch die Medien konnte auch das Tschernobyl-Unglück nur wenig ändern.

Erst nach mehreren verlorenen Wahlen kapitulierten die „Fundis“ und überließen den „Realos“ das Feld. Damit konnten die Kapitalisten und ihre Medien leben.

Realpolitik bedeutet in Deutschland nichts anderes als „Politik als Unterwerfung unter die Befehle der Reichen“.

Zum Ende der 90er Jahre wendete sich das Blatt. Die Reichen und Mächtigen wurden unzufrieden mit ihren korrupten CDU- und FDP-Politikern. Seit der Abschaffung der DDR verlangten sie das Opfer „Sozialstaat“ auf dem Altar ihrer Macht. Dummerweise waren Kohl & Co nicht so radikal wie gewünscht und handelten nur sehr zögerlich.

Da die Entwicklung des Kapitalismus zum Faschismus unter Ausschaltung jeglicher sozialer Verantwortung eine „natürliche“ Entwicklung ist, suchte man sich nun einen neuen gehorsamen Lakaien. Man fand ihn in einem machtgeilen niedersächsischen Rechtsanwalt, welcher zusammen mit „grünen“ Realos ohne zu Zögern jeden Befehl des Kapitals ausführte.

Fortan waren die „Grünen“ nicht nur bereit, das Thema „Umweltschutz“ auf eine imaginäre „globalen Verantwortung“ abzuschieben, sondern auch die von den Faschisten der Wirtschaft geforderten Eroberungskriege zu führen.

Man nannte diese Machtausdehnung „Reformpolitk“ und redete allen Bürgern ein, man müsse sich nun „Sachzwängen“ beugen. Am Ende verweigerten sich die Wähler beiden Lagern, so dass das Kapital zum bewährten Mittel des Wahlbetrugs greifen musste, um mit einer Bande aus „SPD“ und CDU weiterregieren zu können.

Geschichte wiederholt sich….

Da weder „Reformpolitik“ noch „Sachzwänge“ trotz flächendeckendem Medienterrors glaubwürdig blieben, zerfiel die „SPD“ und es bildete sich eine neue Kraft: die WASG.

Sie bestand aus Sozialdemokraten und Gewerkschaftern und wollte eine linke „Wahlalternative für Soziale Gerechtigkeit“ werden.

Schnell erkannte man, dass die WASG im Westen genauso scharf bekämpft wurde wie die PDS aus dem Osten. Daraus ergab sich unweigerlich die Erkenntnis, das man „irgendwie“ Gemeinsamkeiten haben musste, wenn man vom Kapital und seinen Medienhuren in so gleicher Weise angegriffen wird. Man zögerte nicht lange und schloss sich zusammen. Ganz nach der alten Weisheit „Gemeinsam sind wir stark!

Man hatte seitens der Medien und ihrer Auftraggeber inhaltlich keine Chance gegen die gemeinsame „Linke“. Die jahrelang inbrünstig vorgetragenen „Argumente“ zur Abschaffung der sozialen Absicherung der Bürger wurden immer wieder von den Linken in platzende Seifenblasen verwandelt. Somit konzentrierte man sich darauf, einzelne Personen aus Partei und Fraktion der Linken als „Populisten“, „Demagogen“, „DDR-Wiederhabenwoller“, „Stalin-Fans“ u.ä. zu bezeichnen.

Hat nicht funktioniert. Dumm gelaufen…

Nun stehen nicht nur erneut Wahlen vor der Tür, sondern auch der allseits gepflegte Aberglaube an den unfehlbaren Marktradikalismus gerät ins Schwanken.

Wohin der Bürger auch schaut…die einzige Partei, welche in ihren Aussagen Recht behalten hat, ist: die Linke!

Welch eine Katastrophe!

Schnell versuchten die Parteien des Kapitals, „linke Themen“ zu besetzen. Plötzlich schmierten sie den Bürgern den Honig des Mindestlohnes und anderer sozialer Notwendigkeiten heuchlerisch ums Maul. Da war plötzlich wieder die Rede von „Regulierung“ und auch das Wort „Enteignung“ fand Zugang zu den Maulhuren von „SPD“ und CDU.

Glaube versetzt Berge

Doch diese Heuchelei sozialer Verantwortung fand in der Bevölkerung keine Glaubwürdigkeit mehr. Man wunderte sich, als die „SPD“ im Bundestag ihre eigene Mindestlohn-Forderung einstimmig ablehnte und nahm zur Kenntnis, das die Gewerkschaften „ihrer“ SPD keine Einladungen mehr zu 1. Mai-Demos schickten. Stattdessen warnten selbige Gewerkschafter plötzlich vor sozialen Unruhen, welche die Politik von „SPD“ und CDU hervorbrachte.

Das es diese sozialen Unruhen bereits seit den Montags-Demonstrationen gegen die Hartz-Gesetze 2005 gibt, wurde von den Medien allerdings mit keinem einzigen Wort erwähnt.

Nun glaubt man, mit dem Drehbuch „Grünen-Spaltung“ die Linke wieder unter die 5%-Hürde versetzen zu können.

Nachdem mit viel Getöse eine gewisse Frau Kaufmann von der Linken zur „SPD“ gewechselt ist, redet man nach alter Tradition nun den Wählern ein, die Linke sei in „Fundis“ und „Realos“ gespalten und somit „unwählbar“.

Mit einer übergroßen Schlagzeile macht die Welt des Springer-Imperiums den radikal-verbalen Anfang:

Wie West-Linke die Linkspartei von innen zerstören

So lautet die Überschrift. Damit wird auch gleich „klargestellt“, die Linkspartei sei bereits inmitten der „Zerstörung“ und die WELT wolle jetzt nur noch die Gründe darstellen.

Allerdings…von „Zerstörung“ kann keine Rede sein. Schließlich wurde die „SPD“ auch nicht „zerstört“, als nicht 3, sondern 30.000 Mitglieder der Schröder-Müntefering-SPD innerhalb von 3 Jahren davonliefen.

Die Parteiaustritte in Berlin legten es offen: In der Linken tobt der Kampf zwischen ostdeutschen Pragmatikern und westdeutschen Ideologen.

Ahja… heute heißen die Fundis also „Ideologen“ und die Realos nennt man „Pragmatiker“. Gut zu wissen…

Die West-Linke war schon immer von Sektierertum und ideologischer Selbstgerechtigkeit geprägt. Jetzt propagiert sie wieder ihre sozialistische Heilslehre.

Somit wäre dann auch klargestellt, wen der Bürger zukünftig als „böse“ ansehen soll. Wurde die Agenda2010 jemals als „kapitalistische Heilslehre“ bezeichnet?

Als „Beweis“ für die Spaltungs-These präsentiert die Welt den Herrn Wechselberg und die Frau Kaufmann. Beide verließen in den letzten Tagen die Linke, weil sie von der gesamten Basis für ihre schamlose Anbiederung an die „SPD“ kritisiert wurden. Frau Kaufmann wechselt dann auch gleich das Parteibuch, als sie nicht wieder zur EU-Wahl aufgestellt wurde.

Mit ihrem voriges Wochenende verabschiedeten Wahlprogramm habe sich die Linke als politik- und regierungsfähige Kraft verabschiedet.

Klar doch! In diesem Land wird man erst für „regierungsfähig“ erklärt, wenn man die uneingeschränkte Macht des Kapitals akzeptiert und respektiert. Schröder tat dies und durfte dann auch „Genosse der Bosse“ werden. Lafontaine tat dies nicht und wurde zum „Wegläufer“ erklärt.

Kaufmann beklagt vor allem die Totalverweigerungshaltung gegenüber dem europäischen Verfassungsvertrag.

Ähhmm…wie war das mit „ein bisschen schwanger“, Frau Kaufmann?

Wechselberg prangert in erster Linie die irrealen finanz- und arbeitsmarktpolitischen Versprechungen an, mit denen die Die Linke hausieren geht.

Was daran „irreal“ ist, wird natürlich weder von Wechelsberg noch von Welt erklärt. Macht auch nichts…die „Halbierung der Arbeitslosigkeit durch die Hartz-Reformen“ gilt bis heute als „Realpolitik“. Ebenso ist die von dieser Agenda2010-Realpolitik ausgelöste Krise in Deutschland ganz real.

Ein bizarres Bündnis von Gewerkschaftsfunktionären aus der ehemaligen Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit (WASG), linksradikalen westdeutschen Sekten und der orthodoxen Kommunistischen Plattform um Sahra Wagenknecht habe das „pragmatische Ost-Zentrum“ der Partei in die Minderheit gedrängt.

Immer feste druff auf das Kommunistenpack!

bizarres Bündnis, linksradikale Sekten, orthodoxen Kommunisten…

Na, wenn das nicht überzeugend ist! Da hat sich Springers „Hetzblatt für Intellektuelle“ aber wieder mächtig ins braune radikal-verbale Zeug gelegt.

Geeint werde diese seltsame Allianz von Milieus, die sich zu Zeiten der alten Bundesrepublik noch spinnefeind waren, durch ihren „Anti-Sozialdemokratismus.“

Ahja…eine „seltsame Allianz“ also. Könnte es sein, das diese Schreihälse die Sozialdemokratie immer noch der „SPD“ zuordnen? In welcher realpolitischen Realität leben diese Medienhuren eigentlich?

Auch die in linksradikalen Sekten organisierten westlichen Linken betrachtet die SPD als politischen Hauptfeind.

Selbstverständlich wird keine einzige dieser „Sekten“ im gesamten Artikel benannt. Warum auch? Diese „Sekte“ ist nichts anderes als die ehemalige WASG, welche aus Ex-SPD-Mitgliedern besteht. Aber DAS verschweigt die WELT. Ausserdem: „Sekte“ hört sich doch toll unheimlich und böse an, nicht wahr?

Der Springer-Konzern folgt übrigens bedingungslos dem Sektenführer Ratzinger… 😉

das zentrale Motiv Oskar Lafontaines, der die Nostalgiker und Sektierer fördere, um die auf Mäßigung gegenüber der SPD bedachten Realos in der Partei klein zu halten.

War ja klar. Wieder eine dieser albernen Behauptungen. Dabei hat Lafontaine selbst hunderte Mal lediglich 3 Bedingungen genannt, um die „SPD“ wieder in eine Bundesregierung zu bringen: Hartz-Gesetze, Auslandskriege und Rücknahme der Renten-„Reformen“. Noch mäßiger als Lafontaine kann man der „SPD“ nicht gegenübertreten. Ich hätte diese Agenda2010-Partei schon lange wegen verfassungsfeindlicher Aktivitäten verboten und ihre Führung bei Wasser und Brot in einen dunklen, feuchten Kerker geworfen. Aber ich darf ja nicht… 🙂

In der alten Bundesrepublik hatte diese Linke noch jedes Projekt, das sie in die Hand nahm, in die sektiererische Selbstzerstörung getrieben.

Achja? Beispiele? Fehlanzeige! Im vergangenen Jahr jubelte die WELT übrigens noch darüber, das in Hessen einge DKP-Genossen aus der Linken wieder ausgetreten sind. Die Linke war ihnen nicht kommunistisch genug. 😉

Jetzt scheint die Linkspartei an der Reihe zu sein, in die die Ost-Realos der ehemaligen PDS so große Hoffnungen auf eine politikfähige, moderne Linke gesetzt hatten.

In den Augen der Öffentlichkeit ist man laut WELT also „politikfähig und modern“, wenn man genauso beliebig wird wie Grüne und FDP es sind? Wozu braucht es dann überhaupt noch eine Opposition? Die Kapitalisten sicher nicht, die wollen mit Merkel bekanntlich „durchregieren„.

Natürlich darf auch hier die Stasi nicht fehlen:

Erst einmal haben die West-Sektierer in Person des früheren Stasi-Zuträgers und heutigen europapolitischen Sprechers der Links-Fraktion im Bundestag, Diether Dehm, den Reformern klar gemacht, dass jetzt erst einmal sie am ideologischen Drücker zu sein glauben.

Und schon werden die „Realos“ zu „Reformern“ erklärt und ihre Kritiker sind selbstverständlich „Stasi-Zuträger“. Sowas kann man doch auf keinen Fall wählen, oder?

Und im letzten Satz legt sich der Hase in den Pfeffer:

Begehrt das „realpolitische Ostzentrum“ jetzt nicht lautstark gegen die feindliche Übernahme durch das linksdogmatische Sektengeflecht auf, könnte es für die Rettung ihres Projekts einer „modernen Linken“ schon bald zu spät sein.

Man trug/trägt also im erlauchten Kreis der Reichen und Mächtigen den Wunsch in sich, aus der Linkspartei eine „moderne“ Schröder-SPD zu machen. Nun sieht man dieses „Projekt“ in Gefahr, da die „Realpolitiker“ auf den bisherigen Parteitagen immer weiter an Zustimmung durch die Basis verloren haben.

Also alles wie gehabt: Man blättert wieder im alten Wahlkampf-Drehbuch und leiert die selben Dialoge und Monologe herunter wie schon zu Zeiten der „Grünen“.

Sobald die CDU am 29. Juni (nach der EU-Wahl!) „ihr“ Wahlprogramm vorstellt, werden die Medien wie schon 2005 in hysterischen Jubel ausbrechen. Bis dahin kann die CDU noch fleißig die „Rosinen“ aus den Programmen der anderen Parteien herauspicken und sich so einen „Wettbewerbsvorteil“ verschaffen.

Neben diesen unverbindlichen „Highlights“ wird darin wieder nur sinnfreies BlaBla stehen, wie schon bei SPD, Grünen und FDP zu sehen war.

Merkt euch:

Die Linke kann und darf man nicht wählen, weil sie von links-kommunistischen Sekten beherrscht wird, welche die kapitalistischen Machtverhältnisse bekämpfen!

Oskar Lafontaine ist ein ganz böser Mensch, welcher sich an der ehrlichen SPD persönlich rächen will!

Was ihr wählt ist uns egal, wir besitzen eh alle anderen Parteien! Aber wählt bloß nicht die Linkspartei, welche nichteinmal Korruptions Spendengelder von uns bekommt!

merkel_hundtdie Kanzlerin und der König von Deutschland

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5 Kommentare - “Wahlkampf-Drehbuch”

  1. Silberling Says:

    Sehr sehr gute Analyse des Welt-Artikels und richtige Einschätzung der Umtriebe gegen die Linkspartei. Alle Warnungen des Kapitals in den Wind schlagend, werden wir die Linkspartei wählen.

  2. Flying Circus Says:

    Was ich ja am schlimmsten finde: diese Gehinwäsche funktioniert. Habe ich in meinem weiteren Umfeld beobachten dürfen, z.B. die Anti-Ypsilanti-Propaganda funktionierte ganz hervorragend. Daß die Leute zu doof sind, den Unterschied zwischen einer Koalition (die man sich aussucht) und einer Tolerierung (gegen die man im Zweifel gar nix machen kann!) zu verstehen, glaube ich eigentlich nicht.

    Die LINKE bekommt wie bei den letzten Landtagswahlen beide Stimmen von mir. Alle anderen Parteien haben derart verkackt, die sind für mich unwählbar.


  3. Meinst Du mit „Grüne“

    G – Gänseblümchen
    r – redet
    ü – über
    n – Natur
    e – elitär
    ?

  4. wareluege Says:

    hehe…

  5. Morla Says:

    Dank für den ausführlichen Artikel! Er legt sehr schön dar, wie unsere sogenannten freien Medien sich mit wohlfeilem Untertanengeist schmücken.

    Weil Demokratie von unten beginnen muss, haben wir in unserer winzigen Gemeinde (gerade Mal 560 Einwohner) jetzt damit begonnen, die Spielregeln zu verändern. Am vergangenen Samstag hatten wir unter dem Motto „Bürger ziehen Bilanz“ zu einer ersten Wahlveranstaltung (Kommunalwahl am 7. Juni) eingeladen. Natürlich ging es um „Lokale Probleme“.

    Allerdings hängen diese lokalen Spezialitäten auch mit dem allgemeinen Demokratiedefizit im Großen zusammen. Witzig dabei, die Lokalpresse hat zwar darüber berichtet, allerdings unter dem Titel „Bürger greifen Politiker scharf an“.

    Dabei wird dem Leser suggeriert, dass auch (Hobby)-politiker, denn das sind ja die ehrenamtlich wirkenden Gemeindevertreter, sakrosant – und über jeden Zweifel deshalb erhaben sind.

    Wir lassen uns davon aber nicht beeindrucken! Denn, wir können den Mangel an Bürgerbeteiligung und Demokratie nur von unten heraus verändern.


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