Merkels Opferlegende

Gemäß dem Beschluss der CDU, zum Wahlkampf 2009 eine neue „rote Socken“-Kampagne zu starten, begeben sich führende CDU-Politiker auf das dünne Eis der DDR-Delegitimation.

Nach dem Medien-Hype des Unrechtsregimes BRD über den „Unrechtsstaat DDR“ wandelte Frau Bundesmerkel auf den ausgetretenen Pfaden von Gauck, Birthler und Knabe in die Verliese der Stasi.

Kaum erblickte sie wieder das Tageslicht, war sie von den „Schrecken der Stasi“ derartig verwirrt, dass sie sogar eine eigene Opferlegende erfand und dem Focus erzählte:

Die Tochter eines evangelischen Pfarrers gibt ein persönliches Beispiel, wie rasch man mit dem MfS in Berührung kommen konnte, ohne dass man das wollte. Als sie sich an der Technischen Universität Ilmenau immatrikulieren wollte, habe sie ein Gespräch mit Vertretern des Fachbereichs führen müssen. Anschließend sei sie in ein Büro verwiesen worden, in dem sie sich die Fahrtkosten erstatten lassen sollte. „Als ich dort ankam, saß da in Wirklichkeit die Stasi, die mich werben wollte, drin.“

Mit der wollte Angela Merkel aber nichts zu tun haben. „Ich sagte den Stasi-Leuten, ich könne den Mund nicht halten und würde immer alles weiter erzählen. Daher sei ich als IM nicht geeignet.“ Das wirkte: Die Stasi verzichtete auf ihre Mitarbeit – die Stelle an der Universität bekam sie aber auch nicht.

Beim Versuch, sich an der TU Ilmenau zu immatrikulieren, wollte die Stasi Fräulein Kasner also anwerben?

Der Versuch scheiterte, weil Fräulein Kasner sich als Tratschtante outete?

Daher bekam sie die Stelle an der TU Ilmenau nicht?

  1. Man immatrikuliert nicht auf eine Stelle, sondern auf einen Studienplatz. Frau Merkel immatrikulierte aber nicht in Ilmenau, sondern an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Den gewünschten Studiengang gab es 1973 an der TU Ilmenau nicht.
  2. Ist ein Geheimdienst nicht immer auf Leute angewiesen, die alles weitererzählen? Vor allem die Stasi soll ja Weltmeister im „abschöpfen“ gewesen sein…
  3. Frau Merkel immatrikulierte 1973 in Leipzig, bewarb sich aber erst nach dem Studium im Jahr 1978 an der TU Ilmenau tatsächlich für eine Stelle.

Da man ihre Bewerbung in Ilmenau ablehnte, fiel sie in ein tiefes, tiefes Karierreloch und musste als blutjunge Absolventin eine Stelle als Diplom-Physikerin am Zentralinstitut für Physikalische Chemie (ZIPC) der Akademie der Wissenschaften der DDR annehmen. *mitleidig_guck*

Die Akademie der Wissenschaften war die bedeutendste Forschungsinstitution der DDR. 😉

merkel_knabeManchmal hat dpa echt Humor beim Fotografieren…


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2 Kommentare - “Merkels Opferlegende”

  1. Silberling Says:

    Also das mit der FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda Angela Merkel und der Stasi haben wir aber ganz anders in Erinnerung.


  2. […] denn schließlich musste sie, nachdem sie die Stasi in der Metropole Ilmenau verprellt hatte, eine Stelle an der völlig unbekannten Akademie der Wissenschaften in Berlin annehmen. Und es gibt sogar ein ehrliches Interview mit der großen […]


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