verlogene Rentenpropaganda

Eine Tag, nachdem die Medien über mögliche Rentenkürzungen sprachen, herrschte in der Merkel-Regierung helle Aufregung. Der „Sozialdemokrat“ und Gesetzesbrecher Olaf Scholz trat vor die Presse und verkündete eine Gesetzesänderung, welcher direkte Kürzungen der Renten ausschließen soll.

Das beruhigte die Medien wieder.

Alle Medien? Nein! In einer kleinen Provinzstadt regte sich sofort Widerstand gegen diese Entscheidung. Im kleinen Städtchen Berlin setzte sich ein wütender Oliver Santen an seinen PC und schrieb einen bitterbösen Kommentar.

Verlogene Rentenpolitik

Die Finanzkrise droht auch zur Belastung für die Rentner zu werden. Weil die Löhne in diesem Jahr wohl sinken, müssten auch die Renten gekürzt werden!

Es ist wohl richtig, das die Löhne sinken, aber nicht korrekt. Die Einkommensverluste der arbeitenden Bevölkerung resultieren nicht aus neuen Tarifverträgen, sondern aus Entlassungen und Kurzarbeit. Das macht es schwierig, ein offizielles Durchschnittseinkommen zu berechnen, da Kurzarbeit und Entlassungen ja nicht flächendeckend in der Wirtschaft beschlossen werden, sondern hauptsächlich die Exportindustrie betreffen.

Wenn die Löhne nicht steigen, können auch die Renten nicht steigen. So einfach ist das. Wer anders handelt, beschädigt das Vertrauen ins Rentensystem nachhaltig.
Die Renten steigen aber auch dann nicht, wenn es Lohnerhöhungen gibt, werter Herr Santen! In den letzten Jahren trat 3x der sog. „Nachhaltigkeitsfaktor“ der Herren Rürup und Riester in Kraft, welcher den Rentnern trotz Lohnerhöhungen „Nullrunden“ ohne Inflationsausgleich bescherten. Ganz zu schweigen von der größten Rentenkürzung der Geschichte: der „Rente mit 67“!

Für die Beschädigung des Vertrauens ins Rentensystem ist Oliver Santen höchstpersönlich zuständig.

Herr Santen war Pressesprecher der Allianz-Versicherung. Heute ist er Chef des BILD-Ressorts „Wirtschaft“.
Allianz? BILD? War da nicht was?
Ja…da war mal was: die Volksrente! Im Auftrag des „Werbepartners“ Allianz AG startete der Springer-Konzern eine jahrelange Kampagne gegen die gesetzliche Rente. Auf unzähligen Titelseiten wurde die „Armutsrente“ herbeigeschrieben und stets als „Alternative“ der Volksempfänger die Volksrente beworben. Die Zusammenhänge kann man sich hier im „Bildungsfernsehen“ noch einmal anschauen.

Oliver Santen hat also selbst kräftig daran verdient, dass Riester und Rürup mit ihren „Reformen“ die gesetzliche Rente nahezu unwirksam gemacht haben. Was aber nicht bedeutet, das dieser Zustand auf immer und ewig so bleibt. Zum Glück kann man am 27. September ja eine Partei wählen, welche nicht von Allianz & Co mit millionenschweren Spenden bedacht wird.

Deutschland hat die beste Demokratie, die man für Geld kaufen kann.

Die Leidtragenden sind die jüngeren Generationen: Sie müssen jetzt (noch) mehr in den Rententopf einzahlen und bekommen im Alter (noch) weniger raus!

War ja klar! Natürlich muss der Allianz-Lobbyist wieder den Generationenkonflikt anheizen.

Obwohl niemand eine Erhöhung der Beitragszahlungen beschlossen hat, tauchen selbige wieder in den Halluzinationen des Santen auf.

Merkwürdig…

Eben noch beklagt er sich darüber, dass die gesetzliche Rente nicht gekürzt wird, und nun behauptet er, deshalb würden man im Alter (noch) weniger Rente bekommen?

Offensichtlich ist es den Aktionären der Allianz und des Springer-Konzern völlig egal, wie sie die Menschen verblöden. Hauptsache, sie fallen darauf herein und unterschreiben einen Vertrag zur Volksrente.

Leider „vergaß“ BILD bis heute, über die vom Allianz-Vorstand beschlossene Abschaffung der „Volksrenten“-Renditen zu berichten. Nachdem es den Versicherungskapitalisten gelungen war, ihre marode „Dresdner Bank“ mit Hilfe von Steuergeldern an die Commerzbank zu verscherbeln, müssen nun jahrelang die „Volksrentner“ mit Kürzungen dafür sorgen, das es bei Allianz wieder reichlich Dividenden gibt.

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