Wahlprogramm der SPD

Quelle: Entwurf_Regierungsprogramm.pdf (500KB)

Die „sozialdemokratische“ BDI- und BDA-Marionette Steinmeier heuchelt schamlos den Wunsch, Bundeskanzler zu werden.

Ungeachtet der Tatsache, das kein normaler Mensch eine „SPD“ wählt, welche sich nach links abgrenzt und mit der rechten FDP eine Regierung bilden will.

Also liefert Schlaftablette Sandmännchen Steinmeier zu Beginn seines Wahldebakels ein sogenanntes „Regierungsprogramm“.

Ich habe einmal kurz die lustigsten Stellen herausgefischt.
Wenn es nicht so widerlich wäre, könnte man glatt darüber lachen:

Denn diese Krise ist mehr als ein normaler Konjunktureinbruch. Sie ist das Ergebnis einer Ideologie, bei der maximaler Profit und nicht der Mensch im Mittelpunkt steht. (…) Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen Soziale Demokratie. Und das heißt auch: Sozialstaat und Soziale Marktwirtschaft in Deutschland
Der Begriff „Agenda2010“ taucht übrigens kein einziges Mal im gesamten Text auf. Das kann nur heißen, das die „SPD“ jegliche Mitverantwortung für die Krise und die asozialen Auswüchse ihrer eigenen Politik schlicht verleugnet.

Wir machen euch ein faires Angebot: Mehr Unterstützung für Familien und für bessere Kindergärten und Schulen, ein einfacheres Steuersystem.
Na sicher doch. Das habt ihr aber fein von CDU und FDP abgeschieben, liebe „Sozialdemokraten“.

Wir wollen, dass alle Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können, einen gerecht bezahlten Arbeitsplatz haben und Aufstieg durch Bildung möglich ist.
Und weil das diese „Sozialdemokraten“ wollen, haben sie in Regierungsverantwortung gleich 4(!) Hartz-Gesetze beschlossen…

Deutschland hat sich als Friedensmacht in Europa und der Welt bewährt.
Und diese „Friedensmacht“ hat auf Wunsch der „SPD“ dann auch prompt mit Einzug ins Kanzleramt die militärische Vernichtung Serbiens durchgeführt. Es begann mit einer Lüge…

Deutschland ist moderner und weltoffener geworden – der Mief der Kohl-Jahre überwunden.
Öööhhmmm…überwunden wurde das Soziale in „soziale Marktwirtschaft“. War sonst noch was?

Deutschland hat seine sozialen Sicherungssysteme durch mutige Reformen zukunftsfähig gemacht.
Jaja…“zukunftsfähig“. Aber was für eine Zukunft schwebte den „Sozialdemokraten“ vor, als sie die sozialen Sicherungssysteme von Hartz, Riester, Rürup, Clement und Müntefering zerstören ließen?

Unser Kompass ist intakt, die Richtung stimmt. Jetzt nehmen wir einen neuen Anlauf
Sowas nennt man dann wohl „unverhohlene Drohung“.

Mit dem Grundgesetz haben wir eine demokratische Verfassung.
Da das Grundgesetz niemals demokratisch per Volksentscheid legitimiert wurde, werte ich diese Aussage mal als demagogische Lüge.

Das Grundgesetz bestimmt die Prinzipien unseres Zusammenlebens. Klarer und besser geht es nicht:

  • Die Würde des Menschen ist unantastbar.
  • Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
  • Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
  • Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
  • Jeder hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern.
  • Eigentum verpflichtet.
  • Wir sind ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

Abgeschrieben haben sie ja, aber gelesen und begriffen nicht.
Kein einziger Punkt lässt sich mit der „SPD“-Politik der letzten 10 Jahre in Einklang bringen.

Sicherheit geben. Die Bundesregierung hat auf unsere Initiative hin die privaten
Spareinlagen garantiert. Niemand muss sich Sorgen um seine Sparguthaben machen.

Das ist Unsinn. Für dieses „Versprechen“ gibt es bis heute kein einklagbares Gesetz.
Selbiges hat übrigens der „Sozialdemokrat“ Steinbrück abgelehnt.

Frank-Walter Steinmeier hat gleichzeitig die Initiative für einen Schutzschirm für die Arbeitsplätze ergriffen.
Was für ein Lügner! Dieser „Schutzschirm für Arbeitsplätze“ wurde schon im Oktober 2008 von Gysi und Lafontaine in ihren Bundestagsreden gefordert.

Mit den beiden Konjunkturprogrammen in Höhe von mehr als 80 Milliarden Euro geben wir kräftige Impulse für das Wachstum
Kräftige Impulse? Hallo? Leben wir in einem Zwergstaat oder in einer großen Industrienation? Zumal diese Programme auf mehrere Jahre gestreckt werden und zu einem großen Teil auch übliche Staatsausgaben „eingerechnet“ sind.

Wir haben im nationalen Rahmen erste Regeln durchgesetzt und erreichen nun auch – nach vielen Jahren Anstrengungen sozialdemokratischer Finanzminister – Fortschritte im internationalen Rahmen.
Hallo? Hat die „SPD“ vergessen, was ihre Finanzminister „nach vielen Jahren Anstrengung“ alles an den Finanzmärkten dereguliert haben? Von der Abschaffung von Vermögens- und Heuschreckensteuern bis hin zur Förderung der krisenauslösenden Bankgeschäfte per Koalitionsvertrag mit der CDU…
Was für ein verlogenes Pack!

dass wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten und Sozialdemokraten immer auch auf die industrielle Basis Deutschlands gesetzt haben
Sicher doch…und deswegen hat Clement ja auch die Leiharbeit als „unternehmensnahe Dienstleistungen“ vollständig dereguliert, oder?
Die von der „SPD“ in der Agenda2010 angestrebte Vernichtung der deutschen Binnenwirtschaft wurde immer damit begründet, dass es in einer „globalisierten Welt“ keine industrielle Zukunft in einem „Hochlohnland Deutschland“ gäbe und man sich auf Dienstleistungen spezialisieren müsse.

Jetzt bewährt sich, dass wir den deutschen Arbeitsmarkt durch Reformen krisenfester gemacht haben.
Krisenfest? Mehrere hunderttausend Leiharbeits-Sklaven sind binnen weniger Wochen wieder zu Hartz4-Empfängern geworden. Dabei hatte der Abschwung noch garnicht begonnen…

Der Marktradikalismus ist weltweit gescheitert, damit auch die Politik maßgeblicher Teile von Union und FDP.
Und mit diesen Parteien will die „SPD“ lieber koalieren als mit der Linken? Herr…wirf Hirn vom Himmel!

Die Jagd nach immer höheren Renditen, die Kurzfristorientierung in Teilen der Wirtschaft, die Maßlosigkeit bei der persönlichen Vergütung ist lange Jahre als normal erklärt worden.
Von der „SPD“…
Bevor Schröder an die Macht kam, war Ackermann nur ein Manager unter Vielen. Erst die „SPD“ machte diesen Extremisten zum Vorbild.

Gerhard Schröder hat unser Land vor einer Teilnahme am Irakkrieg bewahrt, den Ausstieg aus der Atomenergie eingeleitet und es mit einer entschlossenen Reformpolitik auf einen guten Weg geführt.
Da wissen wir doch gleich, woher der Wind weht…
Kein Wort zum Jugoslawien-Krieg oder dazu, was an der Reformpolitik „gut“ sein soll. Ausser den Profiten der Kapitalisten hat sich nämlich garnichts „gut“ entwickelt.

Wir brauchen in den kommenden Jahren wieder einen sozialdemokratischen Kanzler.
Richtig! Nur gibt es solche Leute in der „SPD“ nicht.
Das sich diese politische Gruppierung überhaupt traut, Steinmeier mit „sozialdemokratischen Kanzler“ zu assoziieren…

Dafür ist der handlungsfähige Sozialstaat unverzichtbar. Er ist zukunftsfähig und überlegen gegenüber anderen Modellen, die Absicherung im Alter, bei Krankheit oder im Pflegefall privatisieren wollen.
Hallo? Kommt ihr noch klar? Die „SPD“ ist führend und gleich nach der neofaschistischen FDP die treibende Kraft, wenn es um die Privatisierung sozialer Riskiken geht. Schon die „Reformen“ von Riester, Rürup und Trulla Schmidt vergessen?

sieben Ziele stehen für uns im Mittelpunkt:
1.  Alle sollen Arbeit haben, gerecht entlohnt.

Und weil das euer primäres Ziel ist, habt ihr bisher jeden Mindestlohn und jede Form der Regulierung von Sklaven Leiharbeit strikt abgelehnt…

2. Alle Jugendlichen sollen einen Schulabschluss und Bildungsabschluss haben. Kein Kind darf von der Gesellschaft zurückgelassen werden
Und um dieses Ziel zu erreichen, habt ihr mit der CDU das „Elterngeld“ und mit den Grünen Kinderarmut per Hartz4 beschlossen?

3.  Der Klimawandel fordert uns alle. Deutschland soll die Ideenschmiede der Welt in Sachen Klimaschutz werden – das schafft neue Jobs.
Und schon wieder soll die Welt am deutschen Wesen genesen…?
Dabei waren es „Sozialdemokraten“, welche sich zu Gunsten von Porsche, BMW und Mercedes in Brüssel GEGEN eine Absenkung der CO²-Grenzen eingesetzt haben.

4.  Wir wollen Familien stärken. Die Kinder müssen geschützt sein.
Genau! Hauptsächlich vor der Agenda2010-Partei „SPD“!

5.  Wir wollen die Gleichstellung von Männern und Frauen in allen  gesellschaftlichen Bereichen weiter voranbringen.
Ich verweise hier nur kurz auf die sog. „Bedarfsgemeinschaft“ beim Alg2, welche zu einer totalen Abhängigkeit der Frau vom „Haushaltsvorstand“ geführt hat.

6.  Integration ist eine zentrale Aufgabe für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.
Nur zur Erinnerung: Es war eine Idee der „SPD“, Asylanträge und Zuwanderung nur dann zu genehmigen, wenn der Antragsteller wirtschaftlich verwertbar ist. Dazu hatte die „SPD“ die „Greencard“ erfunden.

7.  Im ersten globalen Jahrhundert kann und will Deutschland nicht alleine agieren, sondern als ein wichtiger Teil Europas. Europa steht international für Frieden, Kooperation und fairen Ausgleich unterschiedlicher Interessen.
Was für eine widerliche Heuchelei! Gerade die „SPD“ hat mit den Hartz-Gesetzen im Alleingang einen Lohnsenkungswettlauf GEGEN den Rest Europas begonnen.
Die Unterwerfung der EU unter die Befehlsgewalt der NATO widerspricht ausserdem der Aussage eines „friedlichen Europas“.

Mit dieser Politik knüpfen wir an die Reformen der beiden sozialdemokratisch geführten Bundesregierungen an, die dazu beigetragen haben, dass Deutschland heute das wettbewerbsfähigste Land in der gesamten Europäischen Union ist.
Ich verweise augenzwinkernd auf Punkt 7.

Wir wollen eine Wirtschaft, die auf zwei stabilen Säulen steht:
Einem innovativen, produktiven Exportsektor und einem starken Binnenmarkt.

Ahja…ein starker Binnenmarkt also. Wo soll der herkommen nach 4 Hartz-Gesetzen, massiven (von der SPD gelobten) Lohnsenkungen und ebenso „nachhaltigen“ Rentenkürzungen durch diverse SPD-Politiker seit 1998?

In einer konjunkturellen Ausnahmesituation muss der Staat
entschieden und gezielt mit einer antizyklischen Finanzpolitik, also mit zusätzlichen staatlichen Ausgaben über eine begrenzte Zeit, gegensteuern.

Nur zur Erinnerung: Bisher haben „SPD“-Minister jede Form von Konjukturmaßnahmen mit Hinweis auf die Staatsverschuldung strikt abgelehnt. Steinbrück und Steinmeier gehören dazu.

Wir stehen dafür, dass die Schulden, die jetzt für die Konjunkturstabilisierung notwendig sind, in guten Zeiten wieder konsequent zurückgefahren werden. Deshalb haben wir uns für die Aufnahme einer verbindlichen Schuldengrenze in das Grundgesetz stark gemacht.
Und das Grundgesetz wird dann alle 5 Jahre ausser Kraft gesetzt für ein neues Konjunkturprogramm? Hallo? Wie dämlich ist DAS denn?
Wie kann man nur so blöde sein, und sich selbst ein Kuckucksei ins Nest legen? Oder die „SPD“ plappert einfach nur das nach, was die Wirtschaftsverbände in BILD predigen. Aber da kann ja nicht sein, oder?

Deutschland braucht auch in Zukunft eine starke Industrie als Basis einer wissensintensiven und wettbewerbsfähigen Volkswirtschaft.
Und schon wieder der Agenda2010-Fetisch „wettbewerbsfähig“. Hier wird die „SPD“ wieder klar zum Lakaien und Handlanger des BDI. Noch klarer kann man seine hündische Unterwerfung nicht zum Ausdruck bringen.

Neue Arbeit entsteht zudem dort, wo Menschen Dienstleistungen für Menschen erbringen. Um diese Beschäftigungspotenziale zu nutzen, wollen wir auch private Haushalte als Auftraggeber und Arbeitgeber stärker unterstützen.
Übersetzung: Leiharbeit und Niedriglohnsektor sollen verstärkt werden, den Reichen will man für Buttler und Hausmädchen weitere Steuergeschenke hinterherwerfen. Willkommen im Feudalstaat!

Wir setzen uns für weitere Erleichterungen in Verwaltungsverfahren ein, indem wir u. a. Informations- und Statistikpflichten weiter reduzieren.
Und das Ergebnis heißt dann wieder Steuerhinterziehung und Finanzmarktkrise? Oh man…wie kann man nur so beschränkt sein?

Unterstützung des Handwerks. Das Handwerk ist eine zentrale Säule unserer Wirtschaft.
Und weil das so ist, hat der „SPD“-Finanzminister Eichel die Steuersätze für die Handwerker verdoppelt und für die Deutsche Bank halbiert. Ganz zu schweigen von der Handwerksförderung durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer durch „SPD“-Müntefering.

In der EU setzen wir uns dafür ein, dass die Entscheidung darüber, welche Leistungen der Daseinsvorsorge wie erbracht werden, den EU-Mitgliedsstaaten und ihren Gebietskörperschaften überlassen bleibt.
Jaja… bisher hat sich die „SPD“ mit Schily und Zypries nachhaltig für eine Stärkung der EU und Schwächung der Parlamente eingesetzt. Höhepunkt war bisher die Ratifizierung des Lissabon-Vertrages. Damit wurde das Bundesverfassungsgericht auf die gleiche Stufe wie ein städtisches Schiedsgericht degradiert. Nicht das Grundgesetz ist von Bedeutung, sondern nur noch EU-Regelungen von EU-Kommissaren. Danke, „SPD“!

Wir wollen eine stärkere Berücksichtigung sozialer und
umweltpolitischer Aspekte bei der Entfernungspauschale mit dem Ziel umsetzen, dass alle Pendler gleich behandelt werden und unabhängig vom Einkommen pro Kilometer die gleiche Rückerstattung erhalten.

Der vor dem Bundesverfassungsgericht wegen der gekürzten Pendlerpauschale gescheiterte Minister heißt Peer Steinbrück („SPD“). Gegen die Erfüllung dieses „Wahlversprechens“ hat er jahrelang vehement protestiert.

Der Schutz vor Kündigung und das Recht auf die Wahl von Betriebsräten sind für die SPD unverzichtbare Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
Und weil die SPD so sehr davon überzeugt ist, hat sie die „Probezeit“ ohne Kündigungsschutz auf 2 Jahre verlängert und die Arbeitnehmer mit dem Knüppel „Hartz4“ zu rechtlosen Sklaven gemacht.

Wir werden Leiharbeitsverhältnisse rechtlich besser absichern. Neben einer Lohnuntergrenze gehört dazu auch die Stärkung des Prinzips „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“
Verlogener Sauhaufen!
Nichts war euch wichtiger, als Leiharbeit unter Clement zu „deregulieren“ und die „Christliche Zeitarbeitsgewerkschaft“ zum Abschluss von Tarifverträgen zu ermächtigen.
Auch hier musste ver.di erst einen Prozess gewinnen, um eure Politik rückgängig zu machen. Der Leiharbeits-Mindestlohn „auf dem niedrigst-denkbaren Niveau“ ist heute noch Beispiel eurer Politik. Der Herr Scholz ist doch in der „SPD“, oder?

Mindestlöhne. Wir haben in der Großen Koalition gegen den Widerwillen der Union eine Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes und die Neufassung des
Mindestarbeitsbedingungengesetzes durchgesetzt.

Und gegen den Willen der Bevölkerung habt ihr eine strikte Ablehnung gesetzlicher Mindestlöne durchgesetzt. Schon vergessen, als ihr eure eigene Mindestlohnforderung im Bundestag abgelehnt habt? Da war sogar Münteferings Unterschrift drunter!

Wir wollen eine grundlegende Neuordnung des unteren
Einkommensbereichs angehen. Dabei wird ein gesetzlicher Mindestlohn die zentrale Rolle übernehmen. Steuern und Sozialabgaben werden mit anderen staatlichen Transferleistungen so aufeinander abgestimmt, dass existenzsichernde, sozialversicherungspflichtige Vollzeitarbeit gestärkt wird.

Hallo? Entweder ihr beschließt einen Mindestlohn, der zum Leben reicht oder ihr subventioniert Hungerlöhne mit „Transferleistungen“. Beides gleichzeitig ist Humbug!

Wir werden das duale System stärken und die Ausbildungsberufe modernisieren.
Noch so ein Schwachsinn! Die Wirtschaft fordert ständig Fachkräfte und der Staat soll auf Kosten der Bürger die Ausbildung übernehmen? Gehts noch? Wer Fachkräfte braucht, soll sie gefälligst selbst ausbilden! Dazu muss dieses duale System nicht gestärkt, sondern geschwächt werden!
Die Wirtschaft verlagert ihre Ausbildungs-Verantwortung auf den Staat, spart Kosten und rechtfertigt Niedriglöhne später damit, dass der neue Mitarbeiter ja „nur“ eine staatliche Berufsausbildung hat.
Gefickt eingeschädelt…

Arbeitszeitkonten: Wir wollen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Wertguthaben ansparen und im Laufe ihres Berufslebens flexibel entnehmen können – für Weiterbildung, Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen.
Das steht wörtlich auf den Homepages der INSM und der Bertelsmann-Stiftung. Unbezahlte Mehrarbeit soll nicht entlohnt, sondern zu Gunsten der Arbeitgeber (Weiterbildung, Kürzung von „Lohnebenkosten“) als „Guthaben“ verbucht werden. Diese Forderung stammt übrigens nicht von der „SPD“, sondern von Herrn Hundt.

Wir wollen die Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung weiterentwickeln, die Arbeitslosigkeit nicht nur schnell beendet, sondern dabei hilft, sie zu vermeiden.
Hier wird schlicht die Abschaffung der Arbeitslosenversicherung der Wirtschaft angeboten. Schließlich gefährden die Arbeitgeberbeiträge ja Arbeitsplätze, nicht wahr?
Lumpenpack!

Wer arbeitslos wird, der muss wissen, dass ihm oder ihr die bestmögliche Betreuung und Vermittlung offenstehen.
Das behauptete die „SPD“ schon mit Beschluss des ersten Hartz-Gesetzes. 7 Jahre später sieht man, dass weder Clement, Müntefering oder Scholz je an eine Umsetzung gedacht haben. Stattdessen wurden unterbesetzte (und natürlich wieder verfassungswidrige) „Jobcenter“ geschaffen.

Wir wollen insbesondere die Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus besser fördern.
Soso…die „SPD“ will also die Selbstversklavung via Ich-AG wiederbeleben? Toll! Ins Irrenhaus mit euch!

Der Kommunal-Kombi für Regionen mit besonders verfestigter
Langzeitarbeitslosigkeit wird weiter ausgebaut.

Dieser Kommunal-Kombi ist die Kombination aus Alg2 und 1-Euro-Job. Allerdings mit neuem Namen und neuen Bedingungen.
Die „SPD“ will Zwangsarbeit einfach noch billiger als bisher machen.

Es wird auch weiterhin eine regelmäßige Überprüfung der Regelsätze des Arbeitslosengeldes II und gegebenenfalls eine bedarfsgerechte Erhöhung geben.
Sicher doch…und die „SPD“ ist Garant dafür? Irgendwie bin ich hier im falschen Film. Kein Wort dazu, dass die Alg2-Regelsätze weiterhin an die bereits von Riester und Rürup beschlossenen Rentenkürzungen gebunden sind.
Was die „SPD“ unter bedarfsgerecht“ versteht, kann man hier nachlesen: „Regelsatz-Lüge

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen die Chance haben, bis zur Rente arbeiten zu können.
Und weil ihr die „Rente mit 67“ beschlossen habt, bekommen die Geringverdiener mit den übelsten Arbeitsbedingungen dann ab 50 nur noch 1-Euro-Jobs? Das bringt ihnen „gute Arbeit“ (nach „SPD“-Definition) und entlastet die Rentenkassen. Ende gut, alles gut…

Wir stehen zur Hochschulautonomie und zur universitären Selbstverwaltung.
Mit diesen Slogans hat die Bertelsmann-Stiftung die „unternehmerische Universität“ gefordert und von SPD und CDU bekommen.

——————————————————————————————————————

Das war nur ein kleiner Ausschnitt aus 25 Seiten von insgesamt 59.

Angesichts der Realität ist dieses „Wahlprogramm“ eine Ansammlung wirrer Floskeln und hohler Phrasen. Der Rest dieses Pamphlets ist auch nicht besser.

Dieses „Steinmeier for Kanzler“-Programm ist weder links noch sozialdemokratisch. Wie bisher auch, hält die „SPD“ eisern an der Agenda2010 fest, stellt die bedingungslose Unterwerfung unter BDA und BDI als soziale Wohltat dar und bleibt grundsätzlich unverbindlich.

Wenn diese Wahlversprechen dann am 28. September in die Mülltonne wandern und die Koalitionsgespräche (verhandeln kann die „SPD“ eh nicht) mit CDU und FDP beginnen, kann man Steinmeier zumindest keinen Wortbruch vorwerfen.

Die „SPD“ verhält sich wie ein Auto: Beim Rechtsabbiegen geht der linke Blinker von selbst aus und vom vorherigen Links-Blinken bleibt nichts übrig.

.

Kann man mit Hinweis auf dieses „Wahlprogramm“ eigentlich schon den Artikel 20 des Grundgesetzes anwenden?

Kann man sich irgendwo zum „staatlich geprüften Scharfschützen und Bombenleger“ ausbilden lassen? Ordnung muss schließlich sein…auch im Widerstand.

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2 Kommentare - “Wahlprogramm der SPD”

  1. Silberling Says:

    SPD – Vorratsdatenspeicherung
    CDU- Schäubles Schreckensliste Stasi2.0
    CSU – von der Layen Internetzensur
    FDP – Raubtierkapitalismus pur

    ALLES NICHT WÄHLBAR!

  2. Flying Circus Says:

    Volle Zustimmung in allen Punkten.

    Besonders widerlich ist mir das ständige Geplärre von „Wettbewerbsfähigkeit“. Vernünftigerweise wäre zuerst mal zu erklären, mit wem man eigentlich im „Wettbewerb“ steht.

    Dann dieses ständige Gefasel von „Reformen“, die das Land „zukunftsfähig“ gemacht haben. Stimmt sogar. Man müßte nur die ART der Zukunft dazuschreiben bzw. -sagen. Wenn man die Zukunft in einer Wiedereinführung der Feudalgesellschaft sieht, ja, dann sind diese Reformen in der Tat „zukunftsfähig“.

    Die bodenlose Frechheit ist das „Mindestlohn“-Gequatsche und damit eng verzahnt, die Lobeslieder auf die Zeitarbeitsbranche.
    Nun arbeite ich in der Zeitarbeitsbranche und mal ehrlich, ich kriege regelmäßig Wutanfälle, wenn mir andere Leute erzählen wollen, wie gut es mir doch eigentlich geht. Natürlich, ich kann mich nicht beklagen. Daß andere Leute, die genau den gleichen Job machen und genauso qualifiziert sind, fest angestellt erheblich mehr verdienen (so 50% mehr …), das ist dann wohl „Sozialneid“ meinerseits. Ja!

    Wenn die SPD ehrlich wäre, würde sie sagen, was sie wirklich meint – nämlich, daß das Recht auf Profit ein Grundrecht ist, und zwar eines, das über allen anderen Grundrechten steht. Dieses oberste aller Grundrechte erlaubt es insbesondere, die Arbeitnehmerrechte mit Füßen zu treten (nebenbei bemerkt eine schöne, alte deutsche Redewendung, bei der ich mich jedesmal frage, mit was ich denn sonst treten soll – mit den Händen?). Da kommt in mir der Wunsch auf, auch mal was zu treten. Die Gesäße diverser Politiker (durchaus nicht nur SPD!) kommen da in die engere Wahl.

    Was mir aber endgültig den Rest gibt: wie jemand freiwillig FDP wählen kann. Mal ehrlich, jemand, der diese unsolidarische Saubande, diese modernen Raubritter, diese Umverteiler von unten nach oben wählt, dem möchte ich nicht mal mehr die Hand geben.

    Weiter mit der guten Arbeit in diesem Blog.


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