Frühlingserwachen

Das Gesindel der Wirtschaftsfaschisten ist wieder da!

Die „wissenschaftlichen“ Huren des Kapitals sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. Nachdem sie in den letzten Monaten eher zurückhaltend der Agenda2010 die Treue schworen, treten sie nun wieder offen und gemeinsam im focus auf. Nichts haben sie kapiert, gar nichts! Und sowas nennt sich „Wissenschaftler“! Welch eine Beleidigung der deutschen Sprache…

Wirtschaftsforscher

Lohnverzicht gegen die Rezession

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute fordern Arbeitgeber und Gewerkschaften angesichts der Krise zum gemeinsamen Handeln auf, auch wenn es weh tut

Wozu war der „Lohnverzicht“ in den letzten Jahren gut? In Zeiten des Aufschwungs hieß es, man müsse die deutschen Kapitalisten „stark für die Globalisierung“ machen…

Jeder 3jährige weiß, das Autos keine Autos kaufen. Aber was wissen die neoliberalen Wunderheiler und Wanderprediger?

„Arbeitgeber und Arbeitnehmer sitzen im selben Boot“, sagt der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar.

Straubhaar mal wieder…

In der Krise sitzen Herren und Sklaven also „im selben Boot“. Aber in welchem Boot saßen die Herren Kapitalisten, als die Gewinne milliardenfach kassiert wurden? Im Boot der Sklaven ist davon nichts angekommen, wie selbst die Bundesregierung festgestellt hat.

Straubhaar riet den Gewerkschaften, den Weg der „lohnpolitischen Vernunft“ nicht zu verlassen.

Hungerlöhne sind also laut „Wissenschaftler“ Straubhaar vernünftig? Noch dämlicher geht es nun wirklich nicht! Als ob „billig auf Halde produzieren“ eine Wirtschaftskrise beenden könne…

Er mahnte, die Arbeitgeber sollten jetzt nicht „die konjunkturell schlechten Zeiten zu einer übereilten Rücknahme tarifpolitischer Zugeständnisse missbrauchen“.

Der geistig schwache Straubhaar muss in den letzten Jahren im Koma gelegen haben. Wer hat denn seit 2005 Zugeständnisse gemacht? Die Arbeitgeber oder die Arbeitnehmer? Kleiner Tipp: die Kapitalisten waren es nicht!

Aber Straubhaar ist in seinem Aberglauben und seinen Wahnvorstellungen nicht allein:

Der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen, Christoph Schmidt, mahnt beide Seiten zu „Flexibilität“: „Niedrige Lohnzuwächse, in manchen Fällen auch ein Lohnverzicht können Unternehmen kurzfristig durchaus Luft verschaffen.“

Flexibilität? Für Arbeitnehmer nur ein anderer Begriff für „Unterwerfung und Versklavung“. Flexibel beim Lohn, flexibel bei den Arbeitszeiten, flexibel hier…flexibel da. Auch hier wieder die Mär vom „Lohnverzicht“. Wer soll den all die schönen Dinge kaufen, welche heute und in den nächsten Jahren nicht mehr exportiert werden können, Herr Schmidt?

Der „Wirtschaftsweise“ fügte hinzu: „Wer heute auf Lohn verzichtet, um einem Unternehmen das Überleben zu ermöglichen, sollte an den Früchten einer erfolgreichen Anpassung beteiligt werden.“

Haha! Das fällt ihm heute ein! Und wenn diese „Anpassung“ mit Hilfe von Leiharbeit und Massenentlassungen wieder zu neuen Rekord-Renditen führen, heißt es von diesem „Weisen“ wieder: „Man darf den Aufschwung nicht durch höhere Löhne gefährden!“.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann (…): Die Krise habe „vor allem die Leistungsträger und die exportorientierten Schlüsselindustrien erfasst“.

Die Krise hat also vor allem die „Leistungsträger“ erfasst? Interessant…

Die ersten Opfer waren Leiharbeiter, Teilkzeitkräfte und Geringverdiener. In den Chefetagen und in Kreisen der Spitzenverdiener hat man hingegen stets erklärt, man sei völlig unschuldig und daher nicht verantwortlich.

Wenn wir nun den Spieß umdrehen und die Opfer zu Leistungsträgern erklären…?

Naja, soweit reicht das Denken dieser Kapitalisten-Huren nicht. Dann hätte Zimmermann nämlich gemerkt, das die von ihm heute genannten Leistungsträger vor ein paar Wochen noch in seinen eigenen Interviews entlassungswürdige „Geringqualifizierte“ waren.

Eine „simple Kapitalismus-Schelte“ sei bei den Kundgebungen zum 1. Mai „nicht angebracht“.

Richtig! Eine simple Kapitalismus-Schelte ist wirklich nicht mehr angebracht. Ohne die korrupte und „SPD“-hörige DGB-Führung wären wirklich Maßnahmen denkbar, um dem zügellosen Treiben der Wirtschaftsfaschisten ein Ende zu bereiten.

Aber diese Hoffnung ist bereits begraben.

Und rein zufällig (ich schwöre!) findet der Finanzakrobat und Banken-Mäster Steinbrück das Wort „Inflation“ im Duden.

Er hat zwar keine Ahnung, was dieses Wort bedeutet, weiß aber, das man damit (oder besser: mit der Angst davor) prima die „Einsicht in den Verzicht auf höhere Löhne“ fordern und fördern kann:

Springers Welt schreibt:

Der Finanzminister spricht über die „Krise nach der Krise“. All die Milliarden, die heute in die Märkte gepumpt werden, könnten schon bald die Altersvorsorge und die Ersparnisse der Bürger bedrohen.

Hä? In welche Märkte wurde denn von Steinbrück & Co Geld gepumpt? Doch nur in die Märkte sogenannter „Wertpapiere“, mit denen sinnlos Reiche weltweit Monopoly spielen. Kein einziger Cent davon wird je inflationsfördernd bei Arbeitnehmern und Verbrauchern ankommen. Dafür sorgen schon Gestalten wie Straubhaar, Schmidt, Zimmermann und Prof. UnSinn.

„Es wird so viel Geld in den Markt gepumpt, dass die Gefahr einer Überlastung der Kapitalmärkte und einer weltweiten Inflation im Wiederaufschwung drohen könnte.“

Dumm, dümmer, Steinbrück! Als ob sich irgendein Mensch vorstellen könne, das die Reichen die geschenkten Steuer-Milliarden vor lauter „Überlastung“ in die Erhöhung von Löhnen, Renten und Sozialleistungen stecken.

Auch in Welt:

Trotz einer Grippe-Welle in Deutschland ist der Krankenstand unter den Arbeitnehmern in den ersten drei Monaten 2009 gesunken. Arbeitsmarkt-Experten sagen: Das liegt an der Angst der Deutschen um ihren Job.

Was für Zugeständnisse kann ein Sklave denn noch machen, ausser zur weiteren Steigerung des Wohlstandes der Kapitalbesitzer Gesundheit und Leben zu riskieren?

Was verlangt dieses Pack denn noch von seinen Sklaven? Kollektiven Selbstmord, „um die Sozialsysteme zu entlasten und damit die Lohnkosten zu senken?“

angst_reichtum

Solange die Armen Angst vor den Reichen haben, werden sich die Verhältnisse nicht ändern.

Advertisements
Explore posts in the same categories: Uncategorized

One Comment - “Frühlingserwachen”


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: