Spiegels Spiegelbild

Reinhard Mohr vom rechtsliberalen Spiegel schüttet Häme und Schadenfreude über Linke, „Alt-Revolutionäre“ und sonstige „Linksradikale“ aus.

In seinem Artikel „SPRACHLOSE LINKE: Die Stille nach dem Crash“ unterstellt er in ziemlich dümmlicher Weise der Linken eine erstaunliche Sprachlosigkeit.

Man möchte ihm fast schon beipflichten, hätte er nicht diesen einen verräterischen Satz gebracht:

Auch die Demonstrationen in London, Straßburg und Baden-Baden waren lächerlich klein

Wer sich abseits des offiziellen Mainstreams über die Gipfel-Demos informiert hat, kann darüber nur schmunzeln.

Kein Wort verloren die Medien darüber, dass Polizei, Nato-Militär und Geheimdienste während des G20-Gipfels das gesamte Umfeld weiträumig zum militärischen Sicherheitsbereich erklärt haben. Über Baden, Kehl und andere Städte wurde der verfassungswidrige Ausnahmezustand verhängt, so das die angereisten Demonstranten zum größten Teil „ausser Sichtweite“ der Marionetten und Hofberichterstatter bleiben mussten.

Natürlich konnten nur Kleingrüppchen die Absperrungen überwinden und in die Nähe der Tagungsorte gelangen. Genüsslich demonstrierten die „Sicherheitskräfte“ vor jeder anwesenden Kamera, wie Tränengas und ähnliche Waffen auf Demonstranten wirken. In einem „RTL aktuell“-Bericht wurden sogar Ursache und Wirkung am Schneidetisch vertauscht.

Man zeigte „vermummte Randalierer, welche von den Polizeikräften mit Tränengas zurückgedrängt wurden“.

Eine Stunde später bei CNN: Die gleichen Demonstraten, aber diesmal sah man zuerst die Tränengas-Granaten und dann, wie sich die Demonstranten Tücher vor das Gesicht hielten.

Aber zurück zum Thema:

Warum ist es „links“ so still?

Schaut man sich die Medien der letzten Monate(!) an, fällt einem die Antwort wie Schuppen aus den Haaren: Die Linke wird von den Medien einfach ignoriert!

Deshalb hört und sieht man nichts. Die Zeitungen und TV-Sender sind voll mit Bildern und Wortmeldungen von Merkel, Steinbrück, Kauder, Westerwelle, Guttenberg, Seehofer, Westerwelle….usw.

Jeder gibt wohlfeile Phrasen ab, grinst blöd in alle Kameras und lässt sich dann als „Retter der Welt“ von den Medien feiern. Selbst in den „journalistischen Leuchttürmen“ Maischberger, Plasberg, Will, Kerner & Co tauchen stets die gleichen Zombies auf.

Das verwundert nicht wirklich. In den Medien herrscht zu Krisenzeiten strenge Ideologie-Disziplin. Die aktuelle Lehre lautet: Die Krise ist ein unvorhersehbares Naturereignis, staatliches Versagen ist schuld und die Bundesregierung hat alles unter Kontrolle!

Da sind abweichende Meinungen natürlich unerwünscht. Erst recht, wenn diese widerlichen linken „Populisten und Demagogen“ nicht nur Sprüche klopfen, sondern Ursache und Schuld genau benennen und nachweisen können.

Bis heute wurde nirgends darauf hingewiesen, was die Krisenhelden Merkel und Steinbrück im Koalitionsvertrag vereinbart haben: Nahezu vollständige Deregulierung der Finanzmärkte und des Spekulantentums!

Weil man aber die Tatsache der unterwürfigen Hofberichterstattung nicht sichtbar machen will, sucht man sich eine „Oppositionspartei“, welche man als Kontrastprogramm zur Merkel-„Regierung“ ins Blickfeld rückt: die neofaschistische FDP.

Obwohl selbiger Verein auch heute noch den gleichen Schwachsinn absondert wie sonst auch, wird dem Bürger damit eingeredet, ein Festhalten am ungezügelten Kapitalismus würde dank seiner „Marktkräfte“ die Krise schon zur allgemeinen Zufriedenheit lösen.

Kein kritisches Wort, keine Nachfrage, kein Rückblick auf vergangen Zeiten und Krisen!

Und die Linke? Sie existiert in den Medien einfach nicht. Bundestagsreden werden im Nachtprogramm von Phoenix nur zensiert und stark verkürzt nachgeliefert, während die Redner der Regierungsparteien sowie der FDP in voller Redezeit gesendet werden.

Wer wissen will, was er nicht wissen soll, möge bitte hier klicken:

http://www.youtube.com/linksfraktion

oder hier:

http://die-linke.de

oder hier:

http://www.linksfraktion.de

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One Comment - “Spiegels Spiegelbild”


  1. […] Wort darüber, wie Herr Mohr als Kampagnenjournalist (intern) selbst jahrelang die Heiligkeit und Unfehlbarkeit „der Märkte“ gepredigt hat. […]


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