BILD lobt Sklaverei

Wie wird man „BILD-Gewinner“?

Ganz einfach: Man macht sich zu einem der größten Arschlöcher des Landes, knechtet seine Sklaven bis zur Erschöpfung und wickelt den Griff der Peitsche in weichen Samt.

Bei BILD sieht das dann so aus:

real_gewinner_bild

Der nette Herr Saveuse vom real.- Konzern verteilt an seine Lohnsklaven Einkaufsgutscheine. Wie in Klassengesellschaften üblich, bekommen Lehrlinge weniger als Teilzeitkräfte, welche ihrerseits weniger als Vollzeitkräfte bekommen.

So fängt es bei 50 Euro an und steigert sich auf sagenhafte 100 Euro!

Unglaublich!

Das verdient natürlich ein BILDhaftes Lob und einen Platz in der „Straße der Besten Gewinner“.

BILD meint: Tolle Geste!

WareLuege meint: Toller Schwindel!

Der Konzernboss verteilt ja nicht wirklich Geld an die Mitarbeiter. Sie bekommen „real,-“ Einkaufsgutscheine.

Wirtschaftlich gesehen kostet jeder Gutschein etwa 1 Cent. Die ganze Aktion also ganze 500 Euro. Für alle 50.000 Gutscheine!

Wie das? Gaaaanz einfach: Die „Kosten“ des aufgedruckten Wertes lassen sich selbstverständlich beim Finanzamt als „Ausgabe“ geltend machen. Einen Teil dieser „Prämie“ zahlt also der Steuerzahler. Der Rest ergibt sich aus normaler Bilanzbuchhaltung. Die Einkaufsgutscheine sind kein Geld, sondern „geldwert“. Sie können auch nur in real,- Märkten eingelöst werden. Da real,- wie alle anderen Kaufhäuser unter massiven Umsatzverlusten mangels Kaufkraft leidet (Danke, Agenda2010!) schlägt man 2 Fliegen mit einer Klappe: Man reduziert den Lagerbestand durch selbst erzeugte (aber dennoch künstliche) Nachfrage und kann Bilanzen mit „Umsatzwachstum“ vorweisen, welche dann zu einer höheren Bewertung (Ratingagenturen) sowie höheren Bonuszahlungen an Herrn Saveuse & Co führt.

BILD schafft Gewinner, verschweigt aber die Verlierer

Unerwähnt in BILD: Die Verlierer dieser „tollen“ Firmenpolitik: 50.000 Menschen!

Wie sieht sie aus, die real,- Welt des BILD-Gewinners Saveuse?

Im real,- Konzern des „Gewinners“ werden die neuen Märkte als eigenständige lokale GmbH geführt. Damit wird aus dem real,- Konzern eine Holding, welche Dank der Steuerpolitik von Schröder und Merkel ihre Profite beliebig verbuchen und verschieben kann, bis sie praktisch mit „Null“ in den Büchern stehen. Man zahlt also einen symbolischen Obulus ans Finanzamt und kassiert den Rest der (eigentlich) fälligen Steuern gleich selbst. Zusätzlich nutzt man diese Konstruktion, um auf kommunaler Ebene die einzelnen Standorte gegeneinander auszuspielen. Jede GmbH des Konzerns wird „vor Ort“ steuerpflichtig. Damit treten Städte in einen Steuerdumping-Wettbewerb, um ein solches „modernes“ Shopping-Center zu bekommen. In vielen Fällen geben Städte sogar jahrelange Steuerbefreiungen als „Investitionsanreiz“.

Und wie geht es den Gutschein-beglückten Mitarbeitern?

Der real,- Konzern sowie seine GmbH-Märkte gehören keinem Arbeitgeberverband an. Begriffe wie „Tarifvertrag“ und „Betriebsrat“ sind dort genauso unbekannt wie „Weihnachtsgeld“ und „Spätzuschlag“.

Weihnachtsgeld?

Früher…als es in Deutschland noch keine religiöse Verehrung neoliberaler „Reformer“ und ihrer faschistischen Machenschaften gab, zahlte man in Ost und West sog. Weihnachtsgeld als „13. Monatsgehalt“. In der „DDR-Diktatur“ hieß das Ding übrigens „Jahresendprämie“.

Zu Zeiten der DDR bekamen die Arbeitsnehmer in Gesamt-Deutschland (welch Ironie!) also ein volles zusätzliches Gehalt „geschenkt“. Heute wird man zum BILD-Gewinner, wenn man Gutscheine des eigenen Konzerns in Höhe von 100 Euro verteilt. Das ist keine Ironie, das ist Zynismus!

Der größte Teil der real,- Mitarbeiter besteht aus Teilzeitkräften und Leiharbeitern. Teilzeitkräfte bekommen nur „kleine“ Gutscheine, die Leiharbeiter garnichts. Tolle Geste, Herr Saveuse!

Was sollte man noch wissen?

.

Packkräfte/Kassierer/-in

Verkäufer/-in (Ecklohn—Endstufe)

Wöchentliche Arbeitszeit

Spätöffnungszuschläge

(Mo-Fr 18:30 – 20:00, Sa 14:30 – 20:00 Uhr

Nachtzuschlag ab 20:00 Uhr

Urlaub

Tarifvertrag

€ 10,96

€ 12.30

37,5 Std.

20%

55%

55%

36 Werktage

real,-

€ 8,75

€ 11,00

41 Std.


10%

30 Werktage

Der „große“ Gutschein von 100 Euro ergibt sich also schon allein aus den eingesparten Lohngeldern für 1,5 Wochen(!) Arbeitszeit. Von den fehlenden 6 Tagen Urlaub etc. ganz zu schweigen.

Und jetzt schließen wir mal die Augen und stellen uns 2 Minuten lang vor, wie ein solcher real,-Markt auf die Arbeitsbedingungen anderer Supermärkte in einer Stadt wirkt!

Und nicht vergessen: In den Hartz4-Gesetzen gelten Arbeitsbedingungen als zumutbar, wenn sie „ortsüblich“ sind!

Welcher Mistkerl wird wohl demnächst von BILD zum „Gewinner“ ernannt?

Kai Diekmann persönlich? Vielleicht bekommt er ja eine „goldene real,-Kundenkarte“ für diese Manipulation Werbung?

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