Ein Gespenst geht um in Europa…

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus.

Karl Marx, Dezember 1847

Am 15. Januar 1919 starben Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch die Kugeln feiger Söldner im Auftrag der Kapitalisten. Sie waren Begründer der Kommunistischen Partei Deutschlands, der KPD. Dies machte sie zu Erzfeinden des herrschenden Kapitals und ihrer politischen Handlanger.

bis heute…

Wie groß die Angst vor „dem Gespenst“ noch ist, zeigen die kapitalistischen Medien heute. Kaum ein Wort über die Demonstration zum Gedenken an die Ermordeten in Berlin.

Aber die wenigen Medien, welche sich mit dem Thema beschäftigen, schäumen vor Wut. Sie können es nicht glauben, das ihre pro-kapitalistische Propaganda und Meinungsmache 90 Jahre lang nur mäßigen Erfolg hatte. Tausende Kommunisten und Sozialisten ehrten heute Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht auf dem Friedhof der Sozialisten. Die Stimmung war gut, befindet sich der Kapitalismus doch in einer seiner tiefsten Legitimationskrisen.

Der rechts-liberale Einpeitscher des Kapitals beim Spiegel, Reinhard Mohr, sah sich daher genötigt, über diese „Demonstration der Systemfeinde“ wutschäumend zu „berichten“. Wie zu erwarten, ist seine journalistische Meisterleistung geprägt von Verbalauswurf auf tiefstem Niveau.

Ich möchte hier (auch aus Zeitgründen) nicht den ganzen Artikel zerpflücken. Ich beschränke mich daher auf ein paar typische Zitate, in denen der ganze Hass des gehobenen Bürgertums zum Ausdruck kommt.

  • trotzig-melancholischen Ritual
  • historisch geschlagenen versprengten Linke
  • Basar des Linksradikalismus
  • radikalen außerparlamentarischen Opposition
  • eigentümlich postrevolutionäre Volksauflauf
  • die Wende geistig unbeschadet überstand
  • pseudorevolutionären Mummenschanz der Demonstration

Die Parole im – überschaubaren – „Antifa“- und Autonomen-Block lautete: „Revolution statt Deutschland! Nie wieder Deutschland! Fuck off!“

Das waren die wirklich „überschaubaren“ sog. Antideutsche. Der große Block der Antifa und der Autonomen lief mit Abstand davor, werter Herr Mohr. Brille kaufen!

  • an der letzten Aral-Tankstelle vor dem Ziel noch ein paar stärkende Biere besorgt

Klar doch…Kommunisten sind dem Alkohol verfallen. Mitbürger, welche täglich Wasser predigen und Wein saufen nennt man aber „Kapitalisten“, Herr Mohr. 😉

Den Weg zu Rosa und Karl säumen allerlei Buden und Büdchen samt Büchertischen und einer zünftigen Schwenkbraterei fürs hungrige Volk.

Wenn eine Demo (Mohr hatte einen stillen Trauerzug erwartet) so groß ist, das sich für die Würstchenbrater Sondergenehmigung und Standgebühren lohnen…warum ist sie dann den kapitalistischen Medien nicht groß genug, um darüber zu berichten? An der Größe scheint es nicht gelegen zu haben…wohl aber an der reaktionären Ideologie der Medienbesitzer.

unter ihnen viele Gesichter, die zu vielen alt gewordenen Ex-Funktionären der DDR und ihrer Einheitspartei passen könnten.

Klar doch: graue Haare und Falten im Gesicht können in den besetzten Bundesländern nur zu Stalinisten und ähnlichen Leuten gehören, nicht wahr?

Die letzten beiden Absätze widmet er dem „brillanten liberal-konservativen Historiker“ Golo Mann sowie seiner eigenen „Nachdenklichkeit“. Der „brillante Historiker“ hat es zutiefst bedauert, das die kommunistische Idee nicht durch „demokratische Gewalt“, sondern durch rohe Söldner bekämpft wurde.

Werter Herr Mohr: Würde die Diktatur des Kapitals Demokratie zulassen, wäre die KPD heute nicht verboten. Sie sollten sich für das Wahljahr 2009 einen Vorrat an Valium o.ä. Beruhigungspillen zulegen. Man weiß ja nie… 😉

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